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mmsa

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21

Dienstag, 20. November 2018, 10:18

In Südafrika kann nur ein Weisser von Rassismus beschuldigt werden. Die Schwarzen sind ja schliesslich die "previously disadvantaged".

Ausserdem hat man uns erzählt das fast nur weisse Südafrikaner Steuern zahlen, aber dazu können hier manche "Auswanderer" aus dem Forum bestimmt etwas mehr sagen. Und wenn man dann sieht was damit geschieht...
Aber jetzt schweife ich ab - absichtlich, um die Diskussion zu fördern.

VG. Toetske



Meine Infos aus Gesprächen mit Südafrikanern...

Das mit den Steuern ist grundsätzlich korrekt. Wenn man den Statistiken der OECD vertraut, gibt es in Südafrika ca. 10% Einwohner, die einen normalen Steuersatz zahlen. Das heißt, sie verdienen mehr als 180.000Rand im Jahr, also etwas mehr als 10TEUR. Dadrüber gibt es wie bei uns eine Steuerprogression, die sogar fast vergleichbar ist.

Und die anderen?



Nun ja, schauen wir auf das Steuersystem (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) dann kann man sehen, dass es sowas wie ein Existenzminimum gibt, das steuerfrei ist. 75.000 Rand ~ 5000EUR im Jahr sind faktisch unterhalb des Eingangssatz. Eigentlich muss man die auch versteuern, sofern man nicht 65 ist, aber wer nichts meldet ....

Die 10% Steuerzahler decken sich ungefähr mit der Gruppe der weißen Südafrikaner. Jetzt kann man natürlich klagen, dass die Weißen alles finanzieren und die Blacks, Colored und Indian meist nichts, man kann aber auch feststellen, dass es immer noch keine Gleichstellung bei den Einkünften gibt und fragen ob es wirklich "previously" heißen sollte.

Außerdem gibt es natürlich auch noch andere Steuern (Mwst, Benzin, ...) und Gebühren (Müll, Elektrozähler,....) die unabhängig von der Einkommesnsteuer zu zahlen sind, denn nur diese wird bei den entsprechenden Diskussionen immer angefügt.

Ich empfinde es übrigens anstrengend, über diesen Thema mit den verschiedenen Gruppen vor Ort zu reden. Jeder argumentiert sehr hart und urteilt oft über die "anderen" eher abwertend. Ist teilweise nicht anders, wenn man Ossies und Besserwessies zur Diskussion über gleiche Lebensumstände in einer Talkschow bewundert.

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Bär (20. November 2018, 21:45), asango (20. November 2018, 14:24)

mmsa

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22

Dienstag, 20. November 2018, 10:33

RE: Auswandern

Es ist sehr interessant, was hier so geschrieben wird.
Ich selber bin aus Österreich, habe seit 2 Jahren eine Beziehung mit einem südafrikanischen Farmer, und laut seinen Angaben ist das Leben dort nicht mehr wirklich schön.

Es wird alles teuerer und teuerer, allein schon der 'Benzin. Wenn man bedenkt das ein normaler dort um die 6000-8000 Zar verdient, die Schwarzen im Geschäft weit darunter, wie soll hier jemand überleben.
Es ist ein interessantes Land, aber wir haben erst mal vor das wir ihn nach österreich bekommen, da ich einen guten job hier habe, und vielleicht dann mal hier alles verkaufen und in 10,15 jahren zurück nach Südafrika gehen, mal sehen wie sich das land entwickelt.

@tatoorai: Danke für deinen Beitrag. Kannst du etwas genauer werden?

Wenn du sagst, ....das Leben nicht mehr schön.... Hast du konkrete Beispiele, was sich verändert hat?

Stellst du 'normale' und 'Schwarze' oder 'weiße' und 'Unnormale' gegenüber oder wie ist das gemeint?
Ich nehme mal an, dass du Normalverdiener und wenig gut verdienende gemeint hast. Es gibt da übrigens immer noch Unterschiede nach Mann/Frau und ethnische Gruppe.

Dieser Artikel von 2016 stimmt von den Grundaussagen immer noch: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Wahrscheinlich findet man über Dr. Guglé auch noch aktuellere Quellen.

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Bär (20. November 2018, 21:45), kOa_Master (20. November 2018, 13:43)

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23

Samstag, 24. November 2018, 22:23

"normaler dort um die 6000-8000 Zar verdient"

Viel schlimmer: Mit R50.000 pm, nach Steuern ist es knapp zu überleben. Ein Haus mieten kostet leicht R25.000, in relativer Schulnähe. Wichtig, sonst kommt man nicht in die Schule nach Wunsch und nahe genug ran um die Zeit die "School Runs" zu reduzieren. Eine Bekannte braucht morgens 45 Minuten die beiden anzugeben, und abends 1,5h! Und sie geht noch arbeiten. Würde sie noch weiter weg von Schule und Arbeit wohnen ginge es gar nicht.

Dann die Kosten für Essen R8-10.000pm, Auto, Versicherungen, IT, Schulgebühren (2xR3.000, also nicht sehr teuer). Da bleibt nix mehr übrig! Und die schleichende Inflation für besser Verdienende ist eher 15% pa. Die Gehalterhöhungen jedoch, wenn überhaupt, 5,5% (CPI)

Das fühlt sich zwar für Urlauber günstig an, zB Essen gehen, aber für Einheimische immer weniger interessant.
TIA - This is Africa!

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Winelands

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24

Samstag, 24. November 2018, 22:41

Mit R50.000 pm, nach Steuern ist es knapp zu überleben.
Wenn man bedenkt, dass Fach- und Führungskräfte in D 2017 durchschnittlich 4.846 € BRUTTO mtl. verdient haben, scheinen die Lebenshaltungskosten hierzulande deutlich geringer zu sein.
Karotten verbessern die Sehkraft, Wein verdoppelt sie!


Gruß Micha

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25

Montag, 26. November 2018, 07:26

Ja, und nur wenige in SA verdienen R50.000 netto... Es wurde soo teuer in den letzten Jahren für Familien der "Mittelschicht".

Wer sich jedoch wundert über die Besucherzahlen in teuren Restaurants, oder die vielen teuren SUVs: Das sind Geschäftsinhaber, die im Schnitt höhere Profite erwirtschaften (wenn es denn läuft) als in Germany weil die Konkurrenz fehlt. Oder es sind Government employees (oder Eskom...) Oder, besoonders in Stellenbosch: "old money".
TIA - This is Africa!

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Rhino (27. November 2018, 14:09), Beat H. Schweizer (26. November 2018, 18:46), Bär (26. November 2018, 12:20)

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26

Montag, 26. November 2018, 08:20

Inputs:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
-> Einzelperson in einer WG, ca. 16'000 ZAR/Monat

So falsch finde ich sowas hier auch nicht:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Man erhält zumindest einen Eindruck. Deckt sich +/- mit den Angaben oben.
Dabei sollte natürlich nicht vergessen gehen, dass es sich dabei dann um einen "angenehmen" Lebensstil handelt, den man vergleichbar in Deutschland auch hat, selbstverständlich kommt man auch mit weniger durch, das machen ja x Millionen so. Die Frage ist nur, ob man das auch so möchte wenn man auswandert.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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27

Dienstag, 27. November 2018, 08:35

Schöne Zusammenfassung von Kathi. Und richtig: Wir reden hier von einem angenehmen Lebensstil. Die Mutter der 2 Kids bekommt übrigens kein Kindergeld oder andere Steuerklasse so wie in Germany. Kindern eine vergleichbare Ausbildung wie in Germany zu bieten kostet unverhältnismässig viel.

Vor 2 Jahren hatte ich noch ein 2-bedroom Flat in Seapoint, Höhe High Level Road für R9.000. Der nächste Mieter zahlte sofort R14.000!
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mmsa

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28

Dienstag, 27. November 2018, 10:31

Schöne Zusammenfassung von Kathi. Und richtig: Wir reden hier von einem angenehmen Lebensstil. Die Mutter der 2 Kids bekommt übrigens kein Kindergeld oder andere Steuerklasse so wie in Germany. Kindern eine vergleichbare Ausbildung wie in Germany zu bieten kostet unverhältnismässig viel.

Vor 2 Jahren hatte ich noch ein 2-bedroom Flat in Seapoint, Höhe High Level Road für R9.000. Der nächste Mieter zahlte sofort R14.000!


Ich denke, man kommt schnell dazu Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Kapstadt ist doch wahrscheinlich eher vergleichbar mit München oder Berlin.
Sofern man nicht als Ex-Pat bei einem großen Konzern arbeitet, mag es doch auch die Möglichkeit geben außerhalb sich niederzulassen.

Auswandern findet doch nicht nur (hin) in Haupststädte und auch nicht nur (weg) aus Ballungsgebieten statt.

Dann wird auch das Preisgefüge sicherlich anders, auch für Anmieten von Objekte, (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Haus, 2 Zimmer, 2 Bäder, Blick auf den indischen Ozean, Garage 7,900ZAR pm)

Interessant wäre dann sicherlich zu wissen, wie dort die Lebenshaltungskosten und Einkommenssituation ist.

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Beat H. Schweizer (28. November 2018, 09:38), Krabbe (27. November 2018, 10:52)

Rhino

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29

Dienstag, 27. November 2018, 14:12

Mit R50.000 pm, nach Steuern ist es knapp zu überleben.
Wenn man bedenkt, dass Fach- und Führungskräfte in D 2017 durchschnittlich 4.846 € BRUTTO mtl. verdient haben, scheinen die Lebenshaltungskosten hierzulande deutlich geringer zu sein.

Die Lebenshaltungskosten sind in Suedafrika durchaus niedriger, aber vor allem in Ballungszentren haben die sich durchaus an west-europaeische Standards angenaehert.

Was Einwanderung betrifft, erwartet der Staat hier entweder Geld oder Qualifikationen an denen es mangelt.

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30

Dienstag, 27. November 2018, 14:34

Was Einwanderung betrifft, erwartet der Staat hier entweder Geld oder Qualifikationen an denen es mangelt.
Dann sollte eine durchschnittlich verdienende (ca. 3.000 € netto pm) deutsche Führungskraft (Du darfst Dir aussuchen, ob diese in Berlin, Potsdam, Stuttgart oder Wiesbaden wohnt) besser nicht ans Auswandern nach zB Kaapstad und Umgebung denken.
Karotten verbessern die Sehkraft, Wein verdoppelt sie!


Gruß Micha

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Kap Stadt (30. November 2018, 08:16)

Beate2

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31

Dienstag, 27. November 2018, 14:55

Dann wird auch das Preisgefüge sicherlich anders, auch für Anmieten von Objekte, ==> Bsp <== (Haus, 2 Zimmer, 2 Bäder, Blick auf den indischen Ozean, Garage 7,900ZAR pm)
Interessant wäre dann sicherlich zu wissen, wie dort die Lebenshaltungskosten und Einkommenssituation ist.
Äpfel und Birnen ... die kannst du (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) vergleichen. Außer Miete & Hauskauf sind die Kosten dort nun nicht sooo viel günstiger. Dafür ist das Durchschnittseinkommen aber deutlich niedriger.
Die Kosten für Schulen sind etwas ganz anderes, denn da ist das Angebot auf dem Land & in kleineren Städten deutlich schmaler. Nicht umsonst gehen so viele Kinder ins Internat in den größeren Städten.

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mmsa (28. November 2018, 13:20)

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32

Donnerstag, 29. November 2018, 21:36

Servus

ich lese tgl. DIE BURGER / Netwerk24 aus Kaapstad (ABO)
erscheint in Afrikaans. Mache das, um meine bescheidenen Sprachkenntnisse zu behalten.
Immerhin sprechen in ZA ca 6,5 MIO noch diese Sprache (Flämisch ca 90% angelehnt)

vielleicht ist jemand interessiert. Wenn nicht, einfach ignorieren

Folgender Artikel von heute


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33

Donnerstag, 29. November 2018, 22:53

...
ich lese tgl. DIE BURGER / Netwerk24 aus Kaapstad (ABO)
erscheint in Afrikaans. Mache das, um meine bescheidenen Sprachkenntnisse zu behalten.
Immerhin sprechen in ZA ca 6,5 MIO noch diese Sprache (Flämisch ca 90% angelehnt)

vielleicht ist jemand interessiert. Wenn nicht, einfach ignorieren

Folgender Artikel von heute


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Freitag, 30. November 2018, 08:29

Ist ja alles schön und gut mit potentiell günstigeren Mieten im "Umland". Aber wer will den schon nach Pofadder?

Wenn es um Kinder geht dreht sich alles um Schulnähe, Kosten und Logistik im allgemeinen. Meine genannten Zahlen habe ich mir nicht ausgedacht.
Das sind meine "adoptierten" Kinder. Die Mutter sagte, die brauchbarste Schule zu bekommen zog alles andere nach sich. Mit mehr Zeit kann man sicher auch ein Haus oder Wohnung in Schulnähe under R20.000 finden. PS: An Kaufen ist gar nicht zu denken!

Als Single kann ich auch nach Kalbaskraal... Dann bin ich ganz von Kapstadt weg. Halt, bin ich ja jetzt schon in Newlands!
In der Stadt war ich seit Monaten nicht mehr.

Ich verstehe auch was ihr sagt, man müsse Kapstadt mit anderen Metropolen vergleichen. Stimmt, aber wer möchte schon gross nach ausseralb von Kapstadt auswandern?
Da sind zwar die Mieten günstiger, aber sonst auch nicht viel anders.

Somerset West? Dann wohnt ihr definitiv nicht mehr in Kapstadt, auch wenn es dort schön ist. Durban könnte ich mir vorstellen.

Von den Lebenshaltungskosten wäre Germany für eine Familie billiger. Das ist die Essenz meiner Beiträge. Als Single kann ich auch im Wohnwagen leben. Oder zum Wintertarif in einem B&B. Im Sommer dann ausserhalb, oder in einer WG.
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35

Freitag, 30. November 2018, 11:48

....
In Südafrika kann nur ein Weisser von Rassismus beschuldigt werden. Die Schwarzen sind ja schliesslich die "previously disadvantaged".

Ausserdem hat man uns erzählt das fast nur weisse Südafrikaner Steuern zahlen, aber dazu können hier manche "Auswanderer" aus dem Forum bestimmt etwas mehr sagen. Und wenn man dann sieht was damit geschieht...
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VG. Toetske

Die 10% Steuerzahler decken sich ungefähr mit der Gruppe der weißen Südafrikaner. Jetzt kann man natürlich klagen, dass die Weißen alles finanzieren und die Blacks, Colored und Indian meist nichts, man kann aber auch feststellen, dass es immer noch keine Gleichstellung bei den Einkünften gibt und fragen ob es wirklich "previously" heißen sollte.

Außerdem gibt es natürlich auch noch andere Steuern (Mwst, Benzin, ...) und Gebühren (Müll, Elektrozähler,....) die unabhängig von der Einkommesnsteuer zu zahlen sind, denn nur diese wird bei den entsprechenden Diskussionen immer angefügt.

Ich empfinde es übrigens anstrengend, über diesen Thema mit den verschiedenen Gruppen vor Ort zu reden. Jeder argumentiert sehr hart und urteilt oft über die "anderen" eher abwertend. Ist teilweise nicht anders, wenn man Ossies und Besserwessies zur Diskussion über gleiche Lebensumstände in einer Talkschow bewundert.


Es ist natuerlich argumentierbar, wer bei Verbrauchersteuern der eigentliche Steuerzahler ist. Letztendlich hat ja auch bei der Einkommensteuer der Endverbraucher der Dienstleistungen der Besteuerten, die Kosten fuer das Produkt einschliesslich der Steuern und Abgaben indirekt zu tragen. Das wird bei solchen Debatten gerne vergessen. Auffallend ist freilich, das Gebiete aus denen Weisse verschwinden auch das Durchschnittseinkommen der Mitglieder anderer Gruppen faellt. Die Weissen werden dann oft durch Mitglieder anderer Gruppen, teilweise Auslaender ersetzt, die die Leute dann auch noch zu uebervorteilen versuchen, was zu neuen Konflikten fuehrt. Allerdings sind Einkommen allgemein schwierig einzuschaetzen, da es neben dem formellen Sektor (wo Buchhaltungen vorhanden sind und Steuern gezahlt werden) auch einen grossen und wohl anwachsenden informellen Sektor gibt, der kaum Steuern zahlen duerfte.

Das mit den Elektrozaehlern usw. ist auch noch so eine Sache, da der in Rechnung stellende die Zahler oft zu uebervorteilen sucht und zwar durch das anhaengen der einen oder anderen Ziffer. Daher immer bei der Verbrauchsabrechnung genau drauf schauen was in Rechnung gestellt sind. Das Rumaergern mit Behoerden und sog. oeffentlicher Dienstleister verschwendet auch viel Zeit und Aufwand, der fuer produktive Aktivitaet besser angelegt waere. Ueberhaupt aergert die Leute das Veruntreuen von Steuergeldern und anderen Mitteln noch mehr als die Steuer selbst.

Was das "Rassismus"-Argument anbetrifft, so ist die paradoxe Theorie da, dass jemand der angeblich ueber keine "strukturelle Macht" verfuegt auch kein "Rassist" sein koenne. Mentalakrobatik vom Feinsten.