Einmal mehr sehe ich das Problem nicht in den Löhnen, die man theoretisch natürlich berechnen kann, sondern vielmehr in der Praxis diese qualifizierten Leute in Südafrika auch zu finden. Was hilft Dir eine theoretische Lohnberechnung, wenn das Projekt praktisch nicht durchführbar ist?
Der Lohnvorteil in Südafrika frisst sich ganz schnell auf, wenn Du Deine Personal-Wunschliste nur über den Preis zusammen bekommst (Angebot und Nachfrage). Gerade im Bereich Produktion/Entwicklung wirst Du das Problem haben Südafrikaner zu finden, diese wissen aber, daß sie gesucht sind und konkurrieren daher mit den Gehältern der europäischen "Gastarbeiter".
Und schon schmilzt Dein Lohnvorteil dahin.
Ein befreundetes Unternehmen von mir hat vor zwei Jahren ein Werk in Thailand eröffnet. Die produzieren dort Rohlinge, welche dann in Deutschland verfeinert und fertig gestellt werden. Somit bleiben die Themen Entwicklung, Qualität und know-how in Deutschland. Selbiges wäre auch bei Gerieben denkbar, Zahnräder, Wellen, Gehäuse können sicherlich auch von selbst angelernten Arbeitern in Südafrika produziert werden. Die Vergütung und Montage des Endprodukts sollte dann aber in Deutschland geschehen. Ansonsten wird das in der Realität nicht funktionieren.
In 20 Jahren kann man dann die Fabrik in Südafrika vielleicht nach und nach erweitern, so daß die volle Produktion dort stattfindet. Das ist dann aber ein laufender Wachstums-Prozess, den man viel besser abschätzen und steuern kann.