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Protea

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Tuesday, September 27th 2011, 2:03pm

Auswandern - warum wurde ein bestimmter Ort zum Leben ausgewählt? Was zeichnet das Leben in dieser Stadt oder dieser Provinz besonders aus?

Wirklich sehr interessiert lese ich die Diskussion hier mit, da wir unser "Second Life" :) ab Mitte nächsten Jahres in SA bereits seit längerer Zeit planen. Ich habe aus dem Forum bereits viele wertvolle Informationen gesammelt und abgespeichert. Dafür danke ich euch allen herzlich.

Natürlich hat jeder seinen eigenen triftigen Grund warum Auswandern und warum auf keinen Fall. Es ist sicher auch nochmal ein Unterschied, ob man in Südafrika seinen Lebensunterhalt verdienen und für eine Familie sorgen muss, oder ob man bereits ein wenig Erspartes hat um davon zu leben zu können und bereits eine Altersvorsorge aufgebaut hat.

Ich hätte aber mal eine Frage an die Forumsteilnehmer (an alle die schon in Südafrika leben und auch die, die noch davon träumen): Warum wurde ein bestimmter Ort oder eine bestimmte Provinz zum Leben ausgewählt? Was zeichnet das Leben in dieser Stadt oder dieser Provinz besonders aus?


Ich würde mich über viele Antworten freuen!

Margit

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Tuesday, September 27th 2011, 3:04pm

Hi Margit,

Für uns war es nicht so einfach, da es mehrere Kriterien gab, die unbedingt zu erfüllen waren.
so haben wir die Küste von Durban bis Kapstadt abgeklappert, um zu sehen wo wire uns niederlassen können.
Damit habe ich schon mal das erste Kriterium genannt, wir wollten auf alle Fälle an die Küste :thumbsup: .

Dann war wichtig eine gute Schulausbildung mit internationalem Abitur für unsere Tochter und zwar englischsprachig.
Damit grenzte sich das Gebiet schon mal erheblich ein.
Dann war für meine Freundin wichtig, dass es nicht so heiß und schwül im Sommer ist und damit viel schon mal Durban raus und ich wollte es nicht zu kalt im Winter und angenehme Wassertemperaturen im Sommer und damit viel schon mal Kapstadt raus.
Dann wollten wir zwar schöne Natur aber auch etwas Leben haben z. B. Restaurants, Bars, Musik und es sollte keine reine Ferienhausregion sein , damit blieben schon mal nur noch Knysna, Plettenbergbay und Jeffreys Bay übrig.
Knysna war uns zu touristisch und hat schon mehrere 100 Gästehäuser, Plettenbergbay ist zwar schön aber mir zu steif gewesen und in den wirklich guten Lagen gab es keine Häuser unter 15 Millionen Rand, die auch für ein Gästehaus in Frage gekommen wären und auch mit einer guten Schule war nicht gegeben und somit war es Jeffreys Bay.
Eine internationale englische Privatschule (woodridge), liegt am Meer mit traumhaften Stränden, hat viel abwechslungsreiche Natur und Tiere, Jeffreys Bay (ist eine typische Afrikaans-Stadt - also nicht die Schönste) aber sehr viel Leben auch außerhalb der Saison und dann kam ja noch hinzu, dass Jeffreys Bay die Surferhochburg in Afrika ist und daher sehr viel los und jung ist (für südafrikanische Verhältnisse!!!)
Ach ja und die Temperaturen sind im Sommer mit ca. 23 - 27 Grad und im Winter mit 18 - 23 Grad auch ganz angenehm :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: .
Und außerdem waren wir der Meinung, dass es hier auch sehr viel für Touristen zu bieten gibt, so ist der Tsitsikamma Nationalpark nur 45 Minuten von uns entfernt, der Addo Nationalpark 90 Minuten, die Baviaansberge nur 30 Minuten und viele Game Reserves und der Strand direkt vor der Haustür.

So einfach war es letzendlich :) :)

Liebe Grüße aus Jeffreys Bay, Sven
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Tuesday, September 27th 2011, 8:18pm

Ich hätte aber mal eine Frage an die Forumsteilnehmer (an alle die schon in Südafrika leben und auch die, die noch davon träumen): Warum wurde ein bestimmter Ort oder eine bestimmte Provinz zum Leben ausgewählt? Was zeichnet das Leben in dieser Stadt oder dieser Provinz besonders aus?


Bei uns war es ganz einfach, das neue Werk meines AG wurde in Joburg (Kempton Park) angefahren - damit ist der Ort im Prinzip schon fest.....
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Protea (Sep 28th 2011, 12:11pm)


Protea

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Wednesday, September 28th 2011, 8:08pm

Oh je, das war ja bis jetzt noch keine große Ausbeute :( . Ich dachte vielleicht bricht der ganz große Enthusiasmus aus und die Auswanderer berichten jetzt über „ihren“ Traumort in SA und warum und wie es sie dorthin verschlagen hat :) .

Danke noch mal an Sven und Jörg. Vielleicht darf ich euer Wissen und Erfahrung im nächsten Jahr noch einmal „anzapfen“ wenn es konkret wird bei uns?

Liebe Grüße
Margit

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Wednesday, September 28th 2011, 8:19pm

Hi Margit,

wenn Du Fragen hast, immer her damit :thumbsup: .

Ich war auch damals vor ca. 3,5 Jahren, als wir uns entschlossen haben nach Südafrika zu gehen über jede Hilfe bzw. Info froh :thumbup: .

Es werden sicher auch noch ein paar Info's kommen, aber es ist immer besser, konkrete Fragen zu stellen.

Liebe Grüße aus dem wunderschönen Südafrika, Sven
The Ocean Bay Luxury Guesthouse
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Protea (Sep 29th 2011, 10:53am), NancyBoschetto (Sep 28th 2011, 9:56pm)


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Thursday, September 29th 2011, 9:36am

Hallo,
also jetzt kommt ne längere Geschichte.

Ich hatte in D einen Partyservice und eine mobile Cocktailbar,
wir veranstalteten Parties mit bis zu 500 / 10.000 Personen,
das ganze über mehr als 10 Jahre. Geplant war bis 2013.

Es war klar, wenn wir in Rente gehen, soll es ein Ort sein, wos warm ist,
wie z.B. Portugal, früher war Ägypten auch mal in der weiteren Auswahl, wurde schnell verworfen.
Zu moslemisch, das ganze. :whistling: Unser Haus verkauften wir 2006, um für die Auswanderung zu sparen.

2007 wurde ich krank, nach 3 Rehas war klar, mein Rücken macht das nicht mehr mit.
Das Geschäft mussten wir somit aufgeben.
Durch einen Freund waren wir zufällig nach SA gekommen, er war 2006 ausgewandert.
Nach zwei Aufenthalten im Western Cape war klar, Südafrika ist das Ziel.
2008 haben wir alles verkauft, Geschäft, Haushalt usw.

Wir immigrierten September 2008 als Rentner und während der Antrag lief, durften wir nicht arbeiten.
Wir reisten 7 Monate, bis nach Tansania und zurück. Als wir zurück waren,
war die Einwanderung erledigt und wir durften arbeiten.

Nun sind wir in Cape Town angelangt, haben ein kleines Cottage in Claremont gemietet,
wir sind auf einigen Märkten aktiv (alkoholfreie Fruchtsaft Cocktails) und ich machen Webdesign.
Cape Town ist dafür die Nr. 1, viele englischsprachige Südafrikaner,
viele Deutsche, Waldorf School, die Deutsche Schule in Kapstadt,
viele Holistische Sachen, Messen usw.
(Die Schulen sind für die Marktgeschichte wichtig).

Joburg und Pretoria, bezw. Durban waren nie im Fokus.
In Cape Town fühlen wir uns sicher, hatten noch nie ein Problem mit irgend jemandem,
nur im Winter ist es uns zu kalt. Drum reisen wir im Winter,
dieses Jahr waren es 4 Monate, SA - Uganda und zurück,
nächstes Jahr werden es wohl nur Juni und Juli werden,
die Märkte laufen ganz gut. Man muss das Eisen schmieden ....

Ich habe inzwischen auch eine Field Guide Lizenz (FGASA Level 1)
und könnte Safaris veranstalten, doch es hat sich herausgestellt,
dass das für meinen Rücken zuviel ist, schade, denn ich bin am liebsten
in der Natur und unter Tieren unterwegs.

wenn ihr noch Fragen habt, gerne,

viele Grüße,


Bee
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Thursday, September 29th 2011, 9:44am

Für mich war es einfach:
Meine Lebenspartnerin von 1999 war aus Kapstadt. Einmal dorthin für Urlaub (2000), alles schön hier, alles billig(!) und nichts wie weg!
Heute würde ich von der finanziellen Seite her auch andere Länder in Betracht ziehen. Es hat sich alles verdoppelt seit dem.
none
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Protea (Sep 29th 2011, 10:56am)


Protea

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Thursday, September 29th 2011, 11:41am

Hallo,
also jetzt kommt ne längere Geschichte.

Ich liebe diese Geschichten! Sie machen Mut und bestätigen uns, in unseren Plänen. Danke!
wenn ihr noch Fragen habt, gerne,

@ Beate - Liebe Beate deine Website habe ich schon besucht - Super! Deine Tipps im Forum (auch bei der Konkurrenz) habe ich - genau wie die von Sven, Jörg, KapStadt .... und anderen SA-Erfahrenen, schon vor einiger Zeit alle über SuFu aufgerufen, kopiert und gespeichert.

Eine Frage treibt mich allerdings seit einiger Zeit um und ich habe noch keine Antwort gefunden:
Wir werden ein Haus behalten und dort auch für den Anfang noch einen Wohnsitz haben. Wie kann man sich die Post (Gemeindeverwaltung, Finanzamt etc) möglichst schnell nach Südafrika nachsenden lassen? Meine Mutter die auch in dem Haus wohnt, ist schon zu alt, als dass ich sie noch in Computer (scannen und mailen) einweisen könnte :)

Heute würde ich von der finanziellen Seite her auch andere Länder in Betracht ziehen.

wir haben - bevor wir Südafrika gesehen haben - auch schon mal die Dominikanische Republik (wir haben da Verwandte) in Erwägung gezogen. Das haben wir aber wieder verworfen, als uns klar geworden ist, dass ein Wirbelsturm jederzeit unsere Ersparnisse in Form eines Hauses wegfegen könnte :D

Margit

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Thursday, September 29th 2011, 1:27pm

Liebe Margit,

vielen lieben Dank. Da spornt an, weiter zu machen.

Quoted


Wir werden ein Haus behalten und dort auch für den Anfang noch einen Wohnsitz haben. Wie kann man sich die Post (Gemeindeverwaltung, Finanzamt etc) möglichst schnell nach Südafrika nachsenden lassen? Meine Mutter die auch in dem Haus wohnt, ist schon zu alt, als dass ich sie noch in Computer (scannen und mailen) einweisen könnte
Erst mal alles Unnötige aussortieren und abstellen.
Du glaubst nicht, wieviel das ist.

Allen anderen die neue Adresse mitteilen. D.h. PO Box.
Wir haben auch noch Versicherungen, Bankonto usw. in D
Die eine Bank hat auf PDF umgestellt (Volksbank),
die andere (Comdirekt) besteht drauf blöde Auszüge zu schicken,
die auch als PDF abrufbar sind, dafür sind sie umschlagbar billig,
Gebühren am ATM = 0. Nur im Ausland! Zum Bezahlen im Ausland
haben wir noch die Amazon Visa Karte, z.B. Sanparks Buchungen,
die sind dann auch kostenfrei.

Ohne das wären wir schon arm, alleine durch die Bankgebühren.
So manches Mal kriegt man in Afrika nur den Gegenwert von 15, 20 €,
das war in Sambia und Malawi oft der Fall.

Das Finanzamt versendet auch hierher. ;(

Du kannst hier für wenig Geld bis kostenlos eine PO Box mieten.
Das hängt davon ab, ob in der Gegend ausgetragen wird, oder nicht,
wird nicht ausgetragen, ist es kostenlos. Vielleicht kann das ja hier jemand für Euch erledigen.

in Südafrika zählt als zustellfähig nur die Postadresse.
das versteht manche Behörde in D nicht.

Die restliche Post würde ich dann ggfs. zu jemandem schicken lassen,
der einscannen usw. kann.

Wir haben beim Aussortieren der Unterlagen ALLE wichtigen Dokumente gescannt und auf
verschiedene Medien gespeichert, was wir beim Reisen benötigen, Passkopien, Führerschein usw.
haben wir uns auch per Email aufs Gmail Konto geschickt.

FS: Beantrage den Internationalen FS so spät wie möglich, er gilt nur 3 Jahre.
Er ist aber auch von hier zu erneuern. Pass, falls nötig, geht übers Konsulat.
Auch kein Thema und nicht teurer als in D. Nur die Übersetzungen kosten,
falls man welche bracuht.

So jetzt stell ich aber auch mal Fragen:

Wohin geht ihr - was habt Ihr vor ? :thumbsup:

Viele Grüße,

Bee
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Protea (Sep 29th 2011, 8:02pm)


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Thursday, September 29th 2011, 1:28pm

Post von D nach SA

Hallo, bin im Moment wieder kurz vor der Abreise nach Cape Town.

War letztes Jahr 7 Monate in SA und bin zwischendrin immer wieder aus beruflichen Gründen in Frankfurt.

Das mit der Post ist relativ einfach:

Nachsendeantrag bei der Post, geht auch online.

Dieser gilt maximal für 6 Monate und kostet 25 Euro.

Allerdings klappt das nicht immer einwandfrei, da die Briefträger hier in Frankfurt trotz Nachsendeantrag auch gerne mal was hier in den Briefkasten werfen.

Ansonsten dauerts immer zwischne 1 und 3 Wochen, bis die Post (gesammelt in Umschlag) in Cape Town eintrifft...

Gruß

Eurocity
Gruß aus Sea Point (Cape Town)

Eurocity
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Protea (Sep 29th 2011, 8:02pm)


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Thursday, September 29th 2011, 7:56pm

Ist lange her!

War einmal vor vielen Jahren einige Zeit in Pretoria und musste dann wieder zurück nach Europa um den Familienbetrieb zu übernehmen.
Vielleicht wisst Ihr wie das ist, für die Familie zu arbeiten. 12 Stunden am Tag für wenig Geld, mit der Begründung, du bekommst ja einmal Alles. Um die Sache kurz zu machen ,nach 18 Monaten hatte ich die Schnauze voll und habe auf mein Erbe verzichtet.
Es war eine gute Entscheidung. ich hatte in der Zwischenzeit meine Frau kennengelernt und wir sind ab nach Windhoek Südwest. Wir haben uns dort, so zu sagen, eine Zukunft aufgebaut. 25 Jahre später, wurde Geschäft, Haus und der Rest verkauft und wir sind mit unserem Sohn nach Somerset gezogen. ( schulde meiner Frau immer noch die 2 Hochzeitsreisen ) Um in Rente zu gehen war ich noch zu jung, (50 Jahre) und so haben wir hier wieder von vorn angefangen. Erst haben wir in Somerset ein Schmuckgeschäft aufgemacht und dann hatte meine Frau die Idee für ein 2tes in Stellenbosch. Da Stellenbosch besser lief, haben wir Somerset zu gemacht und uns nur noch auf den Touristenmarkt in Stellenbosch konzentriert.
Das Kap hat für ältere Leute viele Vorteile, die da sind : Klima, Krankenversorgung, das Meer, die Berge und die freundlichen Menschen (schwarz & weiss) das gute Essen und der Wein. Viele Touris fragen mich, ob ich kein Heimweh habe, wie kann man Heimweh haben, wenn man im Paradies lebt,kann ich da nur antworten.
Gruss Hubert

Nkosi Sikelel iAfrika
hubert
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NancyBoschetto (Sep 29th 2011, 9:22pm), Protea (Sep 29th 2011, 8:03pm)


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Thursday, September 29th 2011, 9:32pm

Das Kap hat für ältere Leute viele Vorteile, die da sind: Klima, Krankenversorgung, das Meer, die Berge und die freundlichen Menschen (schwarz & weiss) das gute Essen und der Wein. Viele Touris fragen mich, ob ich kein Heimweh habe, wie kann man Heimweh haben, wenn man im Paradies lebt, kann ich da nur antworten.
Oh Mann, ihr seid so Klasse, mit euren Berichten. Genau das brauchen wir jetzt, mein Mann und ich. Manchmal flüstert da doch da immer eine innere Stimme in mir: " Ist das auch richtig was ihr da vorhabt"
So jetzt stell ich aber auch mal Fragen:
Wohin geht ihr - was habt Ihr vor?

Das war so: In Südafrika einmal Urlaub machen, war schon lange mein Traum. 2007 war es dann soweit. Auch Schatzi konnte ich überzeugen, dass wir unbedingt einmal Südafrika und den Krüger Nationalpark bereisen müssen. 2007 war es dann soweit, wir waren in Südafrika. An einen wunderbaren Abend, mit traumhaftem Sternenhimmel, haben uns unsere Gastgeber in Mpumalanga (Hazyview), Marina und Albert auf ihrer Terrasse ihre Auswanderer-Geschichte erzählt. Und da sagte eine leise Stimme in mir: „Das wäre schön, wenn man auch den Mut hätte so etwas durchzuziehen“. Die Stimme wurde auf der Reise immer lauter und hat sich auch zuhause immer wieder gemeldet und auch meinen Mann hatte der Afrika-Virus erwischt.

Dieser Wunsch hat sich bei uns festgesetzt wie eine Zecke und wir haben immer und überall darüber geredet. Zufällig liefert die Firma meines Mannes Hebebühnen auch nach Südafrika und mein Mann programmiert die Steuerungen dafür. Und als es bei einer Lieferung Probleme gab, wurde mein Mann kurzerhand nach Johannesburg und Kapstadt geschickt: Nach dem Motto: Südafrika, da warst du doch schon mal, flieg doch mal hin und regle das. Ja und so war auch ein beruflicher Kontakt zu SA hergestellt und es kam eins zum anderen, weitere Urlaubsreisen in Südafrika folgten und der Plan wurde immer realer. Unsere Freunde und Verwandten haben erst ungläubig gelächelt als wir von unseren Plänen erzählten, so nach dem Motto: „Diese Spinner!“. Inzwischen haben sie sich auch schon daran gewöhnt und planen Besuche.

Wohin wir genau gehen, steht noch nicht fest. Wir müssen erstmal vor Ort sein, um ein geeignetes Heim zu finden. Wir wollen eine kleine Smallholding kaufen, da wir auf dem Land (mein Opa hatte noch einen Bauernhof) leben möchten. Mit Tieren, Hunden und einen großen Garten, Obstbäume usw. Die Smallholding soll an der Gardenroute zwischen Heidelberg und Port Elisabeth liegen (wegen dem Klima), nicht allzu weit vom Meer und einer größeren Stadt entfernt, so ganz abgeschnitten vom Leben wollen wir auch nicht sein. Mit dem Rentner-Permit darf man auch ein wenig arbeiten. Mein Mann möchte auf selbständiger Basis für seine jetzige Firma die Service-Aufträge in Südafrika übernehmen. Es soll aber nicht so viel sein, dass Arbeitsstress daraus wird. Das haben wir hinter uns. Und ich möchte mal nach 40 Berufsjahren und Karrierestress gar nichts machen und keine Pläne schmieden. Nur die Tiere, die Landschaft und das Klima genießen! Wenn ich davon genug habe, würde ich mich gerne im sozialen Bereich nützlich machen. :)

Das wir noch bis nächstes Jahr warten müssen, liegt daran, dass ich dann eine größere Lebensversicherung ausbezahlt bekomme und wir dann zusammen mit dem Geld aus einem Hausverkauf genügend Cash haben für das s.g. "Rentner-Permit".

Margit
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Fop (Sep 29th 2011, 11:30pm)


Southerndreams

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Thursday, September 29th 2011, 9:48pm

Quoted

Und ich möchte mal nach 40 Berufsjahren und Karrierestress gar nichts machen und keine Pläne schmieden.
Da wird sich sicher etwas ergeben.
Mein Tipp, mietet Euch erst mal ein Anwesen und kauft nicht gleich.
Wenn Ihr keine Baufachleute seid, holt Euch fachmännischen Rat beim Kaufen.

Reist erst mal ein wenig herum.

Quoted

und wir dann zusammen mit dem Geld aus einem Hausverkauf genügend Cash haben für das s.g. "Rentner-Permit".

Wir haben nur R 20.000 für die Ersten und R 10.000 für die zweite Person nachweisen müssen,
Einkommen per Monat. Muss keine Rente sein. Eine bestimmte Summe genügte nicht,
auch kein Grundbesitz, obwohl ich auch ein Haus in D habe.

Wir haben dann was formuliert, dass meine Mutter mir 20.000 € pro Jahr zahlt
haben das einmal überwiesen, den Kontoauszug vorgezeigt und gut war. Dazu haben wir noch ne kleine BU-Rente.

Wichtig ist, falls ihr nicht verheiratet seid, der Nachweis der Lifepartnership,
DAS prüfen sie genau. Also ein gemeinsames Bankkonto, ein gemeinsamer Mietvertrag,
oder eine gemeinsame immobilie in D.

Habt Ihr eine Agentur? Nach der Gesetzesänderung ist es sehr kompliziert geworden
mit den Aufenthaltsfragen.

Viele Grüße,

Bee
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Thursday, September 29th 2011, 10:11pm

"Paradies S.A."

wie kann man Heimweh haben, wenn man im Paradies lebt,kann ich da nur antworten.

Das Thema "auswandern" beschäftigt viele Touristen die in S.A. Urlaub gemacht haben und in bester Urlaubslaune durch das Land zu fahren. Es wäre interessant zu hören in diesem Forum, wer über die Wirklichkeit berichten kann. Und ob man tatsächlich, wie hier geschrieben wird, ins "Paradies" kommt.
Wird man beruflich versetzt, dann hat man ja nicht viel Ortswahl und "muss" zufrieden sein. Wer einen Job suchen muss, wird sicher andere Erfahrungen haben. Wer Frührentner ist oder auch Altrentner legt wiederum andere Maßstäbe an und sieht den Wert der Rente verdreifacht. Oder wer reich ist, braucht sich nicht kümmern und sucht halt mal ohne Stress.
Einig sind wir uns alle, dass Südafrika ein wunderschönes Land mit einem wunderbaren Klima ist (wenn man davon absieht, dass der Klimawechsel eine große Trockenheit für viele Farmer, besonders am Westcap mit sich bringt und diese Farmen kaum noch existieren können).
Nachdem die Leitfigur Mandela einiges ins Positive verrückt hat sind die neuen Spitzen nicht ganz so integer. Ich stellte fest, dass gerade Weiße Probleme hatten in einen Job zu kommen. Das soziale Netz ist m.E. auch nicht mit dem unsrigen zu vergleichen. Die wirtschaftlichen Aussichten sind nicht gut, das Land ist durch seine Lage von den Märkten weit entfernt. Die Währung verliert gegenüber den Weltwährungen schon an Wert. Die Infrastruktur hinkt.
Unser mitteleuropäisches Klima (nicht immer das Schlechteste) wird mit dem von S.A. verglichen. Es schneidet in Bezug auf Sonnenscheindauer natürlich schlecht ab. Dieses bringt auch große Hitze mit sich, in Upington, am Westcap, am Nordcap in Durban. Zum Urlauben toll, aber zum leben? Ocean View liegt in einer klimatisch günstigen Gegend, ist aber vom Massentourismus auch schon geplagt.
Sommerset Wes ist fast deutsch mit allen dazugehörigen "Sitten" und Strand ist eine Hochhaussiedlung, verbaut wie auch leider Langebaan, Mosselbai, Plett und so weiter.
Ich lebe weit 10 Jahren vom Januar bis April auf einer Farm im Westcap, die übrige Zeit in Oberbayern, das finde ich paradiesisch, ich möchte aber nicht ganz in S.A. leben. Bin auch schon 75 Jahre alt und hatte mal eine größere Fluggesellschaft und ein Reiseunternehmen. Glaube also zu wissen, von was ich spreche. Ich habe keine schöneres Land gefunden für das ich meine Heimat Oberbayern aufgeben würde. Aber jüngeren Leuten mit einer guten Bildung und möglichst perfekten Englischkenntnissen und einem Berufshintergrund mit der Möglichkeit einen entsprechenden Job in der Gegend um Kapstadt zu bekommen, würde ich nicht von einem solchen Wechsel abraten. Jo'burg und Durban oder gar East-London (obwohl die Wildcast ganz toll ist) oder P.E. käme für mich nicht in Frage.
Paradiese gibt es nicht mehr, dafür hat schon der Mensch gesorgt.

Mit Grüßen vom (paradiesischen) Starnberger See
Botzi
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NancyBoschetto (Oct 1st 2011, 12:30am), Weltreisende (Sep 29th 2011, 10:49pm), Protea (Sep 29th 2011, 10:49pm)


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Thursday, September 29th 2011, 10:48pm

@ Southerndreams - danke für die Tipps

Mein Tipp, mietet Euch erst mal ein Anwesen und kauft nicht gleich.


Guter Tipp, haben wir auch schon mal angedacht. Vielleicht mieten mit Kaufoption, dann weiß man was man bekommt.
Habt Ihr eine Agentur? Nach der Gesetzesänderung ist es sehr kompliziert geworden mit den Aufenthaltsfragen.

Wir haben mit Julia Willand von IMCOSA Kontakt, die hat unseren Fall schon vorgeprüft und gesagt, dass wir nach dem geschilderten Sachverhalt eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung beantragen können. Wir sind verheiratet, müssen aber trotzdem p.P. 20.000 Rand pro Monate für 4 Jahre nachweisen können; entweder als monatliches regelmäßiges Einkommen oder in einer Summe als flüssige Geldmittel auf einem Konto. Wie du schon sagst, der Wert einer Immobilie, der Rückkaufswert einer Lebensversicherung oder Aktienbesitz :D (haben wir Gottseidank nicht) zählt nicht und im Rentenalter sind wir erst in ein paar Jahren. So lange müssen wir uns mit Ersparnissen über Wasser halten.
Wir haben dann was formuliert, dass meine Mutter mir 20.000 € pro Jahr zahlt
haben das einmal überwiesen, den Kontoauszug vorgezeigt und gut war.

Eine interessante Idee - aber meine Mutter ist arm :D - schick mir eine PN für näheres. Wir wollen ja länger als 4 Jahre bleiben und dann könnte es in Problem geben, da wir zwar ein akzeptables Renteneinkommen haben werden, aber wir kommen nicht auf 4.000 Euro im Monat.

Liebe Grüße Margit

Protea

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Friday, September 30th 2011, 8:27am

@ Botzi - Paradiese gibt es nicht mehr oder doch?

Ich lebe weit 10 Jahren vom Januar bis April auf einer Farm im Westcap, die übrige Zeit in Oberbayern, das finde ich paradiesisch, ich möchte aber nicht ganz in S.A. leben.

Lieber Botzi, da hast du dir aber ganz schön die Rosinen heraus gepickt :) . Das ist natürlich Klasse, wenn man zwischen einem Leben am Starnberger See in Oberbayern und einer Farm am Western Cape hin- und herpendeln kann. Und man vor allem in der grauen Zeit von Januar bis April in SA lebt. Das kann sich aber nicht jeder leisten und so muss man sich entscheiden, was man will.

Das soziale Netz ist m.E. auch nicht mit dem unsrigen zu vergleichen. Die wirtschaftlichen Aussichten sind nicht gut, das Land ist durch seine Lage von den Märkten weit entfernt. Die Währung verliert gegenüber den Weltwährungen schon an Wert. Die Infrastruktur hinkt.
Natürlich hat das Land Probleme, es ist ein Schwellenland und die Kriminalität ist durch die hohe Arbeitslosenrate besonders hoch. Aber die Entwicklung wird weitergehen, mag es auch noch eine Generation dauern.

Paradiese gibt es nicht mehr, dafür hat schon der Mensch gesorgt.


Nein, Paradiese gibt es nicht mehr - dafür haben bereits Adam und Eva gesorgt :D aber man kann sich sein eigenes kleines Paradies schaffen (so wie Hubert das auch gemeint hat). Ich kenne z.B. auch einige Menschen die sind in der Großstadt geboren und leben da furchtbar gerne. Die würde der "Massentourismus" in manchen Orten in SA nur ein müdes Lächeln abverlangen :)

Liebe Grüße Margit

mahatari

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Friday, September 30th 2011, 9:43am

Hallo Margit,
wir leben von September bis April in Kapstadt. In diesem Jahr geht es aber erst im November zurück, da wir von Constantia nach Hout Bay umziehen und unser neues Domizil erst Ende Oktober fertig wird. Dafür bleiben wir dann etwas länger. Uns hat es nach Kapstadt verschlagen, da unsere Tochter dort vor 10 Jahren einen Südafrikaner geheiratet hat und nun zwei unserer Enkelkinder dort leben. Ganzjährig können wir noch nicht nach Südafrika, da wir auch noch Familie in D haben, um die wir uns etwas kümmern müssen.
Auf unser Haus in D passt ein Nachbar auf und sieht auch ab und zu unsere Post durch. Finanzamt, Versicherungen, Gemeindeabgaben etc. läuft alles über Einzugsermächtigungen. Bankgeschäfte innerhalb Deutschlands wickele ich online ab. Überweisungen, z.B. auf unser südafrikanisches Konto geht über Telefon(Skype) und Fax. Wenn man regelmäßig Geld von D nach SA überweist (z.B. Rente), ist es günstig, sich bei seiner deutschen Bank ein Rand-Konto zuzulegen. Dann kann man immer dann umtauschen, wenn der Kurs gerade günstig ist. Wenn man sein Geld immer erst tauscht, wenn man es braucht (z.B. ATM mit deutscher Karte), kann man natürlich auch mal einen miesen Kurs erwischen.
Dann viel Glück für Euch
Peter
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Protea (Sep 30th 2011, 11:35am)


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Friday, September 30th 2011, 11:42am

@ Mahatari - Bankkonto in D in ausländischer Währung?

wir leben von September bis April in Kapstadt. Ganzjährig können wir noch nicht nach Südafrika, da wir auch noch Familie in D haben, um die wir uns etwas kümmern müssen.


So lange meine Mutter noch lebt, kann ich mich auch noch nicht komplett aus D verabschieden und werde wohl auch noch öfter für einen längeren Zeitraum in D sein.

Wenn man regelmäßig Geld von D nach SA überweist (z.B. Rente), ist es günstig, sich bei seiner deutschen Bank ein Rand-Konto zuzulegen. Dann kann man immer dann umtauschen, wenn der Kurs gerade günstig ist.


Davon habe ich noch nicht gehört. Kann man ein Konto in ausländischer Währung bei jeder deutschen Bank anlegen, oder ist das nur eine bestimmt Bank die das anbietet?

Liebe Grüße Margit

mahatari

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Friday, September 30th 2011, 12:07pm

Sogenannte Fremdwährungskonten haben m.W. so gut wie alle Banken. Du kannst Fremdwährungen kaufen und verkaufen. Google einfach mal nach Fremdwährungskonten.
Viele Grüße
Peter
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Protea (Sep 30th 2011, 12:09pm)


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Friday, September 30th 2011, 5:12pm

Es gibt nicht wirklich den Vergleich 1:1, jeder hat andere Schwerpunkte. Nespresso ist teuer, Benzin ist billig.
Käse ist teuer, Steak preiswert. Erstazteile für Harley ist schwer, für VW Golf 1 einfach.

Bauen würde ich hier nie, nicht mal ein Anbau. Es sei denn ich mache es selber. Das dauert sonst ewig.

Eins ist klar, das Wetter ist gut und Aktivitäten in Freien (auch geschäftlich, zB Feste oder Bootverleih) leidet kaum unter Regen.
Selbst Möbelspeditionen haben selten einen geschlossenen LKW.

Die Zeitzone erlaubt für bessere Geschäfte mit Europa, die englische Sprache mit dem Rest der Welt.

Schaut es euch mal an!
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Sam (Dec 10th 2011, 1:33pm), Protea (Oct 1st 2011, 10:24am)