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SangSom

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Mittwoch, 14. März 2018, 07:29

Update Kriminalität um Kapstadt

Hallo Zusammen

Die Gegend um Kapstadt entwickelt sich immer mehr zum Crime Hotspot wie es scheint. Die Zunahme der Vorkomnisse
gegen Touristen ist bedenklich.

In der Gegend um den Tafelberg werden regelmässig Touristen ausgeraubt, bei der Silvermine oberhalb von Nordheok auch. Die
Gegend dort ist alles andere als sicher.

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An der wunderbaren Beach bei Nordhoek, gab es in den letzen 3 Monaten vier brutale Überfälle mit 3 Schwerverletzten, ein Österreicher hat nur knapp überlebt

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Bei Kalk Bay würde ende Januar ein Wanderer brutal erstochen, Wertgegenstände hatte er keine dabei.

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Gestern wurde ein Biker im "beschaulichen" Fish Hoek erstochen....

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Für mich ist die ganze Kap Halbinsel nicht mehr sicher, wandern zum Beispiel geht (für mich) nicht mehr, auch Gruppen wurden schon überfallen und
die Polizei und Sanparks scheint die Lage nicht in den Griff zu bekommen.

Lg SangSom

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Marchese

Dr. Iveyn

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Mittwoch, 14. März 2018, 11:32

Wir gehen auch nur noch mit Locals Wandern, die im Wanderclub sind und immer wissen, wo es einigermassen sicher ist und wo nicht. Noordhoek Beach (beim alten Schiffswrack) und gewisse Teile des Tafelbergs sind schon länger nicht mehr sicher bzw. gibt es schon seit längerem Vorfälle. Silvermine und die Sektion oberhalb von Muizenberg/St. James (wo auch der 56 Jährige Wanderer erstochen wurde) sind aber wirklich schlimm geworden. Mann muss hoffen, dass bald hart durchgegriffen wird.

PS: Ein gutes Beispiel dafür, dass Südafrika je nach Aktivität auch für Touristen erheblich gefährlicher sein kann als Westeuropa. So oft wird gesagt "das kann dir ebensogut in Berlin oder London passieren. Mag sein (wenn ich die Wahrscheinlichkeit auch für deutlich geringer halte), beim Wandern auf der schwäbischen Alm, am Vierwaldstättersee oder im Taunus (ebenfalls in der Nähe einer Grossstadt) kann so etwas eigentlich nicht passieren.

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Bufi

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Mittwoch, 14. März 2018, 14:28

Für mich ist die ganze Kap Halbinsel nicht mehr sicher, wandern zum Beispiel geht (für mich) nicht mehr, auch Gruppen wurden schon überfallen und
die Polizei und Sanparks scheint die Lage nicht in den Griff zu bekommen.
Immer mehr Menschen in SA wollen ein Stück vom Kuchen abbekommen. Der Bevölkerungszuwachs ist enorm und alle haben zu viele Kinder, die durchgebracht werden müssen. Da kann man sich leicht ausrechnen, es wird nicht besser werden. Zustände wie wir sie in nicht allzu ferner Zukunft auch in Europa haben werden.

Just my 2 cents
BuFi

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SangSom

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Mittwoch, 14. März 2018, 15:55

Hallo (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

...beängstigend ist die Zunahme der Gewalt am Cape und vor allem auch die Brutalität, und ich kenne die Gegen dort unten seit über 25 Jahren und verbringe
jeweils etwa 2-3 Monate dort.

Irgendwie macht es keinen Spass mehr wenn du immer damit rechnen musst das hinter jedem Busch einer mit dem Messer steht. Die Polizei und Sanparks sind im Moment
sichtlich überfordert das Ganze halbwegs in den Griff zu bekommen.

lg SangSom

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Marchese

Dr. Iveyn

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Mittwoch, 14. März 2018, 16:09

Zustände wie wir sie in nicht allzu ferner Zukunft auch in Europa haben werden.


Zum Glück kann keiner die Zukunft voraus sagen und ich hoffe (und glaube auch), dass du nicht recht behalten wirst. Aber das Thema ist ja ohnehin Südafrika und nicht Europa. Wirtschaftliche Probleme, und die hat SA, wie wir alles wissen, sind sicher ein grosser, treibender Faktor für Kriminalität. Allerdings lässt sich Kriminalität nicht nur damit erklären. Es gibt ja viele Länder, die bedeutend ärmer sind, die Bevölkerung ebenfalls wächst und die Kriminalität ein weitaus geringeres Problem darstellt (dies gilt auch für andere Schwellenländer wie Thailand). In Südafrika wirken andere Probleme wie z.B. das enorme Drogenproblem (Crystal Meth), das auch in den USA und in Südamerika gewaltig gross ist (und dort wohl auch kriminalitätsbegünstigend wirkt) und die enorme Aids- und Tuberkulose-Rate, die massenhaft Waisen entstehen lässt. Auuserdem sind m.E. - ebenfalls wie in den USA und in Teilen Südamerikas - die Gefängnisse Brutstätten für wirklich üble Gewaltkriminalität. Da geht mancher als harmloser Kleinkrimineller rein und kommt als Monster wieder heraus. Hinzu kommen natürlich historisch bedingte Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen, die mitunter wohl auch in einer geringeren Obrigkeitsgläubigkeit resultiert, als sie z.B. in gewissen arabischen oder fernostasiatischen Ländern (Thailand, China etc.) besteht. Zudem bin ich davon überzeugt, dass der Staat durchaus die Möglichkeit hätte, Kriminalität lokal so einzudämmen, dass es z.B. keine Angriffe auf Wanderer am Tafelberg geben würde oder diese mindestens massiv zu reduzieren. Das ist eine reine Frage der Präsenz von (mit scharfer Munition bewaffneten) Sicherheitskräften.

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Kitty191

Schnürsenkel

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Mittwoch, 14. März 2018, 16:54

Hallo,
.....[Zudem bin ich davon überzeugt, dass der Staat durchaus die Möglichkeit hätte, Kriminalität lokal so einzudämmen, dass es z.B. keine Angriffe auf Wanderer am Tafelberg geben würde oder diese mindestens massiv zu reduzieren. Das ist eine reine Frage der Präsenz von (mit scharfer Munition bewaffneten) Sicherheitskräften.]
So wie es ja schon seit einigen Jahren in Hermanus auf dem Cliff Path gehandhabt wird. Security alle paar hundert Meter von 9:00 - bis Einbruch der Dunkelheit. Danach wird von den GH Betreibern auch eindringlich davon abgeraten, selbigen zu begehen.
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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yanjep

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Mittwoch, 14. März 2018, 19:09

Bestimmte Formen der Kriminalität sind, nicht immer aber oft, ein Armutsproblem. Ich bin ja aus der Branche (also nicht als Kriminelle sondern von der "anderen Seite") und z.B. Einbrecher sind entweder Junkies als Gelegenheitstäter, überkandiedelte Jugendliche, die nach einem gezielten Tritt in den Hintern oft wieder in die Spur kommen oder Leute aus bettelarmen Herkunftsstaaten in Osteuropa, die so allen Ernstes das Geld für ihre Familien "verdienen" und ihre Tätigkeit auch als "Arbeit" ansehen. Viele andere Möglichkeiten, außer noch auf dem "Arbeiterstrich" an ein Einkommen zu kommen, gibt es für die Leute aus Zenica z.B. nicht.
In Kapstadt, Johannesburg und anderswo wird es kaum anders aussehen. Wohlstand hinter dicken Mauern, Hütten aus Pappe und ein Job als Tagelöhner auf der anderen Seite. Da ist schnelles Geld durch einen Überfall auf "reiche Weiße" schon verlockend.
Was ich erschreckend finde, ist das Ausmaß an Gewalt. Es geht um ein Mobiltelefon, ein Fahrrad oder ein bißchen Geld und schon liegt ein Toter auf der Pad. Hat das mit dem Selbstwertgefühl zu tun (Mein Leben ist euch nichts wert und auch sonst niemanden, warum soll ich eures wertschätzen?) oder was könnte der Grund sein? Hier (also in Deutschland / Europa) werden Mobiltelefone und Geldbörsen üblicherweise gestohlen, aber nicht Leute dafür totgeschlagen.

Yanjep

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Marchese

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Mittwoch, 14. März 2018, 22:01

schnelles Geld durch einen Überfall auf "reiche Weiße" schon verlockend.



Diese Fälle machen ja nur einen winzigen Teil der gesamten Kriminalität in SA aus. Reiche Weisse sind ja diejenigen, die am aller wenigsten von Kriminalität betroffen sind. In den reichen weissen Gegenden in Kapstadt ist die Kriminalität ja ähnlich tief wie in Westeuropa.

Ich bin zwar (meistens) auch nicht kriminell und ebenfalls kein Kriminologe, habe aber ebenfalls beruflich immer wieder einmal mit dem Thema Kriminalität zu tun und hatte auch in SA im Rahmen eines Praktikums vor einigen Jahren die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Ich denke nicht, dass es auf die Frage nach der Brutalität eine einfache Antwort gibt. Wie die meisten gesellschaftlichen Phänomene ist auch dies wahrscheinlich das Ergebnis einer langjährigen gesellschaftlichen Entwicklung, die durch unzählige Faktoren beeinflusst wurde bzw. wird. Ich kann mir aber vorstellen, dass wenn man die eigenen Eltern im Kindesalter an Drogen, Aids oder Gangkriminalität verliert und selbst nichts anderes als Elend und Gewalt kennt, auch eine tiefere Hemmschwelle hat, anderen gegenüber skrupellos zu sein. Und wie gesagt, in südafrikanischen Gefängnissen weht ein etwas anderer Wind als in DE oder in der CH. Resozialisiert wird dort sicher keiner.

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Bär

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Mittwoch, 14. März 2018, 23:01

Für mich ist die ganze Kap Halbinsel nicht mehr sicher

Das war sie noch nie, aber es ist schlimmer geworden. Ich weise seit Jahren darauf hin, dass die Gegend um Kapstadt die höchste Kriminalitätsrate Südafrikas hat.
Und als Opfer wäre es mir auch egal, ob die Kids traumatisiert sind oder ob es sich um Beschaffungskriminalität handelt.
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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U310343

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Mittwoch, 14. März 2018, 23:13

Für mich ist die ganze Kap Halbinsel nicht mehr sicher

Das war sie noch nie, aber es ist schlimmer geworden. Ich weise seit Jahren darauf hin, dass die Gegend um Kapstadt die höchste Kriminalitätsrate Südafrikas hat.
Und als Opfer wäre es mir auch egal, ob die Kids traumatisiert sind oder ob es sich um Beschaffungskriminalität handelt.
... die Frage ist, welche Schlüsse ziehen wir daraus ?
Für uns selbst, nicht mehr hinfahren oder auf andere Gebiete ausweichen?
Was empfehlen wir denjenigen zu tun, die zum ersten Mal reisen oder raten wir grundsätzlich ab?

herzliche Grüsse
Wilfried

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Bär

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Donnerstag, 15. März 2018, 00:04

Was empfehlen wir denjenigen zu tun, die zum ersten Mal reisen oder raten wir grundsätzlich ab?

Ich kann nur für mich sprechen und ich rate dazu gar nichts mehr. Im Forum gibt es ausreichend Informationen zu allen Aspekten der Kriminalität in Südafrika, (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) und dann für sich seine eigenen Schlüsse ziehen. Denn das kann man den Reisenden nicht auch noch abnehmen, jeder hat ein eigenes Sicherheitsverständnis, sein eigenes Verantwortungsbewusstsein, sein eigenes Risikoprofil.
.
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Dicobo

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Donnerstag, 15. März 2018, 06:59

Augen aufhalten

Wir fahren seit über 20 Jahren nach Südafrika und folgen bestimmten Regeln.Uns ist noch nie etwas passiert und wir werden auch in Zukunft darauf achten,wo man sich aufhält und niemals im Dunkeln herumlaufen.Man muss sich ja nicht auf einsame Wanderwege begeben oder in Noordhoek an den Strand gehen,auch wenn es noch so verlockend ist. Wir wandern z.B. im Helderberg Naturreservat, möglichst am Wochenende oder am Strand von Muizenberg oder Strand,der jetzt durch den Wegfall des Naturreservats erweitert wurde. Sich an die Regeln des Landes halten,dann ist man nahezu so sicher wie auf dem Lande in Deutschland.

U310343

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13

Donnerstag, 15. März 2018, 07:52


Wir fahren seit über 20 Jahren nach Südafrika und folgen bestimmten Regeln.Uns ist noch nie etwas passiert und wir werden auch in Zukunft darauf achten,wo man sich aufhält und niemals im Dunkeln herumlaufen.Man muss sich ja nicht auf einsame Wanderwege begeben oder in Noordhoek an den Strand gehen,auch wenn es noch so verlockend ist. Wir wandern z.B. im Helderberg Naturreservat, möglichst am Wochenende oder am Strand von Muizenberg oder Strand,der jetzt durch den Wegfall des Naturreservats erweitert wurde. Sich an die Regeln des Landes halten,dann ist man nahezu so sicher wie auf dem Lande in Deutschland
Passiert ist bei uns in den vielen Jahren auch nichts. Wir bewegen uns in Kapstadt ähnlich wie in einer anderen großen Metropole dieser Welt .
Dazu gehört allerdings auch das wir abends manchmal noch spät unterwegs sind. Ich habe gestern unsere Flüge 2019 gebucht, Johannesburg und Kapstadt trotz möglichem Wassermangel oder Kriminalität.
Insoweit hat Bär recht, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wir sind dazu wie die meisten hier in der Lage diese Einschätzung vorzunehmen. Das trifft auf die „Ersttäter“ nicht zu.
Ich treffe heute Abend Freunde,
1. Frage (neu)
Was ist mit dem Wasser in Kapstadt
2. Frage
Keine Angst vor Kriminalität

Aber wahrscheinlich geht euch das ähnlich.

herzliche Grüsse
Wilfried

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Netti59 (15. März 2018, 08:29)

mahatari

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Donnerstag, 15. März 2018, 07:55

Meine Frau und ich verbringen seit nunmehr fast 10Jahren den gesamten Sommer hier in Südafrika. Ich persönlich kann nicht sagen, dass ich die Sicherheitslage als so dramatisch verschlechtert empfinde. Es ist ja auch immer die Frage, passiert wirklich so viel mehr, oder wird nur mehr darüber berichtet. Die Schilder, die am Strand von Nordhook davor warnen, sich weiter als 100m vom Parkplatz zu entfernen, standen dort schon vor 10 Jahren und ein südafrikanischer Bekannter geht auch seit mehr als 10 Jahren nie ohne seine 38-er Smith and Wesson zum Wandern. Obwohl meine Frau und ich keine ängstlichen Typen sind und, wenn notwendig, auch mal ein Risiko nicht scheuen, verhalten wir uns hier völlig anders als in Deutschland. Das ist schon ein Automatismus. Wenn wir hier aus dem Flugzeug klettern, legt sich ein Schalter um und wir sind in einem anderen Aufmerksamkeitsmodus. Wir wandern auch viel, mindestens 1x pro Woche, vorzugsweise Tafelberg und übriges Tafelberggebirge. Allerdings meiden wir die viel begangenen und in jedem Reiseführer beschriebenen Routen. Dort, wo nur 2x pro Woche ein Wanderer vorbeikommt, ist kein sehr lukratives Jagdgebiet für Kriminelle.

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Beate2

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Donnerstag, 15. März 2018, 08:38

... am Strand von Muizenberg oder Strand,der jetzt durch den Wegfall des Naturreservats erweitert wurde...
Am Strand von Strand, im neu eröffneten Gebiet, wurden neulich Gäste um ihr Handy erleichtert. Zum Glück ist nicht mehr passiert

Intibane

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Donnerstag, 15. März 2018, 08:42

Kein leichtes Thema. Ohne Statistiken, die nicht verfuegbar sind, bleibt es meist bei Spekulation, nichts anderes. Klar, wir lesen mit Schrecken ueber Diebstahl, Brutalitaet bis zum Mord und machen uns dementsprechend unsere Gedanken. Ueberfaelle auf Wanderer am Tafelberg, ja, das erfordert erhoehte Sicherheitsmassnahmen. Aber wer weiss denn, wieviele Touristen auf den Tafelberg hochgehen? 2000 pro Monat? 5000 pro Monat? Ich hab' keine Ahnung darueber, aber eine Meinung. Die Presse und social Media ist diese Tage so schnell und alles, was auf Foren oder Facebook, Twitter etc. verbreitet wird, ist ja immer wahr, oder? Ich hab' nichts irgendwo gelesen von den 10.000den, die happy gewesen sind beim Wandern, beim Tierbeobachten, beim Reisen allgemein. Das will ja kaum einer, ist ja langweilig.

Ich lebe hier seit 32 Jahren und kann nur sagen, so lange man sich den Umstaenden entsprechend verhaelt, man mit offenen Augen unterwegs ist und bestimmte Situationen grundsaetzlich vermeidet, ist es hier nicht unsicherer als anderswo in der Welt. In meiner Heimatstadt geht inzwischen kaum noch einer im dunkeln abends spazieren, es ist zu unsicher! In einem Deutschland, dass ich anders erlebt habe.

Touristen sind nun mal auch Magnete fuer Uebeltaeter. Ich bin viel an den hiesigen Touristenattraktionen unterwegs, wie z.B. Tafelberg, Cape of Good Hope, Cape Agulhas, Route 62, Addo, Krueger Park, Mpumalanga etc. Es ist nicht allzu schwer, den deutschen Touristen zu erkennen!

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Bär

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Donnerstag, 15. März 2018, 17:40

Ohne Statistiken, die nicht verfuegbar sind, bleibt es meist bei Spekulation, nichts anderes.

Die Statistiken sind verfügbar. "Crime Stats SA". Heruntergebrochen bis auf den einzelnen Stadtteil, teilweise sogar auf Straßenzüge. Sowas würde ich mir auch für Deutschland wünschen.
.
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kOa_Master

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Donnerstag, 15. März 2018, 18:15

...und wenn ich diese Statistiken lesen, dann ist das Risiko zwar in Südafrika grösser, aber trotzdem noch sehr klein.
Das ist etwa so wie mit den Überfällen um O.R. Tambo: Risiko zwar grösser als bei uns, aber die Wahrscheinlichkeit einen Verkehrsunfall oder einen Unfall beim Wandern in den Bergen ist halt immer noch grösser.

Was man ebenfalls aus diesen Statistiken lesen kann: Johannesburg ist - zur Zeit - weitaus besser als sein Ruf!
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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Rhino

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Donnerstag, 15. März 2018, 21:02

Bestimmte Formen der Kriminalität sind, nicht immer aber oft, ein Armutsproblem. Ich bin ja aus der Branche (also nicht als Kriminelle sondern von der "anderen Seite") und z.B. Einbrecher sind entweder Junkies als Gelegenheitstäter, überkandiedelte Jugendliche, die nach einem gezielten Tritt in den Hintern oft wieder in die Spur kommen oder Leute aus bettelarmen Herkunftsstaaten in Osteuropa, die so allen Ernstes das Geld für ihre Familien "verdienen" und ihre Tätigkeit auch als "Arbeit" ansehen. Viele andere Möglichkeiten, außer noch auf dem "Arbeiterstrich" an ein Einkommen zu kommen, gibt es für die Leute aus Zenica z.B. nicht.
In Kapstadt, Johannesburg und anderswo wird es kaum anders aussehen. Wohlstand hinter dicken Mauern, Hütten aus Pappe und ein Job als Tagelöhner auf der anderen Seite. Da ist schnelles Geld durch einen Überfall auf "reiche Weiße" schon verlockend.
Was ich erschreckend finde, ist das Ausmaß an Gewalt. Es geht um ein Mobiltelefon, ein Fahrrad oder ein bißchen Geld und schon liegt ein Toter auf der Pad. Hat das mit dem Selbstwertgefühl zu tun (Mein Leben ist euch nichts wert und auch sonst niemanden, warum soll ich eures wertschätzen?) oder was könnte der Grund sein? Hier (also in Deutschland / Europa) werden Mobiltelefone und Geldbörsen üblicherweise gestohlen, aber nicht Leute dafür totgeschlagen.
....


Den Faktor Armut halte ich auch fuer sekundaer. Wie erklaert man sich denn sonst, dass die Mehrheit der Armen recht ehrlich ist? Andersrum wird da aber vielleicht ein Schuh draus. Kriminalitaet schafft Verunsicherung und vermindert so Investitionen, was automatisch auch mehr Armut verursacht.

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Serengeti

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20

Freitag, 16. März 2018, 08:42

Ohne die Gewalt in SA nun verharmlosen zu wollen fühlte ich mich dennoch bei meinen letzten Besuchen in SA und Kap nicht recht viel unsicherer als in gewissen Vierteln in meiner Heimat München. Wir sind aus der Vergangenheit in D nur ein wenig "verwöhnt". Erkauften wir uns doch mittels unseres Sozialsystems im Vergleich zu z.B. SA die Sicherheit. Im Zuge von "gesellschaftlichen Strukturänderungen" hier in D ist mittlerweile diese Diskrepanz, vor allen Dingen in Großstädten, nicht mehr so extrem groß (Ende der Insel der Glückseeligen). Insoweit war für mich persönlich das "Unwohlsein" auf den Strassen von SA aufgrund eines allgemeinen Gewöhnfaktors ,auch in D, nicht extremer ausgeprägt. Als ich z.B. vor 2 Tagen in München vom Deutschen Theater über den Hauptbahnhof nach Hause fuhr hätte ich mir durchaus auch das von Matahari angesprochene "Abwehrinstrument" gewünscht. War schon gruselig und am nächsten Tag liest man dann von einem brutalen Überfall am Ort, den man am Tag vorher zur ähnlichen Zeit beschritten hat. Also kurz gesagt, die Intensität der Crime Geschichte steigt auch bei uns extrem. Augen auf--überall !
VG
Serengeti

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toetske (22. März 2018, 20:35), Marchese (16. März 2018, 12:29), Beate2 (16. März 2018, 10:00), U310343 (16. März 2018, 08:56)