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Beate2

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Montag, 4. Dezember 2017, 09:13

Vielen Dank Beate für deine regelmässigen Updates (und auch allen anderen), ich schätze das wirklich sehr. Ich verfolge zwar die News auch immer wieder mal ein wenig auf News24, (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) oder sonstigen Online-Portalen, aber so schön zusammengefasst ist das wirklich top!
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Montag, 4. Dezember 2017, 10:45



Wenn ich solche Artikel lese, dann weiss ich nicht so recht was ich davon halten soll - das ist aus meiner Sicht gute und positive News, gemischt mit einiges an Propaganda-Material:

Zitat

As we showed in our research, by 2000 the white farms were mostly under-used and the war veterans were fed up with Mugabe’s refusal to take them over. They moved against him. In a carefully organised campaign over the Easter weekend that year, 3,000 huge white-owned farms were occupied by 170,000 Zimbabwean families.
...
The new president will need to rebuild links with the international community, and a vexed issue has been the demand for compensation for displaced white farmers. Mnangagwa said in his speech that “the principle of repossessing our land cannot be challenged or reversed”. But, he continued: “My government is committed to compensating those farmers from whose land was taken.” But that is a fraught issue inside Zimbabwe, because the white farmers received their land in the 1930s to 1950s only by expelling tens of thousands of Zimbabwean farmers already on the land.

"Carefully organised campaign" ist ein schlechter Witz für eine gewaltsame Übernahme und "under-used" mag auf die Jahre 96-99 zutreffen, aber das war damals schon ziemlich miesen Verhältnissen im Land geschuldet.
Wenn man sich die Produktion der 80er und Anfang 90er-Jahre anschaut und sieht, dass diese massiv höher als aktuell war (notabene nach einem Rekordjahr an Niederschlägen), dann ist diese Aussage ziemlich gewagt. Was natürlich nichts an der Tatsache ändert, dass es eine positive Entwicklung ist, wenn endlich sinnvoll wirtschaftlich etwas aufgebaut wird, anstatt einfach "Land" zu besitzen. Von dem was wir dieses Jahr in Zimbabwe aber gesehen haben und von dem was wir vergleichsweise kennen, kann ich aber sagen, dass zumindest im Süden und Südwesten die Landwirtschaft einiges von dem entfernt ist, was sie vorher (90er) mal war.

Und der zweite Abschnitt, ich weiss gar nicht was ich dazu sagen soll. Die Aussage "white farmers received their land in the 1930s to 1950s only by expelling tens of thousands of Zimbabwean farmers already on the land" trifft auf sehr wenige zu. Viele wenn nicht gar die meisten der in den 2000ern vertriebenen Farmern hatten ihr Land ganz offiziell und ehrlich erworben oder gekauft. Das soll nicht heissen, dass ich ausschliesse, dass das Land den Zimbabwern weggenommen wurde (das war sicher in vielen Fälle so, sei es in dern 30ern, 50ern oder im 19. Jahrhundert), aber diese Vorgehensweise lässt sich durch dieses Argument ganz sicher nicht begründen.

Ich hoffe mal sehr, dass diese Angelegenheit langsam ein wenig nüchterner und weniger Emotional angeschaut werden kann, im Sinne des Landes und für den Fortschritt in Zimbabwe für alle. Hier könnte Südafrika mit der Reconciliation eine Art Vorbild sein.
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Montag, 4. Dezember 2017, 12:40


...
"Carefully organised campaign" ist ein schlechter Witz für eine gewaltsame Übernahme und "under-used" mag auf die Jahre 96-99 zutreffen, aber das war damals schon ziemlich miesen Verhältnissen im Land geschuldet.
Wenn man sich die Produktion der 80er und Anfang 90er-Jahre anschaut und sieht, dass diese massiv höher als aktuell war (notabene nach einem Rekordjahr an Niederschlägen), dann ist diese Aussage ziemlich gewagt. Was natürlich nichts an der Tatsache ändert, dass es eine positive Entwicklung ist, wenn endlich sinnvoll wirtschaftlich etwas aufgebaut wird, anstatt einfach "Land" zu besitzen. Von dem was wir dieses Jahr in Zimbabwe aber gesehen haben und von dem was wir vergleichsweise kennen, kann ich aber sagen, dass zumindest im Süden und Südwesten die Landwirtschaft einiges von dem entfernt ist, was sie vorher (90er) mal war.
Das "under-used" ist natuerlich eine subjektive Behauptung, die man so ziemlich immer einsetzen kann. Selbst wenn man alles in Bewaesserungsplantagen umsetzt, was sehr kapitalintensiv ist, dann ist das vielleicht optimaler genutzt, aber eine theoretische Maximalnutzung liegt noch nicht vor. Es gibt auch Jahre wo Weiden und Felder Schonung brauchen, nicht zu letzt wegen Trockenheit und anderer Probleme.


Und der zweite Abschnitt, ich weiss gar nicht was ich dazu sagen soll. Die Aussage "white farmers received their land in the 1930s to 1950s only by expelling tens of thousands of Zimbabwean farmers already on the land" trifft auf sehr wenige zu. Viele wenn nicht gar die meisten der in den 2000ern vertriebenen Farmern hatten ihr Land ganz offiziell und ehrlich erworben oder gekauft. Das soll nicht heissen, dass ich ausschliesse, dass das Land den Zimbabwern weggenommen wurde (das war sicher in vielen Fälle so, sei es in dern 30ern, 50ern oder im 19. Jahrhundert), aber diese Vorgehensweise lässt sich durch dieses Argument ganz sicher nicht begründen.

Ich hoffe mal sehr, dass diese Angelegenheit langsam ein wenig nüchterner und weniger Emotional angeschaut werden kann, im Sinne des Landes und für den Fortschritt in Zimbabwe für alle. Hier könnte Südafrika mit der Reconciliation eine Art Vorbild sein.

Du kannst davon ausgehen, dass das eine Behauptung war, die sich nicht ueberpruefen war. Allgemein wurde Ad Usum Besitz bereits als Eigentum anerkannt und das meiste von Schwarzen bewohnte oder bewirtschaftete Land war kommunales Land, dass von Haeuptlingen verwaltet wurde. Daneben gab es Landflaeche, die Weissen Farmern zum Erwerb offen stand. Daher ist das aehnlich strukturiert, wie im noerdlichen Teils des Transvaals. Es stand den Schwarzen aber durchaus offen auch ausserhalb der "Tribal Trust Lands" Bodeneigentum zu erwerben. In der Zwischenzeit hatte sich aber auch die Demographie geaendert (Bevoelkerungswachstum) und ein Grossteil der Schwarzen arbeitete als Lohnarbeiter fuer Weisse Farmer und mit einiger Zunahme auch fuer Firmen und Haushalte in den Staedten.

Einer marxistischen Organisation wie ZANU wird es auch wohl kaum darum gegangen sein, viele Landeigentuemer zu haben. Letztendlich wollen solche Organisationen totale Kontrolle ueber die Wirtschaft einschliesslich Landwirtschaft bekommen, um so unangefochten die absolute Macht zu bekommen. Die Frage, ob das ausreicht um die Leute zu ernaehren, war bei so etwas voellig nebensaechlich. Wenn Landtitel unsicher sind, nimmt auch allgemein die Investitionsfreude ab, was wiederum zu einer Abnahme in der Produktion und Produktivitaet fuehrt. Man steckt so wenig Geld und Arbeit wie moeglich da rein, um dann moeglichst schnell maximal daraus zu holen. Man weiss ja nie, wann sich einer mit Connections da reindraengeln wird.

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Bär (7. Dezember 2017, 10:44)

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 10:25


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M@rie (7. Dezember 2017, 12:43), Bär (7. Dezember 2017, 10:44)

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 11:09

Artikel aus dem "Freitag" von einem Guardian-Kolumnisten: Simbabwe - Opfer seiner selbst:
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Bär (7. Dezember 2017, 20:10), tribal71 (7. Dezember 2017, 19:00), M@rie (7. Dezember 2017, 12:43), Beate2 (7. Dezember 2017, 11:49)

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Freitag, 8. Dezember 2017, 14:02


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Freitag, 8. Dezember 2017, 17:58

Hier noch Infos in Deutsch


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Mugabe, Putsch Schluß, Simbabwe