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Lothar

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1

Mittwoch, 4. Juli 2007, 16:11

2. Weltkrieg und SA

wie ist eigentlich der 2. Weltkrieg in SA verlaufen.
Ich tu mich da immer schwer Informationen zu bekommen,
vor allem von den Einheimischen.

Außer das Südwest damals kaserniert war (die Deutschen durften
das Land nicht verlassen) und in SA Rohstoffmangel
(vor allem Kohle) herrschte und auch südafrikanische Soldaten
den Krieg beiwohnten, weiß ich nicht allzuviel darüber.

Selbst wenn man ältere Menschen befragt, halten die sich sehr zurück.
Was war denn genaues geschehen, das der SA-er selten darüber spricht?

Ist das etwa ein dunkles Kapitel?

Sebba

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2

Mittwoch, 4. Juli 2007, 16:44

RE: 2. Weltkrieg und SA

Heya Lothar,

spontan finde ich das Thema auch echt interessant. Ein schneller Blick durchs Netz hat bei (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ein paar Artikel gefunden - die allerdings nicht ganz vollständig sind, da man hierfür Mitglied sein muss. Umgehen könnte man dieses mit einem "free trial" ;-)

seb

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matthiasschwalbe

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3

Mittwoch, 4. Juli 2007, 16:50

RE: 2. Weltkrieg und SA

Man hat mir erzaehlt,dass Suedafrika schon 1939 an der Seite der Allierten in den 2. Weltkrieg eintrat.
Es waere damals im Winter auch schon sehr kalt gewesen. Zudem herrschte damals allgemeiner Rohstoffmangel. Aber vor allem fehlte es an Kohle.Es muss sehr sehr schrecklich gewesen sein.Warscheinlich spricht deshalb kaum ein Aelterer gerne darueber.Was man ja verstehen kann.
In Deutschland spricht von den Alten auch kaum jemand darueber.
Die meisten Alten sind ja bereits auch schon tod !
Nur in Polen sprechen sie im Moment gerne darueber.Vor allem diese 2
kleinen Zwillinge (Lolek & Bolek) .Beide klein an Wuchs.Aber eine unheimliche grosse Fresse ,wenn es um Deutschland geht.
Na ja,meine Urgrossmutter (Gott habe sie seelig) sagte schon vor 40
Jahren zu mir -wenn mein Zimmer mal wieder nicht ordwentlich war
" Was ist dass den fuer eine polnische Wirtschaft ?" Aber ich will jetzt nicht vom Thema abkommen,deshalb.... ?(

Lothar

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4

Mittwoch, 4. Juli 2007, 17:05

RE: 2. Weltkrieg und SA

Nur darüber nicht sprechen, weil es keine Kohle gab?
Nach dem Krieg hat man auch lange in Deutschland noch über gewisse
Greueltaten geschwiegen, weswegen ich mich immer gewundert habe,
das grad die älteren Menschen (die ich schon vor über 25 Jahren befragte)
in SA geschwiegen haben?
WHY?

matthiasschwalbe

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5

Mittwoch, 4. Juli 2007, 17:17

RE: 2. Weltkrieg und SA

Ja stimmt Lothar-in Westdeutschland hat man geschwiegen.
Ob im Fach Geschichte oder im Bundestag egal.
Man hatte ja auch ne ganze Menge Nazis in oeffentlichen Aemtern.
Beispiel KZ Baumeister Luebbke hier wieder Stichwort "..liebe Neger.."
Fuer unsere jungen User,dieser Mann war mal Bundespraesident !!!!
Er begruesste auf einem Staatsbesuch in den 60er Jahren in Afrika
seine Gastgeber mit obigen Worten.
In der DDR hingegen wurde der 2. Weltkrieg schon besprochen.
Aber mit der dementsprechenden Probaganda. O-Ton "...die Faschisten sitzen im Westen.."
Es waren doch alles Verbrecher ob Nazis oder Kommunisten !!!

Sebba

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6

Mittwoch, 4. Juli 2007, 17:30

RE: 2. Weltkrieg und SA

Zitat


Beispiel KZ Baumeister Luebbke hier wieder Stichwort "..liebe Neger.."
Fuer unsere jungen User,dieser Mann war mal Bundespraesident !!!!
Er begruesste auf einem Staatsbesuch in den 60er Jahren in Afrika
seine Gastgeber mit obigen Worten.


Das ist leider nicht belegt und man geht davon aus, dass er es nicht gesagt hat... wobei es passen würde... als Beleg kann ich gerade nur (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) anbringen...

Sauerländer halt... ;-)

seb

matthiasschwalbe

unregistriert

7

Mittwoch, 4. Juli 2007, 17:49

RE: 2. Weltkrieg und SA

Mensch Sebba,
wenn wir schon wieder gewaltig am Thema vorbei rauschen,dann aber kam zumindestens der Stern 1968 zu dem Ergebniss,dass es stimmt,das L. als Architekt an den Plaenen fuer die Errichtung von Baracken und Lagern beteiligt gewesen war.
Ausserdem gab es mal eine Dokumentation (noch in Schwarz/weiss) wo dieser Staatsbesuch von L .nach Liberia gefilmt wurde.Da der Ton sehr schlecht war bzw. oder gemacht wurde ! wo man dann unten die gesagten Worte eingeblendet habe.
Kommischerweise ist er aber dann 3 Monate vor der Bundestagswahl zurueck getreten !!!
Also abschliesend gesagt,an jedem noch so kleinen Geruecht ist aber sehr oft ein Kruemel Wahrheit !!!
Aber L. war ja nicht der einzigste braune im oeffentlichen Dienst,wohl aber der bekannteste.

Gruss
Matthias

Sebba

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8

Mittwoch, 4. Juli 2007, 18:16

RE: 2. Weltkrieg und SA

an der braunen Farbe wollte ich auch nicht zweifeln ;-), habe mich nur auf das Zitat bezogen...

Ende der Ausschweifung, zurück zum Thema... *g*

seb

Siegfried

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9

Mittwoch, 4. Juli 2007, 18:24

RE: 2. Weltkrieg und SA

Zunächst einmal hat die Republik Südafrika niemals am 2. Weltkrieg teilgenommen :] sondern es war zu jener Zeit Die Südafrikanische Union.
Das höchste Staatsoberhaupt war der König von England.

Die afrikaanse Bevölkerung wollte zu jener Zeit neutral bleiben.

2 September - James Hertzog puts his case to the National Assembly for South Africa to remain neutral in the Second World War against Jan Smuts who supports a Commonwealth alliance

4 September - The National Assembly votes on a motion whether or not to join the war and Jan Smuts wins by 13 votes

5 September - Jan Smuts becomes the 4th Prime Minister of South Africa for the second time

Die Südafrikanische Union hat hauptsächlich in Nordafrika gekämpft und danach in Süditalien.

Dass es Kohleknappheit gegeben haben soll, halte ich für ein Gerücht.
Südafrika hat mit die höchsten Kohlevorkommen der Welt.

Zur Zeit werden ca 110 Millionen Tonnen jährlich über Richards Bay exportiert.

Weitere 85 Millionen Tonnen werden im Inland auf Kraftstationen verbrannt und mit Hydrierung zu Benzin verarbeitet.
Diese Kohlevorkommen sollen bei dem jetzigen Abbaustand noch über 200 Jahre ausreichen.

Was die Bereitwilligkeit über den WK II zu sprechen anbelangt, mag es einen Unterschied geben, ob man nun mit Afrikaans- oder Englischsprechenden Leuten spricht.
In meiner Zeit in Kapstadt im deutschen Klub wurde zwischen Deutschen und Suedafrikanern immer fröhlich drauflos diskutiert und es kam NIE zu Auseinandersetzungen.
Dieser Deutsche Klub wurde während der Internierung der Deutschen im WK II von den Engländern weitergeführt und unmittelbar nach dem Kriegsende an die Deutschen zurückgegeben.

Weiterhin hat Suedafrika sich im WK II nichts zu schulden kommen lassen.

CJ

Lothar

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10

Mittwoch, 4. Juli 2007, 18:39

RE: 2. Weltkrieg und SA

Guter Bericht, Siegfried, obwohl er einen Widerspruch beinhaltet
(unabhängig davon ob es die Republik oder die Union). Teilgenommen haben
sie. Es gibt irgendwo in SA auch eine Ortschaft oder Platz, der nach den
Heimkehrern aus dem 2. Krieg benannt wurde (in Lubumbashi, DRC, gibt
es einen Vorort der kenia Market heißt, weil die Heimkehrer aus dem Krieg
, darunter viele Kenianer, es genau hierhin verschlagen hat).

Das mit der Kohle stimmt übrigens, denn die wurde damals auch vielfach
über Kapstadt verladen. Das haben mir sehr viele Menschen gesagt.
Viele menschen haben damals im Hafen gearbeitet und nur Kohlesäcke
geschleppt.
Oftmals gab es auch, wie heute, keinen Strom.

Schaun wa mal was wir noch an Info bekommen.

joubertpark

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Mittwoch, 4. Juli 2007, 19:41

RE: 2. Weltkrieg und SA

Südafrika war damals wie Siegfied schrieb-eine Kronkolonie von England ,die Armee in SA.war praktish British, SA.Soldaten wurden im 2.Weltkrieg nach Übersee geschifft und kämpften als Allierte gegen Deutschland,Hauptsächlich wurden sie in Italien eingesetzt.Ich habe persönlich noch Südafrikaner kennengelernt welche im 2.Weltkrieg in Italien gekämpft haben. Es gibt überall noch die Gedenkhallen in SA. mit der Inschrift M.O.TH. Hall(weiß nicht die Übersetzung) Deutsche Männer in SA.(allerdings nur bestimmtes Alter) zu der Zeit wurden in Konzentrationskamps eingesperrt-auch da habe ich Deutsche -welche eingesperrt waren -kennengelernt.so war es damals-kann man bestimmt auch irgentwo nachlesen.
Alles ohne Gewähr Gruß B.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joubertpark« (4. Juli 2007, 19:48)


Siegfried

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12

Mittwoch, 4. Juli 2007, 20:51

RE: 2. Weltkrieg und SA

Bodo M.O.T.H. steht fuer 'Memorable Order of Tin Hats' und bezeichnet den Verein von ehemaligen Soldaten der Südafrikanischen Armee.
Ich bin übrigens auch Mitglied dort. :D

Übrigens wuerde ich ein Internierungslager nicht mit einem Konzentrationslager gleich setzen.
Niemand wurde in den Internierungslager bewusst umgebracht.

Gruss

CJ

PS.: hier ein Link der die Beteiligung sehr ausführlich erklärt.

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (1910-1948)

joubertpark

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13

Mittwoch, 4. Juli 2007, 21:13

RE: 2. Weltkrieg und SA

Hallo Siegfried,hast recht-es waren internierungslager -und danke für die Übersetzung. Gruß aus einen verregneten Berlin B.

gemsbok

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Dienstag, 14. Juni 2016, 21:02

2. Weltkrieg und SA

Die Deutschen aus dem ehemaligen Südwest Afrika wurden in dem Lager Andalusia ( heute das Dorf Jan Kempdorp interniert. ) Es waren circa 1600 Bürger interniert. In der südafrikanischen Geschichte ist dies heute kein Thema mehr. In dem Museum in Swakopmund / Namibia gibt es ein paar Sachen die in der Internierungszeit dort hergestellt wurden.
Wenn man unter google "Internierungslager Südafrika" eingibt gibt es einige interessante Hinweise zu den verschiedenen Lagern, sowie ein Kurzfilm über das Lager Andalusia. Auch einige Bücher kann man dort finden.

Es wurden aber auch Südafrikaner, die nicht bereit waren gegen Deutschland in den Krieg zu ziehen, interniert. John Vorster, Premierminister von Südafrika ( 1966 - 1978 )

wolfratz

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Mittwoch, 15. Juni 2016, 18:00

Hallo,

es gab wohl auch eine (massive?) Unterstützung für Hitler-Deutschland.

Stichwort: Ossebrandwag

Siehe auch: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Gruß
Matthias
Indlu Yegagu Iyanetha - auch ein schönes Haus kann undicht sein

Altes Zulu-Sprichwort

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gemsbok

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16

Mittwoch, 15. Juni 2016, 21:06

2. Weltkrieg und SA

Ja und Nein, sowie wie es dies überall auf der Welt gab.

gemsbok

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Sonntag, 15. Juli 2018, 21:42

2. Weltkrieg und SA

Zu den Internierungen der Südwester Deutschen sowie den Südafrikaneren ist noch folgendes zu sagen:

Deutschen Südwester.
Während die Männer in den Internierungslagern sassen haben die Frauen die Farmen weiter bewirtschaftet. Innerhalb vom damaligen Südwest gab es auch Stadt- oder Farminternierung, d.h. die Menschen durften zwar ihre tägliche Arbeit verrichten, durften aber die Stadt bzw. die Farm nicht verlassen.

Südafrikaner:
Den zurückgekehrten südafrikanischen Soldaten wollte man zum Teil Farmen in dem Land vermachen. Der Premierminister Jan Smuts wollte nach dem Kriege alle Deutschen deportieren. Die Deutschen in den Internierungslagern wurden zwar 1945/46 freigelassen, mussten aber für 1 Jahr in Südafrika arbeiten, bevor sie nach Südwest zurückkehren durften. Somit sassen die Deutschen nach dem Krieg quasi auf gepackten Koffern und wussten nicht was die Zukunft bringen wird. Als 1948 in Südafrika gewählt wurde und die Nationale Partei gewann änderte sich auch die Lage der Südwester Deutschen. Sie durften bleiben. Denn die neuen Machthaber waren überwiegend Menschen die den Burenkrieg 1899 - 1902 mitgemacht haben, und somit auch die Unterstützung des deutschen Reiches nicht vergessen hatten. Das ist auch mit ein Grund warum die Deutschen den Südafrikanern nach 1948 sehr loyal gegenüber waren. Es gab ja schon 1914 die Rebellion der Buren gegen die südafrikanische Regierung, da diese in den Krieg gegen Deutschland ziehen wollten. Die Rebellion wurde schnell niedergeschlagen, da die Gefahr bestand das es einen Bürgerkrieg in Südafrika geben würde.

Südafrika kämpte im 1. Weltkrieg gegen Deutschland im ehemaligen Deutsch Südwest, in Ostafrka sowie in Frankreich.

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