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Friday, September 24th 2010, 1:27pm

Ermittlung der Einkommensteuer

Hallo,

wir überlegen zur Zeit, ob wir uns eine Ferienimmobilie in Südafrika zulegen sollten, die wir dann natürlich auch gerne vermieten würden. Dabei konnten wir folgende Fragen zum Thema Einkommenbesteuerung in Südafrika im Internet leider noch nicht entgültig klären. Vielleicht kann uns ja hier jemand weiterhelfen.

1. Wie wird in Südafrika die Besteuerungsgrundlage ermittelt. Leider konnte ich bisher noch nirgends finden, ob dafür nur die erhaltenen Mieten zusammengerechnet werden, oder ob davon dann wie in Deutschland auch noch Kosten für das Gebäude abgezogen werden können?

2. Wenn Kosten abgezogen werden, können dann auch Schuldzinsen von einem in Deutschland aufgenommenen Darlehen für diese Immobilie abgezogen werden?

Wir würden uns über jeden Tip freuen. Danke :rolleyes:
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Josef Lentes

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Saturday, September 25th 2010, 2:32pm

Ermittlung der Einkommensteuer

Hallo,
wichtiger als die südafrikanische Steuer scheint mir aber die deutsche, Ihr kommt doch aus Deutschland ?, Steuer zu sein.
Die positiven Einkünfte aus der Vermietung unterliegen in Deutschland dem Progressionsvorbehalt.
Die negativen, Verluste allso, dem negativen Progressionsvorbehalt und werden erstmal nicht berücksichtigt.
Mehr zum Progrtessionsvorbehalt findet Ihr bei (This term was hidden for guests and not activated Users. To be able to read it you should register!) .
Aber unbedingt noch einen deutschen Steuerberater fragen.
MfG
Josef Lentes

Das Leben ist kurz.
Und doch dauert es oft eine Ewigkeit, bis der Bus endlich kommt.
http://beamtensafari.gmxhome.de
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Marc

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Sunday, September 26th 2010, 12:41pm

*ggg* Das Problem kommt mir bekannt vor...

Meine Eltern haben in 1992 zwei Wohnungen in Deutschland als Steuersparmodell erworben. Das hat solange gut funktioniert, wie meine Eltern die Verluste aus "Vermietung & Verpachtung" auf das Einkommen auf der Lohnsteuerkarte verrechnen konnten. Dann wurde mein Vater 1995 ins Ausland versetzt, war somit mehr als 180 Tage im Jahr nicht in Deutschland und daher mit seinem Lohn nicht mehr in Deutschland steuerpflichtig.
Damit war das Steuersparmodell ein echtes Verlustgeschäft ohne jeden Vorteil. Allerdings kann man die Verluste als Verlustvortrag bis zu 10 Jahre ansparen und dann nutzen, wenn man wieder sein gesamtes Einkommen in Deutschland versteuert. Das heißt aber, daß man spätestens nach 9 Jahren zurück kommen muß und im 10. Jahr dann in Deutschland so viel verdient, daß man den Verlustvortrag darauf sinnvoll anrechnen kann.

Da ich schon öfter mit Doppelbesteuerungsabkommen zu tun hatte, halte ich das für ausgeschlossen:

Quoted

Wenn Kosten abgezogen werden, können dann auch Schuldzinsen von einem in Deutschland aufgenommenen Darlehen für diese Immobilie abgezogen werden?
Schöne Inselgrüße Marc
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Thursday, September 30th 2010, 10:40am

Erstmal vielen Dank für die Antworten, obwohl sie ein wenig an unserer Frage vorbeigehen. :S

Das deutsche Steuerrecht kenne ich beruflich recht gut. Allerdings gibt es mit Südafrika ein Doppelbesteuerungsabkommen, so daß die Einkünfte aus der Vermietung einer Immobilie in Südafrika, auch wenn man seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat, dort versteuert werden müssen.

Mit den Schuldzinsen aus einem Darlehen in Deutschland für die Immobilie in Südafrika kann ich steuerlich hier nichts anfangen, da sie hier nicht zur Erzielung von Einkünften dienen. Wir wollten wissen, ob jemand weiß, ob im Südafrikanischen Steuerrecht diese Zinsen irgendwie gegen die Einkünfte gegengerechnet werden dürfen. Das gleiche gilt auch für alle weiteren anfallenden Kosten wie Strom, Erhaltungsaufwendungen usw.!

Für weitere Antworten wären wir sehr dankbar.
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Marc

Sage

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Thursday, September 30th 2010, 4:24pm

Nur fürs Verständnis: Ihr wollt eine Immobilie in Südafrika kaufen und diese über eine deutsche Bank finanzieren? Ist das richtig so? Dies dürfte nur funktionieren, wenn Ihr das Darlehn in Deutschland zu 100% mit deutschen Vermögenswerten absichert, ansonsten spielt da keine deutsche Bank mit. Die Immobilie in Südafrika taugt also nicht als Sicherheit, um in Deutschland beliehen zu werden.

Aus diesem Grund würde ich ja versuchen die Immobilie gleich in Südafrika zu finanzieren, dann könnt Ihr die Schuldzinsen auch als Ausgaben geltend machen.
Schöne Inselgrüße Marc
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Thursday, September 30th 2010, 4:41pm

Wir wollen eine Immobilie in Südafrika kaufen. Finanzierung über unsere Hausbank ist jederzeit möglich. Leider sind die Zinsen in SA wesentlich höher und auch starken Schwankungen unterlegen. So zumindest unsere letzten Infos.

Der Antwort entnehme ich, das man also in SA durchaus auch anfallende Kosten die im Land entstanden sind, den Einkünften gegenrechnen kann. Ist das so richtig ?
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Marc

Sage

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Thursday, September 30th 2010, 4:51pm

Finanzierung über unsere Hausbank ist jederzeit möglich.
Sehr schön, herzlichen Glückwunsch! :thumbup:

Wobei Ihr dann wahrscheinlich auch das Geld hättet, die Immobilie ohne Finanzierung zu erwerben. Denn nur wenn Ihr ausreichend vermögend in Deutschland seid, ist die Bank bereit ein solches Risiko einzugehen. ;)

Ja, bei einer gewerblichen Immobilie in Südafrika kann man auch Zinsen, die in Südafrika auflaufen als Kosten anrechnen. Die Frage wäre da allerdings noch, wie das südafrikanische Finanzamt die Eigennutzung der Immobilie beurteilt und dann gegebenenfalls auch berechnet. Da habe auch ich keine Erfahrungen.
Schöne Inselgrüße Marc
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