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Tuesday, April 12th 2011, 5:12pm

Neuer Rassismus in Südafrika: Schwarz gegen Weiß

Gut 17 Jahre nach Ende der Apartheid in Südafrika sprechen viele von einem neuen Rassismus - jetzt fühlen sich Weiße diskriminiert:

Interessanter Artikel:

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  • "the-ocean-bay" is male

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Wednesday, April 13th 2011, 10:13am

Hallo,
ich finde der Artikel hat so ziemlich den Nagel auf den Kopf getroffen.

Aber zum Glück, bekommt man ja als Tourist so etwas nicht mit und das ist auch gut so, denn das Land hat mittlerweile erkannt, dass der Tourismus eine sehr gute Einnahmequelle ist.

Liebe Grüße aus Jeffreys Bay, Sven
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Flauschi

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Friday, April 15th 2011, 12:37am

Mal fernab der Tatsachen, dass ich die gemachten Angaben zu den Prüfungsergebnissen weder bestätigen noch negieren kann und ich nicht so der Freund des BEE bin, finde ich den Artikel recht einseitig. Hier wird der Eindruck erweckt, als müsse ein Schwarzer nichts leisten um auf die Uni zu kommen bzw. als seien Schwarze per se schlechter als Weiße:

Quoted

Die Folgen dieser Bildungspolitik sind für die intellektuelle und soziale Infrastruktur des Landes fatal: Weiße und Farbige werden immer häufiger durch Schwarze ersetzt, denen die Qualifikation fehlt. So fehlen - trotz der Anstrengungen im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft - bis heute mehrere Tausend Ingenieure, sodass die bisher mühsam aufgebaute Infrastruktur verfällt. Mehr als die Hälfte der Straßen befinden sich in einem katastrophalen Zustand, ein Drittel aller Stadtbediensteten, auch der Würdenträger sowie Polizisten, gilt als Analphabeten.


Aus dem Abschnitt lässt sich herauslesen, dass Schwarze die Stellen bekommen, obwohl sie keine Qualifikationen hätten. Wie schaffen die dann bitte 75 Prozent in den Abschlussprüfungen und was machen die die ganze Zeit auf der Uni? Darüber hinaus steht die Frage im Raum, wie so viele Ingenieure fehlen, wenn Weiße und Farbige durch Schwarze ersetzt werden. Eine Unterdeckung kann darüber hinaus ja gar nicht entstehen. Oder wurden gleichzeitig die Studienplätze für Ingenieure so dermaßen zusammengestrichen, dass die jetzt fehlen? Das hat dann aber nichts mit der BEE-Politik des ANC zu tun.
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  • "the-ocean-bay" is male

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Friday, April 15th 2011, 9:13am

Hi Flauschi,

das Grunproblem liegt schon mal in der Schulbildung.
Da der ANC fordet, dass auch alle schwarzen Menschen einen 10. Klasseabschluss haben sollen und da hat man das Bildungsniveau in den staatlichen Schulen soweit runter gefahren, dass wirklich Jeder diesen Abschluss schafft.
Im Endeffekt bedeutet dies, dass ein Abschluss der 10. Klasse höchtens mit einem Abschluss der 3. Klasse in Deutschland zu vergleichen ist - höchtens!!!!!

Dasselbe trift für die Matrix zu.
Wer mit beiden Händen zählen kann, schafft das Matrix ;( .
Dies trifft übrigens nur für die staatlichen Schulen zu und auch da gibt es sicher die eine oder andere Außnahme.

Es geht natürlich auch Anders, aber eben nur auf reinen Privatschulen, wo 90 % - 95 % immer noch Weiße sind.
Unsere Tochter geht auf so eine Privatschule und da gibt es eben auch schwarze Kinder und die gehören im Regelfall zu den Klassenbesten!!!!!!
Allerdings sind hier die Eltern meistens Anwälte, Richter oder kommen aus anderen intellektuellen Richtungen.

Zusammenfassend, kann man sagen, dass die Ausbildung in den Schulen, dass große Kernproblem ist und sich dies dann weiter fortsetzt.
Und ja, Schwarze werden auch ohne jegliche vorhandene Qualifikation gegenüber Weißen mit Qualifikation bevorzugt und zwar in der absolut großen Masse!!!!!

Dies Land würde wirtschaftlich mit Sicherheit um sehr Vieles besser dastehen, wenn es nicht nach Hautfarbe, sondern nach Qualifikation entscheiden würde.
Im Übrigen finde ich es richtig, dass man die Schwarzen unterstützt - keine Frage.
Aber nicht so, das ist Schwachsinn und führt außer zum Stillstand zu nichts.

Liebe Grüße aus dem sonst so wunderschönen Südafrika, Sven
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5

Friday, April 15th 2011, 10:21am

... Aber zum Glück, bekommt man ja als Tourist so etwas nicht mit und das ist auch gut so, denn das Land hat mittlerweile erkannt, dass der Tourismus eine sehr gute Einnahmequelle ist.

Liebe Grüße aus Jeffreys Bay, Sven
The Ocean Bay Luxury Guesthouse
---------------------------------------------------
Na, dann ist die Welt ja wieder in Ordnung und alles in Butter am rotweinseligen Kap. Eine wahrhaft luxeriöse Moral von ozeanischen Dimensionen, die sie hier an den Tag legen.
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  • "the-ocean-bay" is male

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Friday, April 15th 2011, 10:39am

Hi,

natürlich ist es nicht in Ordnung, was hier passiert.
Sonst würde ich die Umstände ja nicht aufzeigen!!!!!

Ach ja, vielleicht noch ein kleiner Tipp, mit Moral kommst Du hier keinen Millimeter weiter - leider.
Das müssen wir leider immer wieder - teilweise auch schmerzlich, erfahren

Liebe Grüße aus Jeffreys Bay, Sven
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Flauschi

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7

Friday, April 15th 2011, 10:52am

Da der ANC fordet, dass auch alle schwarzen Menschen einen 10. Klasseabschluss haben sollen und da hat man das Bildungsniveau in den staatlichen Schulen soweit runter gefahren, dass wirklich Jeder diesen Abschluss schafft. Im Endeffekt bedeutet dies, dass ein Abschluss der 10. Klasse höchtens mit einem Abschluss der 3. Klasse in Deutschland zu vergleichen ist - höchtens!!!!!

Dasselbe trift für die Matrix zu. Wer mit beiden Händen zählen kann, schafft das Matrix ;( . Dies trifft übrigens nur für die staatlichen Schulen zu und auch da gibt es sicher die eine oder andere Außnahme.


Dass es arge Probleme im südafrikanischen Bildungssystem gibt, darüber brauchen wir sicher nicht zu streiten. Allerdings habe ich Zweifel an den genannten Zahlen. Ich habe mal ein paar Südafrikaner gefragt, mal gucken, was die mir antworten.
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  • "mh_baer" is male

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Friday, April 15th 2011, 2:02pm

Puh, das ist ein ganz schön glitschiges Terrain. Was ist Rassismus, was Förderung von "Benachteiligten". Ist die Frauenquote in Deutschland gleichzeitig Männer-Diskriminierung?
Ich kann das nicht beurteilen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass solche Entwicklungen auch immer eine Vorgeschichte haben. Die heißt in Südafrika rund 80 Jahre Apartheid. Und man sollte sich gelegentlich gedanklich auf die andere Seite des Tisches begeben. "Was würde ich tun, wenn ich Präsident wäre?" Schwierig, ich möchte nicht in seiner Haut stecken. Denn nicht jeder ist eine so uneingeschränkt respektierte Persönlichkeit wie Mandela.

Und ja, Schwarze werden auch ohne jegliche vorhandene Qualifikation gegenüber Weißen mit Qualifikation bevorzugt und zwar in der absolut großen Masse!!!!!
Dies Land würde wirtschaftlich mit Sicherheit um sehr Vieles besser dastehen, wenn es nicht nach Hautfarbe, sondern nach Qualifikation entscheiden würde.

Kannst Du mal bitte erläutern, wo Du aufgrund Deiner Hautfarbe benachteiligt wirst oder wurdest? Musst Du höhere Steuersätze bezahlen? Hast Du gegenüber schwarzen Gästehausbetreibern schärfere Auflagen? Kostet Dich der Strom mehr? Darf Deine Tochter nicht in die kommunalen Schulen?
Das mag provozierend klingen, aber ich suche wirklich nach konkreten Beispielen. Dann wird das Problem greifbarer. Mit den Pauschalismen - auch im Abendblatt-Artikel - kann ich nämlich wenig anfangen. Als ich las, dass sich die Betreiberin eines renommierten Weinguts bei Kapstadt - verheiratet mit einem Johannesburger Rechtsanwalt - "wie Menschen zweiter Klasse und ungerecht behandelt" fühlt, kamen mir beinahe die Tränen.

Wie kann man die gute Frau nur unterstützen?? ;)

...fragt sich der Bär
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Friday, April 15th 2011, 2:47pm

Hi mh baer,

ja, ich weiß, das ist ein sehr gefährliches Thema und man wird schnell in die Ecke des Rassisten gedrückt.
Das bin ich aber mit Sicherheit nicht, dass kann ich versprechen, aber wie Einige hier ja schon wissen, verschliese ich nicht meine Augen und hänge meine Fahne auch nicht in den Wind :D .
Im Übrigen habe ich vor ca. 3 Jahren auch noch anders gedacht und habe geglaubt, dass weiße Europäer, die in Südafrika leben, auch kleine Rassisten sein können.
Heute weiß ich, dass sie in vielen Dingen Recht hatten, auch wenn man es als Außenstehender nicht glauben mag.
Aber nochmal, ich bin und ich werde kein Rassist werden!!!!!
Für mich ist nicht die Hautfarbe, sondern Verstand und Gefühl wichtig, egal woher sie aus dieser Welt kommen.

So nun zu deinen Fragen:
- ja, wir zahlen mehr Strom als die Schwarzen und das hat nichts mit Mehrverbrauch zu tun, sondern sie haben andere Konditionen
- ja, schwarze Südafrikaner haben eine kostenlose Gesundheitsversorgung und müssen keine Krankenversicherung bezahlen
- ja, unsere Tochter könnte natürlich in eine staatliche Schule gehen, da hätte sie aber schon vor 5 Jahren das südafrikanisches Abitur mit A bestanden (sie geht in die 8. Klasse - zum Verständnis)
- ja, der Chef der FNB Bank in Jeffreys Bay (25.000 Einwohner!!!!) kann weder lesen noch schreiben, abeeeer er ist Xosa!!!!!!
- lt. Zeitung!!!! zahlen 90 % aller Weißen das gesamte Steuereinkommen dieses Landes
- lt. Aussage des südafrikanischen Landwirtschaftsminister!!! bewirtschaften über 90 % aller Farmen die nach der Apartheid an schwarze Farmer gegangen sind - nichts garnichts!!!!!

Das große Problem hier im Western und Eastern Cape (Xosa) ist, dass die schwarzen Südafrikaner nicht arbeiten müssen, um zu überleben, da sie Sozialhilfe, Kindergeld, Lebensmittelzuschüsse, usw. bekommen.
Was ja erstmal nicht verkehrt wäre, abeeer sie geben sich damit zufrieden und sehen ga keinen Grund, warum sie arbeiten sollen.
Diese traurige Erfahrung mussten wir leider auch persönlich mehrfach machen und standen schöon häufiger Alleine in unserem Gästehaus, da unser Personal nicht erschienen war :( .
Es gibt aber Ausnahmen und so wie es aussieht, haben wir nach 2 Jahren intensiver Auswechslung, jetzt schon seit über 6 Monaten dasselbe Personal :thumbsup: und sie kommen
jeden, naja gut zu 95 % auf Arbeit.

Im Übrigen gab es die Apartheid ca. 50 Jahre und es war sicher eine sehr dunkle Ära in diesem Land - keine Frage.
Aber ca. 50 Jahre für Alles verantwortlich zu machen, halte ich auch für etwas zu vereinfacht.

Vielleicht eins noch, wir unterstützen hier mit anderen Weißen in unserem Township einen staatlichen Kindergarten und wenn Du siehst, was da abgeht, da wird es Einem schlecht.
Der Staat lässt alles verrotten, die Kinder bekommen verschimmeltes Essen, die Erzieher sind betrunken oder stehen unter Drogen und überlassen die Kinder ihrem Schicksal.
Am Anfang, um nur ein Beispiel zu nennen, war der ganze Kinderspielplatz voll Kinderkot, aber das funktioniert jetzt wenigstens.
Ach ja, wir haben letzte Woche eine Küchenzeile mit Spülbecken im Kindergarten aufgebaut und installiert und brauchten mal Jemanden im Township zum tragen.
2 Frauen haben uns mit tragen geholfen - ach so bevor ich es vergesse zu erwähnen, die waren auch Weiß und gehörten zu dem Unterstützungsteam.
Die Mütter und Väter der Kinder, haben uns einfach nur ungläubig angelächest. Allerdings haben uns die Erzieher dann geholfen und man hat gesehen, dass es ihne doch peinlich war. Das macht doch wieder etwas Mut.
Jetzt habe ich mich doch etwas in Rage geschrieben, aber was soll aus diesen Kindern in diesem Umfeld werden??????????????????????

Liebe Grüße aus Jeffreys Bay, Sven
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Flauschi

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Friday, April 15th 2011, 3:21pm

Ich beziehe mich nur auf die für mich nachvollziehbaren Beispiele:

  1. Zahlen "die Schwarzen" weniger für den Strom, weil sie schwarz sind, oder weil sie kein Geld haben?
  2. Würdest du gern die kostenlose (?) Gesundheitsversorgung der Schwarzen in Anspruch nehmen? Als ich mein Praktikum in Südafrika begann, bin ich von meinem Chef gewarnt worden, dass ich, egal wie schlecht es mir etwa nach einem Unfall gehe, betonen soll, dass ich Privatpatient bin. Da schwant einem nichts gutes.
  3. Kann man irgendwo den Bildungslevel des südafrikanischen Abiturs nachvollziehen?
  4. Zahlen 90 Prozent aller Weißen das Steueraufkommen, oder sind 90 Prozent aller Steuerzahler weiß? Fall ersteres zutrifft: Wie schaffen die das, wenn sie doch keine Jobs bekommen, weil sie ggü. den Schwarzen benachteiligt werden?
  5. Wie hoch sind Sozialhilfe, Kindergeld und Lebensmittelzuschüsse? Und ohne euch zu nahe treten zu wollen: Wie viel zahlt ihr euerem Personal und wie behandelt ihr es?
  6. Wie ist denn die Klientel in dem betreffenden Township? In Leipzig-Grünau (typisch ostdeutsche Plattensiedlung) hättest du auch arge Probleme, freiwilliges Personal zu finden, um einen Spielplatz zu verschönern.
Wobei ich natürlich euere Sorgen bzgl. des Personals nachvollziehen kann. Ich habe da auch ein paar üble Erfahrungen gemacht. Allerdings ist das Thema in der Tat sehr klitschig, als dass man nicht all zu leicht ausrutschen könnte.
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mahatari

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Friday, April 15th 2011, 3:56pm

Vielleicht kann der Chef von FNB in Jeffreys Bay gut rechnen! Würde ihn dann ja für diesen Posten qualifizieren. ;)
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Flauschi

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12

Friday, April 15th 2011, 4:05pm

Vielleicht kann der Chef von FNB in Jeffreys Bay gut rechnen! Würde ihn dann ja für diesen Posten qualifizieren. ;)

:D
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13

Friday, April 15th 2011, 4:06pm

Hi Flauschi,

natürlich darf man nie Alles verallgemeinern.

Vorweg, es gibt sicherlich viele schwarze Südafrikaner die sehr wenig Geld zur Verfügung haben, aber viele tun auch wirklich nichts dafür um es zu ändern, obwohl sie es könnten.

zu 1. meines Wissens nach, zahlen alle schwarzen Südafrikaner (z.B. der Bankchef der FNB, der Bürgermeister von Jeffreys Bay, usw.) auch keinen höheren Stromtarif, zumindest behauptet das unsere Maid.

zu 2. nein, würde ich nicht. Muss ich auch nicht, da ich arbeiten gehe und bezahle für meine Krankenversicherung. Aber ein Beispiel, was ebenfalls zum Nachdenken anregt. Eine unserer Maids hat strahlend weiße Zähne, die wie gemalt aussehen. Sie hat sich alle Zähne neu machen lassen, da ihre alten Zähne nicht mehr schön waren. Sie musste doch tatsächlich allerdings 150 Rand dazu zahlen :whistling:

zu 3. ja, kann man. Gehe in einen Supermarkt an die Kasse und gib 100 Rand und 50 Cent hin, wenn deine Rechnung 90 Rand und 50 Cent beträgt. An der Reaktion wirst Du sehen, wie hoch das Bildungslevel ist.

zu 4. kann ich nur soviel sagen, dass 90 % des Steueraufkommens von Weißen gezahlt wird. Ach ja und das bei 40 Mio Schwarzen und 4 Mio. Weißen und die überwiegende mehrheit aller öffentlichen Stellen und die der staatseigenen Betriebe sind mit Schwarzen besetzt und das sind sicher mehr als 4 Mio. Arbeitsplätze. Mehr weiß ich auch nicht dazu.

zu 5. unsere Angestellten laufen über eine Agentur, die wir direkt bezahlen und die bezahlen die Löhne und die Sozialabgaben. Aber wir legen trotzdem noch oben was drauf und es geht ihnen nicht schlecht. Hier noch was zum schmunzeln, aber wahr. Eine unserer Maids hat Zuhause eine Putzfrau!!!

zu 6. Hi Flauschi, ich komme ebenfalls aus Leipzig und kenne die Stadt daher sehr genau. Glaube mir, dagegen ist Grünau ein Paradies :D . Im Übrigen reden wir nicht von freiwilligen Personal. Die Kindergärtner sind angestellt und bekommen Lohn.
Im Übrigen, wäre es für mich selbstverständlich gewesen, freiwillig im Kindergarten meiner Kinder zu helfen. Denn schließlich geht es um meine Kinder und deren Zukunft.
Sonst würden wir übrigens nicht in diesem Kindergarten helfen, da es ja nicht meine Kinder betrifft!!!!.

Liebe Grüße aus Jeffreys Bay, Sven
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Lena (Aug 17th 2011, 6:04pm), (Apr 15th 2011, 4:09pm)


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Friday, April 15th 2011, 4:10pm

Danke, Sven. Ich wollte Dich keinesfalls in die Rassisten-Ecke stellen.
Lass mich aber nachfragen.

Du beschreibst in Deinen Beispielen Dinge, die in anderen Länder, auch in Deutschland, ganz ähnlich sind. Antriebslosigkeit durch staatliche Versorgung kennen wir in Europa ja auch. Und die Bänker bei uns können zwar lesen und schreiben, aber offensichtlich nicht rechnen.

Was Du schilderst, hat das was mit einer Ungleichbehandlung aufgrund anderer Hautfarbe zu tun oder ist das nur so, weil ihr eben vergleichsweise reich seid und die anderen arm?
Konkret: wenn ein "Schwarzer" Dein Gästehaus gebaut hätte, wäre sein Grundstückspreis geringer gewesen, müsste er weniger Steuern zahlen, weniger für Strom?

Gruß vom Bär
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Flauschi

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Friday, April 15th 2011, 4:15pm

Abiturienten werden kaum an der Kasse sitzen. Aber ich habe in der Tat auch immer für erstaunte Gesichter gesorgt, wenn ich mir solche 50-Cent-Extravaganzen erlaubt hatte. Was genau versteht deine Maid denn unter Zähne machen lassen? Implantate? War das eine Reinigung? Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, dass die meisten Schwarzen total weiße Zähne haben. Ich habe angenommen, dass sie nicht solchen Lastern "ausgesetzt" sind wie ich: Kaffee, Kaffee, Kaffee und noch einigen anderen Dinge. Die Frage ist, ob deine Maid so recht weiß, was sie da eigtl. erzählt. Ich habe ebenfalls festtellen müssen, dass die unsere Maids nicht gerade recht Bescheid wussten und dann irgendwas angenommen haben.

Du kommst auch aus Leipzig? Hier hat sich nicht viel verändert. Hier sind die Leute immer noch miesepetrig drauf. *lol*
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Friday, April 15th 2011, 4:48pm

Hi mh baer,

richtig, auch in Deutschland gibt es Menschen, die nicht arbeiten wollen, sondern nur auf Kosten des Sozialstaates leben wollen.
Ich weiß nicht genau ob es nun 3 % oder 7 % sind, das ist aber auch egal, da wir hier von weit über 50 % mal ganz vorsichtig ausgedrückt, sprechen.

Ich will mich überhaupt nicht über eine Ungleichbehandlung beschweren. nicht falsch verstehen - bitte.
Ich zahle meine Steuern und meinen Strom (auch teurer), usw.
Was mich stört, ist dass die schwarzen Südafrikaner immer nur nehmen wollen , aber nichts dafür tun wollen - nicht Alle, aber eben die Meisten.

Wir dürfen hier nicht das Thema aus den Augen verlieren.
Es geht darum, hat sich der Rassismus umgekehrt und diese Beispiele die in dem Artikel standen, kann ich nur bestätigen.
Es ist einfach so, ob man nun will oder nicht.
In diesem Land wird nach Hautfarbe aussortiert und nicht nach Qualifikation!!!!!!
Und die meisten schwarzen Südafrikaner haben immer noch keinerlei Qualifikation und das obwohl der ANC doch nun schon seit über 20 Jahren an der Macht ist.
Da aber die Schwarzen massiv bevorteilt oder sagen wir mal unterstützt werden, stellt sich die Frage, woran liegt das :thumbsup:

Wieso sollte der Grundstückspreis für einen schwarzen Südafrikaner billiger sein????? Mit welchem Recht????????
Ich komme nochmal auf das Thema Farmen zurück und was die neuen Besitzer daraus gemacht haben - nicht garnicht!!!!!

Es ist leider sehr kompliziert und ich kann immer nur für unsere Erfahrungen sprechen - mehr sicher nicht.
Gäste kommen, muss erstmal abbrechen

LG Sven
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  • "mh_baer" is male

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Friday, April 15th 2011, 5:11pm

Dass da vieles im Argen liegt bestreitet doch niemand. Und dass es Ungerechtigkeit gibt. Die betrifft jetzt eben - ungewohnt - auch Weiße. Die Frage ist doch, ob es sich dabei um Rassismus handelt, wie die Überschrift suggeriert.

Beispiele dafür habe ich nicht gefunden, auch im Abendblatt-Artikel nicht. Beim besten Willen, aber wenn eine Hotelfachfrau am Kap nicht mit offenen Armen empfangen wird und sagt "die Angebote waren so miserabel, dass ich nicht überlebt hätte", kann ich darin keine Diskriminierung wegen der Hautfarbe entdecken, ebensowenig wie bei Frau von Frankenberg oder Frau Gates, die "Früher habe ich es mir aussuchen können, wann und wo ich ein Sonnenbad nehme." Vielmehr scheint es mir so zu sein, dass sich die Damen über den Verlust von früheren Privilegien beklagen.

Du schreibst, dass viele schwarze Südafrikaner nur nehmen wollen ohne zu arbeiten. Dass das verärgert, kann ich nachvollziehen. Aber wenn ihnen die Regierung via BEE Arbeitsplätze zukommen lässt, damit sie für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen, passt es auch nicht.

Wie schon weiter oben geschrieben, ich wollte nicht in der Haut des Präsidenten stecken, denn ich hab ebenfalls keine Lösung. Aber gleich von Rassismus zu sprechen halte ich für recht gewagt.

Gruß vom Bär
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Saturday, April 16th 2011, 8:26am

Interessante Diskussion - ich habe lange überlegt, ob ich mich daran beteiligen soll, da wir ja auch eine Weile in Südafrika gelebt und gearbeitet haben....wenn auch im "unruhigeren" JoBurg.

Aus meiner Sicht gibt es leider eine Trendwende zum Rassismus gegen Weiße Südafrikaner, allerdings ist meine Beobachtung, dass sich diese eher gegen die Weißen burischer Herkunft wendet - was eigentlich nach 50 Jahren Unterdrückung nicht sonderlich verwunderlich ist. Geschürt wird das Ganze durch schwarze Politiker und "Lautsprecher" wie Julius Malema, über dessen Bildung, Weitblick und Sachkenntnis man "streiten" kann. Aber - es hören halt viele Schwarze, inbesondere in den jüngeren Generationen, auf ihn. Ein weiterer Aspekt sind BEEE und AA, die aufgrund von Quotenregelungen schwarze Südafrikaner in Jobs und "Amt und Würden" bringen sollen - leider entspricht die prozentuale Verteilung von BEEE nicht im geringsten der schulischen Bildung - so kann es dann zu Bürgermeistern und Bankchefs kommen, die zwar wissen was lesen ist - es aber selbst nicht beherrschen.

Aufgrund dieser sozialen Unterschiede und Bildungsniveaus wird es auch in naher Zukunft in Südafrika keine wirkliche Trendwende geben und die Kriminalität wird ansteigen, da viele Schwarze nur so eine Chance sehen, die "ungerechten" Reichtumsverhältnisse auszugleichen. Dazu kommt das organisierte Verbrechen in den Großstädten, das zumindest in Joburg oft von Weißen "geleitet" wird - die schwarzen "Klein-Kriminellen" sind nur Ausführende....

Aber genug des Gejammers - was müsste sich denn ändern ?

Für mich liegt der Schlüssel im Bildungssystem - solange der monatl. Schulgeldbeitrag in Soweto 50 ZAR und in einer weißen Schule in Bedfordview 5.000 ZAR beträgt, braucht sich niemend zu wundern, das das Ausbildungsniveau unterschiedlich ist. Was kann man von einem schwarzen Lehrer in Soweto (oder anderen Townships) erwarten, der entweder kaum etwas verdient, oder froh sein kann, wenn er überhaupt nur jeden 2. Monat sein Gehalt erhält ? Hier ist der Staat gefordert seine "Bediensteten" vernünftig zu entlohnen und das Bildungssystem zu reformieren. Privatschulen wird es immer in Südafrika geben - das hat im Commonwealth Tradition - aber das darf nicht heißen, daß die staatlichen Schulen "verlottern" - dort wird der schwarze Nachwuchs erzogen und geprägt...

Das wird ein langer Weg - und ja, es gibt grundsätzliche ethnische Unterschiede zwischen uns Europäern und den schwarzen und weißen Südafrikanern. Das Leben ist "gemütlicher", die Familie hat einen deutlich höheren Stellenwert - und das bis hin zum letzten vermeintlichen Verwandten - und Erwartungshaltung an gute Arbeit im Job ist nach 3 Wochen "stressy". Das werden wir nicht ändern, weder als Touristen, noch Expats oder Geschäftsgründer - man muß sich damit arrangieren. Ich habe fast jeden Monat ähnliche Erlebnisse mit gebildeten Technikern gehabt, die einfach nicht zur Arbeit erschienen und irgendwann am Tag oder nächsten Tag lapidar anriefen, die Oma von einem ihrer Onkels' Nichten in Polokwhane wäre krank und man bräuchte sie dort....das wird sich nie ändern. Deshalb stellt man immer ein paar "Mehr" ein. Um es nochmals zu betonen, genau diese Erfahrung habe ich mit schwarzen und auch weißen Mitarbeitern gemacht. Hier ist eindeutig die strenge Religions-Gutgläubigkeit, die die Buren ins Land gebracht haben, der Treiber.

Wollen wir hoffen, das so Spinner wie Malema Südafrika nicht in ein Land wie Simbabwe (Rhodesien) verwandeln - das wäre dann wirklich schade.
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Sunday, April 17th 2011, 10:59am

wahrlich eine interessante Diskussion.

es ist doch hinlänglich bekannt in SA das man gar nicht so gerne die einheimischen einstellt. viele stellen lieber leute aus Zim oder anderen afrikanischen ländern ein.
wieso sind die somalier in SA wesentlich geschäftstüchtiger als die einheimischen?
auch ich hatte mal schwarze SA arbeiter, verzichte aber lieber darauf. vor allem als frau hat man es sehr schwer. die glauben, das wenn der mann nicht da ist,
nichts mehr tun zu müssen und den manager spielen zu müssen.
dieser sog. "rassismus" schwar - weiss ist allerdings keine rein südafrikanische angelegenheit, in anderen afrikanischen ländern ist das teilweise auch nicht besser,
und auch nicht in vielen anderen 3. welt länder. weiss = reich, so lautet deren formul!
und agitatoren oder clowns wie malem heizen diese problematik nur unnütz (in deren eigenen interesse) an.

wünsch euch einen schönen sonntag.

Marc

Sage

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Sunday, April 17th 2011, 11:20am

Diese Problematik liegt aber auch irgendwie in der Natur der Sache. Über Jahrhunderte haben "die Weißen" die aus der evolutionären Sicht "Einheimischen" dominiert, wenn nun die Macht wieder zurück in die Hände gereicht wird, wo sie vor dem Eintreffen der ersten Weißen lag, darf man sich auch nicht wundern, wenn es rein demokratisch eine Mehrheit gibt, welche diesen vermeintlichen Reichtum umverteilt sehen will. Das tut "uns" natürlich weh, weil wir gegenwärtig eher in der Position der Verlierer stehen, ich bin gespannt, wie sich diese Anpassungs-Reibungen in den nächsten 50 Jahren entwickelt, ich befürchte nur, daß es nicht in meinem Sinne sein wird.
Schöne Inselgrüße Marc