Das tut "uns" natürlich weh, weil wir gegenwärtig eher in der Position der Verlierer stehen
Zudem habe ich Deine Anführungszeichen bemerkt und deute sie als Zeichen der Distanzierung.Wenn Du 20 Jahre älter wärst, wärst Du vermutlich anders sozialisiert und hättest vor 1994 möglicherweise nicht in Südafrika Urlaub gemacht, sondern Dich dem Boykott des Apartheidregimes angeschlossen.
Ich frage mich bloß, weshalb ich mit den Weißen des Landes fühlen sollte. Nur weil wir dieselbe Hautfarbe haben?
), sondern weil "die" Schwarzen selten differenzieren zwischen einem Weißen aus Deutschland oder einem Weißen aus Südafrika. Wenn "die" Weißen in Südafrika die vermeintlichen Verlierer sind, ist es leider recht wahrscheinlich, daß ich es in meiner egoistischen Betrachtungsweise als Tourist auch bin. Ich habe kein Problem mit irgendeiner Hautfarbe, wenn die Urlaubsqualität gleich bleibt, soll es mir egal sein. Leider spüre ich, daß besagte Qualität an einigen Stellen nachläßt und somit gehöre ich zu den Verlierern.
Da muss ich zustimmen. Ich habe die Erfahrung auch nicht gemacht.weil "die" Schwarzen selten differenzieren zwischen einem Weißen aus Deutschland oder einem Weißen aus Südafrika.
Oh, das tut mir aber leid für Dich. Ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht.![]()
Sicherlich sind "wir" Touristen pauschal nicht so verhasst, wie "die" Buren. Allerdings hatten wir schon einige Situationen, wo wir uns diskriminiert fühlten. Auf Grund der Ungerechtigkeiten in der Vergangenheit kann ich das sogar verstehen und auch tolerieren, dennoch ist es hin und wieder spürbar. Bitte nicht falsch verstehen, auf der einen Seite pauschalisiere ich Gruppen mit "uns/wir/die", auf der anderen Seite differenziere ich, daß die Menschen innerhalb dieser Gruppen eben nicht alle grundsätzlich ins selbe Horn blasen. Es ist nur auffällig, daß sich die Marschrichtung der Mehrheit ändert.
Ich glaube, das zeigt ganz gut die Problematik zwischen Schwarz und Weiß: Es wird zu viel verallgemeiner und antizipiert. Du hast was falsch gemacht - ich kann diese Erfahrung in den fast 3 Jahren Südafrika (2008 bis 2010) keinesfalls bestätigen....wahrscheinlich stehst Du auch bei deutschen Tankstellen in der 3. ReiheEs gibt viele kleine Beispiele, der Flugbegleiter, der es einem farbigen ermöglicht neben seiner Frau zu sitzen, sich bei uns aber nicht mal ansatzweise bemüht, die Verkäuferin beim Schnellimbiss, die systematisch alle Farbigen vorlässt, bevor sie uns bedient, die Kassiererin an der Mautstelle, die mich um mein Wechselgeld betrügt, der Leihwagen-Mitarbeiter, der bei einem verhältnismäßig altem Wagen mir unbedingt eine neue Scheibe aufs Auge drücken will, obwohl sie genauso "pickelig" war wie zu Beginn, etc. pp.
Du hast was falsch gemacht - ich kann diese Erfahrung in den fast 3 Jahren Südafrika (2008 bis 2010) keinesfalls bestätigen...
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Johannes Köringauf![]()