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Montag, 13. November 2017, 22:16

Nein, nicht heute - ist ja ein Reisebericht und wir sind seit Samstag wieder zu Hause :). Tut mir leid, dass das für Verwirrung sorgt - ich schicke Euch denn mal etwas Sonne aus dem hohen Norden. Das "Heute" bezieht sich auf die Überschrift im jeweiligen Beitrag.

Nobbynhn

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Dienstag, 14. November 2017, 06:37

Danke für die Aufklärung, dann freue ich mich schon auf die Berichte der weiteren Tage ;)

Wicki4

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Dienstag, 14. November 2017, 13:29

Hallo Kerstin,
ich steige auch noch zu und freue mich auf deinen weiteren Bericht.

Liebe Grüße
Claudia

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Kessiham (14. November 2017, 21:12)

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Dienstag, 14. November 2017, 21:56

von Kapstadt über Stellenbosch nach Paarl

Wie schön - noch mehr Mitfahrer! Nur zu - ich freue mich!

Nach drei Tagen in Kapstadt machten wir uns nun auf den Weg nach Paarl mit einem Zwischenstopp in Stellenbosch. Es war schon beim Frühstück draußen eher grau und als wir losfuhren begann es, in Strömen zu gießen. Na endlich - die Einheimischen brauchen den Regen doch so dringend, also lassen wir uns (zunächst) nicht die Laune verderben. In Stellenbosch hatten wir geplant, einen ausgiebigen Stadtspaziergang zu machen und irgendwo nett Kaffee zu trinken. Die erste Schwierigkeit war, überhaupt einen Parkplatz zu ergattern - so machten wir zunächst eher eine Stadtrundfahrt - immer schön im Kreis - bis wir endlich vor der Kirche eine freie Parklücke ergatterten. Regenjacken an und los. Naja. Bei schönem Wetter ist Stellenbosch bestimmt sehr nett und hat Flair, bei dem Regen (es war wirklich doll), ließ sich das aber nur erahnen. Nach einer halben Stunde waren sogar die Regenjacken durchgeweicht und tropften vom Saum "gemütlich" auf die Oberschenkel und von den Hosenbeinen dann weiter in Richtung Schuh. So mochten wir uns auch nicht in ein Café setzen. Also machten wir uns auf den Rückweg zum Auto und machten "einen Haken" an Stellenbosch. Sollten wir noch einmal nach Südafrika reisen, müssen wir dort unbedingt noch einmal hin.

Viel zu früh kamen wir dann im Cape Valley Manor Guesthouse in Paarl an. Das Hausmädchen war aber so nett, uns schon zu begrüßen und uns in unser Zimmer zu lassen - wir waren dankbar, die nassen Klamotten gegen trockene aus den Koffern wechseln zu können. Was für ein schönes Guesthouse! Wir können es uneingeschränkt weiter empfehlen. Der Hausherr klopfte eine Stunde später an unserer Zimmertür um sich vorzustellen und wir plauderten eine Weile mit ihm. Andy und seine Frau sind Deutsche und betreiben das Guesthouse seit ca 10 Jahren. Zimmer und Aufenthaltsraum sind liebe- und stilvoll gestaltet, der Garten hübsch angelegt, einen Pool gibt es auch - so lange das Wasser nicht verdunstet ist. Den Nachmittag verbringen wir mit einem Besuch der Weingüter Fairview und Spice Route. Auch hier ist es sicher bei Sonnenschein noch schöner, aber beide gefallen uns auch so. Die wunderschöne Landschaft versteckt sich auch in den tief hängenden Regenwolken. Andy reserviert uns im Terra Mare einen Tisch zum Abendessen. Ein ganz heißer Tipp! Fleisch vom Feinsten, schönes Ambiente, herzliche Bedienung und Besitzer. Springbok - ein Gedicht! Das versöhnte uns für den verregneten Tag. Am nächsten Morgen klärte sich der Himmel tatsächlich auf, so dass wir vor der Weiterfahrt noch an einigen Stellen im Ort hielten und zum Afrikaanse Taalmonument hochfuhren. Das Denkmal ist ganz schön groß und die parkähnliche Anlage drumherum sehr schön und unbedingt einen Abstecher wert.

Wir entscheiden uns für die Route über den Franschhoek-Pass nach Hermanus - wunderschön (der Weg ist das Ziel :) ). Von unseren Erfahrungen dort schreibe ich Euch morgen.
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Mittwoch, 15. November 2017, 22:00

3 herrliche Tage in Hermanus

Hallo zusammen,

von Paarl fuhren wir also über den Franschhoek-Pass Richtung Hermanus. Die Pass-Fahrt war wunderschön, allerdings leider mit eingeschränkter Aussicht wegen des wechselhaften Wetters. Nach dem Pass stimmte uns die Fahrt am Stausee (es müsste der Theewaterskloofdam gewesen sein) sehr nachdenklich. Mit den trockenen sandigen Ufern, aus denen vertrocknete Pflanzen ragen und dem wenigen Wasser erschien er uns wie ein Mahnmal, Wasser zu sparen. Wir haben uns sehr bemüht, während der Reise wenig Wasser zu verbrauchen. In Hermanus angekommen, standen wir zunächst etwas ratlos vor dem Tor zum Pelagus Guesthouse und suchten noch die Klingel, als uns schon von innen aufgemacht wurde. Sehr herzlich wurden wir von Shane, dem Manager, empfangen. Das Guesthouse entpuppte sich als Volltreffer! Unser Zimmer mit direktem Zugang zum schönen Pool (der war allerdings noch ganz schön kühl-bibber) geräumig mit großem Bad und altmodisch- schöner Badewanne (die lt. Aussage von Shane allerdings bei in Kürze anstehender Renovierung einer Dusche weichen soll), Jacuzzi im Freien (der war warm), Lounge-Bereich mit Blick Richtung Meer, Bar, exzellentem Frühstück und so dicht am Küstenpfad, wie es dichter nicht geht (Pforte auf, über die Straße, Pfad erreicht). Shane bot uns an, einen Tisch im Burgundys für das Abendessen zu reservieren und ebenso eine Whale-watching-Tour für den nächsten Morgen (7 Uhr!!!). Beides nahmen wir gerne an. Burgundys: seeehr zu empfehlen.

Kaum 5 Minuten unterwegs dorthin, entdeckten wir schon "unseren" ersten Wal in einiger Entfernung mit einer Brustflosse winken - was für eine Begrüßung. Die Whale-Watching-Tour am nächsten Morgen fand bei sehr rauhem Seegang statt, was bei einigen Fahrgästen zu gesteigertem Interesse an der Reling führte - mein Mann hatte auch keinen Blick mehr für die Wale ;( ). Ich genoss die Fahrt aber sehr und freute mich an der Nähe zu einer Wal-Mutter und Kalb. Ein tolles Erlebnis. Wir haben in den drei Tagen noch viele Wale gesehen - auch vor de Kelders, wohin wir am 2. Tag morgens fuhren. Außerdem gingen wir viel spazieren und genossen die bequemen Liegen am Pool beim Lesen. Die Krönung bot uns ein Wal am letzten Abend als wir auf dem Weg zum Essen waren: In nicht all zu weiter Entfernung direkt vor der viel besuchten Aussichtsplattform am Zentrum zeigte ein Wal uns seine Sprungkünste - zu meiner großen Freude drückte ich auch noch zum richtigen Zeitpunkt auf den Auslöser :D - und machte Shane damit neidisch, der nach eigenen Aussagen in 16 Jahren zwar viele Wale gesehen hat, aber noch nie einen Springenden. Was für ein Glücksgefühl!
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Mittwoch, 15. November 2017, 22:30

Cap Agulhas und Struisbaai

Unser nächstes Ziel war Cap Agulhas mit Übernachtung in Struisbaai. Ich bin bekennender Leuchtturm-Fan (wie sich das für ein Nordlicht gehört ;) ). Der Leuchtturm vor strahlend blauem Himmel gewann sofort mein Herz. Schnurstracks also Karten für "Museum" und Turmbesteigung gekauft und an den Aufstieg gemacht. Tja, was soll ich sagen? Die Treppen sind eher Leitern und werden von Leiter zu Leiter steiler. Wir schämen uns fast, aber vor der allerletzten Leiter kapitulierten wir :cursing: . Mit Fotorucksack passt man kaum durch das Ausstiegslock, wenig Möglichkeiten am oberen Ende Halt zu finden. Frustriert machten wir uns an den Abstieg - ja, Ihr dürft uns gern auslachen aber wir hatten keine Lust, Bekanntschaft mit südafrikanischen Krankenhäusern zu machen ;) . Wir schlenderten also einmal durch das Museum und dann zu Fuß zum südlichsten Punkt Afrikas. Die Sonne schien und alles war gut. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Struisbai, wo wir uns für eine Nacht im Mermaid Guesthouse angemeldet hatten. Mal wieder zu früh, setzten wir uns dort auf die Terrasse, da wir nicht vor der verabredeten Zeit die Gastgeberin unter der angegebenen Nummer stören wollten. Bis 14 Uhr waren wir dann aber inzwischen zu acht und wurden dann nach Anruf innerhalb weniger Minuten herzlich empfangen. Das Zimmer und Bad waren sehr klein, aber liebevoll eingerichtet. Ausblick Richtung Meer. Ein kleiner Gemeinschaftsraum, in dem wir abends noch ein paar Erfahrungen austauschten, ein kleiner Pool und eine kleine Dachterrasse (etwas lieblos mit einigen Stühlen möbliert) neben unserem Zimmer. Das Frühstück war in Ordnung aber bei weitem nicht das Beste. Die Gastgeberin empfahl zum Abendessen zwei Restaurants in Agulhas: Das SeaGulls und das Restaurant schräg gegenüber des SeaGulls (Name weiß ich nicht mehr). Wir waren im SeaGulls (mittags und abends gleich nochmal), alle anderen Gäste in dem anderen Restaurant. Resultat: Wir waren begeistert, der Rest enttäuscht. Also klare Empfehlung für SeaGulls!

Außerdem waren wir natürlich in Struisbaai am Hafen auf Rochensuche - weder abends noch am nächsten Morgen erfolgreich. Stattdessen machten wir einen Strandspaziergang und beobachteten den Feierabendspaß diverser einheimischer Familien am Strand. In Struisbaai selbst war "tote Hose" - das mögen manche langweilig finden, die Anderen erholsam. Für uns war die eine Übernachtung völlig ok - nicht zu viel, nicht zu wenig.
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Bär

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Mittwoch, 15. November 2017, 22:53

Ihr dürft uns gern auslachen aber wir hatten keine Lust, Bekanntschaft mit südafrikanischen Krankenhäusern zu machen ;)

Wer da lacht ist töricht. Lieber vorsichtig als tot. :thumbup:
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

Rhino

Profi

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48

Donnerstag, 16. November 2017, 14:34

Unser nächstes Ziel war Cap Agulhas mit Übernachtung in Struisbaai. Ich bin bekennender Leuchtturm-Fan (wie sich das für ein Nordlicht gehört ;) ). Der Leuchtturm vor strahlend blauem Himmel gewann sofort mein Herz. Schnurstracks also Karten für "Museum" und Turmbesteigung gekauft und an den Aufstieg gemacht. Tja, was soll ich sagen? Die Treppen sind eher Leitern und werden von Leiter zu Leiter steiler. Wir schämen uns fast, aber vor der allerletzten Leiter kapitulierten wir :cursing: . Mit Fotorucksack passt man kaum durch das Ausstiegslock, wenig Möglichkeiten am oberen Ende Halt zu finden. Frustriert machten wir uns an den Abstieg - ja, Ihr dürft uns gern auslachen aber wir hatten keine Lust, Bekanntschaft mit südafrikanischen Krankenhäusern zu machen ;) . .....

Gott sei Dank, bin ich im Krankenhaeusern eigentlich nur zu Regeluntersuchungen. Aber, wenn ich in einem Staatshospital bin, dann kann man dort einen deutlichen Verfall beobachten. Dabei sollte eigentlich mehr als genug Geld da sein, diese ordentlich instand zu halten.

Gisel

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49

Donnerstag, 16. November 2017, 16:20

Whale Watching Tour

hallo,
Weißt Du noch den Anbieter dieser Tour? Und wielange seid Ihr auf See gewesen?
Übrigen, sehr schön Dein Reisebericht, vielen Dank. :danke:
Grüsse von Gisela

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Donnerstag, 16. November 2017, 16:40

Bootstour war mit (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Sind die Einzigen in Hermanus wo jeder eine Schwimmweste bekommt. Ich fand auch die Einleitung durch den Guide sehr informativ und amüsant.
Preis soll angeblich bei allen Anbietern gleich sein. Dauer ca 2 Std.
Schön, dass Dir mein Bericht gefällt.

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Donnerstag, 16. November 2017, 19:22

Weiter geht unsere Reise nach Swellendam mit Bontebok NP und De Hoop

Nun führte unsere Reise erstmal von der Küste in's Landesinnere. Wir hatten uns für eine Unterkunft in Swellendam entschieden nachdem wir in De Hoop keine (bezahlbare) Unterkunft bekommen hatten. Wir bereuen die Entscheidung nicht. Das Bergview B & B können wir sehr gut weiter empfehlen. Die Gastgeberin ist sehr herzlich, sie hatte uns ein Update gebucht - so hatten wir nicht nur ein Doppelzimmer sondern eine kleine Doppel-Bungalow-Hälfte für uns. Großer Schlafraum mit Küchenecke (Spüle, Toaster, Wasserkocher, Geschirr, Kühlschrank), Sessel, Tisch mit Hockern, schönes Bad und kleine Terrasse mit Bank vor der Tür. Sehr geschmackvoll eingerichtet und sauber. Frühstück wurde nicht serviert, es war aber im Häuschen vorbereitet: 2 Croissants für jeden,2 Muffins, Marmelade, Butter, Scheiblettenkäse, 2 Yoghurts, Milch, Saft, gemahlener Kaffee für die Bodum-Kanne und selbstgebackenes Gebäck zum Eintunken (mir fällt gerade nicht ein, wie die heißen ?( ). Darüber waren wir erst etwas irritiert, aber aufgeschnitten und getoastet schmeckten die Croissants wunderbar und wir hatten herrliches Frühstück auf unserer Terrasse (Tisch rausgestellt vor die Bank) mit Blick auf einen blühenden Baum und Berg dahinter. Einen Pool gibt es übrigens auch.

Da wir wieder mal zu früh dran waren, aßen wir im Tredici eine Waffel und tranken Kaffee (sehr zu empfehlen - ist nicht zu übersehen, wenn man über die N2 nach Swellendam kommt - es liegt direkt an einer der Ausfahrten. Außer einem Restaurant/Café kann man dort auch Backwaren und allerlei Schnickschnack für den Haushalt kaufen - ganz nett zum Stöbern. Auch das Pasta-Gericht gegen Abend war prima (Achtung: schließt um 18 Uhr! Dienstag Ruhetag).

Am Nachmittag fuhren wir zum Bontebok NP - von unserer Unterkunft nur wenige Kilometer - genug, um in unsere erste (und einzige) Polizeikontrolle zu geraten. Schluck. Der Beamte war sehr nett, stellte sofort klar, dass es sich um eine reine Routinekontrolle handelt und erbat den Führerschein. Einmal angesehen, einmal um das Auto herum und uns einen schönen Urlaub gewünscht. Puh, das war ja unproblematisch :) . Hier im Forum gibt es verschiedene Ansichten, ob der Bontebok-Park lohnt oder nicht. Wir finden: Ja! Ruhig, Aussteigeerlaubnis, schöne Natur mit Blick auf die Berge hinter Swellendam. Wir haben nicht sehr viele Tiere gesehen, aber den Ausflug trotzdem genossen. Wir sind auch eine Stunde den Wanderweg am Fluss entlang gegangen. Angler können da richtig fette Fische fangen - aber anmelden! Kostet etwas!

Am nächsten Tag stand dann De Hoop auf unserem Plan. Dass die "letzten Kilometer" eine Gravel-Road ist, war uns aus vielen Berichten bekannt. Aber dass sie sooooo lang ist? Nee, das haben wir nicht geahnt. Es war heiß obwohl bewölkt, sehr trocken und da im Park gerade Straßen ausgebessert wurden, kam uns ein Kies-LKW nach dem Anderen entgegen und zog eine riesige Staubwolke hinter sich her, so dass wir jedes Mal orientierungslos verharren mussten bis wir wieder sehen konnten, wo wir hinfuhren. Mein Männe war not amused in Erwartung des Rückweges X( . Zum Glück stimmte er mir nachher zu, dass sich der Weg gelohnt hat. Die Dünen sind wunderschön, ein paar Wale dümpelten im Meer, Strauße stapften über die Straße und ein paar Vierbeiner sichteten wir auch, wobei meine Fotoausbeute nicht zufriedenstellend war. Zurück im Bergview bot der Pool eine herrliche Erfrischung, da die Temperaturen die 30°-Marke locker geknackt hatten. Wir erlebten dann am Abend auch unser erstes Gewitter in diesem Urlaub mit heftigem Regen. Unsere Gastgeberin hatte uns einen Tisch im Drostdy Restaurant reserviert - das war sehr stimmungsvoll, mal wieder seeeehr lecker (feine Küche - auch für's Auge) und leckeren Wein gab es auch. Ein schöner Ausklang für diese Gegend.
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Donnerstag, 16. November 2017, 22:51

Wilderness

Nächste Station: 2 Nächste Wilderness im Dolphin Dunes Guesthouse

Dieses Guesthouse war ebenso wie das Pelagus GH in Hermanus ein Tipp von Steffen hier aus dem Forum - an dieser Stelle tausend Dank für die Empfehlungen :danke: ! Zwei Volltreffer! Allerdings ist man im Dolphin Dunes nicht auf frühere Anreisen als offiziell angegebene Eincheck-Zeit eingestellt - nicht schlimm, aber wenn die Blase voll ist, kann man noch nicht einmal eine Toilette benutzen. Sollte man wissen ;) . Wir hatten eine Suite gebucht - sind ja schließlich Silberhochzeits-Flitterwochen für uns - da kann man sich auch mal etwas gönnen. Der Hausherr bot uns an, auszuwählen, ob wir die ausgewählte Suite im Erdgeschoss oder das zwar etwas kleinere Zimmer darüber (Nr. 3) mit Balkon und dadurch besserem Blick über die Bucht haben wollten. Wir nahmen den besseren Blick. Was für ein schönes Zimmer. Und die Baaaadewanne! Juchz - mein Mann ist ein Vollbad-Fan. Leider kam uns die Wasserproblematik gleich in den Sinn :thumbdown: . Kompromiss: Wanne nicht voll und durch Verdrängung zweier Körpermassen Wasser doppelt genutzt :D :D :D - haben wir uns auch nur 1 x gegönnt, alles andere wäre Frevel gewesen. Der herrliche Strand, die vielen bunten Vögel in der Hecke, die Aussicht vom Balkon, das unglaubliche Frühstück (wer dort ist, muss den Breakfast Pancake probieren!) - fabelhaft. Gegessen haben wir beide Tage vorzüglich im Salinas.

Da wir als "Flachlandtiroler" keine Klettertouren gewöhnt sind, wollten wir uns bei unserer Wanderung im Wilderness NP auf die kürzestes Wanderung beschränken. Leider (oder vielleicht auch zum Glück - man weiß es nicht ;) ) hat der Park-Angestellte das nicht ganz verstanden (oder wir ihn nicht) und schickte uns auf den Half collard kingfisher trail (7,2 km, 3-4 Stunden - wir wollten nur 1 Stunde oder höchstens 2 laufen.... :whistling: . Die Strecke war aber schön - ich konnte nur nirgendwo stehen bleiben. Warum? Anfängerfehler: Kurze Hose (war ja schließlich warm und sehr hohe Luftfeuchtigkeit da am Vorabend heftiges Gewitter). Sowie ich stehen blieb, saßen unzählicke Mücken an meinen Beinen. Das Resultat waren am nächsten Tag rot gesprenkelte Beine - zum Glück ohne all zu schlimmes Jucken. Nächster Fehler: Man muss den Fluss überqueren. Mit einem Floß, auf dem man sich an einer Leine hinüber zieht. Oder man geht weiter bis zu den Stepstones. Wir wählten (zunächst) die Stepstones-Variante... Wer den Weg kennt, lacht sich jetzt ins Fäustchen. Der Weg: Rauf, runter, mal Treppe, mal Baumwurzeln, Felsen, schmal, schmaler, noch schmaler... rechts der Abgrund, links Baum aus dem Felsen quer über den schmalen Weg.... nach einiger Zeit kam uns ein junges Pärchen entgegen - "er" völlig fertig, "sie" etwas fitter. Ob es noch weit sei bis zur Wegzweigung - weit würde er nicht mehr schaffen. Der Weg via Floß und dann auf der anderen Flussseite sei wesentlich leichter zu gehen - sie hatten sich nur für den Rückweg für diese Flussseite entschieden. Hm. Nach kurzer Überlegung machten wir uns dann gemeinsam auf den Rückweg zum Floß. Der junge Mann "floßte" uns dann sogar noch auf die andere Seite und wir erreichten dann tatsächlich auch irgendwann schweißgebadet den Wasserfall. Schade, dass wir kein Badezeug dabei hatten - einige Wanderer erfrischten sich in den Rockpools - wir also nicht. Den Weg mussten wir dann ja noch zurück und ich gestehe ehrlich: Am nächsten Tag hatte ich Muskelkater :whistling: . War aber eine schöne Wanderung und definitiv nicht langweilig.

An beiden Abenden aßen wir hervorragend im Salinas mit wunderschönem Blick auf Strand und Meer. Ebenfalls an beiden Abenden zogen Gewitter auf, so dass wir nach dem Essen von unserem Balkon bzw. Zimmer ein besonderes Naturschauspiel geboten bekamen. Mehrere Gewitterzellen tobten sich in allen Richtungen aus. Das zu fotografieren, war eine Herausforderung und ist auch noch nicht wirklich gut, das Bild gibt aber einen kleinen Eindruck von dem Erlebnis. Letztendlich haben wir bereut, nur 2 Nächte hier gebucht zu haben - 4 Nächte wären wohl optimal gewesen. Ich könnte auch 2 Wochen dort verbringen :thumbup:
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Samstag, 18. November 2017, 22:38

Weiter ging es nach Jeffreys Bay

Nach einer Schreibpause gestern, geht es heute weiter: Von Wilderness aus führte uns unsere Reise nach Jeffreys Bay.
Verglichen mit unseren bisherigen Etappen stand uns heute eine recht lange Strecke bevor. Diese wollten wir teilen durch einen Abstecher zur Brücke am Stormsriver mouth. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an Knysna vorbei. Ich hatte Anfang des Jahres die Beiträge zu den fürchterlichen Waldbränden in der Gegend verfolgt und fragte mich, wie es dort wohl nun aussehen würde. Es hat uns sehr betroffen gemacht, wie viele Hänge kahl waren - zwar wieder grün in Bodennähe durch Gräser und kleine Büsche aber doch oft noch mit den mahnenden schwarzen Baumstämmen. An einigen Stellen waren die Pfähle der Leitplanken an der N2 beidseitig verkohlt, ebenso wie die Bäume direkt an der Straße. Die N2 muss also mitten durch die Brände geführt haben. Ich gehe davon aus, sie war zu dem Zeitpunkt gesperrt. Einige Häuser in und um Knysna standen als ausgebrannte Ruinen, andere waren inzwischen abgerissen und nur Bodenplatten zeugten von ihrer vorherigen Existenz. Dann wiederum gab es offenbar völlig unversehrte oder schon wieder renovierte Holzhäuser im Blockhaus-Stil, die von verkohlten Bäumen gesäumt wurden - was für Ängste um ihr Leben und Hab und Gut müssen die Menschen dort ausgestanden haben? Da wir ja zum ersten Mal in Südafrika waren, kennen wir das Knysna vor den Bränden nur von Fotos. Damit verglichen hat die Landschaft einen enormen Schaden genommen. Ich hoffe sehr, dass die Natur sich bald erholt, alle geschädigten Menschen nicht aufgeben und bald wieder ihre Existenzen aufbauen können. Trotz allem ist die Gegend wunderschön.

Von der N2 in den Tsitsikamma Nationalpark schlängelte sich die Straße zum Meer bis zum Parkplatz. Äh - wo ist denn die Brücke? Erschrocken stellten wir fest, dass vom Parkplatz aus noch eine nicht unerhebliche Wanderung bis zur Brücke erforderlich ist. Nach Aussagen von anderen, die von dort zurück kamen ca. 1 Stunde hin und eine Stunde zurück. Ups - diese Recherche fehlte bei der Reisevorbereitung. Und nun? Der Muskelkater von der Wilderness-Wanderung zwickte noch in den Knien und wir befürchteten, nach der Wanderung nicht mehr im Hellen nach Jeffreys Bay zu kommen. Enttäuscht gingen wir zum Auto zurück und wurden ein wenig von einer Dassie-Mama mit ihrer Kinderschar getröstet (was sind die Füßchen bloß süß, wenn sie lang ausgestreckt auf dem Bauch liegen) und von einer Gruppe Delfine, die durch die Wellen düsten (leider schwer zu fotografieren).

Wir kamen dann also am Nachmittag in Jeffreys Bay an. Grund für unsere Wahl, dort eine Nacht zu verbringen, war der Wunsch unserer Tochter, uns diesen Ort anzusehen, der für sie der Schönste ihres halbjährigen Südafrikaaufenthaltes war. Da On The Bay Guesthouse liegt in einer Seitenstraße (die das Navi mal wieder nicht kannte, ging uns in Wilderness auch schon so) auf einem sehr gepflegten Grundstück und ist recht groß. Außer uns waren aber nur vier andere Gäste da, obwohl es eine ganze Reihe mehr Zimemr hat. Die Zimmer sind leider ganz schön abgewohnt und altmodisch, aber die Lage und der Ausblick von der Terrasse sind sehr schön. Geführt wird es von einem älteren Ehepaar - in einigen Rezensionen wurde dieses, vor allem Clara, gemein als senil bezeichnet. Das können wir nicht bestätigen. Clara und auch ihr Mann sind vielleicht nicht die Schnellsten abe sehr freundlich. Das Frühstück ließ keine Wünsche offen - der gerade von Hand frisch gepresste Orangensaft wurde jedem persönlich gebracht und wir bekamen bei Abreise sogar noch ein Kästchen mit Waffeln und Keksen für die Weiterfahrt. Der Preis war unschlagbar. Wenn also jemand keine großen Ansprüche an Modernität und Neuwertigkeit der Einrichtung stellt und einen eingeschränkten finanziellen Rahmen hat, kann man dieses Guesthouse sehr empfehlen. Die sehr großzügigen Gemeinschaftsräumlichkeiten bieten viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen. Ich stelle mir im Sommer viele junge Leute, surfbegeistert und international beim Kickern, klönen und Dart spielen dort vor.

Der Ort kam uns wenig einladend vor. Geschäfte zwar offen, aber niemand kam raus oder ging rein. Müll in den Straßen. Enttäuscht fuhren wir bis zum Island Vibe Backpackers (Domizil unserer Tochter, soll innen sehr schön sein und eine spektakuläre Sicht auf den Strand haben) - da laufen schonmal Kühe auf der Straße. Zurück im Ort spazierten wir ein Stück auf der Promenade, kuckten auf das gar nicht Surfer-Hochburg-wellige Meer und wollten etwas essen. Lokal 1 war eher eine Art Beach-Bar und sehr schlecht besucht - umgekehrt, Lokal 2 sah gut aus, war reppelvoll und - hätte uns nur noch einen Kaffee serviert da um 17 Uhr bereits Geschäftsschluss. Wir fürchteten schon, hungrig ins Bett zu müssen, erstanden dann aber immerhin noch eine Pizza to go bei Debonairs, die wir später vor unserem Zimmer aßen. Lecker, aber äußerst schwer auf dem Magen liegend.

Vor unserer Weiterfahrt zum Mountain Zebra NP am nächsten Morgen fuhren wir noch einmal in den Ort, der im Morgensonnenschein doch deutlch freundlicher erschien, bummelten durch die Surfmarken-Outletstores (und kauften Mitbringsel für unsere Kids zu Hause) und sahen tatsächlich einige Surfschüler mit Lehrern am Strand. Die spektakulären Wellenreiter-Fotos, die wir uns erhofft hatten, machen zu können, fielen mangels Motiven und Wellen aus.
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Sonntag, 19. November 2017, 21:52

Endlich Safari!

Die letzte unserer drei Wochen Südafrika, war der Tierwelt gewidmet. Zunächst fuhren wir von Jeffreys Bay aus zum Mountain Zebra Nationalpark. Die Strecke war landschaftlich faszinierend - fanden wir. Jemand anderes könnte sie eventuell auch als eintönig oder trist bezeichnen. Kilometerlang kein Tier, kein Haus, kein Mensch. Uns gefiel das - ist doch in dieser Art in Europa so gar nicht zu finden. Irgendwann drängte die Frage nach einer Toilette und auch die Tanknadel sank. Also steuerten wir die Tankstelle in Cookhouse an. Eine Atmosphäre wie bei "Spiel mir das Lied vom Tod" ;) : Hitze, Staub, Steppe... Keine Menschenseele... Dann, zu unserer Freude, doch ein Tankwart. Während er den Durst des Avanza stillte, plauderten wir sehr nett - er war sehr interessiert an unserer Herkunft, hat oft mit Freiwilligen-Dienstlern aus aller Welt zu tun, die im Wildreservat nahe seines Wohnhauses arbeiten. Er war so stolz, Facebook-Freunde aus aller Welt zu haben (hat aber nicht gefragt, ob wir auch "Freunde" werden wollen :D :D :D - wohl zu alt ;) ). Eine Toilette konnte er uns leider nicht zur Verfügung stellen, also musste dieses Bedürfnis noch bis zum Mountain Zebra NP zurückgestellt werden. Dringende Empfehlung also: Nicht zu viel trinken zwischen PE und Mountain Zebra.

Cradock emfing uns zunächst wie viele andere Städte mit einem Township. Hier fiel uns allerdings dessen Müllentsorgungsproblem ganz besonders auf. Wir fürchteten schon, das Township sei der ganze Ort, als dann plötzlich eine "ganz normale südafrikanische Kleinstadt" daran anschloss mit einem blühenden Jacaranda-Baum vor einer schönen Kirche. Im Supermarkt nebenan füllten wir noch unsere Vorräte auf und fuhren kurz darauf in den Mountain Zebra NP. Wir hatten ein Family Cottage gebucht. Schon auf dem Weg zum Camp sahen wir zu unserer Freude die ersten Tiere. Das Camp gefiel uns sehr. Jeder grüßte jeden, Restaurant mit gutem Essen, Mini-Shop (Frühstück nicht im Restaurant möglich, also Toast und Dip gekauft. Empfehlung: Von Cradock aus Frühstücksutensilien mitbringen). Wir buchten für den nächsten Morgen einen Early morning-Drive und hätten auch gern an der Sundowner Tour teilgenommen. Dafür braucht man allerdings eine Mindestteilnehmerzahl von 4 Personen und wir waren die ersten Interessenten.

Als wir dann warm eingemummelt (wie weise) am nächsten Morgen um 4.45h am Treffpunkt standen, kam niemand - außer dem Guide mit Safari-Fahrzeug. Es stellte sich heraus, dass wir die einzigen Gäste waren. Der Guide bemerkte gleich, dass es leider sehr neblig war und versprach, zu versuchen, in Höhen mit besserer Sicht zu fahren. Er gab wirklich alles :thumbup: . Fuhr Strecken mit uns, die wir in unseren kühnsten Träumen auch nicht mit einem Allrad-Fahrzeug gefahren wären - aber Nebel war überall. Er stieg sogar aus um Spuren zu suchen und den Tieren folgen zu können. So waren es dann nicht wirklich viele Sichtungen an diesem Morgen, aber Tiere im Morgennebel bieten auch interessante Motive (s. Bilder) und wir erfuhren viel Interessantes durch den Guide. Er riet uns auch, eher den Night-Drive als den Sundowner mitzumachen. Es seien dann ganz andere Tiere aktiv, die wir tagsüber beim Selbstfahren nicht sehen würden. Durchgefroren und durchgerüttelt wärmten wir uns erstmal in unserem Häuschen auf, meldeten uns dann für den Night-Drive an und machten uns dann mit dem Mietwagen auf Entdeckungstour. Und uns war das Glück hold! Wir sahen viele Tiere und unter anderem zwei riesige Löwen-Herren, die mitten auf der Straße im Schatten eines Baumes dösten und später sogar noch eine Gruppe von drei Löwen (wohl zwei Damen und ein halbstarkes Männchen). Viele der Antilopen hatten Jungtiere (wieder ein Vorteil unserer Reisezeit).

Voll dieser wunderbaren Eindrücke relaxten wir am Nachmittag im Haus und machten uns dann abends zum Night drive auf. Siehe da, derselbe Guide vom Morgen ("Hello again") aber ein Auto voller netter Mitfahrer. Wir holten noch einen zweiten Guide (besser eine Guidin ;) ) ab und hatten zwei tolle Stunden in denen wir wieder dankbar für Halstuch, Mütze und dicken Pulli unter den Jacken waren. Das Fotografieren gaben wir in der Dunkelheit schnell auf und inhalierten die nächtlichen Düfte, Geräusche und die Stimmung mit aufgehendem Vollmond. Dieses Erlebnis können wir wirklich empfehlen!

Morgen kommt dann unser "Endspurt" - und auch das Treffen mit Marcus und Familie hier aus dem Forum :thumbsup:
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Montag, 20. November 2017, 21:58

Endspurt - Addo Elephant NP

Vom Mountain Zebra NP trennten wir uns nur ungern - eine oder zwei weitere Nächte hätten wir gern noch dort verbringen können. Leider hat aber jeder Urlaub ein Ende und wir wollten ja noch in den Addo Elephant NP. Also los wieder gen Süden. Ebenso wie unser Navi (Tom Tom) die Zufahrt zum Mountain Zebra NP nicht kannte, war auch das Addo Main Camp nicht einzugeben. Zusammengefasst hätten wir uns die Kosten für das Navi gut sparen können - unsere Handys haben uns bessere Dienste geleistet.

Nach Ankunft im Addo Elephant NP traf uns 3 x der Schlag: 1. Kulturschock! Wo kamen bloß die vielen Leute her? Im Vergleich zum beschaulichen Mountain Zebra NP waren wir hier umgeben von Touristenhorden. Oh jeh. 2. (dieses Mal positiv) Kaum am Safari-Tent angekommen kam ein netter Herr auf uns zu, fragte, ob wir Parkplätze tauschen könnten, da er mit seinem Kleinbus unter einem recht niedrigen Baum parkte und stellte sehr schnell fest, dass wir uns bereits aus diesem Forum "kennen". Scharf kombiniert, Marcus (oder mit "k"?). Wir hielten das eine oder andere nette Pläuschchen mit ihm und seiner Familie - eine wirklich nette Bekanntschaft! :thumbsup: . 3. Im Anmeldebüro für die Game drives. In drei Tagen war nur ein einziger Game drive (am nächsten Mittag um 12h) noch buchbar. Alle anderen waren ausgebucht. Was für eine Enttäuschung. An dieser Stelle also der Tipp an alle: Bucht telefonisch vor (sei der beste Weg, sagte uns die Rezeptionistin)! Nach kurzer Überlegung buchten wir dann die einzige verfügbare Variante für den nächsten MIttag - es war ausgesprochen ungemütlich da regnerisch und kühl, aber wir sahen einige Tiere (Elefanten, Zebras, Büffel, einen Schakal, Strauße, Kudus...). Der Guide konnte allerdings dem im Mountain Zebra nicht das Wasser reichen. Er raste zwar zum Wasserloch sowie er die dortigen Elefanten erspähte, aber seine Informationen waren nicht sehr informativ. Wir waren also überwiegend auf eigene Faust unterwegs und hatten auch wunderschöne Tiersichtungen.

Gegessen haben wir im Parkrestaurant (sehr gut), auch den einen oder anderen Cappucino dort geschlürft. Das Safari-Zelt hatte eine wunderschöne Terrasse/Balkon mit Blick in den Park, wo so mancher Elefant, Büffel, Kudu vorbei marschierten. Die Waschhäuser einfach, etwas renovierungsbedürftig aber sauber und damit ausreichend. Ausgesprochen angenehm war die kleine Heizung - wir haben sie in der einen Nacht wirklich dringend gebraucht, waren wir doch nach dem mittäglichen Game drive noch durchgefroren als wir schließlich ins Bett gingen und den Geräuschen der Nacht lauschten - wir haben nicht gewusst, dass Elefanten so brüllen können. :huh: .
Drei Nächte waren nicht zu viel - eigentlich genau richtig. Vergleichbar sind die beiden NP's eigentlich wegen ihrer Andersartigkeit nicht. Jeder hat seinen Charme. Beide haben uns gefallen.

Der Beginn vom Ende unserer Reise führte uns dann nach Port Elizabeth. Einmal Strand ankucken (tatsächlich noch kurz vor Mietwagenabgabe voll von "Parkplatzwächtern" abzocken lassen - egal, sicher konnten beide das Geld gut gebrauchen und uns tat es nicht weh), Mietwagen abgeben, warten, warten, warten. Dann Flug von PE nach Kapstadt. Dort noch eine Nacht im Ehl House B & B verbracht. Netter Weise durften wir uns dort noch den Tag über aufhalten in der Lounge und im Garten - haben gemütlich am Pool gelegen. Ein Flughafen-Shuttle für den Heimflug wurde auch organisiert und als krönender Abschluss aßen wir ausgesprochen gut im Guesthouse-eigenen Restaurant. Das Restaurant bietet den Übernachtungsgästen auf Bestellung Speisen an. Die Speisekarte ist mit Spezialitäten wie dem Schafskopf gespickt. So mutig waren wir nicht. Wir aßen Spaghetti-Teller mit Shrimps und Gemüse und Huhn. Absolut hitverdächtig! Der Koch freute sich riesig, als wir ihm unser aufrichtiges Lob aussprachen. 24 Stunden später waren wir vom Frühling in den regnerischen Herbst Norddeutschlands zurückgekehrt mit unzähligen wunderbaren Erinnerungen im Herzen.

Es war ein absoluter Traumurlaub! Dazu haben auch viel von Euch hier einen Beitrag zu geleistet mit Antworten auf Fragen, Tipps und Reiseberichte, die ich verschlungen habe. Ich hoffe, dass nun auch andere in meinem Bericht stöbern und etwas für sich daraus entnehmen können. Nochmal ganz lieben Dank an alle :danke:

Eure Kerstin
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Wicki4

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Dienstag, 21. November 2017, 19:30

Hallo Kerstin,

vielen Dank für deinen Reisebericht, ich habe gerne mitgelesen. :danke:
Ein paar eurer Stationen werden wir im nächsten Jahr auch wieder besuchen, andere stehen noch auf dem Wunschzettel.

Liebe Grüße
Claudia

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Dienstag, 21. November 2017, 20:50

So, dann komme ich auch mal aus meiner stillen Ecke...

In den letzten Tagen war dein Reisebericht meine Abendlektüre, toll geschrieben, habe sehr gerne mitgelesen...vielen Dank dafür...

Werden im März eine ähnliche Route fahren, bin gespannt wie uns Jeffreys Bay gefallen wird (nachdem du ja nicht so begeistert warst).
Den Mountain Zebra NP hätte ich so gerne noch mit reingenommen, haben wir aber wegen der Kids dann doch draußen gelassen...

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Dienstag, 21. November 2017, 21:06

Vielen Dank für Euer Lob - es freut mich sehr, dass Euch mein Bericht gefallen hat :blush: ;)
Marit, lasst Euch die Vorfreude auf Jeffreys Bay nicht von uns verderben - ich denke, es kamen mehrere unglückliche Umstände bei uns zusammen (Wetter, Uhrzeit, keine Wellen, Vorsaison). Wie gesagt, für unsere Tochter ist Jeffreys Bay der schönste Ort in Südafrika, den sie kennengelernt hat (wobei die Orte trotz 6monatigem Aufenthalt begrenzt waren). Recherchen vorab über Restaurants und Öffnungszeiten hätten uns sicher geholfen. Bei Magic Seaweed kann man Wellenvorhersagen ansehen - wenn gute Wellenbedingungen sind, finde ich Surfer-Beobachten genial. Noch eine Anmerkung zu Addo und Mountain Zebra: Mit kleinen Kindern halte ich den Addo auch für geeigneter als den MZ. Sie haben dort mehr Möglichkeiten, im Camp relativ gefahrlos herumzulaufen. Im MZ ist direkt an die Häuschen angrenzend gleich Gebüsch, Gras, Felsen - prima Verstecke für allerlei Getier, das nicht imm ungefährlich ist. Auch gibt es in Addo einen kleinen Spielplatz.

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Proteafan

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59

Mittwoch, 22. November 2017, 06:17

Mir hat Dein Bericht auch sehr gut gefallen und mir wichtige Informationen geliefert, die ich so noch nicht gefunden hatte.
Wir werden im März den MZ NP besuchen, sind im Grunde keine Selbstverpfleger und habe nun erfahren, dass wir das Frühstück mitbringen sollten. Danke .Gibt es zur Verpflegung dort noch andere Tipps?

Wir werden im AFRICANOS wohnen und wollten dort auch mal essen gehen. Nun wissen wir, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist. Auch mit den Vorreservieren der Touren ist ein wertvoller Hinweis.

Habe sehr gerne mitgelesen und hoffe irgendwann wieder von Dir zu lesen.

Proteafan

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Kessiham (23. November 2017, 00:08)

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Mittwoch, 22. November 2017, 07:11

Vielen Dank für euren Bericht, es hat Spass gemacht mitzulesen und zu hören, wie es euch gefallen hat.

Bis zum nächsten Mal! ;) :saflag:
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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Kessiham (23. November 2017, 00:08)

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