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Foxx

Schüler

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1

Donnerstag, 16. März 2017, 14:11

Reiseplanung März 2018: Zwei early birds von Kapstadt nach Port Elizabeth

Liebe Südafrika-Fans,

beim Schreiben der Überschrift ist mir bewusst geworden, dass wir mit unserer Reiseplanung sehr früh dran sind, aber wenn man erst einmal begonnen hat sich einzulesen, lässt einen das Thema nicht mehr los. Insofern hoffe ich, dass Ihr uns auch zu diesem frühen Zeitpunkt ein paar hilfreiche Tipps geben könnt. :)

Wir planen für März 2018 (exakte Flugdaten stehen noch nicht fest) eine Reise beginnend in Kapstadt bis zum Addo Park und dann per Flugzeug von PLZ zurück nach CAP. Geplante Dauer: 16 Nächte

Kurz ein paar Infos zu uns: wir sind beide Ende Zwanzig und möchten in Südafrika nicht nur 'Urlauben' sondern am Anfang der Reise in Kapstadt auch heiraten (ohne Gäste, Familie etc.). Für die anschließenden Flitterwochen darf es bei den Unterkünften also ruhig etwas schönes sein, was wir uns in anderen Urlauben evtl. nicht leisten würden. Prinzipiell sind wir aber mit einfachen Guesthouses zufrieden. Normalerweise verbringen wir unsere Urlaube in Südeuropa mit dem Zelt, insofern wird Südafrika unserer erste 'größere' Reise. Wir freuen uns besonders auf Tiere (egal ob klein oder groß, nur Schlangen müssen nicht sein), die Landschaften/Natur und auch gern ein paar Aktivitäten wie Wanderungen. Weinliebhaber sind wir nicht, daher kommt dieser Bereich in unserem vorläufigen Reiseplan auch nicht vor. Wir reisen zu zweit und werden uns für die Strecke einen Mietwagen buchen.

Zum Thema Verpflegung: wir haben kein Problem mit Selbstverpflegung, freuen uns aber auch über ein vorhandenes Frühstück. Da wir fast ausschließlich vegetarisch essen, sind wir so auch flexibel bei der Auswahl.

Nun zu unserem aktuellen Reiseplan. Vorstellen können wir uns folgenden Ablauf:

Tag 1: Ankunft am Vormittag in Kapstadt, (Unterkunft in Noordhoek (African Violet Guesthouse?) für 4 Nächte)
Tag 2-4: Kaphalbinsel und Kapstadt Ausflüge, Hochzeit, bei gutem Wetter Tafelberg
Tag 5: Weiterfahrt nach Agulhas über Bettys Bay, Hermanus/De Kelders (Unterkunft in Agulhas für 1 Nacht)
Tag 6: Weiterfahrt nach De Hoop (De Hoop für 2 Nächte)
Tag 7: De Hoop Nature Reserve
Tag 8: Weiterfahrt nach Wilderness (über Swellendam?) (Unterkunft in Wilderness (Mes Amis oder Dolphin Dunes?) für 2 Nächte)
Tag 9: Ausflüge Wilderness, Map of Africa + Knysna, Waterfront Heads
Tag 10: Weiterfahrt nach Plettenberg Bay + Wanderung Robberg Halbinsel, ggf. Kayaktour? (Unterkunft in Plettenberg (Safari Guesthouse?) für 2 Nächte)
Tag 11: Ausflug Tsitsikamma mit Wanderung
Tag 12: Weiterfahrt zum Addo (Unterkunft im Addo Maincamp für 3 Nächte)
Tag 13-14: Addo, ggf. 1x Day Safari Amakhala?
Tag 15: Flug PLZ - CPT (Unterkunft in Kapstadt für 2 Nächte)
Tag 16: Kapstadt
Tag 17: Rückflug am frühen Abend

Könnt Ihr uns bezüglich folgender Fragen weiterhelfen?
  • Macht die Route so Sinn bzw. können wir etwas optimieren? Unklar ist mir, ob die Strecke Noordhoek - Agulhas über Bettys Bay ohne Stress machbar ist und ob sich ein Abstecher nach Hermanus oder De Kelders lohnt. Wir stellen uns es nett vor, die Küste entlang zu fahren oder nimmt man besser eine andere Route? Sollten wir statt in Agulhas die Zwischenübernachtung lieber etwas früher einplanen und das Cape Agulhas mit Leuchtturm dann erst auf der Fahrt nach De Hoop besuchen?
  • Wir fahren bei der aktuellen Planung ausschließlich die Küste entlang und sehen nichts vom 'Hinterland' wie Oudtshoorn etc. Auf den ersten Blick zieht uns die Küste einfach mehr/Meer an und wir wüssten nicht wie wir zeitlich noch mehr einplanen sollten bzw. was wir dafür streichen sollten. Gibt es für den ersten Besuch ein 'Must-See' was wir bei der aktuellen Planung verpassen?
  • Ist ein Tagesausflug von Plettenberg aus in den Tsitsikamma mit kleiner Wanderung zeitlich gut machbar? Oder ist eine Übernachtung im Camp sinnvoller?
  • Würdet ihr uns für die letzten beiden Nächte in Kapstadt eher eine Unterkunft direkt im Zentrum (z.B. Waterfront) oder etwas im Norden (Bloubergstrand?) empfehlen? An diesen letzten 1,5 Tagen würden wir noch mitnehmen, was wir am Anfang nicht geschafft haben (bspw. falls kein Tafelberg-Wetter war) bzw. als Backup falls noch etwas mit den Papieren zur Hochzeit zu erledigen wäre. Zum Abschluss stelle ich mir etwas entspanntes am Strand noch einmal netter vor als etwas direkt in der Stadt. Falls direkt in Kapstadt, könnten wir für den Abschluss aber eventuell auf den Mietwagen verzichten.
  • Sollten wir bei der Mietwagenbuchung für die gewählte Route auf eine bestimmte Ausstattung achten oder schafft das jeder normale Kompaktwagen?
  • Gibt es Restaurantempfehlungen für Vegetarier auf unserer Route?
Schon einmal vielen Dank an alle, die bis hierhin mitgelesen haben und auch vielen Dank vorab für Eure Hilfe/Tipps/Hinweise! :thumbsup:

Viele Grüße
Foxx

Kitty191

Schnürsenkel

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2

Donnerstag, 16. März 2017, 15:28

Hallo Foxx,
Herzlich willkommen.
Ich versuche mal ein paar Antworten auf Deine Fragen:
  • Die Strecke Kapstadt via R43 (Clarence Drive, Betty's Bay, Hermanus, Elim) ist machbar. Reine Fahrzeit beträgt ltd. Google Maps ca. 5h bei etwa 300km. Einzuplanen sind natürlich verschiedene Stopps. Wie lang diese sind,müsst Ihr nach Tageszeit selber entscheiden. Ich würde früh in Kapstadt aufbrechen, dann sollte diese Etappe zwar eine Tagesetappe sein aber relativ stressfrei zu bewältigen sein. Vorsicht, man verzettelt sich schnell mit der Zeit. Hermanus ist ein nettes Örtchen, im März gibt es aber keine Wale. Wenn Ihr merkt, die Zeit wird knapp, würd ich es evtl. Eher weglassen.
  • Ich würde bei 16 Tagen bei Eurem Plan an der Küste bleiben.
  • Von Plettenberg aus ist der Tsitsikamma gut als Tagesausflug zu erreichen. Ca.65 km/1h über die gut ausgebaute N2 (Toll Route)
  • Ich würde für den 2. Aufenthalt in CPT eher in der Stadt übernachten, allein um den "Vibe" der Stadt besser aufnehmen zu können. Außerdem ist man schneller an den Sehenswürdigkeiten und Ihr braucht auch nicht zwingend einen MW. Der Hopp on-Hopp off Bus ist praktisch und hilfreich.Falls Ihr Strand haben wollt, denkt über Sea Point, Camps Bay oder Cliffton nach.
  • Die Strecke ist gut mit einem normalen Kompaktwagen machbar. Wir sind diese Strecke 2x mit einem Fiesta gefahren.
  • Tipps für vegetarische Restaurants kann ich leider keine geben. Wir lieben das gute Fleisch und den frischen Fisch.
Viel Spaß bei der weiteren Planung.

LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Bär

Vollkommen Ahnungsloser

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3

Donnerstag, 16. März 2017, 19:20

Gibt es Restaurantempfehlungen für Vegetarier auf unserer Route?

Wenn Du auf der Startseite ins Suchfeld veget* eingibt, erhältst Du über 100 Fundstellen, bei vegan* immer noch mehr als 50.
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Foxx (16. März 2017, 22:26)

bandi

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Donnerstag, 16. März 2017, 22:35

Hallo Foxx,

alles, was ihr vorhabt, ist mit einem Kleinwagen oder etwas komfortabler mit einem Kompaktfahrzeug gut zu schaffen. In Plettenberg kann ich euch die Wanderung auf Robberg Island wärmstens empfehlen. :thumbsup: Viel Trinkwasser (bei hohen Temperaturen) und Handtuch mitnehmen. Da habt ihr den Pazifik (fast) für euch allein! :thumbup: Wenn ihr ohnehin in den Tsitsikamma wollt, übernachtet doch IM Park, dann könnt ihr das Meer nicht nur sehen, sondern auch riechen und vielleicht sogar die Gischt fühlen, je nachdem, wo ihr im Tsitsi wohnt :D ; eine Kanutour machen und wandern. Das Dolphin Dunes in Wilderness ist wunderschön, von der Hochzeitssuite aus habt ihr einen unverbauten Blick aufs Meer, die Selbstversorger Appartments sind groß und sehr gut ausgestattet (ohne Meerblick) - die Terasse am Meer kann man natürlich mitbenutzen und direkt vom Haus aus Strandspaziergänge machen. Versucht im Addo im Hauptcamp ein Chalet direkt am Zaun zu bekommen und plant hier evtl. einen Game drive am frühen Morgen zu buchen und vermeidet das Wochenende! Wenn ihr euch für das Matyholweni Camp entscheidet, dann ist es nicht weit bis zu den Dünen von Alexandria/Colcester, wo ihr euch auch gut mit Proviant ausstatten könnt, bevor ihr in den Addo fahrt. Solltet ihr an einem Sonntag in Kapstadt sein, dann könntet ihr im Botanischen Garten in Kirstenbosch ein Livekonzert anhören. Karten gibt's vorab im Internet zu buchen. Nähere Infos findest du unter Kirstenbosch Konzerte (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Es gibt so viel Interessantes zu sehen und Schönes zu unternehmen :) . Auch ein abendlicher Sunsettörn (von der Waterfront aus) an der Küste entlang kann ganz romantisch sein, wenn man nicht leicht seekrank wird :D .
Viel Spaß bei der weiteren Planung.

LG Bandi :saflag:
Es scheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist.
Nelson Madela

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U310343

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Donnerstag, 16. März 2017, 23:53

Hallo und herzlich willkommen !

Schöne Idee in Kapstadt zu heiraten.

Meine Frage: warum als Unterkunft Nordhoek?

Eigentlich ist da nicht viel drumrum, Fishhoek ist auch nicht besonders attraktiv.
Für eine erste Reise würde ich etwas näher zum Stadtzentrum auswählen. Ihr werdet eine Menge Zeit auf Straßen verbringen mit viel Verkehr und Stau. Man fährt auch zumeist nur ein mal über den Peak, es kostet Geld und manchmal ist es gesperrt.

Ich würde diesen Ort nur wählen wenn ich mich auf das Kap und Pinguine in Simonstown beschränken möchte, für Kapstadt ist es insgesamt sehr ungünstig gelegen.


herzliche Grüsse
Wilfried

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Foxx (17. März 2017, 09:37)

Gecko10

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Freitag, 17. März 2017, 09:12

Vegan

Guten Morgen,
da es auf der Route liegt und sollte es zufällig mit dem Tag hinhauen:

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Sind mit einem Stand auf dem Wild Oats Market jeden Samstag in Sedgefield vertreten. Sehr lecker, empfehlenswert.
Wie überhaupt der Markt - immer einen längeren Stop wert.

Grüße aus George

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Sääändy (1. April 2018, 20:00), Foxx (17. März 2017, 11:25)

Foxx

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Freitag, 17. März 2017, 09:58

Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für Eure Antworten und Hinweise.

Die Suchfunktion werden wir dann bezüglich vegetarischem Essen noch einmal bemühen, auf den ersten Blick konnte ich zumindest erkennen, dass man fleischfrei auch im Restaurant nicht verhungern muss. Das ist ja schon die Hauptsache.

Für den Addo haben wir das Maincamp eingeplant und hier im Forum wurde ja das Chalet Nr. 38 am Zaun mehrfach empfohlen, das werden wir dann versuchen zu bekommen.

Flugtechnisch werden wir wohl leider keinen Sonntag in Kapstadt haben, schade. Aber der botanische Garten steht sicherlich trotzdem auf unserem Programm. Ein Sunsettörn hört sich auch gut an, ist notiert :)

Unsere Wahl ist deshalb auf Noordhoek gefallen, weil wir uns in die Terrace Suite mit private pool vom African Violet Guesthouse verliebt haben, die zudem vergleichsweise relativ günstig ist. Für die Hochzeit hatten wir uns zudem den Leuchtturm in Kommetjie ausgeguckt, der ja dann sehr nah ist. Die Pinguine und das Kap stehen natürlich auch auf der Liste, sodass wir am Anfang eventuell gar nicht viel direkt in die City fahren würden. Der Einwand bezüglich der Lage und der Fahrtzeiten ist aber natürlich berechtigt. Eventuell könnte man statt 4 nur 3 Nächte in Noordhoek bleiben und dafür am Schluss dann 3 statt 2 Nächte direkt in Kapstadt.Wäre das sinnvoller?

LG Foxx :)

parabuthus

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8

Freitag, 17. März 2017, 10:39

Hallo Foxx,

insgesamt finde ich die Planung stimmig.

Ich habe allerdings noch nicht so ganz verstanden, weshalb ihr 2x nach Kapstadt fahren wollt.

Wenn das nicht wirklich hieb und stichfeste Gründe hat, würde ich davon dringend abraten.

Stattdessen würde ich nach dem Aufenthalt im Addo direkt von PLZ nach JNB und dann heim fliegen.

In Kapstadt selbst würde ich unbedingt dazu raten, zentral zu wohnen. Kapstadt ist eine der wenigen afrikanischen Großstädte, in denen man sich zumindest tagsüber relativ ungezwungen bewegen kann, die auch nichts Erschlagendes hat und in der man vor allem eine Menge erleben kann.

In vielen Vierteln kann man sich auch nachts zumindest im näheren Umfeld noch zu Fuss bewegen und so ein wenig ins Night Life eintauchen.

Es gibt auch in der City sehr nette Unterkünfte und da ihr ja anschließend ohnehin in die Natur fahrt, gibt es sicher noch diverse Möglichkeiten für klassische "Traumunterkünfte".

Mit den roten und blauen Hop on Hop off Bussen kann man sich in Kapstadt und Umgebung gut bewegen. Wir haben die ersten 2 Tage das Auto fast immer komplett stehen gelassen. Für bestimmte Ziele auf der Kaphalbinsel allerdings ist ein Auto sicher von Vorteil.

Zur Routenplanung grundsätzlich:

Wenn es vor allem um Tiere geht und auch Landschaften, ist m.E. die Inlandroute (Ganz grob) Kapstadt - Karoo NP - Graaf Reinnet (Camdeboo) Mountain Zebra - Addo vorzuziehen.

Für Aktivitäten wie wandern und Kanu fahren oder auch mal ins kalte Wasser springen dürfte die von euch beschriebene Route eher das Richtige sein.

Ich habt ja noch eine Weile Zeit :thumbup: .

LG

Christian

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9

Freitag, 17. März 2017, 17:56

Ich würde grundsätzlich mehr auswärts Essen gehen, weil es wesentlich billiger als in Germany ist. Und selbst verpflegen teurer!
Jedenfalls meine "Diet".
TIA - This is Africa!

Foxx

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Sonntag, 1. April 2018, 11:33

Reisebericht

Hallo zusammen,

nachdem uns das Forum im Vorfeld unserer Reise durch Berichte und Tipps für die Planung sehr geholfen hat, möchten wir nach unserer Rückkehr mit einem kleinen Bericht gerne etwas zurückgeben.

Kurz gesagt: wir sind in den letzten Jahren sehr viel in Südeuropa rumgereist und hatten auch dabei immer super tolle Wochen. Keine der Reisen war aber so abwechslungsreich, wie es diese 2,5 Wochen in Südafrika waren. Wir sind begeistert und werden sicherlich früher oder später zu Wiederholungstätern werden. :saflag:


Unsere Reise im März 2018 lief so ab:

Hin- und Rückflug nonstop von FRA nach CPT mit Condor in der Economy
Mietwagen Toyota Corolla über Avis für die Strecke CPT - PLZ
Inlandsflug PLZ - CPT mit Flysafair
Mietwagen VW Polo Sedan über Europcar in Kapstadt

Übernachtungen (insgesamt 16)
3 Ü im Guesthouse Seadevilla in Simonstown
1 Ü im Ocean House in Agulhas
2 Ü in De Hoop
2 Ü im Guesthouse Dolphin Dunes in Wilderness
2 Ü im Archrock Resort in Plettenberg Bay / Keurboomstrand
3 Ü im Addo Main Camp
3 Ü in einer Wohnung in Kapstadt, Gardens über Airbnb



Reisebericht

Flug mit Condor ab/bis FRA
Los ging es mit Condor am späten Abend in Frankfurt. Wir hatten uns vorab Sitzplätze in der äußeren 2er Reihe reserviert und auch das Premium Bordentertainment vorab gebucht. Der Platz für die Beine ist natürlich nicht riesig, mit der Vorfreude auf eine tolle Reise geht die Zeit aber um. Der nonstop Nachtflug war natürlich vergleichsweise angenehm und trotz weniger Stunden Schlaf kamen wir relativ ausgeruht und pünktlich in Kapstadt an. Vor den Visa-Schaltern war die Schlange noch kurz und auch das Gepäck kam schnell, sodass wir uns gleich auf den Weg zu den Mietwagenschaltern machen konnten.


Mietwagen Toyota Corolla über Avis
Wir hatten vorab Bedenken, dass wir unsere beiden Hartschalenkoffer nicht in den Kofferraum des Toyota Corolla bekommen würden. Das war aber umsonst, denn am Ende passte alles rein und es war noch 'viel Luft'. An den Mietwagenschaltern war viel Betrieb, aber trotzdem ging es relativ schnell voran, sodass wir nach etwa 30 Minuten unseren Begleiter für die nächsten 2 Wochen bei uns hatten. Das erste Mal Linksverkehr war dann am ersten Tag schon aufregend und wir waren (vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten, wie später im Addo) froh, dass wir uns für ein Automatikmodell entschieden hatten. Man gewöhnt sich aber schnell an die neue Situation und das Zurückgewöhnen an Schaltung&Rechtsverkehr in Deutschland fällt jetzt fast schwerer.


Die ersten 3 Nächte/Tage in und um Simonstown
Mit den 3 Nächten im Guesthouse Seadevilla in Simonstown hatten wir den perfekten Einstieg. Unser DZ 'Shoreline' mit Küchenzeile und großer Terrasse bot einen phänomenalen Blick auf die Strände von Simonstown. Unsere Vermieter waren extrem freundlich und hilfsbereit und auch, wenn wir während der Reise noch oft sehr, sehr leckeres Frühstück serviert bekamen, war das Frühstück, was wir hier jeden Morgen mit Meerblick hatten, das leckerste, liebevollste und individuellste.
Die Tage in Simonstown nutzen wir, um viele Stunden bei den Pinguinen am Boulders Beach zu verbringen, das Kap der guten Hoffnung zu besuchen und zu heiraten. Auch wenn der Aufwand und die Vorbereitung, um in Südafrika heiraten zu können, deutlich höher ist als auf einem deutschen Standesamt, würden wir es wieder so machen. Unser Tag hätte nicht perfekter laufen können und die Bilder mit unseren Freunden im Frack am Boulders Beach sind einmalig.

Am Boulders Beach besuchten wir sowohl den Part mit den Stegen als auch den kleinen Strandabschnitt. Am Strand waren kaum Pinguine, aber wenn man etwas über die Felsen kraxelt, kann man sie von sehr nah beobachten. Am Kap der guten Hoffnung sind wir relativ früh am Morgen und kommen so vor den Bussen mit den (leider teilweise sehr peinlichen) Horden Deutschen an, die alle am Schild ihr Foto knipsen. Hier sehen wir unsere erste Straußenfamilie, den ersten Seal und auch den ersten Bontebok. Nur Baboons werden wir an diesem Tag keinen einzigen sehen, obwohl wir eindringlich vor ihnen gewarnt wurden.

Gegessen haben wir in diesen Tagen sehr lecker im Foodbarn in Noordhoek und auf der 'heimischen' Terrasse.



Weiter gehts es dann mit der Fahrt von Simonstown nach Agulhas...

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Montag, 2. April 2018, 12:07

Schön, dass du einen Bericht schreibst. Ich bin auf jeden Fall dabei, also rutscht mal näher zusammen.
:thumbsup:
***Die Windel fällt immer auf die Butterseite***

Foxx

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Dienstag, 3. April 2018, 15:43

Reisebericht Teil 2

So, weiter geht's :saflag:

Fahrt von Simonstown nach Agulhas
Den ersten Stopp auf dieser Strecke machen wir bereits an der Tankstelle in Simonstown, denn unser einer Hinterreifen hat zu wenig Luft. Der Tankwart stellt dann schnell fest, dass es mit Aufpumpen nicht getan ist, da ein Metallstift im Reifen steckt. Also Kofferraum ausräumen - nur um festzustellen, dass unser Mietwagen nicht mit einem Wagenheber ausgestattet ist. Nach 10 Minuten Wartezeit ist der Reifen dann aber repariert und wir können unsere Fahrt fortsetzen.
In Muizenberg halten wir dann kurz, um einige Fotos von den bunten Häusern und den zahlreichen Surfern zu schießen. Weiter geht es dann immer der Küste entlang über den Clarence Drive bis nach Bettys Bay. Hier besuchen wir Pinguinkolonie Nummer 2. Im Vergleich zu Simonstown sind hier zwar deutlich weniger Besucher und der Eintritt ist günstiger - uns hat es zum Pinguine beobachten und Fotos machen am Boulders Beach aber dennoch besser gefallen, da man um einiges näher dran ist.
In Hermanus legen wir noch einen kurzen Stopp ein und schlendern kurz die Promenade entlang. Da es mittlerweile aber schon relativ spät ist, fahren wir schon bald weiter Richtung Agulhas. Dort haben wir im Ocean House (direkt am Ortseingang von Struisbaai kommend) das Zimmer 'Lost in Art' im Erdgeschoss gebucht. Auch hier ist das Gastgeber Ehepaar wieder super nett und wir fühlen uns gleich wie zu Hause. Die Vermieterin gibt uns den Tipp, dass am Hafen von Struisbaai am frühen Abend, wenn die Fischerboote zurück kommen, besonders häufig die Rochen zu beobachten sind und so machen wir uns gleich auf den Weg zum Hafen. Tatsächlich sehen wir dann auch fünf Rochen und beobachten vom Imbiss aus noch das rege Treiben am Hafen.

Nach einem wieder sehr leckeren Frühstück am nächsten Morgen fahren wir noch zum südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, schauen uns kurz das Wrack aus der Ferne an und besichtigen noch den Leuchtturm in Agulhas. Die steilen Stufen bzw. Leitern im Leuchtturm sind sicherlich nichts für jedermann/-frau, aber der Ausblick von oben entschädigt für den Aufstieg.

Am späten Vormittag machen wir uns dann auf den Weg nach De Hoop und im Vergleich zum Vortag ist die Strecke dieses Mal deutlich schneller geschafft.

De Hoop Nature Reserve
Im De Hoop haben wir für zwei Nächte ein Equipped Cottage gebucht. Am Nachmittag unserer Ankunft nehmen wir dann gleich noch am Guided Eco Boat Trip teil und bekommen von unserem Guide viele Infos zu den einheimischen Vögeln. Am nächsten Morgen geht es früh raus, denn wir haben den Marine Walk gebucht und dürfen den Sonnenaufgang in den Dünen genießen. Auch hier erfahren wir wieder viel Interessantes und können am Schluss noch Delfine durchs Fernglas beobachten. Am nächsten Tag haben wir noch eine geführte Mountainbike Tour gebucht, die zwar auch nett war, gegenüber den anderen beiden Aktivitäten für uns aber wenig Neues bereithielt.
Neben den geführten Aktivitäten genießen wir es das Areal zu Fuß zu erkunden und dabei zahlreiche Antilopen, Zebras, Strauße und Vögel zu entdecken und wir verbringen viel Zeit an den menschenleeren Stränden.

Für das Frühstück und ein Abendessen nutzen wir die gut ausgestattete Küche des Cottages und an einem Abend besuchen wir das Fig Tree Restaurant. Für Vegetarier gibt es ein eigenes Menü, was zwar lecker war, aber vergleichsweise hochpreisig.


Im nächsten Teil geht es dann weiter Richtung Gardenroute und Wilderness...

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toetske

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Montag, 23. April 2018, 23:30

Im nächsten Teil geht es dann weiter Richtung Gardenroute und Wilderness...

Hallo Foxx,

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

VG. Toetske
one life, LIVE IT !

Foxx

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Freitag, 24. August 2018, 14:47

Reisebericht Teil 3

Leider ist der Bericht im Alltagsstress etwas vergessen gegangen. Hier nun aber trotz Verspätung noch die Fortsetzung...

Fahrt von De Hoop nach Wilderness
Wie von unseren Vermietern in Simons Town empfohlen, fahren wir über Malgas und nutzen dort die Autofähre. Die Fähre ist eine interessante Abwechslung auf der Fahrt, denn die 3 Betreiber ziehen die Autos auf einem Floss nur mit Muskelkraft mit Hilfe von Stahlseilen über den Fluss. Weiter geht es dann über die N2 bis Wilderness. Vorab waren wir sehr gespannt auf die Gardenroute, von der ja viele schwärmen. Im Endeffekt waren wir dann sehr überrascht, wie grün alles war und wie wenig die Landschaft mit 'unserem Bild' von Südafrika übereinstimmte. Für uns und unsere Vorstellung war das dann leider etwas zu europäisch und von der ganzen Reise landschaftlich die Gegend, die uns am wenigsten gefallen hat. Bei einer zweiten Reise würden wir daher den Bereich rund um Wilderness eher auslassen und stattdessen eine Station im Landesinneren einlegen.

Das Guesthouse Dolphin Dunes in Wilderness hat uns hingegen sehr gut gefallen. Wir hatten ein Doppelzimmer (Nr. 4) mit großer Fensterfront und atemberaubender Sicht zum Strand und Meer. Über einige Treppen ist man dann auch direkt am kilometerlangen Sandstrand. Das Frühstück war auch in diesem Guesthouse sehr frisch und lecker.

Am nächsten Tag ist das Wetter morgens leider recht wolkig und frisch. Wir fahren mit dem Auto nach Knysna und schauen uns die Waterfront an. An den Tag ist durch das Wetter aber alles grau und kann uns nicht recht begeistern. Wir fahren deshalb weiter zum Aussichtspunkt Knysna Head und haben Glück, denn binnen 20 Minuten sind auf einmal alle Wolken verschwunden und der blaue Himmel zeigt sich. Wir beschließen deshalb zurück nach Wilderness und dort in den Nationalpark zu fahren, um dort noch eine Kanutour zu machen. Eigentlich hatten wir vor die Tour zum Wasserfall mit Wanderung zu machen, leider hatte der Kanuverleih aber deutlich kürzere Öffnungszeiten als der Nationalpark selbst, sodass wir nur etwa eine Stunde mit dem Kanu durch den Park fahren konnten. Hätten wir uns vorher richtig zu den Zeiten vom Kanuverleih informiert, hätten wir uns den teuren Nationalparkeintritt gespart.

An einem der Abende in Wilderness verpflegen wir uns mit Snacks aus dem Supermarkt selbst und genießen den Ausblick aus unserem Zimmer. Am zweiten Abend essen wir im Salinas Beach mit schönem Strandblick.


Fahrt von Wilderness nach Plettenberg + Tsitsikamma
Das Wetter am nächsten Morgen ist leider wieder bewölkt und regnerisch, sodass wir uns entschliessen früh in Wilderness aufzubrechen und direkt zum Tsitsikamma Nationalpark zu fahren. Eigentlich wollten wir an diesem Tag die Wanderung im Robberg Resort machen, da für den nächsten Tag aber etwas besseres Wetter gemeldet ist, tauschen wir die Aktivititäten spontan.
Im Tsitsikamma fahren machen wir zunächst die Canopy Tour. Eigentlich hätten wir gerne die Tour mit Kanus und Luftmatratzen auf dem Stormsriver gemacht, wegen des Wetters entscheiden wir uns aber dagegen. Bei der Canopy Tour im dichten Wald bekommt man den Regen hingegen zum Glück kaum mit und es macht großen Spaß von Baum zu Baum zu fliegen. Die beiden Guides erzählen uns auch einige interessante Fakten zur Flora und Fauna im Tsitsikamma. Anschließend fahren wir dann zum Storms River Mouth und laufen dort zur Suspension Bridge. Da der Regen wieder stärker wird, machen wir uns dann aber auf den Rückweg und nach ausgiebigem Riesen-Wellen-Gucken am Parkplatz auch auf den Weg zu unserem Apartment in Keurboomstrand.

In und um Plettenberg Bay
Unser Gepäck konnten wir schon morgens auf dem Weg zum Tsitsikamma in unserem Apartment abstellen, sodass wir den Weg am Abend schnell finden. Das ist gar nicht so einfach, denn in Keurboomstrand gibt es direkt nebeneinander einmal das Archrock Resort und einmal die Archrock Seaside Accommodation. Wir haben die Suite Geoffrey in der Archrock Seaside Accommodation gebucht. Das Haus mit vier Wohnungen gehört zu einem Campingplatz und liegt direkt am Sandstrand. Unsere Wohnung ist im ersten Stock, hat eine Küche mit allem was nötig ist und eine riesengroße Glasfront zur Strandseite mit einer großen Terrasse. Man kann vom Bett aus direkt den Strand und das Meer sehen.

Das Wetter am nächsten Tag ist zum Glück besser, sodass wir erst einmal einen ausgiebigen Strandspaziergang machen können und uns anschließend auf den Weg zum Robberg Reserve machen. Dort beginnen wir mit der Wanderung und können die zahlreichen Seals schon bald riechen und kurz darauf auch sehen. Die Wanderung über die Halbinsel ist abwechslungsreich und wir entscheiden uns die längste Variante zu gehen. Am östlichsten Aussichtspunkt beobachten wir lange die riesigen Wellen, die Seals und die zahlreichen Vögel auf den Felsen. Die Wanderung hat uns sehr gut gefallen und zahlreiche schöne Landschaftsaufnahmen beschert.

Abends nutzen wir wie schon am Vorabend die gut ausgestattete Küche in unserem Apartment und essen Selbstgekochtes auf unserer Terrasse.

Fahrt von Plettenberg zum Addo
Nach dem wir uns in Plettenberg noch mit genügend Lebensmitteln für die nächsten drei Tage eingedeckt haben, fahren wir am nächsten Tag ohne Zwischenstopp zum Addo Elephant Park. Wir kommen gut durch und sind gegen 13 Uhr im Maincamp. Da unsere Wohnung noch nicht bezugsfertig ist, machen wir uns gleich auf den Weg zu unserer ersten Fahrt im Park. Wir genießen es selbständig durch den Park zu fahren und an jeder Gabelung neu zu entscheiden wo es als nächstes lang geht. Unsere erste Fahrt beginnt nach zahlreichen Dung Beetle Sichtungen auch gleich verheißungsvoll. Da vor uns einige Autos am Rand stehen, gesellen wir uns dazu und halten Ausschau, was es hier gerade zu sehen gibt. Mit Hilfe des Fernglases können wir weit entfernt dann zwei Löwen ausmachen, die ein Mittagsschläfchen halten. Mit so einer Sichtung hatten wir gleich am Anfang natürlich nicht gerechnet. Dazu gesellt sich dann schon bald die erste Elefantenbegegnung und viele weitere folgen. Nach den ersten Stunden im Park sind wir schon begeistert und freuen uns, dass wir noch zwei weitere Tage haben, um möglichst viele Tiere auf unserer Karte abzuhaken.

Am Nachmittag beziehen wir dann aber erst einmal unsere Unterkunft im Maincamp. Auf Forenempfehlung haben wir ein Chalet 2bd S-d gebucht. Wie gewünscht bekommen wir die Nummer 38 und damit das letzte in der Reihe. Man entgeht dem Trubel im Maincamp so etwas, hat eine gute Sicht von der Terrasse bis zum Wasserloch und kann trotzdem zu Fuß zum Maincamp mit Supermarkt und Restaurant laufen. Wir sind froh, dass wir direkt im Maincamp wohnen und dadurch morgens als erstes in den Park und auch an den angebotenen Nightdrives teilnehmen können. Allerdings ist die Unterkunft schon etwas anderes als die anderen privaten Guesthouses auf unserer Reise. Gerade im Hinblick auf den Preis hätten wir in Sachen Sauberkeit hier mehr erwartet. Alles ist etwas muffig und so schlafen wir erstmals auf der Reise eher schlecht als recht. Angesichts mangelnder Alternativen direkt im Park würden wir aber wohl beim nächsten Mal auch wieder direkt bei Sanparks buchen.

Am nächsten Morgen und auch an den zwei folgenden Morgen geht es dann auch schon um 5 auf die erste Fahrt in den Park. Wir genießen den Sonnenaufgang im Park und können morgens ganz andere Tiere beobachten als im Tagesverlauf. So sehen wir mehrere Schakale, eine Hyäne und auch die Zebras sind am Morgen deutlich aktiver als in der Mittagshitze. Gegen halb 9 fahren wir dann immer zurück, frühstücken in unserem Chalet und machen uns dann schon bald wieder auf den Weg in den Park. Hier verbringen wir Stunden am Wasserloch und beobachten die Elefantenherden. In Hochzeiten zählen wir um die 100 Dickhäuter, die zeitgleich in der Nähe des Wasserlochs stehen. Wir sind wieder froh, dass wir selbständig durch den Park fahren und so lange verweilen können, wie wir Lust haben. Wir sind beeindruckt wie elegant sich die Elefanten an den parkenden Autos vorbei schlängeln. Nur einmal wird es brenzlig, als zwei Elefantenbullen in Streit geraten und sich dabei gegenseitig auf die Autos zuschieben. So schnell haben wir das Auto noch nie gestartet und den Rückwärtsgang eingelegt. Man sollte sich also immer einen Fluchtweg offen halten und sich nicht einparken lassen.

Wir verbringen die Zeit überwiegend im nördlichen Teil des Parks. Einmal machen wir uns aber auf den Weg in die südliche Hälfte und haben prompt das Glück direkt am Wegesrand eine Löwin beim Mittagsschlaf zu sehen. Es ist schon Wahnsinn, solche Tiere knapp einen Meter von sich entfernt liegen zu sehen. Die Löwin zeigt sich aber völlig unbeeindruckt von den Autoschlangen, die sich langsam an ihr vorbei schieben.

An einem Abend nutzen wir dann einmal noch den angebotenen Night Drive. Wir haben Glück das wir auf dem kleineren Jeep einen Platz bekommen und unser Guide alles gibt, um uns Löwen zu zeigen. Wir fahren auf Wegen, die für die Selbstfahrer tagsüber gesperrt sind und haben nach langer Suche dann endlich einen der Löwen gefunden. Wir können ihn eine ganze Weile beobachten und seinen Rufen lauschen. Auch wenn er nur wenige Meter von unserem Auto entfernt ist, haben wir zu keiner Zeit ein mulmiges Gefühl, da er sich wirklich überhaupt nicht für uns interessiert. Wir sehen viele weitere Tiere, die wir tagsüber wohl nie zu Gesicht bekommen hätten.

Auch wenn jeder Tag im Park recht ähnlich ist und man immer wieder die gleichen Wege fährt, ist es super abwechslungsreich und wir waren wir froh, dass wir drei Übernachtungen im Maincamp gebucht hatten. Für uns waren die Tierbeobachtungen eines der Highlights unserer Reise und wir hätten wohl sogar noch länger damit verbringen können durch den Park zu fahren. Ein paar wenige Haken haben uns am Schluss auch noch auf unserer Tierliste gefehlt, sodass wir wohl auf jeden Fall wieder kommen müssen.


Im letzten Teil geht es dann mit einem Inlandsflug zurück nach Kapstadt, wo wir noch einmal 3 Nächte verbringen...

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Foxx

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Freitag, 31. August 2018, 15:20

Reisebericht Teil 4

So nun der letzte Teil unserer Südafrika Reise

Flug Port Elizabeth - Kapstadt
Die Rückgabe von unserem Mietwagen bei Avis geht schnell und problemlos, sodass wir noch Zeit haben im Flughafen eine Kleinigkeit zu essen. Die Flüge haben wir über FlySafair gebucht und beim Check-in haben wir das Glück einen äußerst kulanten Mitarbeiter zu erwischen. Da wir bei dem Condor Hinflug deutlich mehr Freigepäck hatten, haben wir jetzt ein paar Kilo zu viel in den Koffern. Netterweise müssen wir aber keine Übergepäckgebühr zahlen. Der Flug ist pünktlich und auch dieses Mal bekommen wir in Kapstadt relativ schnell unser Gepäck. Den Weg zu den Mietwagenfirmen kennen wir mittlerweile schon und so reihen wir uns bald in der Schlange bei Europcar ein. Gemietet hatten wir einen VW Polo und entsprechend hatten wir uns auf einen Kleinwagen eingestellt. Wir bekommen aber einen Kombi, der größentechnisch absolut mit dem Corolla mithalten kann. Einziges Manko (oder Vorteil, je nachdem): der VW hat den Blinker links und den Scheibenwischer rechts und nach zwei Wochen in Südafrika fällt dieses Mal die Umgewöhnung auf 'das eigentlich Normale' tatsächlich etwas schwer.

Kapstadt
Wir haben ein Apartment im Stadtteil Gardens (Camp Street) gebucht und können unser Auto auf einem abgesicherten Parkplatz parken. Nach dem Ankommen und Auspacken ist es zwar schon Nachmittag, aber da am Tafelberg keine Wolke zu sehen ist, entscheiden wir uns kurzfristig noch die Seilbahn nach oben zu nehmen. Von unserem Apartment sind es mit dem Auto auch nur 5 Minuten bis zur Seilbahnstation. Oben angekommen genießen wir kurz die wolkenfreie Aussicht, bevor natürlich pünktlich zum Sonnenuntergang das Tischtuch aufzieht.
Für den nächsten Tag hatten wir eigentlich überlegt den Hop-on/Hop-off Bus zu nutzen, allerdings entscheiden wir uns dagegen, da wir an diesem Tag in erster Linie zur Waterfront wollen und mit dem Bus einen langen Umweg über Tafelbergstation und Camps Bay in Kauf nehmen hätten müssen. So geht es zu Fuß los. Unser Vermieter hat uns versichert, dass alles absolut sicher sei und wir uns selbst im Dunkeln gefahrlos in den Straßen bewegen könnten.

Als erstes geht es nur ein paar Straßen weiter in den Company's Garden. Wir erfreuen uns an den vielen Eichhörnchen und ziehen dann weiter zum Green Market Square. Von dort aus wollen wir Richtung Bo-Kaap Viertel laufen und erstmals fühlen wir uns in den teilweise recht verlassenen Straßen etwas unsicher. Wir versuchen uns an andere Tourigruppen dranzuhängen und eigentlich gibt es auch keinen Grund für Unsicherheit, aber so unbeschwert wie zu Hause können wir dennoch nicht durch die Straßen laufen. Nach dem Bo-Kaap Viertel laufen wir dann weiter bis zur Waterfront. Wir schauen uns die vielen Musik- und Tanzgruppen an, schlendern durch die Geschäfte und drehen eine Runde auf dem Riesenrad. Zu Fuß geht es dann am Stadion vorbei bis zum Green Point Leuchtturm. Langsam sind die Füße müden und deshalb wagen wir erstmals das Experiment Uber. Unsere Fahrerin ist schneller da, als wir gucken können und bringt uns wieder zurück zu unserem Apartment. Den Sonnenuntergang wollen wir an diesem Abend auf dem Signal Hill schauen. Oben angekommen ist es durch den starken Wind an diesem Tag aber leider sehr ungemütlich und so machen wir uns relativ bald auf den Rückweg. Eigentlich wollten wir anschließend noch etwas essen gehen, aber die Couch ist zu verlockend und so machen wir nur noch einen Abstecher in den Supermarkt und kochen selbst.

Am letzten kompletten Urlaubstag fahren wir morgens noch einmal auf den Signal Hill und schauen uns Kapstadt im Hellen von oben an. Weiter geht es dann mit dem Auto nach Kirstenbosch in den botanischen Garten. Auf dem weitläufigen Gelände hätten wir sicherlich noch mehr Zeit verbringen können, aber am letzten Tag wollten wir noch einiges sehen. So fahren wir weiter nach Houtbay, essen im Hafen etwas zu Mittag und machen eine Bootstour zur Duiker Island. Auf der Weiterfahrt legen wir einen Stopp bei T-Bag Designs ein. In dem kleinen Laden werden aus alten, getrockneten Teebeuteln Karten, Taschen, Bilder und vieles mehr produziert. Frauen und Männer aus Townships bemalen die Teebeutel mit unterschiedlichsten Mustern und nähen daraus Kunstwerke. Wir bekommen eine interessante Führung durch den Laden und die Produktion und kaufen das ein oder andere Souvenir.
Weiter geht es dann zum Chapmans Peak Drive den wir in beide Richtungen einmal befahren und an den zahlreichen Haltebuchten die tolle Aussicht genießen. Den Sonnenuntergang schauen wir an diesem Abend mit Blick auf Camps Bay an.

Unser Rückflug am nächsten Tag geht erst abends und so können wir nach einem letzten Frühstück auf unserer Terrasse mit Blick auf den Tafelberg uns noch auf den Weg zur Old Biscuit Mill machen. Wir shoppen dort noch die letzten Souvenirs und fahren dann weiter Richtung Bloubergstrand. Am Dolphin Beach genießen wir noch einmal die Sonne, den Strand und die Aussicht auf Kapstadt mit dem Tafelberg. Da es Freitag ist und wir eindringlich vor dem Feierabendverkehr gewarnt wurden, machen wir uns dann mehr als rechtzeitig auf den Weg zum Flughafen. Das Auto und die Koffer sind schnell abgegeben. Dafür müssen wir vor den Visa Schaltern nach der Sicherheitskontrolle extrem lange warten, sodass wir eigentlich direkt Richtung Flieger weiterlaufen können.

Der Rückflug mit Condor vergeht dann wieder relativ schnell. Da wir früh morgens landen, gibt es schon um 4 Uhr Frühstück und der Schlaf kommt entsprechend etwas kurz.

Nach einem Tag Pause geht es dann für uns mit der Bahn nach Berlin zur Südafrikanischen Botschaft, um dort die ungekürzte Hochzeitsurkunde zu beantragen. Leider muss man dort persönlich erscheinen, was natürlich je nach Wohnort mit großem Aufwand verbunden ist. Zum Zeitpunkt der Reiseplanung war das persönliche Erscheinen noch nicht notwendig. Die Angst, dass wir nicht alle nötigen Papiere dabei haben und von der Botschaft unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt werden, war entsprechend groß. Nach mehreren Stunden Wartezeit hatten wir es dann aber geschafft. Unsere Papiere wurden dann mit der Botschaftspost nach Pretoria zu Home Affairs geschickt und sollten uns dann nach einigen Monaten Wartezeit mit der ersehnten Urkunde über die Berliner Botschaft zurück gesendet werden.
Nach fünf Monaten Wartezeit (uns wurden mindestens sechs angekündigt) haben wir unsere ungekürzte Heiratsurkunde mit Apostille mittlerweile aus Pretoria erhalten und können damit die Ehe beim deutschen Standesamt nachtragen lassen. Beim Meldeamt konnten wir unseren Familienstand schon direkt nach der Rückkehr aus Südafrika mit der gekürzten Urkunde ändern lassen, sodass wir auch beim Finanzamt die Steuerklassen ändern konnten. Natürlich ist die Hochzeit in Südafrika vorab und auch nach der Reise mit mehr Papierkram und Aufwand verbunden, wir würden es aber auf jeden Fall wieder genauso machen. Die Bilder und Erinnerungen, die wir von der Hochzeit in Kapstadt haben sind es uns definitiv wert gewesen. Uns unsere Hochzeitsgäste am Boulders Beach waren in ihren Fracks sicherlich die am besten gekleidetsten Hochzeitsgäste, die wir hätten haben können.
Wer noch Fragen zum standesamtlichen Teil, dem Ablauf und der Organisation hat oder eine Fotografen/Videografen Empfehlung sucht, kann sich gerne melden.



Unsere erste Reise nach Südafrika hätte für uns nicht besser sein können. Daher auch noch einmal vielen Dank an alle Reiseberichte-Schreiber aus dem Forum, mit deren Hilfe wir unsere Route so gut planen konnten. :thumbsup: Für uns wird es sicherlich früher oder später (wohl spätestens zum 10-jährigen Hochzeitstag) eine Wiederholung geben. Dann aber vielleicht zu einer anderen Jahreszeit, damit wir dann auch unseren ersten Wal sichten können.

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toetske

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Freitag, 31. August 2018, 22:11

im Frack gekleidete Hochzeitsgäste

Hallo Foxx,

Das muss ja echt toll gewesen sein. Schade, dass Du keins(e) Bild(er) hochgeladen hast.
Wart ihr dort wirklich nur zu zweit mit einem Fotografen und Priester?

:danke: fürs teilen eurer Erfahrungen!

VG. Toetske
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