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Donnerstag, 31. August 2017, 19:25

E-Mail von Sanparks bezüglich Zusatzgebühren für Anti-Wilderei-Programme in Parks mit Nashörnern

Hallo,
gerade öffnete ich nach Dienstschluss eine Mail von Sanparks, in der mitgeteilt wird, das Sanparks für diejenigen Parks, in denen es Nashörner gibt, eine Zusatzgebühr erhebn möchte, um die Tiere besser gegen Wilderi schützen zu können. Sanparks spricht über eine möglicherweise vorübergehende geplante Gebührenerhöhung und möchte von seinen Kunden wissen, wie man diese gestalten könnte.

Man wird zu einem Erhebungsbogen weitergeleitet, in dem man Fragen nach der Höhe der Zusatzgebühr, die man zu zahlen bereit wäre, bisherigen eigenen Unterstützungsmaßnahmen zur Wildereibekämfung etc. befragt wird.

Mal ehrlich: Mir ist es ein ziemlicher Dorn im Auge, dass Ausländer einen vielfach höheren Preis für die Wild Card bezahlen müssen als Einheimische und dies brachte ich auch zum Ausdruck.
Auch wurde ich ziemlich stutzig, als ich las, dass Hilfsgelder nicht bis zur Basis gelangen....und man nun andere Wege hierfür sucht.

Andererseits fahre ich gerade auch wegen der Nashörner in den KP und bin begeistert von diesen Tieren - es wäre eine Katastrophe, wenn sie ausstürben. Also gab ich mir einen Ruck und schrieb, dass ich bereit wäre, 10 % mehr für die Wild Card zu bezahlen, aber erwarte, dass die Einheimischen in gleichem Maß zur Kasse gebeten werden.

Wie denkt ihr über dieses Thema und habt ihr die gleiche Mitteilung erhalten ???

Gruß, die Hochwälderin

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Bueri (4. September 2017, 19:12), Bär (1. September 2017, 11:41)

SilkeMa

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Donnerstag, 31. August 2017, 19:42

Andererseits fahre ich gerade auch wegen der Nashörner in den KP und bin begeistert von diesen Tieren - es wäre eine Katastrophe, wenn sie ausstürben. Also gab ich mir einen Ruck und schrieb, dass ich bereit wäre, 10 % mehr für die Wild Card zu bezahlen, aber erwarte, dass die Einheimischen in gleichem Maß zur Kasse gebeten werden.

Ja, das ist die Crux. Die wirklich armen Einheimischen machen sowieso nicht Urlaub in einen Nationalpark. Selbst wenn sie in der Nähe wohnen, ist ein Besuch eher die Ausnahme, vielleicht einmal im Leben mit der Schulklasse ;).

Eine Preiserhöhung von 10 % fände ich auch akzeptabel. Klar, der Preisaufschlag soll dann alle treffen, nicht nur Reisende aus fremden Ländern. Wenn man das nicht prozentual koppeln würde, sondern als fester Betrag, das fände ich noch besser.

VG.
Silke

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Bär

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Donnerstag, 31. August 2017, 22:08

Wie denkt ihr über dieses Thema und habt ihr die gleiche Mitteilung erhalten ???

Diese E-Mail habe ich auch erhalten. Die Umfrage halte ich für nicht seriös, weil sie mit Emotionen und Schuldgefühlen spielt. Aus meiner Sicht wird schnell ersichtlich, um was es in Wirklichkeit geht: bei den Besuchern Verständnis dafür zu wecken, wenn die Preise künftig noch stärker steigen als bisher. Als ob es SANParks je interessiert hätte, wie viel jemand zu zahlen bereit ist. Die Preise für Eintritt und Unterkünfte wurden in den letzten 10 Jahren stets stärker erhöht als die Inflationsrate, was bestimmt auch den zusätzlichen Aufgaben geschuldet ist. Wilderei ist jedoch Kriminalität und es ist Staatsaufgabe, diese zu bekämpfen. Ebenso wie es Staatsaufgabe ist, die Nationalparks als "nationaler Schatz" wesentlich zu finanzieren. Warum nun ausgerechnet die Besucher zusätzliche Schutzmaßnahmen finanzieren sollen, erscheint mir nicht logisch. Bezahlen in der Schweiz die japanischen Touristen zusätzliche Steinbruchschutzmaßnahmen mit einer Sonderabgabe? Oder die Amerikaner die Denkmalschutzkosten in Heidelberg? Wenn Südafrika ein armes Land wie Somalia oder Haiti wäre würde ich es ja noch verstehen, aber solange für dubiose Geschäfte mit noch dubioseren Familien Geld da ist, sollen sie es selbst bezahlen.
.
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Freitag, 1. September 2017, 08:29

Du bringst es auf den Punkt - das Spielen mit Schuldgefühlen

Hallo Bär,

du sagst es, die Fragen sind sehr manipulativ. Da wird man u.a. gefragt, ob man selbst schon mal gespendet hat oder es beabsichtigt usw., man soll sich regelrecht verpflichtet fühlen, beabsichtigten Preiserhöhungen zuzustimmen.

Zuerst wollte ich antworten, dass Sanparks sich das benötigte Geld vom einheimischen Klientel holen soll, das gegenüber internationalem Publikum mehr als deutlich bevorzugt wird.

Dann wiederum führte ich mir vor Augen, welche Reisekosten wir ohne Murren bezahlen, um überhaupt an den Ort unserer Sehnsüchte zu gelangen: Langstreckenflüge für bis zu 1000 € pro Paar, Mietwagen, B&Bs und mehr oder weniger luxuriöse andere Quartiere einschließlich der Hütten in den Parks. Dagegen sind ein paar Euro mehr für die Wild Card im Grunde vernachlässigbar, sofern dieses Geld tatsächlich in voller Höhe in die Anti-Wilderei-Arbeit fließt. Unsere Wild Cards kosten derzeit ca. 210 € pro Person, da kommt es mir prinzipiell nicht auf 21€ ( = 10 % ) mehr an.
Man darf sich - ungeachtet der unbestrittenen Verpflichtungen des Staates gegenüber seiner Parks und deren Erhaltung - keine Illusionen um den Stellenwert der Naturschutzgebiete im Bewusstsein des größten Teils der Bevölkerung machen, denn die armen Menschen um die Parks herum haben kaum einen Bezug dazu, es sei denn, ein Angehöriger profitiert von einer Anstellung in einem Park und trägt so zur finanziellen Versorgung der Sippe bei. Für den Rest der Anrainer wäre wahrscheinlich eher die Vermarktung gewilderterTiere von Interesse.

Angesichts von Korruption und der " sich-die-Taschen-vollmachen-Mentalität "gewisser regierender Bevökerungsteile würde mich am meisten beunruhigen, ob das auf Basis von Sondergebühren erhobene Geld tatsächlich an der Basis in den Buschcamps ankäme, dort wo Ranger wie unsichtbare Geister die Nashörner schützen und wo Treibstoff für Kleinflugzeuge und Buschfahrzeuge benötigt wird. Es müsste sichergestellt sein, dass diese Sondergebühren direkt dorthin fließen.

@ Silke: Du hast recht, ein fixer Betrag für alle wäre sinnvoller, denn dann müssten auch die Einheimischen diesen Betrag zahlen und kämen nicht wieder mit nur 10 % Aufpreis auf ihre lächerlich billigen Eintrittsgelder davon.

Fazit für mich ist, dass ich mich durchaus mit einem kleinen Extra-Betrag ( eine gute Flasche Wein kostet schon mehr und ich könnte sie mir gerne dafür verkneifen ) für den Nashornschutz engagieren möchte und mir dabei bewusst bin, dass ich es tun würde, weil ich die politischen Gegebenheiten eben nicht ändern kann, sondern Eigeninitiative zeigen muss, wenn mir wirklich an den Tieren etwas liegt.

LG,
die Hochwälderin

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Freitag, 1. September 2017, 09:53

Das ist doch wie überall mit Spendengeldern - wo fliessen sie hin? Meist ja nicht dorthin, wo sie gebraucht werden. Die Beispiele dafür gibt es weltweit.

Gründe für Wilderei sind hier wie woanders vielfältig, es sind ja auch nicht nur Einheimische die wildern. Wie von staatlicher Seite mit Wilderei und Wilderern verfahren wird ist ein anderes Thema.
Und es ist wie von Bär geschrieben der Staat für die Bekämpfung der Kriminalität verantwortlich. D

Es stimmt sicher, viele Einheimische interessieren sich nicht für Umwelt- & Tierschutz. Sie haben ganz andere Probleme.
Die lächerlichen Eintrittsgebühren für residents sind immer noch so hoch, dass sich nur ein winziger Teil der Bevölkerung die Wild Card oder auch nur einen Parkeintritt leisten kann. Für die meisten ist schon die Fahrt zu einem Park unerschwinglich.

Von daher finde ich es gut, dass die Hochwälderin sich ihre Argumentation überlegt hat. Sonst hätte ich eine ziemlich harsche Antwort geben müssen.

LG
Beate

PS Wir haben diese mail nicht bekommen!

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parabuthus

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Freitag, 1. September 2017, 10:53

Hallo,

kann man diesen Bogen bitte mal ins Forum stellen? Wir haben bislang auch keinen erhalten. Es würde mich interessieren.

Grundsätzlich ist der Schutz der Nashörner in der Tat ein unglaublich wichtiges Anliegen.

Allerdings machen mich derartige Anfragen auch eher skeptisch. Wie der Bär bereits schrieb, erhöht Sanparks ohnehin recht forsch die Preise - und zwar regelmäßig. Ich finde es auch legitim, daß bei der Wildcard der Übersee Tourist höher zur Kasse gebeten wird. Einerseits ist er nunmal deutlich finanzstärker als der Einheimische, der ja teilweise sicher auch über Steuern in Sachen Naturschutz nochmal zur Kasse gebeten wird, andererseits dürften die Überseetouristen auch den höheren Anteil der Parkbesucher stellen.

Die Preise der meisten Unterkünfte sind mittlerweile so hoch, daß sie für den normalen Südafrikaner zu hoch sein dürften. Viele von ihnen campen ja eher.

Ich habe bei solchen Anfragen manchmal auch das Gefühl, daß getestet werden soll, ob auch bei den Unterkünften Einheimische und internationale Gäste unterschiedlich behandelt werden können.

Grundsätzlich finde ich Heikes Antwort mit der 10 %igen Erhöhung bei der Wildcard aber gut.

Ich könnte mir auch vorstellen, daß vor Ort - an der Basis sozusagen - die Spendenbereitschaft vieler Gäste auch höher ist als wenn jetzt hier irgend etwas flächendeckend festgelegt wird und keiner weiß, wieviel den Nashörnern zugute kommt.

Mich wundert in diesem Zusammenhang auch, daß nicht viel mehr Großkonzerne beteiligt werden. Das wäre ja geradezu die ideale Imagekampagne. Ich meine, daß sich vor Jahren mal ein großer Autokonzern engagiert hat.

LG

Christian

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Bär

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Freitag, 1. September 2017, 12:39

Von daher finde ich es gut, dass die Hochwälderin sich ihre Argumentation überlegt hat. Sonst hätte ich eine ziemlich harsche Antwort geben müssen.

Das Thema ist sehr komplex und bietet Stoff für stundenlange Diskussionen. Daher ist auch die Gefahr sehr groß, dass man bei einem hier zwangsläufig eher kurzen Post missverstanden wird. Die harsche Antwort würde mich dennoch interessieren... ;)

Die lächerlichen Eintrittsgebühren für residents sind immer noch so hoch, dass sich nur ein winziger Teil der Bevölkerung die Wild Card oder auch nur einen Parkeintritt leisten kann. Für die meisten ist schon die Fahrt zu einem Park unerschwinglich.

Ich finde es auch legitim, daß bei der Wildcard der Übersee Tourist höher zur Kasse gebeten wird. Einerseits ist er nunmal deutlich finanzstärker als der Einheimische, der ja teilweise sicher auch über Steuern in Sachen Naturschutz nochmal zur Kasse gebeten wird

Man sollte sich vergegenwärtigen, dass der Besuch eines südafrikanischen Nationalparks stets ein Privileg darstellt. Auch von der mitteleuropäischen Bevölkerung ist nur ein kleiner Teil in der Lage, sich dies zu leisten. Daher treffen in den Parks wohlhabende Ausländer auf wohlhabende Einheimische. Nach meiner Beobachtung fahren die Südafrikaner in den Parks durchschnittlich größere Fahrzeuge und auch die Braais sind mit mehr und besserem Fleisch belegt als die der Touristen. Die Argumentation, dass Einheimische über Steuern bereits zur Finanzierung beitragen trifft mE nur teilweise zu. Denn gerade Wohlhabende zahlen oftmals wenig bis gar keine Steuern, weil sie entsprechende Möglichkeiten haben, diese zu umgehen. Aus diesem Grund habe ich die nach Nationalitäten unterschiedenen Wildcard-Gebühren stets als Diskriminierung empfunden. Richtig fände ich (zumindest bei den Einheimischen) hingegen eine Differenzierung nach Bedarf. Wer wenig hat, soll wenig bezahlen, wer mehr hat, soll mehr bezahlen.

andererseits dürften die Überseetouristen auch den höheren Anteil der Parkbesucher stellen

Nein. 74% sind Inländer. 2% SADC, 24% aus anderen Staaten, vornehmlich US, UK, Deutschland.

PS Wir haben diese mail nicht bekommen!

Hast Du in letzter Zeit bei SANParks gebucht?

Mich wundert in diesem Zusammenhang auch, daß nicht viel mehr Großkonzerne beteiligt werden.

Es gibt ja Partnerschaften. ZB mit Minenkonzernen, die Schürfrechte bekommen. :whistling: Und die dann in den Camprezeptionen Flachbildschirme aufstellen, auf denen nervige Slideshows - sogar mit Werbung - ablaufen.

kann man diesen Bogen bitte mal ins Forum stellen? Wir haben bislang auch keinen erhalten. Es würde mich interessieren.

Hier findest Du auch den Text der Mail: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Zitat

that this fee ... will be removed at the point that wildlife crime is under control

Also nie... :D
.
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Freitag, 1. September 2017, 12:45

Hast Du in letzter Zeit bei SANParks gebucht?
also ich habe gerade letzte Woche direkt bei SAN Parks gebucht :whistling: habe diese eMail aber auch nicht bekommen ;)
lG M@rie

"Wer dem Glück nachläuft, kann es selten einholen. " - südafrik. Weisheit

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Bär

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Freitag, 1. September 2017, 13:16

also ich habe gerade letzte Woche direkt bei SAN Parks gebucht :whistling: habe diese eMail aber auch nicht bekommen ;)

Hm, hast Du nach einem Parkbesuch ein Online-Feedback abgegeben? Das trifft auf mich nämlich zu. Vielleicht schreiben sie nur diejenigen an, die ohnehin auskunftsbereit sind. Heike, hast Du's getan?
.
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Freitag, 1. September 2017, 13:20

Vielleicht bekommen die Mail hauptsächlich Leute, die kürzlich die Wild Card kauften oder reaktivierten ?!

Hallo M@rie,

ich habe vor wenigen Tagen ( 27.08.) unsere Wild Card reaktiviert, eigentlich sollte man das ja erst kurz vor der Reise tun, um sie dann wieder für ein ganzes Jahr nutzen zu können, aber da in schöner Regelmäßigkeit gegen Winter die Preise steigen und wir in 2018 eh nur 1 x nach RSA reisen können ( weil noch Schottland und Lappland auf unserem Programm stehen ), habe ich jetzt zum 2017er Preis die Karte reaktiviert und 4 Tage später kam die Mail mit der Umfrage.
Dies zu deiner Info, ich denke nicht, dass es unmittelbar mit deiner oder unserer Quartierbuchung zu tun hat, ich nahm vor 6 Tagen die Hüttenbuchungen vor.

LG,
die Hochwälderin

feuernelke

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Freitag, 1. September 2017, 13:42

Als "wohlhabenden Ausländer" würde ich mich als Altenpflegerin nun nicht bezeichnen, die Reisen spare ich mir mit einem Nebenjob zusammen. Mich ärgert schon die Hochpreisschiene in Botswana enorm, auch Namibia hat enorm angezogen.
Stimmt man einmal Erhöhungen zu, wird sich die Spirale weiterdrehen- der Europäer kanns sichs ja leisten..

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gatasa (2. September 2017, 10:58), Hochwälderin (1. September 2017, 14:02)

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Freitag, 1. September 2017, 13:59

@ Beate2, bitte schick und deine " harsche " Antwort, ich glaube, die können wir vertragen

Hallo Beate2,

es wäre mir schon wichtig, deine ehrliche Antwort als " resident " zu erfahren, sie trägt sicher dazu bei, Vorurteile meinerseits abzubauen- also nur Mut und hau deinen Unmut raus!
Wir sehen ja nur im Internet, wie - aus unserem Blickwinkel betrachtet - " lächerlich gering " die Eintritte für residents sind. Wenn man dann noch in anderen Foren die Antworten der Einheimischen aus der Umgebung des KP liest, die anscheinend in jeder freien Minute im Park unterwegs sind ( Zitat : ein Regentag im Kruger ist immer noch besser als ein sonniger Tag im Büro ) , dann kommt schon Unmut auf, wenn man die internationalen Eintrittspreise sieht. In USA und Kanada zahlt jeder Besucher, ob Einheimischer oder internationaler Gast, die gleichen Nationalparkgebühren. Das finde ich fairer.

LG, die Hochwälderin


@ Christian:

Du könntest schon recht damit haben, dass mit dieser Befragung ausgelotet werden soll, in wieweit man Ausländer anders als residents behandeln kann. Ich finde aber die Ungleichbehandlung durchaus diskriminierend, hierin stimme ich mit Bär absolut überein.
Was die Quartierpreise betrifft, sind sie wirklich im Vergleich zu den Preisen außerhalb des Parks hoch ( in Komatipoort bezahlen wir für ein schönes Doppelzimmer mit Klimaanlage, Kühlschrank und Bad sowie Terrasse mit Braai gerade mal 38 Euro pro Nacht, im Lower Sabie Restcamp geben wir uns zum etwa gleichen Preis mit der preiswertesten Hütte nur mit Betten und Kühlschrank und ohne eigenes Bad und Küche zufrieden. In Satara bezahlen wir für die Unterkunft mit Bad und kleiner Kochecke fast 90 Euro pro Nacht und bleiben deshalb auch nur für 2 Nächte dort.
Wenn wir in RSA leben würden, hätten wir mit Sicherheit auch einen Wohnwagen oder einen kleinen Campingbus ( wie viele Jahre hier in D ) , denn IMHO ist es nicht nur eine preiswerte, sondern auch die naturverbundendste Art des Urlaubens.

Spendenbereitschaft vor Ort höher ? Nun, bisher habe ich darüber nicht nachgedacht, der Guide beim Game Drive, das Reinigungspersonal der Hütten, der Tankwart und die Sewrvicekräfte im Restaurant bekamen ihr Trinkgeld, aber unmittelbar für den Park gespendet haben wir nicht. Wenn man beim Einchecken wüsste, dass von der Spende unmittelbar ein Tank voll Benzin für die Rangerautos oder Kerosin für die Überwachungsflugzeuge oder das Gehalt für die Undercover-Ranger bezahlt würde, wäre es mir eine Freude, lieber so ganz direkt zu spenden.

@ Bär: Eine Differenzierung nach Bedarf wäre die fairste Lösung, da stimme ich dir vollkommen zu - Eintrittsgebühr je nach persönlicher Finanzkraft. Jeder interessierte Einheimische sollte die Möglichkeit haben, sich die Nationalparks ansehen zu können, wenigstens den am nächsten gelegenen. Dies wäre auch ein Beitrag zum besseren Verständnis dafür, dass für Tiere und ihr Wohlergehen Geld vom Staat ausgegeben wird. Es müssen breitere Bevölkerungsschichten dafür gewonnen werden, die Parks mit ihrem Wildreichtum als nationale Schätze zu verstehen, die erhalten und gepflegt werden müssen.
Übrigens habe ich kürzlich kein Online-Feedback gegeben, das die Zusendung des Erhebungsbogens ausgelöst haben könnte - nur unsere Wild Card habe ich reaktiviert und denke, dass es womöglich deshalb passierte.

LG, die Hochwälderin

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gatasa (2. September 2017, 11:01), parabuthus (1. September 2017, 20:23), Bär (1. September 2017, 14:54)

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Freitag, 1. September 2017, 14:06

Mail Erhalt scheint nicht mit Wildcard-Kauf oder -Verlängerung in Verbindung zu stehen

Also ich habe die E-Mail gestern auch bekommen. Ich habe lediglich kürzlich direkt bei SANParks Unterkünfte gebucht, meine Wildcard ist seit 2015 abgelaufen und ich habe sie (noch) nicht verlängert.

LG Geelerübe

kOa_Master

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Freitag, 1. September 2017, 16:23

Habe die Mail auch erhalten und auch gleich ausgefüllt.

Aus meiner Sicht ist zu Differenzieren:

- Wilderei ist eine Tatsache, ein Problem und leider zunehmend. Dies zu bekämpfen kostet Geld.
- Grundsätzlich hat Bär recht, Kriminalitätsbekämpfung ist Staatsaufgabe, resp. das Gewaltenmonopol sollte beim Staat liegen. Gerade in Südafrika ist das aber nicht immer der Fall, private Sicherheitsdienste sind stark vertreten.
- Die Art, in welche Wilderei bekämpft wird, ist mit staatlichen Mitteln eine ganz andere als diejenigen der Parks. Genauso sind unterschiedliche Wissensstände und Informationen vorhanden, ein "entweder/oder" gibt es deshalb nicht. Aus meiner Sicht ist es zwingend, dass Parks zusammen mit dem Staat diese Probleme angehen.
- Auch schon nur im eigenen Interesse sollen/müssen Parks reagieren, um ihren Bestand, ihre Mitarbeiter und ihre Zukunft zu schützen. Die staatlichen Mühlen mahlen nicht nur in Südafrika langsam, oft sind "eigene" Lösungen einfach, schneller und vielleicht auch effizienter.
- Dementsprechend ist es wahrscheinlich unausweichlich, dafür Geld auszugeben, d.h. es muss irgendwie budgetiert und eingenommen werden.

Nach dieser Folgerung ist eigentlich klar, dass Geld dafür auszugeben (auch als Tourist/Parkbesucher) eine Selbstverständlichkeit ist. Man unterstützt auch jetzt schon Anti-Poaching, es wird einfach nicht separat ausgewiesen.
Hier beginnen auch die eigentlichen Probleme der Bedürfnisse:
- Wo geht welches Geld hin und wieso?
- Diese Kommunikation, dieses Aufzeigen der Geldflüsse ist extrem entscheidend für den Goodwill und die Bereitschaft der Leute, Geld auszugeben.
- Das Vertrauen, dass die Gelder wie versprochen eingesetzt werden, muss erarbeitet werden/vorhanden sein.
- Der Trend, Gelder nur noch projektgebunden einsetzen zu können spüren mittlerweile auch viele NGOs und sonstige Organisationen. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Für mich positiv ist bisher die Tatsache, dass SANParks gerade im Vergleich zu sonstigen Instutitionen in Südafrika sehr offen kommuniziert (auch Zahlen) und ein hohes Vertrauen geniesst. Kritisch wird es für mich dann, wenn die Politik, Verbände oder gewisse Strukturen versuchen, Geld daraus zu machen. Ein Nationalpark resp. eine Nationalparkorganisation darf dafür nicht missbraucht werden. Gewisse Strömungen der letzten Jahre weisen durchaus ein bisschen in die Richtung "grösser, mehr, potenzielle Geldquelle" und nicht nur in die qualitative Erhaltung der Parks... ("Maximising revenue continues to be a major thrust in SANParks’ operations, and as such, the construction, refurbishment and opening of revenue generating tourism products is central to our success." Zitat SANParks-CEO im (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) )

Aus meiner Sicht wäre also eine zusätzliche Gebühr, analog wie der Community Fund und in dieser Grössenordnung (1% der Booking Fee) eine durchaus akzeptable Variante. Da die Preise für die Nationalparkunterkünfte aber auch inflationsbereinigt schon massiv angezogen haben in den letzten 10 Jahren sehe ich da keinen wirklich grösseren/nötigeren Betrag. 1% ist bereits sehr viel Geld! Ich sehe sonst mittelfristig die Gefahr, dass Anbieter ausserhalb zunehmend attraktiver werden, was kaum im Sinne des Parks sein kann. Alternativ liessen sich auch z.B. die Preise für die Eintritte in die Parks um einige % erhöhen - aber das tun sie ja sowieso jedes Jahr?!
Von daher wäre mir lieber, wenn generell auch zukünftige Preiserhöhungen oder generelle Kostensteigerungen besser und sauberer kommuniziert würden, anstatt einfach von Jahr zu Jahr "automatisch" zu passieren. Und wenn eine solche Anti-Poaching-Fee, dann bitte ich auch dies gesondert zu behandeln und aufzuzeigen - und mitzuteilen.
Gewisse (private) Reserves tun dies ja auch schon.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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15

Freitag, 1. September 2017, 16:48

Hallo Hochwälderin,
hieran habe ich mich gestört:
... dass Sanparks sich das benötigte Geld vom einheimischen Klientel holen soll, das gegenüber internationalem Publikum mehr als deutlich bevorzugt wird.
...denn dann müssten auch die Einheimischen diesen Betrag zahlen und kämen nicht wieder mit nur 10 % Aufpreis auf ihre lächerlich billigen Eintrittsgelder davon.
Das einheimische Klientel, das sich die Parkbesuche leisten kann, ist ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung. OK, viele von ihnen lassen es dort dann aber auch so richtig krachen, :thumbdown:
Diese - sorry - Großkotzmentalität finde ich ziemlich übel und da frage ich mich auch oft nach dem Grund für einen Rabatt.

Aber der Großteil der ja meist ungelernten Arbeiter verdient wohl irgendwas zwischen R150.00 und 250.00 pro Tag, das noch mal sehr abhängig von der Region. Auch Angestellte wie Friseure, Sachbearbeiter, Fachverkäufer etc schwelgen nicht im Geld. Guck doch Spaßeshalber mal auf gumtree was man hier so verdienen kann. Wenn man denn Arbeit findet.

Die euch lächerlich billig erscheinenden Eintrittsgelder für residents sind für viele ein kleines Vermögen.
ZB R135.00 Eintritt für einen Erwachsenen und R70.00 für ein Kind im Cape of Good Hope NP - unsere Angestellten im guesthouse fragen was in mich gefahren ist, wenn ich ihnen einen Besuch dort vorschlage. :wacko: Dazu kommt noch das Geld fürs mini taxi, das kostet von Somerset ans Kap sicher noch mehr (Khayelithsha - Somerset hin und zurück kostet am Tag R60.00, da geht für manche ein Drittel ihres Tageslohns bei drauf). Für eine Familie mit Mutter, Vater und 2 kids kostet solch ein Ausflug vielleicht einen Wochenlohn. Und an den restlichen Tagen der Woche lutschen sie am Daumen...
Und auch in der bald kommenden Woche, in der SA residents freien Eintritt in die Parks haben, werden dies nur ein Bruchteil der Leute hier wahrnehmen können. Denn sie haben kein Geld oder die Möglichkeit für das mini taxi hin und dann keinen Wagen um durch den Park zu fahren.
Und



Ich weiss auch in D kann sich nicht jeder einen Besuch im Zoo oder Freizeitpark leisten. Wie es da mit Ermäßigungen ist weiss ich nicht.
Aber hier ist im Verhältnis sicher ein Großteil der Bevölkerung sehr viel ärmer als in D, die Schere geht weiter auseinander.

Solche Preisgestaltungen sind immer schwierig und man wird es nie jedem recht machen können. Hier wünsche ich mir, dass viel mehr Einheimische die Möglichkeit hätten die Parks zu besuchen. Für die Meisten bleibt es ein Traum, den sich die reichen Ausländer erfüllen können.

Wir haben in letzter Zeit nich bei SANParks gebucht, demnächst werden wir unsere Wild Card erneuern. Mal sehen, ob wir die mail dann auch bekommen.

LG
Beate

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Bär

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Freitag, 1. September 2017, 17:25

ZB R135.00 Eintritt für einen Erwachsenen und R70.00 für ein Kind im Cape of Good Hope NP - unsere Angestellten im guesthouse fragen was in mich gefahren ist, wenn ich ihnen einen Besuch dort vorschlage. :wacko:

Da ich wegen Wild Card so gut wie nie die Tageseintrittspreise bezahle haben mich die Tarife etwas gewundert - aber Du hast (natürlich :) ) recht. Cape of Good Hope kostet - unabhängig von der Nationalität (!) - für alle R135. Ich denke, ein Teil Deines Wunsches nach einer harschen Antwort kommt aus unterschiedlichem Erleben: bei euch im Westkap teuer und für alle gleich, aber schau auch mal den Kruger als Gegenbeispiel: Ausländer R304 pro Tag, Inländer nur ein Viertel davon - R76!

Dass der Besuch des Kaps für Südafrikaner fast doppelt so teuer ist wie der des Kruger, das ist für mich vollkommen unverständlich.

2 Südafrikaner besuchen einen Tag das Cape of Good Hope - bezahlen also R270. Für rund das 3-fache - R845 - können sie ein ganzes Jahr in alle "80+"-Parks des Landes. Da stimmt das Verhältnis für den Tageseintritt einfach nicht.
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Bär

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Freitag, 1. September 2017, 17:37

Nach dieser Folgerung ist eigentlich klar, dass Geld dafür auszugeben (auch als Tourist/Parkbesucher) eine Selbstverständlichkeit ist.

Für mich immer noch nicht. Das Funding von SANParks hat im wesentlichen durch das Umweltministerium zu erfolgen. Schließlich ist Ministerin Molewa seit Jahren hierfür zuständig und kennt das Problem eben so lange. Zeit war also genug für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen.
Ich sehe zudem das Problem, dass sich solche Gebühren - einmal eingeführt - ganz schnell verselbständigen. Hat man erst einmal das Geld und dafür zB zusätzliches Personal eingestellt, hat das Personal auch gar keinen Grund mehr, sich selbst wieder abzuschaffen. Also werden Dinge nicht erledigt, sondern fortlaufend am Kochen gehalten. Sprich: das Verbrechen wird nur soweit bekämpft, dass man es auch künftig bekämpfen muss. X(
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18

Freitag, 1. September 2017, 17:54

Beim Vergleich auch auf die Relation schauen - reiche Südafrikaner - reiche Ausländer

Liebe Beate,
danke für deine Erklärung und ja, ich kann sehr wohl verstehen, dass du meine Ausdrucksweise aus deiner Sicht als provokant, ungerechtfertig und wahrscheinlich überheblich empfindest.

Allerdings möchte ich auch keine Ä'pfel mit Birnen vergleichen. Natürlich gibt es ein Heer armer Tagelöhner in Südafrika. Während wir in D einer ungelernten Putzfrau auf 450 €-Basis in der Stunde 12 - 13 € bezahlen ( mit Lohnfortzahlung bei Krankheit und mit Urlaubsanspruch ) , so ist das etwa so viel , wie bei euch ein ungelernter Arbeiter an einem Tag erhält - man könnte jetzt sehr wohl eine Diskussion darüber starten, ob und in wieweit diese niedrigen Löhne gerechtfertigt sind, aber ich weiß zu wenig über die Gesamtökonomie eures Landes, um darüber eine fundierte Meinung abzugeben und ohne solches Wissen steht mir keine solche zu.
Jedenfalls waren wir geschockt, als der Hausmeister der Lodge im Marloth Park, in der wir mehrmals eine Fewo buchten, uns wissen ließ, wieviel er im Monat für die Betreuung und Instandhaltung mehrerer Ferienhäuser bzw - wohnungen bekommt. Wir luden ihn und seine Tochter zu einem Besuch im KP ein, allerdings pfiff ihn seine Arbeitgeberin sofort zurück und gab ihm keinen Urlaub - es wäre die wahrscheinlich einzige Chance in seinem Leben gewesen, den Park kostenlos zu besuchen.... sie scheiterte an der Kleinlichkeit der Arbeitgeberin, wir nahmen aber wenigstens die Tochter mit in den Park.

Es gibt aber auch mittlerweile in RSA eine neue Mittelschicht unter der schwarzen/farbigen Bevölkerung und diese erlebten wir schon etliche Male - leider meist nicht von ihrer besten Seite. Und es gibt auch noch genügend wohlhabende Weiße, die althergebrachte Sitten pflegen, vom Kap zum Krüger reisen und ihren Sundowner genießen.
Diese Mittelschicht, ob schwarz, farbig oder weiß zählt genau so zu den residents wie die vielen Armen. Sie zahlt allerdings trotz gut gefüllter Geldbeutel 845 Rand für den all-parks-cluster für Ehepaare und wir Ausländer mit vergleichbarem Verdienst 3455 Rand - mehr als das Vierfache !!!

Wir leisten uns daheim kein Hausmädchen und keinen Gärtner, sondern müssen auch sparen und an anderen Stellen Verzicht üben, um uns unsere einzige Leidenschaft, das Reisen leisten zu können, solange es der Gesundheitszustand meines Mannes noch gestattet.

Das, liebe Beate, ist der Grund, warum Bär und ich so gar kein Verständnis für die grundsätzliche Ungleichbehandlung von residents und Ausländern haben und uns dadurch diskriminiert fühlen.

Wir werden diese Gepflogenheit von Sanparks aber auch nicht ändern können und solange unsere Freude an den Besuchen der Nationalparks anhält, nehmen wir diese Ungerechtigkeit zähneknirschend in Kauf, anstatt die Parks durch Nichtbesuch zu boykottieren.

LG,
Heike

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yanjep

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19

Freitag, 1. September 2017, 18:46

Für mich ist die Bekämpfung der Wilderei eine staatliche Aufgabe und durch Steuern zu finanzieren. Ich zahle als Tourist ja auch keine Extra-Abgabe zur Bekämpfung der allgemeinen Kriminalität. Zumal es im staatlichen Interesse ist, daß Touristen kommen, und die möchten einigermaßen sicher reisen und Tiere sehen. Wenn die wegbleiben bricht ein wichtiger Wirtschaftszweig zusammen und es wird gar kein Eintritt gezahlt. Und ich finde, als internationaler Tourist wird bei den Eintritten schon beherzt genug zugegriffen bei teils eher mauer Gegenleistung, was die Instalthaltung der Straßen und der doch recht teuren Unterkünfte angeht.
Wofür ich allerdings gerne in die Tasche greifen würde wäre z.B. ein Projekt, Schullandheime in den Nationalparks zu errichten, um für Schulkinder und einheimische Erwachsene unterhalb der Armutsgrenze einen Aufenthalt incl. Transportkosten (bei freiem Eintritt) in den Parks zu ermöglichen.

Yanjep

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baccus2

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Freitag, 1. September 2017, 19:56

Hallo in die Runde,
die ganze Aufregung um die Eintrittspreise für Nichteinheimischen verstehe ich nicht ganz.

Der Eintrittspreis für den zoologischen Garten in Stuttgart beträgt 16 Euro.

Der Eintrittspreis für den Krügerpark 20 Euro.

Oder hab ich da was übersehen

Und sollte sich je ein Südafrikaner dorthin verirren ,muss er ,glaube ich, die 16 Euro auch berappen.

Gruss
Peter