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parabuthus

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Samstag, 28. Oktober 2017, 09:43

Hallo Rainer,

wir hatten bei Swiss die alte Bestuhlung und das alte Unterhaltungssystem, wie von Flo beschrieben. Die Bestuhlung war so eng, daß ich in dem Moment, in dem der Vordermann die Rückenlehne zurückstellte, nicht mehr auf meinen Monitor gucken konnte. Der Vordersitz lag mir fast auf dem Schoß... Das Unterhaltungssystem ist zumindest bei mir mehrfach abgestürzt, bzw. der Film automatisch in den schnellen Vorlauf gesprungen. Das nervt, wenn das mehr als 10 x pro Film passiert. Der Flug nach Zürich war mit 10 1/2 Stunden Flugzeit auch nicht gerade Express... Lediglich die Freundlichkeit der Crew und das Essen konnten punkten.

Aber wenn jetzt alles besser werden soll, ist die Swiss natürlich wieder im Spiel.

Zurück zu den schönen Dingen...

Wir starten ausgestattet mir einer Map in unserem Tucson den ersten Game Drive im Reserve.



An dieser Stelle möchte ich den vielleicht einzigen Kritikpunkt am Mlilwane kundtun. Die Karte allein ist nicht so recht hilfreich, zumal man nicht genau erkennen kann, was Arbeitswege oder welche Wege durch einen Zaun getrennt sind. Im Reserve gibt es leider keine Wegweiser.

Zur Not geht´s natürlich auch so, auch wenn man mal wenden muß. Aufgefallen sind uns auf jeden Fall diese großen Jungs...



So große Krokodile habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Im Dam lagen auch ein paar Tierkadaver. Die Krokos beschränken sich offensichtlich nicht nur auf Fisch...

Ansonsten ist der Tierbestand jetzt nicht sooo spektakulär. Im Wesentlichen halt die üblichen Verdächtigen. Der Park hat andere Stärken.



Nach einer kleineren Runde sind wir zurück im Camp. Die Rezeptionistin hatte uns nämlich in Aussicht gestellt, daß sie uns das Rondavel bereits um 12.00 Uhr zur Verfügung stellen können und so war es dann auch.



Diese Unterkunft hat uns jedenfalls außerordentlich gut gefallen. Vom Typ Rondavel war dies bislang jedenfalls der beste.

Innen war die Rundhütte hochwertig ausgestattet...



... und - was typisch für die Swazis ist - auch schön dekoriert und mit nützlichen Extras, wie Öllampen versehen. Bad und Küche mit einem Gasherd waren ebenfalls klasse. Alles wirkte sehr neu.

Besonders schön ist auch der Außenbereich mit bequemen Holzsesseln, einem Braai Plas und einer herrlichen Aussicht ins Tal.



Nachdem wir uns eingerichtet haben, sind wir erst einmal zum Pool gegangen. Der Pool befindet sich in der Day-Visitor-Area.



Da war ganz gut was los, da dort gerade einige Schulklassen einen Ausflug unternommen haben. Es war schon auffällig, daß die Parks in Swaziland sehr beliebt sind bei der heimischen (schwarzen) Bevölkerung, die neben Kinderausflügen auch private Feiern in den Restaurants durchführen. Ich finde das gut. Die Nationalparks sind dort mitten in der Gesellschaft angekommen.

Nach dem Pool haben wir uns für eine kleine Wanderung im Reserve entschieden. Im Unterschied zu dem Autostreckennetz sind die Wanderwege ganz hervorragend gekennzeichnet, so daß es leicht fiel, sich zu orientieren.



Wir haben eine Kombination aus Shallow Trail und Hippo Trail gemacht, die eine gute Stunde Zeit in Anspruch nahm.

Am Dam konnten wir noch einmal zu Fuß bei den Krokodilen vorbei schauen. Eine Begegnung mit den Hippos gab es zum Glück nicht.



Ansonsten kommt man jedoch recht nah an die Tiere ran, die an Fußgänger, Reiter und Radfahrer gewöhnt sind. Das ist natürlich schon sehr speziell.



Selbst ohne Tierbegegnungen macht es großen Spaß und ist ein tolles Naturerlebnis!



Abends haben wir uns dann eine Boerewors redlich verdient.



Toll an Mlilwane ist, daß die Tiere nie wirklich weit weg sind...



So endete ein wunderschöner erster "richtiger" Urlaubtag...

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parabuthus

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Sonntag, 29. Oktober 2017, 10:23

Heute morgen gibt es ein schnelles Frühstück und kurz vor 9.00 Uhr finden wir uns an der Rezeption ein. Wir leihen uns heute Mountain Bikes, um den Park auf diese Weise zu erkunden.

Für 110 R gibt es ein Bike mit Helm ohne Guide, für 150 R mit Guide. Wir entscheiden uns für die Variante ohne Guide, da wir nicht so recht wissen, wie unsere Tochter mit dem ungewohnten Mountain Bike zurecht kommt. Ich empfehle, vor dem Ausflug eine kleine Runde zu drehen, da die Bikes teilweise kleine Macken haben. Bei meinem hat z.B. das Tretlager geknackt. Töchterchen hat zwar in Ermangelung des Rücktritts eine kleine Radelle gedreht - ansonsten hatten wir alle jedoch großen Spaß.



Die Hauptstrecken sind nicht besonders anspruchsvoll, so daß es auch für Ungeübte flott vorangeht.



Auch mit dem Rad kommt man sehr nah an die Tiere ran, die sich von den Radlern in keiner Weise aus der Ruhe bringen lassen.

Unserer Meinung nach die beste Methode, das Mlilwane Reserve zu erkunden.



Leider fing es nach etwa 50 Minuten an zu nieseln, so daß wir schweren Herzens nach einer guten Stunde die Tour beendeten und die Räder abgaben, da der Regen stärker wurde.

Wir haben kurz beratschlagt, was wir nun machen wollen. Ich habe gelesen, daß das Matenga Cultural Village interessant sein soll. Einer der Guides bestätigte dies und wußte zudem, daß um 11.00 und 15.00 Uhr Shows wären.

Da es gerade 10.15 Uhr war und der Weg dahin nicht weit, passte das ganz ausgezeichnet.

Wir brachen auf und der Regen wurde immer heftiger. Wir waren skeptisch, ob bei diesem Wetter überhaupt was stattfindet. Wir fahren in Richtung Mbabane und biegen bei der US-Botschaft links ab. Zunächst fährt man durch ein Villenviertel, in denen die Swasis wohnen, die es geschafft haben.

Nach ein paar km gelangt man zum Matenga Reserve, wo am Gate der Eintritt fällig wird - ich meine es waren 150 R pro Erwachsenen. Man fährt noch ein kurzes Stück, bis man zu einem Parkplatz gelangt. Gleich daneben ist die Show-Arena. Da es aber heftig schüttet, wurde kurzerhand umdisponiert und die Vorstellung fand um 11.15 Uhr auf der überdachten Terrasse des Restaurants statt.

Normalerweise stehe ich solchen folkloristischen Einlagen sehr kritisch gegenüber. Zu viele negative Erfahrungen haben wir diesbezüglich gemacht. Oft hüpfen ein paar Hobby Tänzer ein wenig rum, bevor sich das ganze zu einer aufdringlichen Verkaufsveranstaltung für mittelmäßige Kunstobjekte wandelt.

Diesmal jedoch war alles ganz anders :thumbsup: .

Die Show war schlicht umwerfend. Die Tänze waren bereits eindrucksvoll. Was das Ganze aber zum tollen Event machte, war der unglaubliche Gesang. Man hat von Beginn an gehört, daß es sich hier um absolute Profis handelt.



Wir haben sogar - völlig freiwillig ;) - die CD erstanden.

Neben akrobatischen Einlagen...



... gab es auch Gospel Gesang.



Nach der Show gab es die Möglichkeit, an einer Führung durch den nachgebauten Bee Hive Kraal teilzunehmen, um etwas über die traditionellen Lebensumstände und Gebräuche zu erfahren.



Auch diese Tour lohnte sich absolut. Der Guide hatte viele Geschichten zu erzählen und außerdem eine gehörige Prise selbstironischen Humor, die für einige Lacher sorgte.

So war es nicht nur interessant, sondern auch sehr kurzweilig.



Nachdem die Tour zu Ende war, wies der Guide eher beiläufig auf das Restaurant und den Craft Shop hin und empfahl eine Tour zu den Matenga Falls.

Den Hinweis griffen wir gerne auf. Eigentlich wäre dies sicher eine schöne Wanderung geworden, aber bei dem Wetter zogen wir das Auto vor.



Die Falls sind jetzt nicht so spektakulär, aber die Umgebung ist hübsch und hätte sicher auch eine Wanderung verdient gehabt.



Ein paar Tiere haben wir auch gesehen. Anschließend sind wir ein wenig durch die Gegend gefahren. Das vielfach gerühmte Ezulwini Valley hat uns nicht so sehr beeindruckt mit seinen Hotels und Casinos. Irgendwann landeten wir schließlich bei der tollen Mall nahe der US Botschaft, wo wir im gut sortierten Supermarkt ein paar Sachen eingekauft haben und bei Spurs ein leckeres Steak gegessen haben. Dort war es ganz witzig, da es gefühlt alle 5 Minuten ein Geburtstagsständchen gab. Geburtstag bei Spurs ist nicht nur in SA ein Hit.

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Sonntag, 29. Oktober 2017, 11:01

Den Tag brachten wir dann eher unaufgeregt zu Ende, indem wir ein wenig UNO spielten und abends eher klassisch Schnittchen aßen.

Am nächsten Tag mußten wir das Mlilwane Reserve leider schon wieder verlassen. Hier hat es uns ganz ausgezeichnet gefallen. Wir wären sehr gerne länger geblieben. U.a. hätten wir gerne noch Ausflüge ins Mololotja Nature Reserve unternommen. Auch die ein oder andere Wandertour oder weitere Radtouren im Mlilwane Reserve selbst wären ganz bestimmt noch wünschenswert gewesen.

Durch die kurzen Entfernungen in Swaziland, eignet sich Mlilwane gut als Home Base. Das sehr angenehme Camp mit seinen vielfachen Möglichkeiten hat es uns sehr angetan. Es ist sicher nichts für jemanden, der in kurzer Zeit möglichst viele Tierarten sehen will oder für jemanden, der die Einsamkeit sucht. Im Camp - besonders rund um das Hippo Haunt Restaurant (wo man lecker lunchen kann) und die Day Visitor Area - ist dann und wann gut was los. Die Unterkünfte liegen aber so, daß man davon nicht so viel mitbekommt und zum späten Nachmittag wird es deutlich ruhiger. Unglaublich freundlich und hilfsbereit waren die Guides und die Damen in der Rezeption. Das ist für den regelmäßigen Sanparks Besucher leider nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

So zogen wir schweren Herzens weiter, vorbei an der kleinen Schule, die unsere Tochter so toll findet,



... durch Manzini, das ich als größte Stadt von Swaziland überraschend strukturiert und geordnet empfand, runter in Richtung Big Bend zum Golela Grenzübergang, denn nun sollte es weiter gehen in Kwazulu Natal, wo wir uns letztes Jahr schon so wohl gefühlt haben. So verließen wir Swaziland (vorerst) mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

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Sonntag, 29. Oktober 2017, 14:36

Am Grenzübergang Golelo war schon mehr Betrieb als in Sandlane und die gesamte Infrastruktur war auf ein wesentlich größeres Aufkommen von Grenzgängern ausgerichtet.

Direkt nach der Grenze fanden wir uns auf vertrauten Pfaden wieder. Erst ging es am Pongola Nature Reserve vorbei und anschließend am Pongola Game Reserve, wo wir letztes Jahr in der Inyati Lodge einige schöne Tage verbracht haben. Anschließend geht es über einige Bergpässe und das turbulente Jozini zum Tembe Elephant Park, unserer nächsten Station.

Der Tembe ist ja hier schon in einigen Berichten sehr gut beschrieben worden, so daß ich mich auf ein paar persönliche Eindrücke und Erlebnisse beschränken möchte.

Aufgrund einiger dieser Berichte habe ich fast schon ein paar Bedenken vor unserem Besuch gehabt, insbesondere weil die Game Drives als nicht so vielversprechend beschrieben wurden und wir mit Spa Behandlungen nicht so viel anfangen können.

Zum Glück zerstreuten sich diese Befürchtungen schon am ersten Tag.

Nach den Formalitäten am Gate, meinte die Rezeptionistin, wir sollen selbst zur Lodge fahren ?( . Das Vertrauen in den Tucson war zu dieser Zeit bereits nachhaltig gestört, aber mit ein wenig Mühe sind wir durch die sandige Piste bis zur Lodge gekommen, wo wir bereits von einem singenden Empfangskomitee erwartet wurden :thumbup: .



Wir erhielten ein Familienzelt, ich meine es war Nummer 5.



Wir schauten uns zunächst ein wenig im Camp um...



Nach dem Lunch fand der erste Game Drive statt. Wir waren mit 4 netten Gästen aus den Niederlanden und Guide Kolo auf einem Fahrzeug eingeteilt.



Kolo ist sehr selbstbewußt und nie um einen guten Spruch verlegen, aber auch ein sehr guter Spotter mit gutem Fachwissen, so daß die Drives mit ihm viel Spaß machen.

Zum Glück sehen wir auch viel...



Das Rudel haben wir an beiden Tagen aufspüren können. Das war schon mal ein toller Start!



Aber auch viele andere Tiere haben wir sehen können...







Ab und an mal etwas weiter weg...



... mal wieder etwas näher...





Die absoluten Stars im Tembe sind natürlich aber die Elefanten. Auf allen 4 Game Drives gab es hautnahe Begegnungen mit den hier besonders großen Riesen, bei denen einem das ein oder andere Mal das Herz aufhörte zu schlagen...







Kolo meinte, daß die Guides das ganz gut einschätzen können, wie nah man den Riesen auf die Pelle rücken kann. Bei einem Bullen in der Mast ist Kolo dann auch auf Abstand gegangen. So nah sind wir Elefanten bislang im offenen Geländewagen noch nie gekommen. Teilweise haben die Elefanten mit dem Rüssel sogar das Fahrzeug berührt. Das waren schon sehr intensive Begegnungen. Wesentlich entspannter ginge es am allzeit beliebten Hide zu, wo wir bei allen 4 Besuchen Elefanten und meist auch Giraffen und Nyalas vorfanden.


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Sonntag, 29. Oktober 2017, 15:40

Neben den grauen Riesen gibt es aber auch viele andere spannende Sachen zu sehen. Die Landschaft ist vielfältig mit dem Sandveld und den Sumpfgebieten im Osten. Es gibt einige interessante Bäume...



... und selbstverständlich auch einige gute Bird Sichtungen. Dies ist, glaube ich, ein junger Martial Eagle...



... ein Red Hornbill (?) - deutlich seltener zu sehen als die gelbschnabeligen Verwandten...



Ein kleiner King Fisher...



... und meine Favouriten, die Black Crested Guineafowl.



Hier bin ich ratlos.



Aber auch die Insektenwelt hat einiges zu bieten. Den mag ich persönlich nicht so gerne...



... während diese Spinne eher Frau und Tochter verstört hat.



Die spannendste Geschichte ergab sich jedoch auf meine Frage hin, was es denn mit diesen Dreckhaufen in den Bäumen auf sich hat. Kolo stieg aus, nahm einen kleinen Stock auf und klopfte gegen einen solchen Dreckhaufen. Kurze Zeit später schwärmten Abertausende rote Ameisen auf dem sogenannten "Ant Cocktail".



Abends habe ich mich mit meiner Schwarzlichtlampe umgeschaut und bin recht schnell fündig geworden.



Zum Abendessen ließ sich ab und an dieses süße Bush Baby anlocken. Das Exemplar mit dem dicken Schwanz haben wir vorher noch nicht gesehen.



Fazit Tembe:

Wir mögen den Tembe und haben hier 2 sehr schöne Tage verbracht. Ich kann die positiven Berichte hier im Forum eigentlich nur unterstreichen.

Positiv fanden wir:

- die schönen geräumigen Zelte mit Außendusche,
- weiter Abstand zu den Nachbarn außerhalb des Sichtbereiches,
- das leckere, originelle Essen - wir hatten Warzenschwein und Impala,
- die überaus moderaten Getränkepreise. Für 120 R genießt man die Flasche Wein ganz ungetrübt,
- die Game Drives in den gleichen kleinen Gruppen mit dem vertrauten Guide,
- die Vielfalt des Parks und natürlich die hautnahen Begegnungen mit den Elefanten,
- den für eine Lodge günstigen Preis.

Für Negatives muß man eigentlich schon lange oder besonders penibel suchen. Einzig der etwas lieblos gestaltete Poolbereich fällt mir da ein, obwohl wir froh waren, überhaupt einen Pool zu haben.

Obwohl bis zu 50 Gäste gleichzeitig in der Lodge sein können, fällt das kaum auf, da die Wohneinheiten auf einem sehr großes Areal verteilt sind und man sich eigentlich nur zu den Mahlzeiten begegnet. Witzig hierbei die Flagge des Herkunftslandes auf den Tischen. Als wir da waren, stritten Südafrika und Deutschland um den ersten Patz. Einzige weitere Nation waren die Niederlande auf Platz 3.Die übrige Zeit guckt man mal beim Pool vorbei oder zieht sich in die Privatsphäre seines Zeltes zurück oder macht eben die Game Drives in den kleinen Gruppen.

Die weitgehend aus der Kommune stammenden Mitarbeiter sind engagiert und freundlich. Ich kann mir gut vorstellen, hier wieder hinzukommen. Auch unsere Tochter hat sich hier sehr wohl gefühlt. Sie wurde zum Glück auch sehr freundlich von den anderen Game Drive Teilnehmern aufgenommen.

Wir waren letztlich erstaunt wie schnell die Zeit vorüberging. Aufgrund der gemachen Erfahrungen mit den riesigen Elefanten war uns schon etwas mulmig zumute, als wir die wenigen Kilometer vom Camp zum Gate in unserem Tucson antreten mußten. Außer einigen Nyalas gab es glücklicherweise auf diesem schweren Terrain keine Begegnungen. Nun folgte die kurze Fahrt ostwärts zu unserer nächsten Station.

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oorbietjie

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Sonntag, 29. Oktober 2017, 16:26

Den mag ich persönlich nicht so gerne...

Ich auch nicht, Christisan! Aber Südafrikaner sind oft froh, welche zu sehen, denn sie kündigen regen an. Je grösser die Tausendfüssler sind, desto mehr Regen wird fallen :whistling:
:danke: Dein Reisebericht gefällt mir wieder sehr, wie alle vorigen! Toll dass ihr Swaziland und Tembe so genossen habt.

VG. Toetske
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kOa_Master

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27

Sonntag, 29. Oktober 2017, 16:36

Ich liebe Shongololos! Das sind doch geniale und sehr liebe, faszinierende (und auch langsame, am Boden kriechende) Tiere!
Sind mir auf jeden Fall auch lieber als Spinnen (ohne jetzt eine besondere Spinnenphobie o.Ä. zu haben).

Die beiden Vögel sind Burchells Coucal (aufgrund der Region sind die anderen meines Wissens auszuschliessen) und Crowned Hornbill!

Danke für den spannenden nächsten Teil des Berichts!
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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maddy

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28

Sonntag, 29. Oktober 2017, 16:57

Hallo Christian,

Herzlichen Dank fuer deinen Reisebericht!

Ja, junger Martial Eagle ist richtig!
Der Hornbill ist ein Crowned Hornbill, den gibts hier in KZN in Massen!
Dein Ratloser ist ein Burchell's Coucal - tut mir leid, die Deutschen Namen kenne ich nicht! Aber er ist ja auch ein Suedafrikaner, nicht ein Deutscher... ;) :thumbsup:

Der Shongololo (Tausendfuessler) ist harmlos, aber hast dich schon mal gewundert, warum die Autos vor dir bei Regen alle im Zickzack rumfahren? Es ist BAD LUCK einen Shongololo zu ueberfahren!!

Ja, vor den Elefanten im Tembe habe ich auch einen Hoellenrespekt, die sind schon riesengross aber total relaxed (ausser du faehrst im Norden des Parks herum, dort sind viele Wilderer-geschaedigt und dementsprechend agressiv!)

Ich freue mich auf eine Fortsetzung deines Berichtes!

Gruss aus Sodwana
Maddy

Edit: Ach ja, ich war mal wieder zu langsam... :( Well done, Master! :thumbsup:

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Bär

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29

Sonntag, 29. Oktober 2017, 21:06

Hier bin ich ratlos.



Tiputip/ Burchell's Weißbrauenkuckuck (Centropus burchellii)
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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parabuthus

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30

Montag, 30. Oktober 2017, 10:09

Vielen Dank an die Bird Experten - mein Interesse steigt, ich bin aber eher noch ein Rookie :) .

Nicht mal eine Stunde später sind wir mit dem Tucson am vereinbarten Treffpunkt, der Total Garage in Manguzi, wo wir uns, wie vereinbart, um 12.00 Uhr mit George von der Kosi Forest Lodge treffen. Wir folgen ihm und parken unseren Tucson letztlich bei der Maputaland Lodge. Anschließend springen wir auf das Game Drive Fahrzeug und fahren zur Lodge. Es war völlig richtig, dies nicht mit dem Tucson zu versuchen. Das wäre nicht gegangen.

Unsere Ankunft war für die Lodge selbst ein besonderes Ereignis. Wir waren nach umfangreichen Renovierungen die allerersten Gäste der Lodge nach der Wiedereröffnung. :wine:

Man hat es durchaus gespürt, daß alle irgendwie heiß waren, daß es endlich los geht. Erst am Abend kamen noch 2 weitere Gäste. Die nächsten Tage war dann etwas mehr Betrieb, wobei die Kosi Forest Lodge insgesamt nur über 8 Zelte verfügt.

Wir haben kurz die Aktivitäten für die nächsten Tage festgelegt, während unser Gepäck schon zur Unterkunft gebracht wurde.

Wir erhielten Zelt Nr.7 - relativ weit weg von der Rezeption, dafür dicht am Pool. Abends wird der Weg zur Rezeption durch Fackeln angezeigt.



Dies ist das erste Schlafzimmer - eigentlich für die Eltern, aber unsere Tochter hat die Aufteilung geändert ;) .



Hinten durch geht es zur Toilette und zum Außenbad mit Badewanne und Dusche...



Die Badewanne wurde abends immer dekoriert mit Lampen und Blumen. Links von Elternschlafzimmer ging es dann über eine Brücke zum 2. Schlafbereich mit nochmal kompletten Bad (WC/Innendusche) und Terrasse.



Die Unterkunft hat uns sehr gut gefallen, auch wenn man immer viele Türen zu schließen hatte ;) .

Für den ersten Tag haben wir nichts mehr vorgehabt, so daß wir nach einem leckeren leichten Lunch erst einmal den Pool inspiziert haben. Der Pool war einen kurzen Marsch von unserer Unterkunft entfernt, direkt am Seeufer...



...mit einem netten Sonnendeck am Ufer...



... und einem netten Poolhaus.



Im See sollte man nicht ohne weiteres baden, da dort zumindest zeitweise auch Hippos hausen. Die entsprechenden Spuren konnte man im Sand eindeutig erkennen.

Wir haben anschließend im Barbereich gespielt und ein Glas Wein getrunken. Blessing, der sehr freundliche Manager der Lodge, sprach mit uns nochmal die kommenden Aktivitäten durch, insbesondere auch in Bezug auf die Wetterbedingungen.



Abends wurde es dann romantisch. Unser Essen wurde auf der Aussichtsplattform angerichtet, davor ein Lagerfeuer und rundum Fackeln.



Ich weiß nicht, wie man es auf dem Foto erkennen kann, aber kitschiger kann man es selbst im Privatfernsehen kaum inszenieren. In Urlaubsstimmung nimmt man das aber gerne mal mit, selbst wenn der Wind ab und zu aus ungünstiger Richtung kam. Das Essen war auch entsprechend gut. Es gab Kingclip (Fisch).

Das ließ sich ganz gut angehen für den ersten Tag und wir freuten uns schon auf die nächsten Tage.

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31

Montag, 30. Oktober 2017, 10:10

Hallo Christian,

auch von mir schon mal vielen lieben Dank für den wunderbaren Bericht.

Also ich werde es mir zukünftig einfach machen, nicht mehr selber planen, sondern einfach Deine Touren "klauen", die würden für uns genauso gut passen! :thumbsup:
Deine Planung für den KTP in 2018 werde ich intensiv verfolgen, uns treiben verrückte Ideen für 2019 um :whistling: .

Ein paar Fragen dazu:

- wie kalt war es denn nachts im Zelt (sorry, ich bin eine echte Frostbeule)
- habt Ihr eine Prophylaxe eingenommen?
- das Zelt konntet Ihr zu Dritt nutzen? Eigenes Bett für Eure Tochter oder mit Euch zusammen? Das ginge bei uns gar nicht, nun ja, ginge schon, ich würde dann halt auf dem Boden liegen :help: :D .
- würdest Du die Anfahrt von JNB nach Swaziland nochmal so machen oder lieber mit einer Übernachtung unterwegs?

Ich habe wie der Master definitiv keine Spinnenphobie, aber die finde ich schon irgendwie gruselig.

Deine Erlebnisse mit Swiss haben mit nachdenklich gestimmt, wir fliegen Anfang 2018 mit der Swiss aus Asien zurück, war ein Codesharing mit LH, ich befürchte Schlimmes, nun ja, ist jetzt nicht mehr zu ändern. Ich bin nicht so groß, wird schon irgendwie gehen, mit dem Vordermann auf dem Schoß, sind ja nur 12 Stunden ;( .

Danke nochmal und lieben Gruß
Bine
Leben ist das, was dir passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.

parabuthus

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32

Montag, 30. Oktober 2017, 20:19

Hi Bine,

ich freue mich, daß dir mein Bericht gefällt.

Ich werde auf jeden Fall die Anregung aufnehmen und jeweils was zur Bettenaufteilung der Unterkünfte sagen. Bei den bisherigen Unterkünften war es wie folgt:

- Shonalonga Cottage Mlilwane: 2 Schlafzimmer, 3 und 2 Betten
- Rondavel Mlilwane: 1 Doppelbett und 1 Einzelbett
- Tembe: 2 Doppelbetten, aber wohl erweiterbar
- Kosi Forest: 2 Schlafzimmer, 2 und 2 Betten

Die Anfahrt nach Swaziland würde ich beim nächsten Mal ganz genauso gestalten. Wir haben das allerdings auch schon jahrelang in dem Stil gemacht und sind bisher ganz gut damit gefahren. In den bisher besprochenen Unterkünften war Kälte bei Nacht zu unserer Reisezeit nicht das Problem.

Über die Malariavorsorge spreche ich nur sehr ungern, da ich eben kein Sachkundiger bin. Wir sind tendenziell aber eher vorsichtig.


Nachdem wir in Tembe immer schon um kurz nach 5.00 Uhr aufstehen mußten, um am Mo(u)rning Game Drive teilzunehmen, ist Kosi Forest eher etwas für Langschläfer, da die Aktivitäten erst um 9.30 Uhr starten.

Dementsprechend gibt es Frühstück (recht gut) auch erst ab 8.00 Uhr. Blessing teilt uns mit, daß die Wind- und Wetterverhältnisse günstig sind und unsere geplante Bootstour auf den Seen stattfinden kann. Wir sind erleichtert, da wir uns besonders auf diesen Ausflug schon sehr gefreut haben.

Um 9.30 Uhr wartet Rasta ("Rasta ist the hair and Rasta is the man!") am Parkplatz auf uns. Das Wetter ist gut und wir sind in leichten Badesachen bekleidet. 2 Mädels aus den Niederlanden begleiten uns auf der Tour.

Wir fahren etwa 20 Minuten und parken dann am Rande des Coastal Forest, alles natürlich im Isimangaliso Schutzgebiet. Es folgt eine nette kleine Wanderung, die wir Schwimmwesten tragend :blush: absolvieren...





Schon dieser kleine Marsch macht großen Spaß und die Natur ist überwältigend.



Nach einer guten Viertelstunde treffen wir am Bootsanlieger ein.



Wir besteigen das Boot und legen langsam ab. Was dann folgt, ist einfach Fun pur:

Rasta fährt den Motor hoch und plötzlich hebt sich der Bug und das Boot hüpft im wilden Tempo über die Wellen. Die Kleine juchzt und die Erwachsenen strahlen :love: .



So schnell habe ich mich zumindest auf Wasser noch nicht fortbewegt. Das war ein Heidenpspass!



Die Tour ging ja über 3 Seen und in den Verbindungskanälen mußte Rasta die Geschwindigkeit immer drosseln, da es hier sehr flach wurde. Teilweise bat er uns sogar, uns ganz nach vorne zu setzen, um das Gewicht besser zu verteilen.



Man hat natürlich auch etwas gesehen. Rasta hat uns einerseits das Prinzip der Fisch Reusen auf dem Bild zuvor erklärt, aber natürlich auch einige Annäherungen an Hippos gehabt.



In einem solchen Flachstück machte Rast das Boot fest...



... und lud uns zum Schwimmen ein.



Das war bei dem kristallklaren, warmen Wasser natürlich eine ganz tolle Geschichte. Unter den Mangroven haben wir noch ein wenig geschnorchelt und dabei auch ein paar Fische gesehen.



Als wir das Ende des 3. Sees erreicht haben (den 4. darf man nicht befahren), drehte Rast das Boot und wir flogen über den See zum Bhanga Nek, wo wir nach einem kurzen, strammen Marsch an den indischen Ozean gelangten.



Hier gab es erst einmal ein Picknick, welches von der Lodge gestellt wurde.



Anschließend war natürlich ein Bad im Ozean angesagt.



Das war auf der einen Seite wunderbar, aber auf der anderen Seite auch nicht ohne, da der Wellengang sehr hoch war und vor allem die Strömung stark und tückisch war. Wir waren ziemlich schnell völlig kaputt und freuten uns, als Rasta uns wieder mit Hochgeschwindigkeit über den See fliegen ließ.

Zurück am Anleger gab es wieder eine kurze Wanderung durch den Forest...



... ehe es mit dem Auto wieder ins Camp ging. Gegen 15.30 Uhr waren wir wieder zurück und total happy! Das war einer der besten Tagesausflüge, die wir je unternommen haben.

Den Tag ließen wir langsam ausklingen, mit Karten spielen, Dinner und einem kleinen Absacker. Wie so oft haben wir 21.00 Uhr gerade noch so geschafft...

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parabuthus

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33

Freitag, 3. November 2017, 21:23

Für den 2. Tag haben wir uns den zweiten der großen Ausflüge ausgesucht, nämlich schnorcheln am Kosi Mouth.

Die Vorzeichen waren ungleich schlechter. Es hat einen Temperatursturz um 10 °C gegeben und das Wetter war muckelig.

Blessing meinte gleichwohl, daß der Ausflug wie geplant stattfinden könne. Außer uns nahm ein nettes belgisches Honeymoon Paar teil. Die hatten übrigens auch einenTucson :D .

Wieder war es Rasta, der uns um 9.30 Uhr am Auto empfing. Diesmal waren wir allerdings in Fleeze gekleidet und legten uns zur etwa 1-stündigen Fahrt noch Wolldecken um. Es war trotzdem eher ungemütlich.



Schließlich kamen wir am Kosi Bay Mouth Gate an. Wer hier kein Permit vorzeigen kann, darf gleich wieder umdrehen.



Wir fuhren wieder durch den Coastal Forest und fuhren erst zu einem Aussichtspunkt, von dem man den 4. See und auch den Mouth, also wo der See vom Meerwasser gespeist wurde, erkennen konnte.

Hier erstmal der See...



Am Mouth angekommen, zogen wir uns bis zu den Badeklamotten aus. Es war ziemlich kühl. Die Lodge hätte Schnorchelausrüstung gestellt, aber wir hatten unser eigenes Zeug. Nun sagte Rasta, ihm sei zu kalt, er würde am Auto warten :huh: . Er sagte, wir müssen die 3 Furten durchqueren und dann unter den Mangroven schnorcheln.



Joh, das war erstmal eine Ansage. Dummerweise nahmen wir die Handtücher mit. Die Furten erwiesen sich nämlich als so tief, daß unsere Tochter schwimmen mußte und wir bis zum Hals im Wasser standen. Die Handtücher waren erstmal nass.



Das Angenehme: das Wasser war wesentlich wärmer als die Außentemperaturen. Aus dem Wasser hat man eigentlich immer gefroren. So ging es durch die 3 Furten...

Das Schnorchel an sich war klasse. Wir haben jede Menge Fische gesehen, teilweise in großen Schwärmen. Die angekündigten Bullenhaie zum Glück nicht...



Manchmal muß man genauer hinsehen...



... manchmal waren die Fisch nicht zu übersehen...



Gelb und blau waren vorherrschend - für einen Hannoveraner schwierig ;)



Die Belgier hatten wegen der Kälte schon früh das Handtuch geworfen, wir hielten fast 1 1/2 Stunde durch, ehe es zum Picknick ging.

Das Picknick war gestern schon lecker, aber heute haben sie nochmal eine Schippe drauf geschlagen...



Leider bleibt das nicht unbemerkt... Da waren sie wieder, die Fressfeinde :cursing:



Nach dem Picknick bestand noch Gelegenheit, zu Fuß zum Kosi Mouth zu spazieren. Das war dann wieder großartig.



Am Strand und den Dünen war es wieder richtig toll.



Hier kann man den Mouth, also Zufluss ganz gut erkennen. Das war schon beeindruckend.



Wir genossen die Natur eine Zeit lang und kehrten dann zum Auto zurück. Rasta hat derweil unsere Badeschuhe entsandet und alles andere zusammen gepackt.

So ging es dann zurück zum Camp, wo wir wieder gegen 15.30 Uhr eintrafen. Wir fanden den Ausflug eigentlich ganz gut, auch wenn er wegen des ungünstigen Wetters natürlich nicht optimal war. Die Belgier müssen sich allerdings wohl recht unverblümt beschwert haben, denn Blessing hatte ein ganz schlechtes Gewissen als er mit uns den Tag auswertete. Wir schilderten unsere Eindrücke, was ihn ein wenig beruhigte.

Wir baten Blessing, uns für morgen einen frühen Transport zu unserem Tucson zu organisieren, da wir einen langen Fahrtag vor uns hatten. Blessing ließ sich auf 9.30 Uhr runterhandeln.

Anschließend duschten wir diesmal drinnen, spielten wieder Karten und genossen noch einmal das leckere Abendessen.



Abends haben wir noch die Eigentümer von Kosi Forest und einigen anderen bekannten Lodges, wie Thonga pp. kennen gelernt, da ihr Junge den Abend über mit unserer Tochter spielte. Sehr angenehme und geerdete Leute.

Den nächsten Morgen mußten wir leider wieder los.

Blessing hatte sich wegen des vermeintlich misslungenen zweiten Ausflugs noch nicht richtig beruhigt, so daß er für unsere Tochter bei beiden Ausflügen nichts berechnete. Wiederum George war es, der uns zur Maputaland Lodge fuhr, wo unser Tucson, frisch gewaschen (!) auf uns wartete.

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Freitag, 3. November 2017, 21:51

Da wir letztes Jahr in Rocktail Beach übernachtet haben, nicht weit weg von der Kosi Forest Lodge, drängt sich natürlich auf, die beiden Unterkünfte mal zu vergleichen, zumal beide preislich in einer ähnlichen Liga spielen.

1. Das Camp:

Was uns im letzten Jahr sofort bei Rocktail missfallen hat, war der große Trubel, im Rezeptionsbereich, als wir ankamen. Das lag natürlich einerseits daran, daß der Pool direkt vor dem Essens-/Barbereich war. In Kosi Forest sind die beiden Bereiche getrennt, was wesentlich angenehmer sind. Rocktail ist zudem mehr als doppelt so groß, zumindest von der Anzahl der Gäste. Kosi Forest war dadurch natürlich sehr viel persönlicher.

Ansonsten sind die Barbereiche nicht großartig unterschiedlich. Der Pool in Rocktail ist deutlich größer, der in Kosi Forest hat die wesentlich bessere Aussicht.

2. Die Unterkünfte:

Relativ vergleichbar, wenn auch deutlich liebevoller gestaltet in Kosi Forest, insbesondere mit der Außendusche und der Außenbadewanne, auch mit den Fackeln. Auch die Zelte waren noch einen Tick besser.

3. Das Personal

Den Unterschied fand ich gewaltig. Die beiden Manager in Rocktail wirkten sehr ausgezehrt, wenn nicht gar ausgebrannt, obwohl sie natürlich sehr freundlich waren. Blessing und Thabatha hingegen wirkten deutlich motivierter und freudvoller.

4. Das Essen

Das nahm sich nicht viel. In Rocktail gab es Buffet, in Kosi Forest ein Menu. Man konnte aber Absprachen treffen. In beiden Fällen hat das Essen geschmeckt.

5. Die Lage:

Hier ganz klarer Punkt für Rocktail. Man kann mit einem kurzen Fußmarsch von 15 Minuten an einen wunderschönen Strand am indischen Ozean gelangen. Von Kosi Forest aus muß man fahren, um ans Meer zu kommen.

6. Die Anfahrt:

Die Anfahrt ist bei beiden Lodges nur mit 4x4 oder exzellenten SUVs möglich. Beide Lodges bieten Services an, Gäste ohne 4x4 abzuholen.

7. Die Ausflüge:

Hier geht der Punkt wieder an Kosi Forest. Ich empfand es letztes Jahr schon als fast skandalös, daß man so viel Geld für eine Lodge bezahlt und man am Ende gucken muß, ob überhaupt noch Platz ist. So konnten wir letztes Jahr nicht geschlossen beim Turtle Tracking teilnehmen.

Beide Camps haben 2 freie Touren. Bei Rocktail ist dies eine Wanderung und eine Schnorcheltour. Bei Kosi Forest eine Kanu Tour und eine Wanderung. Alle weiteren Ausflüge kosten Geld und zwar nicht wenig. Die beiden Aktivitäten in Kosi Forest waren nicht gerade günstig. Speziell die Bootstour war dies aber auch definitiv wert. Bei der Turtle Tour von Rocktail, die noch teurer war, hatten wir letztes Jahr leider Pech. Grundsätzlich fand ich die Tour aber auch gut.

Beide Camps sind schon relativ abhängig von gutem Wetter. Wenn es wirklich schlecht werden sollte, ist das Programm natürlich eingeschränkt.


Fazit: Wenn es nur darum geht, die Seele baumeln zu lassen und vor allem viel Zeit am Meer zu verbringen, dürfte Rocktail die Nase vorn haben, auch wenn man dafür viel Trubel in Kauf nehmen muss.
Mir persönlich hat Kosi Forest deutlich besser gefallen. Im Gegensatz zu Rocktail würde ich hier wieder Station machen wollen.

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Dienstag, 7. November 2017, 18:18

Nach 5 Tagen Lodge Aufenthalt haben wir das Heft des Handels wieder in die Hand genommen.

Mit unserem Tucson ging es an Tembe vorbei wieder über Jozini und Pongola zurück zum Golela Border Post, wo wir zurück nach Swaziland kehrten.

Nach rascher Abfertigung an der Grenze ging es zunächst auf der MR8 weiter in Richtung Manzini. Hinter Big Bend bogen wir dann rechts ab und führen nördlich auf der MR16 in Richtung Lubombo Conservancy. Leider ging es dann nicht so flott weiter, da die MR16 sich in einem eher schlechten Zustand befindet, so daß aufgrund von Pothole oder Schlimmeren kaum mehr als 50 km/h gefahren werden kann.

Das ändert sich zum Glück, wenn die MR16 in die MR§ mündet, der wir dann weiter nördlich folgen, zunächst durch den Hlane National Park.

Radfahrer und Fußgänger werden immerhin gewarnt...



Aber der Hlane ist heute nicht unser Ziel. Wir fahren weiter durch Simunye, bis wir zum Mbuluzi Game Reserve kamen.



Ich war ehrlich gesagt ziemlich aufgeregt, ob es denn mit der Buchung funktioniert hat, denn die Kommunikation per email mit Mandla von Mbuluzi war denkbar schlicht, verkürzt dargestellt etwa so:

Christian: Wir interessieren uns für die Singwe Lodge. Was kostet das denn für 2 Tage (Datum)?
Mandla: 3.000 R.
Christian: Super. Dann nehm ich das doch. Kann ich mit Kreditkarte bezahlen?
Mandla: Ich habe das gebucht. Du kannst mit Kreditkarte bezahlen, wenn du an der Rezeption bist.


Also keine Vorauszahlung und kein Voucher... Nur mit dem Ausdruck der email ging ich zur Rezeption und hoffte, daß alles geklappt hat. Zum Glück waren diese Bedenken komplett unbegründet. Mandla strahlte mich an, freute sich über mein Mlilwane Shirt und teilte mir mit, daß man uns schon erwartet habe.

Ich bezahlte die Hütte, bekam eine Karte in die Hand gedrückt, auf der Mandla den Weg zur Singwe Lodge eingezeichnet hat, und dazu den größten Schlüsselbund, den ich je für eine Unterkunft bekommen habe. Mandla erklärte lediglich, wie wir mit der Fernbedienung in unserem Schlüsselbund das Park Gate öffnen können und empfahl uns, vorher die geplanten Einkäufe in Simunye zu erledigen, da man zur Singwe Lodge ein Stückchen weit fährt.

Also fuhren wir erstmal zurück nach Simunye. Simunye wirkt selbst für Swazische Verhältnisse sehr penibel und strukturiert. Bei der ersten Erkundung sind wir zwar erst einmal im Werksverkauf der ansässigen Zuckerfabrik gelandet :blush: , haben dann aber schnell die entscheidende Mall gefunden, wo es auch einen "Boxer" Supermarkt gibt.

Der Boxer scheint mehr so eine Art Großhandel zu sein. Es gibt viele Waren in großen Mengen abgepackt und insgesamt ist er nicht so gut sortiert wie man es etwa von Pick´n´Pay oder Spar kennt. Gleichwohl reicht er, um den Grundbedarf zu abzudecken. Weintrinkern würde ich allerdings raten, sich vorher einzudecken :wine: . Da war die Auswahl etwa so wie bei uns an der Tanke. Der Swazi an sich scheint wohl eher dem Bier und Schnaps zuzusprechen. Da war die Auswahl jedenfalls groß...

Nachdem wir unsere Einkäufe erledigt haben, kam vor dem Gate der spannende Moment - und siehe da: Knopf drücken und das Tor öffnet sich - Schlüssel 1 war damit sozusagen abgehakt, blieben nur noch etwa 20 :thumbup: .

Wir fuhren erst ein Stück am Zaun lang, bis wir abbogen und dann 3 mal den Mbuluzi River auf Furten durchquerten.



Das Reserve hat uns auf Anhieb gefallen. Tiere waren zunächst eher spärlich, aber hier und da ein Nyala und eine kleine Giraffe (mit Mutter) erfreuten uns auf unserer ersten Pirschfahrt.



Bisher passte alles wunderbar. Jetzt waren wir natürlich gespannt auf die Singwe Lodge...

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Dienstag, 7. November 2017, 22:27

Zitat

Bisher passte alles wunderbar. Jetzt waren wir natürlich gespannt auf die Singwe Lodge...

... jetzt ist man schon ganz gespannt und dann baut Christian gekonnt einen Cliff Hanger ein ;) :thumbup:

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Mittwoch, 8. November 2017, 12:28

Bevor ich zur Lodge komme, noch ein Wort zu den Straßenverhältnissen im Mbuluzi. Die Hauptzubringer zu den Unterkünften dürften unter normalen Bedingungen ohne Probleme mit Autos jeder Kategorie befahrbar sein. Bei einigen Gamedrive Circle allerdings würde ich eher zu einem SUV raten aufgrund der höheren Bodenfreiheit. Allrad braucht es aus unserer Sicht definitiv nicht.

Die Orientierung im Park gelingt ganz gut, wenn man die Karte dabei hat, da die Kreuzungen mit Buchstaben und die Unterkünfte mit Zahlen markiert sind. So gelangten wir schließlich zur Singwe Lodge.

Mbuluzi verfügt über einige Self Catering Lodges, von denen man auf der Homepage eine grobe Beschreibung und 1-2 Fotos sehen kann. Da waren einige dabei, die uns angesprochen haben. Wir haben uns letztlich für Singwe entschieden, weil diese Lodge eine der wenigen mit eigenem Pool ist.

Über die private Zufahrt kamen wir schließlich zur Lodge, die aus mehreren Einheiten bestand.

Der Tucson steht zwischen dem Geräteschuppen (links), zu dem wir keinen Zugang hatten und der Wohneinheit auf der rechten Seite.



Die Wohneinheit war eine Kombination aus Wohn- und Esszimmer sowie Küche. Hinter dem Kühlschrank gab es noch eine Speisekammer und außen separat (mit Schlüssel! 8) ) noch ein WC...



Auf dem nächsten Foto ist der Außenbereich rund um die Wohneinheit zu sehen, mit Braai Plas, Pool, Essbereich und rechts nur zu erahnen einem Sonnendeck.



Neben den eher schlichten Stühlen gab es auch noch die komfortablere Variante des Outdoor Sessels, von dem aus man auf dem Sonnendeck die wunderschöne Aussicht genießen konnte.



Wenn man hier morgens sah, konnte man auf der gegenüber liegenden Uferseite dann und wann Kudus sehen. Die Krokodile, vor denen gewarnt wird haben wir nicht entdeckt. Freude der gefiederten Spezies kommen natürlich voll auf ihre Kosten.

Die Anlage ist sehr großzügig und der Garten sehr gepflegt. Hier sieht man einen Blick von unserer Schlafeinheit zum Haupthaus.



Insgesamt gibt es 4 Schlafeinheiten. Zwei davon sind etwas schlichter gehalten mit je 2 Betten, Dusche und WC. Die anderen beiden sind aufwändiger gestaltet mit 2 bzw. 3 Betten, WC, Badewanne, Außendusche und River View. Jede Einheit selbstverständlich mit eigenem Schlüssel ;) .

Aufgrund der Ausstattung und des 3. Bettes entschieden wir uns für Einheit 1.



Von innen recht einfach, aber zweckmäßig mit Klima und viel Strom ;) ...



... von außen dann mit besagter Dusche, die natürlich für Begeisterung bei groß und klein sorgt...



Man kann vielleicht auf den Fotos erahnen, wie gut sich die Anlage mit dem Garten ergänzt.

Es passt zwar nicht ganz zur Chronologie, da wir am ersten Tag nicht im Pool waren, aber für die Anlage ist der kleine, aber feine Pool natürlich ein fetter Bonus, zumal mit der Aussicht :love: .



Als wir ankamen war der Pool mit einer straffen Plane abgedeckt. Die Technik ist an eine Zeitschaltuhr angeschlossen. Im Pool gab es ein paar nette Spielzeuge...



Abends haben wir es uns dann mit der stimmungsvollen Außenbeleuchtung und ein paar Öllampen bequem gemacht. Der linke Schrank ist gefüllt mit Bier und Weingläsern, der rechte ist ein Außenkühlschrank :thumbsup: . Für die beiden Außenschränke gibt es natürlich auch Schlüssel. Gut so, denn es gibt Vervets :cursing: .



Wir waren komplett begeistert von der Unterkunft, auch wenn sie natürlich völlig überdimensioniert für uns 3 war. Ganz besonders an der Lodge gefallen hat uns, daß sie eine eigene Identität hat. Man merkt, daß die Eigentümer zumindest zeitweise auch selbst hier wohnen mit Familie oder Freunden. Es gibt viele persönliche Gegenstände wie Bilder, Fotos, Bücher, Tassen oder DVDs. Aber auch nützliche, die über den üblichen Standard hinausgehen.

Wir haben uns schon kurz nach der Ankunft geärgert, daß wir hier nur für 2 Nächte gebucht haben, denn die Lodge und auch das Reserve haben noch weitere Vorzüge...

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Donnerstag, 9. November 2017, 15:26

Heute haben wir uns für einen Ausflug in den Hlane NP entschieden, der etwa eine Viertelstunde von unserem Gate entfernt ist.



Am Gate zeigen wir unsere Wildcard vor und fragen gleich an, ob wir am Mittags Game Drive um 13.00 Uhr teilnehmen kann. Nach kurzer Rücksprache mit dem Büro wird dies zum Glück bestätigt. Der Hlane ist nämlich in 3 Zonen eingeteilt, von denen nur eine für Selbstfahrer zugelassen ist. Wer alles sehen möchte, muß dementsprechend an einem geführten Game Drive teilnehmen.

Wir sollen uns in der Rezeption des Ndlovu Camps melden und dort den Drive bezahlen. Das Camp ist nicht weit vom Gate. Das Tor zum Camp muß man selbst noch manuell bedienen...



Das Camp ist zwar eingezäunt, der Zaun aber ist mehr eine "Elefantensperre", vergleichbar etwa mit dem Mpila Camp im Imfolozi. Elefanten gibt es in dieser Zone zwar nicht, aber immerhin Rhinos. Wir fahren auf den Parkplatz und gehen zum Shop-/Restaurantkomplex.



Dort bezahlen wir den Drive und werden gebeten, uns 10 Minuten vor dem Beginn des Drives hier wieder einzufinden. "Alles klar, dann haben wir ja erstmal Zeit, selbst ein wenig herumzufahren. Wir hätten dann noch gern eine Karte." "Karte? Gibt´s am Gate!". Ah ja, dann wieder zurück zu Gate.



Die beiden Damen haben sichtlich Spaß, als ich erneut vorbeischaue und die Karte, die eher ein Handzettel ist, schon in der Hand. Scheint ein Running Gag zu sein...

Trotz des Planes ist es gar nicht so einfach, sich zu orientieren, da wie in Mlilwane auch hier die Weggabelungen nicht gekennzeichnet sind. Auf dem Plan sind aber die Entfernungen zwischen den Gabelungen aufgeführt, so daß man sich mithilfe des km-Zählers dann doch halbwegs orientieren kann.

Das Wetter war noch sehr heiß, aber es zogen bereits dicke Wolken als Vorboten starker Regenfälle auf. Vielleicht ist es diese Wetterlage, die den Tieren nicht sonderlich gefällt, denn wir sehen erst einmal wenig, bis wir auf einmal direkt am Wegesrand auf meine Lieblinge stoßen :love: .



Wir haben noch etwa 45 Minuten bis zum Game Drive, also beschließen wir, ins Restaurant zu gehen. Dort klärt man uns auf, daß sie es nicht schaffen, in dieser Zeit das gewünschte Essen zuzubereiten, weil bereits andere Bestellungen eingegangen sind und alles frisch zu bereitet wird. No Problem, dann bestellen wir nur ein Getränk und verzehren ein paar Kleinigkeiten, die wir immer im Auto mitführen. Derweil schauen wir uns noch ein wenig im Ndlovu Camp um.



Uns gefällt es auf den ersten Blick längst nicht so gut wie das Mlilwane Camp. Es wirkt karger und harmonisiert nicht so schön mit der Umgebung und der Botanik. Auch scheint mir Mlilwane wesentlich großzügiger angelegt. Die Camping Area finde ich sehr unglücklich platziert, wie auf dem Präsentierteller. Wir sind froh, eine deutlich schönere Unterkunft außerhalb zu haben.

Ein dicker Pluspunkt ist jedoch das Wasserloch, an dem sich ungleich spektakulärere Tiere als in Mlilwane einfinden...



Die 3 Rhinos - hier nur zu erahnen - sind noch bis an den Zaun rangekommen. Das hat das Picknick natürlich enorm aufgewertet. :thumbsup:

Auch hier waren wieder einige Schulklassen im Camp und haben sich über die Rhinos gefreut.

Natürlich war es klar, daß es pünktlich zu unserem Game Drive in Strömen angefangen hat zu regnen. Bei dieser Wetterlage haben sich außer uns nur noch 2 weitere Unentwegte eingefunden.

Ehrlich gesagt habe ich bei diesem Wetter eigentlich gar nichts erwartet und unser Guide, Mandleva, der sich gerade in Regenklamotten schmiss, dämpfte dazu noch die Erwartungen. Er sagte, daß der Drive eigentlich 2 1/2 Stunden geht, er aber Verständnis habe, wenn wir vorzeitig abbrechen wollten. Noch in Gedanken an diese Ansage fuhr der Wagen an und es kam vom Dach erstmal ein so großer Wasserschwall, daß alle Außensitzenden, in unserem Fall meine Frau und ich, jeweils auf der Außenseite pitschnass waren bis hin zur Unterwäsche. Das ging ja schon mal gut los... :thumbdown:

Mandleva kündigte an, daß wir erst in die äußere Zone, in der es Löwen und Elefanten vom Großwild her gibt, fahren. Große Hoffnungen auf die Katzen sollten wir allerdings nicht haben. Wir fuhren erst durch die zweite Zone (mit Elefanten) direkt zur dritten Zone (mit Löwen und Elefanten). Mandleva mußte jeweils in den Regen, um die Tore auf- und wieder abzuschließen, alles manuell.

Wir fröstelten durchnässt so vor uns hin, als wir - keine 5 Minuten in der Löwenzone - eben solche auch sahen :thumbsup: .



Die Löwen waren durchnässt direkt an der Straße in allerbester Beobachtungs- und Fotoposition, nur für uns allein!



Insgesamt waren es 6 Löwen. Die beiden männlichen Junglöwen tobten ausgelassen miteinander.



Hier standen wir fast eine halbe Stunde und filmten und fotografierten bis die Datenträger voll waren - naja fast ;) . Damit hatte sich der Drive schon gelohnt. Niemand dachte jetzt mehr an die nassen Klamotten. An Mandlas Reaktion merkten wir, daß die Sichtung keineswegs eine Selbstverständlichkeit war, da sie im Hlane nur über 2 Rudel verfügen auf einer recht großen Fläche. Der Hlane ist von der Fläche her ungefähr mit dem Tembe Elephant Park vergleichbar, vielleicht 10 % kleiner. Die Zonen sind entsprechend groß. Die Löwen jagen selbst und werden nicht etwa gefüttert. Diese Bedenken hatte ich zunächst, als ich von der Zoneneinteilung erfuhr.

Nachdem alle happy waren, suchten wir andere Tiere und hatten bei dem wirklich hundsmiserablen Wetter erstaunlich viel Glück, so daß es kein Thema war, den Drive vorzeitig zu beenden.



Einige schienen das Wetter richtig zu genießen...



In der allgemein zugänglich Zone sind die Stars eindeutig die Rhinos und Mandleva - hier zu sehen mit dem coolen Hut - fand fast ein Dutzend von ihnen...



Das war sehr erfreulich, denn - um es vorweg zu nehmen - so gute Rhino Sichtungen hatten wir im Krüger bei weitem nicht...



Insgesamt war der Game Drive trotz der widrigen Bedingungen doch noch ein voller Erfolg. Allerdings sehnten wir uns nun nach einer warmen Dusche und frischen Klamotten.

Fazit Hlane:

Der Hlane gehört sicher zu den Parks, die kontrovers diskutiert werden und bei dem die Bewertungen auseinander gehen dürften. Grund dafür könnte das eher schlichte Camp sein und natürlich besonders die Zoneneinteilung. Ich vermute einmal, daß man das wohl gemacht hat, weil man einerseits das Ndlovu Camp nicht nach außen hin so abriegeln wollte und andererseits bei den vielen Schulkindern im Park das Risiko minimieren wollte. Möglicherweise spielen aber auch Aspekte der Conversation eine Rolle, z.B., daß man so einen dicken Gürtel um die gefährdeten Rhinos hat - schwer zu sagen...

Ich finde das Konzept mit den Zonen gar nicht mal so schlecht. Ich bin auf der einen Seite zwar auch überzeugter Selbstfahrer. Auf der anderen Seite ist es aber schon klasse, in den exklusiven Zonen mit einem erfahrenen Guide im offenen Geländewagen zu fahren und - vor allem - dann eben das einzige Auto in einem riesigen Gebiet zu sein, dementsprechend natürlich auch keinem Massenauflauf bei tollen Sichtungen ausgesetzt zu sein und so ohne Hektik die Sache genießen zu können.

Aus diesem Grund geht mein Daumen für den Hlane hoch!

Der Hlane nimmt mit seinen Löwen, Rhinos und Elefanten die Rolle des Flaggschiffs in der Lubombo Conservancy ein und ergänzt damit hervorragend die 3 anderen Reserves, die wiederum andere Vorzüge haben, wie wir noch an diesem Tag erleben sollten...

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Freitag, 10. November 2017, 11:47

Im Mbuluzi Reserve selbst kann man eine ganze Menge anfangen. Es gibt - soweit wir das beurteilen können - gut markierte Hiking- und Mountain Bike Trails. Leider gibt es in der Singwe Lodge keine Räder, so daß uns diese tolle Möglichkeit, das Reserve zu erkunden, leider nicht offen stand. Ohnehin hatten wir leider viel zu wenig Zeit. Wir hätten gerne auch noch wenigstens eine ausgiebige Wanderung gemacht.

Eine schöne Geschichte im Mbuluzi Reserve ist, daß selbständig durchgeführte Night Drives durchaus erlaubt sind. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen!

Das erstaunliche ist, daß man in der Nacht bei weitem mehr Tiere antrifft als am Tag, so daß es ziemlich aufregend war.



Besonders Nyalas, Kudu und Impala haben wir in großer Zahl aufgespürt.

Aufregend wird es natürlich, wenn man die berühmten roten Augenreflexionen erspähen kann, da es meist ein interessantes Tier verspricht. Das Problem ist dann leider aber, das Tier auch wieder zu finden, besonders wenn es sich auf einem Baum befindet. So verbleibt es oft bei Vermutungen, was man nun eigentlich gesehen hat. Hier z.B. bin ich mir überhaupt nicht sicher. Könnte ein Thick-Tailes Bushbaby sein(?).



Wir hatten jedenfalls eine überaus spannende Stunde.

In unserem Garten ging es dann weiter...



Frösche und Eidechsen/Geckos haben wir einige gesehen. Schon ein wenig wehmütig ließen wir dann den Abend ausklingen.

Fazit Mbuluzi:

Wie ich bereits geschrieben habe, war die Zeit hier mit 2 Nächsten viel zu kurz. Selbst "unser" Mbuluzi Reserve haben wir nur unzureichend erkunden können. Schon dafür hätte es eines weiteren Tages bedurft. Leider gar nicht gesehen haben wir die beiden ebenfalls zur Lubombo Conversancy gehörenden Reserves Mlawula und Shewula. Das müssen wir unbedingt nachholen.

Wir würden auf jeden Fall wieder hier im Mbuluzi wohnen, vermutlich auch wieder in Singwe, wobei es durchaus interessante Alternativen gibt. Außer der netten Housekeeping Lady, die mit dem Mountain Bike angeradelt kam :thumbup: , haben wir keine einzige Menschenseele im Reserve gesehen. Die Lodges liegen weit voneinander entfernt, so daß man nichts von anderen Leuten mitbekommt, obwohl ich nicht zu sagen vermag, ob überhaupt jemand da war. Ich habe schon den Eindruck, daß mit Ausnahme des Hlane die Lubombo Conservancy, zumindest bei Übersee Touristen, noch ein echter Geheimtip ist. Abgesehen von der wahnsinnig schönen Unterkunft und den tollen Reserves, habe ich auch den Kontakt mit den Swazis sehr genossen, die ich als selbstbewußt und humorvoll, aber auch sehr herzlich wahrgenommen habe. Man kann für unsere Familie schon sagen, daß da eine neue Liebe entstanden ist.

Wir haben für die nächsten beiden SA-Urlaube erst einmal andere Pläne. Aber wenn wir wieder in diese Ecke kommen werden, dürfte Swaziland einen noch deutlich größeren Anteil bekommen. Neben einer Vertiefung der Lubombo Conservancy ständen das nächste Mal auch die Berge im Malolotja Reserve auf dem Programm und - wenn unsere Tochter zugelassen wird - dann auch Mkhaya. Auch Mlilwane würden wir wieder machen, weil es ein so herrlich entspannendes Erlebnis ist. Ich werde aber meine Swasi Reiseführer darüber hinaus nochmal genau studieren, um vielleicht noch die ein oder andere Perle zu erspähen.

Man merke: auch die kleinen Dinge können mächtig spannend sein.





Einstweilen geht es jetzt erst einmal zurück nach Südafrika. Der Krüger wartet...

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Freitag, 10. November 2017, 21:37

Ein ganz herzliches Dankeschön für diesen Teil deines RB´s .....

ich habe diesen Teil über den Mbuluzi förmlich "gefressen" 8o , da es leider hier noch nicht so viel über ihn zu lesen gibt! .... ich sehe ihn ebenso wie Du als einen "Geheimtip" und gerade gestern Abend habe ich eine Anfrage zur "Imfihlo Lodge" gestellt! (so ca.gegen 21h) ....ich dachte noch ...hmmmmm, mal schauen wie lange es wohl dauert bis man Antwort erhält .... und siehe da, heute Morgen um 7.30h bekam ich eine Zusage über die Verfügbarkeit. Eigentlich hatte ich nur für einen Tag angefragt ... mich aber dann doch umentschieden und 2 Übernachtungen eingeplant ! Nun lese ich Deinen Bericht und denke mir .... Alles richtig gemacht! ;)
Jetzt freue ich mich gleich nochmal so doll auf unsere Zeit dort , und ebenso darauf nach meiner Rückkehr über diesen Park zu berichten ....

bin gespannt wie dein RB weitergeht...

LG Rosi :danke:

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