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Achim.B

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  • »Achim.B« ist der Autor dieses Themas

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Montag, 23. Oktober 2017, 09:32

Erste Südafrika-Reise - Buchung über Reisebüro

Hallo,
hier im Forum tummeln sich ja nur die Profis für Südafrika-Reisen - würde ich auch gerne werden, aber ich war mit meiner Frau nun zum ersten Mal dort: Knapp 4 Wochen, um vom Krüger-Park und den Osten bis zur Gardenroute und Kapstadt Vieles kennenzulernen.
Es war insgesamt toll! Aber ich möchte auch kurz von den Pleiten, Pech und Pannen berichten, die durch die Empfehlungen und Buchungen über ein Reisebüro entstanden sind - ein sogenannter Südafrika-Spezialist aus Kaarst bei Düsseldorf. Und wir hatten als komplette Neulinge und bei der geplanten grossen Rundreise das Gefühl, ohne fachkundige Unterstützung vielleicht völlig zu scheitern. Hätten wir bloss alleine geplant und auf dieses Reisebüro verzichtet!
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Also - in Kurzform: Landung in Johannesburg, Übernahme eines Mietwagens und Fahrt zum Kruger: Ich hatte mehrfach danach gefragt, ob diese rund 500 KM wirklich problemlos zu schaffen sind. Der "Spezialist" des Reisebüros hat das immer bejaht - Tatsache war: Bis wir unsere Koffer hatten und den Mietwagen übernommen haben war es fast 12.00 Uhr - und dann standen knapp 6 Stunden Fahrtzeit an. Nur mit viel Überredungskunst liess man uns am Orpen-Gate noch durch, wir kamen am "Hamiltons Tented Camp" bei Dunkelheit an.
Dieses Camp allerdings ist ein Traum - im Nachhinein betrachtet einer der Höhepunkte der ganzen Reise. Super Service, beste Küche, tolle Touren zweimal am Tag, fantastische Tiere aus nächster Nähe gesehen.
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Nach 3 Tagen Abfahrt Richtung Swasiland. Schreckliche Fahrt zum sehr mässigen Hotel "Forester Arms" - dieses Haus ist sehr in die Jahre gekommen, trotz schlechtem Wetter mit Dauerregen und niedrigen Temperaturen, wurde die Heizung nicht in Betrieb genommen, die Zimmer waren eiskalt und klamm. Das Hotel war ausgebucht mit unangenehmen Bustouristen - 2 Tage zum Vergessen.
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Weiterfahrt zum Maputuland in das "Rocktail Camp". Die Hinfahrt war wegen der Strassenverhältnisse nach wochenlangem Dauerregen wirklich anstrengend - es stellte sich schon unterwegs heraus, dass das Reisebüro entgegen der Absprache kein Allrad-Fahrzeug gebucht hatte, sondern einen (optisch absolut identischen) Toyota "Geländewagen", der aber nur Hinterrad-Antrieb hatte, der Reisebüro-Fachmann hatte schlicht die falsche Klasse bei Hertz gebucht. Prompt sind wir bei der Anfahrt dann auch noch in einem Wasserloch stecken geblieben. Der negative Höhepunkt der gesamten Reise war aber dieses Camp selbst: Das Rocktail Camp ist völlig heruntergekommen, die Leitung lässt es in den zentralen Bereichen regelrecht verwahrlosen: Berge benutzter Handtücher, Speisereste uvm. sorgten rund um den kleinen Pool für ein angenessenes Ambiente für die lärmigen, äusserst unangenehmen (und ab dem Vormittag angetrunkenen) Gäste. Auf- oder Weggeräumt wird das alles den ganzen Tag nicht - wir waren heilfroh, dort wieder wegzukommen, ein Alptraum.
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Fahrt nach Durban, eine Nacht im "Sanchia Guesthouse" - ein super schönes Hotel, äusserst gepflegt. Hier wären wir gerne noch etwas geblieben. Nach einer Nacht aber Fahrt zum Flughafen, Abgabe des Autos und Flug nach Port Elizabeth. Dort nächstes Fahrzeug übernommen und ab zum Addo Elephant Park, wo zwei Nächte in der "Elephants Footprint Lodge" reserviert waren. Auch dies entpuppte sich stark in die Jahre gekommene Unterkunft, die fast vollständig von Bustouristen aufgesucht wird. Äusserst mässiges Essen und ein besonderer Genuss in einer Hoch-Temperatur-Periode mit rund 40 Grad: Keine Klimaanlage - man konnte das Zimmer kaum aufsuchen.
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Es folgten drei Tage in Wilderness, wo in der "Moontide Guest Lodge" ein hübsches Häusschen reserviert war. Man gibt sich dort alle Mühe, es den Gästen angenehm zu machen, wir haben die Ruhe genossen, fanden aber auch den Ort selbst sehr nett. Wir sind dann über Kap Agulhas (super schön!) nach Hermanus gefahren und dort im "Ocean Eleven" für 3 Tage geblieben. Ein traumhaftes Zimmer mit Blick direkt auf die Bucht, das ganze Haus äusserst gepfegt und komfortabel. Hierhin kehren wir garantiert noch einmal zurück.
Dann ging es nach Kapstadt, wo wir im "Vineyard Hotel" noch ein paar Tage blieben. Ein gutes Haus, aber riesengross mit entsprechendem Rummel schon beim Frühstücks-Buffet. Kleiner, feiner und ruhiger wäre uns viel lieber gewesen.
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Fazit: Südafrika auf jeden Fall wieder! Das nächste Mal hätte ich auch keine Bedenken, selbst Unterkünfte nach unserem Geschmack zu buchen.
Auf selbsternannte Reisebüro-Spezialisten verzichten wir ab sofort für immer. Kleiner Gag am Rande noch, den das Reisebüro vielleicht zu unserer Unterhaltung eingebaut hatte: Gleich 4 der uns von diesem Spezialisten angegebenen Adressen (Strassennamen) der Hotels waren falsch - das nervt schon in einer kleineren Stadt, in einer Millionenstadt wie Durban sorgt es aber schon für erhöhten Blutdruck, wenn man erst einmal an einer Adresse steht, wo es gar kein Hotel gibt...

Achim

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bibi2406

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Montag, 23. Oktober 2017, 09:42

Hallo Achim,

Sehr schade, dass ihr diese Erfahrung machen musstet, aber :danke: , dass ihr diese mit uns teilt. Kritik muss auch mal sein!
Reisebüros quetschen einfach viel zu viel in kurze Zeit und die Wege sind oft zu lang. JNB - Hamilton Lodge ist schon eine Ansage, vor allem, wenn der Flug nicht gleich um 7:00 landet.
Auch habt ihr somit einen wertvollen AbendDrive " verschenkt".
Wir hatten auch sehr mit dem Rocktail geliebäugelt uns dann aber doch für die doch erheblich teurere Thonga Beach Lodge entschieden, das war die beste Entscheidung! Absoluter Traum!

Naja die nächste Tour bucht ihr selbst und mit einer guten Vorbereitung klappt das dann auch.

LG
Barbara

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Beate2

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Montag, 23. Oktober 2017, 11:14

Hallo Achim,

schade, dass einiges so blöd gelaufen ist. Aber toll finde ich, dass ihr wieder kommen wollt - und dann alleine plant. Oder mit fachkundiger Hilfe. 8)

Im Foresters Arms haben wir vor mittlerweile 16 Jahren sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch wir saßen inmitten von Busgruppen X( und die Unterkunft war die schlechteste unserer Reise. OK, ich hatte die Wahl zwischen 2 Häusern und habe mich dafür entschieden. Dumm gelaufen. Einzig die sehr gute Verpflegung machte es damals etwas besser.

Nach unserer Reise habe ich unserem Reisebüro eine mail mit unserer Rückmeldung zur gesamten Reise geschickt. Als Dankeschön und Entschuldigung kamen daraufhin 2 Flaschen SA Wein bei uns an. :thumbup:


LG
Beate

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