Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen im "Suedafrika-Forum.org"! Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden. Wichtiger Hinweis zur Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Jochen1

Anfänger

  • »Jochen1« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Dabei seit: 2. Januar 2018

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 2. Januar 2018, 18:21

[3 Wochen] Südafrika: Kapstadt + Safari-Touren + Wandern

Liebe Community,

herzlichen Dank für die Aufnahme in diese Gemeinschaft. Meine Freundin und ich beabsichtigen in 2018 (frühestens ab Juli) für 3 Wochen nach Südafrika zu fliegen.

Zunächst möchte ich uns kurz vorstellen, anschließend möchte ich gerne unsere Fragen an euch adressieren:

Vorstellung: 2 Personen, Ende 20 + Anfang 30
Vorlieben: Mischung aus Stadt, Kultur, Landschaft, Natur, Safari, Tiere, Wandern
Unterkünfte: präfertiert B&B, DZ + Bad
Gesamtbudget: ~ 4000 Euro (Flug + Mietwagen + Übernachtung + Verpflegung + Eintritt / Safaris) für zwei Personen
Mietwagen-Rundreise inkl. Inlandflug
Reisezeit: frühestens ab Juli, passend zu Witterung, Infektionsgefahr (Malaria?) und Chance auf Tierbeobachtung (idealerweise "Big 5" + Wale), der Reisetermin ist noch flexibel
Reisedauer: ca. 3 Wochen
Erwartungen: (Halb-)Tages-Wandertouren in wunderschöner Landschaft, self-drive oder geführte Safaris / Bootstouren mit einzigartigen Tierbeobachtungen
Potentielle Ziele:
Tag 0 Hinflug
Tag 1-4 Kapstadt
Tag 5 Inlandflug nach Durban
Tag 6-7 Drakensberg / Royal Natal National Park
Tag 8-9 Ithala Game Reserve oder Hluhluwe-iMfolozi Park
Tag 10-11 Santa Lucia
Tag 12-13 iSimangaliso Wetland Park
Tag 14-17 Kruger National Park
Tag 18-19 Blyde River Canyon Reserve
Tag 20 Fahrt nach Johannesburg
Tag 21 Rückflug
Route: Derzeit haben wir leider keinen konkreten Routenvorschlag im Kopf. Wir haben zwar Ideen zu möglichen Zielen, die sich daraus ergebende und zu empfehlende Route ist uns jedoch in Hinblick auf die Streckenführung und einer Gewichtung zwischen Strecke/Fahrzeit und Aufenthalt vor Ort unbekannt. Lassen sich diese Ziele in der Zeit realisieren? Aktuell möchten wir auf keines dieser Ziele verzichten, die Strecke zwischen den einzelnen Zielen ist allerdings bisweilen recht weit. Welche Route und welche Zwischenziele könnt ihr Empfehlen? Könnt ihr in dieser Region geeignetere Ziele empfehlen oder sollten wir weniger Ziele wählen und vor Ort mehr Zeit verbringen? Könnt ihr vor Ort Unterkünfte empfehlen?
Mietwagen: Benötigen wir für diese Ziele und die sich daraus ergebende Route einen Geländewagen? Vorausgesetzt es bliebe bei dem Inlandflug und der Strecke Durban - ... - Johannesburg: Welches Mietwagenunternehmen könnt ihr empfehlen für eine Ausleihe in Durban und eine Rückgabe in Johannesburg?
Übernachtung: Welche Erfahrung habt ihr mit den Übernachtungen gemacht? Wir kennen und schätzen B&B aus Großbritannien sehr, gibt es in Südafrika ähnliche Arrangements?
Gesundheit/Hygiene: Habt ihr Tipps hinsichtlich Gesundheit und Hygiene? Sollten wir uns bereits in Deutschland mit Malaria-Prophylaxe (Tabletten, Spray, Netz) eindecken? Wie sieht es aus mit Kakerlaken/Schaben? Gibt es weitere Hinweise?
Self-drive vs. geführte Safaris: Welche National Parks lassen sich auf eigene Faust erkunden - welche sollten in einer geführten Tour erkundet werden? Auch in Hinblick auf Gelände, Witterung, Sicherheit, Tierbeobachtungen? Bucht ihr die Safaris bereits in Deutschland oder mit Hilfe der Unterkunft spontan vor Ort?

Vielen Dank für Eure Empfehlungen und Tipps.

Gruß
Jochen

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

  • »Bär« ist männlich

Beiträge: 9 823

Dabei seit: 10. März 2008

Wohnort: Bärnau

Danksagungen: 13658

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 2. Januar 2018, 18:57

Hallo Jochen,

die Anfrage irritiert mich etwas. Die Route ist schon recht gut geplant, eigentlich zu gut für Deine dann doch sehr grundlegenden Fragen.

Ich empfehle Dir, die Stationen des Nordens als Routenplan in GoogleMap einzugeben. Dann siehst Du gleich, wo noch Optimierungsbedarf ist.

Dass im Juli Winter ist, ist euch schon klar, oder? Im Norden ist das tagsüber okay (nach Sonnenuntergang kalt!), aber für Kapstadt ist der Winter nicht optimal. 4 Tage werdet ihr jedoch gut verbringen...
Eine Geländewagen ist grundsätzlich nicht notwendig, ob ein SUV sinnvoll ist hängt davon ab, welche Strecken in den Nationalparks ihr fahren wollt. Dass SUV mehr kostet als ein Sedan ist ja klar, und bei eurem Budget solltet ihr sparsam haushalten.
Game drives würde ich erst vor Ort nach Lust & Laune und Witterung buchen - preiswerter ist es von zuhause aus auch nicht. Aber auch da besteht Einsparpotenzial. Grundsätzlich lassen sich die Parks gut selbst befahren. Geführte Aktivitäten sind da "on top".
Bei euren 8 Nächten in Nationalparks dürfte sich die Wild Card lohnen.
Alle anderen Fragen beantworten sich, wenn Du Johannes Begrüßungsmail nochmal liest und die dort empfohlenen Threads anschaust. Zu allem findet sich was...

Viel Spaß beim Planen und Reisen wünscht der
Bär
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Jochen1 (3. Januar 2018, 09:31), toetske (2. Januar 2018, 23:01), Kitty191 (2. Januar 2018, 21:37), kOa_Master (2. Januar 2018, 19:02)

Beiträge: 155

Dabei seit: 5. Juni 2016

Danksagungen: 358

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 2. Januar 2018, 19:07

Euer Budget, sofern damit alles gemeint ist, finde ich zu knapp.
Als wir losgeflogen sind war euer Budget schon gebucht/verplant.
LG Steffen

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Jochen1 (3. Januar 2018, 09:31), Kitty191 (2. Januar 2018, 21:37), Bär (2. Januar 2018, 20:30)

  • »Liketotravel1« ist weiblich

Beiträge: 160

Dabei seit: 20. November 2016

Wohnort: Aachen

Danksagungen: 1064

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 2. Januar 2018, 19:17

Hallo Jochen,

Die Region Kapstadt kenne ich nicht. im Nordosten (Panoramaroute, KNP, Swaziland, Hluhluwe Imfolozi, St Lucia und Royal Natal) waren wir zu viert für dreieinhalb Wochen im Juli/August 2017 unterwegs.
Wetter technisch fanden wir die Reisezeit trotz der kühlen Nächte und kurzen Tage ideal, denn tagsüber hatten wir viel Sonne und Temperaturen, bei denen man sich gerne draußen bewegt.
Aufgrund der kalten Nächte ist das Malariarisiko in dieser Zeit niedrig. Ich will nicht sagen, es ist nicht existent, aber wir haben zu viert ohne jede Schutzmaßnahmen höchstens eine Handvoll Mückenstiche abbekommen ( in St Lucia, das feuchter und niedriger gelegen ist als der Rest).
Mit Ungeziefer hatten wir keine Probleme. Generell fanden wir es erstaunlich sauber, auch Klos an Raststätten u.ä.
Euer Budget von 4000 Euro könnte knapp sein, vor allem bei Einwegmiete und Inlandsflug. Wir haben 8200 Euro für dreieinhalb Wochen gebraucht, inkl. ALLER Kosten. Gegönnt haben wir uns drei Tage Wildrness Trail im KNP und eine Bootstour in St Lucia, außerdem Unterkünfte inner halb der Parks statt vor den Gates. ansonsten haben wir uns fast komplett selbst verpflegt. Trotzdem läppert sich das ganz schön zusammen...
Wir hatten als Mietwagen einen SUV der kleinsten Kategorie. An manchen Stellen im Isimangaliso und Hluhluwe Imfolozi waren wir froh um die Bodenfreiheit, aber es geht sicher auch mit einem Kleinwagen und spart viel Geld. Zu zweit besetzt ist das Auto ja auch weniger vollgeladen als zu viert.
Wir haben in insgesamt 14 Tagen in NPs keine Leoparden und Spitzmausnashorner gesehen. trotzdem waren wir happy mit unseren Sichtungen und Erlebnissen. Ich denke, gerade wenn man in den staatlichen Parks selber fährt, sollte man sich nicht allzu sehr auf Big5 versteifen. Sonst ist man am Ende enttäuscht, obwohl man ohne Ende Tiere gesehen hat.

Es gibt hier Reiseberichte wie Sand am Meer zu dieser Route. Ich habe auch einen von unserer Reise eingestellt. Wenn man sich da durcharbeitet, kriegt man eigentlich ein ganz gutes Bild, was einen so erwartet...

Viel Spaß euch und Viele Grüße,
Heike

Es haben sich bereits 6 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Jochen1 (3. Januar 2018, 09:31), parabuthus (3. Januar 2018, 08:10), toetske (2. Januar 2018, 23:02), Kitty191 (2. Januar 2018, 21:39), SilkeMa (2. Januar 2018, 20:44), Bär (2. Januar 2018, 20:30)

  • »Schuetzi81« ist männlich

Beiträge: 59

Dabei seit: 28. Dezember 2016

Wohnort: Nottuln

Danksagungen: 326

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 3. Januar 2018, 10:01

Hallo Jochen

Die Route ist grundsätzlich sehr reizvoll, ähnliche Ziele haben wir im November 2017 abgeklappert, allerdings hatten wir vier Wochen Zeit und haben Kapstadt rausgelassen.

Speziell die Drakensberge für eine oder zwei Nächte anzufahren halte ich für sinnfrei. Vor allem wenn Ihr den nördlichsten NP (Royal Natal) besuchen möchtet. Eine oder zwei Nächte lohnen sich dort nicht und der Weg von Durban ist recht weit, danach auch direkt zum Hluhluwe-iMfolozi Park...puh das artet aus meiner Sicht in Stress aus. Wenn ihr die Drakensberge unbedingt sehen möchtet, würde ich allenfalls eine Sanipasstour ab Himeville empfehlen (2 Nächte).

Wo möchtet ihr im iSimangaliso Wetland Park übernachten? Hier würde ich alles von St. Lucia aus machen. Wir hatten dort drei Nächte mit Hippo-Tour, Whale-Watching und Cape vidal (selfdrive).

Die Fahrt von St. Lucia direkt zum Kruger wird sehr lang, wir haben ca. 8 - 9 Stunden in umgekehrter Richtung von Biyamiti nach Hluhluwe-Town benötigt. Für die 60 km vom Biyamiti-Camp bis zum Malelane-Gate haben wir uns natürlich etwas mehr Zeit genommen (ca. 2 - 2,5 Stunden), auch weil wir noch ein Rudel Wildhunde am Straßenrand entdeckt haben, meine Frau konnte sich nur schwer trennen ;-)

Beim Mietwagen könnte ein Kleinwagen reichen, da ihr wohl bei diesem Budget nicht in Privatreservate fahren werdet. Hier sind teilweise tiefe Löcher in den Wegen vorhanden. Die Straßen im Kruger und die Hauptstraßen lassen sich meines Erachtens auch gut mit einem Polo fahren. Wir waren mit der Buchung über billermietwagen.de sehr zufrieden.

Grundsätzlich würde ich euch bei drei Wochen empfehlen, Kapstadt rauszulassen um entspannter den Osten zu erkunden.

dagoep

Fortgeschrittener

Beiträge: 75

Dabei seit: 11. März 2016

Danksagungen: 94

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 3. Januar 2018, 11:09

Tag 10-11 Santa Lucia
Tag 12-13 iSimangaliso Wetland Park
Falls Du Übernachtungsstops aufgelistet hast, sind St. Lucia und der Wetland Park das selbe.


Wale kann man in Kapstadt sehen, aber in Hermanus hast Du fast die Garantie welche zu sehen. Die Strecke von der Waterkant über Bettys Bay dauert aber schon einen halben Tag. Ich würde daher eine Übernachtung in Hermanus einplanen und dann am nächsten Tag weiter nach Durban.


Tag 18-19 Blyde River Canyon Reserve
Tag 20 Fahrt nach Johannesburg
Tag 21 Rückflug
Warum Fahrt ihr nicht direkt vom Blyde River Canyon zum Flughafen? Je nach Rückflugzeit könnt ihr das auch am Abflugtag machen und habt einen Tag gewonnen.

Das Budget halte ich auch für zu knapp bemessen:

2 Flüge: ab 1000€ + Inlandsflug 150€
Mietwagen: ab 300€ für einen Kleinstwagen. Dazu Sprit, Einwegmiete, 2 Fahrer, Maut => ca. 600€?
Unterkunft für 20 Nächte a 70€ => 1400€
Dazu Eintritte, Safari, Essen, Trinken usw. Krüger Park kostet 660R für 2 Personen pro Tag, Tafelberg 600R wenn man Hoch und runter will usw.

Südafrika ist sehr preiswert, aber nicht billig. Die Angaben sind IMHO die Mindestpreise.

Kitty191

Schnürsenkel

Beiträge: 1 814

Danksagungen: 7012

  • Nachricht senden

7

Mittwoch, 3. Januar 2018, 11:33

Hallo dagoep,
da muss ich wiedersprechen. Auch in Cape Vidal kann man übernachten. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Vielleicht ist das vom TE ja tatsächlich so gewünscht?

LG
Kitty

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

dagoep (3. Januar 2018, 11:45)

dagoep

Fortgeschrittener

Beiträge: 75

Dabei seit: 11. März 2016

Danksagungen: 94

  • Nachricht senden

8

Mittwoch, 3. Januar 2018, 11:37

da muss ich wiedersprechen. Auch in Cape Vidal kann man übernachten.
Stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht.

feuernelke

Meister

  • »feuernelke« ist weiblich

Beiträge: 385

Dabei seit: 16. Februar 2014

Wohnort: Rheinland Pfalz

Danksagungen: 457

  • Nachricht senden

9

Freitag, 5. Januar 2018, 09:08

Aufgrund der kalten Nächte ist das Malariarisiko in dieser Zeit niedrig. Ich will nicht sagen, es ist nicht existent, aber wir haben zu viert ohne jede Schutzmaßnahmen höchstens eine Handvoll Mückenstiche abbekommen ( in St Lucia, das feuchter und niedriger gelegen ist als der Rest).
*Klugscheißmodus an* nur leider kann schon ein einziger Mückenstich der Jackpot sein, insofern finde ich es leichtsinnig, ohne jede Schutzmaßnahme in ein Gebiet zu reisen, wo eben ein Risiko besteht, an einer durchaus gefährlichen Krankheit zu erkranken.
es kann- muß aber nicht- ausreichen oder sollte in meinen Augen obligat sein, zumindest geeignete Kleidung zu tragen, auf intakte Moskitonetze zu achten und Repellents zu verwenden. Die beste Prophylaxe ist eben, gar nicht erst gestochen zu werden :)

Juli ist tatsächlich Winter. Ich liebe Wind und rauhes Wetter, von daher kann ich die Region Kapstadt zu jeder Jahreszeit bereisen- aber wir hatten letztes Jahr im September überwiegend "Schietwetter"- kalt, windig, häufig diesig / nebelig. dann sieht die Gardenroute oder auch Kapstadt natürlich nicht so traumhaft aus wie auf den Bildern und man wird evtl. auch nicht die traumhaften Bilder als Erinnerung mitbringen :). Schade war halt, das man kaum einen Abend mal draußen auf Terrasse oder Balkon hätte sitzen können das wäre höchstens mit Sitzsack und dicker Jacke sowie Glühwein gegangen :) aber dafür reist man nicht mach Südafrika :).

Norden / Nordosten kann es nachts zwar kalt werden, tagsüber ist es aber meist deutlich um 20 Grad und höher- d.h. Game Drives im offenen Pirschfahrzeug in Winterausrüstung und später dann gemütlich Chillen vor der Hütte :) aber auch da braucht man abends teils ein ordentliches Grillfeuer oder einne Kamin.

Panoramaroute liegt relativ hoch, da gibt es in den Wintermonaten auch schon mal Schnee.

kOa_Master

Dipl. Ing. Afr.

  • »kOa_Master« ist männlich

Beiträge: 2 117

Dabei seit: 29. April 2014

Wohnort: CH

Danksagungen: 5488

  • Nachricht senden

10

Freitag, 5. Januar 2018, 10:32

*Klugscheißmodus an* nur leider kann schon ein einziger Mückenstich der Jackpot sein, insofern finde ich es leichtsinnig, ohne jede Schutzmaßnahme in ein Gebiet zu reisen, wo eben ein Risiko besteht, an einer durchaus gefährlichen Krankheit zu erkranken.
es kann- muß aber nicht- ausreichen oder sollte in meinen Augen obligat sein, zumindest geeignete Kleidung zu tragen, auf intakte Moskitonetze zu achten und Repellents zu verwenden. Die beste Prophylaxe ist eben, gar nicht erst gestochen zu werden :)

Juli ist tatsächlich Winter. Ich liebe Wind und rauhes Wetter, von daher kann ich die Region Kapstadt zu jeder Jahreszeit bereisen- aber wir hatten letztes Jahr im September überwiegend "Schietwetter"- kalt, windig, häufig diesig / nebelig. dann sieht die Gardenroute oder auch Kapstadt natürlich nicht so traumhaft aus wie auf den Bildern und man wird evtl. auch nicht die traumhaften Bilder als Erinnerung mitbringen :). Schade war halt, das man kaum einen Abend mal draußen auf Terrasse oder Balkon hätte sitzen können das wäre höchstens mit Sitzsack und dicker Jacke sowie Glühwein gegangen :) aber dafür reist man nicht mach Südafrika :).

Norden / Nordosten kann es nachts zwar kalt werden, tagsüber ist es aber meist deutlich um 20 Grad und höher- d.h. Game Drives im offenen Pirschfahrzeug in Winterausrüstung und später dann gemütlich Chillen vor der Hütte :) aber auch da braucht man abends teils ein ordentliches Grillfeuer oder einne Kamin.
Panoramaroute liegt relativ hoch, da gibt es in den Wintermonaten auch schon mal Schnee.


Da bin ich nicht ganz einverstanden.
Vor allem nicht mit deinem Klugscheissermodus-Satz (finde ich überhaupt nicht leichtsinnig, sondern einfach eine Risikoabwägung - Autofahren in Südafrika ist z.B. viel gefährlicher).
Auch die Wettereinschätzungen teile ich nicht so ganz (Juli ist nicht September!). Schnee an der Panorama Route wäre definitiv eine rare Ausnahme und ein Ereignis! (Was nicht heissen soll, dass es nicht scheissenkalt sein kann)
Im Juli wird es morgens und abends ausser an der Küste richtig kalt, dann friert man nach Sonnenuntergang bis zum nächsten Morgen (oder ich zumindest) ;) Gross draussen ums Feuer sitzen ist dann nicht unbedingt.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

M@rie (5. Januar 2018, 11:24)

  • »Liketotravel1« ist weiblich

Beiträge: 160

Dabei seit: 20. November 2016

Wohnort: Aachen

Danksagungen: 1064

  • Nachricht senden

11

Freitag, 5. Januar 2018, 12:25

@feuernelke: es stimmt natürlich, ein Restrisiko bleibt immer (wie bei fast allen Sachen im Leben). Und letztlich muss das natürlich jeder Reisende selber entscheiden, wie er sich da verhält.
Wenn man aber sieht, dass es im Juni/Juli/August nachts deutlich kälter als 15 Grad ist und es wegen der Trockenheit insgesamt wenig Mücken gibt, dann halte ich das Malaria-Risiko für nicht sooo erheblich. Es braucht ja nicht nur den Mückenstich, sondern auch noch den Malariaerreger, der sich in der Mücke entwickeln kann, was unterhalb gewisser Temperaturen nicht klappt. Wie kOa Master schätze ich da andere Risiken höher ein, z.B. den Straßenverkehr in Südafrika. Auch das Verletzungsrisiko beim Skifahren...

Lange Kleidung ab Dämmerung trugen wir im Krügerpark Ende Juli abends und morgens ganz freiwillig - nicht nur zur Malariaprophylaxe ;).
Helle schweißfreie Kleidung und schweißfreie Haut senken übrigens das Risiko gestochen zu werden, massiv ab. Das ist vielen nicht bewusst und man denkt auch nicht immer dran. Abends vor der Dämmerung statt morgens zu duschen und sich danach frische Sachen anzuziehen, ist auf jeden Fall sinnvoll.

Die Kälte nachts haben wir unterschiedlich empfunden. Beim Schlafen war es nie zu kalt. Abends draußen sitzen war im Krüger-Park mit Fleecejacke und langer Hose mit oder ohne Feuer kältetechnisch kein Problem. Mit Feuer war es natürlich gemütlicher und stimmungsvoller...In Graskop (Panoramaroute) und im Royal Natal (Drakensberge) war es abends zum draußen sitzen objektiv gesehen tatsächlich zu kalt. Aber...drinnen grillt es sich so schlecht...und mit ein bisschen gutem Willen ist eigentlich dann doch vieles machbar... ;)

M@rie

Buschbaby

Beiträge: 4 937

Dabei seit: 17. Juli 2009

Wohnort: 9000km nördlich von Nelspruit

Danksagungen: 8251

  • Nachricht senden

12

Freitag, 5. Januar 2018, 12:53

Es braucht ja nicht nur den Mückenstich, sondern auch noch den Malariaerreger, der sich in der Mücke entwickeln kann, was unterhalb gewisser Temperaturen nicht klappt.
genau genommen braucht es den Stich einer weiblichen Anopheles, die sich zuvor bei einem Malariainfiziertem die Plasmodien "abgeholt" hat und nicht jeder Mückenstich ist von einer weiblichen Anopheles ;)
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

  • »Liketotravel1« ist weiblich

Beiträge: 160

Dabei seit: 20. November 2016

Wohnort: Aachen

Danksagungen: 1064

  • Nachricht senden

13

Freitag, 5. Januar 2018, 13:11

ja,
eine weibliche anopheles, die sich Plasmodien abgeholt hat UND in einer so warmen Umgebung lebt, dass sich in ihr die infektiösen Stadien des Erregers entwickeln können, die dann bei einem Stich mit dem Speichel übertragen werden...