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chrissie2006

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Montag, 12. Februar 2018, 17:03

Foriker unterwegs - außerhalb des südlichen Afrikas: Chrissie2006 in Uganda

Uganda war bereits schon mal für September/ Oktober 2016 ins Auge gefasst, aber davon nahmen wir seinerzeit Abstand, da diese Reisezeit – in unseren Augen- nur suboptimal für Uganda ist (die ungeteerten Straßen können durch Regenfälle zu schwer befahrbaren Matsch- und Schlammpisten werden). Als es an die Reiseplanung für den Jahreswechsel 17/18 ging, kamen Costa Rica, Südafrika und Uganda/Ruanda in die engere Auswahl. Südafrika geht eigentlich immer :D , aber es könnte ja auch mal wieder was Neues sein. Costa Rica zog dann im Vergleich mit Uganda den Kürzeren, weil wir uns für dieses Land noch mehr wünschen, weit gehend ohne Vorbuchungen zu reisen und wir (wohl besonders ich :whistling: ) Bedenken hatten, ob wir nicht die reichhaltige Fauna missen würden– auch wenn die Tierwelt Costa Ricas sicherlich auch einiges zu bieten hat.

Viele Informationen – u.a. auch auf der ITB 2016 in Berlin bei Speke (Veranstalter in Uganda) und Douglas von Alpha-rent-a-Car – hatten wir bereits gesammelt und speziell ich las diverse Reiseberichte. Schon in den Überlegungen 2016 zogen wir die Möglichkeit eines Fahrers in Betracht. Trotz der Vorzüge gerade beim erstmaligen Besuch eines Landes konnten wir uns nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden, die meiste Zeit des Tages mit einem Fremden zusammen zu sein (kann ja auch sehr nett sein, wenn die Chemie stimmt). So entschieden wir uns, Uganda als Selbstfahrer zu erkunden.

Das Auto buchten wir bei Douglas und die Unterkünfte sowie die Permits für das Gorilla-Tracking ließen wir durch ihn buchen. Diverse Nachfragen wurden immer zeitnah beantwortet.

Wir hatten ziemlich Respekt vor der Reise, insbesondere vor den Straßenverhältnissen und der Navigation: die Ausschilderung in Uganda ist nicht vergleichbar mit der im südlichen Afrika und auch das Kartenmaterial ist mit Tücken (entweder ist das Material lückenhaft oder man wird immer jeden noch so kleinen Feldweg geführt). Das dämpfte unsere Vorfreude merklich.

Genug geschwafelt, ich freue mich über jeden Mitreisenden. Kommentare sind wie immer willkommen und falls mehr Infos erwünscht sind, einfach nachfragen.

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chrissie2006

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 11:02

Damit ihr wisst, wohin wir euch "entführen", hier mal unsere Planung:

23.12.2017 Flight to Entebbe
24.12.2017 Arrival Entebbe 04:05 h
25.12.2017 Entebbe - Lake Mburo
26.12.2017 Lake Mburo - Lake Bunyonyi
27.12.2017 Lake Bunyonyi
28.12.2017 Lake Bunyonyi - Bwindi NP
29.12.2017 Bwindi NP
30.12.2017 Bwindi NP - Ishasha
31.12.2017 Ishasha-QENP
01.01.2018 Queen Elizabeth Nationalpark
02.01.2018 QENP - Fort Portal
03.01.2018 Fort Portal
04.01.2018 Fort Portal
05.01.2018 Fort Portal
06.01.2018 Fort Portal - Hoima
07.01.2018 Hoima -Kanyigo Pabidi Forest
08.01.2018 Kanyigo Pabidi Forest - MFNP
09.01.2018 Murchison Falls NP
10.01.2018 Murchison Falls NP
11.01.2018 Murchison Falls NP - Entebbe
12.01.2018 Entebbe
13.01.2018 Flight to Europe, dep. 5:00 h

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chrissie2006

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 11:12

Samstag 23.12. / Sonntag 24.12.2017 Flug nach Entebbe

Der Flug über Istanbul nach Entebbe geht bereits um 11:05 Uhr – für uns eine ungewohnte Zeit, die unser übliches Zeitmanagement bei Afrikareisen auf den Kopf stellt. Vielleicht bin ich deswegen im Gegensatz zu sonst nervös und habe Angst, das Flugzeug zu verpassen.
Der Taxifahrer ist nicht sehr gesprächig und arbeitswillig: das Koffer ausladen überlässt er Christian, beim Handgepäck hilft er dann gnädiger weise. :rolleyes:
Diesmal gehen wir schon vergleichsweise früh durch die Sicherheitskontrolle. Christian feixt sich einen, dass ich dieses Mal mit in eine separate Kabine muss, wo der Laptop untersucht werden kann. Prompt zeigt die Probe einen Sprengstoffnachweis an und Beamte von der Bundespolizei werden geholt. Mich stört es nicht, ich habe ein reines Gewissen und so vergeht die Zeit wenigstens etwas, wenn auch nur Zeit im Schneckentempo. Man fragt mich, wohin ich fliege. Entebbe ist ihnen kein Begriff, mit Uganda können sie schon mehr anfangen. :)
Beim Boarding wartet eine Überraschung auf uns: wir werden in die Business Class umgesetzt. 8o
Noch vor dem Start können wir zwischen frisch gepressten Orangensaft, einem Tomatensaft oder einer hausgemachten Limonade mit frischer Minze wählen.
Das Essen wird bereits eine gute halbe Stunde nach dem Abflug serviert. Leider habe ich weder Handy noch Fotoapparat griffbereit. Als Vorspeise gibt es einen frischen Gartensalat mit Olivenöldressing sowie eine Auswahl türkischer meze: Tsatsiki, gefüllte Weinblätter, gegrillte Aubergine und ein warmes Brötchen sowie Guacomole und Käse. Als Nachtisch gibt es eineMango Panna Cotta. Als Hauptgericht steht zur Auswahl:

- ein gegrillter Fleischball nach türkischer Art mit Zucchini und roter Paprika
- oder ein gegrillter Schwertfisch mit cauliflower mousseline oder
- Rigatoni mit hausgemachter-Parmesan-Tomatensauce

Der Transfer für Business Passagiere erfolgt in einem separaten Bus. Die 4 h Aufenthalt auf dem Flughafen vertreiben wir uns mit lesen, rätseln und Leute beobachten. Als wir das Gate wechseln müssen, sehen wir, wie groß der Flughafen tatsächlich ist.

Der Flug nach Entebbe verläuft normal. Für uns ungewohnt ist die planmäßige Zwischenlandung in Kigali. Ich versuche weiter zu dösen, um etwas ausgeruhter anzukommen. Mit etwas Verspätung landen wir in Entebbe (planmäßig wäre es um 4:05 h gewesen).
Obwohl wir weit vorne in der Schlange sind, dauert und zieht es sich hin, bis unser Visum (muss man im Voraus online beantragen, außerdem ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben) im Reisepass eingeklebt ist. Zwischenzeitlich geht der Beamte sogar nochmal vom Schalter weg zu seinem Kollegen im rückwärtigen Bereich, keine Ahnung, was er dort macht.
An der Gepäckausgabe sehe ich, dass die Läden, die SIM-Karten und Airtime verkaufen, über die Weihnachtsfeiertage geschlossen sind. Da uns kein ATM ins Auge fällt, tauschen wir 50,00 € in einer Wechselstube zu einem etwas ungünstigeren Kurs als die nächsten Tage am ATM (1 € = 4.000 UGX, statt 1 € = 4.200 UGX und mehr).
Wir werden schon vom Shuttleservice (durch das Papyrus Guesthouse organisiert) erwartet. Wir sagen dem Fahrer, dass wir uns noch eine SIM Karte am Verkaufsstand außerhalb des Flughafengebäudes besorgen möchten. Für die SIM-Karte kopiert bzw. fotografiert der Verkäufer meinen Pass und mich. ?( Es dauert eine gefühlte Ewigkeit. Gegen 5:20 Uhr sind wir endlich fertig. Nun geht es in hohem Tempo zum Gästehaus, zum Glück sind die Straßen leer.
Als wir am Hotel gegen 5:30 h ankommen, ertönt von irgendwo außerhalb eine Alarmanlage. Mit einer Angestellten vereinbaren wir noch, dass wir heute gegen 9:00 Uhr frühstücken möchten. Dann beziehen wir im ersten Stock einen Garden room. Wir duschen noch, dann legen wir uns kurz nach 6 h hin.

Ich mache hier erstmal Schluss, damit ihr euch auch von der Anreise erholen könnt. :D
Dann gibt es auch die ersten Fotos.

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parabuthus

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 14:09

Ich bin beeindruckt und furchtbar neidisch.

Ihr traut euch ja was. Selbstfahren in Uganda... Ganz großen Respekt!

Vor der Geburt unserer Tochter habe ich ebenfalls mal eine Selbstfahrertour in Ostafrika - allerdings in Tansania - in Erwägung gezogen und kann mir in etwa vorstellen, was euch bei der Reiseplanung beschäftigt haben muß. Das fängt ja schon beim Mietwagen an, vor allem wenn man ohne Fahrer losfahren will. Auch Tanken und Einkaufen sind ja längst kein Selbstläufer...

Ich habe im Kopf seinerzeit auch schon einige mögliche Routen für Uganda durchgespielt und Stationen wie Murchison Falls und Queen Elisabeth Park oder Biwindi sagen mir was. Die anderen Stationen aktuell ehr nichts. Ich bin unglaublich gespannt, wie es euch ergangen ist. Offensichtlich ist ja alles gut gegangen.

Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich mich freuen, wenn du vielleicht ein wenig zum Buchungsprozess (Auto und Unterkünfte) schreiben könntest. Aktuell ist Uganda leider kein Thema für uns aber perspektivisch würde mich das ungemein reizen, nicht nur wegen der Berggorilla.

Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung :thumbup: :danke:

LG

Christian

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sunny_r

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 21:11

Hallo Chrissie

scheint eine interessante Tour zu werden. Da reise ich doch gerne mit.

Ein Arbeitskollge von mir reist häufig nach Uganda. Er ist in einem Verein, die eine Schule in einem Dorf aufgebaut haben. Die Kinder sind i.A. Waisenkinder nachdem die Eltern an HIV verstorben sind.
Aufgrund der von ihm gezeigten Bilder kan ich mir zumindest die "Flachlandstrecken" gut vorstellen.

LG
Rainer

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 11:10

Ich lese hier auch sehr interessiert mit, da das Land mich schon seit Jahren reizt. Aber immer, wenn ich meiner besseren Hälfte was von "selbst Auto fahren" in Uganda erzähle, ist er kurz davor, mich in die Klapse einweisen zu lassen. Auf einen Fahrer bzw. Reisegruppe haben wir nämlich auch keine Lust ...

Ich bin also äußerst gespannt auf eure Erlebnisse! :thumbsup:

Sirkka

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 13:49

Hallo Chrissie,

da komm ich auch mit auf Tour. Uganda steht mit ganz oben auf meiner Liste, auch wenn ich das wohl mit einer organisierten Gruppentour machen muss, nachdem mir der eingeplante Mitreisende aus Budgetgründen abgesprungen ist. Aber auch für die Auswahl der Route können Berichte wie Deiner ja helfen. Ich bin gespannt ... :thumbsup:

LG Anne

chrissie2006

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Donnerstag, 15. Februar 2018, 18:39

Es freut mich, dass der RB auf euer Interesse stößt. 8o


Vor der Geburt unserer Tochter habe ich ebenfalls mal eine Selbstfahrertour in Ostafrika - allerdings in Tansania - in Erwägung gezogen und kann mir in etwa vorstellen, was euch bei der Reiseplanung beschäftigt haben muß. Das fängt ja schon beim Mietwagen an, vor allem wenn man ohne Fahrer losfahren will. Auch Tanken und Einkaufen sind ja längst kein Selbstläufer...

Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich mich freuen, wenn du vielleicht ein wenig zum Buchungsprozess (Auto und Unterkünfte) schreiben könntest. Aktuell ist Uganda leider kein Thema für uns aber perspektivisch würde mich das ungemein reizen, nicht nur wegen der Berggorilla.


Ich denke, eine Selbstfahrertour in Tansania ist ähnlich „herausfordernd“ im Vergleich zum südlichen Afrika, da Selbstfahrer nicht so häufig sind und vielleicht teilweise auch nicht so gern gesehen sind- zumindest was ich von jemanden, der in Tansania als Selbstfahrer unterwegs war, gehört habe.

Mit dem Tanken hatten wir überhaupt keine Probleme, da schon mehr mit dem Einkaufen. Wir waren zB froh, dass wir in der Regel Halbpension hatten, auch wenn besonders mein Mann das Grillen vermisst hat, denn Fleisch zu kaufen, dass draußen in der Sonne hängt…. :rolleyes:

Dagegen war das Buchen des Autos und der Unterkünfte nicht besonders schwierig, da dies alles von Douglas und seinem Team gut gemanagt wurde. Wir hatten im Vorfeld unsere Wunschunterkünfte angegeben bzw. für ein oder zwei Orte haben wir uns von ihm Vorschläge machen lassen, dann bekamen wir die Liste mit den Preisen zurück und als alles zu unserer Zufriedenheit war, haben wir eine Anzahlung und später die Restzahlung geleistet. Da bei Alpha Rent-a-Car keine Kreditkartenzahlung möglich ist, haben wir das Geld jeweils mit WorldRemit überwiesen.

Das Auto haben wir erst vor Ort bezahlt.

Neben (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ist auch noch (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) vertreten, die auch Autos und Unterkünfte vermitteln. Wir haben unterwegs ein Pärchen getroffen, die über diese Firma gebucht haben und auch im Großen und Ganzen zufrieden waren. Die Unterkünfte waren zT sogar günstiger als bei Alpha Rent-a-Car.

Ein Arbeitskollge von mir reist häufig nach Uganda. Er ist in einem Verein, die eine Schule in einem Dorf aufgebaut haben. Die Kinder sind i.A. Waisenkinder nachdem die Eltern an HIV verstorben sind.
Aufgrund der von ihm gezeigten Bilder kan ich mir zumindest die "Flachlandstrecken" gut vorstellen.


Es gibt viele derartige Projekte. Einerseits ist das gut und schön, andererseits natürlich traurig, dass so etwas nötig ist.


Ich lese hier auch sehr interessiert mit, da das Land mich schon seit Jahren reizt. Aber immer, wenn ich meiner besseren Hälfte was von "selbst Auto fahren" in Uganda erzähle, ist er kurz davor, mich in die Klapse einweisen zu lassen. Auf einen Fahrer bzw. Reisegruppe haben wir nämlich auch keine Lust ...

Soviel schon mal vorab: wenn als Selbstfahrer, dann zumindest beim ersten Mal nicht in der Regenzeit


Aber auch für die Auswahl der Route können Berichte wie Deiner ja helfen. Ich bin gespannt ...

Ich hoffe, er wird dir hilfreich sein. Wir sind mehr oder weniger die Standardroute gefahren (wenn auch im Uhrzeigersinn, was meist bei geführten Touren andersrum ist) und haben bewusst Ruanda rausgelassen, um uns lieber mehr auf Uganda zu konzentrieren.

Falls Ihr weitere Fragen habt, nur zu.

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Freitag, 16. Februar 2018, 22:02

Liebe Sabine,

Ich freue mich auf deinen Bericht, den ich dann, soweit ich WLAN habe, in Südafrika verfolgen kann. :thumbsup:

Was ihr euch so alles (zu)traut - :) - Respekt! Aber offensichtlich seid ihr wieder gesund zu Hause angekommen :thumbup: und das ist schön!!!

Lieben Gruß
Renate
Es scheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist.
Nelson Madela

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chrissie2006 (17. Februar 2018, 12:04)

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Samstag, 17. Februar 2018, 12:24

Sonntag 24.12.2017 Entebbe

Halbwegs fit frühstücken wir auf der Veranda des Haupthauses. Weihnachtsgefühle kommen bei uns nicht auf, obwohl hinter uns ein Weihnachtsbaum steht.



Leider hat unser Garden room keinen Safe, daher tauschen wir den Garden room gegen ein Zimmer im Haupthaus. Das hat naturgemäß keinen so schönen Ausblick wie der Garden room, von dem aus wir das Meer sehen konnten.





Dafür ist das Zimmer etwas geräumiger.



Wir bestellen uns ein Taxi zur Viktoria Mall, wo wir uns ein paar Getränke kaufen wollen. Die Verständigung ist nicht immer einfach, da viele ein für uns gewöhnungsbedürftiges Englisch sprechen.
Da das Taxi erst in einer halben Stunde kommen soll, setzen wir uns im Garten hin. Wir sehen Pelikane kreisen und auch einige Vögel hin und her fliegen, aber sie dann anschließend im Baum auszumachen, ist nicht einfach.
Christian entdeckt einen Baum mit großen grünen Früchten. Es sind Jackfrüchte, wie wir später erfahren.






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Samstag, 17. Februar 2018, 12:46

Der Taxifahrer fährt so zur Victoria Mall, dass wir am Eingang vom Botanischen Garten vorbeikommen.
In der Mall heben wir Geld ab und kaufen uns bei KFC ein paar Getränke, da es keinen Lebensmittelladen gibt. Shoprite soll frühestens Ende Januar aufmachen, wie wir zur Abreise erfahren. Meine Uhr hat sich wie schon bei einem der letzten Urlaube auf den afrikanischen Modus umgestellt: sie geht nach und bleibt später ganz stehen. :rolleyes: In keinem Geschäft finde ich während des Urlaubs eine neue Batterie.

Wir gehen die Straße zum Botanischen Garten hinunter. Dort zahlen wir 20.000 UGX Eintritt und verneinen die Frage, ob wir einen Führer haben wollen.

Wir laufen einfach drauf los und schnell schließt sich uns ein anderer Guide ungefragt an. Inzwischen denken wir, dass es vielleicht keine schlechte Idee ist, sich ein wenig was erklären zu lassen, da wir keinen Plan vom Botanischen Garten haben und auch nicht alle Bäume mit Erläuterungstafeln versehen sind.




Ungewohnt für uns, dass man mit dem Auto durch den Botanischen Garten fahren darf. Vielleicht liegt es daran, dass auch ein kleiner Campingplatz vorhanden ist.

Wir sehen diverse Vögel, wie zB den Ross-Turako, der leider für ein Foto zu weit oben im Baum sitzt, außerdem Meerkatzen und Colobus-Affen (Schwarz-weiße Stummelaffen).


beeindruckende Wurzeln


Aus den Blüten des Canonball trees machen Inder Parfum.

Es gibt widersprüchliche Meinungen, ob hier in diesem dschungelartigen Teil des Botanischen Gartens Tarzan-Filme gedreht wurden.



Nach rund einer Stunde ist die Führung zu Ende. Der Guide verlangt 10.000 UGX pro Person, und wenn wir es gut fanden, darf es noch etwas extra sein. :D Wir geben ihm noch 10.000 UGX, auch wenn er mir nur am Anfang genügend Zeit gelassen hat, Fotos zu machen.
Da es noch früher Nachmittag ist, bleiben wir noch im Botanischen Garten. Wir laufen zum Meer und setzen uns an einen überdachten Tisch an der Strandbar, wo wir eine ganze Weile sitzen bleiben. Neben Kormoranen sichten wir auch eine Schafstelze (Yellow Wagtail).
Christian probiert das einheimische Nile-Bier, ich trinke eine Cola Zero.






Als Sichtschutz dienen ausgehöhlte, bepflanzte Bambusstöcke. :thumbup:

Da der Fotoapparat sicherheitshalber auf dem Rückweg im Rucksack verstaut war, gibt es keine Fotos.

Gegen 14:40 Uhr schlendern wir zum Eingang zurück und laufen zur Imperial Mall, um unseren Einkauf zu machen. Dort finden wir aber weder einen Geldautomaten noch einen Supermarkt. Wir fragen eine Frau von der Security vor dem Forex- Büro, wo wir einen Supermarkt finden. Sie meint in Entebbe Downtown, was nicht weit von hier sei.
In Downtown tobt das Leben, es gibt auch einige Bankfilialen mit ATM und zwei Supermärkte. Jedoch sind die Supermärkte nicht das, was wir uns darunter vorstellen. :) Es sind eher Tante-Emma-Läden für Einheimische. Eigentlich möchte ich gern mit dem Taxi zurückfahren, aber so offensichtlich sehen wir keins. Ein Motorradtaxi (Boda-Boda) würden wir an jeder Ecke bekommen, und es wird uns auch mehrfach auf Zuruf angeboten, mitzufahren. Wir verzichten, ua auch, weil es nicht ganz ungefährlich ist, was sich im Laufe des Urlaubs auch bestätigt.
Christians Orientierung ist zuerst sehr gut, dann jedoch müssen wir mehrmals nach dem Weg zum Papyrus Guesthouse fragen. Zum Schluss haben wir überhaupt keine Ahnung mehr, wo's lang geht. :help:

Um 16:00 Uhr kommen wir am Papyrus Guesthouse an, k.o, aber zufrieden. Wir gönnen uns eine erfrischende Dusche. Da wir abends im Guesthouse essen wollen, studieren wir die Speisekarte und geben dann unsere Bestellung für später auf.
Vor dem Abendessen ruhen wir uns noch kurz aus. Dass meine Uhr wieder stehen geblieben ist, bemerke ich erst kurz nach 18:00 Uhr, als es schon Zeit zum Essen ist. :whistling:
Wir haben uns Samosas als Vorspeise bestellt, Christian ein Steak und ich einen Burger. Steak und Burger sind beide mit Pommes und gemischtem Gemüse aus Bohnen, Karotten und Blumenkohl. Christian hat mächtig Kohldampf, aber Pech. Ihm wird statt des Steaks Fisch serviert. Er lässt das Essen austauschen, muss jedoch noch mal Wartezeit in Kauf nehmen, aber es schmeckt ihm (mir auch). Gegen 19:00 Uhr wird es langsam dunkel.
Trotzdem wir den Ventilator im Zimmer laufen haben, sind es fast 30 °C. Dennoch machen wir den Ventilator zum Schlafen aus, da er zu laut ist.
Übernachtung: Papyrus Guesthouse, Garden room, HB

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Samstag, 17. Februar 2018, 13:44

Da der Fotoapparat sicherheitshalber auf dem Rückweg im Rucksack verstaut war, gibt es keine Fotos.

Hallo Chrissie,
hattest Du wirklich Sicherheitsbedenken oder gab es nichts richtig interessantes ;). Manchmal will man ja auch nur etwas weniger auffallen, aber ich weiß nicht, ob das einem als Tourist wirklich gelingt ;).

vielen Dank für Deinen RB :danke: :danke: ! Ich weiß nicht, ob ich Kurt je mal von diesem Reiseziel überzeugen kann. Er meint ja, da er Südafrika noch nicht durch-und durch kennt, lohnen sich andere viel schwerer zu bereisende Länder in Afrika für uns nicht ;). Umso lieber reise ich hier mit :).

VG,
Silke

chrissie2006

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Sonntag, 18. Februar 2018, 11:11

Hallo Silke,

es war eine Mischung aus Bequemlichkeit und "erst-mal-die-Lage-checken". Sicher hat man uns angesehen, dass wir Touristen sind - in Entebbe ist es uns noch nicht so aufgefallen, obwohl ich mich bewusst kaum an andere "Weiße" erinnere-. aber eine Kamera, die offen getragen wird, klaut sich ggf. leichter oder führt erst in Versuchung.

In Südafrika gibt es auch für uns weiße Flecken auf der Landkarte, aber dennoch hat es uns gereizt, mal was Neues auszuprobieren.

LG Chrissie

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Sonntag, 18. Februar 2018, 16:06

25.12. Entebbe – Lake Mburo

In der Nacht schwitzten wir sehr und ein gewisser Geräuschpegel ließ sich auch wahrnehmen. Unter dem Mückennetz muss sich noch mindestens eine Mücke eingeschlichen haben. Ich wurde zweimal gestochen, Christian einmal. X(
Der Wecker klingelt zeitig, denn wir wollen vorab nochmal die Papiere sichten. Da Christian so drängelt, gehen wir schon vor 8:00 Uhr zum Frühstück.

Kaum sitzen wir auf der Terrasse beim Frühstück, kommt der driver (der Name ist uns entfallen :whistling: ) mit dem Toyota Hilux. Wir laden ihn an unserem Tisch zum Kaffee ein und bitten ihn um etwas Geduld, da wir mit ihm erst gegen 9:00 h gerechnet haben, da wir es Douglas so mitgeteilt haben.
Nachdem wir gefrühstückt haben, machen wir die Papiere und alles weitere mit ihm klar:
- den Mietvertrag fürs Auto (Douglas hatte im Vorfeld schon von uns Kopien der Pässe und Führerscheine erhalten)
- wir bezahlen die Fahrzeugmiete in USD
- er gibt uns die Permits fürs Gorilla-Tracking und Kopien der Quittungen, dass die Unterkünfte von Alpha-rent-a-car bezahlt wurden (wir erhalten 60 $ zurück, da zwei Unterkünfte -Kolping House und Boomu Women‘s Group- keine Überweisung sondern Barzahlung bei Anreise gewünscht haben)

Die Prüfung der Permits und Quittungen ergibt keine Beanstandung, aber bei der Fahrzeuginspektion stellt Christian fest, dass der Reservereifen kein Profil mehr hat und am äußeren Reifenrand eine große Beule rausragt. Wir weisen ihn darauf hin und bitten um einen Ersatzreifen. Zuerst heißt es, wir müssten dann mit ihm zur Station in Kampala fahren. Wir willigen ein, obwohl dies genau entgegengesetzt zu unserer Fahrstrecke liegt, aber ohne Reserverad wollen wir keine drei Wochen unterwegs sein. Dann fällt ihm ein, dass die Station heute geschlossen ist (heute ist der 1. Weihnachtsfeiertag- ein Schelm wär dabei böses denkt :S ), und er versucht uns zu beruhigen, dass wir während unseres Urlaubes keinen Ersatzreifen benötigen werden. Wir haben wohl keine Wahl und lassen uns von ihm versichern, dass im Falle eines Falles wir erwarten können, dass Alpha Rent-a-car uns umgehend Ersatz beschafft.
Vorab kann ich schon verraten, dass wir tatsächlich keine Reifenprobleme hatten, dafür aber das ein oder andere kleine und ein größeres Problem. :rolleyes:


Das Foto ist ein paar Tage später entstanden und das einzige (?), das ich vom Auto gemacht habe

Da wir noch Geld abheben und tanken wollen, chauffiert uns der driver noch bis zu einer Kreuzung bei Kisubi, wo die murram road (Erdstraße) abzweigt. Von hier fährt er mit dem Boda-Boda (Motorradtaxi) zurück.
Die murram road ist eine Abkürzung zur Hauptstraße nach Masaka, sonst müsste man über Kampala fahren. Es geht sehr lebhaft zu: Tiere, viele Leute und auch einiges an Verkehr, überwiegend aber Motorradfahrer. Zum Teil haben die Leute ihre Sonntagskleidung an, einige Männer tragen Anzug. Daneben sehen wir aber auch Personen in ärmlicher Kleidung. Vor allem Frauen schleppen die schweren Wasserkanister. Die Straße staubt sehr stark, was man auch an den Bananenstauden und anderen Pflanzen am Straßenrand sieht. Sie haben alle eine dunkle Staubschicht.


wir empfinden es in Uganda sehr grün




Die Moscheen machen äußerlich vom Zustand her meist einen besseren Eindruck als die Kirchen

Nach einer knappen Stunde erreichen wir die Teerstraße nach Masaka.


Sorry, für die dreckige WIndschutzscheibe :blush:

Auch wir machen am Äquator Fotos, halten uns aber nicht lange auf. Es ist jedoch ein beliebter Stopp, wie man an den unzähligen (Souvenir-)Ständen sieht.





Einige Kilometer hinter dem Äquatordenkmal werden Fische am Straßenrand angeboten. Auch wenn man ihn von der Straße aus nicht sehen kann, der Lake Victoria und die Swamps sind nicht weit.

Wir passieren Masaka



und halten eine gute halbe Stunde später in einem nicht so großen Ort wie Masaka, um Getränke zu kaufen. Auch hier tobt das Leben, wenn auch nicht ganz so extrem wie in der Innenstadt von Masaka.




Hühner warten in engen Käfigen auf ihren Verkauf



Da ich nötig auf Toilette muss und sich keine Gelegenheit am Straßenrand bietet, fährt Christian zum Bridges Malombo Country Home oder so ähnlich rein. Wir fragen nach, ob ich die Toilette benutzen darf. Christian nutzt anschließend auch gleich die Chance. Wir hätten gern auch einen Kaffee hier getrunken, aber es werden nur kalte Getränke angeboten.

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chrissie2006

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Sonntag, 18. Februar 2018, 16:16

Im Eagle’s Nest werden wir mit einem Begrüßungsdrink empfangen und erhalten ein kurzes briefing.





Nachdem wir das Gepäck in unser Zelt (Nr. 1) gebracht haben, lassen wir uns jeder ein Käse-Tomaten-Sandwich mit Pommes schmecken.



Leider lohnt es sich nicht mehr, in den Lake Mburo Nationalpark zu fahren, obwohl er quasi vor der „Haustür“ liegt. Christian ist ein bisschen ko und scheut sicher auch die steile Abfahrt vom Camp und darüber hinaus ist es kein preiswertes Vergnügen (wie auch die anderen Nationalparks - zB. Queen Elizabeth NP, Murchison Falls NP- in Uganda): 40 US$ pP zuzüglich Auto (10 US$?). Hier hätten wir vielleicht doch noch eine zweite Nacht einplanen sollen. :S

So verbringen wir den Rest des Nachmittags in der Anlage, sehen uns ein wenig um und lesen im Reiseführer. Von unserer Terrasse vor dem Zelt sehen wir Impalas, Zebras, Wasserböcke und Warzenschweine. Alle jedoch in größerer Entfernung.


Blick in die Richtung, aus der wir gekommen sind


Der See liegt bereits im Mburo Nationalpark


vor den anderen Zelten ist der Weg bepflanzt, die Aussicht ist jedoch die gleiche

Mir kratzt es im Hals und die Nase läuft etwas. Ich hoffe, dass ich auf irgendwelche Pollen allergisch reagiere, schließlich blüht hier allerlei, und nicht, dass ich mich bei Christian mit einer Erkältung angesteckt habe, denn am 29.12. soll das Gorilla-Tracking stattfinden – Personen mit ansteckenden Erkrankungen dürfen zum Schutze der Gorillas nicht teilnehmen.

Gegen 19:30 Uhr gibt es das Abendessen (Zwiebelsuppe, Hühnchen mit Pilzsauce, Kartoffeln, Reis sowie gemischtes Gemüse aus Bohnen und Karotten). Es schmeckt, ist aber auch nichts Besonderes. Zum Nachtisch gibt es relativ trockenen Schokoladenkuchen mit Schokoladensauce. Zum Abschluss gönne ich mir noch einen doppelten Amarula. :wine:
Auch heute müssen wir uns schon das Frühstück für morgen früh aussuchen und die Zeit dafür angeben.
Gegen 21:30 Uhr gehen wir schlafen.
Übernachtung: Eagle’s Nest, tent double, HB
Kilometer: 262

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Mittwoch, 21. Februar 2018, 08:48

Mit Bärs Hilfe kann ich euch auch unsere Route auf der Karte zeigen:

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

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Freitag, 23. Februar 2018, 11:38

26.12. Lake Mburo – Lake Bunyonyi

Die Nacht war etwas unruhig, wir hören abends noch andere Gäste an unserem Zelt vorbeilaufen. In der Nacht weht der Wind recht heftig. Gegen Morgen hören wir Hähne krähen und Hippos grunzen. :)
Obwohl wir früh aufstehen, nerven die laut ins Schloss fallenden metallenen Türen des ablution blocks hinter unserem Zelt (für die Zelte, die nicht so wie wir ein eigenes Bad haben). Außerdem kommen von dort unangenehme Gerüche zu uns herüber. :thumbdown:
Wir haben gestern beim Rundgang durch die Anlage schon festgestellt, dass die Lage unseres Zeltes nicht die Beste ist: der Blick ist zwar nicht schlecht, aber die Zelte stehen recht eng zusammen und sind nicht so separiert wie die Zelte, die, von der Rezeption aus gesehen, geradezu am Hang stehen. Auch gibt es bei uns keine Bepflanzungen. Wir vermuten, dass unsere Zelte und die ohne eigenes Bad erst später aufgestellt wurden, um im Eagle’s Nest noch mehr Gäste beherbergen zu können. Für unseren Geschmack stehen die Zelte zu dicht, denn gerade in so einer Lage möchte man auch ein wenig Privatsphäre genießen.

Es ist noch ziemlich frisch und sehr bewölkt, dennoch sehen wir zumindest teilweise den Sonnenaufgang.



Zum Frühstück gibt es einen Obstteller mit Wassermelone, Ananas und zwei kleinen Baby-Bananen. Dazu unser bestelltes Omelett und zwei Scheiben Toast.



Wir begleichen unsere Rechnung, dann geht es zum Lake Bunyonyi. Der Weg vom Eagle’s Nest hinunter zur Piste ist nicht so schlimm wie befürchtet. Wir kommen an einigen Siedlungen und Bananenplantagen vorbei, Ziegen und Hunde stehen am Wegesrand, an den Hängen grasen Kühe. Das Navi hätte uns mehrmals anders zur Hauptstraße führen wollen, aber so gut ist unser Gedächtnis noch, dass wir uns an den gestrigen Hinweg erinnern können. :D


Ankolerind

Den Nakumatt Supermarkt in Mbarara scheint es nicht mehr zu geben. Christian kauft daher im Kirimi Supermarkt Wasser und Kekse.







Während der Fahrt sehen wir viele Schildraben, Marabus, Pelikane. Ich entdecke sogar zwei Kronenkraniche. Der höchste Punkt unserer heutigen Tour liegt auf 2075 m Höhe.


aber ob das hier war ?(

Für mich ist es wieder schwierig, eine halbwegs geeignete Stelle zum Pinkeln zu finden. :whistling:

Wir tanken in Kabale und erreichen gegen 14 h das Lake Bunyonyi Overland Resort.



Unser Zimmer ist noch nicht fertig. Da Christian Hunger hat, wollen wir im Restaurant des Resorts etwas essen. Wir warten über eine Stunde, bis das Essen endlich auf dem Tisch steht (im Verlauf der Reise werden wir feststellen, dass es hier üblich ist, bis zu einer Stunde aufs Essen zu warten, wenn man nicht wie zB im Papyrus Guesthouse im Vorfeld seine Bestellung aufgibt). Christian schmeckt sein Schnitzel mit Pilzsauce, Gemüse und Pommes. Mein Pfannengemüse kann man essen.




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Freitag, 23. Februar 2018, 11:47

Wir sind beide stark enttäuscht von unserem Zimmer: es sieht sehr heruntergekommen und düster aus. Es besteht aus zwei Betten, einem Nachttisch, einem kleinen Sideboard und einem Einbauschrank. Immerhin hat es eine Toilette und eine Dusche, aber die Toilette läuft ewig nach.


auf dem Foto wirkt es nicht so düster, wie wir es empfunden haben, vielleicht weil man die dunkle Decke nicht sieht

Uns bedrückt der dunkle Raum, außerdem wollten wir uns sowieso noch etwas in Kabale umschauen. Da im Reise Know-How Reiseführer die Anfahrt zum See von Kabale aus etwas anderes beschrieben wird, als wir vorhin gefahren sind, wollen wir diese Strecke probieren und fahren daher rechts aus dem Resort heraus am See entlang. Leider ist es sehr bewölkt, denn es bieten sich immer wieder schöne Aussichten auf den Lake Bunyonyi.





Der Weg wird schnell enger und lässt uns hoffen, dass keiner entgegenkommt.



Nach einer Weile sind wir unsicher, ob es hier wirklich nach Kabale geht, denn eigentlich müsste eine Straße/ Piste Richtung Landesinnere abgehen. Wir fragen ein paar Jugendliche, die am Wegesrand sitzen. Da es gemäß ihrer Auskunft hier nicht mehr weitergeht, wenden wir. Auf dem Rückweg steht eine junge Frau mitten auf dem Weg und ist nicht gewillt, ihn freimachen, vielleicht ist sie zugedröhnt. Ihr Begleiter überredet sie jedoch, den Weg freizugeben. :huh:


Kronenkranich - wohl das Highlight unserer Irrfahrt

Nach einer guten Stunde sind wir zurück im Resort. Für heute haben wir genug.
Wir spazieren vor dem Abendessen noch durch die sehr gepflegte Anlage des Resorts. Wenn die Zimmer nur in einem halb so guten Zustand wären, wären wir schon zufrieden.









Das Essen vom Buffet ist nicht besonders gut, außerdem ist es schon kalt. Wir vermuten, dass es mehr oder weniger die Reste vom Mittagsbuffet sind :thumbdown: . Es gibt Nudeln, Kartoffeln, nur noch ganz wenig Reis, dazu gebratene Schnitzelteile, gemischtes Gemüse, Chapati und eine Kürbissuppe.

Im Zimmer ist es kühl, daher kriechen wir nach dem Duschen bald unter die Bettdecke.

Übernachtung: Lake Bunyonyi Overland Resort, double cottage, HB
Kilometer: 211

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Montag, 26. Februar 2018, 18:27

27.12. Lake Bunyonyi

Die Nacht war recht frisch, aber relativ ruhig. Gegen 6:30 h setzt ein großes, vielstimmiges Vogelkonzert ein. :)
Mein Taschentuchverbrauch in der Nacht war rekordverdächtig, aber als wir aufstehen, gib die Triefnase erstmal Ruhe. Im Zimmer ist sehr frisch mit 18 °C.

Das Frühstück ist nichts Besonderes, aber im Vergleich zum Abendbrot ist es wenigstens halbwegs warm. Es gibt Omelett, Würstchen, die Christian nicht schmecken (ich esse so etwas morgens nicht), dazu Bohnen und Kartoffeln. Außerdem gibt es Toast, Marmelade und Margarine sowie Obst (Wassermelone, Ananas und Bananen). Als wir schon mit dem Essen fertig sind, wird auch noch ein stark verdünnter Saft hingestellt. Der Kellner versucht uns ein paar Bootstouren oder eine Tour zu den Pygmäen anzudrehen. Außer uns sind nur zwei weitere Frauen beim Frühstück.



Wir haben heute kein „Programm“, vielleicht organisieren wir uns selbst eine Bootstour, aber zuerst schlendern wir durch die Anlage, die besonders morgens ein Vogelparadies (u. a. Webervögel, Nektarvögel, Schildraben, Ibisse und mousebirds) ist. Durch Mark und Bein gehen uns allerdings quiekende Schreie, als ob Schweine geschlachtet werden. ;(


Yellow-backed Weaver?


Marico Sunbird?


Red-chested cuckoo


Für Gehbehinderte nicht empfehlenswert




Auf der LIege liegt ein Angestellter

Wir werfen einen Blick in die Cottages 1-4, die grün gestrichen sind, sie haben zwar kein Moskitonetz, wirken aber insgesamt freundlicher.



Wir haben kaum das Gelände verlassen, um nach Kabale zu fahren, da irritieren uns zwei Leuchten: einmal O/D off und das Warnzeichen, dass die Handbremse angezogen ist. Nach einem kurzen Moment des Fahrens geht die Leuchte für die Handbremse immer wieder aus, um kurz darauf wieder aufzuleuchten. Als Christian sich über die geöffnete offener Motorhaube beugt, wird er von einem Passanten gefragt, ob alles in Ordnung sei. Da die O/D off-Leuchte nicht ausgeht und wir keine Bedienungsanleitung für den Hilux haben, fragt er ihn nach der Bedeutung der Leuchte. Es ist nur der Overdrive.

In Kabale erstehen im Royal Supermarkt einige alkoholische Getränke („Sundowner), Wasser, Chips und Postkarten (ja, ich und ein paar Freunde sind noch so altmodisch 8) ).
In der Post halten wir etwas Smalltalk mit einem Mann, als wir auf den Postangestellten warten. Wir sehen ihn später nochmal in einer Seitenstraße, als wir umherlaufen. Eine Batterie für meine Uhr suchen wir vergeblich.
Bei der Stanbic Bank wollen wir zweimal eine Million abholen, bekommen aber nur eine Million ausgezahlt. Die zweite Transaktion bricht der Automat ab (bei der Visacardabrechnung ist das erkennbar: zweimal eine Million abgebucht und eine Million gut geschrieben).






Man achte auf die blitzblanken Fahrräder




die gelben Wasserkanister sind ein typisches Bild in Uganda - mitunter sogar mit einer Banane als Verschluss

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chrissie2006

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  • »chrissie2006« ist der Autor dieses Themas

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20

Montag, 26. Februar 2018, 18:39

Das im Bradt Reiseführer angepriesene Lake View Coffee House oberhalb des Sees in Kachwakamo steht leider leer.





Daher fahren wir zu den in der Nähe liegenden Arcadia Cottages. Wir wählen Hühnchenpizza für Christian und ein Curry für mich. Die Stunde Wartezeit lässt sich bei dem Ausblick schon vertreiben.





Wir lassen den Jungen und das Mädchen vom Nachbartisch durch unser Fernglas schauen. Obwohl ihre Eltern wohl zu der besser verdienenden schwarzen Bevölkerung gehört, kennen sie es nicht. Es ist noch ein weiterer Tisch mit zwei Frauen und einem Mann besetzt. Das Essen schmeckt uns gut, nur Christian meint, seine Pizza könnte größer sein. Sie ist aber sehr gut belegt. Auch auf die Rechnung warten wir eine ganze Weile.

Den restlichen Nachmittag wollen wir im Resort am Wasser verbringen, da der Himmel sich zugezogen hat und eine Bootstour nicht mehr erstrebenswert erscheint.
Das Konfetti, das heute früh am Unterstand beim Camperbereich lag, liegt auch jetzt noch dort. Ein Angestellter hatte uns am Morgen angeboten, unsere Wäsche zu waschen und hatte schon einen Besen in der Hand, aber als wir sein Angebot ablehnen, legte er auch gleich den Besen nieder. :thumbdown:



Christian geht zwischendurch zurück zum Zimmer, um unsere Akkus zu laden. Ausgerechnet da fängt es an zu regnen. Zum Glück regnet es nicht sehr lange, aber so wie der Himmel aussieht, könnte es durchaus nochmal regnen.
Er weist mich auf eine Schlange hin, aber bei genauerem flüchtigem Hinsehen sind wir der Meinung, dass es ein Otter gewesen sein könnte. Wir beobachten die Wasseroberfläche und hoffen, dass das Tier vielleicht in unserer Nähe an Land geht, aber leider sehen wir es nicht mehr.
Da uns kalt wird, gehen wir zurück ins Zimmer bzw. auf unsere „Terrasse“.



Später gehen wir zur Bar, wo Christian ein Bier und ich einen Kaffee trinke. Unter den Behältern des Buffets brennt der Kocher. Wir vermuten, dass es das Buffet vom Mittagessen ist.

Der Kellner fragt uns beim Abendessen, ob wir vom Buffet essen oder à la carte bestellen wollen. Wir entscheiden uns für à la carte. Ich bestelle das, was Christian gestern hatte (Schnitzel mit Pilzsauce und Gemüse) und Christian bestellt ein mexikanisches Steak mit Pommes und Reis. Wir sind gespannt, wie lange wir heute warten. Noch ist nicht so viel los. Das Buffet scheint heute warm zu sein, es qualmt richtig. Es gibt auch eine Obstplatte und Kaffee. Warum gab es das gestern nicht? :cursing:

Als das Essen nach gut einer Stunde serviert wird, bin ich durchgefroren. Christian organisiert mir einen Kaffee vom Buffet, wobei der Ober meint, wir können auch beim Obst zugreifen. Darauf verzichten wir beide.
Relativ früh für die letzten Tage liegen wir im Bett.
Übernachtung: Lake Bunyonyi Overland Resort, double cottage
Kilometer: 27

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