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Hector

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Dienstag, 24. April 2018, 18:38

Tag 9 | Wandern mit Ausblick auf Wale & Co

Samstag, 28.10.2017

Nach dem leckeren Frühstück besorgen wir uns beim Farm-Laden noch Proviant für den Tag und dann geht's los nach Plettenberg Bay. Das erste Ziel ist die Werkstatt "Supa Quick Tyre Experts" – sie werden ihrem Namen gerecht. Nach 15 Minuten ist das Loch im Reifen repariert und der Ersatzreifen wieder verstaut. Wir nehmen die Schraube als Erinnerung mit und sind dann gespannt auf das Robberg Nature Reserve. Vom Parkplatz aus wandern wir bei strahlendem Sonnenschein los auf die Halbinsel.





An der ersten Gabelung für den kürzesten der drei Rundwege machen wir einen Stopp und genießen die Aussicht. Auf dem Wasser bewegt sich etwas, dann etwas später nochmal. Es dauert etwas, bis wir es mit Ferngläsern und Fotoapparat eingefangen haben: es ist tatsächlich die Schwanzflosse eines Wals, die kurz aus dem Wasser aufblitzt. Das geht ja gut los!



Wir laufen weiter, bis man eine Kolonie von Seebären von oben sehen kann. Unterwegs entdecken die Jungs große Heuschrecken, u.a. auch zwei Männchen, die sich um ein noch größeres Weibchen balgen. Der Weg ist wirklich eindrucksvoll. Wir überlegen, ob auch beim Wandern Linksverkehr gilt, doch da wir meist deutschen Touristen begegnen, halten sich alle an engen Stellen rechts. An dem Abzweig zur Sanddüne angekommen, laufen wir zunächst noch ein Stück weiter geradeaus und machen eine Pause für eine kleine Stärkung und eine neue Schicht Sonnencreme.







Wir entdecken noch ein paar Seebären und laufen dann zum Abzweig zurück und die große Düne runter zum Wasser. Der Ausblick ist grandios und wir sind total happy. Die Jungs flitzen barfuß im Sand herum, bevor es dann über eine schöne felsige Stecke wieder zurück Richtung Ausgangspunkt geht.





Am ersten Abzweig machen wir nochmal eine Pause, der Schatten tut gut. Ich schaue um's Eck zum Aussichtspunkt, an dem wir morgens den Wal gesehen haben, vielleicht gibt's wieder etwas zu entdecken. Da ruft ein Deutscher mit riesigem Fernglas, dass Delfine zu sehen sind. Ich hole die Jungs und auch wir sehen die Delfine, die immer wieder über Wasser auftauchen. Schnell sind sie außer Sichtweite, aber beeindruckend war es. Nach dem ersten Wal nun unsere ersten Delfine!



Kurz vor dem Parkplatz entdecken wir auf dem Meer erneut etwas. Es ist recht weit entfernt, aber dann doch eindeutig eine Schwanzflosse. Wir gehen zum Aussichtspunkt am Parkplatz, um die Fotoapparate auf das Holzgeländer zu legen. Nur so gibt's eine Chance auf nicht verwackelte Bilder. Ich versuche Fotos zu machen, unser Großer macht Videoclips. Sehr zufrieden mit der Ausbeute und absolut beseelt vom Anblick der Wale und der tollen Wanderung fahren wir mit dem Auto ins Zentrum von Plett.







Die Jungs wollen so gerne rein ins Meer und wir gehen zum gut gefüllten Main Beach, wo wir uns hinsichtlich der Strömungen sicher fühlen. Trotz Sonne fröstele ich im Wind und beobachte das Treiben gut eingemummelt, während sich mein Mann und die Jungs in die Wellen des indischen Ozeans werfen. Sie sind schwer begeistert.

Wieder im Auto haben wir Lust auf ein Eis, aber nicht so viel Lust auf weitere Erkundungen von Plett und so fahren wir kurzentschlossen am Backpacker vorbei zur Bloukrans Bridge. Leider sind wir ein paar Minuten zu spät, um den letzten Bungee Sprung des Tages noch zu sehen. Aber auch so ist es sehr eindrücklich. Im Restaurant läuft Rugby im TV und die Bungee-Mitarbeiter verfolgen das Spiel mit großem Enthusiasmus. Die Souvenir-Verkäufer versuchen erfolglos uns als Kunden zu gewinnen und sind recht hartnäckig, aber freundlich und zu Smalltalk aufgelegt.

Zurück im Backpacker machen wir uns ans Packen. Zum Abendessen gibt es Potjiekos, ein deftiger Eintopf aus einem gusseisernen Topf über dem offenen Feuer gekocht, dazu der traditionelle Maisbrei Pap.

Wir haben uns sehr wohl gefühlt in dem Backpacker. Die Atmosphäre war schon besonders, überall waren liebevoll gestaltete kleine Kunstwerke zu entdecken, man spürt an vielen Details das Herzblut, was dahintersteckt. Die Zimmer sind schon sehr einfach gehalten, aber für alle, die das nicht stört und die ein bisschen auf den Geldbeutel schauen müssen, ist das vielleicht ein Tipp. Auch die regionalen Gerichte abends waren eine schöne Bereicherung.






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Hector

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Dienstag, 24. April 2018, 20:52

Tag 10 | Reisetag mit mehrfachen Bade-Freuden

Sonntag, 29.10.2017

Heute ist ein Reisetag, die längste Fahrstrecke des Urlaubs wartet auf uns. Weil wir gerne nochmal ins Meer möchten, entscheiden wir uns für einen Badestopp in Mossel Bay auf der Hälfte der Strecke. Die Morgensonne wärmt uns beim schnellen Frühstück auf der Terrasse und wir machen uns zeitig auf dem Weg. In und um Knysna sieht man deutlich die Folgen der Waldbrände. Wir bestaunen die Lagune nur aus dem Auto heraus, halten nur an einer Tankstelle für ein bisschen Proviant und eine Stange Koeksisters zum Probieren.

In Mossel Bay fahren wir am ersten Strand vorbei, weil er uns zu leer ist. Der nächste Strand ist gut besucht und es gibt die ganze Infrastruktur mit Toiletten, Duschen, Café und kleinen Läden. Nach einigem Abwägen entscheiden wir uns, die Pässe und Kreditkarten im Auto zu lassen. Das erscheint weniger riskant als im Rucksack am Strand. Es ist mittlerweile 29° C und das Baden im Ozean ist ein großer Spaß. Unser Kleiner nutzt eine herrenlose Schaufel für große Buddeleien, der Große braucht nicht allzu viel Überredungskunst, damit wir ein kleines Surfbrett kaufen. Nur so ein richtig kleines. Und so genießen wir Wellen, Sand und Sonne und das bunte sonntägliche Treiben am Strand. Etwas entfernt wird mit großem Eifer Rugby gespielt, eine Gruppe Mädchen spielt in Klamotten am und im Wasser, fünf Jungs um die zehn Jahre mit blau bemalten Gesichtern toben im Wasser und suchen dann wieder den Schatten an bzw. fast unter einem Gebäude am Strand, das gerade aus dem Winterschlaf geweckt wird. Zwei junge Männer ziehen mühsam ihr Paddelboot den Wellen entgegen um dann im richtigen Moment mit viel Schwung von einer Welle getragen zum Strand zurück zu flitzen.



Mit knurrendem Magen fahren wir zu einem Supermarkt, kaufen Vorräte für die nächsten Tage und essen eine schnelle Pizza bei Debonairs. Dann machen wir uns auf den Weg nach Swellendam zum Bontebok Nationalpark. Die Jungs schlafen eine Runde, wir erfreuen uns an den tollen Bergen, die uns zur rechten Seite begleiten. Die zwei Stunden vergehen schnell. Ein bisschen müssen wir den Eingang zum Nationalpark suchen, denn der Navi kennt nur die alte Zufahrt. Nach einem sehr netten Small Talk mit der Frau an der Rezeption zuckeln wir dann mit dem Auto über einen steinigen Weg zum Restcamp.



Dort angekommen staunen wir nicht schlecht: unser Holzchalet liegt am Rand des Camps mit direktem Blick auf den Breede River. Mit so einer Idylle hatten wir nicht gerechnet. Das Chalet hat es uns sofort angetan, mit großen bodentiefe Fenster, lichtdurchflutet. Wir bitten telefonisch um noch zwei Mal Bettwäsche, da das Schlafsofa nicht bezogen war. Ein paar Minuten später war alles da und nachdem ich am Flussufer eine Badestelle entdeckt habe, sind wir mit Badeklamotten los und genießen ein erfrischendes Bad mit grandioser Aussicht auf die Langeberg Mountains. Unser Großer nimmt seinen Fotoapparat mit ins Wasser, bisher haben wir nie ausprobiert gehabt, ob er wirklich wasserdicht ist. Wir schwimmen bis zu der natürlichen Staustufe aus großen Steinen und lauschen den Vögeln. Wir sind ganz alleine an diesem tollen Ort. Zurück am Chalet zeigt sich, dass die Badelatschen sich sehr gelohnt haben – die Sohlen sind übersät mit kleinen Dornen.





Wir stärken uns kurz und brechen dann nochmal auf für eine kleine Erkundungsrunde durch den Park. Denn morgen früh wollen wir zeitig los. Direkt im Camp begegnet uns der erste namensgebende Bontebok , der gemütlich dort herumspaziert. Dann sehen wir lange nichts, bis wir in einiger Entfernung ein paar weitere Bonteboks entdecken. Die Landschaft ist - bis auf die Berge im Hintergrund - recht unspektakulär und es ist wirklich wenig los. Eine Gruppe Enten tappelt auf dem Weg vor uns. Als wir uns nähern laufen sie nicht seitlich weg, sondern geradeaus weiter. Als wir bremsen, bleiben sie stehen, als wir anfahren laufen sie wieder los. So geht das 5 Minuten lang, wir haben Lachtränen in den Augen. Nach und nach entdecken sie dann den (seitlichen) Ausweg aus ihrem Dilemma. Zum Abschluss der Runde kommen wir dann noch an ein paar Zebras vorbei. Es ist ein tolles Bild, wie sie da im Abendlicht stehen.





Zurück im Camp machen wir uns ans Spaghetti kochen. Beim Abendessen auf der Terrasse genießen wir den tollen Sonnenuntergang über dem Fluss und vor den Umrissen der imposanten Aloe-Pflanzen. Auch wenn es nicht ganz der Klischee-Afrika-Sonnenuntergang ist – für uns ist das ein sehr eindrücklicher Moment des Urlaubs.






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Hector

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Dienstag, 24. April 2018, 22:52

Tag 11 | Vom Südzipfel Afrikas zum Wal-Überfluss

Montag, 30.10.2017

Es verspricht wieder, ein sonniger warmer Tag zu werden. Nach dem Frühstück auf der Terrasse packen wir unsere Sachen ins Auto. Die Jungs entdecken unter dem Auto eine Schildkröte, die dann gemütlich darunter hervorkommt. Wir beobachten sie eine lange Weile und sind sehr fasziniert von diesem Geschöpf.



Wir entscheiden uns gegen eine Entdeckungsrunde durch Swellendam und für mehr Zeit am Südzipfel Afrikas und an unserem nächsten Übernachtungsort De Kelders. Und so geht's gleich rauf auf die Straße und anderthalb Stunden lang fast schnurgerade Richtung Süden bis zum Meer. Unterwegs fallen die vielen landwirtschaftlich genutzten Felder auf, die wir bisher so unterwegs nicht gesehen haben. Die Landschaft ist sehr hügelig, die Felder zum Teil toll gemustert, wir sehen viele Schafe und Kühe. Auch einige alte große Windräder aus Metall entdecken wir.

Die ab Struisbaai sehr präsenten kleinen weißen Häuser sind wirklich malerisch. Wir fahren durch bis Agulhas. Am Leuchtturm angekommen haben wir einen ungewohnten Anflug von Bequemlichkeit und entscheiden, mit dem Auto vor bis zum Parkplatz an der Südspitze zu fahren. Da wir durch eine Baustelle an der Straße zunächst den Abzweig verpassen, parken wir ein Stück weiter und laufen zu den Felsen runter, hinter denen ein Schiffswrack im Wasser liegt. Zwischen den Felsen liegen überall lange, schwarze, vertrocknete „Röhren“, die mal Wasserpflanzen waren. Auf den Röhren sitzen zum Teil kleine blaue prall mit Luft gefüllte "Luftkissen". Wir spekulieren worum es sich dabei handelt, es wirkt wie Plastik. Wir sind ganz alleine, klettern auf den Felsen rum und bestaunen das Wrack. Das Meer ist sehr ruhig, es ist richtig warm und die Jungs wollen gerne baden. Vielleicht später.



Wir fahren dann mit dem Auto das kleine Stück zum Parkplatz zurück und sind auf einen Schlag mitten im Touristengewimmel. Die Schlange zum obligatorischen Foto an der großen Tafel ist kurz und eine nette Britin fotografiert uns. Wir erkunden noch ein bisschen die Felsen in der Umgebung. Als es nicht mehr näher ans Wasser heran geht, entdeckt mein Mann eine Robbe im Wasser. Wir sitzen auf den Felsen, beobachten aus einiger Entfernung die nun lange Touristenschlange und scherzen, dass wir jetzt wirklich am südlichsten Punkt Afrikas sind, nochmal ein gutes Stück südlicher als die Tafel.

Am Parkplatz schauen wir uns die großen Bauarbeiten an. Ein riesiger Kompass mit Afrika-Karte wird aus Steinplatten auf dem Boden gestaltet. Sieht nach einem schicken neuen Fotomotiv aus. Dann fahren wir nach Struisbaai zum Hafen, vielleicht sehen wir den Rochen Parrie und auf jeden Fall wollen wir zum Pelican Café zum Mittagessen. Das waren zwei der unzählig vielen guten Empfehlungen aus dem Forum, die wir genutzt haben. Der Rochen ist leider nicht da, aber dafür ist die Szenerie wirklich malerisch mit dem türkisenen Wasser und den bunten Fischerbooten. Das Pelican Café hat uns sehr gefallen, mit Seafood Pfanne und Hake gab es die ersten maritimen Gerichte des Urlaubs.



Nachdem wir telefonisch geklärt haben, dass wir bei unserer Unterkunft in De Kelders ankommen können, wann wir möchten, weil der Schlüssel hinterlegt ist, kommt der Badewunsch wieder auf. Als Ziel wählen wir nach Blick in den Reiseführer Grotto Beach in Hermanus aus. Die anderthalb Stunden Fahrt verlaufen recht zügig und am Parkplatz angekommen haben wir schon Routine, was das Verstauen der Wertsachen anging. Vor der beeindruckenden Bergkulisse geht's dann mit großer Freude ins Wasser und in die Wellen, bei 31°C eine tolle Abkühlung. Beim Buddeln entdecken wir Schnecken en masse, die sich wahnsinnig schnell wieder in den feuchten Sand reindrehen, sobald wir sie lassen. Auch große flache Muscheln sehen wir, "mit Füllung", und beobachten, mit welcher Taktik sie sich in den Sand zurück buddeln, so ganz ohne Arme.





Gegen 16.30 Uhr fahren wir dann die halbe Stunde zurück nach De Kelders. Unser Häuschen hat uns dann schwer begeistert: sehr großzügige Räumlichkeiten, liebevoll eingerichtet, dazu eine Garage mit Waschmaschine, Wäscheständer, etc. und ein toller Blick aufs Meer Richtung Walker Bay und auch in Richtung Gansbaai. Beim ersten Erkunden schaue ich aus dem Fenster und erwähne, dass das flache schwarze Etwas da im Wasser eigentlich ein Wal sein könnte. Mein Mann glaubt, dass es ein Stein ist und wir belassen es dabei. Beim Koffer rumräumen schaue ich wieder raus und sehe wie ein Wal aus dem Wasser springt und wieder reinplatscht. Oh Mann, das gibt's doch gar nicht. Wir flitzen alle zum Fenster, ich kriege es vor Aufregung nicht auf, der Wal springt nochmal. Beim dritten Sprung schaffe ich es ein Foto zu machen, danach läuft die Videoaufnahme und der Wal springt tatsächlich noch einmal, aber er ist nun so weit links, dass er knapp vom Haus verdeckt wird, dass vor uns Richtung Küste steht.



Also nichts wie raus. Wir gehen über den Trampelpfad auf dem unbebauten Nachbargrundstück Richtung Wasser bis wir freie Sicht aufs Meer haben. Wir stehen noch recht weit oberhalb der Klippen auf dem Trampelpfad, der sich die Küste entlang windet. Und wir trauen unseren Augen nicht. Rechterhand ist im Wasser ein Walrücken zu sehen, direkt geradeaus liegen mindestens 4 bis 5 Wale im Wasser. Nichts regt sich, aber wir sind wie elektrisiert.





Die nächste Stunde ist Glück pur. Mal hebt sich hier eine Flosse aus dem Wasser, mal dort. Mal prustet hier einer eine Fontäne raus. Dann sehen wir eine Schwanzflosse für mehrere Sekunden ruhig aus dem Wasser ragen. Der Wal lässt sich treiben, wie wir auf den tollen Infotafeln in Nature‘s Valley und bei der Robberg-Halbinsel gelernt haben. Unser Großer versucht die Highlights im Videomodus einzufangen und ich bemühe mich, die tollen Eindrücke irgendwie auf Fotos festzuhalten.

Die Sonne nähert sich langsam dem Horizont und taucht alles in ein weiches warmes Licht. Und plötzlich springt wieder einer, etwas weiter draußen, wo wir vorher gar keinen Wal gesehen hatten. Wieder springt er vier Mal hintereinander, mittlerweile können wir auch die Entfernung, wie weit er unter Wasser schwimmt bevor er wieder hochkommt, besser abschätzen. So können wir das Springen in voller Pracht und Ruhe erleben. Wahnsinn.









Die Kinder zieht es runter zu den Klippen, mein Mann geht hinterher, denn ganz ungefährlich ist es dort nicht. Ich bleibe oben stehen, ich will einfach nur alles aufsaugen. Die Jungs und mein Mann haben einen Felsen recht nah am Wasser als Sitzplatz auserkoren und von dort beobachten sie die Wale, die nicht weit entfernt im Wasser liegen. Sie tun uns den Gefallen und winken immer mal wieder mit ihren Flossen, drehen sich, prusten. Es wirkt so, als wäre ein Kleines dabei, aber genauer sehen wir es nicht. Der Sonnenuntergang über'm Meer ist wie gemalt, mittlerweile sind die Kletterer auch wieder oben bei mir angelangt. Als die Sonne schon weg ist, springt unser Freund noch ein weiteres Mal mit vier Wiederholungen, schon deutlich weiter entfernt Richtung Gansbaai, aber immer noch spektakulär. Und dass alles nur für uns - die gesamte Zeit über haben wir keine anderen Menschen gesehen.











Vollkommen beseelt gehen wir zurück ins Haus und machen uns ans Abendessen kochen. Wir nutzen die Gelegenheit für eine schnelle Wäsche, damit die Klamotten dann bis zum Abflug reichen. Toll, dass alles da ist, wie Waschpulver, aber z.B. auch Aloe-Gel, das dem leichten Sonnenbrand auf den Schultern gut tut. Ein bisschen Rugby läuft noch im Fernsehen und dann fallen wir alle müde in die Betten.
---
Es sind jetzt doch sehr viele Wal-Fotos geworden, auch wenn man z.T. wenig erkennt. Sorry, ich konnte mich nicht bremsen. Als absolute Anfänger war es für uns wirklich ein riesiges Highlight. Auch weil ich gelesen hatte, dass es im Jahr davor recht wenig Wale gegeben hatte und die Erwartungshaltung nicht allzu groß war.

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Beate2

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Mittwoch, 25. April 2018, 11:06

Vollkommen beseelt gehen wir zurück ins Haus und machen uns ans Abendessen kochen. Wir nutzen die Gelegenheit für eine schnelle Wäsche, damit die Klamotten dann bis zum Abflug reichen. Toll, dass alles da ist, wie Waschpulver, aber z.B. auch Aloe-Gel, das dem leichten Sonnenbrand auf den Schultern gut tut. Ein bisschen Rugby läuft noch im Fernsehen und dann fallen wir alle müde in die Betten.
---
Es sind jetzt doch sehr viele Wal-Fotos geworden, auch wenn man z.T. wenig erkennt. Sorry, ich konnte mich nicht bremsen. Als absolute Anfänger war es für uns wirklich ein riesiges Highlight. Auch weil ich gelesen hatte, dass es im Jahr davor recht wenig Wale gegeben hatte und die Erwartungshaltung nicht allzu groß war.
Wie schön, dass ihr solch eine reiche Wal-Show hattet!
Auch für uns mittlerweile alte Hasen ist die Spiel- und Springstunde am Abend immer noch etwas ganz Besonderes. :love:

LG
Beate

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Hector (25. April 2018, 21:05)

rst

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Mittwoch, 25. April 2018, 12:52

Hallo Hector,

vielen Dank fuer deinen schoenen Bericht :danke:

Bei der Schwaermerei von der Unterkunft in De Kelders wuerde mich interessieren wo genau ihr gewesen seid. Vielleicht mal als Tip fuer unser naechstes Mal :whistling:



LG
Siggi

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toetske (13. Juni 2018, 01:40), Hector (25. April 2018, 22:29)

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Mittwoch, 25. April 2018, 16:31

Was für ein tolles Erlebnis! danke für die schönen Bilder und den unterhaltsamen Bericht!
LG, Heike

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Hector (25. April 2018, 21:10)

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Mittwoch, 25. April 2018, 17:57

Liebe Jule,
da treiben wir uns 2 Jahre in Folge vergeblich an und um der Walker Bay rum, nur um genau gar keinen Wal zu sichten. Selbst durch‘s Robberg Nature Reserve sind wir 2x gestiefelt (beim letzten Mal sogar den langen Weg über „The Point“ kurz vor der ultimativen Dehydration.)
Dann haben wir uns letztes Jahr entnervt entschlossen, den Landesteil zu wechseln (der Osten von Süd nach Nord) und was wird passieren? Wale am Westkap - zu unserer Reisezeit. Wenn da mal nicht Murphy seine Hände im Spiel hatte.
Danke für die schönen Bilder :danke: Und ja, auch ein bißchen Neid schwingt mit.


LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Mittwoch, 25. April 2018, 21:10

Wie schön, dass ihr solch eine reiche Wal-Show hattet!
Auch für uns mittlerweile alte Hasen ist die Spiel- und Springstunde am Abend immer noch etwas ganz Besonderes. :love:

LG
Beate
Dann scheint dieses gemütliche Rumgelungere der Wale tatsächlich eher ein abendliches Phänomen zu sein?
Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass man sich an solche Anblicke gewöhnen kann, oder dass das mal langweilig wird.
Viele Grüße, Jule

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toetske (13. Juni 2018, 01:40), Beate2 (5. Mai 2018, 19:22)

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Mittwoch, 25. April 2018, 21:16

vielen Dank fuer deinen schoenen Bericht :danke:

Bei der Schwaermerei von der Unterkunft in De Kelders wuerde mich interessieren wo genau ihr gewesen seid. Vielleicht mal als Tip fuer unser naechstes Mal :whistling:



LG
Siggi
Sehr gerne. Freue mich, wenn es auf Interesse stößt!

Die Unterkunft in De Kelders heißt Quena und liegt in der Ingang Street. Gebucht hatten wir über Travelground.com.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis fanden wir wirklich gut, die Lage ist auch klasse.

Viele Grüße, Jule

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toetske (13. Juni 2018, 01:41), rst (26. April 2018, 12:34), gatasa (26. April 2018, 07:04)

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Mittwoch, 25. April 2018, 21:32

Liebe Jule,
da treiben wir uns 2 Jahre in Folge vergeblich an und um der Walker Bay rum, nur um genau gar keinen Wal zu sichten. Selbst durch?s Robberg Nature Reserve sind wir 2x gestiefelt (beim letzten Mal sogar den langen Weg über ?The Point? kurz vor der ultimativen Dehydration.)
Dann haben wir uns letztes Jahr entnervt entschlossen, den Landesteil zu wechseln (der Osten von Süd nach Nord) und was wird passieren? Wale am Westkap - zu unserer Reisezeit. Wenn da mal nicht Murphy seine Hände im Spiel hatte.
Danke für die schönen Bilder :danke: Und ja, auch ein bißchen Neid schwingt mit.


LG
Kitty
Liebe Kitty,
oh Mensch, das tut mir echt leid. Ich habe bei den 2016er-Reiseberichten schon immer mitgelitten. Aber da habt ihr ja wirklich mehrfach Pech gehabt.
Und da verstehe ich gut die gemischten Gefühle bei unserem Anfängerglück.
Danke und viele Grüße
Jule

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Kitty191 (25. April 2018, 21:39)

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Samstag, 5. Mai 2018, 14:16

Tag 12 | Höhlen-Ausblicke, Hermanus und noch eine Wal-Zugabe

Dienstag, 31.10.2017

Morgens verrät der prüfende Blick aus dem Fenster absolut tolles Wetter und ruhige See ohne Wale in Sicht. Nach dem ausgiebigen Frühstück machen wir einen kurzen Stopp beim Bäcker in De Kelders und schauen der Müllabfuhr bei der Arbeit zu, ohne die wir wahrscheinlich nicht drauf gekommen wären, welchen Zweck die hochstehenden Metallgestänge auf vielen Grundstücken haben. Die Baboons sollen nicht an den Müll drankommen.

Wir fahren nur ein kurzes Stück bis zum nördlichen Ende vom Ort, um die Klipgate Höhle zu besichtigen. Nach der bekannten Anmeldeprozedur - auch hier müssen wir durch die Wild Card nichts bezahlen - fahren wir noch ein Stück zum Parkplatz. Außer ein paar Gartenarbeitern ist niemand sonst da. Der Blick über die Walker Bay ist wirklich umwerfend, die Felsenküste, gepaart mit viel Sand und Dünen dahinter. Die Jungs erkennen wieder, dass hier die Trailer der VOX-Sendung „Sing mein Song“ herstammen. Nach ein paar Treppen endet der Weg auf den großen Felsen, doch da wir die großen Augen der Höhle schon sehen können, ist die Richtung klar und jeder findet sich seinen Weg über die riesigen Steine.





Durch eine große Spalte gelangen wir von unten in die große Höhle hinein, Richtung Südwesten ist sie recht offen, nach Norden gibt es im massiven Felsen ein großes "Fenster", mit Blick auf die Küste. Ein Dassie huscht weg, die Bienen vor denen einige Schilder warnen, sind zum Glück nicht da. Wir finden - mangels anderer Menschen, die helfen könnten - einen Begrenzungspfosten, auf dem wir den Fotoapparat platzieren können, um dann in dem Fenster ein Gruppenbild mit Fernauslöser zu machen. Wir experimentieren rum und haben Spaß.





Wieder zurück über die Felsen merken wir, wie heiß es schon um kurz nach 10 Uhr ist. Eigentlich wollte ich noch weiter Richtung Dünen laufen, doch die Luft flirrt und es ist zum ersten Mal unangenehm heiß.





Wir entscheiden uns fürs Baden und fahren den schon bekannten Weg zum Grotto Beach nach Hermanus. Dieses Mal ohne Mini-Surfbrett, da wir es in der Garage liegen gelassen haben, dafür aber mit dem wasserdichten Fotoapparat in den Wellen. Und dann sehen wir tatsächlich eine Walflosse nicht weit entfernt im Wasser, vielleicht 100 Meter weg liegt da einer und hebt immer mal wieder gemächlich eine Flosse hoch. Was für ein tolles Gefühl im Wasser zu sein und den Wal nicht weit weg zu wissen! Es wird das letzte Mal auf unserer Reise sein, dass wir einen Wal sehen. Wir haben richtig viel Glück gehabt und freuen uns sehr über die Erlebnisse und Eindrücke.



Für's Mittagessen haben wir uns eine Pizzeria in einer Parallelstraße zur Hauptverkehrsader von Hermanus rausgesucht. Da kein Parkplatz frei ist, drehe ich mit dem Auto zwei Runden durchs Zentrum, während mein Mann schon mal bestellt, da uns die Zeit ein wenig drängt. Als er die netten Parkwächter vor der Pizzeria anspricht, halten sie für mich einen Platz frei. Die Pizza ist lecker und da im Fernsehen Cricket läuft, versuchen wir mit Hilfe des Internets wenigstens die Grundzüge des Spiels zu verstehen.

Wir laufen dann das kurze Stück zu den Kanonen am Old Harbour, wo wir mit der Cousine einer guten Familien-Freundin verabredet sind. Zum einer Geburtstagsfeier der Freundin hatten wir sie einmal gesehen, zehn Jahre ist das her. Wir freuen uns über die Gelegenheit, uns wieder zu sehen und sie und ihren Mann ein bisschen besser kennen zu lernen. Wir spazieren am Hafen entlang und unterhalten uns über Gott und die Welt. Es ist spannend und schön nochmal eine ganz andere Perspektive auf Südafrika kennenzulernen. Wale sind nicht zu sehen, aber ein Dassie freut sich über unsere Aufmerksamkeit. Wir genießen eine große Portion Eis unter‘m Sonnenschirm und schlendern dann zum Abschluss noch ein bisschen den Cliffpath entlang. Nach intensiven und herzlichen zwei Stunden trennen sich unsere Wege wieder.





In den wenigen Souvenirläden, die noch nicht geschlossen haben, suchen wir erfolglos nach einer Flagge von Südafrika, unser obligatorisches Mitbringsel aus jedem Urlaub. Aber die Jungs entdecken einen kleinen Rugby als Strandspielzeug und sind happy über den Fang. Im Supermarkt Checkers füllen wir die Vorräte wieder auf und zurück in unserer Unterkunft gibt es gebratene Hühnchenflügel mit Salat. Über dem Meer braut sich ein Gewitter zusammen und wir machen es uns drinnen gemütlich, nachdem wir schweren Herzens wieder alle Sachen zusammengepackt haben.




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Hector

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Sonntag, 6. Mai 2018, 10:13

Tag 13 | Pinguin-Tag

Mittwoch, 1.11.2017
Wir brechen um 8 Uhr auf und machen ein Stück hinter Hermanus einen kurzen Stopp bei der Cousine und ihrem Mann zu Hause. Sie haben noch einen schönen Kapstadt-Bildband für uns und die Jungs bekommen einen Wal- und einen Pinguin-Schlüsselanhänger als Andenken geschenkt.

Dann geht weiter Richtung Westen, den Pinguinen entgegen. Die tolle Strecke der R44 verschlafen die Jungs, aber ich bin begeistert. Und bald sind wir dann schon in Betty's Bay und folgen den Hinweisschildern zur Pinguinkolonie. Unser Kleiner liebt Pinguine über alles und konnte es kaum glauben, dass er in Südafrika welche sehen wird. Noch eine Runde Sonnencreme und dann sehen wir schon die ersten Pinguine auf der Rampe stehen, die ins Wasser. Von dem langen Holzsteg hat man eine gute Sicht, wir wundern uns ein wenig wie regungslos die große Menge Pinguine da steht. Dort wo Bewegung rein und raus aus dem Wasser ist, gibt's viel zu sehen und zu lachen. Viele Pinguine sehen recht zerrupft aus, weil sie gerade das Winterfell verlieren. Wir studieren die Infotafeln und versuchen in der riesigen Menge an Kormoranen die verschiedenen Arten auseinanderzuhalten. Die Schlafbehausungen der Pinguine auf der anderen Seite des Stegs sehen lustig aus. Es muss ein schönes Bild sein, wenn sie da morgens alle rausgekrochen kommen.









Im Café gönnen wir uns leckere Toasts, bevor es dann weiter geht Richtung Simon's Town. Nach dem kleinen Stück Autobahn ist der Anblick der endlosen Township-Ebene sehr eindrücklich. Und direkt daneben die Dünen. Es geht dann es immer entlang der False Bay-Küste, zum Teil mit Sand auf der Fahrbahn und nur wenigen Metern bis zum Wasser. Da alle Autoinsassen außer mir schlafen, stoppe ich nicht in Muizenberg an den bunten Strandhäusschen. Doch in St. James halte ich kurz in einer Parkbucht mit schönem Blick über die Zugschienen auf die dortigen bunten Häusschen und die Badenden im Wasser. Wenigstens ein Foto muss sein. Bis Simon's Town ist der Verkehr dann sehr zäh.







Wir haben in Simon's Town noch zwei Stunden bis zur Schlüsselübergabe, entscheiden uns gegen den Blick auf die Pinguine von überfüllten Holzstegen und für ein erfrischendes Bad, auch weil das Wetter ab morgen schlechter werden soll. Südlich von Boulder's Beach gehen wir zu dem kleinen frei zugänglichen Strand. Recht viel los ist auch hier und keine Pinguine sind zu sehen, bis auf den kleinen Trupp, der an einer Seite regungslos auf einem abgesperrten großen Stein steht.

Wir freuen uns über die Abkühlung, die Jungs üben sich im Rugby werfen und wir probieren erneut den Fotoapparat im Wasser aus. Plötzlich schwimmt ein Pinguin unter Wasser zwischen den Steinen entlang. Er kommt recht nah, taucht immer mal wieder auf, aber schwimmt die meiste Zeit unter Wasser. In der Nähe der Jungs taucht er länger auf, für einen Moment beobachten sich Mensch und Tier gegenseitig. Dann entdeckt eine Gruppe deutscher Kinder den Pinguin und stürzt mit Jubelschreien auf ihn zu. Wir hätten an seiner Stelle auch Reißaus genommen.



Unser Appartement ist gleich um die Ecke, bei der Übergabe gibt es Gelegenheit für einen netten Smalltalk mit den Eigentümern. Wir werden eindrücklich gebeten, Wasser zu sparen. Auch mit dieser Unterkunft sind wir sehr zufrieden, mit Blick auf das Meer, sehr liebevoll eingerichtet und alles da, was wir brauchen. Weil morgen keine Zeit dafür sein wird, machen wir uns gleich wieder auf ins Zentrum von Simon's Town. Am Jubilee Square streicheln wir dem Marinehund-Denkmal, von dem uns die Cousine in Hermanus erzählt hat, über die Nase und bestaunen die großen Marineschiffe, die im Hafen vor Anker liegen.

Unser Kleiner hat sich für ein Souvenir entschieden und wählt einen Pinguin aus Metall und Perlen als Schlüsselanhänger. Die Verkäufer sind hier angenehm entspannt. Am Hafen ist ein weiterer Stand mit den Perlen-Tieren, jedoch diesmal in anderen Dimensionen. Der Elefantenkopf sieht sehr imposant aus, doch in den Koffer würde er niemals passen. Dafür aber ein großer grüner Gecko, bei dem das „an die Wand hängen“ auch keine komischen Assoziationen auslöst. Auch hier ist der Verkäufer aus Simbabwe sehr entspannt, wir machen ausgiebig Small Talk und lassen uns Zeit bei der Entscheidung. Mein Mann verhandelt ein bisschen und wir ziehen rundum happy mit dem Gecko von dannen.



Da es in Simons Town zu unserer Überraschung keinen Supermarkt gibt, fahren wir nach Fish Hoek und kaufen Vorräte ein. Beim Durchrechnen, wie oft wir noch selbst Frühstück und Abendessen machen, kommt zum ersten Mal Abschiedswehmut auf. Lang ist's nicht mehr.

Zurück bei der Unterkunft gibt's nochmal Hühnchen mit Salat, gemeinschaftlich und mit viel Spaß zubereitet. Vorm Einschlafen schreiben wir noch eine kleine Runde Postkarten und freuen uns über den Gecko, der sich auch als Tischdeko sehr gut macht.


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Mittwoch, 23. Mai 2018, 17:59

Tag 14 | Kap der Stürme ohne Stürme

Donnerstag, 2.11.2017

Für heute ist der Ausflug zur Kap-Halbinsel und dem Kap der guten Hoffnung geplant. Der Himmel ist von grauen Wolken verhangen und die Wetterprognose nicht sonderlich gut. Theoretisch könnten wir es auch auf morgen schieben, aber da sieht die Vorhersage nicht besser aus, so dass wir beim Plan bleiben. Gegen 9 Uhr sind wir am Eingang des Parks, es ist schön leer und trotzdem staut es sich an einer Baustelle. Zeit genug, um die gelben Proteen-Bäume zu bewundern. Wir fahren als erstes zum „Most South-Western Point of the African Continent“. Auf dem Weg dorthin quert in Seelenruhe ein Vogelstrauß-Weibchen die Straße, erst mit Verzögerung sehen wir links von uns das Männchen und mit nochmaliger Verzögerung entdecken wir auch die drei kleinen Jungtiere. Sie sind wirklich perfekt getarnt. Als wenn sich die Augen erstmal daran gewöhnen müssen, erkennen wir dann etwas weiter den Hang hoch noch zwei Kudus. Der Vogelstrauß plustert sich mit viel Getöse, um dann sein Geschäft zu verrichten.

Am berühmten Schild am "Cape of Good Hope" angekommen, fahren gerade drei Kleinbusse mit japanischen Touristen ab, so dass wir ganz alleine sind. Also muss diesmal ein Stein herhalten, um den Fotoapparat für das Selbstauslöser-Foto auszurichten. Trotz grauem Himmel ist die Temperatur sehr angenehm.




Wir fahren dann zum Parkplatz am unteren Ende der Zahnrad-Bahn, aber laufen hoch zum Cape Point-Leuchtturm. Der Ausblick auf die Dias-Bucht ist beeindruckend, und als wir beim alten Leuchtturm angekommen sind, kommt die Sonne raus – perfekt. Unser Kleiner, der so gespannt war auf das "Kap der Stürme", kann kaum glauben, dass es das jetzt tatsächlich sein soll, da es absolut windstill ist. Wir verlassen den Touristentrubel und laufen den Wanderweg weiter vor in Richtung des neuen Leuchtturms am Cape Point. Unterwegs zählen wir die vielen schwarzen Eidechsen (Black Zonure), es sind 63 Exemplare auf dem recht kurzen Stück bis zum Aussichtspunkt auf den Südzipfel der Felsen und den neuen Leuchtturm. Auch hier weht kein Wind, aber der Ausblick ist toll, insbesondere ein Stück des Wegs zurück der Blick auf die fast senkrechte Steilwand vom oberen alten Leuchtturm bis hinunter zum Wasser.














Im Souvenirshop sind wir von der großen Auswahl eher überfordert, eine Flagge haben sie leider nicht, dafür draußen wieder interessante Infotafeln zu den Seefahrern Dias, Da Gama und zum Fliegenden Holländer. Auf dem Rückweg sind wir dankbar für den Reiseführer-Tipp früh am Vormittag die Kap-Halbinsel zu besuchen, es staut sich sehr in die Gegenrichtung. Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum Dias-Kreuz, auch damit ich in Ruhe bei strahlendem Sonnenschein das Meer an gelben Proteen fotografieren kann.




Als nächstes Ziel steht Hout Bay auf dem Plan. Da die Jungs sich ein Schläfchen im Auto gönnen machen wir keine Pause an der Kreuzung mit einer großen Auswahl an kunsthandwerklichen Souvenirs. Die riesigen Elefanten-Skulpturen sind auch im Vorbeifahren sehr imposant. Genau wie die Gruppe Baboons, die neben der Straße entlang läuft – zum ersten Mal haben wir einen richtigen Eindruck von ihnen bekommen. Am Chapman's Peak Drive angekommen ist die Sonne wieder verschwunden und zur Hälfte dieser verrückten Strecke setzt dann auch Regen ein. Etwas schade um die beeindruckende Aussicht entlang der unzähligen Kurven.

Da die Magen knurren steuern wir in Hout Bay angekommen den vielfach erwähnten Imbiss "Fish on the Rocks" an, zu dem uns der Navi gut geleitet. Wir bestellen auf gut Glück verschiedene Sorten Fish zu den Chips und es schmeckt uns allen richtig gut. Der Yellowtail hat noch ein kleines bisschen bessere Noten bekommen als der Snoek. Wir sind satt und glücklich, und passenderweise hört auch der Regen auf. Wir wollen kurz ans Wasser und sehen, wie sich hinter dem Lokal ein beeindruckend großes Seebär-Männchen ein paar Fischreste erschnorrt und wieder zurück ins Wasser watschelt.




Da es wieder etwas aufklart, überlegen wir, ob wir die Gelegenheit nutzen für eine kurze Bootstour zur Seebäreninsel Dyker Island. Die letzte Tour des Boots mit gläsernem Boden ist bereits ausverkauft, aber die Konkurrenz hat noch Plätze frei. Wir entscheiden uns dafür - besser als gar nicht zu fahren. Bis zum Ablegen des Boots haben wir noch Zeit und machen einen Spaziergang durch den Hafen. Ein paar Männer füttern einen Seebären an, und lassen die Touristen auf einem Hocker neben ihm posieren. Wir halten uns fern und schauen uns die Schiffe im Hafen an. Von einem Schiff herunter spricht uns ein Mann an und erzählt uns stolz, wie genau die Hai-Jagd auf diesem Schiff abläuft. Er wirkt sehr vertrauenswürdig und wir verbringen eine Viertelstunde im Gespräch mit ihm, bevor wir zum Ableger des Boottrips zurück gehen und die Jungs noch ein Eis kriegen. Auf dem Weg nach Dyker Island direkt hinter dem markanten Sentinel-Berg gibt es nochmal einen Regenschauer, aber danach bleibt es trocken. Vom Boot aus kann man die Masse an Seebären auf der Insel schön beobachten, auch der Chef der Kolonie ist sehr deutlich auszumachen. Es hat Spaß gemacht auf dem Wasser zu sein. Obwohl die Verkaufsbude der Boottrips eigentlich schon geschlossen hat, bekommen wir trotzdem noch eine Stoff-Robbe gekauft, die sich unser Kleiner schon beim Ticketkauf ausgeguckt hatte. Unser Großer filmt am Hafen , wie ein sehr alter Mann auf der Kaimauer sitzend einen kleinen Fisch zwischen die Zähne nimmt und wartet, bis ein Seebär aus dem Wasser hochspringt und ihn sich schnappt.







Wir machen uns auf den Rückweg über den Chapman's Peak Drive, immer noch ohne Sonne, aber deutlich besserer Sicht. In Noordhoek stehen wir in einem riesigen Stau und biegen erstmal zum „Hyper-Checkers“ ab, um schon mal die geplanten Mitbringsel zu besorgen. Das "Hyper" ist nicht übertrieben, die Jungs staunen über 40 Kassen und die sehr opulente Weihnachtsdeko. Wir decken uns mit Mangostreifen und Biltong ein und stellen uns dann wieder im Stau an. Nach der Nadelöhr-Kreuzung ist die Straße dann wieder frei. Eigentlich dachte ich, dass wir noch mal kurz bei den Pinguinen in Boulders vorbeischauen, doch wir sind zu spät dran, um noch reinzukommen. Wir spazieren aber noch kurz zum nördlichen Seaforth Beach, wo ein Pinguin-Paar sehr fotogen am Strand herumsteht. Den Leuchtturm auf einem Felsen im Meer sehen wir auch dieses Mal wieder nur bei Ebbe.







Abends gibt's ein letztes Mal Spaghetti und dazu ein dickes Gewitter auf der anderen Seite der False Bay. Es kommt ein Sturm auf, der es in sich hat. Die Gartentür unseres Appartements reißt er mit einem lauten Krach aus den Angeln. Wir packen, ein vorletztes Mal, und freuen uns über den tollen Tag.

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Freitag, 1. Juni 2018, 20:48

Tag 15 | Kapstadt aus verschiedenen Blickwinkeln

Freitag, 3.11.2017

Der Himmel ist wieder wolkenverhangen. Nachdem das Auto gepackt ist, spazieren wir noch einmal zum leeren Seaforth Beach. Die Jungs werfen eine Runde mit dem Rugby und wir schauen einem Pinguin beim emsigen Sammeln von Nestbau-Material zu. Dann starten wir zum letzten Ziel der Reise: Kapstadt. Wir wollen nicht nochmal den Chapmen’s Peak Drive fahren, aber das letzte Stück an der Küste entlang, um die Twelve Apostel zu sehen. So fahren wir über Constantia nach Hout Bay. Der Verkehr ist zäh und es regnet bald in Strömen. Ab Hout Bay bis nach Kapstadt rein ist alles in Regen und Grau gehüllt, wir sehen leider überhaupt nichts von den spektakulären Bergen.

Wir steuern die V&A Waterfront am Hafen an und als wir aus dem Parkhaus rauskommen hört der Regen auf. Wir schwimmen mit den Touristenmengen mit, zu den Statuen der vier südafrikanischen Nobelpreisträger, zu Swingbridge und Clocktower. Und dann weiter zum erst vor wenigen Wochen eröffneten Museum of Contemporary African Art. Das riesige Maissilo-Gebäude mit der aufgesetzten Glasfassade macht äußerlich viel her. Vor dem Eingang lassen sich große Sitzbänke auf alten Schienen verschieben und es liegen viele große kreiselförmige Gebilde herum, auf die man sich setzen kann und herumkreiseln kann. Alt und jung sind begeistert. Die Schlange ist kurz und so statten wir dem Museum einen Besuch habe. Die Eingangshalle, die in die Silos hineingeschnitten ist, beeindruckt uns sehr. Der große Drache, der dort hängt wirkt sehr mystisch. Wir fahren mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform, schauen uns dann die Ausstellungen in den einzelnen Etagen an und sind sehr angetan.








Zum Mittagessen wählen wir in der V&A Waterfront das Restaurant „Karibu South African Dining“ aus. Mein Mann probiert Bobotie, beim Fisch macht unser Großer mit Seabass einen noch besseren Fang als ich mit Kingklip. Der Blick über den Hafen ist toll, mittlerweile ist der Himmel blau, aber der Tafelberg ist dick in Wolken gehüllt.



In der Waterfront schauen wir nach Souvenirs und finden endlich unsere Flagge beim Stand mit Rugby-Trikots der Springboks. Wir checken dann in unserem Zimmer ein, in einem netten weißen Gästehaus in einer ruhigen Seitenstraße im Stadtteil Greenpoint.

Nach einer Pause wollen wir noch ein bisschen die Innenstadt erkunden. Vom Parkhaus aus laufen wir ein Stück die Long Street zum Green Market Square. Wir wollen noch weiter zum Rathaus, doch die Atmosphäre ist irgendwie komisch. Es sind keine anderen Touristen mehr zu sehen und wir fühlen uns fehl am Platz in der allgemeinen Feierabendhektik. In einer netten Passage „Eastern Food Bazaar“ essen wir ein Eis und laufen dann zügig wieder zum Auto zurück.



Danach fahren wir hoch zum Signal Hill. Die Abendsonne strahlt und der Ausblick auf Kapstadt ist großartig. Nur der Tafelberg versteckt sich weiter hinter Wolken. Auch der Lion’s Head ist in Wolken, doch nach und nach reißen sie etwas auf, so dass wir auf ihn noch einen Blick im Abendlicht erhaschen. Wir machen ein kleines Picknick, wie viele andere, die sich dort zum „Sundowner“ einfinden. Mehrere Perlhühner interessieren sich sehr für unser Essen.









Wir sind ziemlich K.O. und so voll mit tollen Eindrücken und dankkbar für den schönen Tagessabschluss, dass wir den Sonnenuntergang nicht mehr abwarten, sondern in die Unterkunft fahren und dort ein letztes Mal die Koffer packen, diesmal mit einem gut verstautem Gecko darin.

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Freitag, 1. Juni 2018, 21:07

Tag 16 | Kapstadt - zum Abschied dann ganz wolkenlos

Samstag, 4.11.2017
Die Sonne strahlt, doch am Tafelberg ist 0% Sicht, wie uns die Website verrät. Also frühstücken wir gemütlich und packen in Ruhe das Auto. Für ein paar Snacks laufen wir zum kleinen Supermarkt in der Nähe und fahren dann ins muslimische Viertel Bo-Kaap und parken direkt beim Biesmallah-Restaurant, das uns unser Bekannter in Johannesburg empfohlen hat. Aber erstmal laufen wir durch die Straßen mit den so schönen bunten Häusern. Wir machen einen Abstecher ins Bo-Kaap-Museum, in dem man einen Einblick in die Geschichte der Menschen im Viertel und in die Räumlichkeiten bekommt. Nach einem längeren Schnack mit dem sehr netten Museums-Mitarbeiter schauen wir im Atlas Trading-Laden gegenüber vorbei, wo es eine endlose Auswahl an Gewürzen, Tees und vielem mehr gibt.





Wir wollen dann auf einen Kaffee ins Restaurant, doch leider ist es heute geschlossen. Aber im kleinen Laden daneben gibt's ein Eis und wir machen eine kleine Picknickpause vor dem Laden und schauen uns das Treiben etwas abseits der großen Touristen-Mengen an. Wir laufen noch ein bisschen durch die Seitenstraßen und können uns nicht satt sehen an den strahlenden Fassaden.
Da der Tafelberg weiterhin in Wolken gehüllt ist, fahren wir kurzentschlossen zum District Six Museum. Auch hier gibt es einen sehr persönlichen Zugang zur Geschichte dieses komplett zerstörten Stadtteils.



Zu Mittag möchten wir gerne indisch essen und entscheiden uns nach Google-Suche für ein Restaurant im Stadtteil Sea Point. Auf dem Weg dorthin sehen wir das Castle of Good Hope und das Rathaus, wo wir gestern eigentlich hinlaufen wollten. In Sea Point parken wir an der Uferpromenade, wo in kurzen Abständen die Paraglider vom Signal Hill landen. Wir spazieren zum Restaurant, zögern kurz, da wir die einzigen Gäste sind, aber bleiben dann und sind sehr zufrieden mit dem Essen und der entspannten Atmosphäre auf der Terrasse an der Straße. Wir unterhalten uns sehr nett mit dem Kellner, der aus Simbabwe kommt. Die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen hier werden wir vermissen.

Zurück an der Promenade schauen wir noch etwas den Paraglidern zu, bis wir zwischen zwei Häusern entdecken, dass der Tafelberg nicht mehr in Wolken gehüllt ist. Wir haben noch knapp anderthalb Stunden bis wir uns auf den Weg zum Flughafen machen müssen - das ist zu knapp, um mit der Seilbahn hoch und runter zu fahren, insbesondere bei der Wartezeit, die im Internet angegeben ist. Schade, aber wenigstens sehen wir ihn! Und so fahren wir nochmal zur Waterfront, um die schöne Aussicht auf den Tafelberg zu genießen.








Und wir machen Kassensturz und schauen uns in der großen Halle mit den kunsthandwerklichen Souvenirs um, was wir uns noch gönnen möchten.Wir laufen noch eine letzte Runde durch den Hafen und fahren dann sehr wehmütig zum Flughafen.


Unterwegs bewundern wir den Tafelberg im Abendlicht. Und auch vom Parkplatz der Tankstelle aus, wo wir uns umziehen und die kurzen Hosen im Koffer verstauen, sehen wir die Bergsilhouette im Gegenlicht der Sonne.

Bei der Rückgabe des Mietwagens wird ein kleiner Steinschlag in der Frontscheibe angemerkt, gut dass wir die Rundum-sorglos-Versicherung haben. Die hilft leider nicht dabei, dass wir vergessen haben uns beim Volltanken einen Beleg geben zu lassen. Der Mitarbeiter ist sehr schnell und drängelt uns, die Mängel zu unterschreiben. Wenig später im Flughafen sehen wir schon die Mail mit der Rechnung über 15 Euro wegen des fehlenden Tankbelegs. Nun gut, haben keine Lust uns zu ärgern. Denn nach dem letzten Blick auf die Berge im Abendlicht sind wir erstmal irritiert von der Anzeige, in der unser Flug als verspätet aufgeführt ist, jedoch mit einer Abflugzeit eine Stunde früher als geplant. Bei der Gepäckabgabe werden wir beruhigt: das sei der gestrige Abend-Flug, der wegen technischer Probleme auf heute verschoben werden musste. Unser Flug fliegt planmäßig.



Wir machen ein kurzes Picknick mit unseren restlichen Vorräten, bevor es durch die Sicherheits- und die Passkontrolle geht. In den Souvenirläden direkt am Gate werden wir dann noch das allerletzte Geld für kleine Mitbringsel los. Das Bodenpersonal wünscht den Jungs eine gute Rückkehr in die Schule am Montag und dann geht's auch schon bald los, mit einer großen Runde über die Lichter von Kapstadt, doch diesmal sitzen wir auf der falschen Seite. Dafür haben wir dann etwas später rechterhand beste Aussicht auf ein riesiges Gewitter über der Küste von Namibia. Ganz schön unheimlich.

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Freitag, 1. Juni 2018, 21:23

Tag 17 | London im Morgenlicht als letztes i-Tüpfelchen

Sonntag, 5.11.2017
Etwas gerädert sind wir gegen 7 Uhr wieder wach. Die Nordküste von Afrika ist toll zu sehen, danach ist es lange bewölkt. Erst über der britischen Küste sind die Wolken wieder weg und die Sonne geht langsam auf, und wieder haben wir nach drei Schleifen in der Luft den gleichen Anflug auf London mit einem fantastischen Blick nach rechts auf die City, dieses Mal im Morgenlicht.





In Heathrow dauert der Transfer zwischen den Terminals recht lange, doch wir haben zum Glück viel Puffer. Den Flug nach Berlin „verschlafen“ wir und sind dann froh, dass unsere Koffer in Tegel dann als allerletzte doch noch auf das Gepäckband plumpsen.

Wir werden dankenswerter Weise wieder abgeholt und kommen dann am späten Mittag wieder zu Hause an.

------------

Damit geht eine absolut wundervolle Reise für uns zu Ende. Es ist kaum möglich mit ein paar Worten ein angemessenes Resümee zu ziehen. Es hat einfach alles perfekt gepasst - wir haben sehr viele Eindrücke gewonnen, haben viele tolle Ecken des Landes gesehen (auch wenn es nur ein kleiner Bruchteil war), haben sehr nette Menschen getroffen, hatten unglaublich schöne Tier-Begegnungen und sind sehr dankbar für diese unvergessliche Zeit.Danke an all die Mitfahrer für das Interesse und die Geduld (wenn die Stopps am Wegesrand mal etwas länger gedauert haben).
Und einen herzlichen Dank an all die fleißigen Foristen, die mit ihren vielen Beiträgen so viele wertvolle Informationen für die Planung der Reise geliefert haben.

Macht es gut und bis bald!

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toetske

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Mittwoch, 13. Juni 2018, 02:05

:danke: Jule !

Ich bin sehr gerne mit euch mitgereist und habe mich über Reisebericht und Bilder sehr gefreut.
Oft konnte man den "Anfänger-Enthusiasmus" richtig spüren 8o

"Bis bald": heisst das, dass ihr schon eure nächste Südafrika-Reise plant? :whistling:

VG. Toetske
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Hector (13. Juni 2018, 20:45), Bär (13. Juni 2018, 11:29)

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Mittwoch, 13. Juni 2018, 08:19

Vielen Dank für diesen herrlich freudigen Bericht - es war mir ein Vergnügen mitzureisen mit euch! :saflag: :thumbup:
Tolle Fotos, Details und die Begeisterung macht richtig Lust auf mehr. Dazu ganz besondere Wal- und Pingu-Erlebnisse, auf die ich schon neidisch bin! :blush:

Und vielleicht noch zur Info, da ihr euch über das hier gewundert habt:

Zitat

Zwischen den Felsen liegen überall lange, schwarze, vertrocknete „Röhren“, die mal Wasserpflanzen waren. Auf den Röhren sitzen zum Teil kleine blaue prall mit Luft gefüllte "Luftkissen". Wir spekulieren worum es sich dabei handelt, es wirkt wie Plastik

Ich vermute mal, es handelt sich dabei um Bluebottles, eine Quallenart (ich weiss nicht ob es sich um dieselben Portugiesischen Galeeren wie im Mittelmeer handelt, aber sie sind zumindest sehr ähnlich). Nie mit nackter Haut berühren - kann höllisch schmerzen.
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
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Hector (13. Juni 2018, 20:45), Kitty191 (13. Juni 2018, 08:22)