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Hector

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Dienstag, 17. April 2018, 20:33

[Reisebericht] Herbst 2017 - Familienreise - Pretoria/Joburg und vom Addo NP bis Kapstadt

Hallo in die Runde,
es ist schon knapp ein halbes Jahr her, seit wir zurück sind von unserer ersten Südafrika-Reise. Die Zeit fliegt – und doch sind wir in Gedanken noch sehr oft da. Da ich wahnsinnig viel Zeit hier im Forum verbracht und sehr viele kostbare Informationen daraus gezogen habe, möchte ich gerne mit einem (leider ziemlich verspäteten) Reisebericht ein bisschen was zurückgeben.

Kurz die Fakten:
Wir sind eine vierköpfige Familie aus der Umgebung von Berlin, unsere zwei Jungs sind 12 und 9 Jahre. Wir sind sehr reisefreudig, aber bisher immer nur in Europa unterwegs gewesen, oft mit Zelt, oft mit Fahrrädern im Gepäck. Unsere Südafrika-Tour war somit unsere erste Fernreise.

Losgeflogen sind wir am 20.10.2017 und am 05.11.2017 waren wir wieder zurück zu Hause. Aufgrund der Schulferien mussten wir alles in zwei Wochen unterbringen.

Der Ablauf im Überblick:
- Tag 1: Abflug von Berlin über London (British Airways)
- Tag 2: Pretoria
- Tag 3: Pretoria, Krugersdrop Game Reserve
- Tag 4: Johannesburg
- Tag 5: Flug nach Port Elizabeth, Addo NP
- Tag 6: Addo NP
- Tag 7: Addo NP, Storms River Mouth, Nature’s Valley
- Tag 8: Nature’s Valley
- Tag 9: Robberg Nature Reserve, Plettenberg Bay
- Tag 10: Reisetag, Mossel Bay, Bontebok NP
- Tag 11: Cape Agulhas, Struisbaai, De Kelders
- Tag 12: De Kelders, Hermanus
- Tag 13: Betty’s Bay, Simon’s Town
- Tag 14: Kap-Halbinsel, Hout Bay, Simon’s Town
- Tag 15: Kapstadt
- Tag 16: Kapstadt, Abflug nach London
- Tag 17: Ankunft in Berlin

Vielleicht möchten ja ein paar von Euch bei meinem Reisebericht „mitfahren“, auch wenn die Tour und die einzelnen Ziele unterwegs den allermeisten sehr gut bekannt sein werden.

Beste Grüße
Jule

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palmus

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Dienstag, 17. April 2018, 20:40

Na dann mal los!!!,

Ich sitze, ABFAHRT :thumbup: :beer:
Unbekanntes gibt es um es zu erforschen!

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Hector (17. April 2018, 21:09)

Hector

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Dienstag, 17. April 2018, 20:41

Bevor es losgeht...

Nachdem die Vorbereitungen ziemlich entspannt verlaufen sind, gibt es zwei Tage vor Abflug einen Anruf aus der Schule – unser Kleiner ist beim Fußballspielen umgeknickt und der Knöchel ist ganz dick. Der Besuch beim Arzt ist dann erstmal beruhigend – dem Urlaub steht nichts im Weg. Aber er muss die ganze Zeit mit einer Schiene laufen.

Nach der ersten Aufregung überwiegt dann die Erleichterung, dass es nicht noch dicker gekommen ist und die Hoffnung, dass es vielleicht nach ein paar Tagen vor Ort nicht mehr so sehr weh tut und vielleicht die kleinen Wanderungen in der zweiten Ferienwoche nicht ins Wasser fallen würden. Aber erstmal holen wir die Krücken vom Dachboden, für die Wege im Flughafen und wer weiß, für was noch.

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cameleon (18. Juni 2018, 13:39), toetske (13. Juni 2018, 00:36)

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Dienstag, 17. April 2018, 21:08

Tag 1 | Endlich ist es soweit!

Freitag, 20.10.2017

Nach weit über einem Jahr Planung und Vorfreude geht es am Freitag dann gegen Mittag endlich los. Eine Freundin bringt uns dankenswerter Weise zum Flughafen Berlin-Tegel.

Dort gibt es bei der Gepäckabgabe gleich die Info von British Airways, dass der Flug nach London 50 Minuten Verspätung hat. Ein Glück, dass wir die Variante mit fast 4 Stunden Umsteigezeit gewählt haben. Im Wartebereich kommt dann die Durchsage, dass die Verspätung bei 90 Minuten liegt. Kurz darauf kommt ein Pilot auf die Wartenden zu und informiert sie grüppchenweise auf Englisch über die Gründe der Verspätung (starker Wind in London) und gibt in bewundernswert ruhiger und charmanter Art Auskunft zu allen Fragen. Mit etwas Zeitverzögerung verstehen wir, dass es tatsächlich der Pilot unseres Fluges ist. Die Art und Weise, wie er auf die Wartenden eingegangen ist, hat uns echt beeindruckt. Wir sind aufgrund des Puffers recht entspannt und versuchen startende Air Berlin-Flieger durch die verregnete Fensterscheibe zu fotografieren. Zum Abschied (ein paar Tage später war Schluss).

Dann geht’s los nach London, wir vertreiben uns die Zeit mit ein paar Kreuzworträtseln. Über dem Ärmelkanal reißt die Wolkendecke auf und im Dunkeln sind die Lichter der Küste zu sehen. Ich mache noch Witze, dass wir ja vielleicht die Tower Bridge im Landeanflug sehen, da kündigt der Pilot gute Sicht auf die Londoner City an und einige Feuerwerke, über die wir uns keine Sorgen machen sollen.

Und tatsächlich: wir sitzen auf der richtigen Seite und rechts von uns breitet sich die komplette Innenstadt aus. Tower Bridge, London Eye, Big Ben – alles ist toll zu sehen. Und aus dem Lichtermeer heraus sieht man immer wieder kleine Feuerwerksraketen.
Wir sind schwer begeistert, das ist für uns alle der gefühlte Startschuss in den Urlaub und die Gewissheit, dass es eine besondere Zeit sein wird.



In Heathrow haben wir dann statt vier noch zwei Stunden Zeit für den Transfer. Es ist alles super ausgeschildert, wir fahren ein Stück mit dem Shuttle und kommen auch mit Krücken ohne Hektik am Gate an.

Im Flieger sind die Jungs beeindruckt von der Größe und freuen sich auf die Filme. Das Entertainment-Programm startet wegen eines Problems erst als wir schon lange in der Luft sind. Aber bis das Essen durch ist, ist es schon 1 Uhr und sie haben einen Film geschafft. Wir läuten die Nachtruhe ein und die 20 Minuten mit ordentlichen Turbulenzen (zumindest in meiner Wahrnehmung ;-) haben sie dann komplett verschlafen.

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Tutu

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Dienstag, 17. April 2018, 21:15

Hallo Jule,

Bin dann auch mal zugestiegen.

LG Tutu

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Hector (17. April 2018, 21:39)

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Dienstag, 17. April 2018, 21:37

Tag 2 | Ganz viel Lila in Pretoria

Samstag, 21.10.2017

Um 6 Uhr sind wir alle wieder wach, nur der Kleine schläft noch bis 7 Uhr. Pünktlich um 9 Uhr landen wir dann in Johannesburg.

Als wir vor der Immigration kurz zögern, in welche Schlange wir uns einsortieren müssen (weil wir die verschiedenen Visa-Arten nicht so schnell verstehen), spricht uns ein Mitarbeiter auf die Krücken unseres Sohnes an und leitet uns schnurstracks zum Durchgang für die ‚Assisted Passengers‘. So sind wir in ein paar Minuten durch. Manchmal haben die nicht so schönen Sachen auch etwas Gutes.

Das Gepäck ist auch flugs da und in der großen Eingangshalle wartet schon unser Freund, bei dem wir die nächsten Tage in Pretoria übernachten werden. Beim Vodacom-Laden besorgen wir die SIM-Karte – ein komisches Gefühl nun davor zu stehen, nachdem ich so oft von diesem Laden im Forum gelesen habe. Und dann geht’s schon raus zum Parkplatz, denn wir haben den Luxus, dass wir für die Zeit in Pretoria keinen Mietwagen brauchen, weil unsere Freunde zwei Autos haben und wir so gemeinsam unterwegs sein können.

So erleben wir den Linksverkehr erstmal nur als Beobachtende und haben den Kopf frei für den Blick aus dem Fenster, wo wir schon bald die ersten Jacaranda-Bäume sehen. Vor der Einfahrt zur Gated Community, in der die Freunde ein Haus mieten, stehen viele Menschen und hoffen auf einen Job für den Tag. Manche haben Malerbürsten oder andere Utensilien dabei.

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Nachmittags machen wir dann einen kleinen Ausflug in die City von Pretoria. Wir bewundern die unzähligen Jacaranda-Bäumen, die in voller Pracht blühen - ein Traum. Wir fahren die Herbert-Baker-Street entlang, in der es neben den violetten auch die selteneren weißen Jacarandas gibt und von wo man einen tollen Blick über die violett getupfte Stadt und die Union Buildings hat.








Quer durch die Stadt, vorbei an vielen fliegenden Händlern, fahren wir dann zu den Union Buildings. Der Blick ist beeindruckend, ebenso wie die riesige Mandela-Statue. Es sind viele Touristen dort, ein angenehm gemischtes Publikum. Eine Hochzeitsgesellschaft zieht singend durch den Park, ein Gitarrist spielt seine Lieder und alle machen Fotos mit dem übergroßen Mandela.







Auf dem Rückweg machen wir noch einen Stopp bei einem tollen Eisladen und staunen darüber, dass die Kugeln fast noch teurer sind als in Deutschland.

Zurück bei unseren Freunden zu Hause spüren wir nach einem leckeren Braai die kurze Nacht in den Knochen und genießen es, wieder in einem richtigen Bett zu liegen und am Sonntagmorgen richtig auszuschlafen zu können.

--
Anmerkung der Moderation: Bildgröße nachträglich angepasst

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Hector

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Dienstag, 17. April 2018, 21:42

Ein herzliches Willkommen an die Mitfahrer. Ich freue mich.
Weiter geht's in den nächsten Tagen.
Bis dahin, viele Grüße
Jule

Kitty191

Schnürsenkel

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Mittwoch, 18. April 2018, 05:24

Hallo Jule,
vielen Dank für Deinen Bericht, den ich sehr gerne verfolge. :danke:
Leider kann ich auf den sehr kleinen Fotos kaum etwas erkennen. Was ich sehr schade finde. Vielleicht kannst Du die nächsten Fotos zumindest in mittlerer Größe einstellen?


LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Hector (18. April 2018, 17:41)

Sääändy

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Mittwoch, 18. April 2018, 10:05

Ich steige auch noch schnell dazu.
Angeschnallt und los geht's... :thumbsup:
***Die Windel fällt immer auf die Butterseite***

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Hector (18. April 2018, 17:41)

kOa_Master

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Mittwoch, 18. April 2018, 10:45

Vielen Dank - da bin ich gerne dabei.

@Kitty: Wenn du unbedingt mal doch ein Foto grösser sehen möchtest: Rechtsklick aufs Foto, Bildadresse kopieren, in die Eingabezeile einfügen, den Teil "/thumbnails/small" rauslöschen und tadaaa, du hast das Foto in der Grösse, in der es ins Forum hochgeladen wurde ;)
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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Kitty191

Schnürsenkel

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Mittwoch, 18. April 2018, 12:51

Hallo Master,
Danke für den Tip. Da ich aber meist am Tablet lese leider nicht praktikabel. Aber wenn ich den großen Rechner anschmeiße, werde ich Deinen Rat beherzigen. Wobei das für mich, nur um einen RB zu lesen und Fotos anschauen zu wollen, ein klein bißchen umständlich klingt. :whistling:
Hab mir die Bilder nun in der Galerie angesehen. Das geht ja auch.

Kitty


@Jule: sorry für OT
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kOa_Master (18. April 2018, 13:10)

Hector

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Mittwoch, 18. April 2018, 17:47

Wie schön, dass so viele mitfahren!
Leider kann ich auf den sehr kleinen Fotos kaum etwas erkennen. Was ich sehr schade finde. Vielleicht kannst Du die nächsten Fotos zumindest in mittlerer Größe einstellen?
Ja, das mache ich gerne. Ich bin noch am rumprobieren mit den Fotos, und die mittlere Größe wirkte für mich bei mehreren Bildern etwas zu erschlagend. Aber ich probiere es gerne nochmal aus.

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Kitty191 (18. April 2018, 23:27)

Hector

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Mittwoch, 18. April 2018, 18:12

Tag 3 | Die ersten Tiere (ohne große Mühen, aber dennoch beeindruckend)

Sonntag, 22.10.2017

Abends hatten wir noch überlegt, was wir uns für den heutigen Tag vornehmen. Die Wahl für den Ausflug fiel auf das Krugersdrop Game Reserve, nordwestlich von Johannesburg. Die Kinder wollten Tiere sehen. Ich habe vorher einiges über die kleineren Game Reserves gelesen und wollte nichts mit Streichel-Zoo u.ä.. Ich denke wir hatten so einen guten Kompromiss für den Einstieg. Der richtige Nationalpark kommt ja noch später.

Erstmal saugen wir all die Eindrücke auf der Fahrt auf. Es fällt auf, dass auf den Straßen fast alle Autos weiß sind, wie viele Menschen hinten auf den Ladeflächen mitfahren und welch kreativ-artistische Kreuzungs-Performance von Jugendlichen geboten wird. Die Minibusse flitzen an uns vorbei, die Menschen, die vor den Townships an der Straße auf die Busse warten, sind zumeist auffällig schick gekleidet. Die Landschaft ist hügelig, die Erde rot. Das Wetter hatten wir klischeemäßig schöner erwartet, der Himmel ist sehr bedeckt, doch es ist angenehm warm.

Das Game Reserve ist nach einem Betreiberwechsel in einer „Übergangsphase“, das Camp und das Café sind geschlossen. Aber wir sind genau rechtzeitig da, um die Fütterung der Löwen mitzuerleben.

Mit zwei anderen Autos stehen wir auf einer größeren Lichtung wenige Meter entfernt von der abgeladenen halben Kuh, an der sich ein Rudel Löwen satt isst. Wir öffnen das Fenster ein wenig, um die Geräusche richtig mitzuerleben. Der imposante Chef des Rudels schaut sich das Ganze erstmal aus der Ferne an und gesellt sich dann entspannt dazu. Nach einiger Zeit ruft eine Löwin auch die zwei kleinen Löwenkinder dazu, die in einiger Entfernung abgewartet hatten. Wir könnten endlos zusehen bei dem fröhlichen Festmahl und den herumtollenden Jungen. Das Löwen-Männchen zeigt sich nach beendetem Mal plötzlich irritiert und beobachtet die umherfliegenden Vögel sehr genau. Zwei Mal setzt er dazu an, sie zu verjagen. Dann legt er sich zwei Meter vor uns ins Gras und strahlt eine sehr majestätische Ruhe aus. Ein toller Anblick, besonders mit dem komplett ausgehöhlten halben Kuhkörper im Hintergrund.










Auf dem Weg zurück aus dem Bereich, der den Löwen vorbehalten ist, freuen wir uns zu sehen, wie viel Platz die Löwen im Park haben. Natürlich ist das kein Vergleich zu einem Nationalpark. Aber unsere Freunde berichten, dass dies hier nach Augenschein deutlich bessere Bedingungen für die Tiere sind, als in einigen anderen Wildreservaten in der Umgebung von Johannesburg. Wir fahren noch ein bisschen durch die Gegend, die sehr leer wirkt. Doch plötzlich entdecken wir drei Giraffenhälse. Sie scheinen es sich gemütlich gemacht zu haben und bleiben liegen. Warzenscheine entdecken wir noch und einen größeren Trupp Elands. Auf dem Weg Richtung Ausgang sehen wir auch noch eine Gruppe Springböcke und wir freuen uns sehr über unsere allerersten tierischen Eindrücke in Südafrika.



Später im Garten hat es mir der wunderschöne Lovebird angetan.



Die Kinder spielen Tischtennis und Kicker, auch dem Pool wird noch ein Besuch abgestattet. Wir sind angekommen!

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Mittwoch, 18. April 2018, 18:52

Tag 4 | Johannesburg "in Begleitung"

Montag, 23.10.2017

Am nächsten Tag rufen bei unseren Freunden Arbeit und Schule und wir nutzen den Tag zur Erkundung von Johannesburg. Von der Endstation Hatfield aus nehmen wir den Gautrain, nachdem wir die Chipkarten am Schalter ausreichend aufgeladen haben. Wir freuen uns, mal ein anderes Verkehrsmittel als das Auto zu erleben und genießen den Ausblick auf Pretoria und die weiteren Eindrücke auf der Fahrt. Mich überrascht der Anblick von unzähligen Warmwasser-Solaranlagen auf den Dächern eines großen Townships.

Wir fahren bis zur Station Rosebank und treffen dort auf einen alten Brief- bzw. Mail-Bekannten von mir. Wir waren vor über 20 Jahren eine Zeit lang in Kontakt und ich habe ihn dank Social Media vor unserer Reise wieder ausfindig gemacht. Ursprünglich kommt er aus Kapstadt, hat seit ein paar Monaten aber einen neuen Job in Johannesburg - so muss die Kapstadt-Besichtigung mit ihm aus. Aber dafür hat es hier geklappt. Zum Glück konnte er seine Arbeitsschicht mit einer Kollegin tauschen und hatte so Zeit, uns heute Johannesburg zu zeigen.

Und so fahren wir mit seinem Auto als erstes nach Soweto in die Vilakazi Street. Wir besichtigen das frühere Wohnhaus von Mandela und sind sehr angetan von dem tollen, kleinen Museum darin. Die kurze Führung ist sehr informativ und als wir später die ankommenden Touristenbusse sehen, freuen wir uns, dass wir so früh dort waren und uns alles in Ruhe anschauen konnten.



Die Jungs staunen über die Tanz-Performance von vier verkleideten Feuerwehr-Männern. Und als uns ein Mann anspricht und sehr freundlich um ein bisschen Geld bittet, merken wir, dass wir noch gar kein Kleingeld in der Tasche haben. Das besorgen wir uns beim Kauf einer kleinen Stärkung und werden es durch viele Gelegenheiten schnell wieder los. Die Szenerie der vielen Touristen und Straßenverkäufer sowie der armen Menschen, die auf eine kleine Unterstützung hoffen, wird noch ergänzt um eine Gruppe von Arbeitern, die jede und jeder einen großen, schwer beladenen Wagen die Straße herunterschieben, bzw. direkt vor dem Wagen gehen, um mit dem Körper mühsam zu verhindern, dass er zu schnell den Berg herunterrollt. Sie haben alle dicke Wollmützen an, die auch das Gesicht bedecken. Wir vermuten, dass sich um Wertstoffe handelt, die aus dem Müll herausgeholt wurden.

Wir fahren ein kurzes Stück weiter zum Hector-Pieterson-Memorial und mein Bekannter erzählt uns einiges zu den Hintergründen. Danach sind wir uns alle einig, dass es Zeit für ein „second breakfast“ ist. Auf der Fahrt in den Stadtteil Melville bestaunen wir durch’s Autofenster das riesige Fußballstadion und unterhalten uns sehr angeregt über die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Südafrika. Mein Bekannter ist „coloured“ und erzählt aus seiner Kindheit und Jugend in Kapstadt und er berichtet von vielen aktuellen brennenden Themen und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Es ist ein intensives Gespräch, wir sind sehr dankbar dafür.




In Melville gehen wir in das hippe Café „Pablo-Eggs-Go-Bar“. Die Ei-Gerichte sind ein Gaumenschmaus und die Jungs freuen sich über Pancakes.




Dann geht’s weiter durch die Stadt mit tollem Blick auf die Hochhäuser-Skyline bis zum Constitutional Court. Nach einem kleinen Spaziergang schauen wir uns vor dem Gebäude die „Verfassungsflamme“ an und es ist sehr beeindruckend, wie mein Bekannter von der Verfassung und ihrer Bedeutung für die Menschen erzählt. Wir sind total überrascht, dass wir im Gebäude drinnen nach ein paar Schritten mitten im Gerichtssaal stehen. Außer uns ist keiner da. Die Architektur ist toll, über kleine Fenster können die Menschen von außen in den Saal reinschauen, das Bild eines großen Baums mit Menschen darunter findet sich mehrmals wieder als Symbol für den Ort, an dem früher im Dorf die Entscheidungen getroffen wurden, der Teppich sieht aus wie ein riesiges Kuhfell. Im Vorraum sieht man noch Teile der alten Gefängnismauer und es sind Kunstwerke von südafrikanischen Künstlern ausgestellt.






Danach geht es dann weiter zum Zoo Lake. Die Jungs entdecken unterwegs, dass die Straßennamen nicht auf Schildern stehen, sondern auf den Bordsteinkanten im Kreuzungsbereich. Am Zoo Lake setzen wir uns in das sehr nettes Café Moyo. Der Mint Cheesecake ist deutlich weiter von einem Käsekuchen entfernt, als unser Großer es erwartet hätte. Aber so lernen wir mal was Neues kennen. Und der Brownie mit Eis schmeckt klasse.

So langsam geht die Zeit schon zur Neige. Wir fahren an dem Haus vorbei, in dem Nelson Mandela bis zuletzt gelebt hat und dann zurück nach Rosebank. In der Mall besorgen wir uns einen Steckeradapter, denn ab morgen sind wir dann ja auf eigene Faust unterwegs. Bei Woolworth bekommen wir von meinem Bekannten eine kleine Einführung in die Welt des Biltong und machen dann mit Biltong, Schokocroissants und leckerem Blätterteig-Gebäck noch ein kleines Picknick vor der Mall. Dann heißt es Abschied nehmen und Danke sagen für den sehr intensiven Tag. Für die Jungs war es zeitweise vielleicht etwas langweilig, weil wir so viel geredet haben, aber sie haben super durchgehalten.

Im Zug zurück nach Pretoria erleben wir den Feierabendverkehr und fühlen uns auch nicht viel anders als im Berliner Pendant – die eine Hälfte der Pendler schläft, die andere ist mit dem Smartphone beschäftigt. Nur die Blicke, die uns erreichen, sind sehr viel freundlicher und offener. Abends kommt die erste Wehmut auf, denn wir müssen schon unsere Sachen packen. Bei einem Savannah in der lauen Abendluft staunen wir auch am dritten Abend noch darüber, wie kurz die Dämmerung dauert, freuen uns, dass unser Kleiner die kurzen Wege heute gut ohne Krücken und ohne allzu große Schmerzen bewältigt hat, bedanken uns bei unseren Freunden für die schöne Zeit und die Gastfreundschaft. Wir sind sehr gespannt auf den nächsten Teil unserer Reise.

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toetske (13. Juni 2018, 00:50), MagritH (4. Juni 2018, 18:33), sunny_r (8. Mai 2018, 12:28), cameleon (7. Mai 2018, 16:36), Piepsi (23. April 2018, 14:00), gatasa (23. April 2018, 11:32), Cosmopolitan (22. April 2018, 20:06), Tutu (21. April 2018, 13:19), Bär (20. April 2018, 00:47), ReginaR. (19. April 2018, 10:43), kOa_Master (19. April 2018, 08:02), Kitty191 (18. April 2018, 23:38), Wicki4 (18. April 2018, 20:07), SarahSofia (18. April 2018, 20:02), Sella (18. April 2018, 19:46), palmus (18. April 2018, 19:16)

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Donnerstag, 19. April 2018, 21:55

Tag 5 | Auf zum Addo

Dienstag, 24.10.2017

Am Dienstag geht es weiter mit Comair (British Airways) nach Port Elizabeth. Am Flughafen klappt alles reibungslos. Der Mann vom Bodenpersonal sagt bei der letzten Ticketkontrolle zu unserem Großen „Hey, you are the boss!“, weil er alle Gepäck-Kleber an seinem Ticket hat. Die tolle Aussicht aus dem Flugzeug macht nicht nur mir Freude. Auch die Jungs kleben am Fenster, um die imposanten Bergformationen und später den riesigen Sandstrand und zum ersten Mal in unserem Leben den Indischen Ozean zu sehen. Palmen überall, die Sonne strahlt, es ist sehr schön warm und ein lauer Wind weht.





Die Mietwagen-Übergabe bei Hertz klappt reibungslos, wir bekommen den erwarteten Toyota RAV 4. Ein paar Kratzer an der Seite lassen wir noch eintragen. Dann schauen wir wie unsere Koffer reinpassen, letztlich haben wir nur zwei mittelgroße und einen kleinen mitgenommen. Darüber hatte ich mir vorher viele Gedanken gemacht. Und nicht ganz zu Unrecht wie sich zeigt. Denn Hochkant passen die Koffer nicht unter die Abdeckung, aber mit etwas Rumschieberei haben wir dann eine Variante, wie alle flach reinpassen. Mit den Handgepäck-Rucksäcken oben drauf geht die Abdeckung gerade noch zu.

Bevor wir Richtung Addo Elephant Nationalpark starten, steht noch ein Einblick in einen anderen Teil der südafrikanischen Realität an. Wie sind verabredet mit dem Leiter eines Bildungsprojekts, der vor langer Zeit ein Arbeitskollege von mir war. Er zeigt uns mit seinem Auto das lokale Township, berichtet von den vielfältigen Aktivitäten seines Projekts und den großen Herausforderungen vor Ort. Wir sehen Kinder in Schuluniform auf dem Heimweg, viele strahlende Gesichter, viel Armut und sehr viele engagierte Kinder und Jugendliche im Computer-, Theater- und Kunstkurs des Bildungszentrums.



Dankbar für diesen Einblick und nachdenklich fahren wir dann los Richtung Addo. Das Linksfahren erfordert volle Konzentration, aber es klappt gut. Erstaunlich, wie schnell man sich einerseits an so etwas komplett Neues anpassen kann und wie hartnäckig sich andererseits die gewohnten Mechanismen halten. Die Blinker-Scheibenwischer-Verwechslung hat noch bis zum letzten Tag für viele Lacher gesorgt.

Im Dorf-Laden in Addo versorgen wir uns mit ein paar Grundnahrungsmitteln und fahren dann zum Main Camp. Wir hatten uns vorab die „Wild Card“ besorgt, auch wenn es sich nur sehr knapp gelohnt hat. Unser Chalet ist am Ende einer Stichstraße, mit tollem Blick in den Park hinein. Die Jungs suchen sofort die Ferngläser raus und die Aufregung ist groß als sie etwas entdecken, was sich bewegt. Es stellt sich Dank der schönen Tier-Übersicht in der Karte vom Nationalpark als Bushbuck heraus. Bevor es dunkel wird, wollen wir noch beim Wasserloch vorbeischauen. Beim Spaziergang dorthin erklären wir unseren Kleinen für vollkommen gesund, kein Humpeln ist mehr zu sehen. Am Wasserloch ist nichts los, schade. Wir kaufen im Shop ein paar Zutaten fürs Frühstück und gehen dann nochmal zum Underground Hide.

Es ist nichts zu sehen, nach einem Moment gehen die einzigen beiden anderen Gäste weg. Wir wollen noch ein bisschen die Atmosphäre genießen, die warme Luft und die Geräusche. Einfach ankommen. Plötzlich sehen wir von rechts zwei Büffel aus dem Dickicht kommen. Sie traben zielstrebig aufs Wasserloch zu, schauen prüfend zu uns rüber, trinken und ziehen dann bald weiter nach links außer Sichtweite. Die Begeisterung ist riesig. Unser erstes Big Five-Tier, so nah und so unerwartet, mit Einkaufstüten auf dem Schoß!






Wir schätzen uns sehr glücklich, genießen auf unserer Terrasse den Blick auf den schönen Abendhimmel, stärken uns mit Spaghetti und Tomatensoße und schauen noch ein bisschen Rugby im Fernsehen. Die Vorfreude auf morgen ist groß.


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Hector

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Samstag, 21. April 2018, 23:21

Tag 6 | Auf der Suche nach den Elefanten

Mittwoch, 25.10.2017

Ich habe an verschiedenen Orten gelesen, dass es sich beim Tiere sichten absolut lohnt, früh dran zu sein. Also klingelt der Wecker um 5 Uhr und um 5.40 Uhr sind wir am Gate. Die Luft riecht frisch, es ist bedeckt und die Augen versuchen, in den verschiedenen Graustufen etwas zu entdecken. Wir tasten uns langsam heran und erfreuen uns nach einiger Zeit an einem Kudu, mehreren Warzenschweinen und zwei Straußen, die beim Fressen wirklich lustig aussehen.





Wir entscheiden uns, das Gorah Loop zu fahren, da es in mehreren Reiseberichten positiv erwähnt wurde. Direkt zu Beginn quert eine Gruppe Zebras die Straße. Die Musterung ist toll und wir freuen uns sehr, sie in Ruhe beobachten zu können. Danach sehen wir sehr lange sehr wenige Tiere, ab und an ein Warzenschwein.



Eine gewisse Unruhe macht sich breit. Wo sind denn die Elefanten? Ich ertappe mich bei dem Gedanken, ob das frühe Aufstehen wirklich nötig war. Bisher haben wir auch nur ein anderes Auto gesehen.

Da entdecken wir plötzlich einen grauen Fleck zwischen den Büschen, bestimmt 100 Meter entfernt, wo das freie Feld endet. Alle sind hellwach und als sich der graue Fleck zu bewegen beginnt, hoffen wir so sehr, dass er sich nicht entfernt, sondern wir ihn noch besser zu Gesicht bekommen. Er tut uns den Gefallen. Es ist ein toller Moment, wie dieser große Bulle langsam zwischen den Büschen rauskommt. Er läuft dann gemütlich am Rand des Feldes entlang, bis wir ihn nicht mehr sehen. Unser erster Elefant!





Am Wasserloch sind wir alleine und machen eine Pause. Ein Schakal nähert sich mit sehr vorsichtigem Blick und trinkt dann ausgiebig. Dort und dann auf der weiteren Fahrt passiert über lange Zeit sehr wenig. Keine Tiere sind mehr zu sehen. Die Frage, warum genau wir nochmal so früh aufgestanden sind, existiert nicht mehr nur in meinem Kopf. Die Sonne ist rausgekommen und wir beschließen zum Picknickplatz zu fahren, um uns die Beine zu vertreten.



Auf dem Weg dorthin schaue ich nach rechts und sehe weit entfernt am Ende einer Schneise eine Gruppe Elefanten. Das muss am Harpoor Wasserloch sein, verrät die Karte. Wir wenden sofort, fahren dorthin und können unseren Augen kaum trauen.

Ein großer Trupp Elefanten ist am Wasserloch und ein zweiter macht sich gerade auf in Richtung der Dornenbüsche. Wir beobachten erstmal die wandernden Elefanten, wie sie vor uns die Straße queren. Toll! Auch zwei Jeeps sind da und zwei, drei andere Autos. Nach einiger Zeit parken wir um, direkt ans Wasserloch. Wie schön, wenn die Elefanten sich mit Wasser vollspritzen. Auch die Ausscheidungsaktivitäten werden mit viel Freude beobachtet.





Aus der Ferne nähert sich ein einzelner Bulle über die Ebene dem Wasserloch. Zeitweise trabt er in einem ordentlichen Tempo und es wirkt so, als steuert er direkt auf unser Auto zu. Wir sind losfahrbereit, aber er nimmt dann den direkten Weg zum Wasser.



Als wir uns nach langer Zeit satt gesehen haben und langsam Richtung Picknickplatz starten, sehen wir aus den Hügeln eine weitere große Gruppe von Elefanten durch die Büsche in Richtung Wasserloch ziehen. Ein absolut imposanter Anblick.

Langsam drückt die Blase, aber vor dem Picknickplatz müssen wir nochmal eine Vollbremsung machen: ein Dung Beetle läuft über die Straße. Am Rastplatz entdecken wir einen zweiten, der sich ganz schon abmüht, weil ihm die vorderen Beine fehlen. Helfen können wir ihm nicht, aber wir nutzen die Gelegenheit, ihn in Ruhe beobachten. Er hatte alle Sympathien auf seiner Seite.

Wir sind nun ganz schön müde und fahren auf direktem Weg die geteerte Straße zum Main Camp zurück. Nur ein Mal stoppen wir, weil ein kleiner Elefant direkt an der Straße genüsslich die Blätter der Dornenbüsche frisst. Wir sind fasziniert, wie anmutig und leise er sich bewegt und wie faltig die Haut ist.



Nach dem Mittagsschlaf sind direkt von der Terrasse aus in der Ferne drei Elefanten zu sehen. Wir sind immer noch jedes Mal auf's Neue schwer beeindruckt. Wir stärken uns kurz und gehen dann das kurze Stück zum Swimmingpool. Ein bisschen Bewegung und Erfrischung können wir gut gebrauchen, und es ist ein schönes Gefühl, dass wir uns von den Erlebnissen des Vormittags so reich beschenkt fühlen, dass wir nicht so schnell wie möglich zurück in den Park müssen, sondern diese Auszeit sehr genießen können. Wir gehen anschließend zum Restaurant Cattle Baron für ein sehr spätes Mittagessen.





Nach einem kurzen Abstecher in den Info-Center zieht es uns nochmal rein in den Park, bei schöner Abendsonne haben wir noch ein Stündchen. Keine fünf Minuten nach dem Abzweig ins Harpoor Loop kommen sie uns direkt auf der Straße entgegen, mit Sonne im Rücken: mehrere Elefanten laufen nebeneinander, sie wirken wie auf einem gemütlichen Abendspaziergang. Wir stehen mit dem Auto so weit links wie möglich und sie passieren uns mit gemächlichen und gleichzeitig zügigen Schritten so nah, dass wir auf der rechten Seite dann doch lieber das Fenster geschlossen haben.





Am kleinen Wasserloch schauen wir in der Abendsonne zwei Elefanten und einem sehr kleinen Jungen beim genüsslichen Trinken zu. Lustig, wie sie immer wieder ein Bein hinter dem anderen verschränken. Das sieht sehr lässig aus. Als sich ein Warzenschwein nähert, nehmen sie das Junge eng zwischen sich und ziehen dann bald bei tollem Abendlicht weiter.



Die Zeit drängt zur Rückkehr und so stoppen wir nur kurz, als wir noch ein paar Grüppchen von Elefanten zwischen den Büschen entlang wandern sehen. Und so richtig können wir diesen Überfluss nach unserem langen Elefanten-losen Morgen immer noch nicht glauben. Bei allen späteren Erzählungen vom Urlaub hat die (gespielte) Entrüstung darüber, dass ich alle um 5 Uhr aus dem Bett geholt habe - und warum nochmal? - , einen festen Platz. Es ist windig geworden und vor unserem Chalet macht das Klackern der Dornen ein schönes Konzert.

In Chalet gibt es wieder Spaghetti mit Tomatensoße. Die Jungs zappen durch das Fernsehprogramm und plötzlich flimmert das Fußball-DFB-Pokal-Spiel meiner Kölner gegen Berlin über den Bildschirm. Wie verrückt ist das denn? Zu Hause hätte ich es nie zu sehen gekriegt. Und dann gewinnen die arg gebeutelten Kölner auch noch. Kaum zu glauben. Nachdem alles gepackt ist, schauen wir nach dem Sternenhimmel, doch es ist leider sehr bedeckt. Wir sind selig und gleichzeitig total erschöpft von all den Eindrücken und gehen zeitig schlafen.

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Bär

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Sonntag, 22. April 2018, 07:12

Wo sind denn die Elefanten? Ich ertappe mich bei dem Gedanken, ob das frühe Aufstehen wirklich nötig war.

Im Addo sind wir nur einmal zur Toröffnung gestartet, es hat sich - was die Tierwelt betrifft - kaum gelohnt. Denn nahezu alle Tiere hier sind tagaktiv, insbesondere die Elis. Selbst die Löwen liegen im Addo - anders als z.B. im Kruger - am Tag nicht nur herum und sind aufgrund des Bewuchses auch noch vergleichsweise gut zu sehen.
Wofür sich die Morgenpirsch lohnt, sind jedoch die Sonnenaufgänge sowie insgesamt, dass die Luft noch klarer ist und damit bessere Fotos ermöglicht.
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*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Hector

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Sonntag, 22. April 2018, 19:41

Im Addo sind wir nur einmal zur Toröffnung gestartet, es hat sich - was die Tierwelt betrifft - kaum gelohnt. Denn nahezu alle Tiere hier sind tagaktiv, insbesondere die Elis. Selbst die Löwen liegen im Addo - anders als z.B. im Kruger - am Tag nicht nur herum und sind aufgrund des Bewuchses auch noch vergleichsweise gut zu sehen.
Wofür sich die Morgenpirsch lohnt, sind jedoch die Sonnenaufgänge sowie insgesamt, dass die Luft noch klarer ist und damit bessere Fotos ermöglicht.
Ja, das klingt sehr plausibel. Beim ersten Mal ist halt noch alles neu und man will alles richtig machen. Und so ein kleines bisschen hatte ich schon auch auf die Löwen im Addo gehofft. Aber die müssen ganz woanders gewesen sein. Auch laut der Tafeln, wo man seine Sichtungen kennzeichnen kann, waren nirgendwo Löwen in Sicht. Oder wir haben sie übersehen, das will ich auch nicht ausschließen.

Hector

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Sonntag, 22. April 2018, 20:33

Tag 7 | Elefanten und Büffel, später Dassies, Wind und Wellen

Donnerstag, 26.10.2017

Heute dürfen wir alle ein bisschen länger schlafen. Nach der Schlüsselabgabe fahren wir wieder rein in den Park. Wir haben keine so große Eile und wollen bis zum südlichen Ausgang fahren. Im oberen Teil ist nicht viel los - aber immerhin ein Grüppchen Elefanten sehen wir an einem kleinen Wasserloch. Wir freuen uns auf den uns noch unbekannten unteren Teil.



Ein paar Mal hatten wir schon einzelne Knochen im Gras liegen sehen, doch nun erblicken wir das noch ziemlich vollständige Skelett eines Büffels. Was für ein Anblick.



Nach einem längeren sehr bergigen Abschnitt nähern wir uns wieder einem Wasserloch. Zuerst sehen wir zwei sehr lebendige Büffel, die zügigen Schritts unterwegs sind. Etwas weiter ist eine große Gruppe Elefanten versammelt. Dornenbüsche verstellen etwas die Sicht, aber da einige Autos bei der besten Sichtachse stehen, beobachten wir erstmal die drei kleinen Elefantenkinder, die vor einem Busch herumtollen. Sie halten sich am Rüssel, der Größte der drei rempelt den Kleinsten ein paar Mal liebevoll mit dem Hintern zur Seite. Und dann machen sie sich wieder ans Fressen. Ein weiterer Büffel spaziert an den Elefanten vorbei.







Weiter entfernt sieht man einen weiteren großen Trupp Elefanten zwischen den hohen Büschen. Es ist ein tolles Bild. Dann wird ein Platz für uns mit besserem Blick aufs Wasserloch frei. Wir müssen sehr lachen beim tollpatschigen Anblick der kleineren Elefanten, die am Rand des Wasserlochs fast übereinander purzeln und von den Größeren Hilfe beim Aufstehen bekommen. Ein sehr Kleines trinkt bei der Mutter, nach dem es ein, zwei erfolglose Versuche gemacht hat, die Zitze zu finden.



Wir sind wieder ganz beglückt von all den Elefanten-Erlebnissen und fahren langsam weiter. Ein paar Kudus sehen wir noch, auch die Warzenschweine schauen nochmal vorbei. Eine gemütliche Gruppe Zebras, die vor uns die Straße quert, ist das letzte Tier-Highlight im Addo. Wir staunen über den Blick auf die fernen Dünen und das Meer vom Lookout-Point und sehen dann bis zum Ausgang nur noch ein einsames Perlhuhn (von dem kleinen Sohn bei unseren Freunden immer "Police-Chicken" genannt).

Wir steuern die nächste Tankstelle an und kaufen im Spar ein paar Vorräte und frisch zubereitete Burger mit Chips, die wir auf den Banken am Rastplatz verspeisen. Unter den sehr hungrigen Augen einer streunenden Katze, die unserem Jüngsten sehr leid tut. Dann steht erstmal Strecke machen auf dem Plan, die Jungs schlafen eine Runde und wachen erst auf dem Parkplatz direkt an der Paul Sauer Bridge auf. Wir spazieren kurz auf die Brücke und staunen über die tolle Aussicht ins felsige Tal. Die Laster rasen an uns vorbei und es kribbelt ganz schön, wenn die Brücke dabei vibriert.

Dann kommt auch schon bald der Abzweig zum Storms River Mouth. Am Schlagbaum dauert es etwas, bis wir dran sind und die Anmeldeprozedur erledigt ist. Gut, dass mein Mann unser Nummernschild fotografiert hat, wir müssen es im Laufe des Urlaubs wirklich noch oft in Formulare eintragen. Unten angekommen empfängt uns der Blick auf starke Wellen, die mit viel Getöse an die Felsen vor der Küste prallen. Wir finden noch einen Parkplatz und lassen uns Zeit, da gerade zwei große Busse mit indischen Touristen angekommen sind und wir ihnen etwas Vorsprung geben wollen. Es ist ziemlich frisch und so machen wir uns dann mit langen Klamotten und Regenjacken auf den Spaziergang zur Hängebrücke. Der Kontrast zum Addo ist groß, man fühlt sich in einer ganz anderen Welt, die Luft ist feucht, ein bisschen wie im Dschungel. Plötzlich starrt uns von einem Baum aus ein Dassie an. Er sieht aus wie ein riesiges Meerschweinchen und sitzt wie versteinert auf dem schiefen Baumstamm und bewegt sich nicht, so dass wir schon überlegen, ob er ausgestopft ist. Erst mit Verzögerung entdecken wir die vielen weiteren Dassies, die auf dem Boden verteilt herumsitzen.





Immer wieder gibt es zwischen den dichten Bäumen tolle Ausblicke auf die Felsenküste und das raue Meer. Sehr imposant ist dann der Blick von oben auf beide Hängebrücken - toll.



Die Brücken selbst sind dann wesentlich weniger aufregend als gedacht, aber es macht trotzdem großen Spaß. Wie genießen den frischen Wind um die Nase und machen uns nach einer Weile wieder auf den Rückweg. Der Dassie sitzt immer noch regungslos in genau gleicher Pose auf dem Baum. Zurück am Auto machen wir ein kleines Picknick am Parkplatz. Ich klettere noch etwas auf den Felsen herum und genieße die Ausblicke, besonders als ein großer Schwarm Möwen vor den aufspritzenden Wellen entlang fliegt und die Sonne durch die Wolken blinzelt und der Szene noch etwas Licht schenkt.





Nun sind wir gespannt auf unsere Unterkunft und fahren das letzte Stück in Richtung Nature's Valley. Über die Bloukrans Brücke, wo sich die Bungee Jumper tummeln, flitzen wir drüber ohne zu halten und sind dann bald beim "Wild Spirit Backpacker". Wir werden sehr nett herumgeführt. Die Augen von unserem Kleinen leuchten, als er von den fünf Hunden, diversen Katzen und zwei Pferden hört. Dann beziehen wir unseren Family Room. Der Eingangsbereich ist mit Flaschenböden gepflastert, sieht sehr schick aus. Aber man merkt auch, dass es ziemlich kalt ist, da der Eingangsbereich nicht abgedichtet ist. Der Heizlüfter steht nicht ohne Grund da. Wir räumen unsere Vorräte in Schränke in der offenen Küche, damit die Baboons nichts aus dem Zimmer holen. Dort lebt Huhn direkt hinter den Gas-Kochstellen. Aus der Ferne sehen wir einen Baboon, aber er verzieht sich sofort. Als die Sonne untergegangen ist, wird es richtig kühl. Wir packen die Skiunterwäscheoberteile aus und ziehen uns so warm an, wie es geht. Im großen "Wohnzimmer" warten wir auf das Abendessen. Wir freuen uns über gutes W-Lan, verschicken ein paar Bilder in die Heimat, hören zu wie sich die jungen Backpacker von ihren actionreichen Erlebnissen des Tages und des bisherigen Urlaubs erzählen und schauen zu, wie die verrückten jungen Hunde miteinander balgen und sich quer durch's Zimmer verfolgen. Zum Essen gibt es Burger mit selbstgebackenem Brot und leckeren Nachtisch. Zwei Musiker treten auf, mit Didgeridoo und allen möglichen anderen Instrumenten. Doch es ist so kalt auf der Terrasse, dass wir ihnen nur für ein paar Lieder lauschen und dann mit noch vier Extradecken ausgerüstet in unser Zimmer gehen und schnell ins Bett krabbeln, mit der Skiunterwäsche unter'm Schlafanzug und der Freude darüber, dass ich die Berichte im Forum zum Wetter an der Küste ernst genommen habe.

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Sonntag, 22. April 2018, 21:18

Tag 8 | Viel Regen, unendliche Weiten und ein verräterisches Klackern

Freitag, 27.10.2017

Wir werden geweckt vom Regen, es ist grau und kalt, 13°. Drum bleiben wir unter der warmen Decke bis die Magen knurren. Das Frühstücksbuffet ist eine schöne Abwechslung zu unserer Selfmade-Variante. Und der heiße Roibuschtee erfreut sich, wie schon am Abend, großer Beliebtheit. Der starke Regen drückt ein wenig auf's Gemüt, es gäbe hier so viele kleine Wanderungen in der Umgebung, die wir gerne gemacht hätten.

Nach dem wir lange genug auf den Sofas rumgesessen und die Zeit überbrückt haben, entscheiden wir uns, zum nahen Farm-Laden zu fahren. Um die lustig aussehenden Ziegen zu streicheln ist es uns zu nass, aber wir finden im Laden reizvolle Pies, Quiches und Kuchen und lassen es uns auf der windgeschützten und überdachten Terrasse in Decken gewickelt mit den Leckereien und heißer Schokolade gut gehen.

So langsam wird der Regen schwächer und wir fahren die kurvige Straße runter Richtung Meer. Die gigantischen Bäume unterwegs sind beeindruckend.



In Nature's Valley parken wir direkt an der Lagune. Es regnet jetzt nicht mehr und ist fast windstill. Wir laufen über den endlos breien Sandstrand zum Wasser, die Wellen sind auch hier respekteinflößend. Am Horizont sieht man ganz klein den Umriss von der Robberg Halbinsel. Am Zufluss der Lagune zum Meer buddeln die Jungs Gänge in einen großen Sandberg. Man spürt die Kraft der Sonne durch die Wolken, zum ersten Mal fühlt es sich wieder warm an. Wir sind die einzigen Menschen an dem riesigen Strand und genießen die Atmosphäre sehr.











Zurück am Auto fahren wir gemütlich durch die kleinen Straßen zum anderen Ende von Nature's Valley. Ich pule ein paar Steine aus dem Profil des Autoreifens, da wir beim langsamen Fahren ein regelmäßiges Klackern gehört haben. Im kleinen Laden lassen wir uns den Wanderweg zum Salt River Mouth erklären, wie im Backpacker empfohlen. Unser Großer wählt sich ein Lederarmband als Souvenir aus, dann geht’s wieder runter zum Strand. Die Sonne ist jetzt richtig da, an diesem Ende vom Strand sind viele Felsen, über die die Jungs mit großer Freude klettern. Wir finden viele schöne Muscheln und wandern auf den Felsen an der Küste entlang. Nach einer sehr steilen, ungesicherten Stelle entschließen wir uns schließlich zur Umkehr, denn wir haben erst einen kleinen Teil des Rundweges absolviert, haben keinen Sonnenschutz dabei und wir wollen die Wanderlust der Jungs für morgen aufsparen und lieber noch die Umgebung vom Backpacker erkunden.





Bei der Rückfahrt hören wir wieder das Klackern am Reifen, so dass wir am Backpacker das Rad genauer anschauen. Und wir werden fündig: der Kopf einer Schraube ist auf dem Profil zu sehen. Den vorsichtigen Versuch die Schraube heraus zu hebeln beenden wir sofort, als wir die Luft entweichen hören. Nach kurzem Überlegen rufen wir bei Hertz an. Der Mitarbeiter ist super freundlich und wir klären ab, dass wir morgen früh zur Werkstatt nach Plettenberg Bay fahren. Wir wollen ja eh dorthin zum Robberg Nature Reserve. Derweil wechselt mein Mann den Reifen – gut, dass es das Ersatzrad gibt.

Als alles geregelt ist machen wir uns dann auf den kleinen Spaziergang vom Gelände des Backpackers zu einem riesigen Yellowwood Tree. Die verrückten Hunde begleiten uns. Wieder zurück entdecken wir das Baumhaus, von dem aus wir die Abendsonne genießen und uns darüber freuen, dass dieser Tag, der so ungemütlich startete, noch so schöne Eindrücke und unerwartet viel Sonne für uns bereit hielt – und auch ein bisschen Aufregung.





Kaum ist die Sonne weg wird es wieder ganz schön kalt, aber diesmal halten wir das Abendessen auf der Terrasse durch, eingewickelt in Decken und mit viel Roibuschtee.

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