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  • »Quorkepf« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 3. Juni 2018, 17:22

Reisebericht: Desinfiziert und kopflos durch den Kruger und die Winelands

Hallo liebe Forumsgemeinde,

seit zwei Monaten sind wir nun wieder aus dem Urlaub zurück. Unser drittes Mal Südafrika. :love: Alle Fotos sind sortiert, endlich - also ein perfekter Zeitpunkt, mit euch in Erinnerungen in Form eines Reiseberichts zu schwelgen, wenn ihr wollt.

Hier die Eckdaten unserer Reise:
Reisezeitraum: 8.3. bis 25.3.
Flüge: FRA-JNB-HDS mit SAA und SAExpress, JNB-CPT mit SAA und CPT-JNB-FRA ebenfalls mit SAA
Mietwagen: Ford Ecosport (Avis Hoedspruit) und Toyota Corolla (Europcar Kapstadt)

Unsere Stationen:
2 Nächte Masodini Private Game Lodge (Balule Private Game Reserve)
2 Nächte Sirheni
1 Nacht Mopani
2 Nächte Olifants
2 Nächte Lower Sabie
2 Nächte Nkomazi Game Reserve
3 Nächte Twice Central Guest House, Stellenbosch
2 Nächte Jordan Suites, Stellenbosch

Die Anreise und was zuvor geschah
Falls ihr euch erinnert: Unsere letzte Südafrika-Reise 2016 stand unter dem Motto "Blutende-Ohren-Angst" mit einer kranken und halb tauben, von Viren besiedelten Reiseberichtschreiberin, auf Tour mit einem geduldigen und leicht spöttischen Mann. Die Angst vor den blutenden Ohren war mir geblieben, nahmen vor unserem Reisebeginn die Grippe- und Erkältungskrankheiten doch einen rasanten Verlauf. Kaum einen in unserem Umfeld hatte es noch nicht erwischt, bei der Arbeit dünnte sich die Belegschaft merklich aus. Gut so, dachte ich mir anfangs noch, sollen die alle krank werden und mich anstecken im Januar, dann habe ich es bis zum Urlaub für immer und ewig hinter mir und bin immun (ja, ich weiß, so funktioniert das nicht, aber ich rede mir das gern ein :D ). Doch der Januar ging ins Land und ich war noch immer putzmunter und strotzte vor Gesundheit. Nun wünschte ich mir nichts sehnlicher, als nun doch die restlichen vier Wochen gesund zu überstehen und ohne einen dicken Infekt in den Flieger steigen zu können, wenn mein Vorher-anstecken-Plan schon nicht aufgegangen war. Was blieb also zu tun? Richtig: eine angemessen alberne Phobie vor Keimen aller Art zu entwickeln und Berufs- und Sozialleben weitestgehend kontaktarm zu gestalten.

Gesagt, getan - ich besorgte Desinfektionstücher und -spray, las Berichte vom richtigen Händewaschen und vermied große Menschenansammlungen. Bei Meetings kam ich zu spät, um dieses unsägliche Händeschütteln zu umgehen. Einkaufen ging ich nur noch mit eigenem Einkaufskorb - habt ihr euch mal diese fiesen Griffe der Einkaufswagen angesehen? Brrrrrr. Türen öffnete ich mit den Füßen, was bei großen Gebäudetüren gaaar nicht so einfach war und mich beinahe zu Fall brachte, als ich dabei auch noch einen Kaffeebecher balancierte und ein eisiger Wind pfiff. Der Mann sah sich das alles mit hochgezogenen Augenbrauen an :huh: und spöttelte, ich würde vermutlich ohne Infekt, dafür aber mit gebrochenem Bein im Flieger neben ihm sitzen.

Nun ja, es sollte anders kommen, und zwar so: kränkelnder Mann, topfite Reiseberichtschreiberin mit den saubersten Händen der Welt. :P Ganz doll hatte es den armen Kerl erst einmal nicht erwischt, jedoch doll genug, um einen Flug irgendwie unangenehm werden zu lassen. Da der SAA-Flieger von Frankfurt nach Johannesburg glücklicherweise jedoch nicht ganz ausgebucht war, konnten wir uns schön verteilen und er wenigstens seine langen Beine ein wenig ausstrecken. Angekommen in Johannesburg, erledigten wir den üblichen Kram und warteten auf unseren Anschlussflug nach Hoedspruit. Wir warteten und warteten ... die Abflugzeit verstrich, die Damen hinter dem Schalter konnten keine Auskunft geben. Und so blieb es eigentlich auch bis zuletzt. Irgendwann bildete sich eine kleine Schlange vor dem Ausgang, unser Flug war nicht mehr angeschlagen, dafür ein anderer mit Airlink (glaube ich) nach Hoedspruit. Wir stellten uns einfach auch an, wurden wortlos in einen Bus und dann eine SA-Express-Maschine verfrachtet und warteten wieder. Diesmal auf die Starterlaubnis. In Hoedspruit angekommen, warteten wir wieder, und zwar darauf, vor das Flughafengebäude rollen zu dürfen mit dem Fliegerchen. Ein Glück, dass man aus dem Fenster bereits die ersten Warzenschweine beobachten konnte. Schließlich hieß es noch mal warten bei Avis ... die italienische Großfamilie vor uns hatte diverse Probleme, die niemand so recht verstehen oder lösen wollte. Und dann, dann konnte es mit dem Ford Ecosport endlich losgehen. Auf Richtung Masodini Lodge!

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Kitty191

Schnürsenkel

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Sonntag, 3. Juni 2018, 20:37

Hallo Quorkepf,
herrlich..... ein neuer Reisebericht von der Königin der amüsanten Unterhaltung. Ich freu‘ mich riesig. Und es fängt ja auch schonmal sehr vielversprechend an.
Ich bin dabei und sichere mir einen guten Platz. Kann losgehen, ich sitze. Hände sind gewaschen und desinfiziert. :D


LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Quorkepf (4. Juni 2018, 11:04)

sunny_r

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Sonntag, 3. Juni 2018, 21:18

Hallo Querkopf,

gerade von einem Kurzurlaub mit dem Cabrio zurück, wechsele ich einen Ford Ecosport.
Auf der Rückbank kann ich dann mit Kitty über Tetris für Cabriolofferräume bei geöffnetem Dach fachsimpolen.

Aber keine Bange, ab den ersten Sichtungen bin ich hellweach und die volle Aufmerksamkeit gilt Deinem RB,

LG
Rainer

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Quorkepf (4. Juni 2018, 11:04), Kitty191 (3. Juni 2018, 21:43)

setepenre

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4

Montag, 4. Juni 2018, 06:57

Hallo Quorkepf,

ich nehme gerne Platz und harre der Dinge die da kommen. :D

Bin schon gespannt da wir im gleichen Zeitraum aber 2019 in SA sind. :saflag:

Viele Grüße
Paul
"Die größte Sehenswürdigkeit die es gibt, ist die Welt.
Sieh sie Dir an."
(Kurt Tucholsky)

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Quorkepf (4. Juni 2018, 11:04)

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Montag, 4. Juni 2018, 07:58

Da fahre ich doch auch gerne mal mit - an deinen rb mit der "blutende-ohren-angst" kann ich mich noch erinnern :D

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Quorkepf (4. Juni 2018, 11:04)

gatasa

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Montag, 4. Juni 2018, 09:34

Wenn ich mich ganz artig desinfiziere, darf ich dann auch noch mit in den Ecosport?
Ich könnte eventuell auch noch mit einem aktuellen Arztbericht rumwedeln, der behauptet, dass ich gesund bin (in den mir eigenen engen Grenzen ;) ). :saflag:

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Quorkepf (4. Juni 2018, 11:04)

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Montag, 4. Juni 2018, 11:04

O fein, der Ecosport hat sich schon mit Mitfahrern gefüllt. :saflag:
Ich freu mich. Alle Desinfizierten dürfen natürlich mitkommen - vorbildlich, Gatasa und Kitty. ;)
Und Kitty: Es ist ausnahmsweise keine Koketterie, aber die Königinnenkrone gebührt tatsächlich nur dir! :wine:

Die ersten beiden Nächte in Balule, Masodini Lodge
Vom Hoedspruit Airport ist es ein Katzensprung bis zum Balule Olifants West Gate. Was wunderbar ist, da wir ja nun einige Stunden später als geplant dran sind. Wir werden bereits am Gate sehr nett empfangen, der freundliche Herr erklärt uns den Weg zu Lodge und schon hoppeln wir los durchs Reserve. Anfangs ist die Strecke noch manierlich, die letzte Abzweigung hat es dann aber doch in sich und wir sind für die paar Zentimeter Bodenfreiheit, die der Ecosport im Vergleich zu unseren vorherigen gemieteten Kleinwagen bietet, dankbar. In der Lodge werden wir von Nala, dem Haus-und-Hof-und-Busch-Hund, begrüßt und dann kommt auch schon die Besitzerin Sabine um die Ecke, die uns gleich wortreich ein kühles Getränk in die Hand drückt und uns zu unserem Bungalow geleitet. Wir fühlen uns sofort wohl, alles ist herrlich ungezwungen und unkompliziert.





Und das sollte auch so bleiben, das Ungezwungen-Wohlfühlige. Ob es nun beim Plaudern an der Honesty Bar oder beim gemeinsamen Abendessen an der langen Tafel war - die Atmosphäre war nie gestelzt und bemüht, sondern Flip-Flop-entspannt und einfach nett. Genau das Richtige für uns zum Ankommen.
Viel mehr als Ankommen haben wir dann auch gar nicht gemacht an diesen beiden Tagen. Der Mann hustet ein bisschen vor sich hin und ist schlapp, da lassen wir es ruhig angehen. Zwei kleine Programmpunkte stehen für den zweiten Tag dann trotzdem auf dem Programm: Großeinkauf für unsere folgende Zeit im Kruger und ein gebuchter Game Drive von der Lodge aus (in Masodini können die Drives je nach Gusto gesondert dazugebucht werden und sind nicht bereits wie in anderen Lodges in privaten Reserves bereits im Komplettpaket mit drin). Mit 7 Personen und einem Guide starten wir dann am späten Nachmittag. Anfangs sehen wir nicht wirklich viel, es ist tatsächlich auch noch sehr heiß und das Getier hat sich klugerweise im schattigen Schatten versteckt. Als es dann gen Sonnenuntergangszeit geht, dröhnt es im Funk und unser Guide, bisher übrigens komplett stumm, brettert querfeldein drauflos. Auch diesmal ohne Erklärung. Irgendwann sehen wir Mitfahrer im Busch einen Löwen und brüllen Stopp. Es dauert ein Weilchen, bis der Wagen zum Stehen kommt. Wir setzen zurück, fahren noch tiefer in den Busch rein - und siehe da, nicht nur ein Löwe, sondern ein paar mehr!











Anfangs haben wir sie ganz für uns allein, keine Ahnung, welcher Funk-Teufel den Guide vorher geritten hatte. Er findet aber kurzzeitig seine Sprache wieder und sagt: "You are very lucky. Very lucky." Und dann wieder Schweigen im Walde. Alle sind selig, ich ja eiiiigentlich auch. Ohne diesen Ritt über Stock und Stein hätten wir so schnell vermutlich keine Katzen zu Gesicht bekommen. Trotzdem habe ich schon zu diesem Zeitpunkt irgendwie das Gefühl, dass ein Drive, so wie wir ihn gerade erlebten, nicht so richtig mein Fall ist. Als wir irgendwann unsere Tour fortsetzen und es dann auch recht schnell dunkel wird, bestätigt sich dieses Gefühl noch. Alle Guides (auch der anderen Lodges) scheinen sich darauf versteift zu haben, die Löwen bei der Jagd sehen zu wollen. Was schließlich nicht geglückt ist - wegen der sehr nahen Fahrzeuge? Man weiß es nicht. Sowieso weiß man gar nichts, weil unser Guide nicht wirklich kommunikativ ist.



Zurück in der Lodge wartet dann aber eine herrlich gedeckte Tafel mit genauso herrlichem Essen und Wein in der Boma auf uns, die mich ein wenig versöhnen.
Alle Mit-Drivelinge sind sich einig, dass das ein toller Drive war und das irre Durch-den-Busch-Heizen (und Alles-Niedermähen) ein tolles Abenteuer war. Die Geschmäcker sind verschieden, sage ich mir. Und die Ansprüche an einen Guide natürlich auch. Es ist ja auch gerade der Vorteil eines privaten Reserves, dass man über alles Mögliche drüberrattern darf, ohne sich an die Wege halten zu müssen. Als Belohnung gab es ja auch Katzen. Aber ... na ja ... :|
Der Wein und das Essen richten es für diesen Abend und wir fallen dann hundemüde ins Bettchen.


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Kitty191

Schnürsenkel

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8

Montag, 4. Juni 2018, 11:30

Was für eine entzückende kleine Kreatur :love: Ein Gesicht aus Augen.... ein Kopf aus Ohren und Flausch....
Ein Bushbaby steht auf meiner persönlichen Wunschliste gaaaanz weit oben.
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Gisel

Erleuchteter

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Montag, 4. Juni 2018, 13:03

Hallo ich bin auch dabei.....
Ist es das niedliche Tier, das bei Sabine am Haus wohnt?
Wir waren im vorletzten März dort, und wir fanden die Lodge als Einstieg toll!

Jetzt bin ich gespannt, wie es Euch weiter ergangen ist. :thumbsup:
Grüsse von Gisela

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Quorkepf (9. Juni 2018, 08:30)

toetske

oorbietjie

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Montag, 4. Juni 2018, 16:21

der Ecosport hat sich schon mit Mitfahrern gefüllt

Mit mir habt ihr vielleicht nicht mehr gerechnet? Ich habe mich seeeehr reduziert, will diese Reise aber von Anfang bis Ende miterleben 8) egal was da noch kommt.
Der Reisebeginn und die Mitreisenden gefallen mir schon mal sehr gut 8o und es folgen bestimmt noch ein paar spannende Tage :saflag:

VG. Toetske
one life, LIVE IT !

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Quorkepf (9. Juni 2018, 08:30), sunny_r (7. Juni 2018, 14:59)

Wicki4

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Dienstag, 5. Juni 2018, 20:12

Ich schmuggelte mich auch schnell noch dazu :D
und freue mich auf die weitere Reise.

Viele Grüße
Claudia

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Quorkepf (9. Juni 2018, 08:30)

Tutu

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Freitag, 8. Juni 2018, 18:44

Ich würde auch gern -völlig keimfrei- noch zusteigen.

LG Tutu

Ach und was für ein super Bild von der Giraffe. :thumbsup:

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Quorkepf (9. Juni 2018, 08:30)

kOa_Master

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Montag, 11. Juni 2018, 09:05

Ecosport ja sehr gerne, aber dieses dauernde Händewaschen...sorry, da mach ich nicht mit. Vor dem Essen Händewaschen und nach dem Klo Händewaschen muss ausreichen. Ein bisschen Dreck und Keime schaden nicht und ich schätze mich seit über 10 Jahre gesund :)
Ich mach dir dafür gerne die Türen und Tore auf, damit es wenigstens auch im Urlaub keine Beinbrüche gibt ;)
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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Quorkepf (19. Juni 2018, 09:14), sunny_r (11. Juni 2018, 13:17)

Sandra1903

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Montag, 11. Juni 2018, 14:26

Ich lese auch noch mit, wann bekommt man schon einen keimfreien Reisebericht :P
Schöne Grüße

Sandra

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Quorkepf (19. Juni 2018, 09:14)

kawi312

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15

Dienstag, 12. Juni 2018, 11:09

Das liest sich alles super, ich möchte auch mitfahren 8o

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Quorkepf (19. Juni 2018, 09:14)

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Dienstag, 19. Juni 2018, 09:14

So viele neue Mitfahrer. :love:
Willkommen an Bord, ob keimfrei oder nicht (kein Ding, Master :D ).

Gisel, ja genau, das ist eines der Bushbabys, die in der Masodini Lodge wohnen. Ich glaube, mittlerweile sind es drei an der Zahl, die sich dort wohlfühlen.
Ich finde die auch bezaubernd, Kitty. Und es ist faszinierend, wie lautlos sie springen können. An einem Abend landete eins direkt neben mir auf der Bar und leckte an meinem Arm - und ich habe es bis zuletzt nicht gehört. Ich habe mindestens so große Augen wie das Bushbaby selbst gemacht. Natürlich hatte ich dem Mann vorher verboten, die Kamera mit zum Sundowner/Abendessen zu nehmen ("Du musst ja nicht immer auf dem Ding rumdrücken, abends können wir es uns doch mal romantisch machen!"). Jetzt bin ich traurig, kein Gruppenfoto von mir und dem Bushbaby zu haben. :rolleyes:

Alle bereit für den Kruger?

Von der Masodini Lodge in den Kruger Park

Morgens sind wir recht früh wach - wir sind offensichtlich schon ganz im Busch-Modus! Wir machen uns auf unserem Zimmer einen ersten Kaffee, nehmen ihn mit auf unsere Terrasse und lauschen den Vogelstimmen. Es ist wunderbar. Die Koffer sind dann schnell und beschwingt gepackt. Die anderen Gäste sind auf ihrem Morning Drive, das Frühstück wird in der Regel dann für alle gemeinsam gerichtet, wenn die Driveler zurück sind. Da wir aber einen etwas weiteren Weg vor uns haben, hat Sabine uns angeboten, dass wir auch schon ein früheres Frühstück haben können. Alles ganz nett und unkompliziert.

Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen und ausgiebig Warzenschweine hinter dem Zaun beobachtet haben, packen wir das letzte Geraffel und stopfen es in unseren Ecosport, der eigentlich mit den Einkäufen schon voll ist. Der Kofferraum ist tatsächlich enttäuschend klein - unsere beiden Koffer passen stehend nebeneinander hinein, dazu noch unerhebliche Kleinigkeiten, mehr aber auch nicht, die Abdeckung darüber lässt sich dann auch schon nicht mehr schließen. Die Rückbank müssen wir also auch ordentlich vollpacken, um alles unterzukriegen. Da wir keinen Zwischenstopp mehr einlegen wollen, sondern gleich in den Kruger reinwollen, passt das aber für uns.



Bevor es losgeht, müssen wir uns aber natürlich noch von all diesen netten Menschen (und Nala, dem Hund) verabschieden und bezahlen. Ein bisschen quatschen wir uns fest, aber es hilft nichts, irgendwann müssen wir uns einfach loseisen. Und dann geht es mit der vollgepackten Kiste auch schon los Richtung Phalaborwa. Die Strecke ist frei, am Gate ist auch kaum etwas los und alles geht ganz zackig. Und dann sind wir auch schon drin im Kruger, wir sind ganz beseelt. Und Teile von uns, nämlich der arme kranke Mann, sind zusätzlich noch komplett erschöpft. Nach den ersten Kilometern schläft er neben mir tief und fest und schnorchelt vor sich hin. Es geht auf den Mittag zu, die meisten Tiere haben sich schon tief in den Busch verkrümelt, er verpasst also nur herrliche Landschaft und sonst nicht so viel. Ich richte es mir mit Tempomat hinter dem Steuer gemütlich ein und spule einfach ein paar Kilometer ab - wir müssen heute ein bisschen Strecke machen, denn es soll bis Sirheni gehen. Bei dieser Etappe war ich bei der Planung besonders unsicher. Sollen wir außen rum fahren und oben ins Punda Maria Gate rein? Durch den Park sind es ab Phalaborwa immerhin fast 170 km. Also alles andere als ein Katzensprung. Letztlich entscheiden wir uns trotzdem dafür - jede Minute im Kruger ist es wert.



Irgendwann wird der Mann neben mir wieder wach, streckt sich, schießt ein paar Fotos. Auf einmal schaut er mich wie vom Blitz getroffen an und meint verdattert: "Hab ich eigentlich meine Kreditkarte eingesteckt?" Ich habe keine Ahnung, das kontrolliere ich nun nicht. Er fängt an zu wühlen und zu suchen und sich zu verrenken. Er findet die Karte aber nicht. Ich schlage einen Anruf in der Masodini Lodge vor - aber natürlich haben wir auf der Strecke keinen Empfang. So müssen wir weitertuckern bis zum nächsten Camp - Mopani soll es sein, wo wir einen Zwischenstopp einlegen. Sabine von Masodini haben wir dann glücklicherweise schnell an der Strippe. Sie sagt, eigentlich könne das nicht sein, sie habe auch keine Karte gesehen auf dem Tresen, aber sie werde noch mal suchen gehen und uns zurückrufen. Gesagt, getan. Nach 10 Minuten klingelt das Handy - und die Gute hat die Kreditkarte, die heruntergefallen war, aufgetrieben. Wir sind erleichtert. Nur wie kommen wir wieder an sie dran? Ich überlege schon fieberhaft, wie wir die Route irgendwie abändern können, um den Abstecher nach Masodini gut hinzukriegen, da sagt Sabine: "Wie schön, dass die Karte wieder da ist. Wie wäre es, wenn wir euch in den nächsten Tagen im Kruger treffen, auf der Hälfte der Strecke? Wir bringen euch das Ding vorbei!" Der Mann und ich schauen uns mit großen Augen an. Sie würden die Karte bringen??? Unfassbar, das ist mehr als freundlich und wir wissen in dem Moment schon gar nicht, wie wir uns dafür bedanken sollen. Wir verabreden, die nächsten Tage noch mal eine SMS zu schicken mit dem Treffpunkt und dann legen wir, noch immer perplex ob der unglaublichen Hilfsbereitschaft, auf.

Auf diesen Schreck gibt es erst mal einen Milchshake auf der Terrasse des Camp-Restaurants. Und ich bin schockverliebt. Nicht in den Shake (wobei, vielleicht ein bisschen schon auch ...), aber in das Camp und den Ausblick und den Kruger allgemein. Ich mag es hier in Mopani soooo sehr, ich weiß gar nicht genau, wieso, und freue mich schon, dass wir auch hier eine Nacht absteigen werden. Hach. :love: Der Shake hilft dabei, der Hitze zu trotzen, und dann kommt auch mein Hirn wieder ein bisschen ans Arbeiten: In Beziehungen muss man ja schauen, dass es genügend Punkte auf der Habenseite gibt, mit denen sich der Partner erpressen und necken lässt. Und da sonst ICH diejenige bin, die Dinge verlegt, vergisst, verschludert, bietet es sich natürlich an, die Kreditkartensituation nun so richtig auszuschlachten. Ich sage zum Mann: "Tjaaaaa, so was Wichtiges wie eine Kreditkarte habe ICH noch nie verloren. Da habe ich ja nun eiiiiiiniges gut ..." Gefolgt von Sprüchen zu seinem fortgeschrittenen Alter, in dem man ja nun tatsächlich auch sehr vergesslich wird. :D Er trägt es mit Fassung und wehrt sich nicht erheblich (vielleicht ist er auch etwas fiebrig) - dann kann es ja nun auch weitergehen Richtung Sirheni. Ein paar Viecher wagen sich sogar auch noch aus dem Busch.







In Sirheni werden wir am späten Nachmittag sehr freundlich begrüßt von einer jungen Dame. Sie erzählt uns, dass sie am kommenden Abend auch den gebuchten Night Drive mit uns unternehmen wird, dass wir die einzigen Mitfahrer sein werden und dass wir uns deshalb auch aussuchen dürfen, wann wir starten werden. Wir überlegen ein bisschen rum und entscheiden uns dann für ein Zwischending zwischen Sundowner und Night Drive. Nett, wir freuen uns. Wir bekommen den Schlüssel zu unserem Häuschen - Randlage in der Nähe des Bird Hides (ist das die Nr. 1? Ich weiß es nicht mehr). Und wir sind begeistert. Alles ist top in Schuss, groß, total sauber. Wir fühlen uns gleich wohl. Viel machen wir an diesem Abend nicht mehr, außer uns häuslich einzurichten für die kommenden beiden Nächte und was Kleines zu kochen. Jetzt sind wir richtig da. :wine:


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17

Mittwoch, 12. September 2018, 14:08

Nun ist aber ordentlich Zeit vergangen, seit ich zuletzt geschrieben habe. Ach herrje. Jetzt muss es hier aber dringend weitergehen, ich will ja nicht, dass ihr Mitfahrer alle abspringt. :whistling:

Sirheni

Morgens geht der Wecker früh, wir wollen den Fehler unseres ersten Kruger-Aufenthaltes nämlich diesmal nicht wiederholen. Damals sind wir morgens immer vergleichsweise spät gestartet, auch ein Anfängerfehler. Dafür waren wir frisch und ausgeschlafen. Aber hey, in unserem nun fortgeschrittenen Alter ist das nun auch egal.
Der Mann ist jedoch gerädert, nachts hat ihn Schüttelfrost geplagt, daher ist er nicht besonders fit. Aber er steht trotzdem ganz wacker auf - schließlich hat er eine Mission: Weder bei unserer Hochzeitsreise in Tansania noch bei unseren beiden Südafrikareisen zuvor haben wir einen Leoparden gesehen. Das soll sich nun ändern, findet er. Und frohen Mutes schnappt er sich sein Fernglas und die Kamera. Schnell machen wir auch noch einen Kaffee für unsere Thermoskanne und packen ein paar Kekse ein und dann kann es auch schon losgehen auf Leoparden"jagd".
Wir beschließen, den Mphongolo-Loop in Richtung Norden zu fahren, zum Frühstück machen wir dann halt an der Babalala-Picknick-Site. Wir genießen es, bei dieser noch leicht kühlen Luft gemütlich die verschlungenen Wege abzufahren.

Ein Wasserböckchen ist schon beim Frühstück ...



Unser Frühstücksplatz ist menschenleer und in ein zauberhaftes Licht getaucht. Was für ein wunderbarer Start in den Tag.





Gemütlich trinken wir unseren Kaffee, die Vögel in den umliegenden Bäumen werden nun auch richtig wach. Und der Mann sieht auch nicht mehr so fürchterlich elend aus.
Wir schnappen uns unsere Parkkarte und beschließen, noch ein wenig den Norden des Krugers erkunden zu wollen. Wir hatten locker überlegt, sogar bis Crooks Corner zu fahren, verwerfen das aber spontan. Trotzdem soll es nach Norden Richtung Punda Maria gehen. "Ich bin sicher, dass sich dort unzählige Leoparden rumtreiben!", verkündet der Mann. Ich befürchte, das Fieber hat ihn wieder erwischt, sage aber nichts, sondern brumme nur irgendwie zustimmend. Und dann geht es weiter.

Kein Leopard ...



Auch keiner ...







Definitv keiner, aber ein sehr fotogenes Lächeln!



In Punda Maria vertreten wir uns ein bisschen die Beine, stocken unsere Wasservorräte auf und tanken noch mal voll. So richtig will der Funke bei diesem Camp aber nicht überspringen und ich bin doch ein wenig froh, dass ich uns keine Nacht dort eingebucht habe, wie ich es bei meiner allerersten Planung mal vorgesehen hatte. Landschaftlich ist diese Ecke aber natürlich spektakulär (auch der Mahoni-Loop, den wir noch fahren) und wir genießen die Ruhe und die wenigen Autos dort sehr. Sowieso hat der Norden, natürlich auch Sirheni schon, irgendwie etwas sehr Beruhigendes. Wir mögen es dort sehr, mögen es, wie die Landschaft sich unterscheidet von dem, was wir bei unserem ersten Aufenthalt gesehen haben. Und auch den Park so unendlich grün zu sehen, wie wir uns das ja auch gewünscht hatten, ist wirklich ein kleines Highlight - auch wenn sich des Mannes Leoparden so natürlich besonders gut verstecken können. ;)

Für den Abend hatten wir einen Night Drive gebucht, haben ja aber mit der netten Dame, die uns eingecheckt hat, verabredet, dass wir als einzige Mitfahrer schon ein bisschen eher starten.
Zurück in Sirheni, haben wir dennoch noch ein wenig Zeit und so strolchen wir erst einmal durchs Camp, gehen zum Hide und beobachten den gar nicht scheuen Buschbock, der direkt hinter dem Zaun steht.







Schließlich lassen wir uns mit einem Glas Wein auf unserer Terrasse nieder, als wir Besuch bekommen. Armando, der schon ewig im Kruger arbeitet, ich glaube, mehr als 40 Jahre, und vor allem "maintenance work" in Sirheni verrichtet, kommt für einen sehr netten Plausch vorbei. Der Mann erzählt ihm, dass er dringend noch einen Leoparden sehen möchte. Und Armando berichtet, dass gerade vor zwei Tagen gleich zwei Tiere auf der Zufahrtsstraße zum Camp gesehen wurden. Dann bedeutet er dem Mann mitzukommen. Der ist ganz aufgeregt - es wird doch wohl nicht die gewünschte Katze direkt hinter dem Zaun stehen? Ich bleibe mit meinem Wein zurück und frage mich, was die beiden Herren da jetzt wohl tun. Aber Leoparden-Suche ist wohl nur was für echte Kerle ... Mir egal.

Der Mann ist lange verschwunden, als er dann grinsend zurückkehrt, werde ich doch skeptisch und denke mir: "Er wird doch wohl nicht wirklich ..." Da hält er mir die Kamera vor die Nase und sagt: "Die hat Armando mir gezeigt!" Und ich sehe: die selig schlummernde Camp-Eule mitten im Geäst. :D Auch schön.



Netter Kerl, der Armando.
Und dann geht es auch schon los zu unserem Drive. Wir haben tatsächlich noch nie einen Night Drive gemacht und freuen uns, diesen hier exklusiv für uns zu haben.



Die freundliche junge Dame fragt uns, welche Tiere wir denn gern sehen wollen, wenn wir es uns aussuchen dürfen. Der Mann ruft gleich: "Einen Leoparden!" Allmählich wird es mühsam mit ihm. Ich wünsche mir - natürlich wohl wissend, dass es kein Wunschkonzert ist - ein Erdferkel. Wir ernten beide ein müdes Lächeln, aber zumindest einen Termitenhügel mit Erdferkelspuren bekomme ich gezeigt. Außerdem werden wir instruiert, für diese unseligen Leoparden gut die Bäume abzuleuchten, sobald es ganz dunkel wird.
Zur Sonnenuntergangszeit begegnen uns tatsächlich kaum Tiere, als es dann bald aber stockdunkel ist und wir beide die Lampen bekommen, sehen wir umso mehr. Elefanten, Zebras, Impalas, Buschböcke, Kudus ... es ist toll und wir haben einen Heidenspaß mit den Scheinwerfern. Die Zeit vergeht dann auch wie im Flug, ein kleiner Regenguss erwischt uns auch noch und wir haben keine Capes dabei, aber es macht uns so was von nichts aus, weil wir so eine gute Zeit haben, alles fragen können, viel lernen. Wir sind dann auch bedeutend länger als die veranschlagte Zeit unterwegs und fallen danach nur noch müde, aber sehr froh ins Bett. Und auch der Mann ist nicht allzu traurig, dass wir doch keinen Leoparden gesehen haben. "Wir haben ja noch so viel Zeit hier im Kruger, diese verdammten Viecher werden uns schon noch über den Weg laufen", sagt er zuversichtlich, bevor er sofort einschläft.


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Bär

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18

Mittwoch, 12. September 2018, 14:35

Schön, dass Du nach den Sommerferien wieder dabei bist. Dem letzten Bild nach zu urteilen hattet ihr doch eine spektakuläre Nightdrive-Sichtung. Ein Leopard, naja fast... :D

Sag mal, liest der Mann hier mit?
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Kitty191

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Mittwoch, 12. September 2018, 14:45

Hallo Bär,
der Mann von Quorkepf ist bestimmt genauso tolerant wie mein worldbestwhatever. Oder er kann auch nicht lesen :D


Hallo Quorkepf,
toll, dass Du Dich entschlossen hast weiterzuschreiben. Ich freu mich sehr. Punda Maria ist gerade im vorderen Bereich wirklich nicht besonders einladend. Die Zelte weiter hinten sind aber durchaus ganz anheimelnd. Und die Gegend rund um Punda, ist wie Du selber ja auch schon festgestellt hast, einfach toll.


LG
Kitty
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toetske

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20

Mittwoch, 19. September 2018, 00:25

:danke: Quorkepf für die Fortsetzung 8o (und tolle Bilder :!: )
Freue mich jetzt auf die weitere Fortsetzung :whistling:

LG. Toetske
one life, LIVE IT !