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jomaca

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Donnerstag, 7. Juni 2018, 20:39

Die Sehnsucht hört nicht auf, zweite Südafrikareise im April/Mai 2018

Angekommen, Sawubona Südafrika 2018

Die Planung sowie die Buchungen für unsere zweite Südafrika-Reise lagen schon ein paar Monate zurück. Die Vorfreude stieg von Woche zu Woche.
Die Reise ging in diesem Jahr in den Nordosten des Landes.

Bei unserer ersten Reise im Oktober/November 2016 besuchten wir in vier Wochen die Fauna und Flora der Provinz Kwazulu Natal, die tollen Landschaften der Drakensberge sowie des Golden Gate NP. Wir hatten wunderschöne Momente im Mountain Zebra NP und sahen viele Elefanten im Addo NP.
Die Garden Route, die Route 62 sowie abschließende fünf Tage in Kapstadt rundeten diese erste Reise durch Südafrika ab. ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) )

Unsere Reiseroute in diesem Jahr:



- Pretoria, Touraco Guest House ( 2 N)

- Thabazimbi, Marula Cottage Guesthouse (3 N)

- Tzaneen, Kings Walden Garden Manor (1 N)

- Balule Nature Reserve, Masodini Game Lodge (2 N)

- Krüger Nationalpark, Letaba und Satara Restcamp (je 2 N)

- Graskop, Zur Alten Mine (4 N)

- Malelane, Rio Vista Lodge (3 N)

- Nkomazi Game Reserve (2 N)

Mit dem ICE ging es sehr schnell zum Flughafen nach Frankfurt. Nachdem wir viel zu früh dort angekommen waren, klappte alles perfekt. Schnelle Abfertigung am Frankfurter Flughafen, entspannter Direktflug mit South African Airways mit zwei Sitzen am Notausgang mit ganz viel Platz nach Johannesburg, etwas geschlafen mit den neuen Nackenhörnchen, auch in Joburg ging alles zügig vonstatten, naja, bis auf die Immigrationskontrolle, da versuchten einige Chinesen illegal ins Land zu kommen. Telefonkarte und Geldabheben erledigten wir routiniert. Auch die Übernahme unseres Toyota SUV Mietwagen klappte einwandfrei.

Gegen 11:00 Uhr kamen wir in Pretoria am Touraco Guesthouse an und wurden von Irene empfangen. Nach einem Willkommensdrink und einer kurzen Einweisung in unsere Unterkunft starteten wir gegen 12:00 Uhr mit Hartmut zu einer geschichtsbeladenen Pretoria Rundfahrt. Hartmut ist sehr wissend und schilderte uns die Geschichte der Südafrikaner im 18. und 19. Jahrhundert. Höhepunkte der Tour waren das Mandela-Denkmal, das Paul Krüger Haus und zum Abschluss das Voortrekker-Monument.






Beim Ocean Basket in der Grove Mall ließen wir unseren ersten Urlaubstag bei einer Fischplatte und unserem ersten Savannah ausklingen. :beer: Sehr müde, sehr müde!! :sleeping: :sleeping:

Soweto und das Apartheidmuseum

Ausgeschlafen, frisch und munter genossen wir unser erstes Guesthouse-Frühstück. Spiegelei auf Reibekuchen, lekker lekker :)
Mit Hartmut ging es dann zum zweiten Teil des südafrikanischen Geschichtsunterrichtes. Wir fuhren nach Soweto. Zu Beginn der Führung durchfuhren wir das wohlhabende Soweto.



Schöne und große Häuser, das soll ein Township sein?? Aber es gibt zwei Seiten dieser Millionenstadt. Wir sahen die uns bekannten ärmlichen Hütten, typische vom Staat gebaute Townshiphäuser, sehr viel Müll an der Straße, Müllsammler waren unterwegs, geklauter Strom an allen Ecken, selbst bei den wohlhabenden Menschen.





Wir fuhren an dem Haus von Winnie Mandela vorbei, dort lagen noch viel Blumen und Kränze. Ihre Beerdigung war vor erst vor ein paar Tagen.



Anschließend zeigte uns Hartmut die Regina Mundi Kirche und wir wurden von dem leicht angeschickerten Danny geführt, ein sehr geschichtsträchtiger Ort. Anschließend besuchten wir das Hector Pietersson Museum. Beide Orte sind Erinnerungsorte der Schüleraufstände mit vielen Opfern vom Juni 1976. Wir spürten die Angst und Hilflosigkeit der Menschen, vor allem die der Schülerinnen und Schüler, unmittelbar und es zeigte die Ohnmacht gegenüber der total sinnlosen Apartheidpolitik der damaligen Herrscher.



Im Apartheitsmuseum konnten wir dann die ganze Geschichte der Apartheid in Südafrika erleben. Ebenfalls sehr emotional und bewegend, ganz besonders die Sonderausstellung über Nelson Mandela.



Im Husar in der Grove Mall gab es dann zum Abendessen ein Springbockcarpaccio und ein Springbocksteak, beides vorzüglich.
Jetzt waren wir angekommen im wunderschönen Südafrika. :saflag: :saflag:

Jetzt geht die Reise erst richtig los.
Bald geht es weiter.

Joachim

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tom1978

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Donnerstag, 7. Juni 2018, 21:09

dabei :D

tom

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jomaca (7. Juni 2018, 21:16)

toetske

oorbietjie

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Donnerstag, 7. Juni 2018, 23:36

Hi Joachim,

Ein Besuch an Soweto ist immer wieder konfrontierend.
Ich freue mich schon auf eure weiteren Erlebnisse.

VG. Toetske
one life, LIVE IT !

kawi312

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Freitag, 8. Juni 2018, 07:48

Ich reihe mich mal mit ein, ich finde eure Route sehr spannend, weil wir gerade vor einer ähnlichen Planung stehen :D :danke:

Aishak

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Freitag, 8. Juni 2018, 08:13

Hallo Joachim

Schöne Route habt ihr da :D (wir waren ja zur selben Zeit in ähnlichen Gefilden unterwegs).
Natürlich bin ich dabei! :thumbup: Und bin gespannt auf Eure Erlebnisse!

Liebe Grüsse
Andrea

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Freitag, 8. Juni 2018, 08:45

da bin ich doch auch gerne dabei :)

Tutu

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Freitag, 8. Juni 2018, 17:56

Ich steige auch noch mit ein. :)

jomaca

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Samstag, 9. Juni 2018, 16:43

Es geht weiter nach Norden

Marula Cottage Guesthouse - Ein Traum

Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir in dem Marula Cottage Guesthouse in Thabazimbi an. Die Zufahrt von der Teerstraße war aufgrund der Steilheit und dem vielen Sand schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber für unseren Toyota kein Problem. Wir wurden herzlichst von Monika und Dave und den drei total süßen Hunden empfangen. Das Cottage liegt traumhaft am Ortsausgang von Thabazimbi mit einem wunderschönen Blick auf die Waterberge.





Am Mittag aßen wir auf der Pondok Farm eine Kleinigkeit und machten unseren ersten Game Drive im Marakele-Nationalpark. Wenig Tiere, aber eine sehr schöne und vor allem grüne Landschaft mit tollen Ausblicken auf die Berge.







Am Abend gab es ein leckeres Nudelgericht mit Bier und Wein, sehr fein. Der Blick auf die Waterberge im Licht der untergehenden Sonne war einfach nur schön. Bei ein paar Gläsern Wein unterhielten wir uns mit Monika und den weiteren Gästen.

Marakele NP

Wir waren fast den ganzen Tag im Marakele NP. Morgens ging es auf den Berg zum Lemong View Point. Ganz schön eng die Straße nach oben. Zum Glück kam kein Gegenverkehr. Spektakulär die Aussicht von oben.









Wir beobachteten die Kapgeier, die bei toller Thermik über uns ihre Kreise zogen. Besonders nett anzusehen war eine kleine Gruppe von Klipspringern, die auf einem Felsvorsprung lagen.



Am Nachmittag und Abend machten wir einen geführten Gamedrive im Marakele NP. Wir sahen u.a zwei Rhino-Familien und einen spektakulären Sonnenuntergang an einem schönen Platz mitten im Park.







Bei leckerem Steak und Windhoek-Bier ließen wir den Abend mit netten Menschen und schönen Gesprächen ausklingen.

Brown Hyena und ein Eli beim Mittagessen

Am Morgen bin ich sehr früh aufgestanden und habe mit die Geräusche vor und während des Sonnenaufgangs angehört. Das ist für mich wie eine Seelentherapie oder ein Entspannungstraining. Emotional und schön. Neben einer Tasse Kaffee hatte ich am Morgen immer einen persönlichen Freund bei mir. Mafuta, ein lieber und anhänglicher Stafford Terrier. Ihm machte es tierisch Spaß am Morgen meine Beine abzulecken.





Am Morgen ging es in den Pilanesberg Nationalpark. Wir hatten zunächst etwas Bedenken den Park zu besuchen, da wir mit vielen Pauschalgästen bzw. Bustouristen rechneten. Weit gefehlt, wir waren auf den meisten Strecken alleine unterwegs. Wir sahen die üblichen Verdächtigen aber besondere Sichtungen hatten wir zunächst nicht. Im Verlaufe des Morgens sichteten wir Rhinos, Hippos und immer wieder Zebras und Impalas. In der Ferne konnte ich eine einzelne Giraffe spotten.









Plötzlich sahen wir am Wegrand eine Brown Hyena, eine sehr seltene Sichtung. Die Hyäne begleitete uns einige Zeit und querte dann die Straße. Das braune haarige Fell sieht ganz anders aus als bei einer Tüpfelhyäne. Trotzdem sieht das Gebiss dieser Hyäne genauso gefährlich aus wie bei dem größeren Bruder.





Beim Mittagessen im Centre trat auf einmal ein junger Elibulle aus dem Nichts hervor und stand vor dem Restaurant. Der Elefant beschäftigte sich die ganze Zeit mit einem größeren Salzblock, der auf der Freifläche vor dem Restaurant lag. Offenbar lag dieser dort bewusst und zog die Elis an. Toll, denn wir hatten lange nach den Elis gesucht, denn angeblich sollten größere Gruppen unterwegs sein, aber nicht wo wir waren.








Vor der Abfahrt drehten wir noch eine Runde um den Mankwe Dam. Landschaftlich sehr schön aber die Tiere versteckten sich offensichtlich. Die Besuchszeit von morgens bis zum Nachmittag war auch etwas ungünstig, denn es war sehr warm. Beim Verlassen des Parks kamen uns jede Menge Fahrzeuge entgegen, die die bessere Abendzeit für die Suche nach den Tieren nutzen wollte. Man kann halt nicht alles haben. Bei Butternutcurry und einem Glas Pinotage ging der letzte Abend in dem Marula Cottage dann zu Ende.

Abschied von der Marula Lodge und Eintauchen in die Kolonialzeit

Nach einem doch leicht emotionalen Abschied von Monika, Dave und den 12 Pfoten machten wir uns auf den Weg nach Tzaneen. 400 km, unserer längste Strecke. Kurz vor Tzaneen durchfuhren wir den Schwarzwald von Südafrika. Wir konnten es kaum glauben, aber es sah tatsächlich so aus. Hohe Bäume, satte Wiesen und hügelige Landschaft mit großen Tee- und Obstplantagen. Nachdem wir das versteckte Anwesen des Kings Walden Manor Guesthouse gefunden hatten, wurden wir vom Anblick des knochenweißen, aschfahlen Eukalyptusbaums fast erschlagen. Mystisch, geheimnisvoll und geschichtsträchtig wirkte dieser verwunschene Ort. Im Jenseits von Afrika angekommen, das war auch das Ziel.









Das abendliche Dinner war kulinarisch etwas besonders. Mit einem Gin Tonic und einem Amarula on Ice endete der Abend:wine: Die Nacht im königlichen Bett war hervorragend. Tolle Location.

Bald geht es weiter.

Joachim :saflag:

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Samstag, 9. Juni 2018, 21:47

Toller Bericht, da bin ich gerne dabei :)

Ja, zur Mittagszeit kann man nicht alles haben. Aber der Blick vom Marula Cottage auf die Waterberge - das sieht grossartig aus :saflag: :love:
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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jomaca (11. Juni 2018, 21:19), toetske (10. Juni 2018, 23:38)

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Montag, 11. Juni 2018, 20:49

Masodini Game Lodge

Am Morgen wandelten wir noch eine gewisse Zeit durch den wunderschönen Garten von Kings Walden. Bei sommerlichen Temperaturen machten wir uns auf in Richtung Greater Krüger, Balule Nature Reserve. Gegen Mittag kamen wir in der Masodini Game Lodge an und wurden herzlichst von Sabine empfangen. Da nicht alle Cottages belegt waren, konnten wir uns eins aussuchen. Sehr schön, mitten im Busch. Nach einem kleinen Mittagslunch ging es auf zu einem ersten Game Drive. Wir hatten im Vorfeld von einer jungen taffen farbigen Rangerin, die sehr gut sein sollte, gehört. Aber die junge Frau hatte leider Urlaub. Unser Ranger Sully kannte das Gebiet wie seine Westentasche und zeigte uns das wunderschöne Reserve. Wir sahen einen Elefanten mit einem steifen Bein, eine Gruppe von Giraffen, Zebras, darunter ein schwangeres, Impalas und Kudus und ganz viel Busch. Im Dunkeln hatten wir leider keinen Erfolg. Bei leckerem Essen und Wein und Savannah ging der erste Buschabend zu Ende. Drei Buschbabys besuchten uns beim Essen und schlemmten mit an ihrem kleinen Buttertöpfchen.





This is Game (Wild), Not a Safari

Diese Worte wählte unser Ranger Solly nach unserem morgendlichen Game Drive. Er versuchte verzweifelt uns ein paar große Tiere zu zeige, aber es klappte einfach nicht. Wir fuhren zum Olifantsriver. Dort zeigte er uns nach einem kleinen Fußmarsch eine Gruppe von Hippos und ein ruhendes Krokodil.







Während des Drives trafen wir auf eine Streife der "Black Mambas, einer weibliche Anti Poaching Einheit im Balule Game Reserve. Echt tough, diese Frauen.



Am Morgen nahmen wir an einem Morning Walk mit Sully teil. Wir hatten in der Nacht noch deutliche Löwenrufe vernommen und waren schon ein wenig aufgeregt. Sully nahm kein Gewehr mit sondern nur einen Stock. War schon gewöhnungsbedürftig sein Denken über Sicherheit im Busch. Aber da denken die Deutschen wahrscheinlich etwas anders. Tierspuren und die unterschiedlichen Pflanzen und Bäume brachte er uns näher. Größere Tiere begegneten uns nicht.





Am Nachmittag war dann alles anders. Zwei Black Rhinos mit Jungtieren ganz nah, Elefanten, Giraffen, u.a. sehr zum Gefallen der Mitfahrer. Ein besonderes Highlight war ein kleines Chamäleon, was er im Dunkeln gespottet hatte. Unfassbar, wie man so etwas sehen kann. Wir beobachteten das kleine bestimmt ängstliche Tier aus nächster Nähe und ließen es über unsere Hände laufen. Es müssen nicht immer die Katzen sein, auch die kleinen Bewohner des Busches sind sehenswert. Am Abend gab es in der Boma mit allen Gästen und der Gastgeberin bei einem wunderschönen Sternenhimmel ein Braai mit viel Fleisch und weiteren Leckereien. Stimmungsvoll und sehr lecker!


















Beim morgendlichen Drive entdeckte Sully erneut ein Chamäleon. Unfassbar, wie man so etwas erkennen kann. Sully versuchte mit allen Mitteln uns noch eine besondere Sichtung zu bescheren. Leider blieb es auch an diesem Morgen bei den üblich Verdächtigen und ein paar Giraffen.



Wir verabschiedeten uns von Sabine, unseren Mitbewohnern aus Paris und Frankfurt und machten uns auf in Richtung Krüger NP. Der Aufenthalt in der Masodini Lodge war geprägt von interessanten Sichtungen, Gastlichkeit, leckerem Essen, einer schönen Unterkunft sowie einem sehr fachkundigem Ranger und kann jedem nur empfohlen werden.

Nachdem ich den (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) von Andrea gelesen hatte, die ja mir ihrer Familie nur ein paar Tage später auf der Masodini Lodge verweilte, wurde mir klar, dass es auch ganz anders hätte kommen können. Leopard auf einem Baum mit Kill und fast bei jedem Drive Löwen und Löwinnen, einfach nur geil!!!

Jetzt geht es weiter in den Krüger Nationalpark

Nach einem Einkauf bei Spar in Phalaborwa und dem Einchecken am Gate zum Krüger NP hatten wir noch ca. 50 km Teerstraße auf der H9 vor uns. Wir machten direkt zu Beginn einen kleinen Abstecher zum Sable Dam und dem dortigen Sleepover Hide. Auf dieser Strecke hatten wir vier, ich wiederhole vier Elefantensichtungen. Junge und alte Bullen, Muttertiere und Tanten mit Jungtieren, große und kleine Gruppen und alles sehr nah direkt an der H9. Wir könnten es gar nicht fassen, mehr Elefanten als Impalas!!!!






Am Nachmittag blieben wir im Letaba Restcamp und streunten durch das Camp. In einem Elefantenmuseum erlebten wir die Geschichte der Elefanten in SA sehr interessant dargestellt. Am Abend gab es Nudeln mit Tomatensauce und Gemüse, leider etwas zu viel Pfeffer. Wir gehen doch wieder essen.
Es sind nur wenige Hütten belegt und entsprechend ruhig ist es. Gegen 19:00 Uhr hören wir die Hyänen schreien.
Die Afrikaner sind lustig. In der Außenküche steht ein hoher Kühlschrank. An der Wand hängt ein Schild, man sollte den Kühlschrank doch, wenn man ihn befüllt hat, zur Wand drehen, da man Probleme mit den Affen habe. Das machten wir dann auch brav obwohl eine Kette mit einem Schloss die einfachere Lösung gewesen wäre.

In diesem Sinne!!!

Joachim

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jomaca

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Dienstag, 12. Juni 2018, 18:31

Letaba

Verkehrspolizeiliches Problem durch einen Roadblock am Morgen

Früh aufstehen, ein Rusk und ein Coffee to Go und raus in den Busch, genau das Meine und meine Frau ist mit dabei. Zunächst sahen wir nichts. Irgendwann ein junger Eli-Bulle, der trötend am Auto vorbei lief. Über die S46 und die S44 am Letaba River entlang ging es weiter in Richtung Olifants Camp. Unterwegs kommen wir an dem Von Wielligh's Baoab vorbei, einem imposanten pflanzlichen Wesen.





An einem Aussichtspunkt über dem Olifants River sahen wir einen Elefanten in der Ferne und ein großes sich sonnendes Krokodil unterhalb des Aussichtspunktes.



Auf der Fahrt nach Olifants steht plötzlich ein großer Elefant auf der Straße und macht keine Anzeichen zu weichen. Der Bulle scheint unschlüssig zu sein, er kreuzt die Hinterbeine und wiegt sich nach vorne und hinten. Plötzlich kommt von hinten ein Rangerfahrzeug mit ziemlicher hoher Geschwindigkeit angefahren. Der Bulle verschwindet verängstigt in den Busch. Als wir ihn passieren, steht er dort am Rand, offenbar bereit, die Straße wieder zu betreten. Der Kerl war sehr groß und Respekt einflößend.





Im Olifants Camp frühstückten wir mit einem phantastischen Blick auf den Olifants River. Währenddessen zog eine Herde mit ca. 20 Elefanten durch das Flusstal, toller Blick. Auf der Rückfahrt haben wir dann die üblich Verdächtigen Tiere wie Impalas, Kudus und Zebras gespottet. Am Sightingboard war eine Leopardensichtung auf unserer Morgenstrecke verzeichnet, leider haben wir ihn verpasst:)



Nach einer Mittagspause fahren wir am späten Nachmittag nochmal raus. Keine Sichtung, schlechte Stimmung, 17:30 Uhr noch 1 km bis zum Camp, es wird dunkel und dann passiert es doch. Eine Elefantenherde kreuzt vor uns die Straße. Viele Muttertiere mit kleinen Elis im goldenen Licht der untergehenden Sonne. Ein wunderschöner Anblick. Und dann noch kurz vor dem Eingang zwei Giraffen direkt an der Straße. Na siehst du, klappt doch, sagte ich dann zu meiner Frau. So wurden die letzten 15 Minuten zum Highlight unseres Abenddrives. Abends Braai mit Rindersteak und Gemüse, yummy yummy. :wine:





Morning Walk in Letaba und Weiterfahrt nach Satara

Nach dem üblichen Schnellfrühstück ging es um halb sechs auf einen Morning Walk zusammen mit unseren beiden Rangerinnen, Palcy und Chrisilda. Auf der Anfahrt entdeckten wir mit einem Spotlight mehrere schlafende Hyänen am Straßenrand. Leider war es noch sehr dunkel und man konnte die Tiere nur schemenhaft erkennen. Bei unserem Walk lernten wir erneut viel über Pflanzen und Spuren. Unter anderem fanden wir eine etwas ältere Leopardenspur, viele frische Elefanten- und Büffelspuren und ein Büffel- und Kuduskelett. Ich erkannte auf Anhieb eine Giraffenspur. Weitere Tiere bekamen wir leider nicht zusehen. Bei einer Pause im Busch gab es Kräcker, Schokoriegel und ein Getränk sowie nette Gespräche mit unseren beiden Rangerinnen. Im Restaurant frühstückten wir ausgiebig.





Weiter ging es nach Satara. Wir fuhren nochmals zum Olifants Camp und machten dort einen kleinen Break. Die Aussicht von der Terrasse des Restaurants ist einfach traumhaft.
Die dichte Buschlandschaft von Letaba wechselte so langsam in eine offenere Savannenlandschaft mit besseren und weiteren Sichtmöglichkeiten. In der offenen Groß Savanne sahen wir viele Gnus, Zebras und Impalas sowie einzelne Elefanten. Kurz vor Satara standen links und rechts der Straße Elefantenherden, man konnte sie lange beobachten, sie grasen friedlich im hohen Gras. Das ist wieder ein Stück vom eigentlichen Afrika, wie man es nur aus Bildern kennt. Herz und Seele gehen hier auf.



Direkt am Zaun des Satara Camps stand friedlich ein großer Elefant. Zwei Stunden später war er immer noch da.
Abends noch ein kleiner Drive. Elefanten, Giraffen.., ein fantastischer Sunset und dann noch ein Cheetah in der Ferne, nur mit dem Fernglas zu sehen. Er steht auf einem alten Baumstamm und beobachtet die Umgebung. Mein Herz pocht, was für ein schöner Moment im goldenen Abendlicht.



Abendessen im Tindlovu Restaurant, wir haben schon besser gegessen, satt sind wir aber geworden. :saflag:

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setepenre

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Dienstag, 12. Juni 2018, 20:49

Bin zwar etwas spät, würde aber gene noch mitfahren. :D

Bin schon gespannt wie es weiter geht. :saflag:

Viele Grüße
Paul
"Die größte Sehenswürdigkeit die es gibt, ist die Welt.
Sieh sie Dir an."
(Kurt Tucholsky)

jomaca

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Mittwoch, 13. Juni 2018, 21:08

Satara

Früh wird aufgestanden, kurz nach fünf, in den Häusern brennt Licht, die Vögel machen tolle Geräusche, der Busch wird wach, so habe ich es mir gewünscht. Nach einem Kaffee und Rusk fahren wir in der Dämmerung in den Park.
Immer noch keine Katzen gesehen. Die Hoffnung stirbt zuzletzt.

Wir wollen unser Glück auf der Strecke H6, S41 und der S100 versuchen. Wir sehen einen Schlafbaum voll mit Geiern, eine Elefantenherde crossed the road in front of us, diverse Webervogelschwärme, die mit atemberaubender Geschwindigkeit akrobatisch durch die Luft fliegen und dann passiert es.



Nach einem kurzen Toilettenbreak am N'Wanetsi Picknickplatz fahren wir auf die Einmündung H6/S37 zu. Dort haben wir noch einen Kleinbus vor uns und ich erkenne in der Ferne zwei Tiere auf der Straße auf uns zu kommen. Ich sage zu meiner Frau, da kommen Löwen, eher Hoffnung als Realität. Sie kommen immer näher und tatsächlich, ein Löwenpaar.








Sie ziehen langsam an unserem Auto vorbei. Wir wenden und folgen den beiden. Die Löwen schauen uns kurz an und biegen auf die S37 ab. Alleine verfolgen wir sie noch für ca. 20 Minuten. Ich traue mich aber nicht an Ihnen vorbei zu fahren, da die Straße sehr eng ist und der Herr Löwe immer wieder sich in die Mitte der Straße begibt. Er bestimmt hier was geht. Irgendwann steht ein Rudel Impalas am Wegrand. Sie heben die Köpfe und gegen Warnlaute von sich. Die Löwen ziehen unbeeindruckt ihres Weges. Wir drehen dann ab und lassen die Beiden alleine. Fantastische Sichtung und überwiegend nur für uns alleine.





Später kreuzt noch eine große Giraffe unseren Weg, wir sehen einen Schakal, wir spotten viele tolle Vögel, einen Black-Winged-Kite (Gleitaar) sowie einen sehr bunten Jack-Tailled Roller, mehrere Hornbills, eine Riesentrappe u.a. Wir sehen eine weitere Gruppe von Giraffen und schließlich kommt es nach einer Kurve fast zu einem Zusammenstoß mit einer kreuzenden großen Giraffe. Bei meiner Vollbremsung erschrecken wir uns alle drei, ist aber nochmal gut gegangen, Glück gehabt.















Satara ist nicht so ruhig wie Letaba, eher trubeliger, es geht aber auch auf ein langes Wochenende zu.
Bei unserem Abenddrive kommen wir an einer offenen Wiese mit vielen Bäumen voll mit Nestern von Webervögeln vorbei. Wir öffnen das Fenster und lauschen den Geräuschen, bzw. dem Lärm der Vögel in den Bäumen. An einem See kämpfen zwei Hippos im Licht der untergehenden Sonne.







Ein toller Tag im so wunderschönen Krüger Nationalpark.
Am Abend dann wieder ein sehr leckeres Braai mit Boerewoorst, Steak und Gemüse, auf jeden Fall besser als im Restaurant.

Nach einem letzten guten Frühstück im Tindlovu Restaurant verließen wir das Satara Restcamp. Nach kurzer Fahrt sehen wir plötzlich mehrere Pkw auf der Straße stehen. Ein deutliches Zeichen für eine Sichtung. Wir halten auch an und fragen freundlich nach. "There are two Cheetahs nearby the street".
Dann sahen wir die zwei Prachtexemplare. Sie waren wohl offensichtlich kurz zuvor auf der Straße gewesen und hatten diese verlassen. Wir konnten die Tiere einige Zeit beobachten. Zunächst lagen sie, dann bemerkten wir, dass die offensichtlich jagen wollten. Irgendwann waren sie im hohen Gras außer Sicht.









Nach dieser tollen Sichtung fuhren wir weiter in Richtung Graskop.
In Skukuza stoppten wir für eine kurze Mittagspause. Schrecklich, langes Wochenende mit Kurzferien in SA, Phantasialand zu seinen besten Zeiten. Voll, Proll und Laut. Zum Glück verlassen wir bald den Park. In Ferien oder an langen WE, besser nicht!!!

Bald geht es weiter.

Joachim

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SarahSofia

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Mittwoch, 13. Juni 2018, 21:35

In Skukuza stoppten wir für eine kurze Mittagspause. Schrecklich, langes Wochenende mit Kurzferien in SA, Phantasialand zu seinen besten Zeiten. Voll, Proll und Laut. Zum Glück verlassen wir bald den Park. In Ferien oder an langen WE, besser nicht!!!


Na vielen Dank, jetzt hatte ich mich gerade von meiner Nichte zu einem Besuch im Phantasialand überreden lassen . . . ;( :P
Aber im Ernst, wenn irgendwie möglich, versuchen wir auch, die WE (v.a. die verlängerten) im Park zu umgehen. Ausser im Norden ist das wirklich kein Vergnügen mehr :!:

jomaca

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Montag, 18. Juni 2018, 17:55

Honeymoonchalet und Panoramaroute

Auf dem Weg nach Graskop fing mein schöner Toyota SUV an zu mucken. Er nahm teilweise kein Gas an, ruckelte und zog nicht mehr richtig. An einem Anstieg kurz hinter Hazyview stieß er plötzlich eine große Rauchwolke aus. Dies geschah noch drei weitere Male und die Leistung ließ immer mehr nach. Irgendwie schafften wir es noch über eine schreckliche, mit tiefen Potholes versehene Straße bis nach Graskop.
Als ich in der alten Mine, unserer Unterkunft für die nächsten Tage, ankam, fiel mir ein Stein vom Herzen. Zum Glück ist das nicht im Park passiert.

Wir checkten dann erst mal in Ruhe ein. Rainer rief dann bei Europcar an und teilte Ihnen unser Problem mit. Aufgrund des langen WE war jedoch kein SUV mehr vorrätig. Zwei Stunden später stand dann unsere neuwertige Nissan-Limousine vor der Tür. Kein SUV aber praktisch mit größerem Kofferraum. Wir behalten ihn obwohl ich den Toyota schon vermisse.
Die Alte Mine hat sechs kleine Chalets und wir sind jetzt für vier Tage in dem Honeymoon Chalet. Die Suite ist riesig und sehr schön mit Küche, Kamin und riesigem Bett eingerichtet.







Graskop ist eine kleine wuselige afrikanische Stadt. Der erste Einkauf im Spar am Samstagabend glich einem Kinobesuch. Aufgebrezelte junge Damen, viele Jugendliche, wenig Weiße, aber cool so da mitten drin zu sein. Ganz anders wie beim Aldi oder Rewe in Deutschland.
Das Abendessen gab es dann im Glasshouse Restaurant, einem sehr schönen Restaurant mitten in Graskop. Muscheln und Gemüsesuppe, ein Bobotie und ein Curry sowie ein Malvapudding mit Eis mit Wein und Savannah. Sehr lekker!

Es tut gut nach vier Tagen Krügerpark etwas anderes von Afrika zu erleben.

Gut geschlafen, lecker gefrühstückt mit selbst gebackenen Brötchen und Wildwurst vom Metzger, absolut lecker. Das beste Frühstück bisher. Wir fahren die Panaramaroute mit den touristischen Highlights ab. Lisboa Falls, Berlin Falls, Bourke's Luck Potholes und zum Schluss der Blyde River Canyon. Wunderschöne Orte mit tollen Sichtungen, auch wenn das Wetter nicht ganz so gut war.
Das Abendessen im Panorama Restaurant war dann ein Reinfall. Teuer und nicht gut. Auch negative Erfahrungen gehören zu einem Urlaub.

Nach einer mehr oder weniger nicht so guten Vollmondnacht und einem leckeren Frühstück machten wir uns auf Empfehlung von Rainer zu einer Wanderung auf. Eine schöne Wanderung durch einen Dschungel artigen Wald an einem kleinen Fluss entlang. Die Forrest Falls haben uns besonders gut gefallen, Nach dem vielen Autofahren in den letzten Wochen tat es gut, sich mal wieder für ein paar Stunden in der Natur zu bewegen. Die Strecke erinnerte uns an eine Wanderung im Norden von La Palma. An den Falls machten wir eine längere Pause und beobachteten Wanderer die ein kühles Bad im Wasser unterhalb der Falls nahmen. Schade, wir hatten leider keine Badesachen dabei.





Danach ging es nach Sabie. Wir schlenderten durch die Stadt und nahmen in der Sabie Brewery einen kleinen Lunch mit einem entsprechend selbst gebrauten Bier ein Im Spar machten wir dann noch ein paar Einkäufe für die nächsten Tage. Abends gingen wir wieder zu Abe ins Glasshouse Restaurant. Dort ließen wir uns mit seinen Köstlichkeiten verwöhnen. Was für ein Unterschied zum Vortag. Leider scheiterte ich später beim Anzünden des Kamins in unserer "Suite". Schade, aber trotzdem schmeckte das Glas Pinotage sehr gut. Wie fast an jedem Abend in diesem Urlaub wurde gegen 21:30 Uhr das Licht ausgemacht.

Nach wiederum leckerem Frühstück mit ganz tollen Brot und Wurst fuhren wir zum Aussichtspunkt God's Window. Die Aussicht ins Lowfield und die Abbruchkante den Canyons waren schon spektakulär, mehr aber auch nicht. Anschließend begaben wir und zu der neuen touristischen Attraktion von Graskop, dem Graskop Gorge Lift. Dieser Aufzug mit einem ökologischen Wanderweg ist nett angelegt und leicht begehbar. Erst Anfang 2018 wurde dieses touristische Highlight eröffnet. Mit einem stählernen Aufzug ging es nach unten. Gleichzeitig konnten wir bei der Abfahrt mutige junge Leute beobachten, die sich mit dem Big Swing von der gegenüber liegenden Kante in die Tiefe stürzten. Der Wanderweg führte durch einen kleinen Dschungel. An vielen Stellen konnte man sich auf Infotafeln informieren. War schon gut gemacht.





Mit einem Cappuccino im Café der Anlage beendeten wir den Besuch. In einem Curioshop in Graskop kauften wir noch eine Giraffe und ein Zebra aus Perlen für meine Enkelkinder. 200 Rand habe ich bezahlt, nicht gehandelt. Die Verkäuferin freute sich wahrscheinlich ein Loch in den Bauch über diese naiven Touristen, aber sei es ihr gegönnt. Im Anschluss versuchte ein Straßenverkäufer uns einen Holzvogel zu verkaufen. Er folgte uns bis zum Auto und senkte den Preis von 200 auf schließlich 50 Rand. Wir wollten aber nichts kaufen aber er versuchte es bis zum letzten Moment.
Nachmittags verbrachten wir die Zeit mit Chillen, Lesen und Schreiben in unserem Chalet, sehr erholsam, denn wir haben ja Urlaub und sind nicht auf der Flucht. Das letzte Abendessen bei Abe im Glasshouse war wieder spitze und er verabschiede sich von uns, in dem er uns umarmte und sagte, "see us next year".
Beim abendlichen Kaminanzünden konnte ich wieder nicht glänzen. Also war wieder frieren und Heizdecke angesagt. Der Pinotage schmeckte trotzdem lecker aber wir freuen uns jetzt wieder auf Wärme und Tiere im Krüger NP.

Joachim

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Bär

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Montag, 18. Juni 2018, 21:58

fuhren wir zum Aussichtspunkt God's Window. Die Aussicht ins Lowfield und die Abbruchkante den Canyons waren schon spektakulär, mehr aber auch nicht.

:rolleyes: :rolleyes:
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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jomaca

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Freitag, 22. Juni 2018, 20:01

Elefantöser Empfang am Crocodile River

Nach unserem letzten bayrischen Frühstück mit frischen Brötchen und Gamewurst verabschiedeten wir uns von Rainer und Wally. Es waren vier schöne erholsame Tage in unserer Honeymoonsuite.
Rainer schenkte mir noch zum Abschied getrocknete Gamewurst, eine sehr nette Geste von einem netten Gastgeber.

Wir beabsichtigten auf der Fahrt noch in den botanischen Garten von Nelspruit zu gehen. Kurz vor Nelspruit kamen uns Autos entgegen die aufblinkten. Wir rechneten mit einer Polizeikontrolle und plötzlich standen wir an einer Baustelle kurz vor Nelspruit und nichts ging mehr. Wir fragten einen Mann, der zu Fuß von vorne kam. Er sagte nur ein Wort: "Strike". Bauarbeiterstreik, so ein Mist. Das bedeutete umkehren. Zum Glück gab es eine Second Road, die keinen großen Umweg darstellte. Der Gartenbesuch fiel aber aus. Auf der stark von LKW befahrenen Strecke standen viele leicht bekleidete Damen am Wegesrand. Was die nur wollten. Offensichtlich Straßenstrich in Südafrika, mal eine andere Sichtung, bisher noch nicht so gesehen.

Gegen Mittag kamen wir in der Rio Vista Lodge in Malelane am Crocodile River an. Wir bekamen sofort unser Zimmer, aber da war die Decke im Bad schimmelig. Wir tauschten es sofort und weil das Tauschen so einen Spaß machte, tauschte ich es dann noch einmal. Wenn man halt die Auswahl hat, dann ist es schwer sich zu entscheiden. Das Zimmer hat ein Bad mit einem Fenster zum Flur, wer lässt sich so etwas einfallen, ist halt Afrika, alles ein wenig anders?

Unser Zimmer mit Flussblick lag direkt an der Wiese des Hotels mit Pool. Wir gingen zum Zaun und sahen auf der gegenüberliegenden Seite des Crocodile River, somit im Bereich des Krüger NP, eine Vielzahl von Elefanten. Sie mussten einen kleinen Abhang zum Fluss hinunter gehen oder rutschen. Sehr interessante Szenen spielten sich da ab und wir saßen in der ersten Reihe. Sie kamen immer näher und überquerten den Fluss. Hierdurch waren sie quasi direkt vor unserer Lodge. Ganz besonders die Kleinen Elis haben es uns angetan, einfach zuckersüß und schön sie und die Muttertiere zu beobachten. Das machten wir dann auch über eine längere Zeit, bis es uns dann zu heiß wurde. Im Restaurant The Deck, unmittelbar neben unserer Lodge, nahmen wir einen kleinen Lunch mit kühlen Getränken zu uns.










Später machten wir noch einen kleinen Drive im Krüger NP bis zum Camp Berg-En-Dal. Zwei Elefanten-Crossings, Impalas, Kudus und zwei Wartdogs sahen wir. Die erhofften Katzen hatten sich offensichtlich im Busch versteckt. Am Abend gab es im The Desk leckeres Fleisch mit einem kühlen Savannah und Eis zum Nachtisch.

Viel Fahrerei, wenig gesehen, so kann es auch sein im KNP.

Nach einem guten Frühstück auf dem Deck ging es ab in den Krüger. Ein ehemaliger Ranger hatte uns den Tipp gegeben, in Richtung Numbi Gate zu fahren. Da seht ihr alle großen Tiere. Gesagt, getan.
An einem Abzweig erhielten wir den Hinweis auf einen entgegen kommenden aggressiven Elefanten. Als wir dann auf ihn zu fuhren, verschwand er im Busch.



Auf der langen Strecke in Richtung Pretoriuskop Camp fuhren wir noch zu zwei Wasserlöchern, dem Transpoort Dam und dem Shitlhave Dam. Wir sahen eine Wasserbockfamilie, Krokodile und einzelne andere Tiere, aber relativ wenig. Nach einem Mittagessen im Wimpy ging es die lange Strecke wieder zurück. Unterwegs trafen wir noch eine Gruppe von Elefanten und auch einzelne Giraffen. Eine erhoffte Katzensichtung blieb uns aber verwehrt.






150 km waren ziemlich viel und auch anstrengend.

In Malelane kauften wir im Superspar noch Wasser und Biltong. Großes Kino in einem riesigen Supermarkt. 1% weiße, 99 % farbige Besucher. Man hätte den ganzen Tag dem Treiben zusehen können. Quirlig, irgendwie auch erheiternd aber ganz anders wie im Supermarkt in Deutschland, das ist Afrika in echt.
Gin Tonic und Savannah als Sundowner, Kudufilet zum Abendessen und ein heftiges Gewitter zum Abschluss mit vielen Blitzen und wenig Regen.

Tag der Sichtungen

Fünf Uhr aufstehen, ohne einen Kaffee ging es dann um 05:45 Uhr los in Richtung Crocodile Bridge Gate. In Kommatipoort hatten wir einen interessanten Klein-LKW vor uns. Vollbeladen mit Menschen, offensichtlich Arbeitskräfte aus dem benachbarten Mosambik, für die Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen oder sonstigen Arbeitsstätten. Schlimm mit anzusehen, eingepfercht wie bei Viehtransporten.



Unser letzter Tag im Krüger. Die Hoffnungen bzw. die Erwartungen an die Gegend rund um Lower Sabie waren hoch, werden sie erfüllt, die Hoffnung stirbt zuletzt;-))

Es ging schon gut los. Ein Black Rhino in etwas weiterer Entfernung, aber gut sichtbar. Später kamen ein Fisheagle und eine große Griraffe direkt an der Straße dazu, es sollte am heutigen Tag nicht die letzte sein.





Wir entschlossen uns die Gravelroad S82 in Richtung Lower Sabie zu fahren. Drei verrückte Warzenschweine machten sich ein einem 40 km/h Schild zu schaffen. Sie drückten dagegen und rieben sich an dem Schild, bis es fast umfiel. Was sollte das denn?



Kurz vor dem Camp kam plötzlich ein Elefantenbulle mit großen Stoßzähnen unmittelbar auf uns zu. Was machen, die Straße war ziemlich eng. Ich entschloss mich zu wenden und sah den Bullen noch eine längere Zeit im Rückspiegel. War zwar nicht die mutigste Entscheidung, aber vielleicht doch die vernünftigste??. Leider mussten wir jetzt 10 km Schotterpiste zurück fahren, blöd, aber nichts zu machen. In Lower Sabie machten wir dann unseren Frühstücksstopp im Mugg and Bean Restaurant, schmeckte so lala.




Weiter ging es über die H4-1 in Richtung Skukuza.
Zunächst stoppten wir an einem größeren Wasserloch am Sabie Dam. Zwei große Krokodile warteten direkt am Rand auf frische Beute, wir wären sowieso zu zäh gewesen, deshalb ging es auch weiter.
Nicht sehr weit! Nach ein paar Meter, viele stehende Autos. Sichtung, nur was. Löwen, mehrere, ganz viele. Wohl ein Pride mit älteren Weibchen und vielen Jungtieren, 15 Löwen habe ich gezählt. Die Löwen verbrachten dort offensichtlich ihre Mittagspause. Einige standen ruhig auf der Sandbank, die meisten lagen im Sand und ruhten.









Wir fuhren noch weitere Loops, trafen auf eine sehr entspannte Elefantenherde und machten kurze Rast an einem Parkplatz oberhalb des Mlonzidamms, tolle Aussicht von erhabener Position.
Auf dem Weg bemerkten wir am Rand eine aufgescheuchte Gruppe von Impalas. Offensichtlich war irgendjemand hinter den Tieren her. Wir konnten aber keinen Jäger entdecken.




Zum dritten Mal im Lower Sabie Camp zum Dinge verrichten und dann sollte es aber zackig wieder in Richtung Malelane gehen, denkste, expect nothing??
Margit spottete eine Gruppe von Giraffen auf der gegenüber liegenden Seite des Sabie Rivers. Es wurden immer mehr, große junge und alte Weibchen und ganz viele Jungtiere, eine sehr dunkle Giraffe. Insgesamt waren es dann 24 Giraffen. Sie rutschen den Hang hinab, rannten und sprangen, tranken im Fluss, gingen hindurch in unsere Richtung, machten dann aber wieder kehrt; keine Ahnung warum?
Wir beobachteten das Verhalten und die Rufe der Tiere und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. So viele Tiere!! Great Spot, very Great.









Dann verzogen sich die Tiere zurück in den Busch. Wir setzten unsere Fahrt in Richtung Ausfahrt fort. Unterwegs gab es noch eine kurzfristige Straßensperre durch einen halbstarken Elefantenbullen.



Am Abend aßen wir dann zum letzten Mal im The Desk. Meine Frau hatte vorher einen Eli vor der Anlage im Grünen gesehen und abgelichtet. Im Restaurant erzählte die Chefin uns eine Geschichte vom Nachmittag. Da war offensichtlich dieser Elefant auf das Nachbargrundstück gelangt und hatte dort einigen Schaden angerichtet.
Wir tranken unseren letzten Gin Tonic im The Desk und da war er wieder, der kleine Bulle, aber diesmal kam er nicht rein. Er zog an unserem Restaurant vorbei und verzog sich in den Busch.



Das beste kommt dann zum Schluss!!!!!

Joachim

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jomaca

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Montag, 25. Juni 2018, 18:08

Das Beste kommt zum Schluss!!!

Am Morgen des Abschiedes von der Rio Vista Lodge machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch das Ferien- und Wohnhausgebiet von Malelane. Alle Häuser waren mit hohen Mauern und Zäunen und Drähten gesichert. Auch hier geht wohl Sicherheit vor allem. Das Frühstück war wieder spitze und zum Abschluss sahen wir noch eine größere Gruppe von Hippos mit Kälbern, die den Crocodile River verließen.



Der Weg zum Nkomazi Game Reserve war landschaftlich wunderschön. Der Weg ist das Ziel, das hatten wir schon des Öfteren auf unserer Reise. Idyllische Gebirgslandschaften und Ebenen, passartige Straßen und typisch afrikanische Situationen mit Menschen und Tieren an und auf der Straße.



Gegen 13.30 Uhr kamen wir am Wartebereich des Reserves an. Wir parkten unser Auto in einem Carport und warteten bei einem kalten Eistee und toller Aussicht ca. 1Stunde auf unser Taxi zur Unterkunft.





Da weitere angekündigte Gäste nicht rechtzeitig eintrafen, fuhren wir mit Ranger Heinrich alleine zum Komati Tented Camp. Auf der Fahrt sahen wir eine Gruppe Zebras und eine Giraffe am Wegesrand.



Bei der Anfahrt wurden wir von den MA des Camps singenderweise und mit einem Begrüßungstrunk empfangen.
Dann ging es rucki zucki weiter. Die Koffer wurden in unser Zelt Nr. 5 direkt am rauschenden Komati River gebracht. Kurz umziehen und umschauen, wo wir denn eigentlich sind. Dann gab es Kaffee, Tee und einen Snack und um 15:30 Uhr ging es mit unserem Ranger Marion zusammen mit einem Paar aus Dänemark raus zu unserem ersten Gamedrive im Nkomazi Game Reserve und der sollte es in sich haben.







Seit sechs Tagen waren die Elefanten im Reserve nicht mehr gesichtet wurden aber Marion fand sie und wir konnten die Gruppe aus der Nähe beobachten. Im weiteren Verlauf sahen wir Impalas, Kudus, Zebras u.a. Tiere. Plötzlich erhielten wir einen Funkspruch über eine Leopardensichtung. Auf ging es und mein Herz fing an zu pochen. Sollte es doch noch klappen!?







Als wir zum Standort des anderen Wagens kamen, sahen wir zuerst 10-12 Giraffen, große und kleine, und ein paar Zebras. Die Giraffen im hohen goldschimmernden Gras zu sehen war ein wunderschöner Anblick. Man sah teilweise nur den Rumpf und die Köpfe. Aber wo war er der Leopard. Er war tatsächlich da und lag versteckt im Gras. Er lag quasi direkt neben unserem Wagen und wir konnten ihn aus unmittelbarer Nähe beobachten. Er bewegte den Kopf in unserer Richtung und sah mir direkt in die Augen. Was für ein tolles Tier dieser Leopard ist.















Die Giraffen und die Zebras beobachteten den Leo ständig. Die Muttertiere schützten ständig ihre Jungtiere. Irgendwann stand der Leo auf und begab sich langsam in Richtung der Herde, die ebenfalls weiterzog. Wir konnten das Ende der Jagd leider nicht mitbekommen, da die Tiere hinter einer Kuppe verschwanden. Es war eine weitere spektakuläre Sichtung in unserem Urlaub. Alles passte, die fantastische Landschaft, die untergehende Sonne, die alles in ein goldenes Licht tauchte, die Giraffen, die sich im hohen Gras bewegten und ganz nah der Leopard, so träumt man sich Afrika. :saflag:
Großes Live-Kino und besser als jede BBC Tierdokumentation.

Am Abend dann das Essen in geselliger Runde in der Boma am Lagerfeuer. Es macht einfach Freude ein schönes Mahl in einer Boma bei Lagerfeuer und vielen Kerzen zu sich zu nehmen.

Im Zelt am rauschenden Fluss war es relativ kalt aber dank Wärmflasche und dicken Daunendecken wurde es dann doch gemütlich und angenehm warm. Das riesige Bett war der Knaller. An die lauten Geräusche des rauschenden Flusses musste man sich erst mal gewöhnen, mit Ohrstöpsel ging es dann aber.



Traumhaft schönes Nkomazi Game Reserve

Um halb sechs wurden wir geweckt. Herrliches heißes duschen, nur ich, meiner besseren Hälfte war es zu kalt, Luxuszelten im Out of Africa.



Nach einem heißen Kaffee/Tee ging es raus zu unserem Morningdrive. Die Sonne ging langsam auf aber auf dem Wagen war es weiter ganz schön kalt. Die Landschaft hier ist das, was man sich unter Afrika vorstellt. Die Bilder aus dem Kultfilm "Out of Africa" mit Robert Redford und Meryl Streep sind nah an dem, was man hier zu sehen bekommt. Die Ranger sprechen in bestimmten Teilen des Reserves von "Serengeti", so sieht es hier auch tatsächlich aus. Berge im Hintergrund, der Komati River, der durch sanft geschwungene Täler fließt, aus dem Flussbett steigt der Nebel, die Sonne klettert allmählich über die Berge, taucht die Landschaft in ein goldenes Licht, die Berge in Schattierungen von blau bis lila.







Ab und zu eine Tiersichtung, drei Rhinos, Gnus, Impalas, Zebras im goldenen Licht. Diese Seelenlandschaft macht einen ganz ruhig und alles wirkt sehr entspannt und friedvoll. Keine weiteren Fahrzeuge, kein Lärm, nur wir und die Landschaft und die Tiere. Im Zauber des Lichtes und in der Stille dieser Weite wirkt es so, als sei die Welt gerade erschaffen worden.













Auf einer Bergkuppe gibt es warmen Kaffee und ein paar Kleinigkeiten zu essen. Das goldene Licht und der Moment erwärmen einen, wenn auch nur von innen.
Nach einem guten Frühstück im Camp verbringen wir den Tag relaxt am Zelt. Ich lege mich in die Badewanne mit überschwappenden Schaum, meine Frau duscht an der Außendusche, in der Sonne ist es sehr warm. Wir schreiben, schauen uns die tollen Bilder der vergangenen Wochen an, lesen und träumen von Afrika. Einfach nur schön?

Beim letzten Abenddrive drehte sich alles um die Suche nach den Löwen. Gnus, Gnus, Zebras, Gnus, Zebras, Gnus, Fressen für die Löwen ohne Ende, aber leider keine Löwen oder andere Katzen gesichtet. Dafür wieder spektakuläre Landschaft im Licht des Sonnenuntergangs. Kurz vor dem Camp spotten wir im Dunkeln noch eine Adlereule, was ganz anderes, auch sehr schön.

Wir schauten uns den unfassbaren afrikanischen Sternenhimmel zum letzten Mal an und träumen weiter vom Out of Afrika. Das Abendessen wurde als Dreigängemenu stilvoll, vielleicht etwas dekadent, serviert und schmeckte uns sehr gut. Ein letztes Savannah Dry und dann ins Kuschelzelt.
Der letzte Tag endete am rauschenden Komati River. Sehr zufrieden und glücklich über einen fantastischen Urlaub in Südafrika schliefen wir ein.

Wir hatten uns entschieden den Morning Drive ausfallen zu lassen um etwas länger zu schlafen und in Ruhe zu packen.
Offensichtlich hatten wir am frühen Morgen Besuch vor dem Zelt. Margit entdeckte auf der nassen Terrasse Fußspuren offensichtlich von einem Velvet Monkey.



Wir packten unsere Koffer und frühstückten gemeinsam mit den anderen Gästen. Auf der Fahrt zum Gate sahen wir noch viele Tiere, u.a. auch drei Rhinos. Nach einem kurzen netten Gespäch mit unserem Ranger Marion ging es dann los in Richtung OR Tambo Joburg Airport.

Unterwegs begegneten uns wieder Kühe auf der Fahrbahn und Menschen am Fahrbahnrand. Die Fahrbahn war überwiegend gut aber an einer Stelle übersah ich einen Fahrbahnschweller. Sprungschanze in Afrika, zum Glück landete unser Nissan ohne größeren Schaden.

An der N 4 machten wir am Alzu Petroport eine kurze Pause. Mit Blick auf eine Gruppe von Büffeln, Rhinos, Strauße und verschiedenen Antilopen (kleiner offener Zoo) schleckten wir ein leckeres Eis im Waffel-Café.





Die Fahrt zum Flughafen verlief bis auf einen Brand von Gras am Fahrbahnrand unspektakulär, die Mietwagenübergabe ging auch sehr schnell und das Einchecken ebenfalls.
Wir hatten noch etwas Zeit bis zum Abflug und vertrieben uns die Zeit mit shoppen und Essen bei Mugg and Bean.

Unser Flieger rollte auch pünktlich vom Gate los aber dann fielen plötzlich die Bildschirme aus. Nachdem ein Techniker alles überprüft hatte ging es mit einstündiger Verspätung los. Gegen 07:00 Uhr kamen wir in Frankfurt an.
Nach einer schnellen Fahrt mit dem ICE nach Köln endete unsere Reise am Morgen.

Good Bye :saflag:

Joachim

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Wicki4

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Montag, 25. Juni 2018, 19:29

Hallo Joachim

lieben Dank für deinen interessanten Reisebericht und die schönen Fotos. :danke:
Das Leoparden- Portrait ist wirklich toll. Auch sonst hattet ihr tolle Erlebnisse.
Danke für's teilhaben lassen.

Viele Grüße
Claudia

Tutu

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Montag, 25. Juni 2018, 19:34

Von mir auch vielen Dank für deinen schönen Bericht. :danke:
Bin gerne mitgereist.

LG Tutu