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Matthias222

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Donnerstag, 14. Juni 2018, 22:48

Das erste Mal (Süd-) Afrika - wandern und zelten Drakensberge, Wild Coast, Wetland Park - Sicherheit

Hallo!
Ich bin ganz neu hier im Forum und plane von Anfang August bis Anfang September eine Reise als Backpacker nach Afrika. Nachdem sich das favorisierte Botswana für mein Vorhaben doch als wenig geeigent herausstellte habe ich nun Südafrika ins Visier genommen.

Ich möchte vorwiegend (alleine) wandern und (auch wild) zelten, größere Entfernungen möchte ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Vorläufig geplante Stationen/Vorhaben: Drakensberge, Wild Coast, Wetland Park und Wilderness trail durch Krüger.Nun wird Südafrika in vielen Erzählungen nicht gerade als sicheres Land dargestellt in Bezug auf Kriminalität. Tatsächliche Risiken kann ich auch aufgrund ambivalenter Aussagen nur schwer einschätzen. Daher möchte ich gerne wissen wie es um die Sicherheit in den genannten Gebieten steht (z.B. bzgl. der Gefahr Opfer eines Überfalls zu werden), gerade auch vor dem Hintergrund, dass ich alleine unterwegs sein werde und auch wild zelten möchte. Diverse Berichte zu aktuellen Spannungen zwischen der "weißen" und "schwarzen" Bevölkerung (geplante Enteignung "weißer" Farmbesitzer, Proteste, Anstieg der Farmermorde) sind wenig vetrauenserweckend. Ich habe Bedenken, dass sich Spannungen/Aggressionen auf "weiße" Touristen übertragen können.Aber wie gesagt, ich kann das im Grunde nicht einschätzen und bin sehr dankbar für Einschätzungen gerade auf die genannten Gebiete bezogen. Das Auswärtige Amt warnt außerdem vor einer Häufung von Überfällen am Flughafen Johannesburg. Bzw. dass Touristen vom Flughafen aus zu ihrer Unterkunft verfolgt und dann ausgeraubt werden. Daher auch die Frage: Wie komme ich am besten vom Flughafen zu meiner Unterkunft? Eine lange Verweildauer in Johannesburg ist nicht geplant, wobei ich durchaus offen bin Pläne zu ändern und mich nicht einer (möglicherweise) diffusen Panikmache unterwerfen möchte!

Und: Wie (gut) sind die Drakensberge, Port St. Johns als Ausgangspunkt des Wild Coast trails und vor allem der iSimangaliso Wetland Park mit öffentlichen Verkehrsmittlen zu erreichen?

Nur zur Info: Ich bin ein durchaus geübter Wanderer...schweres Gepäck und kühle Nächte im Zelt sind mir nicht fremd. Welche Temperaturen herrschen im August (nachts) in den Drakensbergen?


Ich bin auch sehr dankbar für weitere (spezifische) Hinweise was Ziele, Reiseplanung usw. angeht. Die meisten meiner Infos habe ich aus dem Dumont Reiseführer, grundlegendes Wissen ist also vorhanden. Falls noch irgendwelche notwendigen Infos meinerseits fehlen, gerne drauf hinweisen!
Schöne Grüße,Matthias

Liketotravel1

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2

Freitag, 15. Juni 2018, 08:39

Hallo Matthias,

Ich glaube, dass die Kombi aus öffentlichen Verkehrsmitteln und Trekking schwierig ist.

Es gibt so ein Bussystem, ich glaube Bazbus, das mit Unterkünften/Hostels zusammenarbeitet und Backpacker sozusagen von Unterkunft zu Unterkunft Shuttled. In manchen Unterkünften, wo wir in SA übernachtet haben, lag davon so ein Booklet aus, wir haben es aber nicht benutzt.

Vermutlich ist dieses System dem in SA nicht sehr auf Touristen zugeschnittenen ÖPNV geschuldet.
Überlandbusse und Minibusse sieht man, wenn man in SA unterwegs ist, schon. Wie gut es als Tourist funktioniert, diese zu benutzen und wie sicher das ist, kann ich nicht einschätzen. Mein Eindruck ist, dass davon abgeraten wird.

Mit dem bazbus System schätze ich, dass man Plätze an der wildcoast und in den Drakensbergen erreichen kann.

Schwierig wird es im Krüger Park. Ich weiß nicht, ob man die Restcamps, von denen aus die wilderness und backpacking trails starten, irgendwie anders erreichen kann als per Mietwagen.

Im Krüger park gibt es neben den wilderness trails auch backpacking trails. Lies das mal auf der sanParks Seite durch. Ich glaube, die entsprechen eher dem, was du machen willst. Wir haben einen wilderness trail gemacht, weil wir nicht das ganze Zeugs, Zelt, Kocher, isomatte, Schlafsack....mitschleppen wollten. Der wilderness trail ist nett, aber “wild” sind daran nur die Tiere um einen herum.

I’m Hluhluwe imfolozi Park gibt es auch so was in der Art. Heisst primitive trail. Ist aber vermutlich das gleiche Problem: wie kommt man mit offis zum Startpunkt...

Im golden gates highllands gibt es auch einen mehrtages Trail.

Und beim Blyde River Canyon auch. Teils auch mit Hütten zum übernachten. Ich fand es aber schwer, gute infos zu finden, auf deren Basis man planen konnte.

I’m Tsitsikamma gibt es den ottertrail. Klingt toll, wollten wir total gern machen, ist aber quasi immer ausgebucht. Kann man auch auf der san. Parks Seite checken.

In den Drakensbergen habe ich von Übergriffen auf Wanderer und Zelter gelesen. Auf dem jakobsweg passiert aber auch mitunter was. Kann ich nicht einschätzen.

Ich würde mir nicht Südafrika als Wanderziel aussuchen, noch dazu nicht, wenn ein Mietauto nicht in Frage kommt. Mich haben die Landschaften letztlich dort auch nicht so gepackt. Ich denke, zb in Nepal oder Nordindien, Indonesien, Malaysia oder Marokko kannst du die Grundidee: alleine mit offis und bei guter allgemeiner sicherheitslage besser umsetzen.

Es gibt eine Seite: Pinguin tours, wo man sich aus Tourberichten viele wanderideen weltweit holen kann, inkl. Vieler Tipps und Infos. Südafrika ist da auch bei, ich glaube aber nur Western Cape.

Viel Spaß beim planen. Und wenn du die Tour machst, bin ich gespannt auf deinen Bericht.

Viele Grüße, Heike

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Kitty191

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Freitag, 15. Juni 2018, 09:42

Hallo Matthias,
ich schließe mich da den Ausführungen von Heike an. Ich habe schon im Nachbatforum gelesen, um was es Dir geht und ich denke auch, dass das südliche Afrika keine klassische Wanderdestination ist.In den Nationalparks ist es üblicherweise nicht möglich alleine mehrtägige Wandertouren zu unternehmen und wild zu zelten.
Außer dem Von Heike erwähnten BazBus, gibt es auch noch den Intercape. Dieser verkehrt auf den Hauptrouten, bringt Dich allerdings auch nicht in die Nationalparks.
Eher ist es vielleicht möglich, das Land als Radfahrer zu bereisen - womöglich sogar mit Zelt und einfachen Unterkünften. Vom wilden Zelten würde ich Dir aber generell abraten. Das wäre mir zu heikel.
Wenn Du Dir tatsächlich Dein Reiseland zu Fuß erobern möchtest, bist Du meiner Meinung nach in Asien deutlich besser aufgehoben. Ich schlage Dir Trekkingtouren durch den Himalaja vor. Selbst schon mehrmals gemacht und für grandios befunden.

LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Matthias222 (15. Juni 2018, 17:45)

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Freitag, 15. Juni 2018, 13:06

im August (nachts) in den Drakensbergen

August ist tiefster Winter, d.h. Ski und Rodel gut!

Liketotravel1

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Freitag, 15. Juni 2018, 16:54

Tiefster südafrikanischer Winter, das schon.
Und nachts gingen die Temperaturen auf unsere Reise im Juli/August in höher gelegenen Gebieten tatsächlich an den Gefrierpunkt, oder sogar knapp darunter. Einmal hatten wir in Graskop morgens Rauhreif, im Royal Natal nie. Tagsüber war es immer um die 20 Grad warm und das Wetter sehr stabil. Die Südafrikaner, die wir gesprochen haben, empfinden daher den Winter als beste Wanderzeit. Aber ein vernünftiges Zelt und einen guten Schlafsack und eine warme Jacke für morgens und abends braucht man auf jeden Fall.
Ich würde nicht sagen, dass es nachts in den Drakensbergen im Winter kälter ist als im August in den Alpen oder Pyrenäen in höheren Lagen.

Viele Grüße,
Heike

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Matthias222 (15. Juni 2018, 17:45)

Matthias222

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Freitag, 15. Juni 2018, 18:30

Vielen Dank für die tollen Infos!
Der Bazbus scheint tatsächlich eine gute, vielleicht die einzig wirklich gute Möglichkeit als Backpacker durchs Land zu kommen. Bazbus fährt bspw. Port St. Johns an der Wild Coast und sowohl die südlichen als auch nördlichen Drakensberge an. Auf der Seite drakensberge.org habe ich gute Infos zu vielfältigen Wandermöglichkeiten gefunden. In den Drakensbergen scheint wild zelten möglich/erlaubt sein. Man benötigt dort allerdings eine Wandererlaubnis für mehrtätige Touren, die man sich in sogennanten KZN wildlife büros holen kann.



Von Johannesburg fahren Busse zumindest in die Nähe des Kruger (z.B. Hazyview). Könnte ich nicht von dort ein Taxi oder shuttle Bus in den Park hinen zu den Startpunkten nehmen? Der Seite Rome2rio zufolge scheint eine Fahrt mit dem Taxi bis in den Kruger hinein möglich (z.b. nach Skukuza). Zumindest wird das in der Routenplanung vorgeschlagen. 40km bzw. eine gute Stunde mit Taxi soll dann ca. 30€ kosten!? Weiß da jemand mehr dazu, hat jemand dort vielleicht schonmal ein Taxi rumfahren sehen??? :-D
@ Heike..Das mit dem backpacking trail klingt genau nach dem, was ich mir vorstelle :thumbup: Auch die anderen trail Hinweise klingen interessant!
Und..was meinst du "mit offis"? Ich werde mal schauen, was Pinguin tours noch so an Anregungen bereithält :)


Bei mir bleibt dann auf jeden Fall noch die Frage nach möglichen Sicherheitsrisiken durch bspw. Überfälle gerade für "einsame Wanderer" 8) Für weitere Einschätzungen dbzgl. bin ich sehr dankbar!
Schöne Grüße,Matthias

SilkeMa

Reisende

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Freitag, 15. Juni 2018, 19:56

Hallo Matthias
ich denke hier in diesem Forum hat kaum jemand Erfahrung mit einsamen mehrtägigen Trails. Hast Du das schon gelesen?: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Ganz ungefährlich scheint es nicht zu sein, siehe auch: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Siehe auch hier: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Viel Erfolg :).

VG,
Silke

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Matthias222 (16. Juni 2018, 12:44)

Matthias222

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Samstag, 16. Juni 2018, 13:05

Hallo Silke,
vielen Dank für den tollen Reisebericht, aber auch für die anderen aufschlussreichen Forenbeiträge. Die Drakensberge scheinen ein toller Wanderspot zu sein, mit Abenteuer und Wildness-Garantie. Allerdings sind die Sicherheitsbedenken wohl nicht (ganz) unbegründet und ich habe den Eindruck, dass die Drakensberge für mich vor dem Hintergrund meiner bisherigen Erfahrungen momentan noch eine Nummer zu groß sind für einen mehrtägigen solo-trail...sehr schade :-(
Schöne Grüße,
Matthias

Bär

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Samstag, 16. Juni 2018, 15:30

Hallo Matthias,

eigentlich wollte ich schon schreiben "lass es bleiben", aber dann erinnerte ich mich an Viktor und ich glaube, dass man auch als Mann alleinreisend Südafrika erkunden kann (die Mädels schaffen es ja auch ;) ).

Viktor hat es getan, nicht wild campend (würde ebenfalls davon abraten) aber alleine wandernd, teilweise mit kleinem Mietwagen, teilweise mit BazBus - und hat einiges erlebt. Für mich ist " (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) " trotz seiner Kürze immer noch einer der ergreifendsten Reiseberichte im Forum. Vielleicht macht er Mut.

VG vom Bär
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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kOa_Master

Dipl. Ing. Afr.

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Montag, 18. Juni 2018, 09:46

Hi Matthias,

Alleine wandernd ist in den Drakensbergen aus verschiedenen Gründen nicht empfehlenswert - wenn, dann würde ich versuchen, einen lokalen Guide für die Tage zu organisieren. Das wäre sicher eine ausgezeichnete Variante, würde zu deiner Sicherheit beitragen und auch nicht unbezahlbar sein.
Ansonsten denke ich, dass du alleine wandernd sonst z.B. noch in der Region Barberton oder Swaziland deutlich besser aufgehoben bist. Da sollte es auch möglich sein, "irgendwie" hinzukommen und es liesse sich evtl. auch gut mit einem Wilderness Trail im Krüger kombinieren. Mit einem lokalen Taxi wirst du vermutlich schon in den Park und wieder raus kommen, Kostenpunkt 30€ pro Weg ist sicher auch nicht verkehr.
Hast du den Thread hier schon angeschaut:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
?

Wild zelten...würde ich tendenziell darauf verzichten, ausser du fragst um Erlaubnis. Der Landbesitzer (egal ob Community, privat oder was auch immer) muss seine Einwilligung geben.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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toetske

oorbietjie

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Montag, 18. Juni 2018, 23:34

Hi Matthias,

Auch ich habe immer gehört dass Wild Zelten in Südafrika verboten ist und sogar gefährlich sein kann.

Hier sind andererseits noch zwei Links die Dir vielleicht behilflich sein können:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) aber den kennst Du wahrscheinlich schon.
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

VG. Toetske
one life, LIVE IT !

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Matthias222 (19. Juni 2018, 13:40), Bär (19. Juni 2018, 09:45)

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Dienstag, 19. Juni 2018, 12:33

m Juli/August in höher gelegenen Gebieten tatsächlich an den Gefrierpunkt, oder sogar knapp darunter. Einmal hatten wir in Graskop morgens Rauhreif, im Royal Natal nie. Tagsüber war es immer um die 20 Grad warm und das Wetter sehr stabil.

Ich habe eine südafrikanischen Winter in Midrand (zwischen Joh'burg und Pretoria) verbracht und musste fast täglich morgens mit komplett zugefrorenen Autoscheiben leben. Die Kollegen sind am Wochenende zum Skilaufen in die Drakensberge gefahren. Tagsüber war es in der Sonne tatsächlich immer angenehm warm und auch meist sonnig.

chimurenga

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Dienstag, 19. Juni 2018, 23:59

Hi Matthias,

zu Wetter und Kriminalität mag ich nichts schreiben, ist doch beides subjektiv und mit entsprechender Ausrüstung lässt es sich gar im Winter in Lesotho zelten - muss mer halt mögen.

Zu einigen vorangegangenen Einschätzungen will ich aber aus eigener Erfahrung zustimmende aber auch abweichende Meinungen ins Spiel bringen:

Für mich sind einige Regionen Südafrikas tolle Wandergebiete, v.a. die Wild Coast, Drakensberge, Swaziland. Wild zelten finde ich aber ein NoGo. Neben dem Sicherheitsaspekt frage ich mich auch nach dem Grund. Wir geben soviel Geld für den Flug dahin aus und wollen dann nicht die paar Euros in dortige Dienstleistungen stecken? Es gibt jedenfalls genug Zeltmöglichkeiten (gerade von Communities, wo das bisschen Geld dann auch noch einigermaßen sinnvoll ausgegeben werden kann) und gerade in den von Dir benannten Regionen. Und aus eigener Erfahrung kann ich kOa Masters Tipp zustimmen: Wenn wir gar keine andere Möglichkeit hatten, haben wir in der Community nachgefragt, die uns einen Platz zugewiesen haben. Damit hatten wir sowohl an der Wild Coast als auch in der Vendaregion gute Erfahrungen. Vorteil: mer ist Gast und genießt die Gastfreundschaft und muss sich keine großen Sorgen um die Sicherheit machen.

Den Baz Bus würde ich Dir für Dein Reisevorhaben allerdings nur bedingt empfehlen, obwohl ich ihn schon selbst genutzt hatte, da er Dich nur von bestimmten Backpackers zu anderen bringt und einige Regionen gar nicht anfährt und auch recht teuer ist. Südafrika (und ebenso Lesotho und Swaziland) lässt sich auch gut mit den Minibussen bereisen (evtl. in Kombination zu Intercape, BazBus usw.). Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommst Du auch an der Wild Coast oder KwaZulu Natal gut weiter. Dann solltest Du Dich aber auf wenige Gebiete konzentrieren, da das Reisen mit Minibussen zwar - wie ich finde - was tolles für sich hat, aber manchmal auch zeitintensiv sein kann.

Für Ausflüge oder Fahrten in Nationalparks u.ä. bist Du dann aber auf lokale Anbieter vor Ort angewiesen, was aber i.d.R. gut machbar ist (bspw. in St. Lucia für Hluhluwe-Imfolozi oder in Hazyview für den Kruger), manchmal aber halt ein wenig Flexibilität erfordert.

Zu guter Letzt: Statt DuMont Reiseführer würde ich Dir für diese Reiseart den von Stefan Loose oder den Lonley Planet (eher nur bedingt den Reise KnowHow) empfehlen, da dort ganz brauchbare Tipps über Campingmöglichkeiten und Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln enthalten sind.

Fazit meinerseits und deshalb sehr subjektiv: Die von Dir genannten Regionen lassen sich zeltend und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kombi mit vor Ort arrangierten Aktivitäten gut bereisen, benötigt aber etwas Planung und Flexibilität.

Hoffe das hilft Dir weiter und führt nicht zur Verwirrung.

LG, Erik

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Matthias222 (20. Juni 2018, 15:41), Mediator (20. Juni 2018, 08:41), Quorkepf (20. Juni 2018, 07:52), corsa1968 (20. Juni 2018, 07:37), kOa_Master (20. Juni 2018, 05:57), Kitty191 (20. Juni 2018, 05:50), Bär (20. Juni 2018, 00:53)

Matthias222

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Mittwoch, 20. Juni 2018, 15:40

Hi Erik,
Du hilfst eher meine Verwirrung vielleicht etwas aufzulösen...vielen Dank für Deine sehr informativen Ausführungen! Ich hätte dann noch einige Fragen...Bzgl. zelten: Das Vorhaben wild zu zelten entstand (auch) aus meinem Eindruck, dass es in einigen Gegenden gar nicht anders ginge (z.B. Drakensberge) und dass wildes Zelten dann doch noch ein anderes Erlebnis ist, als bspw. auf dem Campingplatz. Allerdings stimme ich Deinen Ausführungen ansonsten voll zu und ich muss dann auch nicht wild zelten, wenn es auch anders geht. Wie ist das an der Wild Coast? Dort scheint es ja in regelmäßigen Abständen Camps zu geben. Kann ich dort i.d.R. einfach mein eigenes Zelt mitbringen und das dann dort aufstellen? Was genau meint Ihr mit Communities? Die Menschen vor Ort zu fragen wäre natürlich auch eine super Möglichkeit mit ihnen in Kontakt zu kommen...
Kannst Du eine grobe Preiseinschätzung für die Minibusse geben? Den BuzBus find ich auch relativ teuer...
Schöne Grüße,
Matthias

chimurenga

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Donnerstag, 28. Juni 2018, 09:42

Hi Matthias,

sorry für die späte Antwort, war etwas im Stress in den letzten Tagen. Aber bevor es bei mir heute abend los geht noch schnell der Versuch einer Antwort:

Ja, an der Wild Coast gibt es einige Campingmöglichkeiten, z.T. angebunden an Lodges oder Backpackerunterkünfte (hier nochmal der hinweis auf die beiden von mir erwähnten Reiseführer). Geh mal auf go**le und gib dort Wild Coast wandern ein. Dort stösst Du auf einen Wanderbericht "Wet and Wild und Wunderschön: Wandern an der Wild Coast" aus Dezember 2017 mit einigen Infos. von Port St Johns bis nach Bulungula, was ich sehr empfehlen kann sind es 6-7 Tage mit einigen Bachpackern, teilweise in community-Verwaltung (neben dem Bulungula finde ich das Mdumbi sehr sehr toll) und einigen errichteten Homestays. Wenn Du durchwanderst hast Du halt dann aber halt keine Zeit, die Leute dort kennenzulernen. P.S.: Community meint z.B. Leute eines Dorfes.

Die aktuellsten Preise für Minibusse kenne ich nicht. Meine letzten längeren Fahrten sind 3 Jahre her. In den letzten 2 Jahren haben wir sie nur in Städten benutzt. Aber die sind wirklich günstig und auch einheitlich geregelt.

LG Erik

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Matthias222 (3. Juli 2018, 11:36), Kitty191 (28. Juni 2018, 09:56)

Matthias222

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Dienstag, 3. Juli 2018, 12:11

Hallo Erik!
Nochmal Danke für Deine sehr hilfreiche Antwort. Insbesondere Deine Beiträge und Tipps haben mich dazu bewogen Südafrika doch noch als Reiseziel anzupeilen, nachdem ich mich eigentlich schon dagegen entschieden hatte. Letztlich ist es jedoch Sumatra, Indonsesien geworden. Allerdings war das eher eine intuitive denn rationale Entscheidung. Vielleicht aus dem Gefühl heraus, dass ich auf Sumatra als Backpacker/Wanderer doch u.U. etwas unabhängiger bin...und der Dschungel hat mich gelockt :) (Süd-) Afrika wird aber von mir früher oder später sicherlich noch entdeckt werden. Hab auf jeden Fall jetzt schonmal ein deutlich differenziertes Bild von Südafrika als vorher :)

Du scheinst gerade unterwegs zu sein - ich wette Südafrika?! ;) Dir dann noch ein tolle Zeit! Und allen anderen auch!

Viele Grüße,
Matthias

Liketotravel1

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Dienstag, 3. Juli 2018, 13:15

Hallo Matthias,

Es ist ja hier kein Sumatra Forum, aber wir haben insgesamt fast zwei Jahre back packend und wandernd in Indonesien verbracht.
Auch viel Zeit auf Sumatra. Ich finde, es ist ein ideales Reiseland für einen Urlaub unter den Locals.
Wenn du fragen hast, kannst du sie gerne per pm schicken!

Viele Grüße, Heike

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Matthias222 (3. Juli 2018, 21:34)