Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Südafrika Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Reisefeh

Anfänger

  • »Reisefeh« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Dabei seit: 8. August 2018

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 8. August 2018, 15:06

Tsitsikamma

Liebe Südafrikakenner, bin hier neu im Forum und gerade mit der Reiseplanung unserer 1. SA Reise - für 1 Woche Kapstadt , 10 Tage Gardenroute und dann noch 2 Tage in einem privaten Game Reserve - beschäftigt.
ZUnächst mal eine sehr wichtige Frage für mich: Gibt es im TsiTsikamma NP auch Trails, die von Menschen mit Sehbehinderung zu begehen sind bzw Touren durch den Park ?
Weiters gibt es Empfehlunegn für nette Unterkünfte in der Umgebung oder muss man eine weitere Anfahrt in Kauf nehmen, wenn man nicht in einer Lodge nächtigen will?
Gibt es Empfehlungen für private Game Reservesin der Gegend,mit einer netten Lodge und Safarifeeling- kann das mit Safaris in Kenia und Tansania mithalten oder ist es das Geld nicht wert?
Gerne auch Tipps zu Unterkünften ( Guesthouses, Boutiquehotels) in schöner Lage an der genannten Strecke.

Kitty191

Schnürsenkel

Beiträge: 2 047

Danksagungen: 7923

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 8. August 2018, 15:25

Hallo Reisefeh,
wie ausgeprägt ist denn die Sehbehinderung?Die Wege im Tsitsi sind halt Naturpfade. Bergauf- und ab. Zum Teil eng und steinig. Treppenstufen, Wurzeln und auch Felsvorsprünge. Auch für gut Sehende manchmal nicht ganz einfach.
Wohnen könnt Ihr im Storms River Mouth Camp von SanParks: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Private Game Resorts an der Garden Route haben mit Safarierlebnissen in Kenia und Tansania rein gar nichts zu tun. Wenn Ihr so etwas oder ähnliches erwartet, spart das Geld. Ihr werdet enttäuscht sein.

LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

Es haben sich bereits 8 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (12. August 2018, 21:42), gatasa (12. August 2018, 19:47), feuernelke (9. August 2018, 13:37), toetske (8. August 2018, 22:38), Bär (8. August 2018, 22:12), SilkeMa (8. August 2018, 16:16), Beate2 (8. August 2018, 15:49), kOa_Master (8. August 2018, 15:26)

parabuthus

Erleuchteter

Beiträge: 1 256

Dabei seit: 14. Oktober 2014

Danksagungen: 5016

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 8. August 2018, 16:36

Ganz so sehe ich es nicht.

Im Tsitskamma selbst gibt es im Stormsriver Mouth zumindest erst einmal die kleine Wanderung mit den Hängebrücken. Im Park gibt es mehrere einfache aber sicher ausreichende Unterkunftsmöglichkeiten.

Mit den Trails ist das in Südafrika immer so eine Sache. Es gibt Walks und Hikes. Hikes sind meiner Erfahrung nach Wanderungen, auf denen zumindest hin und wieder geklettert werden muß oder Hindernisse überwunden werden müssen. Man muß zwar keine Sportskanone sein, um diese zu schaffen, aber eine gewisse Trittsicherheit sollte schon gegeben sein. Walks sind eher Spaziergänge im klassischen Sinn.

Relativ in der Nähe vom Tstsikamma ist mit dem Addo Nationalpark immerhin ein staatlicher Big 5 Nationalpark, den man wohl von den Tiersichtungsmöglichkeiten zu den großen 4 in Südafrika zählen darf. Im Addo selbst kann man entweder auch in den staatlichen Camps wohnen (m.e. recht gute Qualität) mit Restaurant im Main Camp oder eben in einer privaten Lodge, wie das Gorah Elephant Camp. Da seid ihr dann aber preislich in einer anderen Welt. In der Nähe des Addo gibt es noch eine Handvoll privater Game Reserves mit dem Shamwari an der Spitze, welches auch einen exzellenten Ruf hat. Da wird man ganz sicher tolle Safari Erlebnisse haben können.

Der Vergleich zwischen den Nationalparks in Kenia und Tansania auf der einen Seite und den Nationalparks im südlichen Afrika ist m.E. immer schwierig. Natürlich sind z.B. die Serengeti und der Ngorongoro Krater auf ihre Weise einzigartig. Mir gefallen allerdings die Nebengeräusche dort überhaupt nicht, wie das katastrophale Preis-Leistungsverhältnis, der dort herrschende Massentourismus und noch vieles mehr.

Wenn es allein um spektakuläre Tiersichtungen geht, können viele private und staatliche Reserves im südlichen Afrika da "mithalten" und echtes "Safari-Feeling" vermitteln, wenngleich es natürlich keine so spektakuläre Migration wie in der Serengeti gibt und auch nichts vergleichbares wie die Draufsicht in den Krater.

Shamwari oder der Addo bieten zumindest die Voraussetzungen für ein gutes Safarierlebnis. Ob es denn dazu kommt, hängt natürlich immer auch vom Glück und den eigenen Erwartungen ab.

LG

Christian

Es haben sich bereits 6 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (12. August 2018, 21:42), gatasa (12. August 2018, 19:49), toetske (8. August 2018, 22:39), Bär (8. August 2018, 22:13), kalingua (8. August 2018, 19:58), U310343 (8. August 2018, 18:15)

Kitty191

Schnürsenkel

Beiträge: 2 047

Danksagungen: 7923

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 8. August 2018, 20:11

Ich bleibe dabei. Lodges in der Masai Mara/Serengeti oder im Tsavo Ost/West sowie dem Amboseli oder auch dem Selous NP oder dem Arusha NP sind mit Privat Game Resorts an der Garden Route nicht vergleichbar. In kleinster Weise. Etwas annähernd vergleichbares findet man eher im Greater Kruger. Und wer sich über Massentourismus in der Serengeti beklagt, ist im Addo auch nicht wesentlich besser aufgehoben. Denn der Addo ist voll, ist er doch der einzig ernstzunehmende NP für Garden Route Reisende am Ostkap. Einzig das Preis/Leistungsverhältnis scheint etwas besser.Obwohl, wenn ich mir die Übernachtung im Gorah Elephant Camp betrachte, kann ich knapp 1000 € p.N. auch nicht als gutes Preis/Leistungsverhältnis betrachten. Auch Shamwari ruft in der günstigsten Unterkunft in der günstigsten Reisezeit rund 620 € auf. Mir wäre das Geld für ein PGR an der Garden Route, respektive Ostkap zu schade. Die Übernachtung in einem SanParks Camp ist allerdings in der Tat sehr günstig.

Ich denke, für jemanden mit Sehbehinderung (keine Ahnung wie ausgeprägt) kann auch die vermeintlich leichte Wanderung zu den Hängebrücken, mit ihren vielen verschiedenen Stufen, schon zur Herausvorderung werden.
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (12. August 2018, 21:42), gatasa (12. August 2018, 19:50), parabuthus (9. August 2018, 00:04)

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 10 102

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 14525

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 8. August 2018, 22:11

Wie Kitty schon angemerkt hat lieferst Du zu wenige Informationen. Ich nehme mal an, dass die sehbehinderte Person nicht komplett blind ist und in Begleitung zumindest einer Person. Ein Blindenstock wird verwendet, ein Blindenhund ist jedoch nicht dabei.

In diesem Fall ist insbesondere der von Christian genannte Walk zu und über die Hängebrücken durchaus machbar. Es gibt zwar ein paar Stellen, bei denen die Holz-Stufen (naturgegeben) unterschiedliche Höhen aufweisen, die Begleitperson kann jedoch darauf aufmerksam machen. Die anderen Trails sind eher suboptimal.
Da für viele Sehbehinderte das Hören, Riechen und Fühlen besonders wichtig ist, würde ich euch dennoch mindestens einen Tag im Tsitsi empfehlen. Die Brandung, die salzige Gischt, es gibt einen kleinen Strand und man findet Strandgut (das man anfassen, aber nicht mitnehmen darf). Vielleicht wäre auch eine Kajaktour etwas, abhängig von den Bewegungsfähigkeiten. Zudem gibt es entlang der Küste (von den Dassies) gepflegten Kurzrasen, auf dem man auch mal herumsitzen und sich vom Meer und den Tieren ein Hörspiel anhören kann.

A propos Hörspiel: zwischen Plettenberg Bay und dem Tsitsi ist das Birds of Eden, eine riesige Voliere. Normalerweise empfehle ich das nicht, weil es nicht südafrikaspezifisch ist, aber in diesem Fall wären die Vögel sicher eine schöne akustische (und wenn noch Restsehvermögen vorhanden ist auch optische) Ergänzung.

Zu jedem Nationalpark bietet SANParks eine Seite für Menschen mit Behinderungen, so hier (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Es geht zwar meistens um Rollis, aber dort findet man auch, welche Angebote "ohne Stolperfallen" es gibt.
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (12. August 2018, 21:43), gatasa (12. August 2018, 19:51), Kitty191 (9. August 2018, 06:00), parabuthus (8. August 2018, 23:53), toetske (8. August 2018, 22:40)

parabuthus

Erleuchteter

Beiträge: 1 256

Dabei seit: 14. Oktober 2014

Danksagungen: 5016

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 8. August 2018, 23:25

Ich bleibe dabei. Lodges in der Masai Mara/Serengeti oder im Tsavo Ost/West sowie dem Amboseli oder auch dem Selous NP oder dem Arusha NP sind mit Privat Game Resorts an der Garden Route nicht vergleichbar. In kleinster Weise. Etwas annähernd vergleichbares findet man eher im Greater Kruger. Und wer sich über Massentourismus in der Serengeti beklagt, ist im Addo auch nicht wesentlich besser aufgehoben.


Da ich mit Kitty in der Regel nahezu komplette Übereinstimmung habe, möchte ich an dieser Stelle doch mal widersprechen und eine Lanze für Südafrika brechen.

Der Addo ist m.E. viel besser und persönlicher als Amboseli oder Tsavo. Natürlich kann ich mir in der Serengeti oder der Masai Mara eine gewisse Exklusivität erkaufen. Für das Fussvolk sieht es anders aus. Der Addo ist aufgrund seiner Nähe zur Garden Route sicher ein viel besuchter Park. Aber abseits des Main Camps gibt es viele Stellen, an denen nicht so viel los ist.

By the way habe ich mir gerade heute für 2019 eine Nacht Rondavels Main Camp und 2 Nächte Family Cottages Nyati im Addo gesichert. :thumbup: Ich freue mich wie Bolle!

Möglicherweise ist der Elefanten Entzug auf unserer gerade abgeschlossenen Tour schuld. ;) . Aber diesmal will ich auch in Zuurberg wandern und andere Sachen ausprobieren.

Ohne jetzt dick aufgetragen zu wollen, haben wir mittlerweile sehr viele Safari Destinationen besucht, in Ostafrika wie im südlichen Afrika. Abwechslung und Neuentdeckungen sind natürlich immer spannend, aber wenn ich den Addo mache, habe ich mit Sicherheit nicht den besten Park in Afrika, aber einen, der mir 3 Tage viel Freude bereiten kann. Wenn man nicht in der gleichen Tour noch Spitzenparks, wie Krüger, KTP oder Hluhluwe Imfolozi macht, ist der Addo zumindest auf staatlichen Sektor das non plus ultra.

Ich würde den Addo auch nicht gegen Amboseli oder Tsavo tauschen. Gegen den Krater oder Serengeti vielleicht schon. Der Selous ist großartig, aber leider mittlerweile von Wilderern schlimm gebeutelt. Ich hoffe, die bekommen es in den Griff. Da würde ich gern wieder hin.

Bis dahin ist SA auch ohne den Krüger großartiges Safari Land.

LG

Christian

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (12. August 2018, 21:44), gatasa (12. August 2018, 19:52), Kitty191 (9. August 2018, 06:02), Cosmopolitan (8. August 2018, 23:55)

Kitty191

Schnürsenkel

Beiträge: 2 047

Danksagungen: 7923

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 9. August 2018, 06:16

Lieber Christian,
wahrscheinlich meinen wir beide dasselbe, haben es nur unterschiedlich ausgedrückt. Natürlich ist der Addo ein wunderbarer Park - ohne Zweifel. Ich liebe ihn ebenfalls sehr. Ich nahm in meiner Antwort eben nur streng Bezug auf diesen einen Absatz.
Gibt es Empfehlungen für private Game Reservesin der Gegend,mit einer netten Lodge und Safarifeeling- kann das mit Safaris in Kenia und Tansania mithalten oder ist es das Geld nicht wert?

Und genau da, scheiden sich wohl unsere Meinungen. Denn weder von der Größe, der Artenvielfalt (keine Giraffen im Addo) und der Landschaftn(eben keine typische afrikanische Savanne) unterscheidet sich der Addo mMn eben erheblich von den Parks in Kenia und Tansania.
Und eine Lanze für Südafrikas NP‘s brauchst Du auch nicht brechen. Nicht umsonst fahre ich nun schon seit mehreren Jahren immer wieder hin und liebe sie alle. :love:

LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (12. August 2018, 21:44), gatasa (12. August 2018, 19:53), toetske (9. August 2018, 21:29), parabuthus (9. August 2018, 06:36)