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DaniK

Traumurlauber

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41

Dienstag, 9. Oktober 2018, 18:23

Als wir dort waren, hatten die Giraffen gerade Urlaub und wir haben leider keine gesehen.
Wieso wohnt das Meer nur soweit weg von mir?

kalingua

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Dienstag, 9. Oktober 2018, 20:19

@daniK ich hatte keine wirkliche Vorstellung bei der Buchung, wie es letztendlich sein wird. Die lodge hat meine Erwartungen auf jeden Fall übertroffen und wir wären gerne noch länger geblieben :)

@lottinchen die beiden mit Baby haben wir leider verpasst. Aber dann sind es jetzt schon 3 forenmitglieder, die vor kurzem im kuleni park waren. Der scheint im kommen zu sein :D

SarahSofia

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43

Dienstag, 9. Oktober 2018, 20:52

Aber dann sind es jetzt schon 3 forenmitglieder, die vor kurzem im kuleni park waren. Der scheint im kommen zu sein :D
Steht auch schon auf meiner To-do-Liste :thumbup: ! Also selbst dran schuld, wenn ihr nächstes Mal hin wollt und alles besetzt ist :P .

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kalingua (11. Oktober 2018, 15:34)

kalingua

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Donnerstag, 11. Oktober 2018, 15:34

Tag 10 – 04.09. Dienstag


Um halb 6 klingelte der Wecker. Ich hatte nicht allzu viel geschlafen, wurde nachts mehrfach von Geräuschen geweckt. Gefühlt versammelten sich Eichhörnchen, Bushbabys, Vervets und diverse Vögel im Stundenabstand alle auf unserem Dach. Einmal klang es auch so, als würde etwas größeres auf unserem Broadwalk / Terrasse unterwegs sein. Eventuell waren es Warzenschweine, vermutlich hat mich mein Gehör aber getäuscht.

Eine halbe Stunde später machten wir uns los, eine weitere halbe Stunde später erreichten wir das Memorial Gate des Hluhluwe-Imfolozi. Eine Karte gab es hier leider nicht, alle ausverkauft. Für uns ging es dann erstmal hoch zum Hilltop-Camp. Unser erstes Nashorn sahen wir in der Ferne auch schon, ansonsten war die Sichtungsausbeute auf dem Weg nach oben relativ mau.

Ein Elefant.



Ein Nyala.



Ein schwangeres Zebra.



Und weitere Zebras.



Ich glaube wir hatten ca. anderthalb Stunden hoch zum Camp gebraucht. Dort suchten wir an der Rezeption und im Shop erstmal nach einer Karte. Bekommen hatten wir nur eine schlechte Kopie einer schlechten Karte. Die war echt null zu gebrauchen. Ich hatte dann die große Karte vom Sightingsboard abfotografiert, damit war erstmal deutlich mehr anzufangen. Und dann ging es für uns ins Restaurant zum Frühstück. Für R120 pP konnten wir uns am Frühstücksbuffet, welches hauptsächlich für die Übernachtungsgäste gedacht ist, bedienen. Hier gab es nichts zu meckern.

Wir wollten dann runter in den Imfoloziteil fahren. Gewundert hatten wir uns erstmal über den Elefanten, der dort oben auf einem großen Berg herumlief. Das Elefanten auf Bergen keine Seltenheit sind und sie auch auf sehr unwegsame Berge hinaufkommen, haben wir dann die Tage drauf beim Wilderness Trail gelernt.



Greifvögel und Geier sahen wir unglaublich viele in der Luft.



Teilweise kam man sich wie in einem tropischen Urwald vor.



Wir sind weiter auf der Hauptstraße gefahren und hatten dann DIE Nashornsichtung des Urlaubs. Schon von weitem weg konnten wir die Nashörner auf der Straße erblicken.



Ein riesiger Bulle mit seinen vier Nashorndamen bewegte sich auf uns zu. Und zwar direkt auf uns zu.



Wir wussten dann erstmal nicht genau, was wir tun sollten. Entschieden uns dann aber dafür ein wenig rückwärts zu fahren und stellten uns dann soweit wie möglich links an einen Busch ran um den Nashörnern so genügend Platz auf der Straße zu geben.



Die Nashörner kamen dann immer näher und immer mehr Adrenalin wurde in unsere Blutbahnen gepumpt. Und dann machten sie das, womit wir am wenigsten gerechnet hatten. Sie liefen zwei drei Meter vor uns links zwischen die Büsche und kamen zehn Meter hinter uns wieder auf die Straße. Wir waren noch ganz beflügelt von der Sichtung und heilfroh, dass die Nashörner nicht unser Auto samt uns aus dem Weg geräumt hatten. Das würden die Breitmaulnashörner, die viel mehr große harmlose Urzeitkühe sind, in so einer Situation zwar höchstwahrscheinlich nicht tun, ein wenig Sorge hatten wir trotzdem.

Keine zehn Meter später müssen wir anhalten, weil ein Greifvogel direkt auf uns zuflog.



Er (vermutlich mal wieder ein Tawny Eagle) flog dann auch tatsächlich direkt über uns drüber.



Kurz bevor wir die „Grenze“ zum Imfolozi erreichten, gab es noch ein kleines Büffelcrossing.





Beim Nyalazi Gate suchten wir die Toilette auf und bekamen am Gate auch endlich unsere langersehnte Karte. Für R25 gab es eine schöne große Faltkarte, auf der einen Seite der Hluhluwe-Teil, auf der anderen der Imfolozi-Teil.

Es folgten ein paar Nashörner.



Ein kleiner – für mich mal wieder unbestimmbarer – Vogel.



Und wieder Nashörner. Insgesamt hatten wir an dem Tag 24 Nashörner gesehen :)





Im Mpila Camp machten wir ein kurzes Päuschen. Die meiste Zeit der Pause verbrachten wir mit der Suche nach meinem Handy. Erst als ich ein drittes Mal in das Autotürfach griff, fand ich es endlich wieder. Es hatte sich echt ungünstig von innen an die Fachwand gestellt und zwischenzeitlich hatte ich es schon abgeschrieben.

Weiter ging es für uns dann auf den Sontuli Loop, der ja besonders tierreich sein soll. Weit kamen wir aber nicht, Elefanten kamen aus dem dichten Busch und überquerten die Straße. Nach und nach kamen immer weitere Elefanten aus dem Busch und es war nicht einsehbar oder abschätzbar, wie viele dort noch kommen würden. Für fuhren also erstmal lieber ein kleines Stück wieder rückwarts und beobachteten die Elefanten aus sicherer Entfernung.





Wir waren dann leider doch noch zu nah, denn plötzlich kam ein paar Meter vor uns ein weiterer Elefant aus dem Gebüsch. Er war echt nah (auf den folgenden Screens aus dem GoPro-Video wirkt das durch die Weitwinkellinse weiter weg) und war auch nicht begeistert von uns. Es folgten Warnzeichen für einen Mock-Charge. Die Ohren wurden aufgestellt, der Kopf und Rüssel geschüttelt und mit dem Bein geschart.





Und wir gerieten in Panik. Schalteten den Motor an, der Elefant erschreckte sich, und wir fuhren schnell rückwarts. Der Elefant war zum Glück so erschrocken oder irritiert, dass er uns nicht verfolgte und sich in den Busch verzog. Uns war dann schnell klar, dass wir höchstwahrscheinlich falsch reagiert hatten und die Situation im besten Fall lieber einfach ausgesessen hätten. Der Elefant hat sich einfach nur aufgespielt und wollte zeigen, dass er der Stärkere ist. Ernsthafte Angriffsabsichten hatte er wohl kaum.



Wir fuhren dann erstmal ein Stück weiter rückwärts. Es kamen aber immer weitere Elefanten aus dem Busch von rechts und überquerten die Straße. Von der linken Seite hörten wir immer wieder einen Elefanten trompeten. Für uns hörte sich das recht aggressiv an – keine Ahnung was der Elefant tatsächlich mitteilen wollte. Und als dann noch ein paar Elefanten nicht wie zuvor einfach gerade die Straße überquerten, sondern auf uns zukamen, hatten wir genug. Wir wendeten und verließen den Sontuli Loop.

Anschließend freuten wir uns über ein paar männliche Impalas. Die trugen ein paar Rangkämpfe aus und posierten für uns.





Weiter ging es zu einem Hide. Hier war relativ tote Hose. Das Wasserloch ausgetrocknet und zwei Zebras im Schatten. Hier holten uns Sandwiches raus und sahen dann weiter hinten eine Bewegung. Ein Nashorn kam zum Wasserloch, buddelte ein wenig mit dem Horn im Schlamm und legte sich dann hinein.





Und dann kam noch eins der Zebras an und schaute, was das Nashorn da so im Schlamm treibt.



Gegen 14 Uhr fuhren wir dann wieder Richtung Memorial Gate. Auf dem Weg in den Hluhluwe-Teil sahen wir eine Gruppe Geier, die sich am Ufer in der Sonne trockneten oder aufwärmten.



Es folgten Warzenschweine



weitere Nashörner





und ein paar Vervets.



Wir kamen an einem großen kontrollierten Buschbrand vorbei, direkt neben der Straße loderten die Flammen (nur auf der GoPro drauf – hätte ich ja auch mal ausclippen können). Aber von weiter weg sieht man auch recht gut, dass es ordentlich brannte.



Später sahen wir noch eine vereinzelte Giraffe. Unsere einzige des Tages.



Dieser Kampfadler war deutlich besser sichtbar als den, den wir im Kruger gesehen hatten. Trotz der guten Sicht, hab ich erst am Rechner gesehen, dass er ordentlich Beute gemacht hatte.



Da wir nicht wieder ganz hoch bis Hilltop fahren wollten, ging es dann irgendwann für uns links bergab auf die Gravel Road, die teilweise entlang der Hluhluwe Rivers führt und dann kurz vorm Memorial Gate wieder auf die Asphaltstraße führt.

Neben einem einsamen Büffel



gab es dann noch einen Elefanten, der uns nach der Begegnung am Vormittag, eindeutig zu nah war. Der war zum Glück aber sehr entspannt. Ein wenig Bammel, dass aus dem dichten Busch plötzlich weitere Elefanten kommen würden, hatten wir zu dem Zeitpunkt auch noch.



Der Park verabschiedete uns dann noch mit zwei Nashornsichtungen. Gut sichtbar waren sie jedoch nicht.







Um 17:30 fuhren wir dann aus dem Gate und schmissen eine halbe Stunde später unseren Webergrill an. Diesmal leider ohne Bushbaby-Besuch. Wir fielen dann recht früh ins Bett. Ein wenig wehmütig, da wir morgen die tolle Jacana Lodge wieder verlassen müssen. Aber auch in freudiger Erwartung, schließlich beginnt morgen unser Wilderness Trail.

Gefahrene Kilometer: 210
Wetter: 30 Grad, sonnig

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M@rie

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Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:29

Schalteten den Motor an, der Elefant erschreckte sich, und wir fuhren schnell rückwarts. Der Elefant war zum Glück so erschrocken oder irritiert, dass er uns nicht verfolgte und sich in den Busch verzog. Uns war dann schnell klar, dass wir höchstwahrscheinlich falsch reagiert hatten und die Situation im besten Fall lieber einfach ausgesessen hätten.
der "Fehler" war, den Motor überhaupt ausgemacht zu haben ;) - gerade bei Eli-Sichtungen, wo nicht wirklich überschaubar ist, wie viele Tiere sich insgesamt im Busch aufhalten, würde ich niemalsnicht den Motor ausschalten, einfach um jeder Zeit in der Lage zu sein, per Rückwärtsgang das Weite zu suchen ;)
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, Kruger 2019 - in "trockenen Tüchern" ,,,^..^,,,

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nn1177

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Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:41

Fast auf den Tag genau 1 Jahr nach unserem Besuch im Hluhluwe - und was für ein Unterschied! Ach ja, iiiirgendwann schau ich mir den Park auch nochmal mit Ruhe und vielleicht etwas mehr Glück an :love:

kalingua

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Gestern, 15:07

@Marie klingt logisch und vernünftig. Das werden wir in Zukunft dann auch so handhaben :danke:

@nn1177 ach, soo viel Glück hatten wir im Hluhluwe-Imfolozi glaube auch nicht. Katzen und Wilddogs blieben uns verwehrt. Aber dafür hatten wir echt gute Nashorn- und Büffelsichtungen :)


Tag 11 – 05.09. Mittwoch

Die Nacht verlief heute ruhiger und da wir erst Mittags im Mpila Camp für den Wilderness Trail einchecken mussten, haben wir uns mit dem Aufstehen auch nicht überschlagen.



Auf dem Weg zum Memorial Gate haben wir noch einen kurzen Abstecher zu Spar gemacht – zu der Zeit vollkommen trubelfrei – und uns mit zwei Sixpacks für die kommenden drei Nächte eingedeckt. Beim Trail muss man sich mit Sundowner-Drinks selbstversorgen, natürlich darf man es hier nicht übertreiben.



Kaum waren wir dann gegen 9 Uhr im Park, gab es schon ein Büffelcrossing.







Und anschließend folgten die ersten Nashörner.





Wir fuhren dann wieder den Loop von gestern, nur eben diesmal in die andere Richtung. Der Weg zur Maphumulo Picnicsite war für uns dann vogellastig:

Bee-Eater



Wooly-Necked Stork





Geier im Flug



Kleiner Vogel im Abflug.



Beim Frühstück wurden wir dann von Nyala-Mama und Anhang beobachtet.



Und wir beobachten auf der anderen Flussseite dann Büffel, Nyalas und Baboons.



Von diesen kleinen bunten Vögeln wimmelte es hier nur so



Weiter ging es dann Richtung Imfolozi-Teil. Unterwegs gab es wieder Büffel.





Drei Elefanten





Und dann sahen wir endlich auch Giraffen – diesmal mehr als die vereinzelte gestern.



Ein liegendes Zebra war für uns auch eine Neuheit.



Gegen 12:30 erreichten wir dann das Mpila Camp. Hier ging es für uns in die Rezeption zum einchecken. Das ging flott und problemlos. Bestaunt hatte ich hier die Liste der bekannten Leoparden im Park. Das waren locker 50 Leoparden, die hier leben. Gesehen haben wir leider keinen in den nächsten Tagen.

Mittlerweile hatten wir die 30 Grad weit überschritten.



Von Mpila aus ging es nochmal 10 km zurück und dann bogen wir auf die Gravel Road zum Mndindini Trails Camp. Auf dem Weg sahen wir kurz vorm Camp dann noch ein Nashorn.



Das Mndindini Trails Camp besteht aus 5 Zelten (4 davon für die Gäste, also maximal 8 Trails-Teilnehmer, das andere ist für den Guide) die nebeneinander auf kleinen Plattformen stehen. In den Zelten stehen zwei richtige Betten und eine Kiste (in der weitere Decken liegen), die als Nachtschrank benutzt werden kann. Die Zelte selbst haben eine Grundfläche von ca 2,5m x 2,5m. In der Mitte kann man ganz gut stehen, ohne dass man sich den Kopf stößt. Zum Camp gehört dann noch eine überdachte Boma mit Sitzgelegenheiten und Feuerstelle davor. Eine Toilettenhütte, eine Duschhütte (jeweils mit fließend warmen Wasser) und eine Küchenhütte gibt es auch. Die Kühlschranktruhe darf man mitbenutzen. Außerdem gibt es noch zwei weitere Hütten, eine für den Koch, eine für den Backup-Guide.



Wir waren ein wenig zu früh da, aber Petrus, der Koch war schon da und gegrüßte uns. Sein Englisch war echt seeehr schwer zu verstehen, aber dass wir uns umsehen und ein Zelt aussuchen dürfen, verstanden wir trotzdem. Wir suchten unser Zelt dann nach Stand im Schatten und Entfernung zur Toilette aus.

Im Boma entdeckten wir einen Wahlberg-Epaulettenflughund.



Ein weiteres Auto kam auf dem Parkplatz an. Wir waren schon echt gespannt, wer mit uns den Trail bestreiten wird. Als dann zwei grauhaarige ältere Damen ausstiegen, waren wir erstmal ein wenig verwundert. Dies war aber vollkommen unbegründet. Die beiden sind Schwestern, 73 & 76 Jahre alt, aus Johannesburg und Port Elizabeth kommend, begeisterte Birder und erfahrene Wanderer. Und auch echt super nett. Gemeinsam warteten wir dann auf die nächsten Trailteilnehmer. Es folgte dann ein Ehepaar aus Kapstadt, beide Anfang 50, und nicht weniger nett. Und damit waren wir dann auch komplett.

Unser Blick vom Zelt aus:



Mittlerweile waren dann auch unsere Guides eingetroffen. Ayanda, Ende 20, seit mehreren Jahren Trailsguide, sehr sympathisch und redselig, war unser Leadguide. Und Mpilo, Anfang 30, eher schweigsam, ist seit kurzem als Backupguide tätig. Es wurden dann erstmal die Regeln erklärt. Im Camp darf man sich frei bewegen, im Dunkeln nur mit Taschenlampe, beim nächtlichen Toilettengang Augen und Ohren auf und erst nach gründlichem Check (auch unterm Zelt) durfte man losgehen. Während des Trails ist Ruhe angesagt, bei Fragen / Sichtungen muss man sich mit Schnalzen oder Fingerschnipsen bemerkbar machen. Falls man während des Trails den Drang nach „Number 1“ oder „Number 2“ verspürt, muss man sich ebenfalls melden. Für „Number 1“ wird dann einfach eine Buschtoilette hinter uns aufgesucht, für „Number 2“ hatten Ayanda und Mpilo Schaufel, Klopapier und Streichhölzer dabei. Letzteres wurde in den 3 Tagen aber nicht einmal benötigt. Gelaufen wird nur in der einer Reihe, Ayanda voran, Mpilo ganz hinten. Die Reihenfolge dazwischen wurde von uns selbst nach Gefühl durchgewechselt. Und natürlich wird während des Trail das gemacht, was Ayanda sagt – insbesondere bei Gefahrensituationen.

Nach der Einführung und dem Kennenlernen gab es erstmal frisches Bushbread von Petrus. Keine Ahnung wie das gemacht wird, aber es war riesig, und mit Butter und Marmelade verdammt lecker. Als nächstes ging es zum Holzsammeln los. Für ausgiebiges Wandern war es aktuell auch echt noch zu heiß. Hierfür haben wirklich nur eine kleine Runde auf die andere Flussseite gemacht. Also ging es runter zum White Imfolozi, Schuhe ausgezogen, durch den Fluss (maximal knapp unters Knie tief), Schuhe wieder angezogen, ein Stück gelaufen, von Ayanda und Mpilo ausgewähltes Holz (Tamboti-Holz, das brennt extrem lange) untern Arm gepackt, zurück zum Fluss, Schuhe aus, durch den Fluss, Schuhe wieder an und schon war die kurze Runde vorbei. Tiere hatten wir keine gesehen, dafür einen schönen Sonnenuntergang.







Nach einer Dusche gab es dann auch recht bald Abendbrot. Petrus servierte eine leckere Spaghetti Bolognese. Gegessen wurde zusammen mit Guides und Koch im Boma. Anschließend saßen wir noch ein bisschen um das Feuer herum und lauschten den Erzählungen von Ayanda. Er berichtete uns von seinem Leben im Homestead und den Zulu-Traditionen, die dort immer noch gelebt werden. Z.B. darf er seine Verlobte, mit der er schon über 10 Jahre zusammen ist und 2 Kinder mit ihr hat, noch nicht heiraten. Dies darf er erst machen, wenn er die Kühe, die seine Verlobte wert sind, bei seinem Schwiegervater vollständig abbezahlt hat. Solange darf er seinem Schwiegervater aus Respektgründen auch nicht begegnen.

Irgendwann ging es dann ins Bett. Uhrzeiten gibt es beim Trail nicht, Sonnenaufgang bestimmt den Tagesbeginn und der Sonnenuntergang und die Müdigkeit das Tagesende.

Gefahrene Kilometer: 100
Wetter: 36 Grad, sonnig

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