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Daniele

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Sonntag, 21. Oktober 2018, 18:34

Reisebericht 3 Wochen Aug/Sept. 2018 - Normalo-Route: Kruger - Swaziland - KwaZulu-Natal und Kapstadt

Vor einem knappen Jahr habe ich begonnen, unsere Südafrikareise zu planen. Viele, viele hilfreiche Tipps habe ich hier im Forum gefunden; in Euren Reiseberichten, in den diversen Threads zur Reisevorbereitung, aber auch in Euren Antworten auf meine ganz konkreten Fragen. Vielen Dank dafür! Da es eine sehr schöne Reise geworden ist, habe ich auch einen Reisebericht geschrieben; eigentlich sollte es ein kurzer RB sein, dann ist er doch etwas länger geworden. Ich hoffe, Ihr habt (trotzdem) Gefallen daran.

Das "Wir" dieses Reiseberichts sind zwei ältere Erwachsene (50+) und ein jüngerer (zum Reisezeitpunkt noch 19) ; der jüngere hat das Schuljahr 2015/16 an der Groote Schuur High School in Kapstadt verbracht (und in Athlone in einer Gastfamilie gelebt), die älteren haben ihn damals für zwei Wochen besucht, seitdem sind wir alle drei vom Südafrika-Virus infiziert. Während wir damals nur im Western Cape (Kapstadt und ein Kurztrip zur Garden Route) unterwegs waren, wollten wir bei dieser Reise unbedingt auch den Nordosten kennenlernen. Herausgekommen ist eine 2/3 zu 1/3 Planung: zwei Wochen mit dem Schwerpunkt Safari auf der klassischen Strecke von Johannesburg bis Durban, dann eine Woche Cape Town Revisited zum krönenden Abschluss. Denn das musste sein: Wegen der innigen Bande zur ehemaligen Gastfamilie, aber auch wegen der (von allen drei Mitgliedern der Reisegruppe geteilten) Liebe zur Mother City und dem Cape Town Vibe. Während wir den ersten Teil der Reise vollständig vorgeplant hatten (alle Übernachtungen waren seit Monaten gebucht), haben wir den Kapstadt-Teil bewusst offen gelassen - zum einen, weil wir ja im Winter unterwegs sein würden und man nicht wissen konnte, wie das Wetter wird; zum anderen, weil wir uns eigentlich im Urlaub ganz gerne treiben lassen und spontan das tun (und lassen), wonach uns gerade der Sinn steht (oder nicht). Von daher waren wir auch gespannt, wie uns der erste Reiseteil mit seinen strikten Vorgaben gefallen würde. Entgegen den häufigen Ratschlägen hier im Forum hatten wir in der ersten Woche (Panoramaroute - KNP - Swaziland) auch mehrere 1-night-stops vorgesehen; dies hat auch erstaunlich gut funktioniert. Wir hatten eh nicht sonderlich viel Gepäck dabei, das morgens schnell wieder verstaut war.

Als Mietwagen hatten wir für die Safari-Runde einen kleinen SUV gebucht (Ford Ecosport über DERTOUR/Avis), der sich als eine gute Wahl erwies (aber es nicht auf eines unserer Fotos geschafft hat). Die Sitze waren überraschend bequem, die höhere Sitzposition war sehr angenehm, der durchzugsschwache Motor kam meiner Fahrweise sehr entgegen... Für drei Personen gab es ausreichend Platz; für vier wäre es knapp geworden. Sehr glücklich war ich über das Automatik-Getriebe, das ich jedem, der auf Pirschfahrt gehen will, nur empfehlen kann. Gar nicht auszudenken, hätte man ständig zwischen 1. und 2. Gang hin- und herschalten müssen. In Kapstadt wurde es dann ein Toyota Etios (mit manuellem Getriebe; der Wechsel vom einen zum anderen war nicht ohne?); den kannten wir schon von unserer letzten Reise - und war wieder völlig ok. In Kapstadt ist ein Kleinwagen nur von Vorteil. Und da wir in einer der engen Gassen von Bo-Kaap wohnten, wäre ein größeres Auto auch ganz und gar nicht gut gewesen.

Am Flughafen begrüßte uns, nachdem wir das (erfreulicherweise vollständig eingetroffene) Gepäck eingesammelt haben, die Statue des ANC-Führers Oliver Tambo.



Schnell konnten wir uns am Geldautomaten (ATM - in Südafrika ist es hilfreich, diese Abkürzung zu kennen) mit Bargeld und bei Vodacom mit neuen SIM-Karten ausstatten; ebenso schnell ging die Übernahme des Mietwagens bei Avis. Der Flughafen ist modern und übersichtlich, alles ist gut ausgeschildert. Das Ganze hat maximal 2 Stunden gedauert; dann konnten wir uns auf den Weg machen. Am Anfang noch holprig wegen der ungewohnten Automatik (auf "Drive" kann man nur dann schalten, wenn der Fuß die Bremse getreten hat: das muss man erstmal wissen!), dann aber geht's ganz zügig voran. Die Ausfahrt aus dem Flughafengelände ist easy; schnell sind wir auf der N 21 Richtung Süden (ausgeschildert als N 21 S Richtung Boksburg), dann auf der N 12 Richtung Westen (für Ängstliche: es hilft, die Strecke einmal auf streetview abzufahren), die dann in die N4 übergeht. Das Adrenalin (Automatik! Linksverkehr! Reisestart!) wirkt erfolgreich gegen die Müdigkeit, so dass wir schnell den Großraum Johannesburg verlassen. Erst auf halber Strecke zwischen Middleburg und Belfast ist dann dringend eine Kaffeepause nötig; die Tankstelle Alzu ist ein Glücksgriff, denn direkt dahinter liegt eine Art weitläufiges Wildgehege mit Wasserloch, an dem sich Nashörner, Zebras, Eland-Antilopen, Straußen und diverse weitere Spezies tummeln.



Klar, ein besserer Zoo, aber dennoch ein sehr hübscher Anblick. Gestärkt von doppelten Espressi und sehr schmackhaften Waffeln mit Obst geht es weiter; da das Wetter lausig ist (die Anzeige im Auto kommt kaum über 8 Grad hinaus) nehmen wir den direkten Weg nach Sabie (über N4, Schoemanskloof und R 539) und schenken uns die Fahrt über den Long-Tom-Pass, auf der wir wahrscheinlich eh nichts gesehen hätten.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die heimelige Sabie Townhouse Guest Lodge – für unsere erste Nacht eine gute Wahl; zwei schöne große Zimmer, jedes mit Bad; bequeme Betten, gutes Essen und ein schöner Garten mit einem potentiell einladender Pool, der uns bedauern lässt, dass das schöne Wetter noch auf sich warten lässt. Auch das sehr lekkere Haus-Braai, das wir am Abend genießen, hätten wir uns gut auch im Garten unter Sternenhimmel und bei lauschigen 20 Grad vorstellen können statt drinnen vor'm Kamin. Vom Ort selbst sehen wir wenig; nach längerer Siesta reicht es gerade noch zu einem Spaziergang zum örtlichen, gut sortierten Spar, wo wir uns mit dem Lebensnotwendigsten eindecken (am Ende der Reise haben wir gelernt: nicht lebensnotwendig gewesen wären Spülschwämme und Spülmittel: das ist noch in der ärmsten Selbstversorger-Hütte vorhanden; auch Klopapier gibt es, anders als in (West-)Europa, eigentlich auf allen öffentlichen Toiletten).




(wird fortgesetzt)

(und vielleicht kann mir vor der Fortsetzung jemand sagen, wieso der Umbruch dieses letzten Absatzes so seltsam aussieht?)
Moderationshinweis: Absatz bearbeitet und Reisezeitraum in Titel übernommen

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Sonntag, 21. Oktober 2018, 18:55

Ich freu mich auf euren Reisebericht! Ich bin gespannt auf eure Erlebnisse. :thumbsup:

Wann genau seid ihr denn gereist? Diese Info habe ich gar nicht gefunden - oder überlesen??
Auf Berichte über den Winter im Krüger und Swaziland bin ich besonders gespannt. Ich brauch nämlich noch Material um meinen Mann davon zu überzeugen, dass es doch gar nicht soooo kalt ist. Oder was würdet ihr sagen?

Daniele

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Sonntag, 21. Oktober 2018, 19:07

Reisezeitraum

Oh, ja, die Reisedaten... Hab ich vergessen, Anfängerfehler!
Wir waren die letzten 2 Augustwochen im Nordosten unterwegs und dann die erste Septemberwoche in Kapstadt. Um gleich auf Deine Frage einzugehen: "Winter" in der Krüger-Region und in KwaZulu-Natal ist überhaupt kein Problem, zumindest im Lowveld. Tagsüber wird es wirklich sehr angenehm warm, nachts gehen die Temperaturen ordentlich runter, aber es ist absolut nicht unangenehm. Und noch ein Vorteil: es ist Trockenzeit, wir hatten in den zwei Wochen abgesehen vom Ankunftstag überhaupt keinen Regen. Etwas anders kann es im "Highveld", also oben auf dem südafrikanischen Hochplateau, auf dem auch Johannesburg liegt, und in den ausgesprochenen Bergregionen (z.B. in den Drakensbergen) aussehen. Bei unserer Ankunft war es dort tatsächlich schweinekalt.
Im Western Cape dagegen bedeutet "Winter" leicht mal Schmuddelwetter: dort hatten wir tendenziell Pech, will heißen: relativ regnerisch (aber nie Dauerregen), Temperaturen so um 15 Grad. Kühl kann es in Kapstadt vor allem in den Häusern sein, da diese oft schlecht isoliert und beheizt sind.

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SarahSofia

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Sonntag, 21. Oktober 2018, 19:19

Hallo Daniele,
(und vielleicht kann mir vor der Fortsetzung jemand sagen, wieso der Umbruch dieses letzten Absatzes so seltsam aussieht?)

ich kann dir zwar als Technik-Laie nicht sagen, woran es liegt, aber du kannst vor dem Absenden des Beitrags auf "Vorschau" klicken und gegebenenfalls so etwas korrigieren.
LG und schon jetzt mal vielen Dank für den Reisebericht
SarahSofia

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toetske (21. Oktober 2018, 23:24)

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Sonntag, 21. Oktober 2018, 22:50

Panoramaroute

Gut hätten wir noch eine zweite Nacht im „Townhouse“ verbringen und von hier die Gegend erkunden können. Aber wir wollten möglichst bald ins Lowveld und so dem südafrikanischen Winter entkommen; deshalb zogen wir am nächsten Morgen nach dem ausgiebigen Frühstück (south-african style, also mit allem Drum und Dran; wie schnell man sich wieder an diese üppige Variante gewöhnen kann!) weiter, um über die Panoramaroute und den Abel-Erasmus-Pass zu unserem nächsten Etappenziel „Little Carthago“ im Ndlovumzi NR (grob zwischen Olifants-River und dem Blyde River Canon gelegen) zu fahren.
Zum Glück war uns von Anfang an klar, dass wir nicht „alles“ auf dem Weg würden sehen können; so haben wir uns treiben lassen, und das war auch gut so. Die erste Etappe war God’s Window - mit einem imposanten Wetterphänomen, denn während der Himmel nur noch leicht bewölkt war, hing gleichzeitig dichter Nebel im Lowveld und der Blick durch das Fenster Gottes führte ins … absolute Nichts (was das metaphysisch zu bedeuten hat, mag mir ein berufener Theologe erkären...).



Wunderbar fanden wir den Spazierweg hart an der Abbruchkante entlang, teils durch eine Art Regenwald zum „Wonderview“, immer wieder rechts mit dem Blick in den Nebel unter uns und links über die Hochfläche des Highvelds.





Gehalten haben wir dann weiter an den Lisbon Falls (die trotz Winter gar nicht so wasserarm wie befürchtet waren und wo man ebenfalls schön ein paar Schritte – wahrscheinlich auch mehr – laufen kann), dann natürlich an Bourke’s Luck Potholes und an den Three Rondavels.





Und schon war es Zeit, die Panoramaroute zu verlassen, denn wir hatten noch ein gutes Stück Weg vor uns und am Ende 15 Kilometer Gravel Road, die man, wie uns unsere Vermieterin sehr zu Recht eingebläut hatte, nicht im Dunkeln fahren sollte. Wir waren uns einig, dass man für die Panoramaroute eigentlich viel mehr Zeit bräuchte; gerne wären wir ausgiebig am Forever Blyde Resort gewandert (zumal bei inzwischen strahlendem Sonnenschein); gerne hätten wir alle Wasserfälle abgeklappert. Aber auch in der „short version“ hat uns die Gegend begeistert und es war ein wunderbarer Auftakt des ganzen Urlaubs.

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Montag, 22. Oktober 2018, 08:17

Zwischenstop im Paradies

[Dank an die Moderation für die Bearbeitung des Titels und des ersten Beitrags!]


Vor uns aber lag ein echter Höhepunkt der Reise: Little Carthage ist ein kleines, feines (noch dazu äußerst preiswertes) Selbstversorger Cottage im Naturreservat Ndlovumzi und liegt direkt an einem Arm des Olifants River. Administrativ gehört es zur Gemeinde Hoedspruit, das aber eine gute Fahrstunde entfernt ist; wir hatten eine Unterkunft nicht weit vom Abel-Erasmus-Pass gesucht - und sind glücklich, dieses Kleinod gefunden zu haben. Die äußerst nette Vermieterin Heather gehört zu den wenigen Menschen, die hier das ganze Jahr über wohnen; ansonsten liegen im Reservat weitläufig verstreut eine Reihe von Ferienhäusern und auch Lodges; es gibt wohl auch diverse Antilopen und auch Giraffen, die sich uns aber nicht gezeigt haben (nur ein paar Vervet Monkeys tollen um das Haus herum, sind aber zum Glück nicht sehr aufdringlich). Zuerst geht es von den letzten Aussichtspunkten der Panoramaroute über den landschaftlich sehr schönen Abel-Erasmus-Pass herunter ins Tal des Olifants-River. Etwa 10 km nach der Kreuzung R36/R527 zweigt eine Piste nach links ab. Lange tuckert man dann durch den Busch, für die restlichen15 km brauchen wir locker eine halbe Stunde ... aber der Aufwand lohnt sich.


Rückblick auf die Berge

Die Unterkunft besteht aus einem größeren Haus mit Elternschlafzimmer und einer Empore mit weiteren Betten, einem kleinen Rondavel mit eigenem Bad sowie einer Outdoor-Küche und einer überdachten Outdoor-Lounge; dazu ein wunderbarer Pool mit Holzterrasse und einem sensationellen Blick über den Fluss: der (für unsere Verhältnisse) pure Luxus und ein wahrhaft paradiesischer Ort.




Der junge Mann, der der im Rollstuhl sitzenden Heather im täglichen Leben hilft und sich auch um das Cottage kümmert, macht mit uns am Abend noch einen kurzen Spaziergang durch das Bett des weitgehend trockenen Olifants River zu einem ersten kleinen Wasserfall; das ist so schön, dass wir uns gleich für den nächsten Morgen verabreden, weil er uns auch noch die anderen, etwas größeren Wasserfälle der Umgebung zeigen will. Er kennt hier jeden Stein, findet die Fährten der Flusspferde, die am/im Fluss leben und hat offensichtlich große Freude (und Stolz) daran, uns durch sein Revier zu führen. Wir lassen uns von gern von ihm führen, verlieren innerhalb weniger Minuten komplett die Orientierung ... und genießen diese ersten kleinen Touren durch die Wildnis in vollen Zügen.



Da erst einmal keine weiteren Gäste erwartet werden, können wir den Vormittag noch ganz entspannt diesen schönen Ort genießen; gegen Mittag aber reißen wir uns los. In Hoedspruit kaufen wir für die nächsten Tage ein; wie in allen südafrikanischen Städten gibt es ein großes, verkehrsgünstig gelegenes Einkaufszentrum fast direkt an der Kreuzung von R 527/R 40 (Vorteil: immer leicht zu finden; Nachteil: man kommt als Durchreisender nie in das eigentliche Zentrum der Orte und gemütliches Einkaufen im Einzelhandel fällt im Grunde aus). Dann geht es weiter zum Orpen-Gate zum check-in für die nächsten 4 Tage im Kruger NP.

(wird nach einer kurzen Pause fortgesetzt)

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Dienstag, 23. Oktober 2018, 18:50

4 Tage im Kruger

Gebucht haben wir eine Nacht im Tamboti Tented Camp (Satellitencamp von Orpen), zwei Nächte in Lower Sabie und eine Nacht in Berg-en-Dal. Die Entfernungen zwischen Tamboti und Lower Sabie und dann zwischen Lower Sabie und Berg-en-Dal waren gut machbar; wir waren allerdings jeweils im Grunde den ganzen Tag unterwegs. Auch wir hatten am Ende eine Durchschnittsgeschwindiigkeit, die wohl kaum über 20 km/h hinausgegangen ist.
Alle Unterkünfte (ein nagelneues, allenfalls etwas enges 4-Personen Zelt in Tamboti, zwei schon etwas abgewohnte aber völlig okaye EH2-Rondavels mit Gemeinschaftsbad und –küche in LS und ein Bungalow am Zaun in Berg-en-Dal) haben uns gut gefallen; die Lage am Zaun in Tamboti und Berg-en-Dal war herrlich; auch die Ausstattung von Zelt und Bungalow war sehr gut. Und in LS ist die Lage des Camps am Fluss bekanntlich unschlagbar. Um Berg-en-Dal herum waren die Möglichkeiten für game drives etwas beschränkt; aber die hügelige Landschaft ist sehr schön (der Blick auf die echte Welt jenseits der Parkgrenze hat uns nicht sehr gestört) und das Camp und der Bungalow haben uns insgesamt gut gefallen.


(Tamboti-Zelt; die anderen Hütten haben wir nicht fotografiert, aber dafür gibt es ja auch einen eigenen Thread, in dem eigentlich alle Sanparks-Unterkünfte gut zu recherchieren sind)

Natürlich war die Vorfreude auf die game drives groß; aber auch eine gewisse Unsicherheit (die sicherlich einige Erst-Besucher des Kruger kennen): Wie schwierig wird es sein, die Tiere zu sehen? Werden wir Sichtungsglück haben oder vom Pech verfolgt sein (und abends erzählen dann die Nachbarn im Camp, welche tollen Szenen sie erlebt haben)? Wie wird sich das anfühlen, wenn wir keine Löwenbabys oder Hyänenfamilien entdecken, wenn die Elefanten nicht baden gehen, jedenfalls nicht da, wo wir gerade sind? Oder die Flusspferde nicht für uns das Maul aufreißen, damit wir das Super-Foto machen können? (Nebenwirkung der Forums-Lektüre: so viele großartige Bilder hat man gesehen: wird die Realität da mithalten können???) Und für Menschen, deren Urlaubsvergnügen üblicherweise eher im Wandern, Radfahren, Kirchengucken und im Garten-Sitzen-und-Bücher-Lesen besteht, stellt sich die Frage (die vielleicht auch der eine oder andere kennt), ob es eigentlich Spaß machen wird, den ganzen Tag im Auto zu sitzen.
Um es kurz zu machen: Es war großartig, es hat riesigen Spaß gemacht, ja wir wurden geradezu süchtig und haben das Zeitbudget (von 6 bis 6) jeden Tag bis zum Letzten ausgereizt. Und das, obwohl unser Sichtungsglück vermutlich eher durchschnittlich war. Größte Leerstelle: die Katzen. Nur irgendwo am Ende der S100 bei Satara zeigte uns der Guide eines am Straßenrand stehenden Safariwagens ganz hinten in der Ferne zwei Löwen im Gras, die mit Fernglas und Super-Tele und etwas Phantasie zu erkennen waren. Und zweimal kamen wir zu größeren Autoansammlungen, bei denen unsere Frage „What do you see?“ mit dem frustrierenden „there was (!) a leopard“ beantwortet wurde. (die Fotos, die man uns zeigte, waren toll…).
Weil wir unserem eigenen Talent als Katzenspotter misstrauten, haben wir dann zweimal (in Lower Sabie und Berg-en-Dal) den early morning drive gebucht (okay, das wollten wir eh ausprobieren). Leider waren beide Fahrten grandiose Fehlschläge, es gab quasi nichts zu sehen, viel weniger jedenfalls, als wir bei unseren eigenen Fahrten gesehen haben. In Lower Sabie fuhren wir zwischen 5 und 6 eine ganze Stunde durch die Dunkelheit (auf der Straße Richtung Skukuza), leuchteten erwartungsvoll in den Busch… und sahen: NICHTS. Keine funkelnden Augen, keine huschenden Bewegungen, die Wildnis schlief offenbar den Schlaf der Gerechten. Und im Hellen wurde es kaum besser, auch unsere guide machte einen etwas verzweifelten Eindruck, ihre Kommentare wurden immer dünner. Gut, dass sie gleich anfangs betont hatte, dass es keine Tier-Garantie, schon gar nicht eine „big 5-Garantie“ geben kann. Das Highlight war am Ende eine hübsche Warzenschweinfamilie. Trotzdem waren die beiden Fahrten eine harte Geduldsprobe (zumal sich hier auch durch die Mitfahrenden eine gewisse kollektive Enttäuschung breit macht, der man nicht so leicht wie im eigenen Auto etwas entgegensetzen kann).



Also: obwohl wir weder Kosten noch Mühen gescheut haben, erstmal keine Katzen (will man die Garantie, muss man wohl in ein PGR fahren. Oder viel länger im KNP bleiben als wir…). Und zwischendurch auch bei den eigenen Fahrten immer mal Leerlauf, Straßen ganz ohne (sichtbares) Leben, Momente, in denen man sich wenigstens mal ein kleines Impala wünscht (besonders drastisch in Erinnerung geblieben ist mir die H6. die südlich von Satara vom Sweni-Hide zurück zur H1-3 Richtung Lower Sabie führt und bei der man ewig an völlig verbrannter Savanne entlangfährt, und weit und breit kein Leben zu sehen ist). Doch das Gute ist: Irgendwann kommt es dann doch, das Impala ...



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Daniele

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Dienstag, 23. Oktober 2018, 19:03

Jetzt mit noch mehr Tierbildern!

... und dann die ganzen anderen Tiere. Und ich hätte vorher nicht erwartet, wie beglückend diese Momente sind. Ganz viele unterschiedliche Situationen können begeistern, die verschiedenen Antilopen
in besonders schönem Licht oder in anmutiger Bewegung oder in lebhafter Gruppe.







Giraffen aus der Ferne (wie sie aus der unendlich scheinenden Landschaft
herausragen)




oder aus der Nähe



oder in der Halbtotale.

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Dienstag, 23. Oktober 2018, 19:19

Ich hüpfe mal noch mit in den ecosport :thumbsup:

Daniele

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Dienstag, 23. Oktober 2018, 19:27

und noch mehr Tiere

Dann immer wieder die Zebras mit ihrem op-art-Muster (und der oft unlösbaren Frage, wie viele Tiere denn jetzt da gerade zusammenstehen: ist dazwischen nicht noch ein Jungtier?);



hier ein Affenclan (in der Wildnis sehr viel sympathischer als im Camp),





dort eine Büffelherde, die gerne mal eine halbe Stunde die Straße blockiert




Und natürlich die Elefanten, die tatsächlich (das wussten wir in der Theorie, die Praxis beweist es) in großer Menge auftauchen. Mal in Gruppen und mal als Einzelgänger, mal mit und mal ohne Jungtier(e), mal friedlich den Busch vernichtend, mal auf Wanderschaft, mal im oder am Wasser. Jedes einzelne Mal sehr schön anzusehen und immer wieder berührend.








Ich kann mich noch gut an die allererste Elefantensichtung erinnern; wie aufgeregt wir waren (und auch wie schüchtern... und fast ängstlich) - es war ein sehr friedlicher, aber eben doch imposanter und ganz schön nah an der Straße stehender Bulle, der genüsslich an seinem Baum geknabbert hat und eigentlich wenig Aufmerksamkeit für uns übrig hatte. Und obwohl wir wirklich viele Elefanten gesehen haben (und es ja wohl im Kruger tatsächlich Elefanten im Überfluss gibt) hat die Begeisterung bei jeder neuerlichen Sichtung eigentlich nicht nachgelassen.

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Daniele

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Dienstag, 23. Oktober 2018, 19:29

Ich hüpfe mal noch mit in den ecosport :thumbsup:
Ihr seid doch selbst noch unterwegs! (aber wenn Ihr das Rätsel gelöst hat, wie man in zwei Autos gleichzeitig fahren kann, seid Ihr herzlich willkommen. Euer Bericht ist großartig!) :)

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Mittwoch, 24. Oktober 2018, 00:13

die (sehr subjektiven) Highlights

Einige Begegnungen sind besonders in Erinnerung geblieben: eine Hyäne gleich am ersten Abend kurz vor dem Tamboti Zeltcamp (ich schließe mich der Fraktion derer an, die die Hyäne eigentlich für eher schöne und interessante Tiere hält);



der Honigdachs, der am Abend in Tamboti den Schrank der Außenküche geöffnet (hey, Mann, wir haben dich unterschätzt!!!) und aus dem Mülleimer die Knochen der Lammkotletts gestohlen hat;



eine Gruppe sich sonnender Flusspferde an einer besonders idyllischen Ecke des Sabie-River: hier hatte sich einmal das Befahren einer Nebenstraße gelohnt; wir waren sicher eine halbe Stunde allein an dieser Stelle und konnten es uns gemütlich machen; außer den Flusspferden waren auch noch einige Krokodile zu sehen, außerdem diverse Vögel, die sich natürlich auch immer wieder auf den großen Tieren niederließen. Letztlich ist es das, was uns so besonders gefiel: Momente des stillen Beobachtens einer immer wieder sich verändernden Szenerie (wobei die Flusspferde am wenigsten zur Veränderung beigetragen haben)



der Waran am Nkuhlu-Rastplatz bei Skukuza;



die beiden Nashörner, die am Abend, während wir grillen, vor unserem Bungalow in Berg-en-Dal vorbeiziehen (auch hinsichtlich der Nashörner war unser Sichtungsglück im Krüger bescheiden gebileben, obwohl ich ,als wir uns Berg-en-Dal nähertenr, eiseführermäßig angekündigt hatte, jetzt kämen wir in die Gegend der Nashörner. Gezeigt haben sie sich uns erst am Abend...)



und natürlich der Secretary Bird irgendwo zwischen Tshokwane und Lower Sabie, ganz nah an der Straße im hohen Gras stehend.




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Mittwoch, 24. Oktober 2018, 23:44

Birding-Initiation

Den Secretary Bird haben wir schon an unserem zweiten Tag im Kruger gesehen - und eigentlich erst danach haben wir angefangen, etwas systematischer auf die Vogelwelt zu achten. Das war die große Überraschung der ganzen Tour: Wie schön und wie unterhaltsam es ist (auch dank der modernen Teleobjektive) Vögel zu beobachten, zu fotografieren und zu bestimmen. Besonders meine beiden Mitreisenden haben da eine große Leidenschaft und einen großen Ehrgeiz entwickelt, so dass wir am Ende in Kapstadt noch den "Roberts", den umfassenden Vogel-Guide kaufen mussten, mit dessen Hilfe dann alle Fotos noch einmal neu untersucht wurden. Ich gebe zu, dass ich selbst mich weiterhin darauf beschränkt habe, kleine Vögel "Spatz" und große Vögel "Adler" zu nennen. Ich fand eigentlich, das reicht an Differenzierung (und habe damit beständiges Augenrollen meiner Mitreisenden provoziert ... obwohl ich insgeheim natürlich die Spezialisten in meiner Familie und hier im Forum bewundere). Aber am Anblick der Vögel hatte ich mindestens ebensoviel Freude wie die beiden Experten.
Wir sahen neben den allgegenwärtigen Hornbills und Starlings ...





einen (tatsächlich einen einzigen, aber dafür sehr schönen) Strauß ...



und diverse Adlerarten (Highlight: Der Martial Eagle kurz hinter Skukuza auf einem Baum direkt neben der Straße) ...







Am Ende der Reise konnte M. stolz verkünden (ich habe es allerdings nicht nachgeprüft), dass wir alle Adlerarten des südlichen Afrika gesehen haben.
Beim Einfügen der Bilder merke ich, wie sehr ich mich jetzt noch an den Aufnahmen erfreue. Also gleich noch eine Zugabe...

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Donnerstag, 25. Oktober 2018, 00:41

noch mehr Vögel und ein Kruger-Fazit

Besonders schön war es, wenn wir ganze Gruppen von Vögeln sehen beobachten konnten:

Einen ganzen Baum voller Marabus, mit regem An- und Abflugverkehr ...




und eine Gruppe Geier, die am Flussufer die Flügel in der Sonne trocknet.



Reizend waren auch die Reiher, die sich am Sunset Dam (in der Nähe von Lower Sabie) von den (zumeist unsichtbaren) Flusspferden umherkutschieren ließen und aussahen, als würden sie auf dem Wasser surfen.



Schließlich die kleinen, bunten Vögel: Wir sahen verschiedene Kingfisher,



und diesen - ich würde sagen: Spatz, aber es ist wohl ein lila-breasted roller, oder?



Undundund.
War am Anfang der Katzenhunger groß, so gerieten diese im Laufe der Zeit zugunsten der anderen Tiere immer mehr in den Hintergrund. Small 100 statt Big 5. Auch gut! (und mein Rat an alle Kruger-Selbstfahrer wäre: Erwartet nicht,
dass ihr genau die gleichen Highlights erlebt wie die Autoren der RB im Südafrika-Forum. Wahrscheinlich kommt es anders, und wenn es so ist, ist es auch nicht schlimm: Denn auch die unspektakuläreren Sichtungen sind noch so spektakulär, dass es eine helle Freude ist.)

Fazit nach vier Tagen Kruger: Es war sehr, sehr schön und eine wunderbare Initiation in die Freuden (und auch Mühen) des Safarilebens. Gut und gerne hätten wir auch hier noch länger bleiben können (und ja: Ich hätte tatsächlich größte Lust, einmal mit viel Zeit die ganze Nord-Süd-Durchquerung zu unternehmen). Aber rückblickend würde ich auch hier sagen: Alle anderen Stationen unserer Reise waren mindestens genauso einen Besuch wert (vielleicht war es von daher ja ganz gut, dass wir nicht ALLES im Kruger gesehen haben? So kam es auch in den nächsten Tagen nicht zu einem nennenswerten Spannungsabfall).


(wird fortgesetzt)

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Donnerstag, 25. Oktober 2018, 20:59

Durch's freundliche und gar nicht so wilde eSwatini

(vielen Dank für die Danksagungen zu den bisherigen Folgen des RB. Es gibt also Leser! Seid herzlich willkommen! ) :saflag:

Im Forum wird immer wieder diskutiert, ob es sich lohnt, durch Swaziland zu fahren, oder ob man auf dem Weg nach KwaZulu-Natal besser außenrum fährt. Ich möchte hier ausdrücklich eine Lanze für eSwatini brechen und dafür werben, nicht einfach durchzufahren, sondern einen oder zwei Zwischenstopps einzubauen – zumal die Grenzformalitäten völlig undramatisch sind. Vor allem der Grenzübergang Mananga ganz im Osten (südlich von Komatipoort) ist geradezu pittoresk, sehr (Vorsicht Ethnozentrismus!) afrikanisch. Einige Baracken, viele Fußgänger unterwegs, umständliche Bürokratie, ein bisschen gelangweiltes Militär. Wir hatten in Berg-en-Dal noch den morning drive mitgemacht, dann noch ein kleines Schleifchen gedreht, weil wir vom Kruger nicht lassen konnten, und waren dann über die N4 bis Komatipoort und von dort die R 571 nach Süden gefahren und zügig vorangekommen, auch wenn es ein Umweg war. Da es Samstag war, herrschte an einigen Straßenkreuzungen sehr lebhaftes Markttreiben, viel Mensch und Vieh auf der Straße, an den Straßenrändern viele kleine Garküchen, einiger Trubel; gerne wären wir ausgestiegen, um das von Nahem zu sehen und einzukaufen (denn wir bedauern, so wenig vom Alltagsleben der Bevölkerung mitzuerleben), aber das vollgepackte Auto wollten wir hier nicht einfach so stehenlassen (denn wir wissen schon, dass zwar die allermeisten, aber eben nicht alle Südafrikaner sehr nett zu (weißen) Touristen sind).

Unser erstes Ziel in Swaziland ist das Shewula Mountain Camp; das „Communitiy-Projekt“ (es wird getragen von der lokalen Dorfgemeinschaft) fand ich von Anfang an sympathisch - und nach den Safaritagen fand ich es auch schön, mal einen Tag ohne wilde Tiere einzulegen. Das Camp liegt im Norden der Lebombo-Berge, oberhalb des Mbuluzi- und des Mlawula-Naturreservats. Shewula ist eine große Streusiedlung (insgesamt ca.15.000 Einwohner), die einen ganzen langgestreckten Bergrücken bedeckt. Das Camp liegt am äußersten Ende dieses Bergrückens, ganz oben – und das heißt: um dort hinzukommen, muss man 15 km auf einer stellenweise etwas abenteurlichen Gravelroad durch diese Siedlung. Ein wirkliches Dorfzentrum im europäischen Sinn gibt es nicht; hier und da sieht man Gebäude, die als „groceries“ oder „supermarket“ oder „hairdresser“ oder „tyre service“ ausgewiesen sind; man sieht am Wegesrand auch Schule, Klinik usw., dazu Kühe, Ziegen, einzelne Hunde … und viele Menschen, die freundlich winken. Ein sehr netter Empfang. Die Straße zieht sich (nichts, um mitten in der Nacht anzukommen!), aber es lohnt sich: Das Camp wurde hier im Forum schon beschrieben; es ist tatsächlich äußerst sehenswert, liegt phantastisch oberhalb eines steilen Abhangs, man blickt über halb Swaziland und die Grenzberge zu Mozambique.





Zwischen den 12 Rondavels (mit jeweils 2 oder 4 Betten und eigenem Bad mit Außendusche) grasen Kühe, es ist insgesamt eine extrem entspannte Atmosphäre, schon rustikal und einfach, aber mit allem, was man braucht.






Die Hütten haben zwar keinen Strom, aber überall stehen Petroleumlampen, und im großen gemeinschaftlichen Koch-/Essbereich gibt es sogar Steckdosen, um die elektrischen Geräte nachzuladen. Wir sind die einzigen Gäste – und einen Moment etwas nervös, ob das Camp überhaupt geöffnet ist. Dann aber werden wir von Lindiwe begrüßt, sie zeigt uns unsere Hütte und verspricht, für den Abend ein Essen für uns zu kochen, womit sie und ihre zwei Kollegen auch gleich beginnen. Man kann sich in der offenen Küche auch selbst etwas zubereiten – aber ich kann nur empfehlen, das local dinner (Suppe, Huhn in Erdnusssoße, Spinat- und Kürbisgemüse, Pap) zu nehmen – sehr romantisch (Kerzenlicht) und sehr lecker; und es ist nett, etwas mit den Leuten vom Camp ins Gespräch zu kommen. Wir erfahren einiges über das Alltagsleben und die Alltagsprobleme (Aids, Teenager-Schwangerschaften…) – und werden auch interessiert darüber ausgefragt, wie es in Deutschland so ist.
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Donnerstag, 25. Oktober 2018, 21:22

Hallo Daniele,
(vielen Dank für die Danksagungen zu den bisherigen Folgen des RB. Es gibt also Leser! ) :saflag:


nein, nein - die Danksagungen sind alle aus Versehen passiert :thumbsup:

Aber schreib ruhig weiter ;)

LG SarahSofia

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Freitag, 26. Oktober 2018, 00:12

So etwa habe ich mir das gedacht...
Also weiter im Text (die beiden Vögel - Spatzen? - wollte ich eigentlich noch für das nächste Posting aufsparen, irgendwie haben sie sich vorgedrängelt. Aber sie sind der Beweis, dass man auch dort, wo eigentlich nicht die Tiere im Vordergrund stehen, Tierbilder machen kann...). Fortsetzung Shewula:

Gerne hätte ich auch den Dorfspaziergang mitgemacht, den die Leute vom Camp anbieten; aber der junge Erwachsene in unserem Team lehnt solche Aktivitäten (wie auch Township-Touren) ab; deshalb entscheiden wir uns am nächsten Morgen, den Wegrunter zum Mbuluzi-Fluss auszuprobieren. Es war wohl einmal geplant, mehrere Wanderwege anzulegen; aber da der Tourismus nur langsam in Gang kommt, sind einige der Wege schon wieder unbegehbar. Der Weg zum Fluss jedenfalls existiert, ist auch (mit etwas Phantasie und Geduld) leicht zu finden und sehr schön. Es tut gut, sich nach den langen Autofahrten etwas zu bewegen. Und auch wenn wir wissen, dass keine wilden Tiere lauern (nur von einem Bad im Fluss wird wegen Krokodilen abgeraten), ist es spannend, durch den Busch zu laufen, wissend, dass außer uns hier sicher weit und breit niemand unterwegs ist. Bergab sind wir vielleicht eine Stunde, auf dem Rückweg dagegen etwas länger unterwegs.


(eine persönliche Erinnerung an meine Vergangenheit als Beschützer der Spezies bufo bufo im Rhein-Main-Gebiet...)

Gegen Mittag brechen wir zur Weiterfahrt auf. Die Rückfahrt über die gravel road ist interessant: Die ganze Dorfgemeinschaft ist auf den Beinen, weil das Parlament (das in eSwatini allerdings eher dekorativen Charakter hat, der König ist immer noch eine Art absolutistischer Monarch) gewählt wird. Wir nehmen zwei Jugendliche mit, die auf dem Weg zum Wahllokal sind, weil sie zum ersten Mal wählen dürfen. Als wir ankommen und sie aus dem Touri-Auto aussteigen, sind sie die Helden der Straße… (die Episode zeigt irgendwie auch, wie wohl wir uns in Shewula gefühlt haben; wahrscheinlich nirgendwo sonst auf unserer Reise hätten wir "Tramper" mitgenommen. Hier aber erschien es uns ganz normal, dass diejenigen, die Platz im Auto haben, diejenigen, die zu Fuß unterwegs sind, ein Stückchen mitnehmen.

Bis zum Nationalpark Hlane sind es dann nur wenige Kilometer. Hier haben wir im Ndlovu-Camp (dem Hauptcamp des Parks) die „Big Hut“, eine große Rundhütte gebucht. Sie ist herrlich, wenn auch eigentlich viel zu groß für uns: zwei Schlafzimmer, Küche, großes Wohnzimmer, dazu eine Empore/Mezzanin mit weiteren Schlafgelegenheiten, und ein bisschen haben wir ein schlechtes Gewissen, diese schöne Unterkunft einer vielleicht bedürftigen Großfamilie weggenommen zu haben. Auch das weitere Camp gefällt uns gut, es ist sehr weitläufig, dadurch
sehr entspannt. Das Highlight ist natürlich das große Wasserloch direkt hinter dem (eher symbolischen) Zaun, auf das man einen schönen Blick hat; überall stehen Liegestühle bereit – sehr einladend. Auch in diesem Camp gibt es keinen Strom in den Hütten; Kühlschrank, Herd und Warmwasser funktioniert mit Gas, Licht spenden die großzügig verteilten großen Petroleumlampen… und (in unserem Fall) der Vollmond. Sehr stimmungsvoll. Und weil es so schön es, kochen und essen wir in bzw. vor unserer Hütte: Ausnahmsweise kein Braai, sondern Spaghetti pommodore und die obligatorische Flasche Wein vom Kap (ich glaube es war ein Rotwein von Klein Zazie).



Allerlei ungefährliches Getier wuselt durch das Camp: Einige mutige Nyalas kommen direkt an unsere Hütte, und in dem benachbarten Baum findet sich dieser hübsche Bursche, dessen Namen ich mal wieder vergessen habe und der irgendwie weder Adler noch Spatz ist, der aber intensive Rufe von sich gegeben hat und für M. ein sehr dankbares Fotomotiv war.




Verglichen mit dem Kruger ist Hlane ein winziger Park. Aber das muss ja kein Fehler sein; die Tiere können sich nicht so gut verstecken. Auch ist der Park in verschiedene Zonen aufgeteilt; nur ein kleiner Teil ist frei zugänglich, der größere Teil ist den geführten game drives vorbehalten.
Am Nachmittag fahren wir eine kleine Runde durch eigenwillig-schönen freien Bereich des Parks; sie wird spektakulär. Mehrere Gruppen Nashörner präsentieren sich uns im schönsten Nachmittagslicht. Nach der „Nachtsichtung“ bei Berg-en-Dal sehen wir zum ersten Mal diese Tiere bei Tag – und sind sehr begeistert. Bei der Weiterfahrt folgen weitere Rhino-Begegnungen, auch einzelne Elefanten, die für den bedauernswerten Zustand des „Waldes“ (die Anführungsstriche sind hier leider unerlässlich) im Park verantwortlich sind, sehen wir. Es ist eine sehr schöne kleine Runde, bei der wir fast alleine sind.




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Freitag, 26. Oktober 2018, 00:22

Cats and Birds

Am nächsten Morgen nehmen wir auch noch am geführten game drive in dem reservierten, größeren Teil des Geländes teil; hier gibt es auch Löwen, und wir hoffen etwas, dass unser guide uns hier vielleicht – unter erleichterten Bedingungen - eine Begegnung mit den Raubkatzen ermöglichen könnte (ich hatte, das ist mir erst später eingefallen, Hlane tatsächlich auch deshalb ausgesucht, weil ich schon fürchtete, dass es mit der Katzensichtung im Kruger schwierig werden könnte… und weil ich ahnte, dass der junge Mitreisende das bedauern würde). Und tatsächlich: Wir finden zwei Weibchen und zwei junge Männchen (wohl Brüder), sehr dekorativ im Licht der aufgehenden Sonne.






Interessant ist der Konkurrenzkampf mit einer Gruppe von Geiern, die sich in der Nähe aufhalten und immer mal wieder versuchen, auf den Boden zu gelangen, wo die Löwen offenbar noch etwas zu fressen versteckt haben. Aber bei jedem Versuch erhebt sich eines der Männchen, um den Eindringling zu verscheuchen.













Hlane war also ein voller Erfolg – und ich kann den Park und das Camp, gerade für Durchreisende, nur weiterempfehlen. Ich verstehe, wenn der Tierbestand des Parks alten Safari-Hasen, die schon alles gesehen haben, nur ein müdes Lächeln entlockt; für den Laien aber ist Hlane ein sehr schönes Ziel mit einer sehr hohen Sichtungswahrscheinlichkeit von Nashörnern und Löwen und einer ausgesprochen relaxten Atmosphäre.

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M@rie

Buschbaby

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Freitag, 26. Oktober 2018, 00:59

lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, Kruger 2019 - in "trockenen Tüchern" ,,,^..^,,,

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Kitty191

Schnürsenkel

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Freitag, 26. Oktober 2018, 07:12

Hallo Daniele,
toll, dass Du Dich entschlossen hast, uns an Euren Erlebnissen aus diesem Urlaub teilhaben zu lassen. Immer wieder sehr interessant finde ich die Einblicke in das Seelenleben eines Safari/Kruger Einsteigers. Sehr ähnlich ging uns das beim ersten Mal auch. Und auch das unbeschreibliche Gefühl, den ersten Elefanten oder das erste Nashorn zu sichten, lässt sich in der Intensität nur eben beim ersten Mal erleben. Was nicht heißen soll, dass wir uns nun weniger freuen.
Leicht beschämt muss ich gestehen, dass wir leider auch zu der Fraktion gehören, die Swaziland bislang nur als Transitland zwischen Mpumalamga und KwaZulu-Natal betrachteten. Nach den vielen schönen Berichten hier, müssten wir das eigentlich dringend ändern. Danke für Deine Anregungen. :danke:


LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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