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Kreisläufer

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21

Gestern, 20:55

Jippie ja jeh.... Schweinebacke.... hätt ich bald geschrieben

So langsam taste ich mich heran.

Am 24.Mai ging es dann nach dem Frühstück und Koffer einladen weiter. Ziel der Reise war McGregor und zwar hier das Tanagra Wines Estate.
Hier hatten wir uns bewusst für eine Nacht eingebucht. Da ich ein großer Freund des Grappa bin, war die Bedingung unserer Weinreise auch, das
wir definitiv dort Station machen. Interessant war, das die Gastgeber, Anette und Robert, aus Deutschland kommen und dort quasi ihre Berufung gefunden haben.
Ich freute mich wie ein kleines Kind und auch der Regen, welcher morgens auf uns hernieder prasselte, konnte mir bzw. uns nicht die Laune verderben.
Unsere Fahrt führte uns aus Franschhoek über die R45 zur Kreuzung R321 am "Theewaterskloof Dam" vorbei.
Natürlich wussten wir über die Problematik des wenigen Frischwasser in Kapstadt und Umgebung und das die Dämme doch sehr leer sind. Jedoch übertraf der Anblick des
Damm im negativen Sinn unsere Erwartungen. Wir hatten schon den Rhein einmal mit Niedrigwasser und auch den ein oder anderen Stausee bei uns gesehen. Aber das
war wirklich gespenstig.

Unter dem Motto: wenn sie nach links schauen, können sie auf der rechten Seite nichts sehen, war es wirklich so. Ein Rinnsal durchzog den Stausee und der Regen tat

für diesen Anblick sein Übriges. Trostlos. So schlimm und schade. Nach einer kurzen Rast und Fotos ging es dann weiter über Villiersdorp (jetzt die R43) bis zur Kreuzung R60
nach Robertson.

Dort kauften wir noch kurz eine Kleinigkeit für unser Abendessen und Frühstück ein (Selbstverpflegung) war angesagt und fuhren weiter nach McGregor.

In McGregor angekommen knurrte uns der Magen. Wenn uns der Magen knurrt, dann ist Hunger angesagt und wir wollten eine Kleinigkeit zu uns nehmen.
Nachdem wir auf die Vortrekker St. abgebogen waren, fiel uns das "Tebaldi´s Restaurant ins Auge.

Kurz den Wagen abgeparkt und schon waren wir drinnen. Ein schnuckeliges, kleines gemütliches Restaurant mit einer supernetten Bedienung und

einem wirklich guten Essen für kleines Geld.

Nach dem üppigen Mahl ging es dann zum Tanagra Wine Estate.
Wir wurden sehr freundlich empfangen und hatten direkt ein Wein und Grappatasting.
Herrlich.

Nach gut 1 1/2 Stunden wurden wir zu unserem kleinen Refugium geführt, richteten uns ein und nahmen die Gelegenheit war, im strömenden Regen
über das Estate, uns die Füsse zu vertreten. Anette wollte es zunächst nicht glauben, das wir uns das antaten aber nach dem ganzen Sitzen muss es
einfach mal sein. Regenjacke an, Kapuze hoch und schon stiefelten wir für eine Stunde los. Herrlich sich dem Wind und Regen auszusetzen und die frische
Luft einzuatmen.

Das Estate bietet einiges für Wanderungen an. So kann man auch mal, ähnlich unseren Wanderwegen in Deutschland, eine 2 oder 3 Stunden Tour machen
und auch Fahrräder ausleihen.

Nach dem Abendessen und dem Aufladen und überspielen unserer Elektronik fielen wir dann doch ziemlich müde ins Bett.
Gegen 6:00 Uhr am nächsten Morgen war ich hellwach. Anette hatte etwas von einem wunderschönen Sonnenaufgang am Abend vorher, also beim Grappa,
erzählt und ich wollte doch mal schauen ob wir auch einen Sonnenaufgang haben werden bzw. einen sehen.
In der Tat. Kein Regen, keine Wolke am Himmel und gefühlte 7 Grad auf der Terasse. Also. Nichts wie raus, Fotoknipse und Gopro incl. Fernglas dabei und
ab.

Halt Stopp. Ohne Kaffee geht mal gar nichts. Mein Motor benötigt definitiv einen Kaffee. Also schnell das Wasser heiß gemacht. Kaffee mit Kakako Pulver
vermischt und einen Rusk zum eintunken. So stellt man sich draußen hin, der gute deutsche Touri in kurzer Sporthose und Shirt, verzichtet aber auf die

weißen Socken und Addiletten um den Tag zu begrüßen.
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22

Gestern, 20:59

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Nach diesem herrlichen Sonnenaufgang machten wir uns erst einmal ein komplettes Frühstück und bereiteten uns
auf die Fahrt nach Paarl - zum Laborie Estate, unserem letzten Weingut, vor.
Wenn et sönnche schingk... (wenn die Sonne scheint) wie der Kölsch zu sagen pflegt, geht alles etwas leichter von der Hand.

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23

Heute, 17:49

Wie erwähnt ging am 25. Mai von McGregor nach Paarl zum Laborie Estate. Dies sollte uns als letzter Zwischenstop dienen bevor wir dann
für 4 Übernachtungen nach Kapstadt hineinfahren.
Nach diesem Sonnenaufgang, dem leckeren Frühstück und noch ein paar netten Worten von Anette fuhren wir über R60 und N1 in Richtung Paarl bzw. diesmal fuhr meine bessere Hälfte
(auch Vorstandsvorsitzende oder Regierung) von mir genannt. Nicht, weil sie auch einmal im schönen Linksverkehr mit dem Lenkrad auf der falschen Seite fahren soll. Nein. Da bin ich

mal ganz ehrlich. Ich habe ein Problem mit Brücken und Tunnel wenn ich selber fahre. So war auf jeden Fall schon einmal klar, das ich die Regie bzw. den Navigator spielen durfte, mit der
GoPro und der Kamera ein paar Bilder machte und unseren Reiseverlauf dokumentierte.

Allerbester Laune und mit Musik, eigens für die Tour aufgenommen (Mumford & Sons, The Lumineers, Johnny Clegg (der weiße Afrikaner), Eagles, Beach Boys, cruisen wir der Sonne entgegen und
erreichen das Estate gegen 14:00 Uhr.
Mittlerweile war es wirkliches T-Shirt Wetter und wir suchten uns einen Platz auf der Terasse mit einem herrlichen Blick auf die Weinberge, genossen mit einem Rose das muntere Treiben einer
Schulklasse, die ihre Laufwettbewerbe dort abhielten.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, blieben wir noch auf unserer kleinen Terasse, schauten dem bunten Treiben der "Eichhörnchen" zu und ärgerten uns maßlos über die Rücksichtslosigkeit
einiger Kinder oder Jugendlichen. Die Wege des Estate sind mit kleinen Lampen aus Holz flankiert. Einige Kinder hatten nichts besseres zu tun, diese mal mit Ihren Füßen zu treten und sie

auch umzutreten. Wer denkt, die Eltern würden jetzt einschreiten.... keine Chance. Ich kann es nicht verstehen, das solch eine Ignoranz sich durchsetzt. Wer durfte es dann wieder reparieren und
wurde auch noch ausgelacht..... die Mitarbeiter des Estate. Sorry, das geht gar nicht.
Nun denn. Kleine Anekdote aus dem Leben. Wir bezahlten unseren Aufenthalt am nächsten morgen und fragten nach, wo wir das Trinkgeld hinlegen können. Die Rezeptionistin erklärte uns, das dies auf keinen Fall

auf dem Zimmer liegen gelassen werden darf. Nicht, das sie es nicht annehmen sondern aus dem Grund, das der Auszug von allen beobachtet wird und anschließend irgend jemand schnell in das
Zimmer huscht, sich das Trinkgeld nimmt und es nicht teilt. Demzufolge rief die Rezeptionistin zwei Angestellte, welche uns "eingeteilt" waren zu sich und erklärte, das sie gerade Trinkgeld bekommen

hätte und dieses auch aufteilt.
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