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kOa_Master

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101

Sonntag, 22. Oktober 2017, 20:26

Vielleicht ist jemand interessiert am Buch " (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) " von François-Xavier Fauvelle, erschienen in diesem Jahr.
Werde es demnächst mal durchlesen und bin sehr gespannt auf die Geschichten, insbesondere natürlich diejenigen des südlichen Afrikas, wie z.B. auch eben das goldene Rhino aus dem Mapungubwe oder dem Reich von Great Zimbabwe.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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parabuthus

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102

Donnerstag, 4. Januar 2018, 13:45

Hallo liebe Leseratten,

mit den Krimis von Deon Meyer bin ich leider durch und durchgehend begeistert.

Das einzige seiner Bücher, welches noch auf der Ladentheke liegt, ist "Fever"... und hier fängt mein Problem an.

Dem Klappentext nach scheint es ja eher eine Utopie bzw. ein Science Fiction zu sein. Das schreckt mich ein wenig ab. Was meinen die Deon Meyer Fans - trotzdem lesenswert?

Aktuell lese ich gerade ein sehr umstrittenes Buch, nämlich "Bridge over Blood River" von Kajsa Norman. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Die schwedische Autorin schildert in historischen Rückblicken die Entwicklung des Apartheidstaates, beginnend mit den Ereignissen rund um die Bloed River Schlacht bis in die heutige Zeit. Parallel dazu skizziert sie das Leben/die Einstellung und Einordnung der weißen Afrikaner, also der "Buren", in der Postapartheidzeit. Einen ganz großen Schwerpunkt räumt die Autorin hierbei der Stadt Orania ein, die sich selbst als Enklave, umgeben von Südafrika, versteht und in der die Sprache, die Kultur und das Brauchtum der "Buren" gepflegt wird.

Insgesamt ein wenig schmeichelhafter Blick auf die burischen Afrikaner, die sich - den Eindruck vermittelt das Buch - auf einen Bürgerkrieg in SA seit Jahren vorbereiten.

Das Buch ist sehr kontrovers aufgenommen worden. Es wird m.E. nicht ganz zu Unrecht kritisiert, daß die Autorin - zumal als Außenstehende - sehr stark verallgemeinert und alle weißen (burischen) Afrikaner in einen Topf wirft.

Lesenswert ist das Buch gleichwohl. Die Idee und der Entwurf der Stadt Orania sowie die Einstellung seiner Bevölkerung - im Positiven wie im Negativen - ist auf jeden Fall sehr interessant und faszinierend. Man erhält einen Einblick in eine Welt, die einen sicher mehrfach in Erstaunen versetzt. Eine Wertung der Schilderungen wird jeder selbst für sich vornehmen müssen...

Wer bislang noch nicht so sehr mit den historischen Abläufen vertraut war, erhält hier einen guten Überblick.

LG

Christian

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Anne

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103

Donnerstag, 4. Januar 2018, 19:28

Da "Fever" sooooo dick ist und das Genre moeglicherweise von den sonstigen Krimis Meyers abweicht, habe ich entschieden, das Buch auf deutsch zu kaufen und nach dem Urlaub zu lesen. Das waere nun demnaechst. Bin ueberzeugt, dass es sich lohnt. Meyer bleibt Meyer.

Im Maerz kommt uebrigens der naechste Deon Meyer raus. In Kapstadt gab es schon einen neuen - leider bisher nur in Afrikaans. Wenn ich den Titel richtig verstanden habe: Die Frau im blauen Mantel.

Die Krimis von Andrew Brown wuerde ich uebrigens auch empfehlen.

Gruss Anne, die Leseratte aus dem Wald
Nach Kapstadt ist vor Kapstadt

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Bueri

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104

Donnerstag, 4. Januar 2018, 20:22

Hallo zusammen

ich habe mir heute "Fever" von Deon Meyer als E-Book von unserer Bibliothek runtergeladen. Ich bin bereits auf Seite 150 und finde das Buch spannend. Man wird langsam an den Grund des "Fever" herangeführt. Meist erzählt der Ich-Erzähler, dann erhalten auch immer wieder andere Protagonisten das Wort. Es fehlen die bekannten Gesichter aus Deon Meyers Kosmos, das macht das Buch schon speziell. Ich bin immer wieder gespannt, was sich in Bennie Griessels Leben wieder ereignet.

Von Mike Nicol habe ich kürzlich "Bad Cop" gelesen. Grundsätzlich sehr spannend, es hat aber lange gedauert, bis ich den Zugang gefunden hatte. Das Buch hat sehr viele kurze Kapitel und springt am Anfang auch immer wieder in kurzen Sequenzen in Zeiten der Apartheit zurück, wo immer wieder von Morden eines "Killerkommandos" erzählt wird. Zuerst wollte ich von Mike Nicol Abstand nehmen, doch habe ich mir noch zwei weitere Titel "Killer Country" und "Black Heart" aus der Bibliothek geholt. Mit diesen beiden Büchern werde ich nächstens beginnen.

Malla Nunns Krimis gefallen mir ebenfalls. Sie spielen in den 50er Jahren. Es gibt inzwischen vier Bände über den weissen Detektiv Emmanuel Cooper. Er löst die Fälle zusammen mit einem schwarzen Kollegen und Freund, zudem verliebt sich Cooper in eine schwarze Frau. Hier scheinen auch immer wieder die unzähligen Probleme durch, wie sich Menschen verstecken und lügen mussten um trotzdem im Geheimen mit ihren geliebten Menschen zusammen sein zu können.

lg
Alma

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Daniele

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105

Donnerstag, 4. Januar 2018, 23:53

Revenge-Trilogie von Mike Nicol

Ich kann nur zuraten, Mike Nicols Thriller zu lesen (und zwar alle!). Aber man sollte bei der "Revenge"-Trilogie, zu der Killer Country und Black Heart gehören, unbedingt mit dem ersten Band anfangen: Payback! Die Bände bauen so sehr aufeinander auf, dass alles andere Unfug wäre und kein wirkliches Vergnügen (wobei "Vergnügen" angesichts der düsteren Story mit ihren finsteren Gestalten sehr relativ ist).

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Bär

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106

Freitag, 5. Januar 2018, 06:19

Ah, Südafrika-Krimis. Und was haltet ihr von Paul Mendelson, z.B. Die Unschuld stirbt, das Böse lebt oder Die Straße ins Dunkel ?
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

Anne

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107

Freitag, 5. Januar 2018, 11:11

Hallo Baer,

den Namen habe ich noch nie gehoert. Ist das ein suedafrikanischer Autor? Ich sehe einen Unterschied zwischen Buechern u e b e r Suedafrika und solchen v o n Suedafrikanern. Letztere wuerde ich unbedingt bevorzugen.

Gruesse von Anne
Nach Kapstadt ist vor Kapstadt

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Bär

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108

Freitag, 5. Januar 2018, 21:20

Engländer, lebt aber in Kapstadt und London. Ob es bei Krimis so entscheidend ist, dass jemand in dem Land aufgewachsen ist, stelle ich mal in Frage. Selbst bei Reiseführern ist es oft besser, wenn sie von Nicht-Einheimischen geschrieben werden.
Aber lest selbst: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Und für Nutzer der Bibliothek-Onleihe: Bücher von ihm sind häufig kostenlos als E-Book verfügbar, selbst bei uns auf dem Land.
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Bueri

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109

Donnerstag, 8. Februar 2018, 13:13

Ah, Südafrika-Krimis. Und was haltet ihr von Paul Mendelson, z.B. Die Unschuld stirbt, das Böse lebt oder Die Straße ins Dunkel ?


Hallo Bär, danke für den Tip. Die beiden Bücher habe ich mir gleich in der Bibliothek geholt und in den letzten Wochen gelesen. Sie haben mir gut gefallen. Ich finde vor allem "Die Unschuld stirbt, das Böse lebt" vom Thema her sehr verstörend. Auch hier wieder eine verkrachte Existenz eines Polizisten, Alkoholiker, zerbrochene Familie und im Clinch mit den Umwälzungen in Südafrika nach der Apartheit.

Killer Country und Black Heart liegen noch auf dem Nachttisch und warten darauf gelesen zu werden. Paul Mendelson hat sich dazwischen gedrängt.
lg Alma

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Beate2

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110

Donnerstag, 8. Februar 2018, 13:31

Malla Nunns Krimis gefallen mir ebenfalls. Sie spielen in den 50er Jahren. Es gibt inzwischen vier Bände über den weissen Detektiv Emmanuel Cooper. Er löst die Fälle zusammen mit einem schwarzen Kollegen und Freund, zudem verliebt sich Cooper in eine schwarze Frau. Hier scheinen auch immer wieder die unzähligen Probleme durch, wie sich Menschen verstecken und lügen mussten um trotzdem im Geheimen mit ihren geliebten Menschen zusammen sein zu können.
Ihre Krimis fand ich sehr spannend und interessant, mit dem Bezug auf den Alltag in SA. Auch wenn sie in den 50er Jahren spielen: Manches im zwischenmenschlichen Bereich gilt immer noch, bzw. die Bedeutung eines Verhaltens in einer bestimmten Situation wurde mir noch mal deutlich. Da gab es einige "ach, ja - deshalb..."

Nur den ersten Band fand ich zu "auserwähltes Volk" lastig. Da hätte ich fast aufgehört, die anderen zu lesen. Wäre schade gewesen.

LG
Beate

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Beate2

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Donnerstag, 8. Februar 2018, 13:33

Vielleicht ist jemand interessiert am Buch "Das goldene Rhinozeros - Afrika im Mittelalter" von François-Xavier Fauvelle, erschienen in diesem Jahr.
Werde es demnächst mal durchlesen und bin sehr gespannt auf die Geschichten, insbesondere natürlich diejenigen des südlichen Afrikas, wie z.B. auch eben das goldene Rhino aus dem Mapungubwe oder dem Reich von Great Zimbabwe.
Hallo Master,

hast du das Buch schon gelesen? Es macht mich neugierig...

LG
Beate

Anne

Just Nuisance

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Donnerstag, 8. Februar 2018, 14:04

Hallo Leseratten,

da will ich mal auch noch ein paar Titel in die Diskussion werfen, die ich letztes Jahr in Kapstadt gelesen habe:

Andrew Brown: "Refuge" und "Inyenzi" (Cockroach). Letzteres bezieht sich allerdings auf den Genocid in Rwanda, die Geschichte zwischen einem Hutu-Priester und einer Tutsi Frau.

Ingrid Winterbach "The Shallows" war das Schwächste.

Dalene Matthee "Driftwood", hervorragend, wie alles von Dalene Matthee. Ein kleiner Junge, der als einziger Überlebender eines untergegangenen Schiffes an Land gespült wird.

Eric Miyeni "Release"

Alan Paton "Ah, but your land is beautiful".

Andrew Salomon"Tokoloshe Song". Eine Art modernes Märchen.

Carla van der Spuy "Farm Murders" - eine Reportage, die das teilweise gfährliche Leben auf südafrikanischen Farmen zeigt. Geschrieben aus der Sicht der Überlebenden.

John Cartwright/Clifford Shearing "Where's the chicken?" Satire.

Viel Spaß beim Lesen.

Grüße aus dem Wald von
Anne
Nach Kapstadt ist vor Kapstadt

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kOa_Master

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113

Donnerstag, 8. Februar 2018, 14:12

@Beate: Nein, noch nicht - es liegt aktuell noch bei meinen Eltern (eigennützige Geschenke und so... :blush: :thumbsup: )

In den letzten Wochen in Südafrika bin ich in einem Buchladen in Johannesburg über Ndumiso Ngcobo's "Eat, Drink and Blame the Ancestors" gestolpert und habe das halbe Buch innert kürzester Zeit durchgelesen. Herrliche Kolumnen (Geschrieben 2009-2014 für die Sunday Times) aus dem Alltagsleben mit einem derben, speziellen aber genialen Humor.
Werde definitiv auch noch in sein erstes Buch "Some of My Best Friends Are White" reinschauen.
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chimurenga

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Mittwoch, 7. März 2018, 20:29

Lesetipp über Politik und Wirtschaft in Südafrika

Hallo,

habe mir grade einen Sammelband zu Südafrika durchgelesen. Der Titel klingt zunächst sehr trocken, aber die Beiträge der 24 Autor*innen bieten eine vielfältigen, facettenreichen und auch kontroversen Überblick über Südafrikas politisches, wirtschaftliches und rechtliches System in den letzten 20 Jahren.

Habe das Inhaltsverzeichnis mal angefügt.

Wer einen Zugang zu Unibibliotheken hat: Das Buch gibt es auch als Pdf und als E-Book:

Dana de la Fontaine, Franziska Müller, Claudia Hoffmann, Bernhard Leubolt (Hrsg.): Das politische System Südafrikas, Springer VS, Wiesbaden, 2017
»chimurenga« hat folgende Datei angehängt:

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parabuthus

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Mittwoch, 28. März 2018, 10:35

Hallo,

gestern habe ich den neuen Deon Meyer "Die Amerikanerin" abgeschlossen und muß leider ein negatives Fazit ziehen.

Da ich das Buch als ebook erstanden habe, ist mir zunächst gar nicht aufgefallen, daß es ein sehr dünnes Buch ist, eher eine etwas aufgemotzte Kurzgeschichte oder eine kleine Novelle. Meyer erklärt im Nachwort, warum das so ist. Das wäre im Grunde noch zu verkraften gewesen, wenn denn die Geschichte überzeugt hätte.

Das ist m.E. nicht der Fall. Der Plot ist schlicht und simpel. Selbst die drei ??? Bücher aus meiner Jugend hatten mehr Raffinesse. Das Buch lässt im Grunde alles vermissen, was einen guten Deon Meyer ausmacht. SA Feeling kommt ohnehin nicht auf. Der Plot hätte im Grunde in jedem x beliebigen Land stattfinden können und Bennie Griesel ist eigentlich auch nur Staffage und hätte durch einen anderen Kommissar ersetzt werden können.

Manchmal wäre man im Nachhinein froh, bestimmte Bücher nicht gelesen zu haben, besonders solche, an die man mit (zu) hohen bzw. falschen Erwartungen ran gegangen ist.

Nun gut, Schwamm drüber. Es war ja wohl eine Ausnahmesituation gewesen und der nächste (bessere) Meyer kommt bestimmt.

Bis dahin gibt es bestimmt auch andere spannende Alternativen.

LG

Christian

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parabuthus

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Mittwoch, 4. April 2018, 15:21

Ah, Südafrika-Krimis. Und was haltet ihr von Paul Mendelson, z.B. Die Unschuld stirbt, das Böse lebt oder Die Straße ins Dunkel ?

Ich habe jetzt von "Die Unschuld stirbt, das Böse lebt" Teil I, also gut das erste Drittel durch.

Persönliche Zwischenrezension: Ganz große Literatur! Ich hatte am Anfang ein paar Probleme mit dem ungewohnten Sprachstil, aber spätestens nach 1-2 Kapiteln nimmt das Buch dermaßen an Fahrt auf, daß ich kaum schaffe, es aus der Hand zu legen. Wenn der Rest das Niveau halten kann, ist Paul Mendelson definitiv einer meiner Favoriten geworden.

LG

Christian

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parabuthus

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Mittwoch, 11. April 2018, 10:57

Nachtrag zum Vorbeitrag:

Bin mittlerweile durch und immer noch sehr begeistert. Der Schluß des Buches war zwar ein wenig abrupt, kann aber das Gesamtbild nicht wesentlich eintrüben. Ich habe mir sofort den 2. Band der De Vries Reihe "Straße ins Dunkel" besorgt. Auf englisch gibt es noch einen dritten Band, der hoffentlich bald übersetzt wird. Sonst muß ich wohl auf englisch ran...


Nebenbei laufen habe ich noch ein etwas älteres, inhaltlich aber nach wie vor brisantes Sachbuch, mittlerweile wohl ein Klassiker in der politischen Diskussion, nämlich "Mein Verräterherz" von Rian Malan. Rian Malan, um 2 Ecken verwandt mit Ex-Präsident D.F. Malan, einem der Architekten der Apartheid, gewährt Einblicke in sein Seelenleben, insbesondere wie er im Verlauf seines Lebens das Zusammenleben (oder eben nicht) zwischen Menschen unterschiedlicher Rasse wahrgenommen hat. Er geht Sachverhalten der schlimmsten Auswüchse des Apartheidsystems nach und versucht sie zu rekonstruieren.

Ich habe das Buch etwa zur Hälfte durch. Hervorragend zu lesen aber sehr harte Kost. Einige der beschriebenen Sachverhalte lassen einen fassungslos und fast verzweifelt zurück. Die Schilderungen sind erschüttern und m.E. ein Mahnmal gegen das Vergessen. Gerade in den aktuell laufenden politischen Diskussionen, z.B. um die Landreformen, trägt dieses Buch meines Erachtens dazu bei, sich in die Befindlichkeiten der jeweiligen Fraktion hineinzudenken.

Auch wenn Mandelas Vision von Versöhnung und einer großen Regenbogennation sicher wünschenswert und hoffentlich noch denkbar ist, kann man durchaus auch diejenigen verstehen, die es mit "Schwamm drüber" nicht einfach getan sehen. Meines Erachtens alles hochsensible Themen, die man als Außenstehender nur sehr schwer begreifen kann. Rian Malan hilft dabei.

Gleichwohl zieht es einen dann und wann doch ziemlich runter, so daß man gern mal einen Krimi einstreut ;) ...

LG

Christian

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Tim_83

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Samstag, 5. Mai 2018, 00:21

Hallo zusammen,

in der Suchfunktion habe ich es noch nicht gefunden, von daher ein Buchtipp von mir:


Ich lese aktuell "Safari - Mein Leben fürs Südafrikas wildes Paradies" von Boyd Varty.

Die letzten 80 Seiten fehlen mir zwar noch, aber bis jetzt kann ich das Buch nur empfehlen.

Viele Grüße

Tim :saflag:

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parabuthus

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 23:39

"Die Straße ins Dunkel" von Paul Mendelson ist m.E. noch etwas besser als sein Vorgänger. Setzt m.E. nicht nur in Bezug auf SA Krimi Maßstäbe. Ich freue mich schon auf den nächsten DeVries Krimi. Auf deutsch dauert es wohl noch ein bisschen... Für gute Tipps bin ich immer dankbar.

LG

Christian

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chimurenga

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Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:48

In Afrika - Reise in die Zukunft

Liebe Leute,

habe mich gerade etwas durch das Buch vom Journalisten Alex Perry gelesen, in dem auch Südafrika ein Kapitel gewidmet ist, und kann mich folgender Rezension ganz gut anschließen, die Stärken und Schwächen beschreibt: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe gibt es hier: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Fazit: "Auch wenn ´In Afrika` keine Ecstasy-Pille ist, so bleibt es unbedingt lesenswert" (aus der Frankfurter Rundschau)

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