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Veri183

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Sonntag, 18. November 2012, 19:18

Ein Reisebericht von Anfängern für Anfänger - jetzt mit Unterkunfts-Ranking

Hallo zusammen!

Im Folgenden schreibe ich einen Reisebericht über unsere erste SA-Reise, der in mehrere Teile aufgeteilt ist. Ich war viele, viele Monate eine stille Mitleserin und habe mir hier die eine oder andere Info geholt, um unseren Südafrika-Urlaub zu planen. Von allen Threads hier fand ich persönlich die Reiseberichte am hilfreichsten und möchte gerne potentiellen „Ersttätern“ ein bisschen Orientierung geben – aus Sicht eines Anfängers. Im Anschluss an den Bericht folgt auch ein kleines Unterkunfts-Ranking.
Wir haben uns die Route, Flüge und Unterkünfte von einem Spezial-RV zusammenstellen lassen (wird erst hinterher verraten, damit nicht gleich ggf. negative Vorahnungen das Lesen des Reiseberichts trüben. ;) )

Zunächst die wichtigsten Eckdaten:
Dauer: 16 Tage (23.10-07.11.2012)
Anzahl Personen: 2 (mein frisch-gebackener Ehemann und ich)
Art der Reise: Selbstfahrer-Flitterwochen mit vorgebuchten Unterkünften

Route: Garden Route von Port Elizabeth nach Kapstadt + 4 Tage Safari am Krüger National Park
Gesamt-km (gefahren): 2.239

Flüge: mit SAA (FRA-JNB-PEZ, CPT-MQP, MQP-JNB-FRA)
Ich muss sagen, dass ich vor allem die Langenstreckenflüge sehr positiv bewerten kann. Die Beinfreiheit in der Economy Class war ok und das Essen überraschend gut und viel. Das Entertainment-System reagiert etwas träge und manchmal hakt es, aber das Angebot ist recht gut.

benutzte Reiseführer: „Kapstadt, Garden Route & Kap-Provinz“ von Reise Know-How ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) und ein Reiseführer vom RV. Absolut empfehlenswert: Der Fettnäpfchenführer Südafrika ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ).

Navigation: Google Maps für die grobe Routenplanung, Touring Map „Western Cape“ von Sunbird Publishers ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ), Tourist Guide & Map Mpumlanga & Limpopo – Lowveld, Escarpment & Panorama, Krüger National Park von Big 5 Country Tourism, Wegbeschreibungen von unserem RV, iPhone.
Des Weiteren hatte ich mir vor der Reise (aus Langeweile und Ungeduld eigentlich ;) ) die Adressen der Unterkünfte mit Google Street View angesehen. Südafrika ist hier praktisch komplett zu sehen. Das war im Nachhinein dann doch ganz praktisch, wenn man live vor Ort war und wenigstens grob wusste, wie die Straße/Gegend auszusehen hat.

Vorbereitung: Das größte Problem, das viele Anfänger wohl haben ist die Frage danach, wie viel man in wie viel Zeit sehen kann. Zur Orientierung habe ich zuerst die Routenverläufe der einschlägigen RV angeschaut und dann hier im Forum nachgelesen, bzw. Fragen gestellt. Schnell kam in mir der Verdacht auf, dass die meisten einschlägigen RV ziemlich viel in zu wenig Zeit pressen. Außerdem scheinen sie alle durch die Bank immer zu die gleichen Hotels/Gästehäuser zu nehmen. Da ich allerdings keine große Lust auf deutsche Reisegruppen hatte, habe ich mich den Individual- und Spezial-RV zugewandt. Ich habe mir von verschiedenen RV (insgesamt ca. 10) individuelle Reiserouten zusammenstellen lassen. Nach und nach kristallisierte sich heraus, dass wir die Garten Route fahren werden und dies mit ein paar Tagen Safari verbinden wollen.

Jetzt muss ich nur noch die Fotos in die Galerie hochladen und dann geht's los mit Teil 1 (hoffentlich mit schönen Fotos). In werde dann nach und nach weitere Teile posten (ich schreibe nämlich immer noch an den letzten Tagen der Reise :whistling: ).

Liebe Grüße,
Veri

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Gaukler

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Sonntag, 18. November 2012, 19:20

Hi Veri,

lange nichts von Dir gelesen, freue mich schon sehr auf den RB!

LG Lilly

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Veri183 (18. November 2012, 19:50)

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Sonntag, 18. November 2012, 19:49

Erster Teil: Südafrika, wir kommen

Noch bevor wir unser Gepäck in Johannesburg abholen konnten, mussten wir die Einreise hinter uns bringen. Dies ging aber sehr zügig, weil unser Flieger der einzige war, der um diese Zeit (7:30 Uhr) ankam. Die vielen Drängelgitter vor den Schaltern sagten uns aber, dass es hier auch wesentlich voller zugehen kann. Wir hatten also Glück und das Einreiseprozedere dauerte weniger als 10 min. Wir holten dann unser Gepäck, obwohl es bis Port Elisabeth durchgecheckt war. Das hat folgenden Grund: Da die Einreise ins Land in Johannesburg stattfindet, muss hier auch das Gepäck durch den Zoll und dann für den Weiterflug wieder aufgegeben werden. Gleich nach der Gepäckausgabe gibt es einen Baggage Re-Check in (ausgeschildert). Wenn es hier zu voll ist, kann man auch zum Check-in im Terminal B laufen. Wir hatten aber 1. mehr als genug Zeit und 2. war die Schlange nicht sehr lang – also wurden wir hier unser Gepäck gleich wieder los. Um sich die Gepäckträger und andere „hilfreiche“ Leutchen am Ausgang von Hals zu halten, hilft nur ein wiederholendes, lächelndes „No, thank you.“. :)
Im Flieger hatte es kurz vor der Landung Frühstück gegeben (und unser Sitznachbar schob uns ständig Teile von seinem Essen zu, die er nicht mochte), also waren wir ziemlich satt. Ansonsten empfiehlt sich sicher eine Mahlzeit in einem der Fress-Tempel, an denen man auf dem Weg zum Terminal B zwangsläufig vorbeikommt. Unser Ziel allerdings war ein Vodacom-Shop, um eine Prepaid-Karte mit Airtime und Datenpaket zu erwerben. Der Verkäufer war echt super: Nicht nur erklärte er uns genau, wie viel Airtime und MB es für XY Rand gibt, sondern aktivierte auch gleich die SIM-Karte in seinem eigenen Handy (weil wir sie für’s iPhone erst mal in eine Micro-SIM „tackern“ mussten und der Tacker im Aufgabe-Gepäck war). Er erklärte uns die speziellen Einstellungen für’s iPhone und beantragte die Aktivierung des Datendienstes, die allerdings ein paar Stunden dauert. (Für alle, die den Fettnäpfchenführer kennen – er sagte tatsächlich: „But that’s not going to work now now. Only in a few hours.“. :D ) Obwohl ich vorher des Öfteren gelesen hatte, dass man eine Unterkunft in SA angeben muss für die Registrierung der SIM-Karte, war das bei uns nicht der Fall. Bezahlt haben wir 150 ZAR für die Karte, ca. 35 min Airtime und 100 MB Datenpaket (war mehr als ausreichend für die Zeit.)
Empfehlung für’s Umsteigen in Johanesburg: Auf jeden Fall 3 Stunden einplanen. Wenn es an der Einreise richtig voll ist, kann es sonst knapp werden. Ansonsten habt ihr genug Zeit für Erledigungen wie z.B. dem Besorgen einer Pre-Paid Karte.

Die Landung in P.E. war ziemlich turbulent, weil es sehr windig war. Wir nahmen unseren gebuchten Mietwagen in Empfang und dank der genauen Wegbeschreibung unseres RV fanden wir schnell den Weg zur N2. Unser Ziel für diesen Tag lag in Sunland, nur wenige Autominuten vom Main Gate des Addo Elephant National Park entfernt. Seltsamerweise führte uns die Wegbeschreibung unseres RV allerdings an der Abfahrt Richtung 335 Addo vorbei weiter auf der N2 Richtung Grahamstown. Nun dachten wir uns, dass das schon einen Grund haben würde. Die Route führte uns dann über die N10 nach Paterson, dann wieder nach Westen am Main Gate des Addo vorbei und schließlich nach Sunland. Wir wurden also einmal um das Kerngebiet des Addo Elephant Parks herum gelotst. 2 Stunden Fahrtzeit durch zugegeben recht schöne Landschaft, aber irgendwie etwas bescheuert. Aber, unser einziges Ziel für diesen Tag war unsere Unterkunft zu erreichen, also war es egal. Unsere Unterkunft für die erste Nacht war das (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) in Sunland. Wir haben über eine Unterkunft im Main Camp des Addo Elephant Parks nachgedacht, allerdings war es mir nicht ganz so geheuer, gleich zu Beginn an einen auf Selbstversorger zu machen. Im Nachhinein betrachtet wäre es problemlos gegangen, aber es war auch gut, dass wir nach dem langen Flug einfach bloß ankommen und nicht noch groß Essen auftreiben mussten.

Am nächsten Tag starteten wir sehr früh, denn schließlich wollten wir in den Addo Elephant Park und unsere erste Safari auf eigene Faust machen. Ein Schritt vor die Tür verriet, dass es ein sehr warmer Tag werden würde. Wir checkten aus und machten uns auf den Weg. Die Fahrt zum Main Gate dauerte zwar nur 10 min, allerdings war es nun doch später geworden, als erwartet. Als erstes schauten wir im Bird Hide vorbei und machten uns dann mit – ehrlich gesagt – wenig Hoffnung auf gute Sichtungen auf den Weg. Unsere Route führte über den Domkrag Dam in den Gorah Loop, dann zum Zuurkop Lookout Point und zum Schluss kurz noch zum Rooidam. Was soll ich sagen: Von wegen keine guten Sichtungen! Elefanten, Zebras, Kudus, Elands, Red Hartebeest, Dung Beetles, Büffel, Mongoose, Strauße – alles gesehen und Elefanten waren natürlich sehr zahlreich und vor allem nah am Auto.








Zur Mittagszeit kehrten wir zurück ins Main Camp. Unsere Idee war eigentlich, bis zum Exit Gate zu fahren, doch wir hatten noch ca. 300 Kilometer vor uns an diesem Tag. Doch obwohl wir nur einen kleinen Teil des Parks gesehen haben, waren wir mehr als begeistert von den tollen Sichtungen. Wenn man bedenkt, dass wir erst gegen 10 Uhr in den Park fuhren und nur ein winziges Stück des gesamten Parks gesehen haben - und wir haben mehr Tiere gesehen als während eines Morning Drives in der von uns ebenfalls besuchten privaten Lodge am Ende der Reise. Im Main Camp besuchten wir noch den Shop und kauften uns Kopfbedeckungen für die weitere Reise, da nun auch die Sonne bei 28 Grad richtig brannte. Und dann ging es los Richtung Tsitsikamma.


Fortsetzung folgt...

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Montag, 19. November 2012, 08:44

Freue mich schon auf die Fortsetzung :-)
http://seiltanz.org

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Veri183 (19. November 2012, 20:54)

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Montag, 19. November 2012, 09:13

Hallo Veri,
schön, dass Du einen Bericht schreibst! Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht!
LG Alexa

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Veri183 (19. November 2012, 20:53)

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Montag, 19. November 2012, 21:58

Zweiter Teil: Tsitsikamma Adventures

Die Fahrt vom Main Camp des Addo Elephant Parks dauerte nicht annähernd so lange, wie von unserem RV beschrieben. Grund: Sie wollten uns wieder einmal komplett um den Park herum schicken über die N10. Ich hatte aber auf unserer Roadmap schon gesehen, dass das doch schneller und kürzer gehen muss und hab beim Verlassen unserer Unterkunft am Morgen gleich gefragt, ob denn etwas dagegen sprechen würde, die R335 über Addo und Motherwell zu nehmen, um zur N2 zu kommen. Laut unserem Gastgeber alles kein Problem und viel schneller. Im Nachhinein frage ich mich, ob unser RV vermeiden wollte, dass wir das Township bei Motherwell sehen. Wobei ich sagen muss, dass die Gegend keineswegs den Eindruck größter Armut machte. Klar, die Hütten sind sehr klein, aber sie sind gemauert, haben doch einigen Abstand zwischen sich und haben allesamt solar-beheizte Warmwassertanks auf dem Dach. Eines der "besseren" Townships, vielleicht?
Schon kurz nach P.E. verändert sich die Landschaft komplett. Es wirkt alles viel grüner und es wird bergiger und bewaldeter. Ziel des heutigen Tages war unsere nächste Unterkunft in Natures Valley. Wir kamen auf der N2 sehr gut durch (ich weiß, das kann auch anders sein), tankten in Stormsriver und erreichten gegen 15:30 Uhr die (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) .

Am nächsten Morgen zeigte sich der Himmel leider bedeckt und gegen Mittag war sogar Regen angekündigt. Aber wir hatten für heute ein paar Abenteuer auf dem Programm, also fuhren wir nach dem Frühstück direkt nach Stormsriver. Mein Onkel hatte uns zur Hochzeit nämlich die (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) geschenkt. Wir hatten die Tour ein paar Tage vor Abreise bereits gebucht und bezahlt, da wir sicher gehen wollten, auch wirklich teilnehmen zu können. Da das Wetter eher trübe war, wäre es auch ohne Buchung gegangen, aber das kann man halt nicht wissen. Die Tour hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Mit uns von der Partie war ein Paar aus George, die sich nach vielen, vielen Jahren mal einen Urlaub ohne Kinder in Stormsriver gönnten. Die Guides erklären sehr viel über den Wald und die Tiere. Sie kommen ausschließlich aus der Gemeinde, sind sehr gut ausgebildet und haben einen unschlagbaren Humor. :) Wir investierten das Geld in die DVD mit Video und Bildern von der Tour, um ein Erinnerungsstück zu haben.





Nach der Tour gab es einen kleinen Snack (toasted Sandwiches mit Salat – nichts Besonderes, aber wirklich lekker :D ).

Leider sollte der Wetterbericht Recht behalten: Kurz nach dem Mittagssnack fing es an zu regnen. Wir machen uns trotzdem auf den Weg zum Storms River Mouth, da mein Mann unbedingt zur Hängebrücke wollte. Unterwegs regnete es dann richtig und die Temperatur fiel von 16 auf 13 Grad. X( Am Restaurant im Tsitsikamma National Park angekommen, peitschte außerdem der Wind erbarmungslos auf uns ein. Ich schaffte es kaum, meine Jacke anzuziehen. Als der Regen ein paar Minuten später aufzuhören schien, stapfen wir los zur Hängebrücke. Außer uns waren vielleicht noch vier andere Leute unterwegs – das Restaurant war dafür voll. Da saßen wohl alle anderen drin. ;) Und natürlich fing es wieder an, mehr zu regnen. Auf der Hängebrücke, die wirklich sehr beeindruckend ist, fluchte ich schon, dass ich 13 Grad und Regen auch zu Hause haben könnte. Mit Blick auf das Meer sagte ich zu meinem Mann, dass ich hier locker stundenlang bleiben könne, aber nicht bei diesem Wetter! :D

Mieses Wetter am Storms River Mouth:


Ganz alleine auf der Hängebrücke:


Völlig durchnässt erreichten wir etwas später wieder den Parkplatz. Wir stöberten noch etwas durch den Shop, um nicht patsch-nass ins Auto zu steigen, aber dann wollten wir echt nur noch weg. Notiz falls wir mal wieder nach SA kommen: mehr Zeit im Tsitsikamma verbringen, um es auch mal bei schönem Wetter zu sehen. ;)

Ein Blick auf die Uhr ließ mich erneut innerlich fluchen: es war bereits 15 Uhr und ich wollte doch unbedingt noch zum Tenikwa Awreness Center und Elephant Sancturay in The Crags. Diese beiden Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander in der Ecke, wo auch Monkey Land/Birds of Eden zu finden ist. Letzteres hatten wir von Anfang an von unserer Liste gestrichen, weil wir wussten, dass wir wenig Zeit haben würden und unserer Meinung nach es eher etwas ist, dass man halt mitnimmt, wenn man eben die Zeit hat. (Info: Ein Paar, dass wir in unserer Unterkunft trafen erzählte uns, dass besonders Birds of Eden sie sehr positiv überrascht hätte.) Nun sahen wir uns gezwungen, uns zu entscheiden: Tenikwa oder Elephant Sanctuary? Aufgrund der Tatsache, dass wir schon reichlich Elefanten in Addo (also freilebend) gesehen hatten, entschieden wir uns für Tenikwa und bereuten es nicht.
Allen Kuschel-Touristen, die gerne mit Geparden oder Löwenbabys schmusen wollen sei ein Besuch im (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) dringend ans Herz gelegt, eben weil genau das dort nicht möglich ist. Ich gebe gerne zu, dass auch ich von dem Gedanken besessen war, mir einen sog. „Encounter“ mit einem Gepard zu erkaufen. (Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass dies z.B. auf der (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) bei Oudtshoorn möglich ist.) Unter Anderem auch durch die Diskussionen (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) im Forum bin ich aber davon abgekommen. In Tenikwa werden Wildtiere und vorwiegend Wildkatzen, aber auch Pinguine etc. gerettet und aufgepäppelt mit dem Ziel, sie wieder auszuwildern. Aus diesem Grund werden diese Tiere dem Publikum nicht gezeigt, damit sie sich nicht an Menschen gewöhnen. Es gibt jedoch ein paar Katzen, die nicht mehr ausgewildert werden können und diese dürfen nun als Botschafter für ihre Art fungieren. Die Wild Cat Experience kann man entweder als Touri-Spaß bezeichnen oder als wirklich sehr informative Tour, während der man sehr viel über die bedrohten Katzenarten lernt, z.B. warum sie bedroht sind und wie Menschen sie von ihren Farmen fernhalten können, ohne sie zu töten. Man sieht Luchse, Servale, einen Leopard, afrikanische Wildkatzen, Geparden und Meerkats (klingt ja auch irgendwie nach Katze, hihi). Man wird von einem Guide geführt und kommt auch in die weitläufigen Gehege (außer zum Leopard). Man kommt den Katzen also schon recht nahe, doch Anfassen ist tabu, es sei denn die Tiere kommen von selbst auf einen zu.

Caracal (Luchs):


Serval (von den Südafrikanern gerne auch "Spare Part Cat genannt" :D ):


Am beeindrucktesten waren natürlich die Geparden und der Leopard. Den Geparden kamen wir sehr nahe:


Der Leopard war als Baby nach Tenikwa gekommen und wurde mit der Hand aufgezogen, doch mittlerweile gehen die Guides nicht mehr in sein Gehege. Wir kamen ihm doch recht nahe, nur durch einen Maschendrahtzaun getrennt:




Seinen Namen weiß ich nicht mehr, nur dass er übersetzt so viel bedeutet wie "in seiner eigenen Welt". Wenn der Guide mit ihm sprach, wälzte er sich wohlig hin und her und man konnte gar ein Schnurren vernehmen. Dann jedoch beeindruckte er uns mit einem mächtigen Sprung aus der Hocke heraus und bewies uns, dass der 3m hohe Zaun ihn im Zweifelfall nicht wirklich aufhalten könnte. Grund: Es gab Abendessen – ein Teller Hühnerschenkel. :D
Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Es sollte der einzige Leopard auf unserer Reise bleiben, den wir sehen konnten.

Fortsetzung folgt...

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Alicia

ein leben ohne katzen ist möglich aber sinnlos

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Dienstag, 20. November 2012, 19:43

Hallo Veri

Vielen Dank :danke: für deine RB, ich geniesse es zum lessen :rolleyes:
Grüsse
Alicia

Veri183

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Donnerstag, 22. November 2012, 21:24

Dritter Teil: Das Herz der Garden Route

An diesem Tag hieß es Abschied nehmen vom malerischen Natures Valley und prompt war das Wetter auch wieder besser. Nach dem Auschecken fuhren wir noch an den Strand von Natures Valley, den wir praktisch für uns alleine hatten, obwohl Wochenende war. Es war wieder sehr windig und dadurch einfach zu kalt für einen Strandtag. Doch die Sonne schien kräftig. Dieser Strand ist wirklich ein Traumstrand und in einer flachen Lagune lässt es sich auch strömungs-/wellenfrei baden.





Natures Valley scheint nicht so von Touristen überlaufen zu sein, wie andere Orte an der Küste. Ich weiß natürlich nicht, wie das in der örtlichen Ferienzeit aussieht, aber ich hoffe es bleibt noch lange so ruhig dort.

Unser Weg führte uns nach Knysna. Weiß der Teufel, was uns geritten hat, die Featherbed Tour mitzumachen! ;) Knysna ist ganz schnuckelig mit einer kleinen Waterfront und der recht schönen Lagune. In den Tagen zuvor hatten wir nur wenige Touristen gesehen (im Tsitsikamma hockten ja alle drinnen im Restaurant :D ), aber in Knysna prasselte auf einmal der ganze Touri-Zirkus auf uns ein – inklusive nerviger Straßenhändler und Parkwächtern, die uns zumüllten mit abenteuerlichen Geschichten, warum sie sich einen Anwalt nehmen müssten und deshalb mehr Geld wollen. Wir hatten die (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) am Tag zuvor über unsere Unterkunft buchen lassen. Auf der Website und den Beschreibungen von anderen Reisenden hier im Forum und im Netz klang der ganze Ausflug durchaus lohnenswert – inkl. Lunch. Man wird mit einem Boot über die Lagune zum Featherbed Nature Reserve auf dem Western Head gefahren, dann mit einem 4x4 den Berg rauf gebracht und läuft schließlich einen leichten Wanderweg/Spaziergang den Berg wieder runter.
Wir nahmen das Boot um 12:30 Uhr (stellt Euch eine große Brotbackform aus Aluminium mit Dach und zwei Außenbordern vor) und bekamen gleich bei Ankunft am Western Head unser Mittagessen. Es war das schlechteste Essen auf unserer Reise. Es hatte Kantinencharakter, war lediglich lauwarm und wurde an der frischen Luft und dem immer noch starken Wind dann binnen Sekunden komplett kalt. (Tatsächlich waren selbst die einfachen Sandwiches nach der Canopy Tour besser.) Die Location unter den Milkwood Bäumen ist zwar sehr schön, aber es war irgendwie Massenabfertigung, weil auch die 10:00 Uhr Gruppe zum Mittagessen da war. Getränke werden extra berechnet und wir gaben der Kellnerin die üblichen 10% Trinkgeld. Ihr freudiger Ausruf, als sie das Geld sah verriet uns, dass die Touristen hier sonst wohl nicht so großzügig sind. Auf der Bootsfahrt wurde uns versprochen, dass man das berühmte Kysna Sea Horse in einem Aquarium anschauen könne, doch das Aquarium war leer und so wie es aussah wohl schon länger. Unser Guide hat uns einfach einen Text vorgelesen, statt frei zu erzählen. Der 4x4 war ein alter Unimog, an den man ein paar Waggons gehängt hatte.



Zugegeben: Man wird belohnt mit atemberaubenden Ausblicken auf den Ozean und die Lagune, muss dafür aber auch etwas kraxeln.





Der Humor der Südafrikaner: folgendes Schild sahen wir zuerst von hinten :D


Zum Schluss bekommt man den Blue Duiker (die kleinste Antilope der Welt) zu sehen – in Gehegen natürlich, weil man die Freilebenden im Reserve wohl nie zu Gesicht bekommt.


Nun ja, alles in Allem ganz nett, aber bei dem leichten Zeitmangel, den wir hatten und den vielen anderen Dingen, die es besonders in dieser Gegend zu sehen gibt, waren diese 4 ½ Stunden irgendwie suboptimal genutzt. Wahren Natur- und Vogel-Cracks sei die Tour jedoch empfohlen – vorausgesetzt man hat die Zeit.

Zurück in Kysna ging die Diskussion mit dem Parkwächter wieder los. Wir hatten ihm ein paar Rand gleich zu Beginn gegeben und abgemacht, dass er nochmal so viel bekommt, wenn wir wieder zurück sind und das Auto in Ordnung ist. Knysna ist wirklich sehr touristisch. Die Lage an der Lagune ist zwar wirklich nett und eine Unterkunft auf einer der beiden Inseln wäre sicherlich etwas Feines. Nach der Ruhe und Abgeschiedenheit der ersten Nächte war ich jedoch irgendwie dann sehr froh, wieder aus Knysna raus zu kommen und darüber, dass wir hier keine Unterkunft gebucht hatten.

Unsere nächste Unterkunft nämlich lag in Wilderness. Das (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) liegt auf einer Düne am langen Sandstrand, hat direkten Zugang zum Meer (über Holzstege/-treppen) und liegt nicht weit von Zentrum entfernt. Unsere Gastgeberin Anne gab uns gleich ein paar Restaurantempfehlungen, die sie aübrigens auch sehr detailliert in der Infomappe stehen haben. Wir hatten uns im Spar in Sedgefield bereits mit Abendessen eingedeckt und da die Minibar für die erste Nacht kostenlos war, machten wir es uns auf unserer Terrasse mit Meerblick und kühlem Bier gemütlich, aßen zu Abend und schrieben ein paar Postkarten für die Lieben zu Hause. Besser hätte der Abend gar nicht enden können. Das Meeresrauschen begleitete uns auch in den Schlaf.

Fortsetzung folgt...

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Samstag, 24. November 2012, 16:24

Vierter Teil: Abstecher in die Klein Karoo

Für heute hatten wir einen kleinen Abstecher nach Oudtshoorn auf dem Programm. Nach einem leckeren Frühstück (dem besten des ganzen Urlaubs) gingen wir allerdings erst mal runter an den traumhaften und schier endlosen Sandsand von Wilderness. Wirklich der Hammer!

Blick auf den traumhaften Strand von Wilderness:


Wieder schien die Sonne kräftig auf uns herunter, doch der Wind blies die Wärme davon. Also spazierten wir wieder die Düne rauf zu unserem Auto und machten uns auf den Weg über George nach Oudtshoorn. Die Fahrt über den Outeniqua-Pass ist wirklich sehr schön. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, so schöne Aussichten zu sehen. Als wir den Pass hinter uns hatten, war die Landschaft schon wieder völlig anders, als bei Stormsriver oder an der Küste: viel karger. Wir hatten mehr Blüten in dieser Frühlingszeit erwartet, aber es zeigte sich, dass viele Knospen noch zu waren. Wahrscheinlich weil sich dieses Jahr der Winter etwas mehr Zeit gelassen hatte. Durch die Stadt Oudtshoorn sind wir erst einmal nur durch gefahren, da wir die (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) zum Ziel hatten. Es zeigte sich, dass es gut war, früh los zu fahren, denn es war noch recht wenig los, obwohl schon zwei Reisebusse angekommen waren. Hier in der Klein Karoo war es ohne den Wind fast 30 Grad heiß und die Hitze war auch recht trocken. Wir nahmen Fleecejacken mit in die Caves, doch die stellten sich als unnötiger Ballast heraus, denn die Temperatur in den Caves liegt bei 20 Grad. Ich habe hier im Forum und auch im restlichen Netz des Öfteren gelesen, dass die Höhlen nichts Besonderes seien und man sie sich sparen könne, wenn man in Europa schon Tropfsteinhöhlen besucht hat. Ich frage mich, ob diese Leute tatsächlich in den Cango Caves waren oder einen gedanklichen Horizont haben, der eben nur bis zum nächsten Stein reicht. Ich war zuvor in Höhlen in Europa gewesen (durchaus imposante Gebilde), doch die Cango Caves sind schon eine andere Hausnummer. OK, ja, große Höhlen eben. Aber Tropfsteine, die sich bereits in der Mitte vereint haben, habe ich in Europa noch nicht gesehen. Also, ich kann den Cango Caves jedenfalls das Prädikat „sehenswert“ geben.

Natürlich kann ein Foto nur eine Idee davon geben, wie imposant es wirklich ist.


Früh kommen ist ratsam und ebenfalls sollte man versuchen zu vermeiden, mit irgendwelchen großen Reisegruppen zusammen die Tour zu machen. Wir hatten die Standard Tour gemacht. Es gibt aber auch eine Adventure Tour, bei der man sich u. A. durch einen nur 30 cm breiten Spalt schieben muss. Das Schwerste an der Adventure Tour seien aber die Treppen, die man zum Schluss wieder hoch laufen muss. Das sagte zumindest unser Guide, der vor unserer Tour eine Adventure Tour geführt hatte und ein Besucher 45 min brauchte, um die Stufen wieder hoch zu steigen. Also, für die Adventure Tour sollte man körperlich fit sein.

Nach den Caves lag es natürlich nahe, den Swartberg-Pass zu fahren. Unser armer Corolla wurde da schon etwas gequält. Aber es war absolut lohnenswert. Die Aussicht ist herrlich.



Bei den Parkbuchten zum Anhalten und Fotografieren sollte man nach Baboons Ausschau halten. Wir haben die von Baboons bewachten Parkbuchten gemieden. Was man auch beachten sollte: Die Fahrt zieht sich, weil man eben aufgrund der Gravel-Road und der Enge nicht sehr schnell fahren kann. Dafür gelingen auch Fotos während dem Fahren. ;)





Auf dem Top angekommen, entschlossen wir uns, auf dem Weg zurück zu fahren, den wir gekommen waren. Wir hätten sonst den Pass auf der anderen Seite komplett runter fahren müssen und den ganzen Weg zurück. Zeitlich hätten wir das schon geschafft, aber irgendwie hatten wir nicht die Geduld, alles doppelt zu fahren, im Schneckentempo über die Gravel-Road (die komplette Runde über De Rust und den Meiringspoort hätte zeitlich nicht hingehauen). Auf dem Rückweg nach Wilderness kamen wir nochmals durch Oudtshoorn durch. Es gab hier ja mal einen (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , in dem über Oudtshoorn heiß diskutiert wurde. Ich bleibe bei meiner ursprünglichen Meinung, dass es durchaus seine Berechtigung hat, wenn Leute hier übernachten wollen. Grund: das Städtchen ist ganz hübsch und alles ist leicht zu finden. Wenn man die Caves sehen und den Swartberg-Pass komplett fahren möchte, bzw. die Runde über De Rust oder weiter in die Große Karoo möchte, macht es Sinn in Oudtshoorn zu übernachten. Mir gefiel es hier besser als in Kynsna.

Auf dem Weg zurück über den Outeniqua-Pass (Blick auf George und die Küste dahinter):



Wir fuhren auf gleichem weg zurück nach Wilderness, wo der Wind inzwischen merklich nachgelassen hatte. Wir reservierten einen Tisch für’s Abendessen und machten uns auf zu einem langen Nachmittags-Strandspaziergang (barfuß in der Brandung, wo wir winzig kleine Schnecken und Muscheln fanden). Einfach nur herrlich! Das ist Urlaub, wie er sein sollte. Abends waren wir essen im The Girls in Wilderness (Joplin’s Steak House hatte leider zu). Aber das Essen (für mich zum ersten Mal Springbock und Kudu) war gut im (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) und der Service super. Sie sollen dort auch gutes Sea Food haben, aber das haben wir nicht probiert.

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Dienstag, 27. November 2012, 08:35

Toll geschrieben, macht wirklich Spaß zum lesen :danke:
http://seiltanz.org

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Veri183 (27. November 2012, 10:14)

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Mittwoch, 28. November 2012, 20:17

Fünfter Teil: Die längste Etappe

Heute zeigte sich der Himmel mal wieder grau bewölkt. Aber für uns war es sowieso an der Zeit, Wilderness wieder zu verlassen. Unser Tagesziel für heute war Gansbaai/ De Kelders, immerhin eine Etappe von ca. 400 km (ohne Abstecher). Kaum hatten wir Wilderness verlassen, fing es an zu regnen. Wir hatten einen Stopp in Mossel Bay geplant und hier war das Wetter leider auch nicht besser. Also beschlossen wir, uns den Diaz Museums-Komplex anzusehen. (Wir nahmen den Eintritt ohne Zutritt auf das Boot, was auch völlig ausreichend war, da man das Boot trotzdem sieht.) Alles in Allem ein wenig enttäuschend. Ich hätte mir mehr Informationen über das maritime Leben erhofft – vor allem im Maritime Museum, stattdessen waren aber alle möglichen Dinge ausgestellt, die irgendwie „alt“ waren (u. a. ein alter Zahnarztstuhl etc.). Rund um die nachgebaute Diaz Caravelle (Boot) wird auf Infotafeln die Geschichte der Apartheid und Rassentrennung erzählt (in Südafrika und USA). Das fand ich sehr informativ, auch wenn es nicht so richtig in ein Maritime Museum passt. Der Museums-Komplex besteht aus mehreren Gebäuden in einem Park. Da es schüttete wie aus Eimern, verzichteten wir auf einen Spaziergang durch den Park und schauten nur kurz am Post Tree vorbei (hier hatte ich auch was ganz anderes erwartet). Wir hatten ja noch ein paar Postkarten zu verschicken und wollten diese eigentlich im Briefkasten am Post Tree loswerden. Aber der war uns dann doch nicht so geheuer – wer weiß, ob und wie der wirklich geleert wird...

Stömender Regen am Post Tree:


Wir fuhren weiter Richtung Region Overberg und die Landschaft veränderte sich zu einer hügeligen Farmlandschaft, die sehr stark an Europa und Süddeutschland erinnerte – inklusive Kühe auf grünen Wiesen. Hier zog sich die Fahrerei insgesamt schon ganz schön in die Länge, zumal man auch nicht so viel zu sehen bekam. Wir verließen die N2 Richtung Bredasdorp. Hier legten wir eine Pause ein, kauften ein paar Sandwiches und machten uns dann auf den Weg zum Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas. Dies war wiederum ein richtiges Highlight. Der alte Leuchtturm wurde gerade renoviert, also konnten wir ihn nicht besichtigen. Vom Parkplatz am Leuchtturm führt eine Schotterstraße zu einem weiteren kleineren Parkplatz, von dem aus es dann noch etwa 150m zum Kap sind. Die Schotterpiste führt dann auch noch weiter in den National Park hinein. Wir hatten das Auto am Leuchtturm gelassen und liefen den Weg bis zum Kap. Momentan werden hier entlang der Felsen Holzstege für die Fußgänger gebaut. Wir mussten allerdings die Schotterstraße nehmen. Natürlich posierten wir dann für das Beweisfoto, wie es sich gehört.







Ich fand die felsige Küste sehr schön dort. Auch das Wetter meinte es hier wieder gut mit uns. Es war zwar nicht sehr warm, aber die Sonne schien wieder. Wir waren also erneut dem schlechten Wetter entkommen. (Nebenbei sei erwähnt, dass Einheimische uns erzählten, dass zu dieser Jahreszeit das Wetter von Westen nach Osten zieht. Regnet es in Kapstadt, dann ist der Regen ca. 2-3 Tage später in Knysna, usw. Tatsächlich begegneten uns viele Urlauber, die die Garten Route in entgegen gesetzter Richtung fuhren, also von West nach Ost, und sich beschwerten, dass das schlechte Wetter sie verfolgen würde. :D )
Gegen 16:30 Uhr erreichten wir das Örtchen De Kelders, das zu Gansbaai gehört. Hier bezogen wir die günstigste Unterkunft unserer Reise, das (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Als wir unserem Gastgeber Otto erzählten, dass wir noch keine Wale gesehen hätten, zeigte er uns den Weg runter zur Walker Bay und versprach, dass momentan sehr viele Wale in der Bucht seien. Er hatte am Tag zuvor 12 Stück gezählt. Wow! Also sind wir gleich los gezogen. Nur 5 min Fußmarsch und wir konnten bereits die erste Walkuh mit ihrem Kalb vor der Steilküste dümpeln sehen. Die Sicht war sehr klar (wir sahen Hermanus auf der anderen Seite der Bucht). De Kelders ist sehr schön gelegen und sehr ruhig. Die Küste fällt steil ab. Auf den Felsen gibt es Dünen durch die man schön spazieren kann. Die meisten Häuser hier gehören Rentnern und/oder Europäern, die nur im Sommer hier sind. Nach unserem kurzen Abstecher zur Küste, genossen wir unser Abendessen (Sandwiches und Chips aus dem Supermarkt) auf unserem Balkon mit Blick auf die Walker Bay.

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Veri183

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Mittwoch, 28. November 2012, 20:49

Sechster Teil: Wale, Robben, Delfine... und ein Hund

Für uns hieß es früh aufstehen, denn unser Gastgeber Otto hatte uns Last Minute zwei Plätze auf einem Walbeobachtungsboot verschafft. Die Boote sind wohl ziemlich schnell ausgebucht – vor allem, wenn sie zuvor aufgrund schlechten Wetters nicht raus fahren konnten. (Ich hatte ganz naiv geglaubt, dass wir einfach nach Hermanus fahren und Tickets kaufen müssten.) Otto hatte bereits kurz nach unserer Ankunft am Vortag rum telefoniert und erfahren, dass die (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) in Kleinbaai (die normalerweise zwei Fahrten pro Tag anbieten) nur Vormittags raus fahren würden, weil für später erneut starker Wind vorhergesagt war. Die Vormittags-Tour war eigentlich ausgebucht, doch zwei Passagiere hatten noch nicht endgültig bestätigt und da sie dies bis 18 Uhr auch nicht taten, bekamen wir die Plätze. :)
Also führte uns unser Weg nach dem Frühstück direkt nach Kleinbaai zum Walbeobachtungsboot. Ich hatte schon große Erwartungen nachdem, was wir am Abend zuvor von Land aus gesehen hatten. Wir wurden in orangene Regenzelte gesteckt.

Sehr schick.


Der Kapitän war ein echtes Original. Er meinte, die See wäre etwas ungemütlich heute und wir müssten aus dem Hafen raus wohl über ein paar Wellen hüpfen. Dabei lachte er schallend. Mein Mann und ich sind ziemlich seefest (hatten selbst bis vor kurzem noch ein Boot), also gingen wir die Sache recht locker an. Das Schlauchboot mit Festrumpf kam uns erst etwas über-motorisiert vor, aber von wegen: Bei 3-4 m hohen Wellen war das gerade richtig so. Zuerst fuhren wir zu der Stelle, wo die Verrückten Shark Cage Diver ins Wasser gehen. (Kleinbaai ist ja die Welthauptstadt des großen weißen Hais.) Die Haie waren etwas faul, denn es ließ sich keiner so recht anlocken. Nur ganz kurz sahen wir eine Rückenflosse.



Der Kapitän meinte, dass Wale vor Pearly Beach gesichtet wurden, jedoch sei dort die See etwas rauer. Er lachte nur: „Will be like in a washing maschine, haha!“. Nun, so in etwa war es auch. Wir sahen natürlich Wale, doch Fotos konnten wir keine machen. Beim Filmen brachten wir abwechselnd nur den Himmel oder das Wasser ins Bild. Wir mussten uns richtig festhalten, um nicht über Bord zu gehen. Und so langsam, fing mich das an zu nerven. Jeder, der schon mal seekrank wurde weiß, dass es damit meist anfängt. Man denkt: Ach, kann das nicht mal für einen Moment aufhören so zu schaukeln?! :| Doch es hört natürlich nicht auf. Zum ersten Mal überhaupt wurde mir auf einem Boot unwohl (das eine Mal, bei dem ich nach einem entsprechenden Trinkgelage vom Boot meiner Schwiegereltern kotzte, zählt da nicht – das Boot lag im Hafen. :D ) Wir konnten nicht wirklich nahe an die Wale heran, da einige sich in flacherem Gewässer aufhielten. Doch dort brachen sich die hohen Wellen und deshalb konnten wir mit dem Boot nicht hin. Also machten wir uns auf zur Shark Alley: eine schmale Passage zwischen Dyer Island, wo sich die Robben tummeln und der benachbarten Vogelinsel (Geyser Rock). Hier war das Wasser ruhiger, aber die Robben haben gestunken...



Hier wurde es dann auch einer Passagierin zu viel und naja... der Sea-Sick-Doctor an Bord hatte seinen Einsatz. Von da an war die Fahrt für mich eine der härtesten mentalen Herausforderungen meines Lebens. Ich sage nur: denk nicht an einen rosa Elefanten! ;)
Zurück im sicheren Hafen waren mein Mann und ich um eine Erkenntnis reicher: Auch wir können seekrank werden und wären wir nur eine halbe Stunde länger draußen geblieben, wäre es wohl auch dazu gekommen.
Wir kehrten zurück nach De Kelders und duschten erst mal ausgiebig. Hier an der Küste der Walker Bay war es kaum windig, obwohl man die Wellen in der Bucht sehen konnte. Da die Sonne raus kam und es merklich wärmer wurde, beschlossen wir nochmals ans Ufer zu gehen und dort weiter nach Walen Ausschau zu halten. Gina, Ottos Frau erzählte uns von einem Weg auf den Felsen am Ufer entlang, der zu einer der Höhlen führte, für die De Kelders bekannt ist. Also packten wir uns was zu trinken ein und marschierten los. Diese kurze Wanderung war wirklich wunderschön. Man geht einfach immer auf den Trampelpfaden durch die Düne an der felsigen Küste entlang.





Hier und da kann man sich auf den Felsen niederlassen und Wale beobachten. Wir sahen gleich 3 Wale, die sehr rege umeinander schwammen. Es war teilweise nicht klar, welche Flosse, zu welchem Wal gehört. Ein Kalb war auch darunter und erst dachten wir, es gäbe vielleicht Ärger zwischen einer Kuh und einem anderen Wal, doch dann sahen wir, dass die Wale mit 2 Delfinen spielten. Die Delfine sprangen um sie herum und die Wale drehten sich auf den Rücken – ein herrlicher Anblick. Ich hätte stundenlang auf den Felsen sitzen und guckten können. Wir liefen weiter und behielten die Wale im Blick, als uns ein Hund überholte. Ich dachte noch, dass seine Herrchen wohl nachkommen würden, doch weit und breit war niemand zu sehen. Nach einiger Zeit wurde uns klar, dass der Hund mit uns spazieren ging: Er blieb immer in der Nähe und schaute nach uns. Als wir uns hinsetzten, ließ er sich in der Nähe auch nieder. Für einen Streuner war sein Fell zu gepflegt und ich fürchtete schon, man würde uns die Schuld geben, so als hätten wir den Hund geklaut. Der Hund folgte uns bis in die Höhle (obwohl man etwas kraxeln muss) und landete dann auch auf dem Selbstauslöser-Foto.





Er lief auch mit uns den Weg zurück und verließ uns etwa an der Stelle, an der er sich zu uns gesellt hatte. Dort fanden sich andere Leute, die in sogar streichelten.
Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs, doch wir sind auch recht stramm gelaufen. Bei Ebbe kann man noch mehr Höhlen begehen, doch die Gezeiten waren zu dieser Zeit recht ungünstig (Ebbe wäre erst gegen 21 Uhr gewesen). Doch den Gang entlang der Küste von De Kelders kann ich auch wanderfaulen nur ans Herz legen. Zum Abschluss konnten wir dann noch einen jungen Wal übermütig in der Bucht springen sehen. Einfach nur wow!
Abends aßen wir im örtlichen Pub ein paar ordentliche Steaks – zu empfehlen sind auch die Calamari und die Zwiebelringe. Hier sind auch viele Locals anzutreffen – einschließlich Kinder im Schlafanzug. :)

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Veri183

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Sonntag, 2. Dezember 2012, 19:40

Siebter Teil: Traumhafte Küstenstraßen zur Mother City

Der Abschied von Gina und Otto fiel uns richtig schwer. Die Zeit in De Kelders war einfach nur schön gewesen. Zum Abschluss fuhren wir mit unserem Mietwagen nochmal an die Küste und hielten nach Walen Ausschau. Doch heute zeigten sich keine. Naja, das machte uns den Abschied etwas leichter und schließlich war für unsere heutige Etappe (die uns nach Kapstadt führen sollte) auch ein kurzer Abstecher nach Hermanus (der Walbeobachtungs-Hauptstadt) geplant. Ich werde nicht viele Worte über Hermanus verlieren. Es gibt hier ja einige User, die nicht verstehen können „was zur Hölle“ alle in Oudtshoorn wollen. Ich frage mich nun eher, was denn alle bloß in Hermanus wollen? „Overcrowded Tourist Trap“ trifft es wohl am Besten. OK, die Sicht war an diesem Tag nicht gut und es waren auch kaum Wale da. Dazu war es so windig, dass man auf den Klippen fast nicht mehr stehen konnte. Wahrscheinlich wären wir für eine Walbeobachtungs-Bootstour besser von Hermanus aus gestartet, weil: ruhigere Gewässer in der Bucht und damit wahrscheinlich bessere Sichtungen. Aber wenn man bedenkt, dass man sich in De Kelders nur auf die Felsen am Ufer setzen muss und die Wale tauchen 50m vor einem auf… was will ich dann in Hermanus?

Wir fuhren weiter Richtung Kapstadt auf der R43/R44 an der Küste entlang. Wieder einmal zeigten sich uns ganz andere Landschaften. Die kargen Berge in dieser Ecke des Kaps erinnerten uns stark an die Landschaft im Süden Islands. Kurz hinter Kleinmond sahen wir auf einmal verkohlte Erde und Büsche. Es muss hier vor einiger Zeit ein großes Feuer gegeben haben. Links der R44 war alles einfach nur grau, auch wenn bereits wieder frisches Gras auf den verbrannten Flächen wächst. Gina vom Haus Giotto hatte uns erzählt, dass Sammler von Abalone-Schnecken häufig Feuer am Ufer legen, um die Polizei abzulenken, damit sie unentdeckt die Schnecken fangen können. Man kann sie wohl sehr erfolgreich nach Japan verkaufen, weil sie dort als Aphrodisiakum gelten. Das Problem: Abalone fressen die Algen, solange diese noch jung sind. Fehlen die Schnecken jedoch, breiten sich die Algen weiter aus, was zum Problem in der Walker Bay geworden ist.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir die Pinguin-Kolonie von Bettys Bay. Was soll ich sagen: Einfach nur drollig!





Sehr sehenswert und nicht so teuer wie Boulders Beach (Simons Town). Was danach kommen sollte, hatten wir gar nicht erwartet, aber es war der Hammer: Die Straße an der Küste entlang entpuppte sich als eine absolute Traumstraße mit wunderschönen Ausblicken (Postkartenpanorama) auf die False Bay und die Kaphalbinsel.



Gegen Mittag erreichten wir Somerset West. Wir sind zwar absolut keine Weintrinker, aber wir wollten unseren Besuch am Kap nicht ohne eine Stippvisite auf einem Weingut beenden. Da Somerset West auf dem Weg nach Kapstadt lag, hatte ich im Vorfeld recherchiert, welche Weingüter es dort gibt, die man einfach mal so spontan besuchen kann ohne unbedingt ein Tasting machen zu müssen. Ich habe hier nicht viel Zeit mit Recherche verbracht (eben weil es uns nicht so wahnsinnig interessiert) und bin auf (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) gestoßen. Hier zahlt man einen Eintritt, um in den weitläufigen Garten zu dürfen. Dafür sieht man auch das historische Hauptgebäude (Homestead). Natürlich kann man während der Öffnungszeiten auch Tastings machen, wenn man möchte. Außerdem gibt es ein Restaurant, für das man reservieren muss und ein paar schattige Plätze, wo man Picknick machen kann (Picknick-Körbe gibt’s dort auf Vorbestellung.) Das Picknick hätten wir gerne gemacht, als wir jedoch vorbestellen wollten, erfuhren wir, dass es erst ab 1. November wieder Picknick-Körbe gibt und es war leider erst der 31. Oktober. :thumbdown: Wir spazierten durch den schönen, alten Garten – nirgends gab es Weinstöcke zu sehen btw :huh: – und aßen dann unsere selbstgeschmierten Brötchen, die wir morgens eingepackt hatten im Auto (eigene Speisen und Getränke darf man nicht mitbringen und im Garten verzehren).



Es war inzwischen sehr warm geworden und wir fuhren weiter Richtung Kapstadt. (Die Anfahrt über die N2 mit dem Tafelberg vor einem am Horizont ist auch der Hammer.) Dank der Wegbeschreibung unseres RV und der iPhone-Navigation fanden wir unsere nächste Unterkunft, die (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) in Oranjezicht auf Anhieb. Die erste Frage, die unsere Gastgeberin Barbara nach den üblichen Begrüßungsfloskeln stellte war: „Wollt ihr auf den Tafelberg?“. Offensichtlich war die Seilbahn tagelang wegen starkem Wind nicht gefahren. Am diesem Tag wurde der Betrieb nachmittags ebenfalls eingestellt. Barbara meinte, wir sollten schnellstens Online-Tickets für die Bahn kaufen und ausdrucken, solange es noch welche gibt und am Morgen gleich früh zur Talstation, wenn die Bahn fährt. Also erwarben wir schnell noch zwei Tickets. Barbara gab uns noch ein paar Restaurant-Tipps und erklärte uns den Weg zum Gardens Einkaufszentrum. Wir brauchten noch einen ATM und da wir keine große Lust hatten auswärts zu essen, holten wir uns Sandwiches, fertige Pancakes und Salate bei Woolworths. Dumme Idee: Denn unsere Unterkunft war leider nicht wie die Anderen zuvor: keine schöne Essecke auf dem Zimmer, kein Balkon/ Terrasse mit schönem Blick. Dazu waren alle Fenster vergittert. Es kam uns so vor, als hätten wir das Paradies verlassen, als wir die Küste Richtung Kapstadt verließen. Das erste Mal auf dieser Reise fühlten wir uns nicht auf Anhieb wohl, sondern eher verunsichert. Nachdem Barbara uns den Panik-Knopf im Zimmer gezeigt hatte, stellte sich weiteres Unbehagen ein. Mit Blick auf die Gitter vorm Fenster sagte mein Mann nur trocken: „Willkommen im Knast.“. Oh je, hoffentlich versöhnt uns der nächste Tag wieder mit Kapstadt, dachte ich, denn als wir uns schlafen legten, wollten wir beide eigentlich nur eins: wieder in De Kelders sein. :help: ;)

Fortsetzung folgt....

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Mittwoch, 5. Dezember 2012, 21:53

Achter Teil: Kapstadt von oben

Da heute beinahe alle Gäste der Cactusberry Lodge auf den Tafelberg wollten, gab es außnahmsweise eine halbe Stunde früher Frühstück als sonst. :D
Gleich nach dem Frühstück nahmen wir ein Taxi zur Talstation, um auf den Tafelberg zu fahren. Eigentlich hatten wir überlegt, auf den Tafelberg zu laufen, doch dazu sollte man einfach mehr Zeit einplanen, bzw. länger in der Stadt verweilen. Die Schlange an der Talstation war noch relativ kurz – sie ging nicht mal bis zum Fuß der Treppe. Also dauerte es gar nicht lange und wir schwebten nach oben. Was soll ich sagen: Die Aussicht ist der Wahnsinn. Dank des sehr guten Wetters (fast kein Wind, blauer Himmel und Sonnenschein) war die Sicht bestens. Wir bleiben eine Weile oben, blickten auf die Stadt und die äußerst knuddeligen Dassies. :)





Gut, dass wir uns ordentlich mit Sonnenscreme eingeschmiert hatten, denn sie Sonne brannte immer stärker. Was uns u.A. hier sofort auffiel: In Kapstadt wird man immer gleich gefragt, wo man her ist (logisch bei einer Stadt, in der seit jeher Menschen aus aller Welt leben). Sagten wir dann, dass wir aus Deutschland sind, kamen meist sofort ein paar Brocken Deutsch von unserem Gegenüber. Und vor allem die Schwarzen sind bestens informiert über unsere Bundesliga. ;) Im Souvenir-Shop auf dem Tafelberg sprach uns eine Mitarbeiterin an, die dann auch gleich mal auf Deutsch nach meinem Namen fragte. Nachdem sie mir auch ihren Namen genannt hatte, fragte sie: „Umarmen?“ und wir umarmten uns herzlich. Wenn das mal nicht ein Beispiel für sie südafrikanische Herzlichkeit ist!

Nachdem wir die Bahn nach unten genommen hatten, stiegen wir in den roten (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Durch Camps Bay und Seapoint führte uns der Sightseeing-Bus am Stadion vorbei zur (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Hier gingen wir direkt ins (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) – unter Anderem, weil es inzwischen richtig heiß geworden war. Das Aquarium ist durchaus sehenswert und wir verbrachten sogar ziemlich lange dort.



Als wir wieder draußen waren, mussten wir feststellen, dass wir viel zu bepackt waren, um die Waterfront richtig zu genießen. Wir hatten uns morgens für den Tafelberg in Zwiebel-Look gehüllt, weil es dort oben ja recht frisch ist. Nun – bei fast 30 Grad – mussten wir die ganzen Zwiebelschichten in Rucksäcken mit uns rum tragen. Direkt hinter dem Two Oceans Aquarium geht es zur Canal Cruise, die zu den offiziellen „roten“ Sightseeing-Aktivitäten gehört. Ganz spontan holten wir uns zwei Tickets und machten die kurze Fahrt durch die Kanäle an den schicken und teuren Wohnungen vorbei. Ein Bisschen komisch kamen wir uns vor, denn wir waren die einzigen Passagiere. Da uns so warm war, gingen wir anschließend ins klimatisierte Victoria Wharf Einkaufszentrum ein bisschen bummeln und Eis essen (40 ZAR/ Kugel kam uns unglaublich teuer vor, jedoch zeigte sich dann, dass es von der Menge her eigentlich 2 ½ Kugeln waren :thumbup: ). Ich bin im Urlaub leider immer wahnsinnig Shopping-faul. Leider, weil es im Victoria Wharf wirklich viele schöne Geschäfte gibt. Hier würde ich gerne nochmal nur zum Shoppen hin.

Um 16 Uhr hatten wir ein weiteres Highlight nach dem Motto "Kapstadt von oben" geplant: Das Hochzeitsgeschenk von meiner Oma – einen Helikopter-Flug. Wir spazierten also zum Helipad und waren viel zu früh dort, da wir den Weg dorthin wesentlich länger eingeschätzt hatten. Aber, da wir den Heli exklusiv gebucht hatten, konnten wir trotzdem gleich starten. Gebucht haben wir bereits von zu Hause aus, bzw. die Bestätigung gaben wir während der ersten Tage in SA. Ausgesucht hatten wir die Three Bays Tour bei (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Kosten für den Heli: 3.999 ZAR (bis zu 3 Passagiere finden Platz). Diese Tour kann man auch als etwas günstigere Sharing Option buchen, d.h. man bucht nicht den Heli, sondern den Sitz und je nachdem, wie viele andere Leute noch buchen, teilt man sich den Heli halt mit anderen. Vor dem Start bekommt man eine Schwimmweste in einer Tasche zum Umbinden und muss unweigerlich auf die Waage, denn nach dem Gewicht wird der Sprit berechnet. ;) Der Pilot - den ich alleine wegen seiner unglaublich krass-blauen Augen nie vergessen werde - sagte uns noch, dass wir ausnahmsweise einen größeren Heli nehmen würden. Wir hatten im Endeffekt einen Heli für 6 Personen plus Pilot ganz für uns alleine. Der Flug ging über Camps Bay nach Hout Bay und dann über Land zur False Bay und über Constantia/Kirstenbosch zurück an die Waterfront. Dadurch, dass es für Kapstädter Verhältnisse ziemlich windstill und der Himmel ziemlich klar war, war es einfach nur unbeschreiblich schön.





Ob exklusiv oder nicht: Ich kann es nur empfehlen! Für uns beide war es der erste Helikopter-Flug überhaupt und es hat uns sehr gut gefallen.

Nach dem Flug lag es natürlich nahe, an der Waterfront noch was zu essen. Ich mag es ja eigentlich gar nicht, in „Wander/Outdoor“-Kluft, mit Rucksack und total verschwitzt in ein Restaurant zu gehen, doch es zeigte sich, dass die Läden an der Waterfront sich ganz und gar auf Touristen eingestellt haben. Wir aßen im (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , was ich erst für eine Touristenfalle hielt, doch das Essen war wirklich gut, wenn auch etwas wenig für den Preis. Waterfront-Preise, nehme ich an. Der Tag hat mich definitiv mit Kapstadt versöhnt. Müde und glücklich darüber, Kapstadt gleich zweimal von oben gesehen zu haben fuhren wir mit dem Taxi zurück in unsere Unterkunft.

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SilkeMa

Reisende

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15

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 22:20

Hallo Veri,

toller Reisebericht und tolle Fotos :danke: :danke:!! Danke!!

Hier wurde es dann auch einer Passagierin zu viel und naja... der Sea-Sick-Doctor an Bord hatte seinen Einsatz. Von da an war die Fahrt für mich eine der härtesten mentalen Herausforderungen meines Lebens. Ich sage nur: denk nicht an einen rosa Elefanten!

Meine bessere Hälfte hatte mal ein ähnliches Erlebnis bei Teneriffa. Seitdem will er kein Boot mehr betreten :blush: :rolleyes: !

Aber wenn man bedenkt, dass man sich in De Kelders nur auf die Felsen am Ufer setzen muss und die Wale tauchen 50m vor einem auf? was will ich dann in Hermanus?



In Hermanus hatten wir mehrmals schon Glück mit der Walbeobachtung. Einfach nur auf den Felsen sitzen und warten. Die Wale schwammen mit Nachwuchs in 50 Meter und teilweise sogar geringerer Entfernung vom Felsen in die Bucht, so dass ich mit meiner Kompaktkamera mit nur 10-fach Zoom sogar noch recht brauchbare Fotos machen konnte. Sogar niedliche Dassies gab es auf diesem Felsen :) :thumbup: !!


Manchmal hat man mehr Glück :D, manchmal auch weniger ;) , ist halt kein Zoo!

LG
Silke
»SilkeMa« hat folgende Bilder angehängt:
  • Dassies Hermanus DSC04309.JPG
  • Walmutter DSC04344.JPG
  • Walmutter mit Nachwuchs DSC04319.JPG

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corsa1968

Noch viel ahnungsloser als der Bär

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16

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 22:44

Hallo Veri,
auch ich will mich herzlich bedanken für den schönen Bericht und die tollen Fotos. Ich erinnere mich gern an die Zeit, als wir dortlang reisten ...
Zum Thema Übelkeit auf dem Wasser hat mein Mann (dem immer schlecht wird) sein Mittel in RSA gefunden: Stugeron ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ). Seitdem er das nimmt, kann er - der alte Taucher - auf jedem Boot mitfahren, ohne grün im Gesicht zu werden. Bevor er das Mittel empfohlen bekam - übrigens beim Haitauchen in De Kelders - machte es keinen Spaß, mit ihm auf See unterwegs zu sein!
Vom Helirundflug von Kapstadt aus kann ich auch nur schwärmen. Vor Jahren haben wir einen Ein-Stunden-Flug über die ganze Kaphalbinsel gemacht - ein unvergessliches Erlebnis (wenn auch nicht ganz umsonst ...).
BG von Christiane

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GudrunS

Prionace glauca

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17

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 07:47

Hallo Veri,
lese Deinen Bericht auch mit großem Interesse und auch mit ein wenig Wehmut!! Danke!!
Gerade die beiden letzten Teile! Wir waren ja auch erst im August für 10 Tage in Kapstadt und hatten auf dem Tafelberg auch richtiges Glück mit dem Wetter und den wirklich niedlichen Dassies.
Die Pinguinkolonie in Bettys Bay hat uns auch besser gefallen als Boulders und vor allem hat man sie dort fast allein. Dassies waren da auch.
Wir haben in Hermanus Wale von den Felsen aus beobachtet. Haben da mit einem kleinen Picknick inklusive einem Fläschchen Wein (hatten uns einfach 2 preiswerte Gläser dazu gekauft) gesessen und die Sonne, die Wale und einfach das Meer genossen!
Wir gehören übrigens zu den Leuten, die bereits mehrfach in so einem Shark cage waren, wie Du ihn bei Eurer Waltour fotografiert hast. Ist auch ein beeindruckendes Erlebnis! Die Sicht muß da aber gut sein, sonst braucht man gar nicht reinzusteigen.
Vom Aqaurium in Kapstadt waren wir etwas enttäuscht, ich fand es recht klein. Da ist uShaka World in Durban um Längen besser.
Bin gespannt, was ihr noch in Kapstadt unternommen habt!
LG Gudrun

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Veri183 (6. Dezember 2012, 10:37)

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18

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 08:14

Hui, Helikopterflug. Da bin ich jetzt aber neidisch. Stell ich mir auch richtig toll vor.

Und weiter so mit deinen Berichten :thumbsup:
http://seiltanz.org

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ClaudiaC.

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19

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 10:27

Heliopterflug

Hallo Veri, vielen Dank für den tollen Bericht, den ich schon die ganze Zeit verfolge! :danke: Wir werden im April wieder in Kapstadt sein (das 2.Mal), weil wir bei uns bei unserem ersten Besuch dort in die Stadt und die Umgebung verliebt haben. Ich habe über Nac Makana auch nur Gutes gehört und wir wollen damit auch die Tour machen im April. Ich habe meinem Mann einen Gutschein zum 20. Hochzeitstag geschekt. Riskant finde ich nur, den Flug für einen bestimmten Tag vorzubuchen. Wenn dann (im April) das Wetter nicht so dolle ist, wäre es ja schade. Aber zu kurzfristig werde ich so einen "Vollcharter" ja sicher auch nicht buchen können. Unsere Freunde hatten im letzten Jahr mit Nac Macana die Shared Variante erst vor Ort gebucht Wie habt ihr das denn gemacht? Lange vorher für einen bestimmten Termin gebucht?
LG Claudia
Nicht Sieg sollte der Sinn der Diskussion sein, sondern Gewinn. (Joseph Joubert)

Veri183

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20

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 11:12

Meine bessere Hälfte hatte mal ein ähnliches Erlebnis bei Teneriffa. Seitdem will er kein Boot mehr betreten :blush: :rolleyes: !

Zum Thema Übelkeit auf dem Wasser hat mein Mann (dem immer schlecht wird) sein Mittel in RSA gefunden: Stugeron ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ).


Tja, das Problem an der Erkenntnis, dass man selbst auch seekrank werden kann ist eigentlich, dass wir nun jedes Mal wenn wir wieder auf so ein Boot gehen ganz automatisch dran denken werden, ob uns wohl schlecht wird oder nicht. Da Seekrankheit eher ein mantales Problem ist, ist damit natürlich schon mal der Anfang gemacht. ;) Ich muss mal schauen, ob ich mich das nächste Mal mit Medis eindecke. Meine Schwiegermutter schwört auf diese Armbänder, die auf Akkupressur-Punkte am Handgelenk drücken.

Ich habe über Nac Makana auch nur Gutes gehört und wir wollen damit auch die Tour machen im April. Ich habe meinem Mann einen Gutschein zum 20. Hochzeitstag geschekt. Riskant finde ich nur, den Flug für einen bestimmten Tag vorzubuchen. Wenn dann (im April) das Wetter nicht so dolle ist, wäre es ja schade. Aber zu kurzfristig werde ich so einen "Vollcharter" ja sicher auch nicht buchen können. Unsere Freunde hatten im letzten Jahr mit Nac Macana die Shared Variante erst vor Ort gebucht Wie habt ihr das denn gemacht? Lange vorher für einen bestimmten Termin gebucht?
LG Claudia


Ein paar Tage vor unserem Abflug haben wir bei NAC per Mail angefragt. Ihr Angebot kam dann einen Tag vor Abflug (am 22.10.). Schon in Südafrika haben wir dann (auch per Mail) den Flug für den 1.11. (unseren ersten Tag in Kapstadt) bestätigt - ca. eine Woche vorher also. Als Uhrzeit gaben wir 17 Uhr an. So hätten wir zur Not auch die Kaphalbinsel am ersten Tag machen können mit Heli-Flug zum Abschluss, wenn es mit dem Tafelberg an diesem Tag nicht geklappt hätte. Ich glaube, wenn man die Exklusiv-Variante bucht, haben die auch eine gewisse Flexibilität. Wie ich oben geschrieben hatte, waren wir eine Stunde zu früh bei ihnen und der Flug konnte trotzdem gleich starten. Wichtig ist, dass sie Euch telefonisch erreichen können (wir hatten ihnen per Mail unsere pre-paid Nummer gegeben). Denn wenn es zu winding ist, können sie nicht starten und geben dann Bescheid oder verschieben den Termin. Man muss übrigens nicht im Voraus bezahlen, sondern zahlt vor Ort, bzw. entschlossen wir uns gegen eine Zahlung mit Kreditkarte, weil sie 3% Bearbeitungsgebühren draufschlagen bei Kartenzahlung. Wir bezahlten bar - Ja, wir liefen tatsächlich den ganzen Tag mit je mehr als 2.000 ZAR in Bar durch die Gegend (Tailliensafe machts möglich, wobei das bei der Hitze an dem Tag echt suboptimal war)! :)


Gruß,
Veri

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