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21

Montag, 21. September 2015, 07:50

Manchmal kann es recht einfach sein die Tiere zu verstehen. Unser Fahrer ist mal minutenlang neben einem grasenden Elefanten hergerollt (Elefant neben der Strasse, wir auf der Strasse), bis dann der Elefant seine "Hupe" benutzt hat und heftig mit den Ohren wackelte. Sagt der Fahrer: "Now it's a good time to leave him alone."
TIA - This is Africa!

gerical

Viel zu selten in Afrika

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22

Montag, 21. September 2015, 09:59

Hi Chrissi,


Dann steht überall man soll den Elefanten den Weg nicht abschneiden und ich kann mir nicht genau vorstellen wie das gemeint ist. Also wenn dann rechts vom Weg ein Elefant ist, warte ich dann lieber erstmal ob er dort über den Weg will? Und wenn er sich sehr lange nicht bewegt, kann ich dann vorbei fahren?
Bei Elefanten gibt es ein paar Regeln, eine der wichtigsten ist dabei, nicht deren Pfade abzuschneiden. Denn Elefanten sind ziemlich stur, wenn es darum geht, immer den selben Weg zu gehen. Das sieht dann beim beobachten auch oft ziemlich lustig aus, wenn dann alles (Vögel, andere Tiere, Autos) schon vom weitem verscheucht wird und auch der kleine Baum einfach umgeknickt wird, anstatt einen Meter daran vorbei zu gehen :D . Die Pfade erkennt man eigentlich ziemlich gut, achte einfach auf die kleinen vegetationslosen Wege. Wenn diese quer zur Straße verlaufen, und Elefanten somit die Straße überqueren müssen, signalisieren dir große Gruppen schon aus großer Entfernung "Platz da". So beobachteten wir beim letzten Krüger Besuch eine Elefantengruppe beim Verlassen des Flussbettes. Schon aus großer Entfernung und nachdem zwei Giraffen und mehrere Störche verscheucht wurden signalisierten die Elefanten uns, dass wir an der falschen Stelle stehen. Ein paar Mater zurück (ist natürlich zur Beobachtung besser, vorwärts ist man schneller weg, falls es doch mal brenzlig wird) entspannte die Situation total und wir hatten eine tolle Elefantenbeobachtung. Nachdem die Herde die Straße überquert hatte, kam ein paar Minuten später noch ein junger Nachzügler angerannt - gut, dass wir da stehen blieben! Er war deutlich aufgebracht darüber, dass die Gruppe ihn allein zurückgelassen hat. Hat dann zunächst mit dieser geschimpft und sich dann, nachdem alle Gruppenmitglieder beruhigend auf ihn zukamen, beleidigt abgewendet. Es ist schon wahnsinnig eindrucksvoll Elefanten zu beobachten, die Art der Interaktion ist unfassbar vielfältig und sehr sozial. Die Beobachtungen beim Alltagsleben empfinde ich da eigentlich nur noch bei Pavianen und Meerkatzen, sowie tatsächlich Impalas, als ähnlich ereignisreich.
Zusätzlich solltest du darauf achten, nie zwischen einem Jungtier und der Gruppe zu stehen, und Bullen in der Musth sind ebenfalls unberechenbar.

Lg,
gerical
"It is a law of life that problems arise when conditions are there for their solution." W. Sisulu

Reiseberichte:
http://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/7166-reisebericht-suedafrika-rundreise-november-2013-kaphalbinsel-de-hoop-garden-route-addo-karoo-kapstadt/
http://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/8535-unsere-facettenreiche-suedafrikareise-2015-eine-kulinarische-erkundungstour-am-kap-wandern-in-der-barriere-aus-speeren-staunen-am-ort-der-wunder-und-braaien-im-busch/

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Dagmar 1959

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23

Montag, 21. September 2015, 10:11

Ich habe zwar keine grosse Erfahrung, würde aber immer nach meinem Gefühl gehen. Und das hieße im Zweifelsfall stehen zu bleiben, bis sich das Tier entschieden hat. Ließe sich erkennen, dass mich das Tier zurück drängen will, dann Rückwärtsgang und langsam zurück fahren...
Aber mal ganz ehrlich- auch ich habe mir diese Gedanken schon gemacht und tendiere eher dazu, einen erfahrenen guide " anzuheuern", welcher sich mit brenzligen Situationen auskennt.

Good luck :saflag:

kOa_Master

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24

Montag, 21. September 2015, 11:22

Elefanten gehören neben Büffeln zu den einzigen Tieren, bei denen ich mit dem Auto NICHT stehenbleiben würde, und sei mein Auto noch so gross. Im Gegensatz zu letzteren greifen Elefanten aber eigentlich nie sofort und direkt an, sondern versuchen es erst mit einem Warn-/Scheinangriff.

Grundsätzlich ist das stehen neben Elefanten kein Problem, im Zweifelsfalle würd ich es aber lieber lassen und bei Unsicherheit sowieso. Wir durften mit dem Auto auch schon abenteuerliche Rückwärtsgang-Fahrten machen, weil ein Elefant meinte, dass wir uns am falschen Ort befinden würden. Meistens merkt man es selber ;)
Gefährlich werden kann es vor allem dann, wenn ein Elefantenbulle in der Musth ist (eine Art Testosteronschub-Zeit). Dann kann es für alle Beteiligten (andere Elefanten, andere Tiere, Bäume, Autos, Menschen) gefährlich werden. Erkennen kann man dies idR. daran, dass Drüsen an den Seiten des Elefants aktiv sind (feuchte Zone beginnend hinter dem Auge an der Schläfe, läuft von da herunter). Weiter sind während dieser Zeit die Bullen alleine.
Bei Büffeln würde ich dann aufpassen, wenn man zwischen Kleintiere gerät oder wenn einzelne Bullen unterwegs sind. Da gibt es dann auch Situationen, bei denen man besser wegfährt um sich nicht in Gefahr zu bringen (resp. nicht weiter oder zurück fährt).
Bei allen anderen Tieren soll/darf man mit gesunder Vorsicht unterwegs sein, sich aber mit dem Auto mit entsprechendem Respekt annähern.

Was auf jeden Fall und immer gilt: Tiere greifen idR. keine Autos an, wenn sie sich nicht bedrängt oder in so grosser Gefahr fühlen, dass es unumgänglich ist. Eher flüchten sie, das ist meist die sichere Variante.
Weiter gilt auch unbedingt der persönliche Menschenverstand und das Bauchgefühl. Ein bisschen überlegen bevor man agiert. Ich hoffe/glaube, dass in jedem von uns sowas drin steckt. Es gilt dann einfach nur, die Zeichen korrekt zu deuten und entsprechend zu handeln. Wer also aus irgendeinem Grund ein flaues Gefühl im Magen hat, weil ihm eine Situation nicht ganz wohl ist, der soll was dagegen tun (=flüchten).

Dagmar's Idee mit "im Zweifelsfall stehen zu bleiben" halte ich dann für sinnvoll, wenn man zu Fuss unterwegs ist (und man eh langsamer ist als 95% aller Tiere und Fluchtreaktion nicht unbedingt hilfreich ist). Im Auto hat man dagegen mehr Möglichkeiten und diese sollte man dementsprechend auch wahrnehmen.


Insgesamt würde ich aber noch als Ergänzung sagen: Es gibt keinen Grund, besorgt zu sein. Wenn man sich an einige Grundregeln und vor allem den gesunden Menschenverstand hält, dann ist man sicher. In den allermeisten Fällen von Angriffen, die ich kenne, hat jeweils ein Mensch grobe Fehler und oft mehrfache Dummheiten begangen bis es soweit kam.
Bevor ich mir irgendwelche Sorgen über Tierangriffe beim Autofahren machen würde, würde ich das Autofahren ganz aufgeben. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Autounfall hat, ist ausserhalb der Parks und ohne wilde Tiere weitaus grösser und bedeutend gefährlicher. Darüber sollte man sich einige Gedanken mehr machen - das ist der grössere "Kulturschock".
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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Gisel

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25

Dienstag, 9. Februar 2016, 21:15

Was machen bei Reifenpanne?

Hallo zusammen,
Diesen Thread finde ich sehr hilfreich.
Mein Mann fragt sich, was macht man, wenn man eine Reifenpanne hat? Das ist dann etwas schwierig.
Ich könnte mir vorstellen, dass man einen Ranger anruft?
Grüsse von Gisela

Kitty191

Schnürsenkel

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26

Dienstag, 9. Februar 2016, 21:37

Hallo Gisela,
wenn ich an der Stelle Handyempfang hätte, wär das sicher meine erste Wahl. Oder wenn die Zeit es zulässt, auf das nächste Safarifahrzeug warten. Erfahrungsgemäß kommt früher oder später sicher eins vorbei.
LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Gisel (9. Februar 2016, 21:50)

Mel2016

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27

Dienstag, 9. Februar 2016, 22:17

Hallo Gisela,Bei einer Reifenpanne kommt es kommt es auch darauf an, wo Ihr unterwegs seid. Wir sind schon viel in sehr abgelegenen Gebieten unterwegs gewesen. Handyempfang gab es dort idR nicht und man haette auch lange auf andere Fahrzeuge warten muessen. Wichtig ist Euch im Voraus mit dem Reifenwechsel Eures Mietwagens vertraut zu machen (wo ist der Ersatzreifen, Werkzeug etc). Wenn Ihr den Reifen irgendwo im Busch selber wechseln muesst dann sollte es auch schnell gehen. Und wichtig: Einer wechselt den Reifen und der andere haelt die Augen nach Tieren auf (wenn Ihr zufaellig unter einem Baum steht solltet Ihr auch mal nach oben gucken ;) )

Liebe Gruesse, Mel

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U310343 (13. Februar 2016, 03:29), Gisel (10. Februar 2016, 15:21)

Cécile

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28

Dienstag, 9. Februar 2016, 22:30

Hallo Gisel.

dann schildere ich mal unser Erlebnis.

Wir fuhren durch den Kruger Park, nachdem wir in Pretoriuskop eingecheckt hatten und bis Crocodile Bridge fahren mussten.

Auf einmal stand ein größeres Fahrzeug am Wegesrand, wir hielten an und ein einzelner Mann sagte, er hätte eine Panne.
Vielleicht war unser "Helfersyndrom" nicht gut aber wir haben dann gleich versucht zu helfen. Es war ein Guide, der Touristen zu einer Lodge gefahren hatte, er hatte kein Geld und Handy dabei. Auch sein Werkzeug zum Reifenwechseln fehlte in seinem Auto. :help:
Um Jemand im Croc Bridge anzurufen, wäre nicht gut , weil bis die dann da wären und er dann wieder aus dem KNP fahren würde, wäre alles keine Option.
Die Umgebung war sehr offen und gut einsehbar, also stand ich "Schmiere" und die beiden Männer machten sich an der Arbeit.
Nachdem wir fast fertig waren kamen Einheimische also SA angefahren, die dann auch noch mit aufpassten.

Dieser Guide war unendlich Dankbar das wir überhaupt gehalten und geholfen hatten. Wir fuhren dann auch schnell weiter um die verlorene zeit wieder wett zu machen.

Fazit der ganze Geschichte, immer schauen , das das Auto Werkzeug an Bord hat und hoffen , das auch Jemand vielleicht hilft, als ist es nur um "Schmiere" zu stehen. :D

Liebe Grüße noch 13 Tage bis zum KNP :thumbsup:
Cécile :saflag:
" invest in memories "

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Northener

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29

Mittwoch, 10. Februar 2016, 07:47

Sehr interessanter Thread! Mir war tatsächlich neu, dass Büffel Autos angreifen - dass sie genug Kraft dazu haben, kann auch ich definitiv sehen, aber ich habe die immer als ein bisschen ängstlich gegenüber Autos empfunden, viel Grunzen und mit dem Kopf frustriert schwenken, aber mehr nicht. Ich werde dann in Zukunft mehr aufmerksam sein. Das einzige was ich von einem Safari-Ranger in Lower Sabie gehört habe, war dass ihr Tages- bzw. Nachtverhalten gegenüber Menschen sehr unterschiedlich sei - ist die Uhrzeit die richtige (Mittag?), könnte man sogar den Büffeln auf einem Fahrrad vorbeiradeln. Ist es die falsche Uhrzeit hätte man grosse Probleme. Vielleicht weiss jemand mehr dazu?

Thema Reifenpanne: Ist der Boden nicht katastrofal, kann man ja ruhig ein Stück weiterfahren, auch komplett ohne Luft in dem Reifen. Um Tiere bei einem Reifenwechsel fernzuhalten würde ich, ohne mich jetzt mit den afrikanischen besonders gut auszukennen, so viel Lärm wie möglich machen.

Viel schlimmer wird es ja falls es eine andere Art von Panne ist, die man selber nicht beheben kann, was macht man dann, falls man sich fern von den Hauptstrassen befindet ohne Mobilfunkempfang und der Motor (und somit Klimaanlage) nicht anspringt? :huh:
Werden sämtlich Strassen von Rangern täglich abgefahren?

kOa_Master

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30

Mittwoch, 10. Februar 2016, 07:56

Sehr interessanter Thread! Mir war tatsächlich neu, dass Büffel Autos angreifen - dass sie genug Kraft dazu haben, kann auch ich definitiv sehen, aber ich habe die immer als ein bisschen ängstlich gegenüber Autos empfunden, viel Grunzen und mit dem Kopf frustriert schwenken, aber mehr nicht. Ich werde dann in Zukunft mehr aufmerksam sein. Das einzige was ich von einem Safari-Ranger in Lower Sabie gehört habe, war dass ihr Tages- bzw. Nachtverhalten gegenüber Menschen sehr unterschiedlich sei - ist die Uhrzeit die richtige (Mittag?), könnte man sogar den Büffeln auf einem Fahrrad vorbeiradeln. Ist es die falsche Uhrzeit hätte man grosse Probleme. Vielleicht weiss jemand mehr dazu?

Thema Reifenpanne: Ist der Boden nicht katastrofal, kann man ja ruhig ein Stück weiterfahren, auch komplett ohne Luft in dem Reifen. Um Tiere bei einem Reifenwechsel fernzuhalten würde ich, ohne mich jetzt mit den afrikanischen besonders gut auszukennen, so viel Lärm wie möglich machen.

Viel schlimmer wird es ja falls es eine andere Art von Panne ist, die man selber nicht beheben kann, was macht man dann, falls man sich fern von den Hauptstrassen befindet ohne Mobilfunkempfang und der Motor (und somit Klimaanlage) nicht anspringt? :huh:
Werden sämtlich Strassen von Rangern täglich abgefahren?


Büffel: In der Herde ruhig, solange man den Jungtieren nicht zu nahe kommt ("ausserhalb" ist). Gefährlich sind einzelne (alte) Bullen.
Reifenpanne: Viel Lärm machen? Um Gottes Willen, sicher nicht. Das kannst du machen, wenn der Löwe 5m vor dir steht und du nicht mehr ins Auto kommst, aber ansonsten auf keinen Fall. Tiere, die du mit Lärm vertreiben könntest tun dir nichts. Wenn, dann normale Konversation um sich "ruhig" zu halten.
Panne ohne Mobilfunkempfang und totem Auto: Beim Auto bleiben! Unbedingt beim Auto bleiben, auf gar keinen Fall wegbewegen. Wenn dann ein-zwei Tage lang niemand gekommen ist und keine Flüssigkeit mehr da ist, dann kann man weiteres Vorgehen überlegen.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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Northener (10. Februar 2016, 07:57)

Northener

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31

Mittwoch, 10. Februar 2016, 08:00

Uups, wieder was neues gelernt :blush:
Das mit Lärm machen ist die empfohlene Art, Bären fernzuhalten, aber ich sehe, ich müsste meine nordische Methoden doch ein bisschen anpassen :D
Reifenpanne: Viel Lärm machen? Um Gottes Willen, sicher nicht. Das kannst du machen, wenn der Löwe 5m vor dir steht und du nicht mehr ins Auto kommst, aber ansonsten auf keinen Fall. Tiere, die du mit Lärm vertreiben könntest tun dir nichts. Wenn, dann normale Konversation um sich "ruhig" zu halten.

Bär

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32

Mittwoch, 10. Februar 2016, 08:21

Viel Lärm machen? Um Gottes Willen, sicher nicht. Das kannst du machen, wenn der Löwe 5m vor dir steht und du nicht mehr ins Auto kommst, aber ansonsten auf keinen Fall.

Warum?
.
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kOa_Master

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33

Mittwoch, 10. Februar 2016, 08:39

Nun, zumindest stand das so in einem der Bücher die ich gelesen habe (Mario Cesare?) und klingt für mich einleuchtend.
Begründung: Lärm zieht am ehesten (Raub-)Tiere an und stresst ausserdem die Tiere, was sie unberechenbar macht. Solange sie ruhig sind, ist das Verhalten eher vorhersehbar und entspricht gewissen Mustern. Menschen angreifen/fressen/töten gehört da generell nicht dazu.
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Bär

Vollkommen Ahnungsloser

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34

Mittwoch, 10. Februar 2016, 08:52

Nach meinem Dafürhalten gibt es in RSA nur zwei Landräuber, die tagsüber einen Menschen als Nahrungsquelle ansehen, Löwen und Krokodile. Krokodile schließe ich jetzt mal aus, da eine Panne im Fluss eher unwahrscheinlich ist. Bleiben also Löwen. Die sind zumindest in den NPs Menschen gewohnt und würden Lärm m.E. nicht als Marschbefehl zum Mittagessen betrachten. Sie sind doch meistens gelangweilt von menschlichen Aktivitäten, eher noch genervt.
.
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Northener

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35

Mittwoch, 10. Februar 2016, 08:53

Ich meine gelesen zu haben, obwohl ich daran nicht teilgenommen habe, dass Ranger bei Safari Walks bewusst ein bisschen Lärm machen, damit kein Tier sich überrascht fühlen soll, was auch der Hauptgrund ist, wieso Lärm ("so viel wie möglich" war vielleicht übertrieben) gegenüber Bären empfohlen wird. Ein Bär ist zwar Allesfresser und kein reines Raubtier (ausgenommen Polarbären), aber können definitiv attackieren gerade falls die überrascht werden.

Mal abgesehen davon, dass wohl wenige Tiere Lärm in sich mögen. Ob die es dann vermeiden oder versuchen es auszuschalten weiss ich nicht ;)

Mel2016

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36

Mittwoch, 10. Februar 2016, 10:53

Guten Morgen :)
Wenn man mit Großkatzen im Busch konfrontiert wird gilt die Regel: Nicht rennen, keine hektischen Bewegungen machen. Man sollte sofort stehen bleiben und dann ganz langsam den Rückzug antreten. Wenn man zu mehreren unterwegs ist sollte man als Gruppe eng zusammen bleiben. Wenn es doch zum Angriff kommt sollte man sich so groß wie möglich und viel Lärm machen.

Mein Mann ist einmal aus Versehen mitten in einem Löwen Rudel gelandet. Das war in Botswana, wo die Campsites in den NPs nicht eingezäunt sind. Er kam genau in dem moment aus dem Ablution Block, als eine vierköpfige Löwen Familie an der Tuer vorbei lief. Er blieb sofort still stehen und die Tiere haben ihn nicht einmal angeguckt, obwohl er wirklich zwischen ihnen stand (die Rolle Klopapier noch in der Hand).
Vor Begegnungen mit Leoparden habe ich noch mehr Respekt, weil diese noch aggressiver reagieren als Löwen.

In sehr abgelegenen Gebieten sollte man genug Wasser und Lebensmittel dabei haben, um zur Not (bei einer Panne) im Busch übernachten zu können. Man sollte sich nicht zu Fuß auf den Weg machen, um Hilfe zu holen (es sei denn es ist wirklich Not am Manne).

Hier ist eine ganz gute Übersicht wie man sich wilden Tieren gegenüber verhalten sollte:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Liebe Grüße, Mel

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gerical (11. Februar 2016, 22:20), kOa_Master (10. Februar 2016, 11:44)

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 11:33

I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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gerical (11. Februar 2016, 22:20), SilkeMa (10. Februar 2016, 17:59), Mel2016 (10. Februar 2016, 11:38)

Gisel

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 15:29

Autopanne - o lieber nicht....

Hallo zusammen,
das hört sich ja alles ziemlich dramatisch an. Aber wir werden es dennoch wagen.
Ja, das erste Mal SA ist jetzt schon aufregend! Also Werkzeug und Wasser, ähnlich wie in den USA :thumbsup:

LG Gisela
Grüsse von Gisela

SilkeMa

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 17:49

Na, die Wahrscheinlichkeit gerade in einem NP mit Big Five eine Reifenpanne zu haben, halte ich eher gering. Das dann auch stundenlang keiner mehr vorbeifährt noch geringer. Dann müsste die Reifenpanne schon am späten Nachmittag stattfinden, das wäre ja extremes Pech ;) . Obwohl ich lieber im Nationalpark liegen bleiben würde, als im oder der Nähe eines Townships im Dunkeln ;)

Während in den USA habe ich mich schon mehrfach im Geiste durch die Wüste laufen sehen bzw. verzweifelt am Auto wartend, wenn wir zwar einen 4x4 hatten, aber keinen mit extremer Unterbodenfreiheit wie bei einem Hummer und die Stufen auf dem Weg immer höher wurden und wir Angst hatten, doch vielleicht hängen zu bleiben. Dort waren wir auch schon in Gegenden unterwegs, in denen am Wochenende evtl. auch die Amis mit Ihrem 4x4 einen Wochenendausflug machen, lt. Ranger allerdings in der Woche mit niemandem zu rechnen ist. Wenn man dann am Montag dort fährt :help: ....... So ist das, wenn man eine sehr abenteuerlustige Begleitung hat.

Irgendwo auf einem einsamen Bergpfad in Südafrika (Drakensberge o.ä.) könnte ich mir das auch vorstellen, aber das hat dann nichts mit Safari zu tun ;) .

Südafrika ist nicht Botswana ;) .

VG,
Silke

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Donnerstag, 11. Februar 2016, 20:21

Das kann doch nicht Euer Ernst sein....

...Südafrika und der Krüger sind NICHT die Wildnis. Diese Diskussion über Pinkeln im Busch oder irgendwelche Autopannen ist nun wirklich lächerlich. Wer sich in SA darüber Gedanken macht, sollte mal überlegen, wie weit er/sie sich schon von der Basis entfernt hat.

VG
Amogjar