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LIRPA 1

Gaukler

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41

Donnerstag, 11. Februar 2016, 20:41

Nun, sich darüber auszutauschen, ob und wann man in einem NP trotz Aussteigverbot aussteigt, ist zwar nicht lebensbedrohlich und auch kein großes Problem aber deswegen ja nicht unbedingt lächerlich. Es soll ja auch Leute geben, die sich in Südafrikaforen über Butternutanbau und ~rezepte austauschen. ;) Finde ich auch nicht lächerlich.

Wir hatten im Krüger zwei Pannen. Einmal einen platten Reifen. Mit dem sind wir ein paar Kilometer zum Camp weiter gerollt. Kein Problem. Es war kurz vor Toreschluß und im Dunkeln wollten wir den Reifenwechsel mangels Taschenlampe nicht unbedingt machen. Beim anderen Mal ist das Schutzplastik unter dem Motorraum in einer Pfütze gelöst worden und schleifte dann unter dem Fahrzeug. Wir konnten nicht erkennen, was da schleift und haben das dann in Afsaal uns genauer angesehen und sind halt bis dahin langsam gefahren (machen wir sowieso). Auch kein Problem. Ehrlich gesagt fände ich z.B. am Baden Powell Drive Freitag nachts eine Reifenpanne durchaus unangenehmer...

LG Lilly

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U310343

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42

Samstag, 13. Februar 2016, 03:51

...Südafrika und der Krüger sind NICHT die Wildnis. Diese Diskussion über Pinkeln im Busch oder irgendwelche Autopannen ist nun wirklich lächerlich. Wer sich in SA darüber Gedanken macht, sollte mal überlegen, wie weit er/sie sich schon von der Basis entfernt hat.

VG
Amogjar


So ganz lächerlich finde ich die Fragen nicht.
Wir denken noch heute an eine Situation wo unser kleiner Sohn im Krügerpark mal eben musste. Alles trotz Belehrung bei Pausen das notwendige zu tun und mitten im Busch. Vor lauter Angst, natürlich ganz nah am Fahrzeug, dauerte das gefühlt eine Ewigkeit.

Pannen hatten wir noch nie. Heute hätte ich keine Bedenken den Reifen zu wechseln, mit den bereits hier beschriebenen Sicherheitsregeln.
Fällt der Motor aus dann heißt es klar, im Auto bleiben bis Hilfe kommt.
Wir sind im Januar wieder einige Tage im Krügerpark. Ich bin ziemlich entspannt und vermute das mein Vodacom Handy weitestgehend Empfang hat.

Viel gefährlicher ist das Thema, beim Fotografieren halb aus dem Auto zu klettern
Wir haben bei unserer Tour verzweifelt den von den anderen gesichteten Leopard gesucht.
Er lag direkt neben uns im Gras. Ich wäre fast draufgefahren Da hätte ich lieber mehr Abstand zwischen meinem Hals und Tier als einige wenige Meter gehabt.

Aber dann sind Einzelergebnisse von denen man zehrt, alles andere läuft ganz entspannt und ohne Probleme ab.
Mit den Leihwagen, die zumeist ziemlich neu waren, gab es noch nie Probleme.

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Bär

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43

Samstag, 13. Februar 2016, 08:15

Der Thread hat mal mit umsichtigem Verhalten bei Tiersichtungen begonnen und ist nun bei eher ungewöhnlichen Situation angelangt. Und weil dies hier sicherlich viele Leute lesen, die noch nie im Krüger oder anderen Nationalparks waren und keine oder unklare Vorstellungen von den dortigen Verhältnissen haben, nochmal ein paar Anmerkungen, damit keine Missverständnisse aufkommen.

Amogjar hat recht, südafrikanische Nationalparks sind in der Regel keine Wildnis. Dies bedeutet nicht, dass es dort landschaftlich nicht wunderschön wäre oder dass sich dort keine gefährlichen Tiere aufhalten, sondern dass bei Pannen Hilfe meist nicht weit entfernt ist und man sich selbstverständlich gegenseitig unterstützt. Im Krüger kann ich mich an nur eine einzige Situation erinnern, in der nicht spätestens nach eine Stunde ein anderes Auto vorbeigekommen ist. Das war mittags, wenn ohnehin weniger Leute unterwegs sind. Hätten wir noch länger gewartet, wären sicherlich noch welche aufgetaucht.

In etwa der Hälfte des KNP hat man Mobilfunkempfang, im Süden mehr als im Norden und im westlichen Parkteil eher als im Osten. Die Telefonnummern vom Camp und dem Duty Manager sollte man allerdings dabei haben. Da jeder einen Fotoapparat hat und die Nummern an der Rezeption hängen sollte es kein Problem sein, sie kurz abzufotografieren.

Sollte der seeeeehr unwahrscheinlichen Fall eintreten, dass man kurz vor Toreschluss abends der Letzte auf einer abgelegenen Straße ist und man eine Panne hat und kein Mobilfunkempfang möglich ist, dann würde ich im Auto übernachten. Das geht. Wir haben daher immer einen 5l-Kanister Wasser im Auto, den man in jedem Supermarkt kaufen kann.

Vorsichtshalber werfe ich darüber hinaus die erste 0,5-l Plastik-Milchflasche nicht weg, sondern spüle sie aus und lege sie unter den Fahrersitz für dringende Angelegenheiten. Habe sie noch nie nutzen müssen aber das Wissen, dass sie greifbar wäre, beruhigt.

Mir ist kein einziger Fall bekannt, wo ein Tourist in einem Nationalpark zu Schaden gekommen wäre, weil er nach einer Panne in seinem Auto gewartet hat.

Was häufiger vorkommt sind Verletzungen weil man Tiere unterschätzt. Vor allem die kleineren. Affen kämpfen um Futter und selbstverständlich sollte man auch Mangusten so wie allen Katzenartigen eher ausweichen - was sie aber im Normalfall schon von alleine tun. Aber auch Fledermäuse beißen, kratzen und verteidigen sich, so wie nahezu alle Tiere, die angefasst oder bedrängt werden. Aus Sicht des Tieres sind wir Menschen immer Angreifer.

Die wenigen Todesfälle in Zusammenhang mit Tieren - vornehmlich Löwen - sind so außergewöhnlich, dass sie ein entsprechendes Medienecho finden. Ich tippe auf 2-3 Tote pro Jahr - bei 2 Mio Besuchern (exkl. Table Mountain NP) eine doch eher geringe Zahl. Die größten plötzlich eintretenden Gesundheitsrisiken in den Nationalparks dürften daher nicht Löwen und Elefanten sein, sondern dieselben wie auch zuhause - Herzinfarkt und Schlaganfall. Daher würde ich empfehlen, es bei entsprechender Vordisposition oder in höherem Alter im Urlaub nicht zu übertreiben. Nicht viele Stunden im Auto sitzen, sondern die Picknickplätze aufsuchen und die Beine vertreten, extreme Hitze, Stress und Aufregung meiden... Manchmal kann man das auch schon bei der Reiseplanung berücksichtigen und sich nicht allzuviel auf einmal vornehmen. Leute in Zeitdruck sind gestresster, fahren schneller und sind rücksichtsloser.

Normalerweise geht es in den Nationalparks jedoch gemütlich zu und das ist gut so. Gefährlicher wird es, sobald man den Park verlässt.
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Christel66

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44

Montag, 25. Juli 2016, 09:33

Erst einmal Hallo und vielen Dank an alle für die vielen Tipps.

Nun habe ich noch eine Frage dazu, und zwar, man sollte ja immer rechtzeitig Pausen einlegen um menschlichen Bedürfnissen genüge zu tun. Ich habe schon mal im Netz nach einer Strassenkarte oder ähnlichem vom KNP gesucht, leider aber nichts gefunden. Ich nehme an, das ich an den Gates so etwas bekommen könnte, eine Karte in der die ganzen Pausen- und Rastplätze, und alles andere Wichtige verzeichnet ist. Weiß jemand, wo ich so etwas vielleicht schon hier in Deutschland vorab bekommen kann? Und wenn das noch in deutsch wäre, das wäre super, zur Not geht natürlich auch englisch

LG Christel

Hochwälderin

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45

Dienstag, 26. Juli 2016, 05:46

Toilettengang im Busch

Hallo,

Marie, großes Kompliment für deine " Busch-Benimmschule ", leider läuft es sehr oft nicht wie beschrieben und es bilden sich wüste Knäuel von Fahrzeugen rund um eine Großkatze bzw. die Autos hängen den Elefanten an den Hinterbeinen.

Mit über 50 Lenzen habe ich als Frau - wie so viele in meinem Alter - so meine Problemchen mit häufigerem " hinter dem Busch verschwinden müssen " und trinke deshalb schon viel zu wenig, wenn wir auf Pirschfahrt gehen wollen. Dieses jahr habe ich es anders gemacht und mir folgendes Hilfsmittel gekauft, das für Herren ebenso interessant ist :

Uritravel Mini-Mobilurinal ( bei Interesse einfach damit googeln )

Die gibt es im 3er-Pack und sie bestehen aus einem kleinen Auffangbecher, aus dem sich ein großer, angeschweißter Urinbeutel entfalten lässt und die Teile beinhalten ein Granulat im Deckel. Man kann sich wirklich völlig unbemerkt im Auto erleichtern , während andere Autos vorbeifahren, dann den Deckel schließen, auf den Deckel drücken, woraufhin das Granulat in den Urinbeutel fällt und in Sekunden alles zu einem geruchlosen Gel verdickt , danach einfach das Teil in einen blickdichten Müllsack geben und ab damit in den nächsten Mülleimer am Weg - eine kollossale Erleichterung, wenn man nicht ( unerlaubt !! ) aussteigen will oder kann, weil Raubtiere in der Nähe sind oder Autos. Mit " größeren " " Entsorgungsproblemen der Stoffwechsel-Endprodukte " waren wir noch nie konfrontiert, das ist auch ein wenig Trainingssache und Timing.

LG,
die Hochwälderin

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M@rie

Buschbaby

  • »M@rie« ist der Autor dieses Themas

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46

Mittwoch, 27. Juli 2016, 11:12

alls Posts bzgl. Karten etc sind in den neuen (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) verschoben worden - weitere Tipps zu Strassenkarten, Booklets etc bitte dort posten
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, Kruger 2019 - in "trockenen Tüchern" ,,,^..^,,,

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Neoner

Anfänger

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47

Dienstag, 14. März 2017, 11:48

Sicherheit in Camps vor Tieren?

Servus,

Da ich auf Youtube auf einige Videos gestoßen bin (und auch hier im Forum auf Bilder, bspw. der Löwe der im Eingangsbereich einer Hütte lag) eine Frage:
Wie ist es um die Sicherheit in den Camps gestellt? Wie wird sichergestellt, das keine Tiere in die Camps gelangen?

Der Gedanke das ein Löwe sich in so einer Dusche vor der Sonne schützt und ich da rein stolziere.. :danke:



oder auch hier:


Falls die Frage jetzt zu Doof erscheint: Ich war noch nie in Südafrika und weiß auch nicht in wie weit die Camps in Nationalparks umzäunt sind bzw. ob diese überhaupt umzäunt sind.

Beste Grüße
Musti

bibi2406

Erleuchteter

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48

Dienstag, 14. März 2017, 13:30

Hallo Musti,

Es gibt sowohl eingezäunte Camps und Lodges, als auch solche, die nur einen sog. Elefantenzaun haben. Löwen und andere (Raub)tiere können dort aber auch in die Camps gelangen.
Wir waren z.B. in einer Lodge, die nicht eingezäunt ist und der Ranger hat 1 Monat vor unserem Aufenthalt dort einen Löwen beobachtet, der aus dem Teich neben dem Restaurant getrunken hat. 20 min später sind dann die Safarigäste nichtsahnend zum Kaffetrinken dorthin gegangen.
Es war schon dämmrig und deshalb durften sie dann alleine den Bungalow verlassen.
Abends und wenn es dunkel ist, wird man in solchen privaten Lodges dann von einem Ranger ( oder eben auch mal der Bedienung :thumbup: ) ins Zimmer begleitet. Bewaffnet allerdings oft nur mit einer Taschenlampe :D


LG
Barbara


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Beleza

Die Neugierige ;-)

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Dienstag, 14. März 2017, 13:50

Hallo Musti,

wie Barbara schon richtig geschrieben hat, gibt es sowohl eingezäunte als auch uneingezäunte Camps. Vor allem in Botswana oder auch Zambia und Zimbabwe gibt es viele nicht eingezäunte Camps, doch auch zum Beispiel im Kruger sind diese offenen Camps zu finden. Viele Touristen besuchen gerade diese Camps um eben eine möglichst nahe Begegnung zu den Tieren haben zu können. Natürlich immer im Rahmen der eigenen Sicherheit, aber was gibt es spannenderes als einen Löwen direkt vom Zelt aus beobachten zu können (zumindest mir geht es so).

Wem das zu unsicher oder aufregend ist, sollte eventuell lieber eingezäunte Camps wählen. Doch auch hier kann es passieren, dass man auf das ein oder andere Wildtier im Camp trifft. Oft nur Antilopen oder Warzenschweine aber hin und wieder auch eine Hyäne oder wie erst letztens in Letaba ein Leopard.

Bedenke, du befindest dich im Lebensraum der Tiere. Eine gewisse Vorsicht ist da immer angebracht. Leider kommt es sehr selten nämlich doch zu Unfällen, die fast immer aus der Naivität der Touristen heraus entstanden sind.

Viele Grüße
Beleza
"Sing like no one's listening, love like you've never been hurt, dance like nobody's watching, and live like its heaven on earth"

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kOa_Master

Dipl. Ing. Afr.

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Dienstag, 14. März 2017, 17:37

Ich bin letzten Monat in Botswana (Savuti Campsite) in eine Horde Wildhunde auf Impala-Jagd reingelaufen, als ich abends um 8 Uhr zum Ablutions-Block gelaufen bin. Da Wildhunde aber grundsätzlich keine Menschen angreifen, war es vielmehr faszinierend als gefährlich. Sie haben mich auch grösstenteils ignoriert und ziemlich sicher auch die paar anderen Leute, die sich auf dem Campingplatz aufgehalten haben.
In Khwai North Gate, ebenfalls auf dem Weg zur Dusche bin ich sehr unerwartet morgens um kurz vor acht in drei Hyänen gelaufen, die offensichtlich am streiten waren - das hat mich doch ein bisschen mehr zusammenzucken lassen (Hyänen-Weibchen aus 5-10m Distanz sind riesig!), aber auch hier haben sich die Tiere aus dem Staub gemacht (vorerst) und sind abgehauen.

Was ich damit sagen will ist: In den allermeisten Fällen haben Tiere mehr Angst vor dir als umgekehrt. Ausserdem sind Menschen auch nicht unbedingt ein bekanntes Futter...
Ausnahme sind vielleicht tatsächlich Löwen nachts, aber da hilft wie schon erwähnt ein umsichtiger Blick und eine Taschenlampe um nicht "zufällig" in Löwen reinzulaufen. Auch die sind nicht grundsätzlich nach Menschen als Futterquelle am Suchen.

In Südafrika selber gibt es allerdings kaum Orte, an denen Touristen (nachts) in nichtumzäunten Gebieten mit "gefährlichen" Wildtieren herumlaufen müssen/können. Entweder sind die Gebiete umzäunt, man ist in einer festen Unterkunft oder man wird von einem Guide begleitet.
Ich behaupte mal, dass man selber sehr gezielt Plätze suchen muss, an denen man wirklich auf sich gestellt in nicht-umzäunten Gebieten ist. In 99% der Erstlings-Reisen wird das wohl nicht vorkommen, resp. ist man in umzäunten Gebieten oder wird begleitet. Eine Portion Wachsamkeit und Respekt ist aber trotzdem immer notwendig und sinnvoll. Angst braucht man aber keine zu haben. ;)
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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