Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen im "Suedafrika-Forum.org"! Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden. Wichtiger Hinweis zur Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

rhein-mainer

Uralter Shongololo

Beiträge: 815

Dabei seit: 6. April 2012

Danksagungen: 1510

  • Nachricht senden

41

Mittwoch, 4. Februar 2015, 17:09

Noch mal zu malaria

Hi. Wie ich in der Sparte " Südafrika allgemein " heute schrieb , gab es gestern und heute ein sehr gut gemachten Film , rund um den Krüger Park vom ORF. In diesem Film wird unter anderem erwähnt , das sehr viele , es wird von bis zu (einer Million )Leute gesprochen , den Park besuchen. Vergegenwärtig man diese fiktive Zahl mit den evtl an Malaria erkrankten (die in keiner Statistik erwähnt werden ), ist wohl das Risiko relativ klein. Und wie auch Jackson 15 schreibt ,der die zT. starken Nebenwirkungen beschreibt , wohl der Faktor einer Erkrankung an Malaria , beim einem evtl Ausbruch bei schneller Behandlung in den Griff zu bekommen.

Meike

Neuling

Beiträge: 26

Dabei seit: 31. Januar 2015

Danksagungen: 9

  • Nachricht senden

42

Mittwoch, 4. Februar 2015, 19:40

Hi rhein-mainer,

ich habe gelesen dass in Deutschland etwa 900 Menschen jährlich an Malaria erkranken und eine Handvoll wenn überhaupt daran sterben. Von den 900 sollen im Schnitt 90 Prozent aus Afrika (nicht Südafrika!!) kommen.
Jetzt wäre die Frage wieviele der Million Krüger Besucher Deutsche sind? :D Dann könnte man rechnen. Wobei selbst dann werden von den 900 Erkrankten bestimmt nicht viele aus Südafrika kommen, da ja in anderen Afrika Ländern das Risiko wesentlich höher ist. Z. B. Kenia soweit ich weiß, das ja ziemlich touristisch ist und bei den Deutschen sehr beliebt. Ich stimme dir jedenfalls zu, die Wahrscheinlichkeit kann nicht hoch sein. Und wenn man dann noch zu den Leuten gehört die sich extremst schützen, dann ist es doch sehr unwahrscheinlich dass etwas passiert denke ich :)

Achso, den Film, kriegt man den Online irgendwoher??? Würde mich ja sehr interessieren. Wie heißt er denn? Danke!

LG
Meike

M@rie

Buschbaby

Beiträge: 5 560

Danksagungen: 10253

  • Nachricht senden

43

Mittwoch, 4. Februar 2015, 20:04

Und wenn man dann noch zu den Leuten gehört die sich extremst schützen,

nicht der extremste Schutz ist wichtig, sondern der sinnvoll(st)e :whistling: ;)
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, Kruger 2019 - in "trockenen Tüchern" ,,,^..^,,,

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

yoshi1310 (5. Februar 2015, 12:24), Cassandra (5. Februar 2015, 06:47), sunny_r (4. Februar 2015, 21:45)

Meike

Neuling

Beiträge: 26

Dabei seit: 31. Januar 2015

Danksagungen: 9

  • Nachricht senden

44

Mittwoch, 4. Februar 2015, 20:15

schön dass hier immer jemand ist der es besser weiß und jedes einzelne Wort auf die Goldwaage gelegt wird :thumbsup:

Marchese

Dr. Iveyn

Beiträge: 1 622

Dabei seit: 10. Januar 2012

Danksagungen: 3188

  • Nachricht senden

45

Donnerstag, 5. Februar 2015, 08:44

dass hier immer jemand ist der es besser weiß


Stimmt, das ist wirklich toll. So können hier auch Allwissende noch etwas dazu lernen - ein Pertetuum Mobile sozusagen! :P

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bär (5. Februar 2015, 18:04), Fop (5. Februar 2015, 12:00)

rhein-mainer

Uralter Shongololo

Beiträge: 815

Dabei seit: 6. April 2012

Danksagungen: 1510

  • Nachricht senden

46

Donnerstag, 5. Februar 2015, 23:54

zu dem Film

Hi Meike

Wie ich schon schrieb , lief der Film in ARD Alpha. habe mal in der Mediathek der ARD nachgesehen . da ist Alpha nicht aufgeführt . Evtl. bringt eine Anfrage an die ARD dazu etwas . Versuche es doch mal . Die Sender sind immer an Zuschauer Meinungen sehr interessiert (Ich gehe mal nicht näher darauf ein ......) Die Antworten bestimmt , oder leiten die Anfrage evtl an ORF weiter . Wenn genügend fragen wird der Film bestimmt wieder gezeigt .

Der Film hieß : Südafrika _ Natur unser Leben . Schau mal in der Forumsrubrik " Südafrika allgemein Filmtipps.

VG Horst

mahatari

Schwalbe

Beiträge: 621

Dabei seit: 19. November 2009

Danksagungen: 494

  • Nachricht senden

47

Freitag, 6. Februar 2015, 15:42

Malarone einfach in Südafrika kaufen

Ich habe schon des öfteren gelesen, dass man Malarone/Malarin rezeptfrei in Südafrika kaufen kann. Dem ist aber nicht so. Wir haben bisher keine medikamentöse Malariaprophylaxe betrieben, auch nicht im Krüger. Nun wollen wir aber nächste Woche in den Norden Namibias aufbrechen und da wollen wir zumindest Malarin als stand-by mitnehmen. Heute habe ich nun versucht Malarin in Kapstadt zu kaufen. Erst in der dritten Apotheke konnten wir die Apothekerin überreden, uns zwei Schachteln zu geben,obwohl ich ja meinen internationalen Arztausweis vorlegen konnte. Malarone ist hier in Südafrika genauso rezeptpflichtig wie in Deutschland. Und als deutscher Arzt ohne südafrikanische Zulassung, kann man auch nur mit Gück und Überredungskunst rezeptpflichtige Medikamente ergattern.
Viele Grüße
Peter
""Wenn Du immer alle Regeln befolgst, verpasst Du den ganzen Spass! (Katharine Hepburn)""

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Cécile (6. Februar 2015, 15:58)

tarentaal2862

Erleuchteter

Beiträge: 582

Dabei seit: 6. Juni 2011

Danksagungen: 1117

  • Nachricht senden

48

Freitag, 6. Februar 2015, 15:57

Heute habe ich nun versucht Malarin in Kapstadt zu kaufen. Erst in der dritten Apotheke konnten wir die Apothekerin überreden, uns zwei Schachteln zu geben,obwohl ich ja meinen internationalen Arztausweis vorlegen konnte
Hallo matahari,

es scheint immer vom jeweiligen Apothekenbetreiber abzuhängen. In einem anderen Thread habe ich mein Einkauferlebnis beschrieben, auch in Kapstadt, V&A Center. Der Apotheker hat nur einen Blick aufs deutsche Rezept geworfen, gemeint ich soll am Nachmittag wieder kommen wenn er seine Lieferung erhalten hat, und das wars. Durfte sogar das Originalrezept behalten.

Im Clicks dagegen waren sie stur. Scheint immer darauf anzukommen, ob einer Umsatz machen will oder nicht. Und gerade weil Malerone auch in SA ziemlich teuer ist.

Gruss Karl

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

mahatari (6. Februar 2015, 21:03), Cécile (6. Februar 2015, 16:03)

mahatari

Schwalbe

Beiträge: 621

Dabei seit: 19. November 2009

Danksagungen: 494

  • Nachricht senden

49

Freitag, 6. Februar 2015, 16:27

So ist es wohl, als wir vor 2 Jahren via de Hoop und Stormsriver Mouth in den Addo sind, hatte ich meine ganzen Blutdruck-Pillen (ja, man wird älter) vergessen. In Bredasdorp habe ich sie dann von einem sehr netten Apotheker bei Checkers bekommen.
In Deutschland sind ja auch oft Geschäfte "wegen Reichtums geschlossen".
""Wenn Du immer alle Regeln befolgst, verpasst Du den ganzen Spass! (Katharine Hepburn)""

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

tarentaal2862 (6. Februar 2015, 16:37)

Hochwälderin

Reisetante

Beiträge: 365

Danksagungen: 950

  • Nachricht senden

50

Mittwoch, 25. Februar 2015, 09:40

@ Tarentaal und andere Erfahrene zum Thema - Malarone für Marloth Park und Krüger Park im März 2015

Hallo Karl und alle anderen, die sich mit meiner Frage auskennen,

nächste Woche ist es wieder soweit und wir starten für gut 14 Tage in den Marloth Park :) , in diese Zeit fallen 3-4 Tage Krüger Park mit 2 Übernachtungen dort. Da der Krüger Park von Oktober bis Mai als Risiko-Gebiet für Malaria gilt und ich davon ausgehen, dass durch die unmittelbare Nachbarschaft des MP an den Crocodile River auch der MP davon nicht ausgeschlossen ist, erwäge ich die Prophylaxe mit Malarone - es gibt übrigens seit kurzem auch wesentlich preiswertere Generika dieses Mittels.

Wie handhabst du/ wie handhabt ihr das - durchgehende Prophalaxe oder Stand-by ? Wir halten uns ab Einbruch der Dunkelheit grundsätzlich nicht mehr draußen auf und nach kurzem, aber gründlichem Lüften der Ferienwohnung am frühen Morgen ( wir sind Frühaufsteher ) , wenn es noch kühl ist, bleiben bei uns Türen und Fenster der Unterkunft verschlossen, geschlafen wird unter Moskitonetzen und wir sprühen uns vor Verlassen des Hauses von oben bis unten mit Mückenspray ein.

Da mein Mann wegen seiner Herzerkrankung verschiedene Medis nimmt, weiß ich nicht so recht, was ich mit ihm machen soll, unser Hausarzt fand keine besonderen " Gefährdungshinweise " für ihn bezüglich eines Risikos bei Einnahme von Malarone und ich habe beim Googeln auch nichts wirklich Aussagekräftiges gefunden. Ich tendiere deshalb - wie schon gesagt - zur durchgehenden Prophylaxe , was ich normalerweise bei Besuchen von Mitte Mai bis Ende September nicht machen würde, da haben wir Malarone bisher immer nur als Stand-by Medikament dabei gehabt.

Freue mich auf deine/eure Antwort,
die eingeschneite Hochwälderin

Hochwälderin

Reisetante

Beiträge: 365

Danksagungen: 950

  • Nachricht senden

51

Donnerstag, 26. Februar 2015, 22:30

Apotheken und Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente - unsere Erfahrungen in RSA

Leider mussten wir in Südafrika auch schon 2 x Apotheker wegen verschreibungspflichtiger Medikamente bemühen und waren beide Male sehr positiv überrascht von deren Hilfsbereitschaft. Ein in Deutschland verschreibungspflichtiges Asthma-Mittel wurde meinem Mann ohne Probleme verkauft und nach vergessener Mitnahme seiner gesamten Herzmedikamente aus einer Unterkunft vor 2 Jahren erlebten wir in der Middelburg Mall in 2 verschiedenen Apotheken, dass sich bis zu 3 Damen des pharmazeutischen Personals buchstäblich die Beine ausrissen, um alle benötigten Medis für meinen Mann zu besorgen.

Ein guter Rat in diesem Zusammenhang : Immer daheim vom Hausarzt einen mehrsprachig verfassten internationalen Medikamentenpass ( download z.B. hier : (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) ausfüllen und mit Arztunterschrift und Praxisstempel versehen lassen, das erleichtert alles ungemein, denn dieser Pass wird quasi wie ein Privatrezept behandelt und ohne Probleme beliefert. Da wir vor 2 Jahren nur noch 2 Tage vor Ort plus Heimflug vor uns hatten, wurde sogar die passende Menge Tabletten aus den Blistern herausgeschnitten und so waren die Ausgaben auch sehr gering.

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Cassandra (27. Februar 2015, 15:03), nad (27. Februar 2015, 11:04), Bär (27. Februar 2015, 05:52)

Cali65

Anfänger

Beiträge: 2

Dabei seit: 15. April 2015

  • Nachricht senden

52

Mittwoch, 15. April 2015, 16:05

Hallo,

ich bin neu hier und bitte um Eure Meinungen. :danke:

Mir geht es um eine Reise im Zeitraum ab 07.09. mit den Stationen Blyde River Canyon ( 1 Nacht ), Rand des Krüger-Parks ( 2 N ), Hazyview, Swasiland Mlilwane Wildlife ( 1 N ), HluHluwe Game reserve ( 2 N ), St. Lucia (1 N ), ab dort Fahrt nach Durban usw. Späterer Reiseverlauf ist dann Drakensberge, Flug nach Port Elizabeth, Garden Route, Knysna, Kleine Karoo, Robertson, Kapstadt mit insgesamt 3 Wochen.

Welche Malariavorsorge würdet ihr für diese Tour empfehlen? Echte Prophylaxe oder nur Vorsoge mittels Mittel ( mit DEET ) und Moskitonetz und Notfallmedikation ( Malarone )?

Lt. Karte ist das bis auf den Ausflug in den Krügerpark moderates Risiko und zudem bitte ich euch "Fachleute" den Zeitraum zu beurteilen. Also spätestens am 14.9 sind wir dann in Durban und damit raus aus der Zone.

Auffrischen wollten wir Hepatitis A. B ist wohl eher Quatsch aber kann man vielleicht auch.

Was empfehlt ihr noch? Herzlichen Dank vorab. :thumbup:

Lieben Dank.

OHV_44

Winelands

Beiträge: 2 478

Danksagungen: 4778

  • Nachricht senden

53

Mittwoch, 15. April 2015, 17:44

ich bin neu hier...
das auch noch. :rolleyes:

Einfach mal einige Stichwörter in die SUCHE eingeben. Ist doch sicher aus anderen Foren bekannt!!??

:wine: :wine: :wine:
Karotten verbessern die Sehkraft, Wein verdoppelt sie!


Gruß Micha

Cali65

Anfänger

Beiträge: 2

Dabei seit: 15. April 2015

  • Nachricht senden

54

Mittwoch, 15. April 2015, 18:28

Einfach mal einige Stichwörter in die SUCHE eingeben. Ist doch sicher aus anderen Foren bekannt!!??
Keine Angst. :D Wegen Wein :wine: und Essen fahre ich nicht nach Südafrika.

Bei meiner Suche und Stichwort Malaria und Parks kam ich genau hier an. In diesem Thread wird aber die Frage nach Anfang September bisher nicht beantwortet und im Internet findet man auf tropenmedizinischen Seiten erhöhtes Risiko erst ab Oktober.
Auch gibt es ja zu Kwa Zulu sehr unterschiedliche Aussagen.

Vielleicht findet sich ja jemand mit ergänzenden Kenntnissen oder einer Meinung. :help:

M@rie

Buschbaby

Beiträge: 5 560

Danksagungen: 10253

  • Nachricht senden

55

Mittwoch, 15. April 2015, 19:11

Vielleicht findet sich ja jemand mit ergänzenden Kenntnissen oder einer Meinung.

ja, der findet sich mit Sicherheit, nämlich ein zertifizierter Reise- bzw Tropen-Mediziner, der in diesem Fall aufgesucht werden sollte.
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, Kruger 2019 - in "trockenen Tüchern" ,,,^..^,,,

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bär (15. April 2015, 23:38)

maddy

Erleuchteter

Beiträge: 1 326

Dabei seit: 10. Juni 2011

Danksagungen: 6497

  • Nachricht senden

56

Mittwoch, 15. April 2015, 19:28

Hallo Cali,
Auch gibt es ja zu Kwa Zulu sehr unterschiedliche Aussagen.
Wenn du den thread gelesen hast, dann hast du ja die Karte gesehen. Das ist der neueste Stand.
Meiner Meinung nach genuegt fuer deine Route als prophylaxe das Mueckenspray Peaceful Sleep. Aber das muss natuerlich jeder selber wissen.
Und meine Einstellung uebe 'stand-by medication' hast ja wahrscheinlich auch gelesen.

Wegen Impfungen lass dich vom Reisemediziner beraten.

Gruss aus Sodwana
Maddy

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bär (15. April 2015, 23:38)

Beat H. Schweizer

Rentner mit Traeumen

Beiträge: 415

Dabei seit: 24. Juni 2004

Danksagungen: 1103

  • Nachricht senden

57

Donnerstag, 16. April 2015, 00:24

Malaria-Immunitaet...

Hallo Maddi und weitere Leser!
Schon öfters bin ich mit dem Thema in kontakt gekommen, wehre mich vehement gegen irgendwelche Prophylaxe, da ich schon Personen mit bösen Nebenwirkungen erlebt habe (nicht an mir). Das entsprechende Medikament wird allerdings nicht (mehr) in den Anfragen und Berichten angeführt.
Während 25 Jahren war ich in Kenya im Urlaub, zweimal auch länger aus beruflichen Gründen. Zu Beginn, das war 1972, wurde das Tropeninstitut aufgesucht, man liess sich impfen und Malariaprophylaxe eingenommen. Damals war das auch angezeigt, es war noch viel mehr "Viecherei" in der Luft als heutzutage. Nach ein paar Jahren hat man das malausgelassen und dann ganz einfach nicht mehr praktiziert
Was mir aufgefallen ist war, dass die Kartenwerke der WHO immer den tatsächlichen Begebenheiten hintennach gehinkt sind. Also nach Empfehlungen von vorvorletzten Jahr gehandelt wurde. Man soll das nicht auf die leichte Schulter nehmen, Erkrankungen sind immer lästig, bis gefährlich. Aber ich habe weder in Namibia noch in Südafrika je Malariamittel eingenommen - die letzten im Medizinalkoffer sind wegen Ablauf der Fristen entsorgt worden. Auch sind mir schon Berichte untergekommen, nach denen Suedafrika als ganz malariafrei erklärt werden soll. Scheint aber noch nicht so weit zu sein. Zudem ist wohl nur eine kleine Ecke in Limpopo noch wirklich schwach gefährdetes Gebiet. So auch Namibia; Südlich von Tsumeb schient alles ganzjährig malariafrei zu sein. Womit schon mal die Abhängigkeit der Jahreszeiten (Regenzeiten) angesprochen ist. Ist kein stehendes Wasser vorhanden, kann sich die Tsetsefliege schon gar nicht entwickeln! Ist die Nasszeit nicht drei Wochen lang, so ist die Entwicklung der Fliege auch nicht gesichert. Egal, man muss sich einfach vorsehen, aber für Prophylaxe bin ich persönlich nicht zu haben.
Da stellt sich noch die Frage: Kann man immun werden? Kein Mensch in der Region wohnend, kann oder will sich die Medis leisten. Ich habe seit dreissig Jahren nichts mehr dergleichen eingenommen und reise doch hin und wieder in nach WHO wenigstens "leicht gefährdete" Gebiete.
Ach ja, da ist noch das SA Health Departement, das Karten ausgibt mit der Einstufung von Malariagebieten. Diese sind meiner Meinung nach sehr übertrieben. Warum? Weil sich die "offizielle Seite" absichern muss. Ärzte und Apotheker sind da sicher anderer Meinung...
Meine Gedanken
Battli
Gartenbahner, Modellbauer, Vielreisender. Alles in der HP www.trainmaster48.net nachzulesen.

kOa_Master

Dipl. Ing. Afr.

Beiträge: 2 662

Dabei seit: 29. April 2014

Danksagungen: 7462

  • Nachricht senden

58

Donnerstag, 16. April 2015, 06:23

Ui Beat, pass bitte auf mit solchen Kommentaren bezüglich Immunität etc.
Immun kann man insofern nicht werden, als das man nach einem Ausbruch der Krankheit diese Jahre später genauso wieder einfangen kann - mein Grossonkel hat sich in Sierra Leone gleich zweimal Malaria geholt, das zweite Mal mit knapp 60 und einem langen Spitalaufenthalt.
Mal abgesehen davon, dass es sich nicht um die Tsetse-Fliege handelt (die überträgt die sog. Schlafkrankheit), sondern um gewisse Spezies der weiblichen Anopheles-Mücke.
Und was du vermutlich meinst (als Medikament) ist Mefloquine - immernoch eines der wichtigsten Medikamente gegen Malaria und für die allermeisten Menschen ohne Nebeneffekte.
Was hingegen vollkommen richtig ist: Nicht jeder und nicht zwingend hat man Malaria bloss weil man in diesen Regionen war. Gerade bei längeren Aufenthalten in diesen Ländern verzichtet man vermutlich darauf und geht halt das Risiko ein.

Es ist auch nicht alleine das SA Health Department, welches alleine die Karten rausgibt. Aber natürlich ist man bei solchen Dingen lieber auf der vorsichtigen Seite, so dass es sicher seine Zeit geht, bis ein Gebiet als malariafrei gilt. Schliesslich kann man das ja auch nicht einfach in der Luft messen und sagen "ja, jetzt gibt es hier kein Malaria mehr".
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

andre1211 (16. April 2015, 08:17)

Beat H. Schweizer

Rentner mit Traeumen

Beiträge: 415

Dabei seit: 24. Juni 2004

Danksagungen: 1103

  • Nachricht senden

59

Donnerstag, 16. April 2015, 10:20

Hallo k0a_Master!
Ich habe ja die Frage gestellt, ob es möglich ist, dass man "immun" wird. Nach deinem sicher fundierten Kommentar ist dies eher nicht der Fall - eine klare Antwort, Danke. Das angesprochene Medikament war Lariam.
Carpe diem
Battli
Gartenbahner, Modellbauer, Vielreisender. Alles in der HP www.trainmaster48.net nachzulesen.

kOa_Master

Dipl. Ing. Afr.

Beiträge: 2 662

Dabei seit: 29. April 2014

Danksagungen: 7462

  • Nachricht senden

60

Donnerstag, 16. April 2015, 14:48

Ja, Lariam habe ich auch gemeint (Medikament-Name des Produkts von Roche, die anderen sind Mephaquin oder Mefliam).

Mir sind nur zwei Arten von Semi-Immunitäten bekannt:
- Menschen mit Sichelzellanämie erkranken nicht an den schweren Folgen von Malaria (können die Krankheit aber trotzdem bekommen, einfach nicht so schlimm als das man sie klar erkennt)
- Nachdem man Malaria durchgestanden hat, hat man eine gewisse Zeit genügend Abwehrkräfte im Körper. Das verschwindet aber wieder, sobald man z.B. längere Zeit ausserhalb eines Malariagebiets ist.

An dieser Stelle möchte ich aber auch klar sagen: ich bin nicht Tropenmediziner, habe aber zumindest einen in der Familie. Von daher sind meine Aussagen nicht fundiert auf eigener täglicher Erfahrung und medizinischer Hochschulausbildung.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

sunny_r (17. April 2015, 20:18), Beat H. Schweizer (17. April 2015, 18:19), OHV_44 (16. April 2015, 16:27)