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Hot for ZA

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21

Mittwoch, 29. April 2015, 01:09

Alleine reisen

Hallo,

also, anscheinend habe ich nicht so richtig verstanden, was die Aufregung um meinen Trip ausgelöst hat. Ich mache mir Gedanken darüber, was ihr so antwortet aber nachvollziehen kann ich es nicht so richtig... ?(
Es gibt Reiseunternehmen, die genau diese Strecke in 16 Tagen anbieten, und Krügerpark noch in dieser Zeit mit einschliesst. Ich lasse mir für die Strecke Kapstadt->Pretoria 3 Wochen Zeit und hänge Krüger Park noch hinten dran...
Trotzdem habe ich dem "Rat" von Bär Aufmerksamkeit gewidmet und mich um einige Reiseführer bereichert. (Jaja, und Googlemaps unterstützt mich bei meiner Planung immer noch...) Aber trotzdem begleitet mich eure Kritik!! :S Warum glaubt ihr, ich würde in dieser Zeit nur im Auto sitzen und nichts um mich herum entdecken? Und die Option von Durban nach Joburg zu fliegen kann ich ja dann vor Ort entscheiden, je nach dem, wie lange ich tatsächlich bis Durban gebraucht habe. Für dieses Jahr will ich halt erstmal Eindrücke sammeln und nächstes Jahr werde ich mir dann für einzelne Abschnitte länger Zeit nehmen.

Liebe Grüße Steffi :saflag:

Bär

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22

Mittwoch, 29. April 2015, 15:22

Du hast nicht so richtig verstanden, was die Aufregung um Deinen Trip ausgelöst hat. Und wir (oder zumindest ich) haben offenbar Dich nicht so richtig verstanden. Schriftliche Kommunikation ist schwierig. Sehe es nicht als Kritik, sondern als Unverständnis.

Mein Rat, dass Du Dir Reiseführer besorgen sollst war keineswegs böse gemeint, sondern als das was ich geschrieben habe: dort findet man Informationen gut strukturiert und gebündelt. Und da es die Dinger ab 9,90 EUR gibt, sollte das gemessen am Gesamtbudget einer Südafrikareise auch gut angelegtes Geld sein. Man kann Reiseführer sogar nach dem eigenen Anspruch vor-auswählen. Es gibt welche für Abenteuerlustige, welche für Kulturbeflissene und auch für welche, die nur auf die touristischen Highlights aus sind. Glaub mir, 99% der Nutzer hier haben einen Reiseführer zuhause und gerade bei der Planung des ersten Individualtrips ist er sehr sinnvoll, um einen Überblick zu gewinnen. :thumbup:

Ich sehe ein Forum eher als Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und vor allem zum Nachfragen. Denn das bietet Dir ein Reiseführer nicht. Ob Du die Hinweise dann annimmst oder ignorierst bleibt doch Dir überlassen. Mach halt Dein Ding...
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Hot for ZA (6. Mai 2015, 11:45), mrm007 (3. Mai 2015, 19:42), Cécile (29. April 2015, 20:42), yoshi1310 (29. April 2015, 16:25), Marchese (29. April 2015, 15:50)

Marchese

Dr. Iveyn

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23

Mittwoch, 29. April 2015, 15:48

Warum glaubt ihr, ich würde in dieser Zeit nur im Auto sitzen und nichts um mich herum entdecken? Und die Option von Durban nach Joburg zu fliegen kann ich ja dann vor Ort entscheiden, je nach dem, wie lange ich tatsächlich bis Durban gebraucht habe.


Ich denke, dass die Zeit einfach sehr knapp werden wird, um mehr als ein Foto zu schiessen und wieder weiterzufahren. Das hat ja eigentlich gar nichts damit zu tun, ob man gerne oder nicht gerne Auto fährt. Wie Bär richtig gesagt hat, sind die Strecken in SA eher selten interessant - ich würde jedoch nicht sagen, dass es nicht auch schöne (Westkap, fast egal wo) oder mindestens interessante (Eastern Cape) Strecken gibt. Ob man jetzt gerne Auto fährt oder nicht- es gibt halt nicht viel zu sehen und viel Zeit für was anderes wird Dir nicht bleiben. Vergiss nicht, dass du jeden Tag deine Unterkunft suchen, auspacken, einchecken, dich orientieren, was essen und dich umschauen musst, um dich zu orientieren und dann zur Sehenswürdigkeit nochmals hinfahren musst. Zudem fährt man viel mehr Kilometer, als auf google Maps ersichtlich sind. Wir hatten diesen März in SA/NAM gemäss Google eine Strecke von ca. 1800 km, sind am Ende aber fast 3000km gefahren! Ich denke, was Du planst ist theoretisch machbar, aber ob du danach wirklich weisst, welche Teile Südafrikas Dir gefallen, bin ich nicht sicher. Mein Rat wäre, einfach die Ecke Krüger wegzulassen. Auch nördlich von Durban gibt es grosse Naturschutzparks, die in etwa die gleichen Tiere beheimaten, wie der Krüger - warum also noch diese extra Kilometer? Für Safari braucht man nun wirklich nicht extra in den Krüger zu fahren! Die Strecke von Kapstadt bis Joburg ist in drei Wochen viel besser machbar und Du wirst sehr viele Kontraste sehen.

Gruss

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Hot for ZA (3. Mai 2015, 00:54), Bär (29. April 2015, 16:16)

M@rie

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24

Mittwoch, 29. April 2015, 19:41

Es gibt Reiseunternehmen, die genau diese Strecke in 16 Tagen anbieten, und Krügerpark noch in dieser Zeit mit einschliesst.

ja, so eine Tour habe ich schon mehrfach erlebt (nicht als Teilnehmer), das sieht dann wie folgt aus: Bus hält, Touris werden ausgekippt, bekommen den Hinweis, dass es nur zum Fotostopp reicht und eh der Letzte den Bus überhaupt verlassen hat, sitzt der Erste schon wieder drin, weil alles nur wortwörtlich "Hop-Off Hop-On" geht, aber wenn das deine Art des Tourens ist, dann ist doch alles bestens - wobei einen Vorteil hat so eine Bustour allerdings... man wird chauffiert, kann zwischendrin mal die Augen zu machen, das darf als Selbstfahrer eben absolut nicht passieren!
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, Kruger 2019 - in "trockenen Tüchern" ,,,^..^,,,

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Hot for ZA (3. Mai 2015, 00:44), gregorcgn (29. April 2015, 20:33)

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25

Donnerstag, 30. April 2015, 16:47

Also, mit so vielen km die Du beruflich schon fährst wird dir die Fahrt in SA als super-enspannt in Erinnerung bleiben.
Die Strassen sind recht leer... Und speziell die N2, wenn auch mit Speed Traps bestückt, erlaubt eine gute Durchschnitts-Geschwindigkeit.

Finde Deine Planung nicht, empfehle bis Swellendam die Route von Kapstadt via Worcester (N1, R60).
TIA - This is Africa!

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Hot for ZA (3. Mai 2015, 01:02)

Hot for ZA

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26

Sonntag, 3. Mai 2015, 00:53

Alleine reisen

Zitat von »Hot for ZA«



Es gibt Reiseunternehmen, die genau diese Strecke in 16 Tagen anbieten, und Krügerpark noch in dieser Zeit mit einschliesst.
ja, so eine Tour habe ich schon mehrfach erlebt (nicht als Teilnehmer), das sieht dann wie folgt aus: Bus hält, Touris werden ausgekippt, bekommen den Hinweis, dass es nur zum Fotostopp reicht und eh der Letzte den Bus überhaupt verlassen hat, sitzt der Erste schon wieder drin, weil alles nur wortwörtlich "Hop-Off Hop-On" geht, aber wenn das deine Art des Tourens ist, dann ist doch alles bestens - wobei einen Vorteil hat so eine Bustour allerdings... man wird chauffiert, kann zwischendrin mal die Augen zu machen, das darf als Selbstfahrer eben absolut nicht passieren!
Ahoi, 8o 8o 8o

na eben, das habe ich ja gemeint!!! Es geben solche Touren, inkl. Krüger in 16 Tagen. :thumbdown: DAS ist ja genau das, was ich nicht machen werde. Ich nehme mir 3 Wochen Zeit um von Kapstadt nach Pretoria zu reisen. Schön entlang der Küste (ab Mossel Bay, weiter über Plett, Port Elizabeth, Addo, Port Alfred, East London, Port Edward, Durban, Dolphin Coast und dann hoch nach Pretoria), oder von Durban mitm Flieger nach Egoli. Krüger Nationalpark wird hintendran gehängt, weil ich dazu eingeladen wurde. Na, und wenn für alles 4 Wochen nicht reichen, um erste Eindrücke zu sammeln, dann weiß ich auch nicht... :blush:


Schöne Grüße, Steffi :saflag:

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Sonntag, 3. Mai 2015, 01:02

Allein reisen

Zitat von »Hot for ZA«



Warum glaubt ihr, ich würde in dieser Zeit nur im Auto sitzen und nichts um mich herum entdecken? Und die Option von Durban nach Joburg zu fliegen kann ich ja dann vor Ort entscheiden, je nach dem, wie lange ich tatsächlich bis Durban gebraucht habe.
Ich denke, dass die Zeit einfach sehr knapp werden wird, um mehr als ein Foto zu schiessen und wieder weiterzufahren. Das hat ja eigentlich gar nichts damit zu tun, ob man gerne oder nicht gerne Auto fährt. Wie Bär richtig gesagt hat, sind die Strecken in SA eher selten interessant - ich würde jedoch nicht sagen, dass es nicht auch schöne (Westkap, fast egal wo) oder mindestens interessante (Eastern Cape) Strecken gibt. Ob man jetzt gerne Auto fährt oder nicht- es gibt halt nicht viel zu sehen und viel Zeit für was anderes wird Dir nicht bleiben. Vergiss nicht, dass du jeden Tag deine Unterkunft suchen, auspacken, einchecken, dich orientieren, was essen und dich umschauen musst, um dich zu orientieren und dann zur Sehenswürdigkeit nochmals hinfahren musst. Zudem fährt man viel mehr Kilometer, als auf google Maps ersichtlich sind. Wir hatten diesen März in SA/NAM gemäss Google eine Strecke von ca. 1800 km, sind am Ende aber fast 3000km gefahren! Ich denke, was Du planst ist theoretisch machbar, aber ob du danach wirklich weisst, welche Teile Südafrikas Dir gefallen, bin ich nicht sicher. Mein Rat wäre, einfach die Ecke Krüger wegzulassen. Auch nördlich von Durban gibt es grosse Naturschutzparks, die in etwa die gleichen Tiere beheimaten, wie der Krüger - warum also noch diese extra Kilometer? Für Safari braucht man nun wirklich nicht extra in den Krüger zu fahren! Die Strecke von Kapstadt bis Joburg ist in drei Wochen viel besser machbar und Du wirst sehr viele Kontraste sehen.
Huhu,

da haste wohl recht, die Sache mitm einchecken und so, aber ich muß ja nicht bei jeder Übernachtung den ganzen Koffer auspacken, somit bleibt Zeit für andere Dinge. Ich MACHE die Strecke Kapstadt bis Joburg in 3 Wochen :huh: , Krüger hänge ich hinten dran. Also insgesamt verbringe ich 4 Wochen in SA... Trotzdem danke für Tips und auch Kritik, :thumbup:

Liebe Grüße Steffi :saflag:
Gruss

M@rie

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28

Sonntag, 3. Mai 2015, 01:15

DAS ist ja genau das, was ich nicht machen werde.
doch, genau das machst du

Schön entlang der Küste (ab Mossel Bay, weiter über Plett, Port Elizabeth, Addo, Port Alfred, East London, Port Edward, Durban, Dolphin Coast und dann hoch nach Pretoria)
und genau das ist vergleichbar mit SA in 16 Tagen, aber wenn das für dich okay ist... du sitzt dann die ganze Zeit im Auto, lernst nur den Strassenzustand kennen, erfährst wortwörtlich das Land ohne es zu erleben, wenn das dein Ding ist, ist doch alles gut - ich frage mich nur, warum du hier dann im Forum nachfragst, wenn doch eh schon Alles von vornherein klar war?
lG M@rie

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29

Sonntag, 3. Mai 2015, 01:25

Alleine reisen

Hallo miteinander


Hier nochmal mein Plan:


(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)


Ankunft in Pretoria ist geplant um den 19. August.

Ich denke, so ists gut...

Liebe Grüße Steffi :saflag:

Hot for ZA

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30

Sonntag, 3. Mai 2015, 10:20

DAS ist ja genau das, was ich nicht machen werde.
doch, genau das machst du

Schön entlang der Küste (ab Mossel Bay, weiter über Plett, Port Elizabeth, Addo, Port Alfred, East London, Port Edward, Durban, Dolphin Coast und dann hoch nach Pretoria)
und genau das ist vergleichbar mit SA in 16 Tagen, aber wenn das für dich okay ist... du sitzt dann die ganze Zeit im Auto, lernst nur den Strassenzustand kennen, erfährst wortwörtlich das Land ohne es zu erleben, wenn das dein Ding ist, ist doch alles gut - ich frage mich nur, warum du hier dann im Forum nachfragst, wenn doch eh schon Alles von vornherein klar war?
Hallo M@arie

Das wird mein Ding !

Und eigentlich hatte ich im Forum nur Infos übers "alleine reisen" gesucht (s.o.) Meine Reiseplanung war nicht wirklich als Frage fürs Forum gedacht, denn dafür gibts viele hilfreiche Tips,

Liebe Grüße, Steffi :saflag:

toetske

oorbietjie

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31

Sonntag, 3. Mai 2015, 15:26

Hier nochmal mein Plan:
IMG_1119.JPG


Bei mir funktioniert der Link nicht

VG. Toetske
one life, LIVE IT !

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32

Montag, 4. Mai 2015, 18:16

alleine reisen

Ahoi,

jetzt aber, hier noch mal mein Plan:




Ankunft in Pretoria um den 19. August rum. Evt. von Durban->JNB per Flieger.

Danach mit BazBus in den Krüger NP und am 27. August von JNB-> FRA.

Na also, geht doch...

Liebe Grüße,Steffi :saflag:

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Cosmopolitan (4. Mai 2015, 20:30)

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33

Samstag, 27. Juni 2015, 17:29

Alleine reisen

Hallo Südafrika-Fans! :D

Die letzten Wochen waren für mich die wohl spannendsten, was mein erster Trip nach SA betrifft. Nachdem ich unzählig viele, tolle Tipps erhalten habe, war ich letzte Woche im Reisebüro und habe meinen Flug und Mietwagen gebucht. Jetzt gibt es kein zurück mehr und das Reisefieber steigt von Tag zu Tag.
Langsam bekommt das Puzzle ein greifbares Bild. Ich fliege am 30.Juli ab FRA nach CPT mit Zwischenstop in JNB, Ankunft am 31.Juli. Über "Airbnb" habe ich eine günstige Unterkunft für 4 Nächte (123€) gefunden. Am 4. August starte ich dann meine Tour, die Küste entlang. :thumbsup:
Bisher habe ich noch nicht alle Unterkünfte fest gebucht, weil ich keine Bedenken habe, unterwegs noch die eine oder andere zu finden. Es ist ja auch keine Hochsaison. Fest gebucht habe ich bisher, nach Kapstadt, 2 Nächte in "Plett", 3 Nächte in Addo-Gateway, und 1 Nacht zwischen Durban und Pretoria, in Winterton. Die nächsten Tage will ich mich nach weiteren Unterkünften umsehen, wobei es mir eigentlich widerstrebt, weitere feste Orte zu buchen. Bleibt doch immer der Gedanke haften, man wäre abhängig von Zeit und Ort. :|
Der Rest wird sich glaub ich schon finden...
Mein Mietwagen wird wohl ein Chevrolet Aveo, o.ä. Gebucht vom 31. Juli bis 27 Aug. (28 Tage) für 680 €. Ich werde das Auto gleich im Flughafen nach meiner Landung holen, und so die ersten Eindrücke vom Linksverkehr mitnehmen. Es ist Freitag Mittag und mit Stau ist wohl zu rechnen. Find ich ganz gut, dann kann ich dem Strom folgen... Meine Gastgeberin in CPT rechnet daher sowieso erst gegen Abend mit mir. ;)
Ich habe wahnsinnig viele Infos zusammengetragen, die ich während meines Aufenthaltes an der Küste einfügen kann.

In Pretoria werde ich um den 19. August ankommen. Da stellte sich mir die Frage, fliege ich weiter zum KNP oder nehme ich den BAZ-Bus? Letzteres bietet eine 4-Tägige Safari tour ab/bis Johannesburg an, für 577€ (oder +100€ für ein richtiges Bett). Dann habe ich mit einer Bekannten, (ortsansässigen) gesprochen, die mir vorschwärmte, wie schön die Strecke von Pretoria nach Nelspruit wäre. Also werde ich wohl fahren... 8o
Ein bissl Bedenken habe ich wegen meines Mietwagens. Ein Chevrolet Aveo sagt mir nix! Infos darüber bekommt man so gut wie keine.
?( Was ich gerne wissen würde wäre, kann ich damit durch die Parks fahren? Oder braucht man zwingend ein 4-Rad-betriebenes Fahrzeug? Also für den ADDO werde ich wohl eine Safari vom Guesthouse buchen, aber für KNP? Und für den Preis, den BAZ-Bus anbietet müsste ich doch was gleichwertiges auf eigene Faust finden. :blush:


Naja, wird schon!


Liebe Grüße, Steffi :saflag:




OHV_44

Winelands

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34

Samstag, 27. Juni 2015, 19:01

Bedenken habe ich wegen meines Mietwagens. Ein Chevrolet Aveo sagt mir nix! Infos darüber bekommt man so gut wie keine.
Hallo Steffi,

hier mal ein Vid --> (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Außerdem gehe ich davon aus, dass Du nur eine Kategorie gebucht hast und es somit nicht unbedingt so ein Wagen werden muss.
Karotten verbessern die Sehkraft, Wein verdoppelt sie!


Gruß Micha

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Hot for ZA (27. Juni 2015, 19:52)

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35

Samstag, 27. Juni 2015, 22:48

Und vom Flughafen nach CPT rein ist kein Stau. Aber es werden genug Autos da sein, denen Du folgen kannst.
Und in den Parks brauchst Du kein 4x4.
TIA - This is Africa!

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Hot for ZA (28. Juni 2015, 08:11)

Hot for ZA

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Donnerstag, 23. Juli 2015, 11:37

Alleine reisen

Hallo zusammen,

jetzt ist es bei mir bald soweit. Noch 1 Woche, 9 Stunden und 15 Minuten...

Eigentlich habe ich dieses Forum besucht, um mir sowohl Infos als auch Erfahrungsberichte einzuholen. Doch leider mußte ich mich so heftig gegen die Kritik meines Planes rechtfertigen, daß ich bald keine Lust mehr hatte, noch irgendetwas reinzustellen. Schade, denn ich denke, so geht es vielleicht auch anderen, neuen Mitgliedern, man will ja nicht nur Infos, sondern auch Kontakte zu Menschen, denen gleiches widerfährt. Allerdings wird immer wieder darauf hingewiesen, "das wurde hier schon erklärt" oder "immer wieder die gleichen Fragen-schaut doch erst Mal in den Threat"! Natürlich kann man dort alle Fragen wiederfinden, und auch passende Antworten. Aber das sind, meiner Ansicht nach, "trockene Fakten". Mir hat der "menschliche" Aspekt gefehlt. Wirklich schade!!! Daß immer wieder gleiche Fragen auftauchen, wird sich auch nicht ändern, aber ihr solltet vielleicht daran denken, daß viele neue Mitglieder wahrscheinlich höchst aufgeregt sind, bezüglich ihrer (vielleicht) ersten Reise nach SA. Wenn sie Fragen haben, dann würden sie sich bestimmt wünschen, nicht auf diese Weise "abgefertigt" zu werden! Ich weiß nicht, ob es anderen auch so ergangen ist, mir ging es zumindest so!

Trotzdem halte ich noch am "suedafrika-forum" fest, weil es eine wirklich tolle Seite ist, bei der man alle Fragen beantwortet bekommt!!!

Liebe Grüße, Steffi :saflag:

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37

Montag, 31. August 2015, 17:52

Und Es War Suuuper!!!!!!

Hallo!!!

Jetzt habe ich es doch so gemacht, wie ich es mir ausgedacht hatte. UND ES WAR SUUUPER!!!!! :thumbsup:
Ich bin in Kapstadt gelandet und habe mir dort den Mietwagen abgeholt. 4 Tage habe ich mir Zeit für Kapstadt genommen und bin auch ums Kap herum gefahren, habe mir die Pinguine in Simonstown angesehen und bin ans Kap der guten Hoffnung gelaufen, geklettert und auch zum Teil gewedelt worden... Dann bin ich losgezogen, Südafrika zu entdecken. :!: :!: :!:
Über Cape Agulhas ging es weiter nach Mossel Bay, wo ich eine Nacht in einem Eisenbahnwaggon geschlafen habe. Nicht, dass ich kein Geld für ein Zimmer gehabt hätte, nein, das Hotel war ein umgebauter Zug direkt am Strand und man konnte ein Abteil mieten, das zu einem Zimmer umgebaut war. Ich bin mit der Brandung eingeschlafen und mit den Geräuschen der Wellen am nächsten Morgen wieder aufgewacht. 8o
Am nächsten Tag ging es an der Küste weiter bis Knysna. Bei einem Zwischenstop in Wilderness habe ich mir die "Map of Africa" angesehen. Ein Aussichtspunkt, bei dem sich die Natur von eine ihrer schönsten Seiten zeigt. :thumbup:
30 km vor Plettenberg Bay ist die "Bloukrans Bridge" bei der ich den 216m Bungee-Sprung gewagt hatte. Darum habe ich die 2 Tage in Plett auch nur noch auf den Felsen gesessen und habe die Brandung genossen. Ich hatte noch genug Adrenalin in meinen Venen und brauchte keine weitere Action mehr! Ich bin ein begeisterter Wellengucker und der Strand in Plettenberg hat mir Brandung vom Feinsten geliefert. :thumbsup: 8o 8o
Nach diesen 2 Tagen bin ich im Tsitsikamma Park gewesen da ich gelesen hatte, dass dort der "Schietklipp" wäre, ein Fels im Meer, der ungewöhnlich hohe und laute Brandung verursacht Und DAS war einer meiner schönsten Aufenthalte. :love: Ich habe viele Videos und Fotos von diesen Wellen gemacht. Das Meer hatte alle Facetten der Farben Blau und Türkis, die man sich vorstellen kann. Abends bin ich in Colchester angekommen. Dort hatte ich 3 Übernachtungen gebucht, um den "Addo NP" zu besuchen. Ich hatte im NP auch eine "Begegnung" mit einem Elefanten, der erst direkt auf mein Auto zukam und dann (zum Glück!) daran vorbei ging. Bei all den Vorbereitungen, die ich zu Hause getroffen hatte, rechnete ich allerdings nicht mit solch einem Erlebnis. Mir blieb fast das Herz stehen. Ich sah aber auch einer meiner Lieblingstiere, die Erdmännchen! Und Vervet-Monkeys, Warthogs, Kudus, Wasserbüffel, Zebras, Vogelstrausse, Eland, Mungoose, Mistkäfer, Buschböcke, und viele Vogelarten. Rundum 3 gelungene Tage. 8o
Mein nächste Halt war Port Alfred, mitten in der Transkaai. Ein Gebiet, bei dem man wissen sollte, wo man halten kann und wo besser nicht. Ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht aber ich hatte mich anschliessend mit einer Frau unterhalten, die mir sagte, sie wäre dort geboren und aufgewachsen. Als sie hörte, wo ich gestoppt hätte um zu tanken und um einzukaufen, zog sie die Augenbrauen hoch und rümpfte die Nase. Hm,...,ok!!!! Landschaftlich gesehen war das die schönste Strecke, die ich bis dato gefahren bin. So viel schöne, wilde Natur, mit schroffen Bergen und Felshänge, kargem und unfruchtbarem Boden, wirklich, eine Perle der Natur!!!!! :thumbsup:
Und dann einen Tag später in Margate anzukommen, an der Küste KwaZuluNatals!!! Der totale Gegensatz. Viele Palmen, Blumen und Ananasplantagen. Herrlich anzusehen!!!! Ich hatte dort 2 Nächte gebucht. In einem Hotel mit Meerblick. Ich hatte also wieder Brandung vor meinem Zimmer, unglaublich schön! Zum Abendessen war ich in einem Steakhouse, der preisgekrönte Steaks servierte. Und Tatsächlich habe ich dort das beste Steak bekommen, was ich jemals gegessen habe. Sooo saftig und zart, mjam mjam!!! :beer:
Auf meinem Weg weiter nach Durban ist mir ein LKW auf meinen Mietwagen gerammt. Ich fragte den Fahrer, ob er englisch könne und bat ihn, den Motor auszustellen. Er rief den Besitzer des LKW´s an und dieser war nach 10 min. vor Ort. Er hat sich sofort bei mir entschuldigt und gemeint, er würde selbstverständlich für den Schaden in voller Höhe aufkommen. Ich sagte ihm aber, dass ich diesen Vorfall bei der Polizei melden müsste, da es sich um einen Mietwagen handle und diese ein Protokoll verlange. Nun, der Besitzer fragte mich, ob ich wüsste, wo das nächste Polizeirevier wäre. Hallo??? Ich konnte nicht einmal den genauen Ort aussprechen, an dem ich mich gerade befand!!! So bot er mir an, vorauszufahren und ich solle ihm folgen. Welche Alternative hätte ich schon gehabt, also fuhr ich ihm hinterher. Er ist tatsächlich ins 10 km entfernte Hibberdeen gefahren und wir habe bei der dortigen Polizei unsere Aussage gemacht. Also wirklich!!!! Höchsten Respekt, dem Besitzer des LKW´s gegenüber. Eine Freundlichkeit die mir da entgegen gekommen ist, wirklich, Respekt!!!!! Ich bekam von der Polizei ein Aktenzeichen für die Versicherung aber keine Kopie des Protokolls, da sie keinen Kopierer hatten. Machte aber nix, ich habs einfach abfotografiert... 8o :thumbsup: :danke: :danke: :danke:
In Ballito, 40 km östlich von Durban bin ich wieder bei einer privaten Familie untergekommen. Wie auch schon in Kapstadt und Plettenberg Bay. Ich wurde immer herzlich willkommen geheissen und in die Familien integriert. Man versuchte immer alles, damit ich mich wohl fühlte und ich bekam Tips, was ich in der Umgebung erleben könnte.
Am Flughafen in Durban bot mir die Mietwagenfirma an, mein Auto auszutauschen. Da ich aber schon 2 Wochen darin "lebte", d.h. alle meine Sachen überall verteilt hatte, und ich sowieso kei Upgrade auf einen Wagen mit Tempomat bekam, entschied ich mich, dieses Auto zu behalten. Schon, weil ICH wußte, wie breit und wie lang es war. Außerdem war er ja fahrbereit und hatte nur eine Macke auf der Motorhaube.
Die 2 Tage in Ballito verbrachte ich mit relaxen am Strand, baden und natürlich wieder mit Wellen filmen! :thumbup:

Das war jetzt erst einmal die erste Hälfte meines 4-wöchigen Traumurlaubes. Ich vervollständige diesen ein anderes Mal. :P

Bis dahin, Steffi :saflag:

Das Afrika-Fieber ist unbändig!!!!!!!!

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Bär

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38

Montag, 31. August 2015, 21:28

Prima, dass es Dir gefallen hat.
.
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Hot for ZA (22. September 2015, 07:43)

spruitjes met mosterd

boring Bitterbal

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39

Dienstag, 1. September 2015, 08:31

Hallo Steffi,

Danke das Du deine Erfahrungen mit uns teilst! :danke:
Es freut mich das es Dir gefallen hat.

Marcel
Daar de dijk laeghst is, looptet water eerst over * oud hollands spreekwoord

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Hot for ZA (22. September 2015, 07:43)

Hot for ZA

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Montag, 28. September 2015, 14:29

Alleine reisen

Hallo

Hier also mein nächster Teil, in dem ich mich ganz besonders um die Gastfreundlichkeit der Menschen widmen will, denen ich begegnet bin.

Von Durban nach Heidelberg, Gauteng

Heute war es Zeit Abschied von der Küste zu nehmen. Ich habe ca 600 km vor mir und eine Zwischenübernachtung in Winteton gebucht. Am nächsten Tag bin ich in Ratanda, Gauteng, mit einem Chor verabredet. Ich habe in Deutschland durch Zufall ein Konzert besuchen können, der südafrikanische Lieder und Tänze aufführt. Die Chormitglieder hatten mir nach der Aufführung erzählt, dass sie einen Schwesternchor in Heidelberg, SA hätten, der im September nach Deutschland kommt und hier Gastkonzerte gibt. Also habe ich kurz gegoogelt, wo dieser seinen Sitz hat und siehe da, er liegt genau auf meiner Route. Also habe ich kurzer Hand mal „eben“ eine Email geschickt, in der ich meine Begeisterung über den deutschen Chor geäussert habe und die Freude geteilt, dass der Schwesterchor nach Deutschland kommt. Und dann habe ich gefragt, da dies mein erster Besuch in SA sei, und ihre Basis auf meiner Route liege, ob ich nicht mal vorbeikommen könnte um ein paar Minuten der Chorprobe beizuwohnen. Was sich dann daraus entwickelt hatte, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Der Chorleiter antwortete mir, ich sei „höchst willkommen“ und er würde mir ein Erlebnis bereiten, welches ich niemals in meinem Leben wieder vergessen würde. Und das tat er!!!

Ich traf mich mit ihm im Nachbarort (Heidelberg, Gauteng) wo er mich etwas herum führte und mir den Ortskern zeigte. Dann hatten wir ein Mittagessen in der neu errichteten Shoppingmall, von der er mir stolz berichtete, dass diese ein großer Segen für die Region wäre, da sie viele Arbeitsplätze für die Jugendlichen biete. An unserem Tisch, an dem ausser mir und Thabang (der Chorleiter) noch ein weiteres Chormitglied saß, kamen immer wieder Leute vorbei, die uns und vor allem Thabang ganz herzlich grüßten. Nicht so, wie in Deutschland, wenn man sich trifft, ein kurzes Hallo, vielleicht mal ein „wie gehts“ und weiterlaufen... Nein, hier (und das bemerkte ich später) wurde sich richtig fest die Hand gegeben und verbeugt. Man zeigte Thabang seine Verehrung und zollte ihm Respekt. Ich war stolz, an seiner Seite zu sitzen. Sozusagen... Ich habe erst später begriffen, wer dieser Mann ist und was er für die Community hier bedeutet.

Nach dem Mittagessen sind wir mit seinem Auto in sein Township gefahren. Backsteinhäuschen, sehr spärlich ausgerüstet, zum Teil mit Wellblechdach (aber überall mit Satellitenschüsseln ausgestatttet). Die Strassen waren nicht geteert, nur Sandpisten. Thabang und sein Freund zeigten mir sein Haus und luden mich auf eine Erfrischung ein. Dort erzählte er mir, wie er zum Chorleiter wurde, wie er den deutschen Chor kennen gelrnt hatte und wie alles seinen Anfang nahm. Er erzählte mir von seinen Eltern und seiner Familie. Der leiblichen Familie und der großen, wirklich großen Familie, die er durch seine Arbeit hier bekommen hatte. Etwas später fuhren wir in seinem Auto durch das Township. Er stellte mir die Nachbarschaft vor, zeigte mir, wo er zur Schule gegangen ist, wo der Gemeindesaal ist und der Marktplatz. Nun darf man sich das alles nicht so wie in Deutschland vorstellen, wo man ein schönes Gebäude vorfindet, in dem der Gemeindesaal untergebracht ist, oder einen schönen großen Marktplatz. Hier ist eben alles ein wenig spartanischer. Der Gemeindesaal besteht aus einem kleinen Raum und der Marktplatz ist eigentlich nur eine nicht bebaute Stelle mitten im Township. Staubig, irgendwo liegen Steine herum, keine Blumen nur vertrocknete Bäume. Für uns Europäer eher nicht so ein Platz, an dem man sich versammeln wollte. Aber dort steppt der Bär, dort trifft sich alt und jung und ist einfach nur froh, dass man sich trifft.
Thabang erzählt mir, hier treffen sich Samstags die älteren Dorfbewohner, die sich nichts leisten könnten und die jüngeren kämen vorbei um Essen oder Gebrauchsgegenstände zu bringen, die sie entbehren könnten. Das hat mich ziemlich beeindruckt. Dann fuhren wir weiter durch sein Township, immer wieder an Leuten vorbei, die ihn grüßten oder riefen. Am späten Nachmittag hielten wir an einem Backsteinhaus an, was sich dann als „Metzgerei“ entpuppte. Thabang ging hinein und kaufte Fleisch. Nie im Leben hätte ich als Deutscher aus dieser „Metzgerei“ etwas gekauft, oder gegessen, aber das Fleisch lag in einer Kühltruhe und viele andere Leute kauften dort ein. Mittlerweile hatte ich auch vollstes Vertrauen. Zu Thabang, zu seinem Township, zur Metzgerei und Kühltruhe und verwarf den Gedanken, ich könnte jetzt eine Salmonellenvergiftung bekommen. Direkt neben der Metzgerei stand eine riesige mit Kohle gefüllte, verrostete Wanne, die als Grill diente. In einem Eimer, der nebenan auf einem Tisch stand schwamm trübes Wasser. MJ (das andere Chormitglied, dass uns den ganzen Tag begleitete), wusch sich seine Hände darin und trocknete sie anschliessend mit einem Lappen ab, den ich nicht beschreiben will... Dann würzte er das eben gekaufte Fleisch und legte es auf dem Grill. Ich stand daneben, an Thababgs Auto gelehnt und sog die Atmosphäre dieses unbeschreiblichen Nachmittags auf. Aus dem Auto klangen Töne, die ich am selben Abend noch live zu hören bekommen sollte. Die Metzgerei war auch so eine Art „Treffpunkt“ und immer wieder kamen Leute zu mir herüber, die mir die Hand gaben und sich verbeugten, nachdem sie mit Thabang zuvor ein paar Worte gesprochen hatten. Die Szenerie vor der Metzgerei, mit all ihren Emotionen darin liessen mich irgendwann einfach nur still weinen. Thabang kam zu mir und ohne, dass ich irgendetwas sagen musste. umarmte er mich und sagte mir, er verstehe.

Nachdem das Fleisch durchgegart war kaufte er noch etwas Hirsebrei, liess alles verpacken und wir fuhren in sein Haus zurück. Dort nahmen wir dieses Mahl zusammen ein. Mit den Fingern. Irgendwann kam ein weiteres Chormitglied dazu und Thabang lud ihn ein, mit uns zu essen. Das Haus stehe immer offen, und jeder könne hereinkommen und an einem Mahl teilnehmen, wenn er selbst nicht hätte. Am nächsten Abend gäbe es dann irgendwo anders ein Haus, in dem man etwas zu essen bekäme, wenn man selbst nichts mehr hätte. Wow, was für eine Erfahrung, hierbei dabei sein zu dürfen. Nach dem Abendessen zogen sich die Jungs ihre Kostüme über und wir liefen zum Gebäude, wo sich die „Lesedis“ treffen um zu üben. Vor dem Gebäude tanzten einige junge Männer mit Stöcken in der Hand und Thabang erklärte mir, dies sei ein ZULU Tanz. Nach und nach kamen die Chormitglieder zusammen und Thabang stellte mich allen vor. Tja, noch waren sie alle ziemlich schüchtern, und ich auch. Dann machten sie einige Aufwärmübungen und stellten sich dann vor mich auf. Viele kamen in ihren Kostümen um mir ihren Respekt zu zollen. Ich weiß nicht, wer sich mehr geehrt fühlte, ICH, weil ich dabei sein durfte oder SIE, weil sich jemand aus Deutschland für ihre Musik und Aufführung interessierte, obwohl nicht zum Chor aus Heidelberg zugehörig. Ich durfte die Probe in vollem Umfang filmen, und ich tat es!!!!

Die ersten Töne, die ich hörte haben mich total umgehauen. Da steckt eine Harmonie drin, wie ich sie noch nie live erlebt hatte. Das Zusammenspiel aller Stimmlagen und Melodien haben mich so dermaßen tief berührt, dass ich schon wieder weinen musste. Einige Mitglieder haben das bemerkt und haben mir zugezwinkert oder mich angelächelt, gaben mir zu Verstehen, dass das völlig ok wäre. Der Unterschied zwischen diesem und dem deutschen Chor ist eigentlich ganz simpel obwohl das einen maßgeblichen Effekt hat. Der südafrikanische Chor muss den Text nicht auswendig lernen, da sie in ihrer Muttersprache singen und daher liegt ihre Konzentration mehr darin, die Tanzschritte dazu zu koordinieren. Und diese Menschen sind einfach mit Rhythmus im Blut geboren. Sie performen mit einer Leidenschaft und Liebe die man bis in jede Faser des eigenen Körpers spürt. Ein voller Genuss!!!

Ein VOLLER Genuss!!!

Nach der Probe haben sie mich an ihren Händen gehalten und wir haben ein gemeinsames Gebet gesprochen. Ich wurde so in ihre Community aufgenommen und darf mich jetzt als Mitglied der „Familie“ bezeichnen. Dann sangen wir gemeinsam ein Lied, das ich durch Zufall kannte, da ich mich schon vor Jahren für die traditionelle südafrikanische Musik interessierte. In deren Muttersprache (isiZulu). Ich konnte den Text, was wohl einige beeindruckte... Anschliessend haben sich alle Chormitglieder bei mir fürs kommen bedankt und jeder hat mich umarmt und geküsst. WAS FÜR EIN TAG!!!!

Thabang und MJ begleiteten mich noch bis zu meinem Auto, umarmten mich und gaben mir eine CD der „Lesedis“ mit den Songs mit, die sie heute Abend geprobt hatten.

Ich bin am selben Abend noch Richtung Pretoria aufgebrochen, da ich dort erwartet wurde, aber mit einem Gefühl im Herzen, was ich einfach nicht beschreiben kann. Das war ein Tag, den man nicht hätte in einem Reisebüro oder anders wo buchen können. Klar, man kann „Township-Touren“ buchen aber die Menschen dort werden „vorgeführt“ oder man selbst fühlt sich wie ein „Gaffer“. So wäre also mein Empfinden. Hier und heute konnte ich einen Tag in das echte südafrikanische Leben eintauchen, ich wurde in die Gemeinschaft aufgenommen, wurde ein Mitglied der Familie, man hatte für mich gekocht, wir haben gemeinsam gegessen und gesungen.

Thabang hatte vor ca. 8 Jahren angefangen, dieses Zentrum für den Lesedi-Chor aufzubauen. Die Mitglieder und Familien, die ganze Dorfgemeinde ist zu Recht stolz auf ihn und zeigen ihm das auch.

Thabang hatte mir ja gesagt, er würde mir ein Erlebnis bieten, welches ich mein Leben nicht vergessen würde. ER HATTE!!!

Soweit erst einmal von DIESEM Erlebnis, bei Gelegenheit, erzähle ich euch vom Kruger-Park. Nur soviel vorab, ich war immer irgendwie zur richtigen Zeit am richtigen Ort...

Liebe Grüße,
eure mittlerweile abhängige, unheilbar vom "Afrika-Fieber" infizierte Steffi :saflag:

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