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Börni

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Sonntag, 12. Juni 2016, 15:30

Danke M@rie, den Begriff Boskombuis kannte ich noch nicht und konnte ihn desh. nicht in die Suche eingeben. :whistling:
Ist aber jetzt notiert und ein Besuch dort eingeplant.

Ach komm, sei nicht so pampig und fass dich an der eigenen Nase anstatt sowas zu schreiben. Mit dem Suchbegriff "Bush Kitchen" (den du ja selber geschrieben hast), wärst du direkt zur Lösung gekommen ;)
Ausserdem hat M@rie dir den Service geboten, also sei zufrieden und sag danke. :saflag:



1. Zitiere ich hier mal hokage: "Wenn im Laufe des Berichts Fragen auftreten, freue ich mich darauf, diese zu beantworten."
2. Habe ich mich bedankt, wie du oben lesen kannst.
3. Boskombuis stand bei meiner Antwort noch nicht da oder ich habe es übersehen. Meine Augen sind auch nicht mehr die Besten.
4. Bush Kitchen hätte ich tatsächlich suchen können - vielen Dank für deinen überaus freundlichen Hinweis.
5. Solltest du dich lieber mal selber an die Nase fassen, pampig bist doch wohl eher du. Was mir übrigens nicht zum 1. x auffällt.
6. und letztens soll das hier ein Reisebericht sein. Wenn du mir noch was zu sagen hast, gerne als PM.

Sorry hokage.
Ne schöne Jrooß
Börni

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Aishak

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82

Freitag, 19. August 2016, 19:38

Hallo hokage

Wann geht es mit dem RB weiter? *gwunderbin*
Bin unauffällig ins Auto eingestiegen und mitgefahren (habe mitgelesen). :whistling:


Lieber Gruss
Andrea

hokage

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83

Sonntag, 19. März 2017, 13:23

Es geht weiter!

Hallo zusammen,

nach reichlich Verspätung starte ich heute das Projekt Reisebericht erneut und versuche ihn nun auch, an einem Stück fertig zu bringen.

Ich bedanke mich an dieser Stelle schon einmal für die vielen Anfragen der letzten Monate via PM und auch hier im Thread, die mich alle dazu aufgefordert und ermutigt haben, den Reisebericht doch weiterzuführen.

Es gab zwei Gründe, warum mir dies nicht möglich war:
  1. Letztes Jahr im August bin ich umgezogen und habe im Ausland mein Masterstudium in Angriff genommen, welches nach wie vor sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
  2. Ich habe meiner Freundin letztes Jahr zu Weihnachten ein Echtfotobuch unserer Reise geschenkt, was mich 4 Monate Bearbeitungszeit gekostet hat. Aufwendig waren hier vor allem die knapp 80 A4 Seiten Fließtext in Word, die später in das Fotobuch in Indesign integriert wurden.
Das Fotobuch werde ich hier leider nicht vorstellen können, aber ich werde Euch mit Sicherheit ein paar Screenshots des PDFs als Ausschnitte zeigen. Und in der Hoffnung, dass euch die Details nicht langweilen, werde ich auch den Großteil der Texte aus dem Fotobuch übernehmen :)

Auf alle Fälle machte es mir die Arbeit an dem Buch unmöglich, parallel den Reisebericht hier fortzusetzen, da meine Freundin hiervon wusste und sonst womöglich vieles vorweg genommen worden wäre. Nach etlichen Klausuren zu Beginn des Jahres, bin ich jedoch der Meinung, dass es mittlerweile Zeit ist, den Bericht hier fortzusetzen.
Zum einen habe ich mehreren Nutzern von Anfang an versprochen, den Bericht zu Ende zu führen und zum anderen bin ich es in meinen Augen diesem Forum schuldig, da es uns bei unserer Reiseplanung so toll unterstützt hat.

Genau heute vor einem Jahr befanden wir uns mitten in unserem Südafrika-Abenteuer. Wir hatten die Krüger-Region bereits verlassen und erkundeten am heutigen Tag das Natures Valley und Robbergs Nature Reserve an der Garden Route in der Nähe von Plettenberg Bay.
Doch eins nach dem anderen... Wenn ich mich recht entsinne wurde der Reisebericht bereits nach Tag 2 unterbrochen und dort möchte ich jetzt auch anknüpfen. Allerdings werde ich dazu übergehen, jeden Tag einzeln in einem Beitrag zu erzählen, genau wie dies auch im Fotobuch geschehen ist.

Für den Fall das es zu viel Text ist, bitte ich euch mir dies mitzuteilen. Dann werde ich den bestehenden Text kürzen und auf das wesentlichste reduziert, umschreiben.

Fragen sind nach wie vor gerne gesehen und etwaige Konflikte sind für mich auch kein Problem, so lange sie sachlich begründet sind ;)

Ansonsten freue ich mich darauf, nun endlich unsere traumhaften Erlebnisse mit Euch teilen zu können. Nun aber genug der einleitenden Worte und los gehts...

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hokage

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84

Sonntag, 19. März 2017, 13:27

Übersichtskarten

Bevor es mit Tag 3 weitergeht, möchte ich vorher noch zwei Grafiken ergänzen, die für das Fotobuch entstanden sind und unsere Route noch einmal im Detail nachzeichnen. So ist es sicherlich für den einen oder anderen leichter, meinem Bericht zu folgen :)

Die anderen Übersichtskarten und Tabellen findet ihr ja bereits zu Beginn des Berichts auf Seite 4 dieses Threads. Und da sie sich inhaltlich nicht geändert haben, belasse ich sie so, wie sie sind :)

Übersichtskarte Teil 1:



Übersichtskarte Teil 2 (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) :


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hokage

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Sonntag, 19. März 2017, 14:43

Tag 3: Leoparden in Elephant Plains Game Lodge

Wie ihr wisst, hatten wir uns als erstes Übernachtungsdomizil die Villa Ticino in Sabie ausgesucht. Nachdem wir gestern in einer traumhaften Tagestour die Panoramaroute erkundeten, erwartet uns heute die echte Wildnis Südafrikas...

Pünktlich um 8:30 Uhr klingelt der Wecker. Nachdem ich es endlich geschafft habe, Hannah zu wecken, sitzen wir nun am Frühstückstisch und genießen das von Felix servierte Toast mit Käse, Avocado, Forelle und Paprika. Langsam werden wir durch den starken Kaffee munter. Das hat ja auch lange genug gedauert. Schließlich ist dies unser letzter Morgen in der Villa Ticino und wir müssen fit sein für die lange Fahrt in Richtung Sabi Sand Game Reserve und Elephant Plains Game Lodge. Nachdem wir unsere gepackten Koffer im Auto verstaut haben, verabschieden wir uns herzlich von Felix und Ute. Die beiden waren hervorragende Gastgeber und haben uns auf vielfältige Weise (Kühlbox, Stromadapter, Reiseroute, Restaurants, ...) geholfen. Beim nächsten Mal werden wir Sie mit Sicherheit wieder beehren.

Beim Einsteigen stellen wir fest, dass unser Auto durch den Regen über Nacht zu einem wahren Massengrab für geflügelte Termiten geworden ist. Wir haben jedoch Glück. Die Tankwächter an der nächsten Tankstelle in Sabie waschen unser Auto unaufgefordert und befreien uns von dem Ungeziefer. Welch ein Service! Mit einem blitzeblank geputzten und vollgetankten Auto starten wir also unsere Fahrt in Richtung Elephant Plains Game Lodge. Wir fahren die uns wegen des schlechten Wetters von Felix empfohlene Route über Hazyview nach Acornhoek. Dort setzt sich Hannah erstmals ans Steuer und übt sich im Linksverkehr. Wir verlassen Acornhoek und einige Kilometer später lässt uns unser Garmin Navi leider im Stich. Anstatt uns kurz hinter Hluvukani rechts in Richtung Seville zu leiten, schickt es uns weiter geradeaus, sodass wir einige Kilometer später am Eingang zum Manyeleti Game Reserve landen. Unseren Irrtum bemerken wir jedoch erst, als der freundliche Wächter am Gate uns erklärt, dass dies nicht das Gowrie Gate und somit auch nicht der Eingang zum Sabi Sand Game Reserve ist. Mit Hilfe seiner Wegbeschreibung und der wirklich sehr gut funktionierenden Here App von Nokia gelangen wir nach dieser Odyssey endlich wieder auf die richtige Strecke. Wobei von Strecke kann eigentlich nicht die Rede sein.

Nachdem wir an der richtigen Stelle abgebogen sind, fahren wir jetzt über eine rötliche mit kantigen Steinen übersäte Sandpiste, deren unzählige Schlaglöcher durch den Regen mit Schlamm und Wasser gefüllt sind. Die Steine hämmern gegen den Unterboden unseres Mietwagens und die Geräusche beim Aufsetzen der Karosserie machen die Fahrt nicht angenehmer. Wir werden in unseren Sitzen so richtig durchgeschüttelt und das, obwohl wir bereits im Schneckentempo unterwegs sind. Auch die ½ m tiefen Pfützen und Seen auf der Piste tragen nicht zu unserer Beruhigung bei. Schließlich hält Hannah vor einem besonders großen Exemplar an.





Wir schauen uns an und denken gleichzeitig, dass hier wohl selbst ein Geländewagen Schwierigkeiten hätte, durchzukommen. Mit ordentlich Herzrasen überrede ich Hannah, es zu versuchen und mit wohl dosiertem Tempo steuern wir auf das Wasser zu. Die Reifen unseres treuen Autos verschwinden unter Wasser, doch oh Wunder, wir bleiben weder stecken, noch ist das Auto im Nachgang ein Totalschaden. Offensichtlich unbeschadet können wir unsere Holperfahrt fortsetzen.

Als wir durch das kleine Dorf Seville fahren, sind wir erschüttert unter welch einfachen Bedingungen die Menschen hier leben. Die Häuser sind oft noch nicht einmal halb so groß wie unsere Zimmer zuhause und keines scheint fließend Wasser zu haben. Die Toiletten befinden sich jeweils in kleinen separaten Verschlägen nebenan. Vereinzelt sehen wir Menschen zwischen den Hütten herum laufen und einigen begegnen wir auch auf der Straße. Erstaunlicherweise wirken sie nicht unglücklich. Trotz der Armut winken und lächeln sie uns zu, wenn wir vorbei fahren. Gleiches erleben wir, als wir die nahe gelegene Grundschule Hananani passieren (Hannah findet den Namen natürlich super). Alles andere als scheu, winken uns die Kinder neugierig zu und lachen. Wir sind absolut beeindruckt und die These, dass Wohlstand alleine nicht glücklich macht, bestätigt sich einmal mehr.

Kurz hinter der Grundschule wartet schließlich die erste tierische Überraschung dieser Fahrt auf uns. Ein giftgrün leuchtendes Lappenchamäleon überquert in aller Seelenruhe die Sandpiste. Diese Art ist in weiten Teilen des südlichen Afrikas verbreitet und lebt bevorzugt in Bäumen und Büschen der Savannenlandschaft. Trotz der weiträumigen Verbreitung sollte es das einzige Exemplar sein, dass uns auf unserer Reise begegnet. Rückblickend sind Hannah und ich uns im Klaren, dass wir wohl sehr viel Glück hatten, überhaupt eins zu sehen.



Auch wenn Hannah im weiteren Verlauf der Fahrt mehrfach Zweifel plagen, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind, kommen wir schließlich am Gowrie Gate an. Die Formalitäten sind schnell erledigt und endlich sind wir offiziell im Sabi Sand Game Reserve.

Dabei handelt es sich um ein Private Game Reserve mit privaten Eigentümern, dass im Osten eine 50 km lange Grenze mit dem Krüger Nationalpark teilt. Auch wenn diese Grenze nur auf dem Papier besteht (es gibt keinen Grenzzaun), herrschen hier eigene Regeln. Anders als im öffentlichen Krüger Park ist es uns nicht gestattet, das Reserve auf eigene Faust zu erkundigen. Dafür bieten die privaten Luxuslodges geführte Game Drives an. Diese sind neben drei ausgezeichneten Mahlzeiten zum Frühstück, Mittag- und Abendessen und einem geführten Bushwalk zur Mittagszeit selbstverständlich im Übernachtungspreis enthalten.

Wieder unterwegs merken wir innerhalb kürzester Zeit, dass sich die Straßenverhältnisse nicht gerade zum Besseren gewandelt haben. Im Sekundentakt ertönen jetzt schauerliche Geräusche, wenn die Stein- und Felsbrocken gegen unseren Unterboden krachen. Hannah macht sich verständlicherweise langsam Sorgen über die Gesundheit unseres Autos. Ganz der Gentleman übernehme ich die Verantwortung und das Steuer und mit nach wie vor stetigem Geschepper setzen wir die Fahrt fort.

Schließlich finden wir uns mit den Unterbodengeräuschen ab (Don‘t be sentimental, it‘s a rental!) und lassen endlich die eindrucksvolle Landschaft auf uns wirken. Unberührter afrikanischer Busch mit dichtem Strauchwerk und verschlungenen Bäumen umgibt uns. Mit herunter gekurbelten Fenstern fahren wir langsam weiter und saugen alle Eindrücke mit unseren Sinnen auf. Ohne es zu merken, sind wir bereits auf Safari und auf der Suche nach unseren ersten Tiersichtungen. Plötzlich macht mich Hannah auf Bewegungen im Buschwerk aufmerksam. Eine kleine Herde Impala-Antilopen grast in unmittelbarer Nähe zu uns und beäugt unser Fahrzeug kritisch. Wir sind begeistert und machen hektisch mehrere Fotos, die den dichten Sträuchern geschuldet letztlich alle im Papierkorb landen. Doch das sollten bei weitem nicht die letzten Impalas auf unserer Reise gewesen sein, da es schließlich über 150.000 dieser eleganten Tiere im gesamten Krüger Nationalpark gibt. Wenige Kilometer weiter sichten wir unsere erste Giraffe und sind nicht minder beeindruckt.




Ganz im Gegenteil, dieses majestätische und graziöse Tier in freier Wildbahn nur wenige Meter neben einem stehen zu sehen, ist wahrlich ein Erlebnis der besonderen Art. Wir beobachten die Giraffe noch einige Zeit beim Fressen, bis sie schließlich satt ist und mit langsamen, gemessenen Schritten im Busch verschwindet.

Euphorisch über unsere ersten Sichtungen erreichen wir nun das Ziel unserer heutigen Tagestour, die Elephant Plains Game Lodge. Als wir aus unserem Auto aussteigen und Anstalten machen, unser Gepäck auszuladen, werden wir von Marco, einem Volunteer der Lodge, begrüßt. Er hilft uns mit dem Gepäck und zeigt uns unser traumhaft schönes Rondavel Nr. 4, in dem wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden. In der Mitte unserer runden Strohvilla steht ein luxuriöses kingsize Himmelbett mit allumfassendem Moskitoschutz und das Badezimmer aus edlem Mamor ist riesig. Es gibt zwei Duschen, eine innen und eine außen.





Wir haben Glück, dass wir pünktlich zum Mittagessen um 14:00 Uhr ankommen, da wir quasi ausgehungert sind. Uns erwartet ein überragendes afrikanisches Buffett mit Bobotie und vielen weiteren fremdartigen Speisen. Nachdem wir uns so richtig satt gegessen haben und nach einer einstündigen Mittagspause in unserer Unterkunft, machen wir uns schließlich gut erholt auf den Weg zum Haupteingang von Elephant Plains. Von dort startet nämlich in wenigen Minuten um 16:00 Uhr unsere erste Game Drive im offenen Geländewagen.

Neil, unser Ranger am Steuer, und Derrick, unser Spurenleser, erwarten uns bereits am Eingang. Zusammen mit einer kleinen Gruppe, bestehend aus zwei Niederländern (Vater und Sohn) und zwei jungen Pärchen aus Großbritannien und Indien steigen wir in das offene Gefährt. Neil nimmt auf dem Fahrersitz Platz und Derrick steigt auf seinen Spezialsitz auf der Motorhaube, der perfekt zum Spurenlesen geeignet ist. Neil fragt uns, ob wir spezielle Tierwünsche haben, nach denen wir suchen sollen. Einige äußern sich und erwähnen Elefanten, Nashörnern und Löwen. Hannah und ich gucken uns an und ich weiß genau welches Tier sie sich wünscht. Neil scheint unsere Gedanken auch zu hören und kündigt an, dass er wohl wüsste wo sich aktuell ein Leopardenweibchen mit ihrem mehrere Monate alten Junges aufhält. Hannah und ich sind begeistert und voller Vorfreude sitzen wir im wackligen Jeep. Die Federung ist beeindruckend und wenn wir vorher dachten, dass die Straßenverhältnisse schlecht waren, sind sie jetzt noch einmal um ein Vielfaches schlechter. Der Geländewagen hat Allradantrieb und ein zusätzliches Getriebe für besonders schwierige Stellen (60° Steigung, 1m tiefe und verschlammte Pfützen bzw. Seen, etc.), wo ein normales Auto definitiv keine Chance mehr hätte. Wir werden während der Fahrt sehr stark durchgeschüttelt und müssen uns gut festhalten. Dann wird Neil langsamer und kommt vor einem markanten Baum zum Halten und schaltet den Motor ab. Sofort sehen wir die Leopardendame, die oben im Baum zusammen mit ihrer toten Impalabeute liegt und uns beäugt. Dieses majestätische, wunderschöne Tier in freier Wildbahn wenige Meter von einem entfernt zu sehen, haut Hannah und mich komplett um. Wir sind begeistert und freuen uns umso mehr, als plötzlich das Junge auftaucht und neugierig unseren Jeep erkundet.










Plötzlich denke ich an Derrick, der wie auf dem Präsentierteller auf der Motorhaube sitzt. Ist das nicht äußerst gefährlich? Vor allem weil Leoparden zu den stärksten und effektivsten Raubkatzen zählen, da sie zum einen Beute, die drei Mal so schwer ist wie sie selber, erlegen können und zum anderen den Menschen unter Umständen auch als Beute identifizieren. Letzteres ist zum Beispiel bei Löwen anders. Neil kann uns jedoch beruhigen. Die Leoparden sind seit ihrer Geburt an die Geländewagen der Lodges gewöhnt und identifizieren das gesamte Gefährt inklusive Passagiere als ein Objekt, dass sie als ungefährlich einstufen. Gefährlich wäre es erst, wenn wir aufstehen oder einen Arm aus dem Jeep hängen lassen würden, da die Raubkatze dann unsere Silhouette vom Jeep unterscheiden könnte. Wir unterlassen dies selbstverständlich und daher befinden wir uns trotz der geringen Entfernung (teilweise nur wenige Meter) in Sicherheit.

Hannah und ich wissen diese Sensation erst zu schätzen, als wir in der kommenden Woche im öffentlichen Krüger Nationalpark vergeblich nach weiteren Leoparden suchen.

Nach unzähligen Fotoaufnahmen und weiteren ankommenden Jeeps machen wir uns leise wieder auf den Weg. Die Game Drive ist noch lange nicht zu Ende. Im weiteren Verlauf sehen wir unter anderem erneut Impalas (ich erwähnte ja bereits, dass wir diese über die gesamte Reise mit Abstand am Häufigsten gesichtet haben), Giraffen, ein Wasserschwein, einen Einfarb-Schlangenadler und einen Büffel. Zwei der berühmten Big-Five (Löwe, Leopard, Nashorn, Büffel, Elefant) haben wir damit bereits gesehen.





Mittlerweile dämmert es langsam. Neil teilt uns mit, dass er über Walkie Talkie von einem anderen Jeep erfahren hat, dass wohl ein Löwenrudel irgendwo in unserer Nähe sein soll. Als wir den Motor abschalten, hören wir tatsächlich das Gebrüll der mächtigen Tiere und wie aus dem nichts überquert ca. 200 m vor uns eine Löwin die Straße und folgt den Signalrufen ihres Rudels. Nichts wie hinterher! Der Motor heult auf und mit einem Affenzahn jagen wir dem Tier nach. Jetzt sehe ich auch, wie wichtig Derrick auf dem Ausguck ist. Er folgt der Spur der Löwin gekonnt und lotst Neil mit all seiner Erfahrung durch den afrikanischen Busch. Die Straße, wenn man sie denn so nennen konnte, haben wir längst hinter uns gelassen. Querfeldein jagen wir an Büschen, Sträuchern, Bäumen und toten Baumstämmen vorbei, bis wir schließlich auf das Rudel treffen. Es besteht ausschließlich aus weiblichen Tieren. Neil begründet das damit, dass sie aktuell kein Interesse an den Launen des männlichen Löwen haben. Hannah findet die Erklärung natürlich super.



Eines der Tiere nimmt unser Gefährt sofort ins Visier, nachdem wir anhalten. Langsam nähert es sich und nur noch wenige Meter entfernt macht es plötzlich einen riesigen Satz nach vorne und springt auf einen Ast an unserem rechten Hinterreifen. Die Inderin, rechts neben Hannah, schreit laut auf und sitzt anschließend förmlich auf Hannahs Schoß. Der Schock bei uns allen ist groß, doch noch größer ist das Gelächter, als die Löwin sofort wieder den Rückzug antritt und die Situation entschärft. Scheinbar hat sich der Ast beim Anhalten bewegt und so die Aufmerksamkeit des Tieres auf sich gelenkt.

Wir verbringen ca. noch 30 Minuten bei den Königinnen der Tiere und anschließend fahren wir in offenes Gelände und dürfen dort zum sogenannten Sundowner sogar aussteigen. Nach dem Erlebnis mit den Löwen schauen wir uns alle besonders gut um. Das Naturfeeling ist einfach nur phänomenal und das servierte Bier schmeckt umso besser in dieser eindrucksvollen Landschaft. Durch den leicht bewölkten Himmel verpassen wir leider einen atemberaubenden Sonnenuntergang, doch den sollten wir im weiteren Verlauf unserer Reise noch zu genüge genießen dürfen. Auf dem Rückweg zur Lodge wird es immer dunkler und Derrick schaltet seine Taschenlampe ein, um zusätzlich zu den Scheinwerfern des Jeeps links und rechts die Umgebung auszuleuchten. Vereinzelt sehen wir Impalas und andere leuchtende nicht identifizierbare Augen in der Finsternis. Zum Abschluss statten wir dem Baum der beiden Leoparden noch einmal einen kurzen Besuch ab und haben Glück, dass wir zumindest den Jungen in der dunklen Wildnis entdecken.



Trotz des Sundowners kommen wir kurze Zeit später hungrig an der Lodge an. Ehe es zum Abendessen geht, werden wir mit heißen feuchten Handtüchern und einem Erfrischungsgetränk empfangen. Nach dem Staub und der Hitze der letzten drei Stunden ist beides eine ungemeine Wohltat und Hannah und mir wird immer mehr klar, dass wir wirklich in einer Luxuslodge untergekommen sind. Der Service ist einfach nur super.

Nachdem wir uns schnell umgezogen haben, sitzen wir nun in freudiger Erwartung im edel eingerichteten Dinnersaal und warten auf unser Abendessen. Uns wird ein aufwändiges Drei-Gänge-Menü serviert und sowohl Neil als auch der Küchenchef besuchen uns während unserer Mahlzeit und erkundigen sich nach unserem Wohlbefinden (erwähnte ich bereits, dass der Service einfach nur Spitze war!?).

Glücklich und voller Vorfreude auf den nächsten Tag werden wir von einem Mitarbeiter der Lodge zu unserem Rondavel geführt. Nach Einbruch der Dunkelheit wird man in der gesamten Lodge stets begleitet, da es schlicht und einfach keinen allumfassenden Zaun gibt, der wilde Tiere sicher draußen hält.

In unserer Unterkunft angekommen, bearbeiten Hannah und ich noch einige der über den Tag entstandenen Aufnahmen und machen schließlich ziemlich früh das Licht aus. Zuvor lesen wir noch die afrikanische Gutenachtgeschichte, die uns in unserem Bett liebevoll hinterlegt wurde. Sie erzählt die Geschichte vom Geparden und der Entstehung seiner prägnanten vertikalen Gesichtsstreifen („Why the cheetah‘s cheeks are stained“).

Glücklich schlafen wir bald darauf ein, denn morgen früh erwartet uns unsere erste Morning Drive in Sabie Sand und die wollen wir schließlich nicht verschlafen.

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Bär

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Sonntag, 19. März 2017, 15:24

Leoparden ... den Menschen unter Umständen auch als Beute identifizieren. Letzteres ist zum Beispiel bei Löwen anders.

Letzteres wage ich sehr zu bezweifeln. Ich würde es keinesfalls darauf anlegen, es auszuprobieren. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
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hokage

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Sonntag, 19. März 2017, 15:31

Hmm... Interessant. Ich habe die Info von einem Guide, dessen Meinung nach Leoparden eher auf Menschen Jagd machen, als Löwen und andere Raubkatzen. Letztere würden nur dann angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen, Junge dabei haben, oder verzweifelt bzw. ausgehungert sind, da Menschen nicht zu ihrem normalen Beutespektrum gehören...

Drauf verlassen würde ich mich jedoch nicht und in deinem Artikel wird ja auch eine andere Meinung bezüglich der Löwen vertreten. Allerdings wäre hier der relative Vergleich zum Leoparden trotzdem interessant :)

Bär

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Sonntag, 19. März 2017, 15:51

Keine Ahnung. Auch Guides wissen nicht alles. Ich würde es bei beiden Tierarten (und anderen) nicht darauf anlegen ;) und habe meinen Kommentar eher als Klarstellung für andere (unerfahrenere) Leser gemeint.
Mir reichen die Anfragen, ob Elefantenattacken auf Mietwagen als Versicherungsfall gelten - und möchte solche vermeiden, in denen nach Löwenangriffen gefragt wird... 8)
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Montag, 20. März 2017, 09:59

Hallo hokage

Ich fahre gespannt mit! Wir waren in der EP auch mit Neil und Derrick unterwegs :thumbup: .
Bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meinte, dass Derrick von Seville kommt.

Ihr hattet ja eine abenteurliche Fahrt zum Gowrie Gate! Wir hatten zum Glück trockene Strassen, da war der Weg kein Problem. ;)

Bin gespannt wie es weitergeht.
LG
Andrea

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Montag, 20. März 2017, 11:24

Danke für das positive Feedback :)
Ja, die beiden waren sehr sympathisch und konnten uns sehr viel Wissenswertes vermitteln.

Dann soll es jetzt auch direkt weiter gehen :)

LG

hokage

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Montag, 20. März 2017, 11:40

Tag 4: Big Five in one Game Drive

In aller Herrgottsfrühe um 5:00 Uhr klingelt der Wecker und ungefähr zur gleichen Zeit klopft es mit selbiger Intention an unsere Tür. Zeit zum Aufstehen, beginnt doch in einer halben Stunde bereits die erste Game Drive des Tages. Müde schleppen wir uns in den Frühstückssaal und durch heißen Kaffee und leckeres Sandgebäck kehrt langsam Leben in uns ein. Kurz darauf gibt Neil das Zeichen zum Aufbruch und noch im Dunkeln starten wir in die Wildnis des afrikanischen Buschs. Nach nur fünf Minuten habe ich bereits komplett meine Orientierung verloren, doch Neil und Derrick kennen die Gegend wie ihre Westentasche. Sie vermuten, dass die beiden Leoparden noch immer in der Nähe des Baumes und ihrer Beute verweilen und sie sollten recht behalten. Mit dem ersten Licht des Tages erreichen wir Mutter und Sohn und neben einer Vielzahl von Fotos genießen wir die Gesellschaft dieser besonderen Tiere. Das Gefühl ist schlecht in Worte zu fassen. Man vergisst alles um einen herum und taucht ein in die Natur und die Lebensweise der Leoparden. Hannah und ich schauen uns an und ein glückliches Lächeln strahlt in unseren Gesichtern.





Plötzlich geht ein Raunen durch unseren Jeep. Die Leopardenmutter ist nicht ohne Grund so eben auf ihren Baum geklettert. Wenige Meter entfernt schleichen zwei Tüpfelhyänen an unserem Gefährt vorbei. Angezogen von dem Geruch des toten Impalas, sind ihre Augen auf den Baum und den sich dort befindenden Kadaver geheftet. Wie Neil uns erklärt, sind zwei ausgewachsene Hyänen durchaus eine ernstzunehmende Gefahr für einen Leoparden. Die Beute ist auf dem Baum jedoch in Sicherheit, da Hyänen keine guten Kletterer sind. Doch wo ist das Leoparden-Junge? Ohne Vorankündigung tritt es aus dem Gebüsch hervor und faucht die Hyänen an. Der Mut dieses Leoparden ist bewundernswert, doch er zahlt sich aus. Die Hyänen erkennen, dass das Impala für sie unerreichbar ist und sind nicht interessiert an einer Konfrontation. Somit entfernen sie sich gemessenen Schrittes von der Szenerie. Der junge Leopard ist mittlerweile auf einen tiefen Ast geklettert und triumphierend schaut er den Hyänen hinterher.





Kurz darauf verlassen wir die Leoparden, um uns auf die Suche nach weiteren Highlights der afrikanischen Wildnis zu machen. Dabei sind nicht nur die berühmten Tiere für uns von Interesse, sondern wir freuen uns auch über die vielen anderen eher unbekannteren Arten, die wir zu Gesicht bekommen. Neben weiteren Impalas sehen wir einen White-Tailed Mongoose, mehrere blue Kingfisher und einen Raubadler, der mit einer Flügelspannweite von 1,70 m bis 2,00 m zu den größten Adlern des Krüger-Gebietes zählt. Wir haben Glück, dass der große Raubvogel sich in unmittelbarer Nähe auf einem Ast in Augenhöhe niedergelassen hat und uns mit seinen scharfen Augen beobachtet. Anders als die Kingfisher sucht er nicht sofort das Weite, sodass wir tatsächlich ein paar Fotos in die Kamera bekommen.




Der Stopp ist nicht von Dauer, denn Neil hat eine Vermutung, wo wir mit etwas Glück einen weiteren der Big-Five finden können. Aufgeregt halten wir während der Weiterfahrt Ausschau und nach einer gefühlt endlos langen Zeit der Suche werden wir fündig. Neil schaltet den Motor noch im Fahren ab und leise kommen wir zum stehen. Ca. 20 m abseits des Weges steht ein besonders großes Exemplar eines Breitmaulnashorns. Wenn das Wort „Big“ bereits treffend für den Afrikanischen Büffel war, so ist es hier noch besser aufgehoben. Wie ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit steht dieses beeindruckende Tier vor uns und beäugt unser Gefährt, das imposante Horn uns zugewandt. Ich kann meine Augen nicht von diesem Koloss abwenden und mir geht durch den Kopf, welch unglaubliche Artenvielfalt die Natur hervor bringt. Das Nashorn hat nur kurz inne gehalten und ist jetzt wieder genüsslich am Fressen. Hannah und ich müssen schmunzeln, als es hinter zwei äußerst dünnen Bäumen hervor lugt, da es so wirkt, als wolle es sich vor uns verstecken. Dies gelingt aufgrund der Größe natürlich nur mit mäßigem Erfolg.




Neil erklärt uns, dass die Haut des Nashorns durchschnittlich 2 cm dick ist und an einigen Stellen sogar bis zu 4,5 cm dick werden kann. Somit erscheint es nur sinnig, dass dieses Tier keine natürlichen Fressfeinde hat. Selbst ein Rudel Löwen würde unter normalen Umständen niemals ein ausgewachsenes Nashorn als Beute auswählen. Der mit Abstand größte Feind der Tiere ist der Mensch und dessen Profitgier. Wilderer haben es vor allem auf das Horn abgesehen, da dieses in weiten Teilen Asiens utopisch Hohe Gewinne einbringt. Aus unverständlichen Gründen glauben die Menschen dort, dass das Horn dieses Tieres heilende Kräfte hat, was jedoch wissenschaftlich widerlegt ist. Horn unter dem menschlichen Fuß besitzt schließlich auch keine heilende Wirkung und das Material ist genau das Gleiche. Trotz zahlreicher Schutzinitiativen und hoher abschreckender Strafen ist das Nashorn nach wie vor gefährdet und Wilderer scheuen kein Risiko, um an die hohen Gewinne im asiatischen Raum zu kommen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf beobachten Hannah und ich nachdenklich dieses friedliche und wunderschöne Tier und können kaum glauben, dass es nur aufgrund von Profitgier nahezu ausgerottet wurde.



Plötzlich hören wir einen weiteren Jeep näher kommen. Neil hat unsere Sichtung natürlich sofort via Walkie-Talkie kund getan, sodass auch andere Urlauber die Chance haben, ein Nashorn mit ihren eigenen Augen in freier Wildbahn zu sehen. Wir winken den Neuankömmlingen zu und machen uns wieder auf den Weg.

Mittlerweile ist es ca. 8:00 Uhr und genau wie gestern Abend machen wir erneut einen kurzen Halt auf offenem Gelände, wo uns heißer Kaffee und Sandgebäck serviert wird und wir uns die Beine vertreten können. Hannah ist mehr als glücklich, endlich eine Gelegenheit zu haben, ihren 5:00 Uhr-Kaffee loszuwerden. Nach anfänglichem Zögern geht sie schließlich hinter dem nächsten Busch auf die Naturtoilette, in der Hoffnung, dass kein Löwe oder Leopard die gleiche Idee hat und ihr Gesellschaft leistet. Sie hat Glück und kehrt wohlbehalten zu uns zurück. Trotz des Gebäcks bekommen Hannah und ich langsam Hunger und als wir hören, dass es gleich weiter geht, fiebern wir beide bereits dem Frühstücksbüffet entgegen, dass uns in ca. einer Dreiviertelstunde erwartet.





Wir müssen uns leider noch etwas gedulden, da zunächst der längere Rückweg zurück zu unserer Lodge ansteht. Dabei sehen wir unseren ersten Gnu und unser erstes Kudu. Vor allem Gnus sind in dieser Gegend eher selten, da sie die weiten Steppen in der Nähe vom Satara Camp im Krüger Park (nordöstlich vom Sabie Sand Game Reserve) bevorzugen. Unser Exemplar ist extrem scheu und sobald wir uns nähern verschwindet es im Busch. Ehe wir letztlich die Lodge erreichen, halten wir noch einmal eine längere Zeit und beobachten eine Giraffe, die mit ihrer flexiblen Zunge behutsam saftiges Laub aus den mit Dornen besetzten Baumkronen klaubt und sich von nichts aus der Ruhe bringen lässt.

Gegen 9:00 Uhr erreichen wir unsere Lodge und nach einem reichlichen Frühstück mit Omelett und Rührei starten wir gemächlich in den Tag, indem wir in unserem Rondavel entspannt ein paar Bilder bearbeiten und im Anschluss auf Erkundungstour gehen. Elephant Plains ist komplett in die Natur integriert und bietet eine tolle Aussicht auf ein in der Nähe gelegenes Wasserloch. Dazu hat die Lodge ein Swimmingpool, einen Fitnessraum und sogar eine Sauna inklusive Massageraum. Letzteres ist jedoch leider kostenpflichtig, sodass wir die Sauna nicht ausprobieren. Zur Mittagszeit wird uns ein aufwändiges Büfett aus verschiedenen Nudelgerichten und Salaten serviert.



Gut gesättigt, sind wir nun bestens gewappnet für den einstündigen Bushwalk unter Neils Führung. Für diesen gibt es strenge Regeln, da das Erkunden des afrikanischen Buschs zu Fuß ein Vielfaches gefährlicher ist als im Fahrzeug. Neil weist uns darauf hin, dass wir uns möglichst leise bewegen und unterhalten sollen und dass wir seinen Anweisungen ohne wenn und aber Folge leisten müssen. Das indische Pärchen und Hannah und ich hören aufmerksam zu und leichte Aufregung überkommt uns, als das Zeichen zum Abmarsch gegeben wird. Im Fokus des Bushwalks stehen anderes als bei den Game Drives nicht die großen Tiere, sondern vielmehr die kleinen, unscheinbaren aber nicht minder faszinierenden Errungenschaften der Landschaft. Neil erklärt uns eine Menge über den Dung von Elefanten, Giraffen und Impala und zeigt uns, wie man anhand der Konsistenz erkennen kann, wann das jeweilige Tier an genau dieser Stelle vorbei gekommen ist. In diesem Kontext lernen wir auch die Unterschiede der verschiedensten Tierspuren kennen und versuchen sie zuzuordnen, was definitiv nicht einfach ist.

Wenige Minuten später machen wir Halt vor einem sehr großen Baum, der leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es handelt sich dabei um einen Marula-Baum, der aufgrund seiner schmackhaften Früchte bei Elefanten hoch im Kurs steht und dessen Rinde durch die großen Tiere beim Fressen häufig beschädigt wird. Er wird daher auch Elefanten-Baum genannt. Doch dessen Früchte sind nicht nur bei den Dickhäutern beliebt. Sie werden auch zur Herstellung des berühmten Amarula-Sahne-Likörs verwendet, welcher mittlerweile in über 100 Ländern, unter anderem auch in Deutschland, weit verbreitet ist.

Trotz der strengen Einweisung und den potentiellen Gefahren ist der Bushwalk eine reine Wohltat und ein tolles Erlebnis, da man der Natur auf diese Art noch näher kommt als in einem offenen Fahrzeug. Nach einer Stunde kommen wir schließlich wieder sicher in unserer Lodge an und alle Aufregung im Vorfeld war umsonst.

Wir erholen uns kurz in unserer Unterkunft und kurze Zeit später beginnt auch schon die drei stündige Night Drive. Unser Hauptziel ist es, endlich Elefanten zu finden, sodass wir die Big Five der afrikanischen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum gesehen haben. Neil und Derrick versprechen uns und dem Rest der kleinen Gruppe, dass sie ihr bestes versuchen werden und somit starten wir einmal mehr mit dem mächtigen Allradgefährt in die afrikanischen Wildnis. Zu Beginn der Fahrt ist der Busch äußerst dicht, wodurch es sehr schwer ist, Tiere zu sichten. Kurze Zeit später lichtet sich die Landschaft ein wenig und prompt stoßen wir auf eine Gruppe von Giraffen, die uns nach einer eindringlichen Musterung gekonnt ignorieren und uns ihren Allerwertesten in die Kamera halten, während sie genüsslich fressen. Ich bin leicht belustigt über dieses obszöne Verhalten dieser doch so eleganten und edlen Geschöpfe.







Am nächsten Wasserloch treffen wir auf einen Büffel, der sich abkühlt. Aufgrund der starken Regenfälle der letzten Tage sind die Tiere nicht auf die Wasserlöcher angewiesen und halten sich dementsprechend auch nicht sehr häufig dort auf. Dieser Büffel ist also eine willkommene Ausnahme und er scheint die Erfrischung wirklich zu genießen.




Wir verweilen nicht sehr lange, da unser Hauptaugenmerk noch immer auf den grauen Riesen liegt und wir sie heute unbedingt zu Gesicht bekommen möchten. Neil berät sich kurzer Hand mit den Rangern der anderen Jeeps und es scheint, als hätte er einen Plan. Zielstrebig setzen wir unsere Fahrt durch den Busch fort und voller Hoffnung suchen wir kontinuierlich die Umgebung ab. Noch ist allerdings bis auf Dunghaufen keine Spur von den großen Tieren zu sehen. Ungläubig sage ich zu Hannah, dass es doch wohl nicht so schwer sein kann, sie zu finden. Aber wie Neil uns später erklärt, sollten wir uns täuschen. Elefanten bewegen sich extrem leise und trotz ihrer Größe sind sie durch das dichte Buschwerk sehr gut getarnt. Aufgeben kommt jedoch nicht in Frage und schließlich werden wir belohnt. Wir können unser Glück kaum fassen, als wir uns wie aus dem Nichts mitten in einer Elefantenherde wiederfinden. Neil schaltet den Motor sofort ab und weist uns an, möglichst ruhig zu bleiben und nicht aufzustehen. So friedlich Elefanten wirken, so zählen sie dennoch zu den gefährlichsten Tieren für den Menschen. Vor allem wenn die Gruppe Jungtiere enthält, sollte man sich in Acht nehmen und sich in Zurückhaltung üben. Wenige Meter von unserem Gefährt entfernt, ziehen die Elefanten an uns vorbei, ohne von uns Notiz zu nehmen. Noch ist alles friedlich, doch plötzlich nimmt uns ein ausgewachsener Bulle ins Visier, bläht seine Ohren auf und stürmt mit lautem Trompeten auf uns zu. Im letzten Moment dreht er ab. Während der Rest der Herde unbeeindruckt weiter frisst, sitzen wir leicht erschrocken im offenen Fahrzeug und schauen dem großen Bullen nervös hinterher. Dieser hat sich scheinbar wieder beruhigt und macht keine Anstalten mehr, auf uns loszugehen. Stattdessen widmet er sich wie die anderen Tiere dem Fressen und es sieht so aus, als wenn nie etwas geschehen wäre. Mittlerweile amüsiert, beobachten wir die Herde mit ihren Jungtieren noch eine Weile bis wir langsam weiterfahren.





Wenige Kilometer später sehen wir zwei Nashornhintern, die leider sofort im dichten Busch verschwinden. Mittlerweile wird es langsam dunkler. Nach dem obligatorischen Sundowner schaltet Derrick wie gewohnt seine Taschenlampe ein. Ohne Vorwarnung stoßen wir nach nur wenigen Kilometern auf das Löwenrudel vom Vorabend. Die Tiere lagern unmittelbar am Wegesrand und halten einen Festschmaus in Form eines gerissenen Gnus. Vom männlichen Anführer ist noch immer nichts zu erkennen. Auch wenn Hannah die Einstellung der weiblichen Löwen gefällt (wer nicht jagt, wird nicht zum Abendessen eingeladen), hätten wir uns beide nicht über die Anwesenheit des Leitlöwen beklagt, da er mit seinem massigen Körper und seiner voluminösen Mähne sehr ansehnlich ist. Stattdessen beobachten wir das Rudel bestehend aus weiblichen Tieren noch eine Weile beim Fressen und fahren schließlich weiter.





Überrascht realisieren wir, dass uns nur noch der Leopard fehlt, um behaupten zu können, dass wir die gesamten Big Five während nur einer Game Drive gesehen haben. Wie uns Neil mitteilt, sind die beiden Leoparden aber mittlerweile weitergezogen, da sie den Antilopenkadaver aufgezehrt haben, wodurch unsere Suche nicht gerade leichter wird. Kurze Zeit später erfährt Neil von einem anderen Ranger, dass die beiden Tiere an anderer Stelle erneut gesichtet wurden. Glücklich machen wir uns auf den Weg und nach einer rasanten Fahrt durch die Dunkelheit stoßen wir schließlich einmal mehr auf die beiden Leoparden. Die beiden anderen Fahrzeuge machen uns netterweise Platz, sodass wir nun beste Sicht auf das schlafende Muttertier im Baum haben. Neil erklärt uns, dass der Schein trügt und sie genau wahrnimmt, was um sie herum geschieht und wo sich ihr Junges gerade aufhält.



Aufgrund der fortgeschritten Zeit verweilen wir nicht all zu lange und machen uns alsbald auf den Rückweg zur Lodge. Dort angekommen, erwartet uns erneut ein erstklassiges Abendessen. Vorspeise (frische Pasta mit würziger Tomatensauce) und Nachtisch (cremiger Vanillekuchen) sind gewohnt super, das wahre Highlight ist aber der Hauptgang, ein klassisches afrikanisches Braai (Barbecue). Wir können uns direkt vom Rost unseren eigenen Grillteller, bestehend aus Kotelette, Boerewors, Maiskolben, mit Käse überbackenen Pilzen und vielem mehr, zusammen stellen. Wie sich das für ein afrikanisches Braai gehört, liegt der Fleischanteil auf meinem Teller bei knapp 70% und die Beilagen werden zur Nebensache. Denn nicht nur die Afrikaner wissen, dass im Fleisch das Geheimnis von Energie und Kraft liegt. Hannah hat hier scheinbar etwas missverstanden, da sie sich in erster Linie an den gegrillten Maiskolben vergeht. Anfängerfehler!

Nach diesem wirklich perfekten Dinner lassen wir unseren letzten Abend in Elephant Plains mit etwas Wehmut gemütlich ausklingen. Morgen früh erwartet uns noch einmal eine letzte Game Drive mit Neil, Derrick und den anderen aus unserer kleinen Gruppe und dann geht es für uns auch schon weiter in Richtung Krüger Nationalpark und Satara Camp. Auch wenn diese zwei Übernachtungen mit Abstand die teuersten auf unserer Reise waren, so sind sich Hannah und ich absolut einig, dass wir sie jederzeit wieder buchen würden. Allein für diese traumhaften Erfahrungen im Sabie Sand Game Reserve haben sich die elf Stunden Flug nach Südafrika bereits gelohnt. Voller Vorfreude auf die nächsten Tage schlafen wir schließlich ein.

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Sella (20. Juni 2017, 18:29), gatasa (12. April 2017, 23:46), Sternensilber (12. April 2017, 21:29), bandi (6. April 2017, 14:04), ReginaR. (6. April 2017, 13:16), SilkeMa (6. April 2017, 08:04), tribal71 (6. April 2017, 02:45), Mick777 (25. März 2017, 22:03), Fop (25. März 2017, 09:53), Biha6 (22. März 2017, 19:33), sunny_r (21. März 2017, 21:42), ChristianeLu (20. März 2017, 19:32), Beate2 (20. März 2017, 19:16), Wicki4 (20. März 2017, 16:57), Kitty191 (20. März 2017, 12:12), Bär (20. März 2017, 12:08), Piepsi (20. März 2017, 12:06), bibi2406 (20. März 2017, 12:02), toetske (20. März 2017, 12:00), Aishak (20. März 2017, 11:48)

bibi2406

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Montag, 20. März 2017, 12:02

Hallo Hokage,

Ich lese auch begeistert mit, vielen Dank für den tollen Bericht :danke:
Drei Leopardensichtungen ( gut es waren diesselben), aber noch keinen einzigen Elefanten gesehen, das nenne ich mal ungewöhnlich :thumbsup:


Aber ich denke, als ihr selber gefahren seid, werdet ihr noch öfters auf die grauen Riesen getroffen sein?
Ist wirklich interessant wie unterschiedlich die Tierdichte ist. Wir hatten so viele Gnus und Elefanten im südl.Krüger und bei Euch kaum zu finden. Aber die Leoparden sind wirklich klasse!!
Da denke ich, dass Elephant Plains doch die richtige Entscheidung für nächstes Jahr ist, sieht sehr vielversprechend aus :thumbsup:
Auch Hyänen fehlen uns noch :rolleyes:


Wirklich tolle Fotos, freue mich schon auf die Fortsetzung
Liebe Grüße
Barbara

Rucksack

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Montag, 20. März 2017, 12:15

Hallo Hokage, super Bericht und klasse Fotos ... mit welcher Kamera-Ausrüstung habt ihr die denn gemacht!!!

Tonicek

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Montag, 20. März 2017, 12:24

Sehr, sehr guter Bericht und wahnsinnig tolle Fotos. Mama und Baby im Arm ist f[r mich das Schönste - vielen Dank!
"All what you've got to do is decide to go and the hardest part is over. So go!"
TONY WHEELER. COFOUNDER - LONELY PLANET

hokage

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Montag, 20. März 2017, 13:09

@bibi2406:

Ja, das war in der Tat ungewöhnlich und wir werden die Leoparden später auch ganz schön vermissen ;) Doch dazu später mehr... Naja also Sabie Sand würde ich schon als sehr dicht bezeichnen. Dort weiß man quasi nie, was einen hinter der nächsten Kurve erwartet. Im Krüger Park ist der Süden teilweise schon offen, vor allem im Südosten zwischen Lower Sabie und Crocodile Bridge. Der Südwesten (Berg-En-Dal und Region) ist hingegen extrem dicht.
Gnus und Elefanten haben wir jedoch, wie du bereits geahnt hast tatsächlich im weiteren Verlauf noch viel öfter gesehen.
Ich will ja nicht zu viel verraten, aber Hyänen wirst du in unserem Bericht schon bald wieder treffen. Elephant Plains hat uns allgemein regelrecht umgehauen, wobei wir auch noch keine Vergleichswerte zu den anderen Private Lodges haben. EP war zumindest im Vergleich noch das einzige, was wir uns leisten konnten ;)

@ Rucksack:

Vielen Dank! Meine Freundin hatte die Nikon D3000 und ich die D5100 mit dabei. Als Objektive hatten wir das 70:300mm Tamron, die Nikon Kit Linse 18:105mm und die 50mm f1.8 Nikon Festbrennweite dabei. Zwei Bodys sind auf jeden Fall zu 100% zu empfehlen. Das leidige Objektivwechseln im Staub fällt somit größtenteils flach. Am besten immer ein Weitwinkel und ein Teleobjektiv bereit haben. Wobei gerade die Festbrennweite im späteren verlauf der Reise sehr häufig parallel zum Weitwinkel zum Einsatz kam. Die Offenblende und quasi nicht vorhandene Verzeichnung des Objektivs sind einfach super und Weitwinkel lässt sich mittels Pano ja auch schießen ;)

@ Tonicek:

Vielen Dank für das Kompliment! Ja, da ist meine Freundin mit dir wohl zu 100% einer Meinung haha.



Da sich keiner beschwert hat, werde ich mit dem Reisebericht in dieser Länge so fortfahren, in der Hoffnung, dass es nicht zu viel Text für Euch ist :)

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ReginaR. (6. April 2017, 13:18), SilkeMa (6. April 2017, 08:04), sunny_r (21. März 2017, 21:43), ChristianeLu (20. März 2017, 19:34), toetske (20. März 2017, 17:51), Petra2 (20. März 2017, 15:34)

tom1978

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Montag, 20. März 2017, 13:42

dass passt so! :thumbsup:

Wicki4

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Montag, 20. März 2017, 17:02

Hallo Hokage,

vielen Dank für deinen interessanten Reisebericht und die schönen Bilder. :danke:
Bitte mach genauso weiter.

Viele Grüße
Claudia

toetske

oorbietjie

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Montag, 20. März 2017, 18:00

:danke: :danke: :danke: Lars!

Was bin ich 8o dass es nun endlich :D weitergeht !!
Diese Erfahrungen und super Bilder wollte hier bestimmt kein einziges Forumsmitglied versäumen.

Zu viel Text finde ich auf keinen Fall. Es lesen ja auch neue Mitglieder mit und für sie ist jedes kleinste Detail interessant, auch Sachen die man beim zweiten oder X-ten Besuch "schon lange weiss" :saflag:

LG. Toetske

Elion

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99

Montag, 20. März 2017, 18:24

Wow - tolle Bilder! Und wirklich eine ganz tolle Idee mit dem voll ausgestalteten Fotoalbum. Da muss ich meine Verlobte/Frau nach unserem Urlaub dann auch zu bringen - die kennt sich mit Photoshop und InDesign auch besser aus als ich :)

hokage

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100

Dienstag, 21. März 2017, 00:06

Danke für das tolle Feedback :)

Morgen, bzw. heute geht es dann auch mit Tag 5 und den ersten Eindrücken aus dem Krüger Park weiter :)

Doch erst einmal gute Nacht zusammen :D