Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen im "Suedafrika-Forum.org"! Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden. Wichtiger Hinweis zur Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 16. August 2016, 15:49

Reiseplanung September 2016: Krüger Park, Mosambik und KZN

Hallo zusammen,

ich fliege mit meiner Freundin Mitte September für drei Wochen nach Südafrika mit Aufenthalt in Mosambik. Für etwa die erste Hälfte der Reise ist schon alles vorgebucht (Blyde River Canyon, Krüger Park, Tofo), danach möchten wir noch etwas flexibel bleiben (sind mit Mietwagen unterwegs).

Nach einem Aufenthalt in Maputo möchten wir weiter nach St Lucia. Ich denke, die Strecke wäre theoretisch an einem Tag machbar, aber wir möchten uns nicht zu sehr stressen und deswegen einen Zwischenstopp einlegen. Bis jetzt bin ich auf folgende Optionen gestoßen:

- Shewula Mountain Camp
- Hlane NP
- Ithala Game Reserve

Da ich noch nicht weiß, wie lange wir in Mosambik verweilen werden, kann ich keine Unterkunft heute schon vorbuchen (das geht dann erst in Maputo selbst). Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden letztgenannten Optionen schon ausgebucht sind, ist relativ hoch, das Shewula Mountain Camp könnte so kurzfristig schwierig zu buchen sein (keine Online-Buchung möglich).

Habt ihr noch eine gute Option, die halbwegs entlang der Route liegt (MR 3 und 16 in Swasiland, oder kurz hinter der Grenze in Nähe der N2)?

Oder denkt ihr, die Strecke ist ohne Probleme in einem Tag zu bewältigen? Google Maps spricht von "nur" 5,5h, ich bin da allerdings etwas skeptisch, dazu kommen noch zwei Grenzübergänge.

Ich bin für jeden Rat dankbar!

Viele Grüße

Flo

kOa_Master

Dipl. Ing. Afr.

Beiträge: 2 708

Dabei seit: 29. April 2014

Danksagungen: 7674

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 16. August 2016, 16:31

Den Grenzübergang Mozambique - Swaziland kenne ich nicht, aber wenn es ähnlich unkompliziert wie Südafrika - Swaziland verläuft, dann würde ich sagen: Gut machbar in einem Tag. Vielleicht nicht gerade 5.5h sondern eher 7-8h, je nach Pausen. Aber das passt ja auch.
Ob der Ithala/Hlane oder Shewula wirklich ausgebucht sind, keine Ahnung - ich würde aber bei kurzfristigen Buchungen tendenziell eher kurz anrufen (oder in der Unterkunft vorher fragen, ob sie für euch buchen könnten). Stand heute ist da noch recht viel frei.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

wolfratz

Fortgeschrittener

Beiträge: 61

Dabei seit: 30. Mai 2016

Danksagungen: 49

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 16. August 2016, 16:46

Hallo Flo,

das Ithala (Louwsburg) liegt schon ziemlich weit im Westen für die geplante Route, ist das so gewollt? Wieso glaubst Du, dass dort schon ausgebucht ist? Ich war etliche Male als Tagesbesucher im Ithala und hatte zu keiner Jahreszeit das Gefühl, dass dort alles ausgebucht sein könnte (viel Leerstand). Diese Camp dort ist ziemlich groß, sehr ruhig und im übrigen von außen sehr nett. Bei unserem letzten Tagesbesuch dort waren die Elefanten direkt am Besucherzentrum. Die Bilder unten beweisen das...

Wer hat denn Erfahrungen mit dem Grenzübergang in und aus dem Swaziland? Ich habe da von einer Stunde Wartezeit gehört, was mich immer von der Einreise abgehalten hat.

Gruß
Matthias
»wolfratz« hat folgendes Bild angehängt:
  • 20160605_133056.jpg
Indlu Yegagu Iyanetha - auch ein schönes Haus kann undicht sein

Altes Zulu-Sprichwort

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bär (16. August 2016, 22:53)

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 10 421

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 15617

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 16. August 2016, 22:54

Wer hat denn Erfahrungen mit dem Grenzübergang in und aus dem Swaziland? Ich habe da von einer Stunde Wartezeit gehört, was mich immer von der Einreise abgehalten hat.

Nie mehr als 20 Minuten netto.
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

wolfratz (18. August 2016, 13:30)

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 17. August 2016, 09:49

Vielen Dank für die Beiträge. Das Ithala liegt tatsächlich nicht so ganz auf der Route, da könnte man auch gleich nach St Lucia durchfahren. Habe ich in dem Moment mit dem Pongola verwechselt, das ja scheinbar ziemlich nah an der N2 liegt. Meine Befürchtung der Vollbelegung liegt an der Tatsache, dass andere NPs (Krüger etc) doch relativ schnell voll sind und lange im Voraus gebucht werden sollten. Ich bin davon ausgegangen, dass das auch in anderen NPs der Fall is - wenn nicht umso besser :thumbsup:

Den Grenzübertritt von MOZ schätze ich tatsächlich etwas anstrengender ein, wobei die im Vergleich zur Grenze RSA/MOZ noch relativ entspannt sein dürfte.

@wolfratz: Meine (einmalige) Erfahrung mit dem Grenzübertritt nach/aus Swasiland war sehr gut. Die 20 Minuten kommen gut hin.

Wenn noch jemand eine Empfehlung für ein B&B o.ä. entlang der Strecke hat bitte gerne melden. Ich freue mich über weitere Alternativen :-)

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 10 421

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 15617

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 17. August 2016, 13:11

Ghost Mountain Inn
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

donbron (17. August 2016, 13:20)

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 23. August 2016, 11:36

Reiseplanung September 2016: Krüger Park, Mosambik und KZN

Liebe Forengemeinde,

nachdem ich vergangene Woche den kleinen Fehler begangen habe, eine Detailfrage zu stellen, möchte ich diesen nun korrigieren und die Planung meiner Freundin und mir für den September (also bald :thumbsup: ) vorstellen. Gerne werde ich im Nachgang insbesondere von unserer Erfahrung in Mosambik berichten, da habe ich noch vergleichsweise wenig Erfahrungsberichte gefunden. Ich konnte schon viele Fragen im Vorfeld durch dieses wirklich wunderbare Forum und weitere Quellen klären, aber vielleicht möchte mir der/die ein oder andere noch wertvolle Tipps geben :D

Rahmenbedingungen: Meine Freundin und ich (26 und 31) sind von 9. September (MUC-JNB) bis 2. Oktober (DUR-MUC) unterwegs (jeweils mit Qatar für 630€ pP). Ich war schon einmal in SA (damals 2 Monate große Runde mit RSA, Namibia, Botsuana und VicFalls). Südafrika ist nicht unsere erste Individualereise.

Als Mietwagen haben wir einen VW Polo Trendline Hatch (o.ä.) bei Hertz (für 339€ ohne SB und mit Glas und Reifenschutz für die gesamte Reisezeit zzgl Gebühr Mosambik und Oneway-Fee). Die erste Hälfte der Reise ist vorgebucht, danach möchten wir flexibel bleiben.

Grundsätzlich sind wir mit eher knappem Budget unterwegs (Ziel: ca. 30€ pP und Übernachtung im Durchschnitt; mit allem Drum und dran maximal 3000€ pP), das wir aber auch gerne mal anheben wenn es sich denn lohnt (zB in der Masodini Lodge). Das offene Budget investieren wir lieber in Aktivitäten (Game Drives, Schnorchelausflüge, ggf Tauchschein etc) als in Übernachtungen. Wir werden nicht als Selbstversorger unterwegs sein.

10.09. Ankunft JNB, Mietwagenübernahme, diverse Besorgungen; Übernachtung in Melville (Melville Manor Guesthouse), da wir nach dem langen Flug eine weite Fahrt scheuen. Je nachdem wie wir uns fühlen vielleicht spontan eine Tour durch JNB oder das Apartheid Museum.
11.09. über Long Tom Pass, Mac Mac Pools und Mac Mac Falls nach Graskop (Zur Alten Mine)
12.09. Panorama Route (Zur Alten Mine)
13.09. 11 Uhr Bootstour Blyde River, danach ins Masodini Game Reserve und erster Drive; interessant fände ich auch noch das Hoedspruit Endangered Species Center. Die bieten um 8 Uhr eine Cheetah Focus Tour an, die sich sehr interessant anhört. Andererseits will ich den Tag nicht zu voll packen und die Distanz zu Graskop ist auch nicht zu unterschätzen... was meint ihr? Oder irgendwie am Vortag einbauen... aber gut, muss auch nicht sein.
14.09. Masodini Game Reserve (Zwei Drives)
15.09. in den Krüger Park (Lower Sabie)
16.09. KP (Berg en Dal)
17.09. KP und Übernachtung in Marloth Park (Du Bois Lodge)
18.09. Grenzübergang Mosambik und Fahrt nach Chidenguele (Zona Braza); Hinweis: Bei der Planung für Mosambik war die Facebook-Gruppe "DriveMoz" sehr hilfreich. Dort gibt es einen umfangreichen Datenbereich und tagesaktuelle Infos. Außerdem ist die Community dort über die App "Zello" vernetzt, eine Art Walkie Talkie, das man in Problemsituationen nutzen kann. So bin ich unter anderem auf die neue Ring Road gestoßen, die zwar noch nicht ganz fertig ist aber bereits genutzt werden kann. Dadurch erspart man sich die Fahrt durch Maputo, die wohl sehr langwierig sein kann.
19.09. Fahrt nach Tofo (Casa na Praia): Schnorcheln (mit Glück mit Walhaien) und vielleicht Tauchschein machen; außerdem ist gerade Walzeit
20.09. Tofo
21.09. Tofo (bis hierhin ist reserviert, danach sind wir noch flexibel)
22.09. ggf. weitere Nacht Tofo/Strand auf dem Weg Richtung Maputo, zB Bilene - wenn hier jemand Tipps hat, immer her damit :-)
23.09. ggf. weitere Nacht Tofo/Strand auf dem Weg Richtung Maputo, zB Bilene
24.09. Maputo
25.09. Maputo
26.09. ggf Zwischenübernachtung in Swasiland/entlang der N2 Richtung St Lucia (dazu habe ich schon einen Thread erstellt und ein paar Tipps bekommen - zwischenzeitlich habe ich noch die Nisela Lodge als Option ausgemacht)
27.09. St Lucia
29.09. St Lucia
30.09. St Lucia / Hluhluwe
01.10. St Lucia / Hluhluwe
02.10. Heimflug

So, das ist unsere Planung in groben Zügen. Was haltet ihr grundsätzlich davon? An einigen Stellen vielleicht etwas viel/ zu kurze Verweildauer (KP hätte ich vielleicht noch etwas ausehnen sollen, 2 Nächte in einem Camp - aber das kann ich leider nicht mehr ändern). Wie gesagt möchten wie zum Schluss hin offen bleiben und uns von unserer Stimmung treiben lassen. Vielleicht wollen wir noch mehr Strand - dann evtl nochmal nach Sondwana oder Dolphin Coast. Wenn wir noch nicht genug Tiere gesehen haben eher mehr mit Fokus auf Hluhluwe - we'll see. Denkt ihr, dass zu der Jahreszeit genug (vernünftige) Unterkünfte spontan verfügbar sind?

Schön wäre natürlich nochmal ein Camp in Hluhluwe, aber da bin ich doch etwas skeptisch ob da so kurzfristig noch etwas verfügbar ist, zumal die letzten beiden Nächte schon in der südafrikanischen Ferienzeit liegen. Außerdem ist unser Auto für den Park vielleicht nicht ganz optimal wenn ich da einige Reiseberichte lese. Obwohl ich damals (vor 8 Jahren) mit einem 1er Golf dort unterwegs war, haben sich die Strassenverhältnisse dort verschlechtert?

Noch eine grundsätzliche Frage: Wo bekomme ich gute Strassenkarten in SA? Gibts die an jeder größeren Tankstelle? Werde zwar mein iPad mit OfflineMaps ausstatten, aber ich habe immer ganze gerne eine analoge Variante griffbereit. Und gibt es Strassenkarten vom Krüger Park in den Tourist-Infos vor Ort? Oder sollte ich mich hier schon damit eindecken?

Beim Wetter hoffe ich mal auf das beste, viel Sonne, rechne aber auch mit kühlen Nächten. Ich freue mich über jegliche Anregungen aber auch über Kritik.

Viele Grüße aus Oberbayern, wo gerade endlich der Sommer beginnt :thumbup:

Strubi

Profi

Beiträge: 85

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 397

  • Nachricht senden

8

Dienstag, 23. August 2016, 12:38

Hallo,
zu dem Teil in Mosambik kann ich nichts sagen, da ich dort bisher noch nicht war.

Im Hluhluwe/Imfolozi brauchst du dir bzgl. des Autos mMn keine Sorgen machen. Es gibt vereinzelte Abschnitte, wo 4x4 bzw. eine höhere Bodenfreiheit sinnvoll / notwendig ist. Diese Abschnitte sind aber eigentlich alle in den Karten gekennzeichnet. Ansonsten sollte das ohne große Problem funktionieren.
Aber seid ihr euch sicher, dass ihr in Mosambik überall hinkommt? Zumindest südlich von Maputo Richtung Südafrika (Kosi Bay, usw.) soll es ja aufgrund von Tiefsandstrecken scheinbar nicht ohne 4x4 gehen.

Wie detailliert soll die Straßenkarte denn sein? Wir hatten für den Überblick eine Karte von ReiseKnowHow. Damit sind wir gut klar gekommen. Wie das vor Ort aussieht, kann ich nicht beurteilen, weil ich dann gar nicht danach gesucht habe.
Karten für die NPs bekommst du aber überall an den NP-Gates.

Gruß

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 23. August 2016, 13:58

Am liebsten wäre mir eine 1:500.000 (oder besser) für Gauteng/Mpumalnaga/KZN. Bin ein großer Kartenfan, ich les die wie andere Bücher ;-) Auf Amazon habe ich aber nix brauchbares gefunden. Ich denke ich versuche mein Glück vor Ort und verlasse mich zur Not auf die digitalen Optionen.

In Mosambik sollten wir überall hinkommen. Die N4 bis Maputo und die N1 Richtung Norden sind durchwegs geteert. Nur bei der Buchung der Strandhotels muss mach schauen dass die Zufahrten kein 4x4 benötigen, aber da haben wir darauf geachtet. Maputo nach Kosi Bay geht tatsächlich nur mit 4x4, deswegen nehmen wir den kleinen Umweg über Swasiland. Aber gut zu wissen, dass wir im Hluhluwe auch so durchkommen!

kOa_Master

Dipl. Ing. Afr.

Beiträge: 2 708

Dabei seit: 29. April 2014

Danksagungen: 7674

  • Nachricht senden

10

Dienstag, 23. August 2016, 16:55

Für den Krüger gibts Karten in den Shops vor Ort (Faltheft), das sind die meiner Meinung nach angenehmsten und praktischsten Karten. Brauchst du nicht hier zu besorgen.

Für Südafrika ist meine persönliche Favoritenkarte die Faltkarte von Reise Know-How. Die ist zwar "nur" 1:1'400'000, hat aber alle nötigen Informationen drauf und auf den noch grösseren Massstäben ist selten viel mehr drauf.
Von Mapstudios gibt es ansonsten noch die hier:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Karten und co.:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bär (23. August 2016, 22:40), donbron (23. August 2016, 18:25)

parabuthus

Erleuchteter

Beiträge: 1 380

Dabei seit: 14. Oktober 2014

Danksagungen: 6399

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 24. August 2016, 10:33

Hallo,

da wir ab nächsten Jahr vermutlich nicht mehr im Herbst, sondern in den Sommerferien fahren müssen, habe ich mich mit Mozambique auch schon beschäftigt.

Leider hört man zur Zeit ja wenig Gutes (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Da ich das Land überhaupt nicht kenne, habe ich keine Ahnung, wie ernst man diese Hinweise nehmen soll/kann/muß.

Vielleicht gibt es ja andere Foristen, die Entwarnung geben können. Möglicherweise sind eure Reiseziele auch nicht betroffen.

Ich will hier um Gottes Willen nicht die Vorfreude trüben oder gar Panik verbreiten, aber nach meiner Einschätzung kennen sich die Autoren in Mozambique gut aus. Auch das Auswärtige Amt gibt aktuelle Hinweise.

LG

Christian

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

12

Mittwoch, 24. August 2016, 11:08

Das kritische Gebiet liegt nördlich des Flusses Save. Die klassischen Reiseziele liegen weiter südlich (Tofo, Vilanculos, Ponta d'Ouro). Dass auch Inhambane (nähe Tofo) von dem Konflikt betroffen ist, lese ich in dem Beitrag zum ersten Mal. Sicherlich sollte man die Situation im Auge behalten, auch wenn Touristen in diesem Konflikt nicht das Ziel der Attacken sind. Ich denke, wenn man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen einhält (insbesondere Nachtfahrten vermeidet) und mit gesundem Menschenverstand agiert ist das Risiko überschaubar.

Ich verfolge die facebook-Gruppe DriveMoz sehr intensiv und fühle mich dadurch aus erster Hand informiert. Kann ich nur weiterempfehlen. Dort wird auch offen die Situation in den gefährdeten Landesteilen kommuniziert.

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Cosmopolitan (24. August 2016, 13:22), GudrunS (24. August 2016, 13:06), kOa_Master (24. August 2016, 11:28), parabuthus (24. August 2016, 11:10)

Beiträge: 95

Dabei seit: 2. April 2014

Danksagungen: 221

  • Nachricht senden

13

Freitag, 26. August 2016, 08:25

Hi,

wir werden ein paar Tage nach euch in Mosambik sein. Wir geben unser Auto aber schon am Mpumalanga Airport ab,
ich hab einen Transfer nach Maputo und dann einen Flug von dort nach Inhambane gebucht.
Wir werden dann 10 Tage am Paindane in einem Strandhaus wohnen.
Ich finde leider nichts über die Bargeld einfuhr nur das elektronische Geräte ab R3000 angezeigt werden müssen.
Da der MZN sich gerade im freien Fall befindet und die Tauchschulen die Preise meist in Rand ausschreiben,
könnte ich mir vorstellen das dieser bevorzugt wird. Hast du vielleicht irgendwelche Infos dazu?

Falls ihr einen Tauchschein machen wollt, solltet ihr euch etwas mehr Zeit in Tofo nehmen.
Wir waren vor zwei Jahen in Barra Beach und konnten wegen dem Wetter 2 Tage nicht tauchen.
Ich finde das Tauchgebiet zum tauchen lernen allerdings auch nicht so ganz ideal,
die Tauchgänge waren schon etwas anspruchsvoller und ich glaube ihr werdet vom Schnorcheln deutlich mehr haben.

Wir waren im Dezember in den meisten Camps auch nur eine Nacht und ich fand das wirklich super.
Jetzt im September haben wir auch wieder eine Mischung aus mehrmals und einmal Übernachtungen.

LG Janina

parabuthus

Erleuchteter

Beiträge: 1 380

Dabei seit: 14. Oktober 2014

Danksagungen: 6399

  • Nachricht senden

14

Freitag, 26. August 2016, 09:48

Hi,

schau einmal hier: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Maximal 10.000 MZN dürfen ein- oder ausgeführt werden.

Wenn du auf Südafrika klickst, kannst du sehen, was du aus Südafrika mitnehmen darfst...

LG

Christian

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Manolo84 (28. August 2016, 08:35)

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

15

Freitag, 26. August 2016, 09:55

Danke für die Tauchhinweise :-)

Über die Währungsfrage habe ich mir ehrlich gesagt gar keine Gedanken gemacht. Die Unterkünfte habe ich über booking gebucht, da gilt der MZN-Betrag am Tag der Buchung. Die Tauchschulen die ich bisher angeschaut habe zeigen ihre Preise sogar in $ an. Ich erwarte aber, dass die Preise zum Tageswert in MZN umgerechnet werden oder ich ohne Zuschläge meine Kreditkarte nutzen kann. Wenn dem nicht so ist lasse ich es sein, da es sich bei uns ohnehin nur um eine optionale Zusatzaktivität handelt.

Über den Tauchschein werden wir ohnehin erst sehr spontan vor Ort entscheiden, nach Lust, Laune und Bedingungen vor Ort. Und wenn dann auch nur den kleinen Tauchschein, der scheinbar in 2-3 Tagen zu absolvieren ist. Wenn wir den machen bleiben wir auch noch a bissal länger in Tofo.

Wart ihr damals auch schnorcheln vor Ort? Was ich gelesen habe ist, dass man das in Barra besser machen kann (in der Nähe vom Leuchtturm). Oder in Paindane, aber da kommen wir ohne 4x4 nicht hin.

parabuthus

Erleuchteter

Beiträge: 1 380

Dabei seit: 14. Oktober 2014

Danksagungen: 6399

  • Nachricht senden

16

Freitag, 26. August 2016, 21:56

Bin sehr gespannt. Hoffe auf Reisebericht.

leopard5

Schüler

Beiträge: 17

Dabei seit: 4. Oktober 2016

Danksagungen: 25

  • Nachricht senden

17

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 20:21

Hallo,

wir werden im Sommer 2017 fast die gleiche Route über Kruger, Mozambique, Swaziland nehmen. Bin schon sehr gespannt, auf Euren Reisebericht und aktuelle Infos bezüglich Mozambique. '

LG

Katharina

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

18

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 16:37

Nachdem ich aus diesem Forum viel Informationen für unsere Reise ziehen konnte möchte ich mich auf diesem Wege bedanken und meinerseits ein paar Erfahrungen teilen, gerade hinsichtlich des Reisens in Mosambik, da hierüber doch noch nicht so viele Infos verfügbar sind. Im Vorfeld schon einmal Entschuldigung, dass das Ganze hier aus Zeitgründen sehr textlastig ist und nicht den unterhaltsamen Charakter eines Reiseberichtes hat. Aber hoffentlich sind einfach ein paar Infos dabei, die manch einem bei der Tourplanung behilflich sind...

Flug: Wir sind mit Qatar geflogen (MUC-JNB, DUR-MUC). Gute Flugzeuge, sehr gutes Inflight Entertainment und auch angenehme Beinfreiheit - trotz 1,90m Körpergröße konnte ich meine Füße fast ausstrecken und sogar ein paar Stunden schlafen, das gelingt mir sonst fast nie bei Nachtflügen... Im Nachhinein hätten wir aber vielleicht doch ein paar Euro mehr ausgeben und den Direktflug sollen - aber da steckt wohl noch der Sparinstinkt aus der Studentenzeit zu tief in uns ;-) Die Zwischenstopps waren aber sehr kurz gehalten (Hinflug 3h in Doha, Rückflug je eine gute Stunde in JNB und Doha), so dass sich die Mehrbelastung in Grenzen gehalten hat.

Auto: Wir haben einen VW Polo bei Hertz angemietet. Als ADAC-Mitglied haben wir von einem Rabatt profitiert und Hertz hatte so das günstigste Angebot, ca. 350€ für drei Wochen. Dazu kamen noch Oneway-Fee und Grenzübertrittsgebühr nach Mosambik mit insgesamt ca 130€. Der Grenzübertritt ist aber bei allen Vermietungen recht teuer, sofern er überhaupt angeboten wird. Im Vorfeld hatten wir dann noch bedenken, dass wir unser Gepäck (2 Kofefr, ein Rucksack und eine Tasche) in den Kofferraum passen. Hat aber wirklich auf den Millimeter genau gepasst, alles hat hinten reingepasst.

Zur Navigation haben wir maps.me verwendet. Das Ding hat mich ziemlich begeistert. Die App ist mit booking verbunden, so dass alle dort gelisteten Unterkünfte in der Karte verzeichnet sind und als Ziel eingegeben werden können - und das ist ja mittlerweile doch ein recht großer Teil der Unterkünfte. Man sollte die Routenführung nur im Vorfeld falls möglich mit Google Maps vergleichen - häufig wählt maps.me nicht die schnellste sondern die direkteste Verbindung. In Maputo wären wir so fast durch eine doch sehr fragwürdige Gegend gefahren... Wenn man viel Airtime hat kann man natürlich auch gleich Google Maps verwenden - ich habe aber nur ein paar MB für Notfälle aufs Handy geladen. Geärgert hat mich ein bisschen, dass bei Hertz die Zusatzausstattung doch etwas spärlich ist. Für MOZ mussten wir noch einen ZA-Aufkleber, eine Warnweste und ein zweites Warndreieck kaufen. Vor allem die ersten beiden Gegenstände könnten schon mit drin sein... haben wir aber auch nicht bei der Fahrzeugübernahme registriert, vielleicht hätten wir sonst noch was bekommen.

Wetter: Ist sowieso jedes Jahr anders und deswegen eigentlich müßig drüber zu diskutieren. Für die Reisezeit hatten wir relativ viel Regentage bzw "schlechtes" Wetter mit relativ viel Bewölkung. Ich war auch froh dass ich meine Daunenjacke dabei hatte, die habe ich in MOZ am Strand tatsächlich mal gebraucht. War aber wohl eine sehr untypische Wetterlage. Und trotzdem waren genug schöne Sonnentage dabei - also halb so wild. Außerdem hatte es doch einen großen Charme in der eigenen Hütte bei der Alten Mine in Graskop an einem offenen Kamin zu sitzen und ein Glas Rotwein zu trinken :-) Was ich aber sagen will und ohnehin oft betont wird: Gerade für die Abende lieber zu viel als zu wenig warme Kleidung mitnehmen zu dieser Jahreszeit (Ende September).

Malaria: Wegen Mosambik haben wir Prophylaxe genommen (wird dort ganzjährig empfohlen), wurde gottseidank auch von der Krankenkasse erstattet. Habe aber während den drei Wochen keinen einzigen Mückenstich abbekommen. Trotzdem fühlten wir uns mit dem Malariaschutz einfach sicherer - einfach ein Problem weniger, über das man sich dann keine (bzw zumindest weniger) Sorgen machen muss, würde ich deswegen wieder so machen.

Sobald ich dazu komme, werde ich unsere Reiseroute beschreiben und genauer erläutern.

Es haben sich bereits 10 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

ReginaR. (13. Oktober 2016, 16:34), Cosmopolitan (7. Oktober 2016, 11:38), Kitty191 (7. Oktober 2016, 09:19), Bär (6. Oktober 2016, 23:45), toetske (6. Oktober 2016, 22:21), Sonnenmensch (6. Oktober 2016, 21:41), Wicki4 (6. Oktober 2016, 20:05), leopard5 (6. Oktober 2016, 20:04), Mick777 (6. Oktober 2016, 17:59), maddy (6. Oktober 2016, 17:41)

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

19

Freitag, 7. Oktober 2016, 16:33

Erster Teil der Reise: JNB, Panorama Route und Krüger Park

JNB

Wir sind mit unserem Flugzeug pünktlich um 10 Uhr in JNB gelandet. Danach schnell SIM-Card besorgt (hat die freundliche Mitarbeiterin umgehend und ohne Nachfrage gleich ins Handy eingelegt), Geld abgehoben und ab zu Hertz. Dort ging es eigentlich recht zügig, dennoch waren wir erst um 12:30 Uhr abfahrbereit im Auto. Da war ich wirklich froh, dass wir an diesem Tag nicht mehr weit fahren mussten - anfangs wollten wir nämlich am ersten Tag direkt nach Graskop. Trotz des angenehmen Fluges wäre das aber wirklich nicht mein Ding gewesen. Richtige Entscheidung also, eine Nacht in JNB zu verweilen.

Wir haben uns dazu entschieden, im Stadtteil Melville zu übernachten. Das liegt zwar nicht auf der Route - im Gegenteil, vom Flughafen aus gesehen auf der anderen Seite der Stadt - aber wir wollten in ein Viertel, in dem wir uns auch am Abend relativ frei bewegen konnten. Und wieder waren wir mit der Wahl sehr zufrieden. Da wir recht fit waren und keine große Erholung vom Flug benötigten wollten wir spontan noch eine Township-Tour buchen, was aufgrund der Kurzfristigkeit leider nicht mehr möglich war. Ok, so machten wir das beste aus dem Tag und sind ein bisschen durch Melville gewandert - und hatten großes Glück: Just an dem Tag war ein Strassenfest mit diversen Bands in Melville :-) War zwar nicht allzu viel los, aber dennoch ein wirklich sehr schöner Einstieg in unsere Reise. Abends konnten wir in dem Viertel ein bisschen Barhopping betreiben und hatten dabei wieder Glück mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen, mit denen wir dann im Viertel unterwegs waren. Als Touris waren wir dabei auch eine kleine Attraktion und sind so sehr schnell mit vielen "Locals" in Kontakt bekommen. War auf alle Fälle schon einmal ein super Auftakt unserer Reise. Unser Hotel (Melville Manor Guesthouse) ist auch absolut empfehlenswert, es hatte einen kleinen Pool und war fußläufig zur Ausgehmeile (auch nachts sicher zu erreichen).

Panorama Route

Am nächsten Tag sind wir dann über den Long Tom Pass nach Graskop. Unterwegs Zwischenstopp in der Highveld Mall für eine 3rd Party Insurance für Mosambik (gibt es in allen Outdoor Warehouse Filialen des Landes zu kaufen - aber Achtung: Die Verkäuferin hat uns dann noch ein First Aid Kit angedreht das wir angeblich für MOZ bräuchten - das stimmt nicht wie sich herausgestellt hat, haben wir umsonst gekauft) und Biltong-Besorgung. Unterwegs noch Besuch der Mac Mac Falls und dann in unsereUnterkunft, der Alten Mine, wo wir uns sehr wohlgefühlt haben. Den verbliebenen Nachmittag haben wir auf dem sehr großzügigen Gelände mit Spaziergängen und (erfolgreicher) Affensuche verbracht. Abends war der offene Kamin eine Wohltat, der sehr gut mit unserem südafrikanischen Rotwein harmoniert hat :-)

Am Folgetag dann die klassische Panorama Route, davor noch eine kurze Wanderung zu den Forest Falls. Die hat sich wirklich gelohnt, der schöne Pfad ist eine willkommene Abwechslung zu der doch recht langen Fahrzeit die man sonst so hat und der Wasserfall vielleicht nicht der spektakulärste aber wirklich sehr schön. Das Mittagessen im Bush Kitchen, das uns Rainer von der Alten Mine empfohlen hat war auch traumhaft. Insgesamt fanden wir es (abgesehen von der geographischen Sinnhaftigkeit) auch optimal, erst die Panorama Route und dann den KP zu machen. An der Panorama Route haben wir uns wie kleine Kinder über die ersten Paviane am Straßenrand gefreut und eine knappe Stunde den Meerkatzen am Gods Window zugeschaut. Ich bin zwar ein großer Affenfan, aber wenn man dann im KP war ist man doch etwas "gesättigt" und widmet diesen Sichtungen dann nicht mehr ganz so große Aufmerksamkeit.

Krüger Park

Am nächsten Tag ging es in die Masodini Lodge im Balule Game Reserve. Davor haben wir aber noch die den Vormittags-Cruise am Blyde River Dam mitgenommen. So konnten wir den Canyon, den wir Tags zuvor von oben bewundert haben aus einer anderen Perspektive betrachten und zeitgleich das erste Wildlife entdecken - Krokodil, Nilpferde, Paviane und allerlei Antilopen waren im und um das Wasser zu finden. In der Lodge hatten wir dann unseren ersten Game Drive am Nachmittag (wir zwei waren die einzigen Mitfahrer, hatten also eine Privatfahrt mit dem sehr informativen Guide Bert). Ich hatte das Gefühl, dass die Gegend aufgrund der Dürre relativ wenig Tiere hatte. Die Guides der verschiedenen Lodges stehen untereinander in stetiger Verbindung, so dass alle Gäste möglichst viel Sichtungen haben. Zeitgleich wird darauf geachtet, dass nicht zu viele Autos auf einmal an einer Sichtung stehen. Ich fand das optimal gelöst. Trotzdem hatten wir meines Erachtens nicht allzu viele Sichtungen (vielleicht habe ich da einfach mehr erwartet, gerade im Vergleich zum Selbstfahren). Ich will mich aber nicht beschweren, jeder unserer insgesamt drei Game Drives hatte mindestens ein Highlight (Leopard mit Beute, minutenlang Hyänen begleitet), so dass wir insgesamt sehr zufrieden waren. Die Lodge hat sich auch als goldrichtig erwiesen. Wir wollten eine Lodge in einem Game Reserve, die zum KP hin offen ist. Zeitgleich sollte sie in unser Budget passen. Beides hat die Masodini Lodge erfüllt (80€ pP und Nacht ohne Drives aber mit Essen - woanders hätte das Budget wahrscheinlich nur eine Nacht hergegeben) und die (deutsche) Gastgeberin Sabine hat sich sehr bemüht, unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Lodge liegt direkt an einem Wasserloch, auf das wir von unserer eigenen Terrasse, vom Restaurantbereich und von der Rooftop-Bar blicken konnten. Abends kommen regelmäßig Nachtaffen zu Besuch. Die Verpflegung war insgesamt auch sehr gut. Ich denke die teureren Lodges bieten schlichtweg noch mehr Luxus und vielleicht noch mehr Safari-Feeling. Für uns hat es hier aber hervorragend gepasst. Zwei Tage sollte man in einer solchen Unterkunft meines Erachtens schon verbringen, um es wirklich genießen zu können.

Nach zwei Nächten in Masodini sind wir dann über Orpen in den KP gefahren, wo wir für zwei Nächte geblieben sind. Dort haben wir keine Game Drives mehr gebucht (dafür hatten wir ja das Private Game Reserve), aber in Lower Sabie an einem Morning Walk teilgenommen. Dort haben wir uns u.a. einem Nashorn bis auf 50 Meter nähern können, was wirklich sehr beeindruckend war. Ansonsten hatten wir die "klassischen" Sichtungen, Löwen nördlich von Lower Sabie, viele Nashörner rund um Berg en Dal und auch noch einmal ein Leopard aus nächster Nähe. Das Camp in Lower Sabie hat uns sehr gut gefallen, gerade mit dem schönen Restaurant am Fluss. Weil wir spät dran waren mit der Buchung gab es allerdings nur noch eine "Hut" als Übernachtungsmöglichkeit. Dort geht das Safari-Feeling natürlich schnell flöten, hatte eher Apartmentdorf-Charakter, auf der anderen Seite war es sehr günstig (ich glaube keine 20€ pP). In Berg en Dal hatten wir dann einen Bungalow am Zaun, was natürlich deutlich angenehmer war. Dafür war dieser schon etwas veraltet, die Toilette war undicht und im Bad gab es viel Schimmel. Für eine Nacht aber ok.

Im Anschluss haben wir nach einem weiteren halben Tag im Park den KP über die Crocodile Bridge verlassen und sind nach ein paar Besorgungen in Komatipoort in den Marloth Park gefahren. Dies erschien uns als gute Ausgangslage für den Grenzübergang nach Mosambik am nächsten Tag, zeitgleich haben wir von der Gegend noch etwas Parkcharakter erhofft, was aber nicht so ganz der Fall war. Vielleicht hatten wir aber auch einfach Pech mit unserer Unterkunft (Du Bois Lodge). Diese war zwar an sich absolut in Ordnung mit sehr schönen Zimmern und Pool, wir waren aber komplett alleine. Bei unserer Ankunft waren die Tore verschlossen und niemand weit und breit zu sehen. Ein Anruf bei der Besitzerin hat ergeben, dass sie persönlich nicht vor Ort ist, sie aber gleich ihre Eltern zum Aufsperren vorbeischickt. Angeblich hat sie mir im Vorfeld eine nachricht zukommen lassen, die habe ich aber bis heute nicht entdeckt. Die Eltern waren dann zwar wirklich sehr nett und hilfsbereit, aber danach waren wir wieder auf uns allein gestellt, da wir auch die einzigen Gäste waren. So wussten wir auch nicht wirklich was wir hier noch machen konnten (Wetter wurde auch schlecht, es gab den ersten Regen seit Monaten), im Zimmer wird davon abgeraten sich zu Fuß im Park zu bewegen (schade, der Crocodile River wäre ums Eck gewesen) und keiner konnte uns Tipps geben. Zumindest haben wir von den Eltern noch eine wirklich hervorragende Restaurantempfehlung bekommen und in der Jabula Lodge dann das beste Fleisch bekommen, das wir seit langem hatten. Immerhin etwas.

Insgesamt hat mich Marloth Park nicht wirklich überzeugt. Ist letztendlich eine große Parkanlage mit doch recht dichter Bebauung. Vielleicht lag es aber wie gesagt auch einfach an unserer Lodge und dem schlechten Wetter. Schockiert war ich aber von der großen Müllkippe direkt am Straßenrand, das passt wirklich nicht in einen solchen Park. Klar, der Müll muss irgendwohin, aber kann man das nicht nach draußen verlagern?

Am nächsten Morgen ging es dann mit einer großen Portion Respekt über die Grenze nach Mosambik...

Es haben sich bereits 7 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

ReginaR. (13. Oktober 2016, 16:40), toetske (7. Oktober 2016, 23:15), leopard5 (7. Oktober 2016, 20:23), Wicki4 (7. Oktober 2016, 19:27), maddy (7. Oktober 2016, 18:43), Bär (7. Oktober 2016, 17:24), SaFra (7. Oktober 2016, 16:41)

donbron

Schüler

  • »donbron« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18

Dabei seit: 14. Februar 2016

Danksagungen: 53

  • Nachricht senden

20

Freitag, 7. Oktober 2016, 22:36

Zweiter Teil: Mosambik

Bevor wir uns für den Abstecher nach Mosambik entschieden haben, haben wir uns natürlich gut informiert. Sehr kritische Passagen in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts und diverse Berichte in internationalen Foren könnten den Reisenden vermuten lassen, dass ein Urlaub in Mosambik keine gute Idee ist. Wenn man sich aber etwas damit auseinandersetzt, ist alles halb so wild.

Die Spannungen zwischen der Regierung und den verbliebenen Rebellen aus den Zeiten des Bürgerkriegs sind im vergangenen Jaht tatsächlich wieder aufgeflammt. Diese beschränken sich aber auf den Mittelteil des Landes. Die klassischen Reiseziele Tofo, Vilankulos und Ponta Ouro liegen alle südlich des kritischen Gebiets. Dieses erstreckt sich nördlich des Rio Save - und betrifft damit leider auch den Gorongosa NP, der damit für viele Reisende uninteressant wird. Eine Fortbewegung ist prinzipiell auch möglich, die EN1 ist nicht gesperrt, man muss (oder soll?) sich aber Militärkonvois anschließen, die zu bestimmten Zeiten jeden Tag fahren. Und auch diese Konvois werden wohl regelmäßig beschossen. Von Touristen, die dadurch zu Schaden gekommen sind habe ich zwar noch nichts gehört, aber für die allermeisten (wie auch uns) Grund genug, den Rio Save nicht zu überqueren. Während unseren Aufenthalts in Mosambik haben wir von dem Konflikt rein gar nichts mitbekommen. Die Situation kann sich natürlich jederzeit ändern, deswegen sollte man sich während der Planung und auch während der Reise aktuelle Informationen einholen.

Grundsätzlich habe ich mich für unsere Fahrt nach und in Mosambik intensiver vorbereitet. Mosambik ist laut Human Development Index auf Rang 6 der ärmsten Länder der Welt (zum Vergleich: Südafrika immerhin auf 65) - das habe ich ehrlich gesagt gerade eben erst recherchiert und schockiert mich fast etwas. Es ist verständlich, dass in einem solchen Land die Voraussetzungen andere sind, Polizisten im Zweifelsfall noch anfälliger für kleine Zusatzeinnahmen sind und man schlichtweg auf blanke Armut trifft. Doch für diese Umstände ist Mosambik doch ein erstaunlich angenehmes Reiseland. An dieser Stelle auch noch einmal der dringende Hinweis, sich der facebook-Gruppe DriveMoz anzuschließen, wenn man eine Reise nach MOZ plant. Die mit Abstand beste Infoquelle für alles rund um Fortbewegung in MOZ und auch darüber hinaus. Es gibt Dutzende Dateien zum herunterladen, die sehr sinnvoll sind (diverse Wegbeschreibungen, "Anleitung" zu den Grenzformalitäten, GPS-Koordinaten, Mosambikanisches Verkehrsgesetz), die Gruppe ist über die Walkie-Talkie-ähnliche App "Zello" vernetzt (für Notfälle - ist immer ein kompetenter Ansprechpartner online) und man hat einfach ein gutes Gefühl, eine hilfsbereite Community hinter sich zu wissen. Man kann mittlerweile auch DriveMoz-Sticker in Südafrika erwerben. Diese signalisieren u.a. den Polizisten, dass der Reisende gut informiert ist. Außerdem wird ein Teil der Einnahmen an die Polizeistiftung Mosambiks gestiftet, wodurch die Gruppe auch mit der höheren Führungsebene gut vernetzt ist. Alles in allem jedenfalls eine super Geschichte.

Grenzübergang und Praia de Chizavane

Wenn man nach Mosambik reist hat man das schlimmste schon hinter sich, sobald man die Grenze überquert hat - sofern man den Hauptgrenzübergang Lebombo/Ressano Garcia verwendet, der ist nämlich tatsächlich sehr anstrengend. Unser Ziel war es schlichtweg, möglichst wenig Zeit dort zu verbringen. Deswegen haben wir die für MOZ obligatorische 3rd Party Insurance bereits in Südafrika erworben (ist in SA in jedem Outdoor Warehouse erhältlich, wie oben bereits geschrieben ist ein Filiale Richtung KP in der Highveld Mall in Witbank einfach erreichbar). Außerdem haben wir noch ein zweites Warndreieck, eine Warnweste und einen ZA-Sticker gekauft, da diese Pflicht sind für MOZ.

Wir hatten Glück, da am Sonntagmorgen die Grenze sehr leer war und wir deswegen keine langen Wartezeiten hatten. Die südafrikanische Seite ist noch relativ normal. Die ersten "Helfer" bieten ihre Dienste an, wir verzichten dankend, am Zoll fragen wir noch ob wir unsere elektronischen Gegenstände für die zeitweilige Ausreise angeben müssen (wird verneint) und keine 5 Minuten später sind wir wieder draußen. Auf der anderen Seite der Grenze wurde es da schon anstengender. Noch bevor wir aussteigen ist unser Auto von über 10 Personen (keine Übertreibung) umringt, die uns alle etwas verkaufen oder ihre Dienste anbieten möchten. Natürlich kann man einen solchen "Runner" nutzen, um sich das Anstellen an der Grenze zu ersparen, das Risiko an einen Gauner zu gelangen wäre mir aber deutlich zu groß. Die Runner werden von den Behörden toleriert, die Nutzung bleibt aber natürlich offiziell illegal. Wenn der Runner jetzt mit den Pässen in der Hand auf einmal hohe Summen verlangt kann man da schlecht zur Polizei gehen - sonst darf man gleich doppelt zahlen. Wir kämpfen uns also durch den "Helfer"-Dschungel und wieder geht das ganze relativ schnell, da kaum etwas los ist. Unser TIP (Importformular für Auto und Wertgegenstände) erhält zu unserer Überraschung einen Blankostempel. Etwas seltsam aber gut. Mit dem abgestempelten Gate Pass kommen wir nach einer knappen halben Stunde wieder raus aus der Grenze - und damit doppelt so schnell wie gedacht. Mosambik wir kommen :-)

Erst einmal sind wir von dem hervorragenden Straßenzustand angetan. Kommt uns sogar besser vor als in SA! Das setzt sich bis nach Tofo so fort, die Schlaglöcher kann man an einer Hand abzählen die wir auf den ca 700km Strecke (einfach) hatten. Man muss natürlich dazu sagen, dass dies auch die Hauptverkehrsroute durch Mosambik ist. Direkt hinter der ersten Mautstation haben wir dann die erste Begegnung mit der Polizei. Routinekontrolle. Ob wir denn eine Warnweste dabei haben - klar. Und zwei Warndreiecke - ebenso. Und einen Feuerlöscher? Nein, denn den braucht man nur wenn man einen Anhänger hinter sich zieht. Ich bitte den Officer, der bereits ein Biiig Problem erkannt hat, mir den entsprechenden Artikel im mosambikanischen Verkehrsgesetz zu zeigen, das ich auf englisch und portugiesisch ausgedruckt dabei habe. Davon überrascht wechselt er übergangslos das Thema, bedauert uns für das schlechte Wetter das wir haben und wünscht uns eine gute Fahrt. Wenn das in dieser Frequenz so weiter geht kann das dauern bis wir am Strand ankommen... Aber wir werden nur noch einmal kurz angehalten und dort dann direkt weiter geschickt nachdem wir dem Officer mitgeteilt haben wo wir hinfahren. Also wieder halb so wild und die eine Begegnung war eigentlich eher lustig als ärgerlich :-) Insgesamt aber sehr sehr viel Polizeipräsenz, Checkpoints und viele Radarkontrollen. Man sollte sich also sehr genau an die Geschwindigkeitsgrenzen halten, um gar keine unangenehmen Situationen erst entstehen zu lassen. Häufig ist das gar nicht so leicht, da die Tempolimits in den Städten oft nicht aufgehoben werden, die Ortsgrenzen nicht immer ersichtlich sind (oft sehr zersiedelt...) und man sich auf die Begrenzungen auf der Gegenfahrbahn auch nicht verlassen braucht. Aber mit einer etwas defensiven Interpretation der Limits sind wir gut durch das Land gekommen.

Explizit hinweisen möchte ich noch auf die Ring Road um Maputo. Diese ist fast fertig gebaut und verkürzt die Fahrtzeit nach Norden massiv, da der Verkehrsmoloch Maputo umgangen wird. Da die letzten 500 Meter Lückenschluss noch fehlen, ist die Strecke aber nicht von der Hauptstraße aus ausgeschildert. Hinter der Brücke über den Matola (ca 60km hinter der Grenze) muss man rechts abbiegen, unter der Brücke durchfahren und der Schotterpiste bis zum Beginn der Ring Road folgen. Die Strasse ist auch für einen Polo zu bewältigen, sofern es zuvor nicht geregnet hat. Ich schätze in einigen Monaten wird die Strecke dann ohnehin fertig gestellt sein. Bis dahin ist die genaue Routenführung wiederum bei DriveMoz abrufbar.

Am Nachmittag erreichten wir dann die Zona Braza an der Praia de Chizavane, die 10km Sandpiste von der EN1 zur Unterkunft schafft unser Polo ohne Probleme. Trotz des schlechtesten Wetters unseres ganzen Urlaubs (regnerisch und sehr kalt) fühlen wir uns hier seltsamerweise sofort unglaublich wohl - obwohl es hier eigentlich nix gibt außer Strand, und das bei dem Wetter. Das Personal war hier am freundlichsten während unserer ganzen Reise und hat eine unglaubliche Herzlichkeit ausgestrahlt. Unser kleiner (einfacher) Bungalow liegt (wie die ganze Anlage) auf der Düne und wir haben von unserer Terrasse einen traumhaften Meerblick. Gleichzeitig kann man wunderbar Wale beobachten, die einige 100 Meter vom Strand entfernt vorbeiziehen. Diesen Blick kann man auch von den zwei Pools genießen, unten am Strand (3 Minuten zu Fuß oder etwa 30 Höhenmeter) gibt es außerdem noch eine schöne Strandbar. Das Meer ist hier sehr rau, bei Ebbe entsteht aber ein Rockpool vor dem vorgelagerten Riff der zum Baden und Schnorcheln einlädt. Und das Essen im Restaurant ist auch fantastisch. Und habe ich schon erwähnt dass das hier die günstigste Unterkunft unserer Reise war (12€ pP)? Kurzum: Eine tolle Unterkunft, die wir auf unserer Rückreise wieder besucht haben!

Tofo

Gute 3h hinter Chizavane liegt Tofo. Wir wären auch in einem Tag von SA hierher gekommen, aber dann hat man schon einen sehr langen Autotag. Außerdem ist die Strecke doch relativ eintönig und nicht sehr spannend. Es ist natürlich interessant, durch die Dörfer entlang der EN1 zu fahren, aber dazwischen ist oft nicht viel, landschaftlich gibt es auch wenig Highlights. In Tofo haben wir uns dann für eine doch recht teure Unterkunft entschieden, das Casa na Praia, wie der Name schon sagt direkt am Strand. Das Hotel war für unsere Verhältnisse (und auch für mosambikanische Verhältnisse) sehr teuer (ca 100€ pro Zimmer/Nacht), aber das war es wirklich wert. Neben dem wirklich sehr schönen Zimmer (Zimmertür öffnet sich direkt auf die eigene Terrasse die wiederum direkt am Strand liegt) hatten wir auch unser eigenen Strandpavillon mit Hängematte, Liegen und Matten. Das haben in Tofo sonst fast keine Unterkünfte und da uns der Strandaufenthalt uns hier am wichtigsten war, haben wir das Geld wirklich gut investiert. Außerdem gab es hier das beste Frühstück, das auf Wunsch auch auf der Privatterrasse serviert wird. Tofo selbst ist ein kleines Fischerdorf, das mittlerweile auch stark vom Tourismus lebt. Im "Zentrum" gibt es eine Handvoll Restaurants, aber ab 21h ist nicht mehr viel los. Insgesamt eine nette Atmosphäre und auch abends konnten wir uns ohne Probleme fortbewegen.

In den 4 Tagen in Tofo haben wir u.a. eine "Ocean Safari" (25€) gemacht. Dabei geht man in einem Dingy (großes Schlauchboot) auf die Suche nach Delfinen, Buckelwalen, Schildkröten, Mantas und v.a. Walhaien. Nachdem uns das Tauchunternehmen mitgeteilt hat, dass in den vergangenen vier Tagen keine Walhaie gesichtet wurden haben wir uns keine großen Hoffnungen gemacht, aber wir hatten Glück! Wir haben drei Walhaie von bis zu 10 Meter Länge entdeckt und konnten mit ihnen schnorcheln :-) Mehrmals hatten wir die Gelegenheit, für einige Zeit mit dem größten Exemplar zu schwimmen/schnorcheln. Ein wirklich unglaubliches Erlebnis! Nach vier Schnorchelgängen waren wir ko, hatten dann aber noch einmal Glück, Delfine und Wale aus nächster Nähe zu beobachten. Die 3h hatten es wirklich in sich. Eine weitere schöne Aktivität war eine 5stündige Quad-Fahrt nach Barra, über Sandpisten und durch die kleinen Dörfer außerhalb von Tofo. Wir waren noch nie Quad-Fahrten und wollten das unbedingt mal ausprobieren. Hat Spaß gemacht!

An der Stelle muss ich aber auch noch eine unangenehme Erfahrung loswerden: Ich habe noch nirgends so penetrante und zu Teil auch aggressive Strandverkäufer erlebt wie in Tofo, was sicher wieder mit der eingangs erwähnten Armut zusammenhängt. Es fällt mir deswegen auch schwer das zu kritisieren, aber manchmal wurde der Bogen einfach überspannt. Die (meist jugendlichen) Strandverkäufer kommen mehrmals täglich und bleiben dann auch gerne mal für eine viertel Stunde. Oft kommen sie in kleineren Gruppen und machen es sich dann neben einem gemütlich. Zweimal sind wir dann in unser Zimmer geflüchtet. Der Höhepunkt war aber ein Halbstarker, der uns mehrmals besucht hat. An einem Zeitpunkt habe ich mitgeteilt, dass ich ihm morgen VIELLEICHT eine Kokosnuss abkaufe. Am nächsten Tag kam er mit einer Kokosnuss. Nachdem ich bereits zuvor eine andere Kokosnuss gekauft habe habe ich dankend abgelehnt. Daraufhin wurde ich nach längerer Diskussion erst beschimpft und dann bedroht. Wir sollten den Strand bis 16h verlassen, sonst würden wir schon sehen was passiert. Das war dann doch zu viel für uns, wir haben das Management informiert, welches wiederum einen Trupp losgeschickt hat um den Jungen zu identifizieren, der hat dann einen ordentlichen Anschiss bekommen und hat sich mit Tränen in den Augen bei mir entschuldigt. Da tat er mir schon wieder Leid :-( Aber gut, das war einfach ein Schritt zu viel... das Hotelmanagement könnte das Problem vielleicht auch proaktiver angehen. Nichtsdestotrotz haben wir den Aufenthalt in Tofo sehr positiv in Erinnerung!

Barra

Nach drei Nächten in Tofo sind wir an den Nebenstrand Barra gefahren (für 2 Nächte). Barra ist nicht wirklich ein Dorf sondern eher ein Aneinanderreihung von Hotels am Strand. Mit dem Quad waren wir bereits an einem Ende des Strandes, wo es uns wahnsinnig gut gefallen hat. Wir wussten aber, dass wir dort nur mit 4x4 hinkommen und wir deswegen an einem anderen Strandabschnitt sein werden (man muss wissen: Der Strand ist viele km lang). Dort hat es uns dann letztendlich nicht ganz so gut gefallen. Unser Hotel Bayview Lodge war an sich sehr schön, es gab aber weder am Strand noch im Hotel selbst Aufenthaltsflächen zum Relaxen, sprich ein paar Liegen o.ä. Dafür war nebenan das vielleicht beste (und günstigste!) Restaurant unserer Reise, das Neptunes. Ein kurzes Wort zum Essen in Mosambik grundsätzlich: Wir hatten überall (bis auf eine Ausnahme) ganz hervorragendes Essen. Fast jeden Tag frischen Fisch, Scampi, Tintenfisch oder alles zusammen. Super! Und günstig, immer für 2,50-5€ pro Hauptspeise. Ein klarer Punkt für Mosambik :-)


An einem Tag haben wir einen Dhow-Trip gemacht, also eine kleine Fahrt mit dem typischen arabischen Boot (Segelboot, die Araber waren damals schon vor den Europäern hier) auf eine kleine Nachbarinsel, die Pig Island. Dort haben wir beim lokalen Chief (der gleichzeitig das einzige Restaurant im Dorf besessen hat) zu Mittag gegessen, die Schule besucht und auf dem Rückweg haben wir noch einen schönen Schnorchelstopp mit diversen Oktopus und Lion Fish gemacht. Der Ausflug war sehr schön, insgesamt hat uns Tofo aber doch deutlich besser gefallen. Es war mehr los und auch der Strand war schöner bzw. hatte einfach mehr Infrastruktur. Wenn Barra, dann in der Nähe des Leuchtturms. Dort sah es wiederum sehr sehr schön aus, man braucht aber wie gesagt 4x4. Es gibt auch ein Camp direkt am Leuchtturm (nur zur Hauptsaison).

Maputo

Nach Barra ging es wieder zurück nach Süden. Mangels Alternative mussten wir dieselbe (eintönige) Route zurück nehmen. Unterwegs haben wir einen kurzen Zwischenaufenthalt in der Distrikthauptstadt Inhambane gemacht, wohl einer der schönsten Städte Mosambiks. Die Stadt hat tatsächlich einen gewissen Charme, ein paar Kolonialgebäude, wenn auch größtenteils verfallen. Aber wiederum sehr freundliche Menschen und ein quirliger Hafen. Da die Stadt direkt auf der Stecke liegt, ist sie einen Stopp sicher wert. Liegt nur 20km von Tofo und Barra entfernt. Richtung Süden haben wir wieder in der Zona Braza einen Zwischenstopp eingelegt (diesmal mit gutem Wetter) und sind dann einen Tag später weiter nach Maputo.

Maputo hat uns ehrlich gesagt überhaupt nicht gefallen. Die vielleicht hässlichste Stadt in der ich je war, auch wenn es sich hart anhört. Außerdem haben wir uns relativ unwohl dort gefühlt. Abends gibt es kein Viertel und keine Straße, in der man sich frei bewegen kann (laut unserer Gastgeberin). Wir waren am Nationalfeiertag in Maputo und haben gehofft, dass vielleicht ein bisschen was los ist. Das Gegenteil war der Fall. Die Altstadt war komplett verlassen. Nach einer Viertel Stunde zu Fuß durch die Altstadt sind wir ins Auto zurück, da wir uns einfach nicht so sicher gefühlt haben - außer einigen Obdachlosen war einfach niemand unterwegs. Als wir dann mit dem Auto unterwegs waren bin ich auch prompt fast in eine Einbahnstraße gefahren - oder war ich schon einen halben Meter drin? Ein Polizist winkt mich jedenfalls mit seiner Kalashnikow schon her. Er verlangt Kohle, ich weiß dass er kein Verkehrspolizist ist und deswegen keine Strafen ausstellen darf und verlange deswegen einen Beleg. Zu dumm dass der nächste Verkehrspolizist auch ums Eck steht. Da ich mir nicht sicher bin, ob ich tatsächlich ein paar Meter in die Straße gefahren bin kann ich mich schlecht glaubwürdig verteidigen und komme deswegen nicht um eine Strafe rum. Der Officer verlangt 40€, ich weiß 10€ wären korrekt. Er verweist aber auf einen Totschlagartikel im Gesetzbuch (Verkehrsbehinderung), der nochmal 30€ extra kostet. Ich kann ihn noch auf 20€ runterhandeln und bekomme immerhin einen Beleg und hoffe deswegen dass das Geld wenigstens an den Staat und nicht in seine Tasche wandert. Ich bin da allerdings skeptisch... Gesehen haben wir übrigens nicht viel in Maputo, ich wüsste auch nicht was. Der Bahnhof ist ganz nett, das schönste Gebäude der Stadt, außerdem gibt es noch ein schönes Hotel und ein Gebäude dessen Architekt Eiffel war. Das wars dann auch schon, viel mehr gibt auch der Reiseführer nicht her.

Unsere Unterkunft (Sommerschield Gueshouse) war ok, aber überteuert (Zimmer 80€/Nacht). Das sind aber die meisten Hotels in Maputo. Nach zwei Nächten in Maputo ging es dann wieder über die Grenze, diesmal nach Swasiland.

Es haben sich bereits 7 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

coastguardwhv (28. November 2016, 02:50), Fop (9. Oktober 2016, 09:50), maddy (8. Oktober 2016, 16:20), Wicki4 (8. Oktober 2016, 07:20), toetske (7. Oktober 2016, 23:29), Bär (7. Oktober 2016, 23:16), leopard5 (7. Oktober 2016, 22:52)