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Bär

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Sonntag, 9. September 2018, 20:33

Birding: Vogelbeobachtung in Südafrika

Hallo ihr Lieben,

da sich immer mehr Foriker für die Beobachtung und Bestimmung von Vögeln interessieren, scheint ein eigenständiger Thread durchaus sinnvoll zu sein. Später kann er auch dazu dienen, andere Birder um die Bestimmung von unbekannten Arten zu bitten.
Zuerst sollten jedoch die Basisfragen im Vordergrund stehen, z.B.:

- die besten Plätze zur Vogelbeobachtung
- die beste Zeit
- Vogel-Ethics
- Tipps zur Vogelfotografie
- Empfehlenswerte Vogelbestimmungsbücher
- Die besten Webseiten zur Vogelbestimmung
- Was taugen Vogelbestimmungs-Apps?
- Wo finde ich Vogelstimmen?
- Erfahrungen mit Vogelbeobachtungstouren

Teilt eure Erfahrungen. Feuer frei...

LG vom Bär
.
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Bär

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Sonntag, 9. September 2018, 20:35

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Sonntag, 9. September 2018, 23:54

:danke: Bär,
das wird ein toller Thread 8o

Im letzten Reisebericht von Maddy gibt es auch noch ganz viele Vogelbestimmungen: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

LG. Toetske
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Montag, 10. September 2018, 07:19

Ich mache weiter mit Büchern/Apps:

Wir haben den Guide (Buch) Newman's Birds of Southafrica und 2 Apps, Sasol eBirds und Roberts Birds.
Roberts hat den Vorteil, dass die Vogelnamen auch auf Deutsch zu finden sind.

In beiden Apps können Sichtungslisten angelegt werden.

Ausserdem gibt es einige facebook Gruppen, u.a. Colourful Birds of SA oder Birds St. Lucia.

:saflag:

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maddy

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Montag, 10. September 2018, 09:41

Buecher

Guter thread, danke Baer! :danke:

Die Buecher, die fuer uns unerlaesslich sind, sind:

Roberts Bird Guide, second edition (Sept 2016), Hugh Chittenden, Greg Davies & Ingrid Weyersbye, ISBN 978-1-920602-01-7
Diese Ausgabe ist um vieles erweitert, zeigt auch Jungvoegel, Uebergangsgefieder, und zum Teil fotografische Vergleiche.

Fuer die Raubvogel Identifikation:
The Raptor Guide of Southern Africa, expanded Edition 2012, Ulrich Oberprieler, ISBN 978-0-9921701-0-3
Ein absolut fantastisches Buch mit vielen Fotos von Maennchen, Weibchen, Jungvoegel aller Variationen, sitzend und fliegend...

Wir haben auch die Roberts App, die ist vor allem hilfreich bei der Identifizierung der Vogel Stimmen, und auch gut fuer die Listen.
Ich ziehe allerdings allemal ein Buch vor, da man auf einen Blick sehen kann ob ein bestimmter Vogel ueberhaupt in dem Gebiet vorkommt, wo man sich gerade befindet.

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Montag, 10. September 2018, 10:22

Den Raptor Guide of South Africa habe ich schon überall gesucht... ;(

Ich meine, es gibt ihn aktuell nicht. Wenn jemand einen los werden will oder doch eine Quelle kennt, wo es ihn gibt...ich wäre sehr dankbar.

Ich benutze auch gerne das Buch, ergänzend die Apps. Für mich kann es in Sachen Vogelbestimmung nicht genug Identifikationhilfen geben, da ich ja noch absoluter Anfänger bin. Auch das optimale Nutzen der Apps braucht Übung :whistling: und Tipps. Ich habe festgestellt, dass es recht informativ ist, sich mit Guides über Apps und Bücher auszutauschen.


Ja, Maddy, das mit den Vogelstimmen ist cool. Außerdem gibt es (leider gegen Geld) ergänzende Fotos zu fast jedem Vogel. Auch das kann helfen.


Toller Thread - wieso eigentlich erst jetzt :thumbsup: ;) :danke:

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Anne

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Montag, 10. September 2018, 10:30

Ich hatte mehrfach Gelegenheit mit Mitgliedern des Cape Bird Club auf Beobachtungstour (z.B. Silvermine im Tal und Kirstenbosch) aber auch an Vorträgen des Clubs teilzunehmen. Kann ich nur empfehlen. Keine Ahnung ob man da auch einfach mal so als Tourist teilnehmen kann. An den Mittwochs-Vorträgen in Kirstenbosch (geht nicht immer um Vögel) auf jeden Fall.

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Nach Kapstadt ist vor Kapstadt

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parabuthus

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Montag, 10. September 2018, 11:15

Hallo,

ich finde es auch eine tolle Idee, einen solchen Thread aufzumachen.

Unsere Reisegruppe würde ich als begeisterte Neueinsteiger betrachten, bei denen die gefiederten Freunde immer mehr in den Fokus rücken. Zunächst natürlich die Predatoren, aber auch alle weiteren auffälligen und bunten Exemplare.

Die bisher genannten Bücher sind natürlich die Referenztitel.

Ich persönlich habe aber als Einsteiger die Erfahrung gemacht, daß ich damit schlicht überfordert bin und den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe.

Ich birde daher zunächst einmal mit dem Buch "300-Easy-To-See Birds in Southern Africa".

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M.E. ein gutes Buch für Anfänger. Wie der Titel schon sagt, ist die Auswahl auf 300 Birds reduziert worden. Die meisten offensichtlichen und häufig anzutreffenden Arten sind vertreten, so daß es dem Einsteiger oft gelingt, mit den geographischen Einschränkungen den Vogel richtig zu bestimmen.

Es ist logisch, daß dieses Buch in einigen Fällen nicht helfen kann und für den Profi mit Sicherheit nicht in Betracht kommt.

Ich habe mir auch einmal ein Buch mit einer CD gekauft, auf der Vogelstimmen zu hören sind mit der entsprechenden Zuordnung.

Mich hat das als Anfänger ehrlich gesagt mehr verwirrt als daß es geholfen hätte. Ich halte es da für wesentlich hilfreicher, den Gesang oder die Geräusche der Vögel vor Ort in der Praxis selbst kennen zu lernen.

Da der Bär ja auch die besten Vogelbeobachtungsorte ansprach, kann ich bestätigen, daß der Kgalagadi Transfrontier Park ein toller Ort ist, um Predatoren vor die Linse zu bekommen, nicht selten ganz nah oder sogar auf Beutefang. Aber ein allzu großes Geheimnis ist das sicher nicht... ;)

LG

Christian

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maddy

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Montag, 10. September 2018, 12:09

Keine Ahnung ob man da auch einfach mal so als Tourist teilnehmen kann.


Kann man sicher, vorausgesetzt man ist am richtigen Ort zur richtigen Zeit!

Was man als Tourist auch machen kann ist, einen Community guide mieten (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Das zahlt sich auf jeden Fall aus, wenn man etwas bestimmtes sucht. Die kennen in der Regel ihr Gebiet und die Voegel darin wie ihre eigene Westentasche. Das muss allerdings in den meisten Faellen im Voraus gebucht werden. Wir haben das in Wakkerstroom gemacht, und ohne Norman haetten wir bestimmte Voegel nie gefunden!

Auch in gewissen Game Reserves gibt es spezielle Bird Walks, zum Beispiel im Ndumo Game Reserve. Wenn ich mal dazukomme, werde ich einen Bericht dazu verfassen.

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Mittwoch, 12. September 2018, 00:56

Liebe Vogelfreunde (und die, die es noch werden wollen),

vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen. Da kam ja schon einiges zusammen. :thumbsup: Das Themengebiet ist vielfältig und ich bin absolut kein Profi. Mag die Piepmätze aber sehr und würde mich freuen, wenn aufgrund der Informationen auch andere mehr Freude daran finden würden. Denn auch wenn keine Katzen und große Grauen zu finden sind, Vögel sind (nahezu) immer da. Die Vogelwelt ist vielfältig, bunt und erfreut uns (von wenigen Ausnahmen abgesehen ;) ) mit schönem Gesang. Für mich gehören die Laute des Hagedasch (Hadeda Ibis) und das Gegurre der Tauben zu den Geräuschen Afrikas.

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Bevor ich den Thread begann habe ich erstmal im Web und in Büchern recherchiert und will euch nachfolgend an den wesentlichen Ergebnissen teilhaben lassen. Dazu werde ich Schritt für Schritt die im Eröffnungsposting aufgelisteten Punkte durchgehen. Wie immer sind Kommentare, Berichtigungen, Ergänzungen ausdrücklich erwünscht.
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Mittwoch, 12. September 2018, 00:56

Die besten Plätze zur Vogelbeobachtung

Ich würde ja behaupten, es gibt keine schlechten Plätze, denn Vögel gibt es überall. In Städten, auf Feldern, sogar entlang der Nationalstraßen. Allerdings fliegen sie dort meist auf, wenn sie sich beobachtet fühlen. In Nationalparks ist das oft anders, denn da sind sie die menschlichen Voyeure gewohnt. Außerdem ist es dort zumeist ruhiger, sodass man ihnen besser zuhören kann. Wobei Vögel sehr anpassungsfähig sind, wenn es irgendwo lauter ist, singen sie eben stärker. Dennoch halte ich die Ruhe von Nationalparks für empfehlenswerter. Zu den meistgenannten Plätzen zur Vogelbeobachtung gehören...

Die Top 5:
* Kruger NP (über 500 unterschiedliche Arten; die nördlichen Wälder rund um Parfuri gehören zu den südlichsten Vorkommen einiger exotischer Vögel Zentralafrikas)
* Mapungubwe NP (aufgrund des Dreiländerecks zu Botswana und Zimbabwe gilt ähnliches wie beim Kruger. Auf deutlich kleinerem Gebiet finden sich 400 Vogelarten)
* iSimangaliso Wetland Park, inklusive dem zugehörigen uMkhuze NP (aufgrund des durchgängig milden Wetters zahlreiche Brutkolonien; viele unterschiedliche Landschaftsformen ermöglichen eine breite Artenvielfalt)
* Kgalagadi Transfrontier NP (vor allem Raubvögel, häufige Eulen-Sichtungen)
* Die Kaphalbinsel inkl. Tafelberg (zahlreiche Arten, auch solche, die auf die Fynbos-Vegetation spezialisiert sind).



Auch andere Parks bieten zahlreiche Beobachtungsmöglichkeiten. Im Mokala finden sich riesige Siedelweber-Bauten, der Marakele hat die größte Kapgeier-Kolonie, im Tsitsikamma gibt es gute Chancen für die seltenen Arten Knysna Lourie und Austernfischer. Generell sind auch botanische Gärten wie der Kirstenbosch, der Harold Porter oder der Walter Sisulu NBG eine gute Anlaufstelle. Viele Blüten ziehen entweder Fluginsekten an, die Singvögeln als Nahrung dienen oder aber gleich nektartrinkende Vögel (Sunbirds). Flamingos gibt es in der Lagune von Langebaan im West Coast National Park, im iSimangaliso, aber auch sehr beeindruckend im (schlecht zugänglichen) Stausee des Kamfer Damms bei Kimberley. Pelikane bewohnen zeitweise die Brackwasserlagune im De Hoop NR. Pinguinkolonien finden sich im Boulders Beach (gehört zum Tafelberg NP) und im Ort Betty's Bay. Seevögel wie Kaptölpel brüten im Lambert’s Bay Bird Island Nature Reserve, Möwen fliegen und sitzen entlang der gesamten Küste, beispielsweise in Kapstadt oder im Tsitsikamma. Zahlreiche Seevogelarten wie Albatrosse sieht man am besten vom Boot aus, Touren werden in den Touristenorten an der Küste angeboten. Die meisten Wasservögel mögen Seen mit Flachwasserzone wie die Vleis zwischen Wilderness und Knysna. Gute Spots sind das Zeekoevlei im Grassy Park in Kapstadt, Bloemhof Dam/ Sandveld NR, Nylsvley NR nördlich von Bela-Bela oder der Gariep Dam zwischen Free State und Eastern Cape. Merke: Wasservögel = See, Seevögel = Meer. Gute Chancen für die Sichtung von Straußen hat man unweit vom Kap der Guten Hoffnung, im Addo sowie im Kruger. Den südafrikanischen Nationalvogel Blue Crane (Paradieskranich) entdeckt man oftmals in der Overberg Region, teilweise von der Nationalstraße 2 aus. Oder im Mountain Zebra. Rund um Johannesburg gibt es verschiedene Grasland Birdspots, beispielsweise Suikerbosrand und Bullfrog Pan im Süden, Roodekoppies und Vaalkop Dam im Norden, die Hochebene der Magaliesberge im Westen und Marievale und Ronderbult bei Germiston im Osten. Ebenfalls ein bekanntes Gebiet liegt bei Wakkerstroom in Mpumalanga.
Man sieht, Vögel gibt es überall. Aber nicht jede der über 800 in Südafrika anzutreffenden Arten an jedem Ort. Doch welche Art wo? Zumindest die SANParks bieten auf ihren Webseiten zumeist "Bird Checklists" zum Download.

Darüber hinaus kann die Coverage Maps des Southern African Bird Atlas Project 2 eine Hilfestellung geben, welche Arten wo zu erwarten sind. Dazu scrollt man auf (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) in der Karte in die besuchte Region. Dort findet man verschienenfarbige Quadrate. Die Farbe zeigt an, wie viele Beobachtungskarten von Birdern für das Projekt eingereicht wurden. Das gibt schon einen Anhaltspunkt, wo die Vogelenthusiasten bevorzugt auf der Lauer liegen. Klickt man danach auf eines der Quadrate, öffnet sich ein Feld mit einer 8stelligen Zahl. Klickt man auf diese öffnet sich eine Zusammenfassung aller dort beobachteten Vögel und man kann anhand der Zahlen herausfinden, wie die Chance ist, eine bestimmte Art anzutreffen. Man kann sich darüber hinaus die einzelnen Daten herunterladen. Unter "CSV Month Pentad summary data (cards per month per species)" beispielsweise erhält man eine "comma-separated-value"-Datei, die sich mit einer Tabellenkalkulation wie Excel öffnet lässt. Und wie der Name schon verrät, sind die Beobachtungsdaten hier nach Monaten aufgeschlüsselt. Bei Zugvögeln sieht man so gleich, wann sie anwesend sind und wann weg.

Zwei Webseiten möchte ich euch noch ans Herz legen:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)



Doch von wo aus sieht man die Vögel am besten? Da die meisten Piepmätze schreckhaft sind, haben wir die besten Erfahrungen mit speziellen Bird Hides gemacht. Meine persönlichen Favourites sind der Stofdam Bird Hide im Mokala (mit Übernachtungsmöglichkeit), der beim Hauptcamp im Karoo NP und der Mankwe Hide im Pilanesberg. Einiges gesehen haben wir auch im Bird Hide im Ithala, auch wenn andere Foriker leer ausgegangen sind. Der Hide im Golden Gate direkt beim "Vulture Restaurant" ist auch nicht schlecht, selbst wenn sie nicht zum fressen da sind, kreisen sie oft über der Stelle.
Da es nicht überall Bird Hides gibt, kann man auch gut vom Auto aus beobachten. Das Herunterlassen der Fensterscheiben wird von den Vögeln zumeist nur zur Kenntnis genommen, sobald man die Tür öffnet, fliegen sie jedoch weg.
Am besten ist es jedoch, man ist schon da und die Vögel wohnen unmittelbar daneben. Das ist uns beispielsweise im Addo Main Camp so gegangen, wo die Terrasse unseres Chalets total verbuscht war und wir schon über die mangelnde Aussicht enttäuscht waren. Bis wir feststellten, dass die Büsche voll mit Vögeln waren, die uns auch regelmäßig besuchten. 8o Ähnliches im Tlopi Tented Camp im Marakele, wo direkt unterhalb der Terrasse ein Kaprohrsängerpaar brütete und uns stets mit ihrem feinen Gesang erfreute. Im Thendele Camp in den Drakensbergen besuchten uns mannigfaltige bunte Vögel morgens und pickten die Reste vom Grill. In der Mosu Lodge im Mokala brüten die Schwalben direkt vor dem Fenster und ein Rotschwänzchen besuchte uns in der Hütte über mehrere Jahre.

Eine Erfahrung mussten wir jedoch machen: Beim Ausfahren eines großen Teleobjektivs flüchten viele Vögel. Warum, wissen wir nicht. Schlechte Erfahrungen mit Jägern? Vielleicht. Leider werden in Südafrika immer noch zu viele Vögel erschossen.


Bird Hide im Pilanesberg NP; Foto: South African Tourism

So, auf eure nun folgenden Erfahrungen zu den besten Plätzen...

...freut sich der Bär
.
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Mittwoch, 12. September 2018, 12:27

Hallo Baer,

Wow, da hast du dir ja richtig viel Arbeit gemacht, herzlichen Dank! :danke: :danke:

Also ich muss gestehen dass der Hadeda nicht zu meinen Lieblingsvoegel gehoert! Zum Glueck sind wir Fruehaufsteher, denn des oeftern fliegen die, kaum dass es hell wird, laut schreiend quer durch unser Schlafzimmer (oder so hoert es sich jedenfalls an! X( )
Nicht umsonst wird der auch "Flying Vuvuzela" genannt!

Botanische Gaerten eignen sich auch sehr gut zur Vogelsuche, vor allem im Winter wenn die Aloes bluehen! Sehr zu empfehlen: Walter Sisulu in Roodekrans (im Westen von Johannesburg) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Eine Bird Hide, die auch erwaehnenswert ist, ist die Vulture Hide im Giants Castle (Drakensberg). Die ist aber so beruehmt und begehrt (vor allem im Winter), dass sie vorgebucht werden muss, da sie jeweils nur von einer Partei - maximal 6 Personen - besucht werden kann. Dafuer steht sie dann den ganzen Tag zur Verfuegung. (nur mit 4x4 zu erreichen) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Eigentlich jeder Park oder groesserer Garten eignet sich zur Vogelbeobachtung.
Wir haben ein winziges Stueck Wald und auch urspruengliches Grasland in unserem Garten und haben bisher 117 verschiedene Arten gezaehlt (einschliesslich was nur vorbeifliegt, wie zB der Fish Adler!) Viele davon brueten hier auch, die neueste Familie sind 4 Spotted Thick-knees! Wir stellen nur Wasser zum baden zur verfuegung, das Futter muessen sie sich selber suchen.
So verbringen wir fast jeden Sonntag: waehrend der Sonntags Braten brutzelt sitzen wir auf der Terrasse und beobachten und fotografieren die Voegel im Garten...

Gruss aus Sodwana
Maddy

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Bär

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Mittwoch, 12. September 2018, 13:57

Du hast recht, zu meinen Lieblingvögeln gehört der Hadeda auch nicht. Aber er ist eben fast überall anzutreffen, sogar mitten in Joburg direkt neben der Autobahn. Und selbst wenn man ihn dort nach der Mietwagenübernahme wegen Jacaranda FM nicht hören sollte, spätestens in der nächsten Unterkunft begrüßt er einen auch akustisch - und sei es um 4:00 Uhr. X( So gehören diese Ibise für uns zum Willkommenskomitee Südafrikas, sie rufen vermutlich stets "welcome back, nice to see you again". :whistling: Wie die Spatzen bei uns, nicht gerade melodiös, aber eben doch liebenswert.

Ich hoffe auf noch viele Ergänzungen oder Korrekturen durch Dich. Dein Vogelsachverstand ist im Forum einzigartig. :saflag:
.
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Mittwoch, 12. September 2018, 16:12

Also ich muss gestehen dass der Hadeda nicht zu meinen Lieblingsvoegel gehoert! Zum Glueck sind wir Fruehaufsteher, denn des oeftern fliegen die, kaum dass es hell wird, laut schreiend quer durch unser Schlafzimmer (oder so hoert es sich jedenfalls an! X( )
Nicht umsonst wird der auch "Flying Vuvuzela" genannt!

Cooler Spitzname :D . Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, daß sich auch Perlhühner, vor allem die Crested Guineafowl, in der Rolle des nervigen Weckers gefällt. Rein optisch mag ich sie ja sehr gerne...

Auch von mir die Daumen hoch :thumbsup: für den Bär für seine umfangreichen Ausarbeitungen.

Wenn ich es nicht überlesen habe, könnte ich für den Raum Kapstadt noch das Rondevlei Nature Reserve als Hotspot für Birder ergänzen (auch wenn wir - natürlich vergeblich - eigentlich wegen der Hippos dort hin gefahren sind :blush: ).

LG

Christian

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Mittwoch, 12. September 2018, 16:13

Es gibt nur wenige Plätze hier ohne Vögel… :)

In unserem ehemaligen Garten in Somerset West habe ich 26 Vogelarten identifizieren können. Dazu hatten wir etliche „zu schnell weg…“

Black Oystercatcher: Am Baden Powell Drive zwischen Muizenberg und Stellenbosch gibt es einen Parkplatz nah bei Muizenberg, direkt entlang der Straße. An dem Strandabschnitt sehen wir sie fast jedesmal im vorbei fahren. Dazu jede Menge Möwen. Wenn man Glück hat, dann holen die Fischer gerade ihren Fang ein - ein Fest für die Vögel.
Und an den Klippen in Hermanus, nah beim alten Hafen ist jetzt ein Stück Weg zwischen den Felsen gesperrt: Black Oystercatcher nesting! 8o

Blue Crane sitzen oft an der N2 um Caledon herum auf den Wiesen. Bei Ausflügen in die Gegend dort haben wir schon bis zu 40 Blue Crane pro Tour gesehen.

Greifvögel sehen wir auf fast jeder Fahrt über Land. Im Flug, sitzend auf Telefonmasten oder Zaunpfosten. Selbst in den Städten kann man sie sehen: Mitten in Stellenbosch oder Somerset West kreisen sie über uns. In Somerset hatten wir täglich Jackal Buzzard über uns. Steppe Buzzard, Gymnogene, Black Snake Eagle, Fish Eagle kamen auch mal vorbei.
Jetzt sitzt in den Bäumen gegenüber oft ein Peregrine Falcon und streitet sich im Flug mit Krähen.

Eulen: In Somerset hatten wir abends Cape Eagle Owl und Spotted Eagle Owl auf den Dächern. Jetzt brüten gegenüber Barn Owl.

Neben den Hides und Spots in der Natur lohnt es sich also auch in den Städten nach oben zu gucken. :D :thumbsup:

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maddy

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Gestern, 11:54

Fernglaeser

Zur Vogelbeobachtung ist ein Fernglas natuerlich unerlaesslich!

Ich bin ueberhaupt kein Experte was Fernglaeser betrifft, ich kann da nur erwaehnen was ich benutze und worauf es mir ankommt. (und ein Swarovski oder ein Zeiss passt auch nicht in unser Budget)

Colin hat ein Bushnell Legend M series 10x42, und ich ein Bushnell Natureview 10x42, und wir sind beide sehr zufrieden damit. Wichtig bei der Wahl ist auch, dass es gut close-focus Moeglichkeiten hat, d.h. ich kann zum Beispiel auf etwas, das nur 2 meter vor mir sitzt, scharf einstellen.
Da diese Glaeser relativ schwer sind, haben wir auch einen Harness, der uebrigens nicht nur das Fernglas, sondern auch die Kamera traegt. Fuer ein schwaches Genick unbedingt zu empfehlen!

Frueher hatte ich auch ein 8x25 Minolta. Klein, leicht und handlich war dieses auch fuer die Kinder ideal - und schonend fuer den Nacken. Aber jetzt, da ich das 10x42 kenne, wuerde ich natuerlich nicht mehr tauschen. ;)

Ich finde es ist sehr wichtig dass jedes Familienmitglied sein eigenes Fernglas hat. Nicht nur weil viele Augen sehr verschieden sind und, wenn man sich ein Fernglas teilt, man dauernd an der Einstellung rumschrauben muss, sondern es ist auch nervig wenn man was beobachtet und die anderen dauernd schreien: gib her ich will auch mal... Das gilt uebrigens nicht nur fuer Voegel, sondern fuer alle Tierbeobachtungen. Und fuer die Kinder muss es ja auch nicht das teuerste sein.

Was fuer ein Fernglas benutzt ihr, und warum seid ihr damit zufrieden / nicht zufrieden?

Gruss aus Sodwana
Maddy

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