Namibia - Doch Bananenrepublik....oder ?

Satara
Regierung belohnt Präsidenten

Staatsoberhäupter sollen nach ihrer Pensionierung großzügig beschenkt werden

von Marc Springer aus der AZ Windhoek vom 23.09.2004

Der amtierende Präsident und seine künftigen Nachfolger werden sich mit ihrer Pensionierung für Rentenzahlungen und andere Privilegien qualifizieren, darunter die Dienste von Köchen, Sicherheitsbeamten, Privatsekretären, Kellnern, Haushilfen und Gärtnern.

Windhoek - Wie Justizminister Albert Kawana gestern in seiner Begründung eines dafür erstellten Gesetzentwurfes im Parlament mitteilte, werden der jetzige und alle künftigen Präsidenten Namibias nach Ende ihrer Amtszeit eine monatliche Rentenzahlung erhalten, die mindestens der Höhe ihres Gehalts entspricht, das sie als Staatsoberhaupt erhalten haben.

Neben diesen steuerfreien Bezügen werden ehemalige Präsidenten eine einmalige und ebenfalls steuerfreie Zahlung erhalten, die ihrem üblichen Jahresgehalt als Staatsoberhaupt entspricht. Des Weiteren werden der jetzige und künftige Präsidenten Namibias nach Ablauf ihrer Amtszeit eine möbilierte Residenz (bzw. eine Wohnungszulage) erhalten und dort die Dienste von drei Haushilfen, zwei Gärtnern, zwei Köchen, zwei Kellnern und zwei Wäscherinnen beanspruchen dürfen.

Abgesehen von diesem Personal sollen früheren Präsidenten des Landes im Ruhestand auch mindestens zehn Sicherheitsbeamte, drei Chauffeure, zwei Privatsekretärinnen, zwei persönliche Assistenten, und zwei Bürokräfte bereitgestellt werden. Darüber hinaus werden sie voll ausgestattete Büroräume, sowie drei Fahrzeuge (eine Limousine, ein Allradwagen und ein Kleinlaster) nutzen dürfen, die allerdings Eigentum des Staats bleiben werden.

Nach dem Ende ihrer politischen Laufbahn sind namibischen Präsidenten und ihren Frauen im Zuge des Gesetzentwurfes auch jährlich sechs kostenlose Zug- oder Flugreisen innerhalb Namibias und weitere vier freie Interkontinentalflüge erster Klasse zugesichert. Des Weiteren haben sie Anspruch auf Bewirtungsspesen, deren Höhe jeweils vom Kabinett festgelegt werden wird.

Im Rahmen des Gesetzentwurfes wird die Regierung ferner sämtliche Telefon-, Wasser- und Stromkosten für die Residenz und die Büroräume ehemaliger Präsidenten übernehmen und diesen zusammen mit ihren Frauen und Kindern eine Krankenversicherung zustehen.

,,Im Sinne der Festigung unserer Demokratie ist es notwendig, ehemaligen Präsidenten unseres Landes nach ihrer Pensionierung eine angemessene Rente und andere Vergünstigungen bereitzustellen", sagte Kawana. Dies sei vor allem angesichts der Tatsache erforderlich, dass frühere Präsidenten mit ihrer Pensionierung nach wie vor eine tragende Rolle im öffentlichen Leben spielen würden.

Ferner wies Kawana darauf hin, dass Politiker ,,entgegen der weitläufigen Meinung" nicht gut bezahlt würden. So seien beispielweise die Gehälter von Parlamentariern ,,die schlechtesten" und könnten selbst die Löhne von Ministern nicht mit jenen von ranghohen Staatsdienern oder Geschäftsleuten mithalten.
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........da kommen einem die Tränen traurig traurig traurig

Satara
verwirrt

P.S. Nein, natürlich nicht Bananenrepublik, (es wachsen ja Keine dort) besser Kaktusfeigenrepublik. unglücklich
Satara
aus AZ Windhoek - 6.10.04

Geschenkidee für Nujoma
Sioka will scheidendem Präsidenten das Staatshaus überlassen

von Marc Springer
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Swapo, Doreen Sioka, hat das Kabinett aufgefordert, Präsident Sam Nujoma das derzeitige Staatshaus zu schenken, sobald das neue fertiggestellt und für seinen Nachfolger bezugsbereit ist.

Windhoek - ,,Dieses Gesetz ist von großer Wichtigkeit weil es sich mit dem Vater unserer Nation und einem großen Führer und Volkshelden befasst", sagte Sioka gestern im Parlament. Dabei trug sie zu der Debatte über die geplanten Pensionszahlungen und Priviligien bei, die Nujoma und seine künftigen Nachfolger im Ruhestand erhalten sollen. Diese Vergünstigungen schließen neben finanziellen Bezügen unter anderem auch die Dienste von Köchen, Sicherheitsbeamten, Kellnern, Chauffeuren, Haushilfen, und Gärtnern ein.

Die vorgesehene Pensionszahlung, die mindestens der Höhe von Nujomas derzeitigem Gehalt als Staatsoberhaupt entsprechen soll, ist Sioka zufolge nicht ausreichend. ,,Die geplante Monatsrente für Präsident Nujoma entspricht nicht der Leistung die er für unser Land erbracht hat und ist angesichts der Tatsache unangemessen, dass er einen Großteil seines Lebens im Exil verbracht und von dort für die Unabhängigkeit Namibias gekämpft hat", erklärte Sioka.

Diese wies ferner darauf hin, dass Nujoma zu Gunsten des Befreiungskampfes auf eine Ausbildung verzichtet und auf Grund seines Einsatzes für die Unabhängigkeit Namibias kein Gehalt verdient habe. Darüber hinaus habe er erst ab dem 21. März 1990 während seiner drei Amtszeiten als Präsident zu dem staatlichen Pensionsfonds beitragen und während dieser Zeit ,,nicht genügend" Rücklagen für den Ruhestand aufbauen können.

Vor diesem Hintergrund forderte Sioka das Kabinett auf, Nujoma nach Abschluss seiner letzten Amtszeit das derzeitige Staatshaus ,,als Geschenk" zu überlassen, sobald die neue Präsidentenresidenz fertiggestellt ist, die derzeit im Wohnviertel Auasblick in Windhoek entsteht. Sioka, die für ihren Vorschlag lauten Applaus der Swapo-Fraktion erntete, will Nujoma mit dieser Geste ,,für alles belohnen, was er für dieses Land getan hat".

Sioka ist eine von zehn Kandidaten, die von Nujoma als Swapo-Kandidat für die bevorstehende Parlamentswahl nominiert wurde.
Satara
geschockt
P.S. Warum gleich als Geschenk ? um die Erben auch mit zu versorgen ? Mietfrei bis zum Lebensende würde es doch auch tun, wenn es denn zu rechtfertigen wäre ...oder ?


Zitat:
Original von Satara
Regierung belohnt Präsidenten

Staatsoberhäupter sollen nach ihrer Pensionierung großzügig beschenkt werden

von Marc Springer aus der AZ Windhoek vom 23.09.2004

Der amtierende Präsident und seine künftigen Nachfolger werden sich mit ihrer Pensionierung für Rentenzahlungen und andere Privilegien qualifizieren, darunter die Dienste von Köchen, Sicherheitsbeamten, Privatsekretären, Kellnern, Haushilfen und Gärtnern.

Windhoek - Wie Justizminister Albert Kawana gestern in seiner Begründung eines dafür erstellten Gesetzentwurfes im Parlament mitteilte, werden der jetzige und alle künftigen Präsidenten Namibias nach Ende ihrer Amtszeit eine monatliche Rentenzahlung erhalten, die mindestens der Höhe ihres Gehalts entspricht, das sie als Staatsoberhaupt erhalten haben.

Neben diesen steuerfreien Bezügen werden ehemalige Präsidenten eine einmalige und ebenfalls steuerfreie Zahlung erhalten, die ihrem üblichen Jahresgehalt als Staatsoberhaupt entspricht. Des Weiteren werden der jetzige und künftige Präsidenten Namibias nach Ablauf ihrer Amtszeit eine möbilierte Residenz (bzw. eine Wohnungszulage) erhalten und dort die Dienste von drei Haushilfen, zwei Gärtnern, zwei Köchen, zwei Kellnern und zwei Wäscherinnen beanspruchen dürfen.

Abgesehen von diesem Personal sollen früheren Präsidenten des Landes im Ruhestand auch mindestens zehn Sicherheitsbeamte, drei Chauffeure, zwei Privatsekretärinnen, zwei persönliche Assistenten, und zwei Bürokräfte bereitgestellt werden. Darüber hinaus werden sie voll ausgestattete Büroräume, sowie drei Fahrzeuge (eine Limousine, ein Allradwagen und ein Kleinlaster) nutzen dürfen, die allerdings Eigentum des Staats bleiben werden.

Nach dem Ende ihrer politischen Laufbahn sind namibischen Präsidenten und ihren Frauen im Zuge des Gesetzentwurfes auch jährlich sechs kostenlose Zug- oder Flugreisen innerhalb Namibias und weitere vier freie Interkontinentalflüge erster Klasse zugesichert. Des Weiteren haben sie Anspruch auf Bewirtungsspesen, deren Höhe jeweils vom Kabinett festgelegt werden wird.

Im Rahmen des Gesetzentwurfes wird die Regierung ferner sämtliche Telefon-, Wasser- und Stromkosten für die Residenz und die Büroräume ehemaliger Präsidenten übernehmen und diesen zusammen mit ihren Frauen und Kindern eine Krankenversicherung zustehen.

,,Im Sinne der Festigung unserer Demokratie ist es notwendig, ehemaligen Präsidenten unseres Landes nach ihrer Pensionierung eine angemessene Rente und andere Vergünstigungen bereitzustellen", sagte Kawana. Dies sei vor allem angesichts der Tatsache erforderlich, dass frühere Präsidenten mit ihrer Pensionierung nach wie vor eine tragende Rolle im öffentlichen Leben spielen würden.

Ferner wies Kawana darauf hin, dass Politiker ,,entgegen der weitläufigen Meinung" nicht gut bezahlt würden. So seien beispielweise die Gehälter von Parlamentariern ,,die schlechtesten" und könnten selbst die Löhne von Ministern nicht mit jenen von ranghohen Staatsdienern oder Geschäftsleuten mithalten.
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........da kommen einem die Tränen traurig traurig traurig

Satara
verwirrt

P.S. Nein, natürlich nicht Bananenrepublik, (es wachsen ja Keine dort) besser Kaktusfeigenrepublik. unglücklich
Max
Hallo Satara,

was willst du denn, die sind wenigsten "ehrlich".
Die zeigen offen, dass sie sich und ihresgleichen die Taschen vollstopfen wollen.
Ist doch normal, Business as usual , Mugabe, Arap Moi, Nujoma, Kabila, wo meine Liebe ist der Unterschied.
Der kluge Mann (die kluge Frau) baut vor, ich bin leider nicht über die Chancen von Frau Sioka bezüglich eines Parlamentssitzes informiert, aber wenn man jetzt dem einen etwas zugesteht, wird man es zukünftig einem (oder einer) Andere(n) nicht abschlagen können.

Also Frau Wieczorek- Zeul, bitte schnell die Mittel erhöhen, Namibia braucht das Geld ....


Max
Satara
Zitat:
Original von Max
Hallo Satara,

was willst du denn, die sind wenigsten "ehrlich".
Die zeigen offen, dass sie sich und ihresgleichen die Taschen vollstopfen wollen.
Ist doch normal, Business as usual , Mugabe, Arap Moi, Nujoma, Kabila, wo meine Liebe ist der Unterschied.
Der kluge Mann (die kluge Frau) baut vor, ich bin leider nicht über die Chancen von Frau Sioka bezüglich eines Parlamentssitzes informiert, aber wenn man jetzt dem einen etwas zugesteht, wird man es zukünftig einem (oder einer) Andere(n) nicht abschlagen können.

Also Frau Wieczorek- Zeul, bitte schnell die Mittel erhöhen, Namibia braucht das Geld ....


Max


aus AZ Windhoek vom 7.10.04
Präsidenten-Pension löst Bedenken aus
Opposition äußert Vorbehalte gegen Umfang und Ausprägung der geplanten Vergünstigungen

von Mark Springer
Windhoek - Die Opposition hat die geplanten Pensionszahlungen und andere Vergünstigungen, mit denen der amtierende Präsident und seine künftigen Nachfolger im Ruhestand abgesichert werden sollen, mit gemischten Gefühlen aufgenommen.

,,Meine Partei hat keine Einwände dagegen, Personen eine Pension zu zahlen, die sich um das Land verdient gemacht haben", sagte der Generalsekretär der DTA, McHenry Venaani, gestern im Parlament. Gleichzeitig drückte er in seinem Beitrag zu der Debatte über die Präsidenten-Pensionsnovelle sein Bedauern darüber aus, dass die Swapo den Eindruck erzeugt habe, durch den Gesetzentwurf solle vor allem der amtierende Präsident Sam Nujoma für seinen Beitrag zur Unabhängigkeit belohnt werden.

Dabei berief er sich unter anderem auf eine frühere Stellungnahme der Swapo-Abgeordneten Doreen Sioka, die das Kabinett aufgefordert hatte, Nujoma nach Ablauf seiner Amtszeit das Staatshaus zu schenken und ihn damit für sein Engagement im Befreiungskampf zu entschädigen. Damit wird nach Einschätzung von Venaani suggeriert, dass Heldentum und Opferbereitschaft finanziell aufgewogen werden könnten und Nujoma sich nur deshalb für Namibia eingesetzt habe, um dafür später finanziell entschädigt zu werden.

Die stellvertretende Präsidentin der CoD, Nora Schimming-Chase, kritisierte in ihrem Beitrag zu der Debatte die Tatsache, dass Nujoma im Ruhestand mit Steuergeldern versorgt werden solle, obwohl er bis zum Jahre 2007 weiterhin Präsident der regierenden Swapo bleiben und damit einen beachtlichen Einfluss ausüben werde. Aus diesem Grunde solle die Swapo mindestens bis zum Jahre 2007 zum Unterhalt des pensionierten Präsidenten beitragen.

Schimming-Chase äusserte ferner Zeifel daran, ob Nujoma und künftige Staatsoberhäupter im Ruhestand von einem derart großen Hofstaab versorgt werden müssten, wie er in dem Gesetzentwurf vorgesehen ist. ,,Selbst wenn pensionierte Präsidenten ihre Memoiren schreiben wollen, brauchen sie dafür nicht die Unterstützung von zwei Privatsekretärinnen, zwei persönlichen Assistenten und zwei Bürokräften", sagte sie.
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Also, wie Du siehst - ganz unkrtisch wird das auch im eigenen Land nicht gesehen.
Max
Zitat:
Original von Satara


Also, wie Du siehst - ganz unkrtisch wird das auch im eigenen Land nicht gesehen.


Aber, aber, meine Liebe,

es ist natürlich die "Pflicht" einer Opposition die Handlungen der Regierung zu kommentieren.
Nur welchen Einfluß die DTA hat, bei einem Parlament von 72 Mitgliedern, von denen die Swapo 55 stellt, ist wohl offensichtlich.

Ich habe mich zwischenzeitlich auf über die Frau Sioka informiert, und die Dame tut nichts anderes, als Ihrem Gönner und Förderer zu danken.

Wir sollten jetzt keine Debatte über die tolle Demokratie lostreten, aber ich gebe nur kurz zu bedenken, das die Verfassung bereits einmal zu Gunsten von Sam Nujoma geändert wurde.
Gut, er tritt jetzt nicht mehr an, aber sein Einfluß auf die Swapo - und damit die Regierung - bleibt weiterhin bestehen.
Und nachdem er seine innerparteilichen Gegner ins Abseits gestellt hat, ist dies auch weiterhin sichergestellt.

Ich hatte - dies nur so nebenher - auch gelesen, daß jetzt von den Farmern eine Landsteuer kassiert werden soll. Mit dem Erlös sollen dann die Farmen von der Regierung gekauft werden. Klasse, oder?
Die Farmer zahlen, damit sie bezahlt werden.

Ich lese gerade auch (von JP abgeschaut) "Ach, Afrika", das kann ich hier auch nur sagen.

Gruß

Max
Satara
Zitat:
Original von Max
Zitat:
Original von Satara


Also, wie Du siehst - ganz unkrtisch wird das auch im eigenen Land nicht gesehen.


Aber, aber, meine Liebe,

es ist natürlich die "Pflicht" einer Opposition die Handlungen der Regierung zu kommentieren.
Nur welchen Einfluß die DTA hat, bei einem Parlament von 72 Mitgliedern, von denen die Swapo 55 stellt, ist wohl offensichtlich.

Ich habe mich zwischenzeitlich auf über die Frau Sioka informiert, und die Dame tut nichts anderes, als Ihrem Gönner und Förderer zu danken.

Wir sollten jetzt keine Debatte über die tolle Demokratie lostreten, aber ich gebe nur kurz zu bedenken, das die Verfassung bereits einmal zu Gunsten von Sam Nujoma geändert wurde.
Gut, er tritt jetzt nicht mehr an, aber sein Einfluß auf die Swapo - und damit die Regierung - bleibt weiterhin bestehen.
Und nachdem er seine innerparteilichen Gegner ins Abseits gestellt hat, ist dies auch weiterhin sichergestellt.

Ich hatte - dies nur so nebenher - auch gelesen, daß jetzt von den Farmern eine Landsteuer kassiert werden soll. Mit dem Erlös sollen dann die Farmen von der Regierung gekauft werden. Klasse, oder?
Die Farmer zahlen, damit sie bezahlt werden.

Ich lese gerade auch (von JP abgeschaut) "Ach, Afrika", das kann ich hier auch nur sagen.

Gruß

Max


Dieses Buch hatte ich bereits am 15.06.2004 im Kapstadt-Forum empfohlen.

"Ach, Afrika" von Bartholomäus Grill für € 24,00
ISBN 3886807541

Zitat:
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2003
Informativ, fesselnd geschrieben, "zuweilen allerdings recht pointillistisch" findet Rezensent Andreas Eckert diese Auseinandersetzung mit der "Geschichte und Gegenwart der Gesellschaften südlich der Sahara". Als Kernthese des Buches beschreibt Eckert, dass die Folgen von Sklavenhandel und Kolonialismus zwar bis heute spürbar seien, aber für die katastrophale Situation nicht allein verantwortlich gemacht werden könnten. !!! Auch raffgierige Despoten und die generelle Modernisierungsverweigerung trügen Mitschuld am Elend des Kontinents.!!! Trotz teilweise faszinierender Einblicke vermisst der Rezensent jedoch wirklich neue Gedanken im Buch des Zeit-Korrespondenten Bartholomäus Grill. Hart gehe er mit seiner Berufsgruppe, den Journalisten und ihrer Afrika-Berichterstattung ins Gericht. Doch auch er sei nicht gefeit gegen Klischees und Generalisierungen, findet Eckert. Allerdings habe Grill die Größe vergangene Irrtümer schonungslos einzugestehen. Zitat Ende !
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Was willst Du eigentlich mit Deiner Argumentation sagen, dass man einfach alles unwidersprochen hinnehmen soll - nach dem Motto "Wir können's eh nicht ändern?"

Wenn alle so denken, kann sich in dieser Welt ja nichts ändern - und wenn der Egoismus bei den "Grossen" toleriert wird, haben die "Kleinen" die "schöne" Ausrede, dass die Grossen es ja tun - und rechtfertigen ihren eignen Egoismus damit. Schöne Welt - tolle Perspektiven.

Satara
verwirrt
Max
Zitat:
Original von Satara


Also, wie Du siehst - ganz unkrtisch wird das auch im eigenen Land nicht gesehen.



Was willst Du eigentlich mit Deiner Argumentation sagen, dass man einfach alles unwidersprochen hinnehmen soll - nach dem Motto "Wir können's eh nicht ändern?"

Wenn alle so denken, kann sich in dieser Welt ja nichts ändern - und wenn der Egoismus bei den "Grossen" toleriert wird, haben die "Kleinen" die "schöne" Ausrede, dass die Grossen es ja tun - und rechtfertigen ihren eignen Egoismus damit. Schöne Welt - tolle Perspektiven.

Satara


Ich muß mich doch wundern ...
Wo bitte, liebe Satara, kannst du obige Unterstellung bei mir lesen?
Ich hatte bereits mehr als einmal festgestellt, daß man vieles ändern kann, nur muß man immer mit sich selbst beginnen.

Aber das war nicht das Ziel meines Posting, vielmehr erlaubte ich mir festzustellen, daß sich die Einstellung der Herrschenden wie ein roter Faden durch den afrikanischen Kontinent zieht.

Machthunger, gepaart mit Raffgier, Selbstbeweihräucherung und dem Unvermögen, eigene Fehler einzugestehen.

Aber, liebe Satara, ich zähle voll auf deinen Enthusiasmus.

Max
Satara
Zitat:
Original von Max

Ich muß mich doch wundern ...
Wo bitte, liebe Satara, kannst du obige Unterstellung bei mir lesen?
Ich hatte bereits mehr als einmal festgestellt, daß man vieles ändern kann, nur muß man immer mit sich selbst beginnen.

Aber das war nicht das Ziel meines Posting, vielmehr erlaubte ich mir festzustellen, daß sich die Einstellung der Herrschenden wie ein roter Faden durch den afrikanischen Kontinent zieht.

Machthunger, gepaart mit Raffgier, Selbstbeweihräucherung und dem Unvermögen, eigene Fehler einzugestehen.

Aber, liebe Satara, ich zähle voll auf deinen Enthusiasmus.

Max


Zitat:
Aber das war nicht das Ziel meines Posting, vielmehr erlaubte ich mir festzustellen, daß sich die Einstellung der Herrschenden wie ein roter Faden durch den afrikanischen Kontinent zieht. Zitat Ende

Dem ist nichts hinzu zu fügen. Aber wenn dem auch so ist, darf das trotzdem nicht heissen, dass man die Entscheidungen in Namibia einfach als schicksalhaft akzeptieren muss. Solche Dinge MÜSSEN angeprangert werden.

Ich glaube jetzt, dass wir eigentlich hier sehr ähnlich darüber denken.
Also, worüber diskutieren wir nun eigentlich ???

Satara
Max
Zitat:
Original von Satara




Ich glaube jetzt, dass wir eigentlich hier sehr ähnlich darüber denken.
Also, worüber diskutieren wir nun eigentlich ???

Satara


Tja, vielleicht sollten wir zusammen darüber nachdenken, wobei jeder Andere auch herzlich eingeladen ist, einen Lösungsweg zu finden.

Gruß

Max
Rossi
Zitat:
Original von Max
Zitat:
Original von Satara




Ich glaube jetzt, dass wir eigentlich hier sehr ähnlich darüber denken.
Also, worüber diskutieren wir nun eigentlich ???

Satara


Tja, vielleicht sollten wir zusammen darüber nachdenken, wobei jeder Andere auch herzlich eingeladen ist, einen Lösungsweg zu finden.

Gruß

Max


Lösungsweg?
Sieh's mal von der etwas polemischen Seite: die Clique um Nujoma scheint genau das zu sein, was die Menschen dort wollen. Regelmäßig wird die SWAPO mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt.
Folgt, bei Wahlergebnissen, von denen selbst eine CSU in Bayern nur träumen kann, ist der Großteil der Menschen mit dem, was die Oberen treiben, offensichtlich zufrieden.

Rossi
Max
Zitat:
Original von Rossi

Lösungsweg?
Sieh's mal von der etwas polemischen Seite: die Clique um Nujoma scheint genau das zu sein, was die Menschen dort wollen. Regelmäßig wird die SWAPO mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt.
Folgt, bei Wahlergebnissen, von denen selbst eine CSU in Bayern nur träumen kann, ist der Großteil der Menschen mit dem, was die Oberen treiben, offensichtlich zufrieden.

Rossi


Es ist wie überall, anstatt die Kräfte zu bündeln, zerstreitet sich die Opposition untereinander ...

Weist du einen Link der die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in Namibia zeigt?

Max
Rossi
Zitat:
Original von Max
Weist du einen Link der die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in Namibia zeigt?

Max


http://www.infoplease.com/ipa/A0107812.html
black 87.5%,
white 6%,
mixed 6.5%.
Note: about 50% of the population belong to the Ovambo tribe and 9% to the Kavangos tribe; other ethnic groups are: Herero 7%, Damara 7%, Nama 5%, Caprivian 4%, Bushmen 3%, Baster 2%, Tswana 0.5%

Da gibt's noch eine detailliertere Beschreibung der ethnischen Gruppen:
http://www.namibia-travel.net/namibia/people_info.htm

Zitat:
Original von Max
Es ist wie überall, anstatt die Kräfte zu bündeln, zerstreitet sich die Opposition untereinander ...


Da muss ich allerdings sagen dass es ganz so einfach nicht sein kann.
Misst man einen Nujoma sowie seinen designierten Nachfolger an seinen Aussagen, ist die SWAPO-Regierung nur einen Schritt entfernt von einem Regime Mugabe, der wiederum unter die Top ten der wichtigsten Afrikaner gewählt wurde, obwohl jeder weiss, dass in Zim. auf der Strasse die Menschen verhungern, während sich Roberto einen Palast nach Vorbild des Palastes eines Sadam Hussein in Bagdad baut.
Ich denke nicht, dass man das mit europäischen Maßstäben erklären kann; ich kann es mir jedenfalls nicht wirklich erklären.

Rossi

Rossi
Max
Zitat:
Original von Rossi


Da muss ich allerdings sagen dass es ganz so einfach nicht sein kann.
Misst man einen Nujoma sowie seinen designierten Nachfolger an seinen Aussagen, ist die SWAPO-Regierung nur einen Schritt entfernt von einem Regime Mugabe, der wiederum unter die Top ten der wichtigsten Afrikaner gewählt wurde, obwohl jeder weiss, dass in Zim. auf der Strasse die Menschen verhungern, während sich Roberto einen Palast nach Vorbild des Palastes eines Sadam Hussein in Bagdad baut.
Ich denke nicht, dass man das mit europäischen Maßstäben erklären kann; ich kann es mir jedenfalls nicht wirklich erklären.

Rossi

Rossi


Danke für die Links!
Bezüglich dieser Top-Ten Liste ist mir das zustandekommen im Punkt Mugabe wirklich unbegreiflich.
Ich glaube auch,wir müssen unsere Denkweise ändern, um Einblick in diese Strukturen zu bekommen.

Gruß

"Max"