Lothar
wie ist eigentlich der 2. Weltkrieg in SA verlaufen.
Ich tu mich da immer schwer Informationen zu bekommen,
vor allem von den Einheimischen.
Außer das Südwest damals kaserniert war (die Deutschen durften
das Land nicht verlassen) und in SA Rohstoffmangel
(vor allem Kohle) herrschte und auch südafrikanische Soldaten
den Krieg beiwohnten, weiß ich nicht allzuviel darüber.
Selbst wenn man ältere Menschen befragt, halten die sich sehr zurück.
Was war denn genaues geschehen, das der SA-er selten darüber spricht?
Ist das etwa ein dunkles Kapitel?
matthiasschwalbe
Man hat mir erzaehlt,dass Suedafrika schon 1939 an der Seite der Allierten in den 2. Weltkrieg eintrat.
Es waere damals im Winter auch schon sehr kalt gewesen. Zudem herrschte damals allgemeiner Rohstoffmangel. Aber vor allem fehlte es an Kohle.Es muss sehr sehr schrecklich gewesen sein.Warscheinlich spricht deshalb kaum ein Aelterer gerne darueber.Was man ja verstehen kann.
In Deutschland spricht von den Alten auch kaum jemand darueber.
Die meisten Alten sind ja bereits auch schon tod !
Nur in Polen sprechen sie im Moment gerne darueber.Vor allem diese 2
kleinen Zwillinge (Lolek & Bolek) .Beide klein an Wuchs.Aber eine unheimliche grosse Fresse ,wenn es um Deutschland geht.
Na ja,meine Urgrossmutter (Gott habe sie seelig) sagte schon vor 40
Jahren zu mir -wenn mein Zimmer mal wieder nicht ordwentlich war
" Was ist dass den fuer eine polnische Wirtschaft ?" Aber ich will jetzt nicht vom Thema abkommen,deshalb....
Lothar
Nur darüber nicht sprechen, weil es keine Kohle gab?
Nach dem Krieg hat man auch lange in Deutschland noch über gewisse
Greueltaten geschwiegen, weswegen ich mich immer gewundert habe,
das grad die älteren Menschen (die ich schon vor über 25 Jahren befragte)
in SA geschwiegen haben?
WHY?
matthiasschwalbe
Ja stimmt Lothar-in Westdeutschland hat man geschwiegen.
Ob im Fach Geschichte oder im Bundestag egal.
Man hatte ja auch ne ganze Menge Nazis in oeffentlichen Aemtern.
Beispiel KZ Baumeister Luebbke hier wieder Stichwort "..liebe Neger.."
Fuer unsere jungen User,dieser Mann war mal Bundespraesident !!!!
Er begruesste auf einem Staatsbesuch in den 60er Jahren in Afrika
seine Gastgeber mit obigen Worten.
In der DDR hingegen wurde der 2. Weltkrieg schon besprochen.
Aber mit der dementsprechenden Probaganda. O-Ton "...die Faschisten sitzen im Westen.."
Es waren doch alles Verbrecher ob Nazis oder Kommunisten !!!
Sebba
| Zitat: |
[i]
Beispiel KZ Baumeister Luebbke hier wieder Stichwort "..liebe Neger.."
Fuer unsere jungen User,dieser Mann war mal Bundespraesident !!!!
Er begruesste auf einem Staatsbesuch in den 60er Jahren in Afrika
seine Gastgeber mit obigen Worten.
|
Das ist leider nicht belegt und man geht davon aus, dass er es nicht gesagt hat... wobei es passen würde... als Beleg kann ich gerade nur
http://www.heinrichluebke.de/ anbringen...
Sauerländer halt... ;-)
seb
matthiasschwalbe
Mensch Sebba,
wenn wir schon wieder gewaltig am Thema vorbei rauschen,dann aber kam zumindestens der Stern 1968 zu dem Ergebniss,dass es stimmt,das L. als Architekt an den Plaenen fuer die Errichtung von Baracken und Lagern beteiligt gewesen war.
Ausserdem gab es mal eine Dokumentation (noch in Schwarz/weiss) wo dieser Staatsbesuch von L .nach Liberia gefilmt wurde.Da der Ton sehr schlecht war bzw. oder gemacht wurde ! wo man dann unten die gesagten Worte eingeblendet habe.
Kommischerweise ist er aber dann 3 Monate vor der Bundestagswahl zurueck getreten !!!
Also abschliesend gesagt,an jedem noch so kleinen Geruecht ist aber sehr oft ein Kruemel Wahrheit !!!
Aber L. war ja nicht der einzigste braune im oeffentlichen Dienst,wohl aber der bekannteste.
Gruss
Matthias
Sebba
an der braunen Farbe wollte ich auch nicht zweifeln ;-), habe mich nur auf das Zitat bezogen...
Ende der Ausschweifung, zurück zum Thema... *g*
seb
Siegfried
Zunächst einmal hat die Republik Südafrika niemals am 2. Weltkrieg teilgenommen

sondern es war zu jener Zeit Die Südafrikanische Union.
Das höchste Staatsoberhaupt war der König von England.
Die afrikaanse Bevölkerung wollte zu jener Zeit neutral bleiben.
2 September - James Hertzog puts his case to the National Assembly for South Africa to remain neutral in the Second World War against Jan Smuts who supports a Commonwealth alliance
4 September - The National Assembly votes on a motion whether or not to join the war and Jan Smuts wins by 13 votes
5 September - Jan Smuts becomes the 4th Prime Minister of South Africa for the second time
Die Südafrikanische Union hat hauptsächlich in Nordafrika gekämpft und danach in Süditalien.
Dass es Kohleknappheit gegeben haben soll, halte ich für ein Gerücht.
Südafrika hat mit die höchsten Kohlevorkommen der Welt.
Zur Zeit werden ca 110 Millionen Tonnen jährlich über Richards Bay exportiert.
Weitere 85 Millionen Tonnen werden im Inland auf Kraftstationen verbrannt und mit Hydrierung zu Benzin verarbeitet.
Diese Kohlevorkommen sollen bei dem jetzigen Abbaustand noch über 200 Jahre ausreichen.
Was die Bereitwilligkeit über den WK II zu sprechen anbelangt, mag es einen Unterschied geben, ob man nun mit Afrikaans- oder Englischsprechenden Leuten spricht.
In meiner Zeit in Kapstadt im deutschen Klub wurde zwischen Deutschen und Suedafrikanern immer fröhlich drauflos diskutiert und es kam NIE zu Auseinandersetzungen.
Dieser Deutsche Klub wurde während der Internierung der Deutschen im WK II von den Engländern weitergeführt und unmittelbar nach dem Kriegsende an die Deutschen zurückgegeben.
Weiterhin hat Suedafrika sich im WK II nichts zu schulden kommen lassen.
CJ
Lothar
Guter Bericht, Siegfried, obwohl er einen Widerspruch beinhaltet
(unabhängig davon ob es die Republik oder die Union). Teilgenommen haben
sie. Es gibt irgendwo in SA auch eine Ortschaft oder Platz, der nach den
Heimkehrern aus dem 2. Krieg benannt wurde (in Lubumbashi, DRC, gibt
es einen Vorort der kenia Market heißt, weil die Heimkehrer aus dem Krieg
, darunter viele Kenianer, es genau hierhin verschlagen hat).
Das mit der Kohle stimmt übrigens, denn die wurde damals auch vielfach
über Kapstadt verladen. Das haben mir sehr viele Menschen gesagt.
Viele menschen haben damals im Hafen gearbeitet und nur Kohlesäcke
geschleppt.
Oftmals gab es auch, wie heute, keinen Strom.
Schaun wa mal was wir noch an Info bekommen.
joubertpark
Südafrika war damals wie Siegfied schrieb-eine Kronkolonie von England ,die Armee in SA.war praktish British, SA.Soldaten wurden im 2.Weltkrieg nach Übersee geschifft und kämpften als Allierte gegen Deutschland,Hauptsächlich wurden sie in Italien eingesetzt.Ich habe persönlich noch Südafrikaner kennengelernt welche im 2.Weltkrieg in Italien gekämpft haben. Es gibt überall noch die Gedenkhallen in SA. mit der Inschrift M.O.TH. Hall(weiß nicht die Übersetzung) Deutsche Männer in SA.(allerdings nur bestimmtes Alter) zu der Zeit wurden in Konzentrationskamps eingesperrt-auch da habe ich Deutsche -welche eingesperrt waren -kennengelernt.so war es damals-kann man bestimmt auch irgentwo nachlesen.
Alles ohne Gewähr Gruß B.
Siegfried
Bodo M.O.T.H. steht fuer 'Memorable Order of Tin Hats' und bezeichnet den Verein von ehemaligen Soldaten der Südafrikanischen Armee.
Ich bin übrigens auch Mitglied dort.
Übrigens wuerde ich ein Internierungslager nicht mit einem Konzentrationslager gleich setzen.
Niemand wurde in den Internierungslager bewusst umgebracht.
Gruss
CJ
PS.: hier ein Link der die Beteiligung sehr ausführlich erklärt.
http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_South_Africa_(1910-194
joubertpark
Hallo Siegfried,hast recht-es waren internierungslager -und danke für die Übersetzung. Gruß aus einen verregneten Berlin B.