Mugabe macht es wieder

Klipdrift
DPA - Sonntag, 9. Dezember, 16:17 UhrLissabon (dpa) - Mit scharfen Worten hat sich Simbabwes Präsident Robert Mugabe beim EU-Afrika-Gipfel gegen den europäischen Vorwurf der Menschenrechtsverletzungen in seinem Land gewehrt. Diese Kritik zeuge von der «Arroganz» einer «Viererbande» aus Deutschland, Dänemark, Schweden und den Niederlanden.

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Das sagte Mugabe am Sonntag in Lissabon nach Diplomatenangaben. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich am ersten Gipfeltag nachdrücklich für die Einhaltung der Menschenrechte eingesetzt und für eine bessere Regierungsführung in Simbabwe geworben. Andere EU-Regierungschefs unterstützten sie.

«Europa hat gesagt, es habe wegen Simbabwe so lange keinen EU-Afrika-Gipfel gegeben. Das sehe ich anders: Es war wegen der Arroganz auf Seiten der EU», sagte Mugabe. Die Kritik der vier EU-Staaten stehe im Widerspruch zu Erkenntnissen, die die südafrikanische Staatengemeinschaft SADC und die AU habe. «Glaubt die deutsche Kanzlerin wirklich, dass sie Simbabwe besser kennt als die SADC und die AU?», rief Mugabe.

Er warf seinen Kritikern vor, sie verträten lediglich die Meinung des Premierministers der früheren Kolonialmacht Großbritannien, Gordon Brown. Dieser hatte das Treffen wegen der Anwesenheit Mugabes boykottiert. «Warum war Großbritannien nicht hier? Weil Brown seine Sprecher mit Megafonen hat, die nicht mit ihrem eigenen Herzen reden, sondern sagten, was Downing Street 10 gefällt», sagte Mugabe. «Die Kolonialmächte manipulieren uns ständig und wollen die Regierung ändern. Aber wir sagen Nein. Wir haben das Recht, über unsere eigene Zukunft zu entscheiden. Wir werden nie wieder eine Kolonie sein.»

«Wir haben nicht schon seit 100 Jahren eine Demokratie», sagte Mugabe den Angaben zufolge. «Wir haben für Demokratie in unserem Land gekämpft». Merkel war bei Mugabes Rede nicht im Sitzungssaal. «Das, was ich gesagt habe, das steht in diesem Zusammenhang fest», sagte Merkel. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana betonte in der Gipfelrunde, Merkel habe für die europäischen Staaten insgesamt gesprochen.
Klipdrift
EKLAT IN LISSABON
Afrika-Gipfel endet im Streit, Mugabe wettert gegen Merkel und "Viererbande"
Mehrere afrikanische Präsidenten polterten gegen die Bundeskanzlerin, andere waren erbost über das vorgeschlagene Handelsabkommen. Heftiger Streit prägte den EU-Afrika-Gipfel in Lissabon, Diktator Mugabe warf Deutschland Arroganz vor.

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Lissabon - Zunächst schien Robert Mugabe die Rede der Bundeskanzlerin einen Tag lang zu ignorieren. Kaum hatte Angela Merkel aber am Sonntag den Konferenzsaal verlassen, um mit Journalisten zu sprechen, da leistete sich Simbabwes Präsident in Lissabon einen Wutausbruch.

Die Kritik an seinem Land zeuge von der "Arroganz" einer "Viererbande" aus Deutschland, Dänemark, Schweden und den Niederlanden, polterte Mugabe am Sonntag. So berichteten Diplomaten in Portugals Hauptstadt, dem Austragungsort der hochkarätigen Konferenz von rund 70 Staats- und Regierungschefs.

Mugabes Zorn richtete sich vor allem gegen die Kanzlerin. Merkel hatte am ersten Tag des EU-Afrika-Gipfels das Unrecht in Simbabwe angeprangert und sich nachdrücklich für die Einhaltung der Menschenrechte eingesetzt. (mehr...) Mehrere EU-Regierungschefs unterstützten daraufhin die deutsche Politikerin.


REUTERS
Simbabwes Präsident Mugabe: "Arroganz" einer "Viererbande"
Der 83-Jährige Mugabe reagierte gereizt, wie es aus Diplomatenkreisen weiter hieß und erklärte: "Wir haben nicht schon seit 100 Jahren eine Demokratie." In seinem Land habe man für Demokratie gekämpft. Die Simbabwer hätten den britischen Kolonialherren zeigen müssen, was das für sie bedeute, so Mugabe.

Die Kanzlerin reagierte gelassen. Vor Journalisten sagte sie: "Mugabe hat wohl gerade gesprochen. Das, was ich gesagt habe, das steht in diesem Zusammenhang fest." Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana betonte in der Gipfelrunde, Merkel habe für die europäischen Staaten insgesamt gesprochen.

Trotz der lauten Töne vereinbarten die versammelten Spitzenpolitiker am Sonntag nach teils heftigen Debatten eine Partnerschaft. In einer neuen sogenannten "Gemeinsamen Strategie" sichert die EU den Afrikanern dauerhafte Unterstützung von deren Friedenseinsätzen zu. In der Außenpolitik will man sich besser abstimmen und im Kampf gegen Menschenhandel, Terrorismus und Drogenhandel enger zusammenarbeiten. Hilfe bietet die EU bei der Ausbildung von Justizpersonal und Polizisten an.

"Wichtig ist, dass wir uns auf Augenhöhe mit einem neuen Geist begegnen", sagte der derzeitige EU-Ratsvorsitzende José Socrates. Er sprach von einem Gipfel ohne Tabus.

Afrikaner wollen Handelsabkommen platzen lassen

Das war die diplomatische Umschreibung für eine außergewöhnlich kontrovers geführte Konferenz. Nicht nur der Umgang mit Menschenrechten hatte für Verstimmung gesorgt. Mehrere Staaten Afrikas kündigten an, das Ökonomische Partnerschaftsabkommen (EPA) mit der EU nicht unterzeichnen zu wollen, eigentlich ein zentrales Ziel des Treffens.




Foto: REUTERS

Video: Reuters
Senegals Präsident Abdoulaye Wade erklärte kurz und bündig: "Für uns ist es aus". Nicht nur sein Land, auch andere afrikanische Staaten wollen ein seit fünf Jahren vorbereitetes Freihandelsabkommen mit der EU platzen lassen. Südafrikas Präsident Thabo Mbeki erklärte ebenfalls, er wolle das EPA nicht unterzeichnen.

Damit ist eines der wichtigen Ziele des Lissabon-Gipfels gescheitert. Die EU hatte den 78 Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten) den Abschluss von EPAs vorgeschlagen, nachdem die Welthandelsorganisation WTO bereits im Jahr 2000 die derzeitige Regelung für illegal erklärte und eine Frist bis 2007 setzte. Bisher gibt es in der EU für Importe aus den AKP-Staaten keine Zölle und keine Mengenbeschränkungen. Die WTO fordert Gegenleistungen der AKP-Staaten, damit andere Länder nicht benachteiligt werden.

"Wir müssen die Nerven behalten"

EU-Entwicklungskommissar Louis Michel verteidigte die vorgeschlagenen Abkommen. Sie sähen vor, dass die AKP-Staaten keineswegs alle Märkte für Exporte der EU öffnen müssen. Außerdem seien Übergangsfristen von bis zu 20 Jahren geplant. Eine Überschwemmung der AKP-Märkte mit billigen EU-Gütern drohe nicht. Auch Merkel wollte die Ablehnung aber nicht als Eklat werten. "Die afrikanischen Staaten haben zum Teil sehr unterschiedliche Meinungen", sagte sie. "Wir müssen die Nerven behalten, weiter verhandeln."

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte an, die Verhandlungen im kommenden Jahr fortzusetzen. Das EPA soll das bisherige Cotonou-Abkommen ersetzen, das am 1. Januar 2008 ausläuft. Es regelt die Erhebung von Zöllen für Importe aus Afrika in die EU. Zudem soll es den Handel unter den afrikanischen Staaten liberalisieren. Ohne ein Abkommen würden vor allem die erfolgreichen Staaten erhebliche Einbußen verzeichnen, weil der Handel unterbrochen werden müsse, betonte Barroso. Man bemühe sich deswegen um Interimsabkommen mit den am meisten betroffenen Staaten.

Die Absage einiger Staaten in Lissabon soll offenbar den Druck auf Europa erhöhen. Für die EU wird der Kontinent zunehmend als Wirtschafts- und Handelspartner interessant. Denn Afrika erzielt seit mehreren Jahren Wachstumsraten von über fünf Prozent.

Empörung über Merkels Kritik

Merkels Kritik am Regierungsstil in Simbabwe erzürnte etliche der anwesenden afrikanischen Politiker. Das eigentliche Gipfelziel, der Aufbau einer "strategischen Partnerschaft", rückte am Samstag, am ersten Tag des als historisch angekündigten Treffens, erst einmal in den Hintergrund. Am deutlichsten wies der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade die Kritik der Bundeskanzlerin zurück.

Zwar schätze er Merkels Eingangsrede beim EU-Afrika-Gipfel, ihre Kritik beruhe jedoch auf "ungenauen" Informationen, sagte Wade anschließend auf einer Pressekonferenz. "Wer kann heute sagen, dass die Menschenrechte in Simbabwe stärker verletzt werden als in anderen afrikanischen Ländern?", fragte Wade. "Leider sind die im Westen verbreiteten Informationen falsch. Alles was berichtet wird, ist falsch, ist nicht wahr", fügte der senegalesische Staatschef hinzu.

Auch der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki, der in Simbabwe zwischen Regierung und Opposition vermittelt, machte deutlich, dass er Merkels Vorstoß für fehl am Platz halte. Er warf der Kanzlerin realitätsfremde Ansichten über die Situation in der ehemaligen britischen Kolonie vor: "Wovon reden Sie? Die Dinge entwickeln sich."
Daniel
Klingt für mich so, als hätte unsere Kanzlerin genau das gesagt, was diese vollgefressenen afrikanischen Knallköppe verdient haben großes Grinsen .

Wobei ich an ihrer Stelle diese Karnevalsveranstaltung allerdings gar nicht erst besucht hätte ... Augen rollen
Boerewors
Ih finde diese Konferenz hat gezeigt, dass Zimbabwe kein Zimbabwe Problem mehr ist, sondern ein afrikanisches.
Was der President von Senegal und Mugabe selber, im Prinzip in alle Welt rausposaunt haben, ist:" hoert alle her, wir kriegen nix auf die Reihe, aber ihr seid schuld und sagt uns nicht was wir zu tun haben".
Afrika Quo Vadis?
joubertpark
Moin Wors.
Quo Vadis Afrique?

Ich sehe schwarz, B.
Lothar
Zim hotel rates up 400%

Thu, 06 Mar 2008

Zimbabwe's National Incomes and Pricing Commission has approved a 400 percent
increase in hospitality industry rates, the state-controlled Herald said on Thursday.

The commission was seeking to stop unstructured price increases that had become
increasingly evident in the sector, the newspaper said.

The new rates would see breakfast in a five and four-star hotel in the city
centre rising to Z$220-million from Z$55-million while the same meal now
costs Z$264-million from Z$66-million in resort areas.

The cost of lunch and dinner within a five star city hotel was hiked from
Z$25-million per meal to Z$100-million and Z$120-million from Z$30-million
in resort areas.

A single room in a five star hotel now costs Z$280-million while the price
of a double bed rose to Z$340-million.

The cost of a single bed and breakfast in a one star hotel was pegged at
Z$175-million, the Herald said.

The move was made after discoveries that the sector had been charging
"astronomic" rates — way above those approved in December.

The move was also in line with the expected boom in the number of tourists
expected to visit the country for 2010 World soccer matches to be held in SA,
the Herald said.
Klipdrift
da habe ich doch das richtige Foto zu dem Thema gefunden....

Boerewors
Es werden jetzt Tips angenommen, wer die Wahl in Zim gewinnt. Der Sieger der von der unabhaengigen Jury ( ich ) bestimmt wird, bekommt 2kg Altbrot geschenkt. Einsendeschluss ist gestern. Der Sieger darf seinen Preis jederzeit in den Muelleimer stecken großes Grinsen .
Viel Glueck
Boerewors
Klipdrift
DPA - vor 2 Stunden 36 MinutenJohannesburg/Harare (dpa) - Auch vier Tage nach den Wahlen in Simbabwe ist das Ergebnis des Urnengangs und das Schicksal des immer stärker unter Druck geratenden Präsidenten Robert Mugabe weiter ungewiss. Auch im Ausland wird der Ruf nach einem Regierungswechsel lauter.

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«Es ist klar, dass das Volk von Simbabwe für den Wandel gestimmt hat», sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Gordon Johndroe, am Dienstag in Washington. Zugleich forderte er

eine rasche Verkündung des Wahlergebnisses. Gerüchte, wonach Vertreter der Regierungspartei ZANU(PF) bereits mit der Opposition über einen Rücktritt des 84-jährigen Staatschefs verhandeln, wurden jedoch sowohl von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai als auch von Regierungsseite dementiert.

Auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend, seiner ersten seit der Wahl, unterstrich Tsvangirai, er habe von den Wählern ein klares Mandat für einen Wechsel erhalten: «Die Wähler haben am Samstag für den Wandel und für einen Neuanfang gestimmt.» Spekulationen über bereits laufende Verhandlungen zwischen seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) mit der Regierung wies er aber zurück. «Auf keinem Fall wird die MDC sich auf irgendeinen Handel einlassen, bevor die ZEC (Wahlkommission) wirklich das Ergebnis verkündet hat». «Es gibt keinen Handel, es gibt keinen Bedarf für einen Handel», sagte auch der stellvertretende simbabwische Informationsminister Bright Matonga der BBC.

Der britische Sender hatte zuvor unter Berufung auf MDC-Kreise von ersten Verhandlungen berichtet. Auch der Deutschen Presse-Agentur dpa wurden aus Simbabwe Gespräche zwischen Mugabes ZANU(PF) und Tsvangirais MDC bestätigt, an denen auch Vertreter des Militärs teilgenommen haben sollen. Wie die BBC meldete, stünden beide Seiten kurz vor einer Übereinkunft, nach der Mugabe zurücktreten werde. Gerüchte über eine für Dienstagabend geplante Fernsehansprache Mugabes heizten die Spekulationen in dem krisengeschüttelten Land zusätzlich an.

Unterdessen ging das Warten auf die offizielle Verkündung der Ergebnisse der Präsidentenwahl weiter. Nach inoffiziellen Berechnungen liegt Tsvangirai mit 49,2 Prozent klar vor Mugabe, der auf 41,8 Prozent der Stimmen kommt. Für den dritten Kandidaten, den früheren Finanzminister Simba Makoni, stimmten demnach 8,2 Prozent der Wähler. Die Wahlkommission müsse die inoffiziellen Ergebnisse über einen Sieg der Opposition anerkennen, forderte die US-Regierung angesichts der schleppenden Auszählung der Wahlergebnisse. Sollten sich die Zahlen so bestätigen, müssten Tsvangirai und Mugabe sich einer Stichwahl stellen, da keiner von beiden die nötige 50-Prozent- Mehrheit erreicht hätte.

Bei der Parlamentswahl liegt die ZANU(PF) nach den nur langsam veröffentlichten offiziellen Ergebnissen nach Auszählung von 130 der 210 Wahlkreise mit 63 Mandaten knapp in Führung. Die MDC kommt demnach bisher auf 62 Mandate, die MDC-Splitterfraktion von Arthur Mutambara auf 5 Sitze.

Die schleppende Auszählung gab Befürchtungen über massive Fälschungen weiteren Auftrieb. In der Hauptstadt Harare war die Stimmung am Dienstag angespannt. Im Nachbarland Südafrika äußerten sich Politiker und Medien zunehmend besorgt über die Gefahr eines Gewaltausbruchs unter aufgebrachten Simbabwern, die unter der schlimmsten Wirtschaftskrise in der Geschichte des Landes leiden.
Klipdrift
OHNE WORTE

Lothar
ist das nicht toll?
Es gibt in Afrika immer unerwarteten Karneval!
Wolle mer ihn reinlosse?
joubertpark
Bring in the Clowns- dont bother they here.

Helau und Alaaaaf. B.
Klipdrift
ja selbst die Bettler machen sich enen Jux raus was in Zim abgeht.. heute Morgen an der Ampel, einer mit einem Schild:

"Please help, my Donkey eat Robert Mugabes favorite chicken and is in jail now, I need money to bail him out"