alexisan
Hallo,
da ab 2009 die Abgeltungssteuer in Dtl. kommt und auch sonst die Geldanlage in Deutschland immer unattraktiver wird (Stichwort Freitbetrag) habe ich mir überlegt Geld in SA anzulegen. Ich werde ab März 13 Monate in EL sein. Da ich sowieso ein Konto einrichten muss; Gibt es Banken mit risikoarmen Angeboten zu Tages, - oder Festgeld?
Danke, für die Tipps, Alex
Lothar
bei der FNB kannst du ein Money Market Account führen. Je mehr du dort auf dem Konto hast, umso höher die Zinsen. Ich glaube der Mindestzins beträgt
ca. 7%. Due kannst über das Geld jederzeit verfügen, kannst aber keine
Barabhebungen machen. D.h. du mußt ein 2. Konto (Giro oder ähnliches)
haben, auf dem du das geld per ATM überweist und dann von dem Konto abheben.
alexisan
Na das ist ja zu schön um wahr zu sein. Wo ist das der Haken ?? ;o)
Wie sieht es mit einem Steuerfreibetrag aus? Oder zahlt man überhaupt Steuern auf die Erlöse?
Gruß, Alex
Lothar
kein Hacken. Die Zinssteuer wird automatisch ans Finanzamt weitergeleitet,
auch wenn du nicht steuerlich gemeldet bist.
alexisan
ab 10.000 € - 9,4% ist ja unglaublich! Und wieviel Steuer fällt dann an? (ca.)
- und wie kann ich im besten Fall das Geld nach Kontoeröffnung transferieren? (Dtl. --> SA)
- Wie sieht der Rücktransfer nach Dtl. aus? (Habe gehört, dass nur ein gewisser Betrag ausgeführt werden kann/darf)
Vielen Dank für die Infos! Alex
Lothar
wenn du nach 13 Monaten wieder nach D zurückkehrst, sollte es kein Prtoblem geben das Geld auch wieder zurück transferieren zu dürfen.
Frag mal bei SARS (Finanzamt) nach.
alexisan
kannst Du Dir vorstellen wie sich die FNB solche Zinsen leisten kann?
Johannes
| Zitat: |
Original von Lothar
kein Hacken. Die Zinssteuer wird automatisch ans Finanzamt weitergeleitet,
auch wenn du nicht steuerlich gemeldet bist. |
Das ist so nicht richtig...
Mein Onkel hat ein non-resident account als Tourist angelegt und es wird KEINE Zinssteuer abgeführt - schon gar nicht automatisch! Non-Residents führen keine Zinssteuern ab. Entsprechende Hinweise findet man auch in den diversen (z.B. Immigrations-) Wirtschaftsbüchern zu Südafrika.
Der Zinsgewinn muss aber in Deutschland angegeben und versteuert werden - Stichwort: Welteinkommensprinzip. Es besteht ein Doppelsteuerabkommen mit Südafrika.
Der grosse Haken bei Geldanlagen in Südafrika ist der drohende Kursverlust gegenüber dem Euro, der in den letzten 2 Jahren deutlich höher war als jeder Zinsgewinn. Und auf abgsehbare Zeit wird das eher noch schlimmer - insbesondere durch das hohe Aussenhandelsdefizit und der hohen Inflationsrate und dem "Zuma-Effekt"...
Und 9% oder 10% Zinsen sind keine Sensation, denn die Inflationsrate liegt nur knapp darunter. Und wie in Deutschland auch, ist die reale Inflation deutlich höher als die statistisch berechnete... Lebensmittelpreise kommen z.B. auf locker 20% (und bei Fleisch auch deutlich mehr) Preissteigerung...
Ich würde mir das alles sehr gut überlegen...
Grüsse: Jo
alexisan
nun das trübt ja die erste Euphorie, was ist mit dem Zuma-Effekt zu verstehen? Hab auf die Schnelle nichts bei google gefunden. LG,Alex
uxolo
| Zitat: |
Original von alexisan
kannst Du Dir vorstellen wie sich die FNB solche Zinsen leisten kann? |
durch die Kontoführungsgebühren von nonresidents. (Spässle)
Siegfried
| Zitat: |
Original von alexisan
....... was ist mit dem Zuma-Effekt zu verstehen? Hab auf die Schnelle nichts bei google gefunden. LG,Alex |
Der Zumaeffekt sollte eigentlich richtigerweise als Zunamieffekt, sprich Tsunamieffekt, bezeichnet werden
Seit ca 2 Wochen besteht in Südafrika die Befürchtung, dass bestimmte Ereignisse dazu führen könnten, dass eine plötzliche Flut von ungeahnten ausmassen das Land überfluten könnte und das gesamte Geld total aufweichen wuerde.
Siggi
joubertpark
Hallo Siegfried alter Haudegen,lange nicht gelesen im Forum. Gehts dir gut-? ich hoffe doch.
Das mit Geld anlegen in SA. würde ich mir auch gründlich überlegen-aber da ich keins habe-brauche ich nicht zu überlegen!
Siegfried ich wünsche dir ein Gesundes Neues Jahr alles gute B. aus B.
Lothar
das mit den hohen Zinsen kommt wohl daher, das wohl wenige Südafrikaner geld beiseite legen, schon gar nicht größere Beträge. Die meisten sind Hals über Kopf verschuldet.
@Johannes
seit wann können Non-Residence ein Konto führen? Ist das neu? Oder ab-
hängig von der Bank?
Grundsätzlich ist eine Geldanlage im Ausland in einer anderen Währung immer
spekulativ und beinhaltet ein Risiko. Wenn man aber einmal genau rechnet,
kann man einen guten Reibach machen. Wenn man 10.000 Euro investiert in
Deutschland, wieviel % Zinsen gibt es dann? Investierst du diese 10.000 Euro
in SA in Rand (=100.000) bei 9%, was hast du nach einem Jahr raus?
Macht 9.000 Rand, umgerechnet 900 Euro.
Die Kursverluste kann man auch ganz getrost berücksichtigen, da der Rand in den letzten Jahren verhältnismäßig stabil war (immer zwischen 9 und 10).
Niemand sagt, das du bei einem scjhlechten Kurs das geld wieder zurück-
transferieren mußt.
Über Zuma würd ich mich keine Sorgen machen, Politik und Wirtschaft sind
2 Paar Schuhe. Da sehe ich für die nächsten Jahre kein Problem.
Außerdem ist er noch nicht präsident, lediglich Präsident des ANC´s.
alexisan
ich denke auch, dass hier einfach genau gerechnet werden muss. In Deutschland bekommst Du heute 4 - 5 % aufs Tagesgeld.
In SA wäre das dann für angenommene 10.000€ das doppelte. Dann fallen, so wie ich's verstanden habe, keine Steuern an und es gibt keinen Steuerfreitbetrag (800 € für Einzelpersonen in Dtl.).
Es ist also so lang das Geld in SA unangetastet bleibt (man damit also nicht einkaufen geht / Inflation) recht lukrativ. Nur der Rücktransfer beinhaltet das größte Risiko...Ist die Frage, ob das Konto auch bestehen kann wenn man wieder zurück in Dtl. ist...
Grüße, Alex
Johannes
| Zitat: |
Original von Lothar
@Johannes
seit wann können Non-Residence ein Konto führen? Ist das neu? Oder abhängig von der Bank? |
Hallo Lothar,
soviel ich weiss, bietet das jede Bank auf Nachfrage - viele gehen zur Nedbank, da es dort eine deutschsprachige Betreuerin speziell für deutsche Kunden gibt.
Über Konditionen gibts hier eine ausführliche Infos:
http://www.nedbank.co.za/website/content...4&ProductID=376
Grüsse: Johannes

Lothar
danke für den Tip, Johannes. bei der Nedbank hatte ich in den achziger
Jahren mal ein Konto. Mit der bank ließ sich über die deutsche
Volksbank problemlos geld transferieren. Bei der Absa Bank ist das als Ausländer, auch mit permanent Residenz gar nicht so einfach, oder die haben
keinen Bock drauf. Dort habe ich nach kurzer zeit auch mein Konto wieder
geschlossen. Fahre ganz gut mit der FNB.
alexisan
ich bin bei der comdirect Bank. Ein Transfer nach SA würde mich ca. 50€ kosten. Wieviel nehmen die SA-Banken für den Weg zurück? ca.?
Lothar
wenn du wieder in Deutschland bist, mache dann mit der Bank in SA
sicher, das die das Konto nicht schliessen. Wenn du nämlich innerhalb
eines gwissen Zeitrauums keine Transaktionen auf deinem konto durchführst,
schreiben die dich an nach dem Motto, warum du ein konto hast aber
dort keine Transktionen mehr stattfinden.
Andere Länder, andere Sitten.
Ein weitere Vorteil wenn du dort ein gutes Cashkonto hast ist der, das du, wenn du dir z.Bsp. ein Auto kaufen willst, cash bezahlen kannst, da kannst
du bei den Händlern unheimlich auf den preis drücken. Ich hab das mal gemacht, habe verschiedene Händler angerufen und konnte so locker
5.000 Rand sparen (Neuwagen)
Lothar
50 Euro gebühren für 10.000 Euro? Das ist viel, bei der Postbank zahl ich
11.50 für 12.500 (Höchstsumme bei Transfers ins nicht europäische Ausland).
Wenn du dort unten ein Konto hast, kannst du dir das geld doch per Internet
überweisen, als ganz normale Auslandsüberweisung (ohne Swiftcode), ganz
einfach deine Kontonummer und Branchencode der Bank angeben.
alexisan
hab gerade diese Antwort von meiner Bank erhalten:
Auslandsüberweisungen zu Lasten Ihres Girokontos können Sie wie folgt vornehmen:
- telefonisch über die Kundenbetreuung bis EUR 12.500 pro Tag
- per Fax bis EUR 250 pro Tag
- auf postalischem Wege (Originalauftrag) ohne Betragsgrenze
Auslandsüberweisungen (in Länder außerhalb der EU) sind via Online Banking nicht möglich. Aufträge per E-Mail können wir aufgrund fehlender Legitimation nicht akzeptieren.
Gebühren
---------------
- Überweisungen in das außereuropäische Ausland, EWR-Staaten und Europa (wenn die Voraussetzungen zur EU-Standard-Überweisung nicht erfüllt sind):
- bis EUR 5.000,00 = EUR 7,67
- mehr als EUR 5.000,00 = 0,15 % des Auftrags-Betrages, maximal EUR 51,13
ist Richtig: bei 10.000 € wären es dann auch "nur" 19€...