Küssen verboten

Josef Lentes
Der nachfolgende Bericht war am 09.01.2008 im Trierischen Volksfreund zu lesen.

Südafrikas Teenager knutschen gegen Kussverbot
Von Ralf E. Krüger, dpa

Südafrikas Teenager proben den Aufstand. Denn für sie heißt es seit Ende vergangenen Jahres: Schmusen und Küssen verboten. Auch wenn beide es wollen - solange sie noch keine 16 Jahre alt sind, gilt ein neues Kussverbot.

In dem Kap-Staat, der zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 die vorübergehende Legalisierung der Prostitution für die WM-Besucher erwägt, drohen strenge Sitten. Deswegen haben die Betroffenen aus Protest den Januar zum inoffiziellen «Nationalen Kuss-Monat» erklärt. Überall im Lande soll samstags auf Massenveranstaltungen drauf los geknutscht werden.

Den Auftakt des landesweiten Massenküssens gab es in Johannesburg. Bei gedämpftem Licht fielen sich mehrere Dutzend minderjähriger Paare auf einer Eisbahn im Stadtteil Northgate in die Arme. Der Start war bescheiden, doch der Protest soll das gesamte Land erfassen. Organisiert wird die Aktion seit drei Wochen im Internet.

Frances Murray heißt die 14 Jahre alte Schöpferin der facebook-Gruppe «Everyone against the new kissing law» (Jeder gegen das neue Kuss-Gesetz), die nach Angaben der Zeitung «The Citizen» bereits 15 000 Mitglieder zählt. Mit Blick auf das umstrittene Gesetz sagt Murray: «Lasst uns zusammen dieses Gesetz stoppen! Es nimmt uns die Freiheit der Wahl und ist gegen unsere Menschenrechte. Ich bin nicht für frühzeitigen Sex, aber was ist falsch an Leidenschaft?»

Während die Nation mit dem dramatischen Kongress der Regierungspartei Afrikanischer National-Kongress (ANC) beschäftigt war, ist der «Sexual Offences Act» mehr oder weniger unbemerkt in Kraft getreten. Er richtet sich gegen den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und soll auch die verbreiteten Teenager- Schwangerschaften vermeiden helfen. Einige der Bestimmungen - wie etwa die Ergänzung der strafrechtlichen Definition der Vergewaltigung um die Gewalt gegen Männer - wurden allgemein begrüßt. Jedes Jahr werden in Südafrika mehr als 50 000 Vergewaltigungen angezeigt - die Dunkelziffer ist vermutlich doppelt so hoch.

Mehrere Organisationen kritisierten die harte Haltung gegen Teenagerflirts als lächerlich - vom Küssen werde man schließlich nicht schwanger. Der Kuss-Protest auf der Eisbahn in Johannesburg war von den Medien mit großem Interesse verfolgt worden. Die Behörden verzichteten auf eine Strafandrohung - was die jungen Schmuse-Protestler als ersten Erfolg ihrer Aktion werteten.

Ob das auch für Touristen gilt?
Josef Lentes
Bereits am 05.01.2008 war im Trierischen Volksfreund ein Artikel über das Kußverbot.
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joubertpark
Hallo josef- bist du zum Islam konvertiert???

Es heißt- Gott erschuf die Zeit...usw...Allah ist zwar auch ein Gott-aber nicht der unsere- der Deutschen, Grüß B.
Boerewors
Hier herscht halt noch Zucht und Ordnung!
Jawoll !!!