Unterwegs im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark

Kalahari
Hallo zusammen,

meine Frau und ich werden Ende Juni 2008 vier Tage lang den Kgalagadi Transfrontier Nationalpark erkunden. Es war allerdings schon im November 2007 schwer, noch Unterkünfte zu ergattern. Unsere Route sieht nun folgendermaßen aus: 1. Nacht Upington - 2. Nacht Kieliekrankie Wilderness Camp - 3. Nacht Bitterpan - 4. Nacht Kalahari Tended Camp - 5. Nacht Kieliekrankie Wilderness Camp - 6. Nacht Upington. Als Fahrzeug haben wir uns in Upington einen Toyota Hilux (Double Cab) gebucht. Ich denke, die Strecke Kieliekrankie - Bitterpan wird uns einiges abverlangen, aber leider war es aufgrund der noch freien Unterkünfte nicht möglich, noch eine Nacht in Nossob einzuschieben.

Da wir eine solche Tour zum ersten Mal machen, haben wir doch einige Fragen. Zum einen habe ich schon gehört und gelesen, dass man auf den Sandpisten im Park den Luftdruck der Reifen reduzieren sollte. Gibt es in Twee Rivieren die Möglichkeit, kurz vor Verlassen des Parks wieder den Luftdruck zu erhöhen?
Ich habe auch gelesen, dass man Trinkwasser und Brennholz bereits in Upington kaufen sollte. Wieviel Trinkwasser sollten wir für unseren Trip pro Tag einplanen und wieviel Brennholz müssten wir in etwa kaufen?
Wie schon erwähnt, machen wir so einen Trip zum allerersten Mal. In einem Guesthouse habe ich elektrischen Strom, Licht, Dusche, WC. Auf was muss ich mich in den Camps im Park einstellen, brauche ich z.B. eine Campinglampe oder gibt es vorort Petroleum-Lampen. Sollten wir eine Kühlbox mitnehmen, wenn ja, wo kann man soetwas mieten?
Tja, Fragen über Fragen, aber wir möchten halt gut vorbereitet sein.

Vielen Dank schon im Voraus.

Grüße
Marco
Baggi
Hallo Marco,

da Ihr im Winter unterwegs seid, ist der Wasserverbrauch nicht so hoch. Trinkwasser fuer Euch 2 wuerde ich ca. 5 bis 6 ltr. pro Tag rechnen + Wasser fuer Kaffee und Kochen. Brennholz? Kommt drauf an, wie oft Ihr grillen wollt Augenzwinkern 4 Saecke Hartholz sollten reichen.
(Achtung: im Juni wird's in der Kalahari nachts empfindlich kalt!)

Bei einem 4x4 sollte es nicht notwendig sein, den Reifendruck zu verringern. Solch weichen Tiefsand gibts dort nicht - in Mauretanien fahren die Einheimischen mit normalen PKW's durch die Sandwueste. Es ist eher eine Frage der Fahrtechnik.
Eine Schaufel sollte an Bord sein! Wenn's ganz haarig wird, Sandbleche. Aber wie gesagt - in der Gegend sollte es ohne klappen.

Welche Ausstattung habt Ihr denn in Eurem Hilux? Campingausbau oder nur das reine Fahrzeug? Bietet der Verleiher kein Equipment an? Kuehlbox waer schon nicht schlecht - besonders, da Ihr 4 Tage unterwegs seid.

Baggi
Klipdrift
Hi Marco.. also die grossen Camps haben tankstellen, also kann man den Luftdruck erhoehen, aber ihr bracuht wohl nicht diesen runterlassen, bei nem 4x4 es sei denn der Sand nicht sehr weich ist, aber das kann man vor Ort entscheiden, wichtig ist halt wenn Ihr euch festfahren solltet den druck runterlassen. Wuerde an eurer versuchen ueber euren Aurovermieter, der in der Region wohl auch camping zuebehoer vermietet ne Kuehlbax mitzubuchen. In Sachen Wasser wuerde ich mit 10 Litern pro Tag rechnen.. die Tempareturen sind Tags heiiiiiiissssss.... kreigt man aber acuh in den grossen Camps und Holz und Kohle auch ansonsten 2 Bags each..

PS ich will mit...
Kalahari
Hallo,

vielen Dank für Eure ausführlichen Informationen. Diese sind echt hilfreich für uns.
Unser Auto wird ein Hilux ohne Campingaufbau sein. Was der Vermieter an Equipment anbietet, weiss ich nicht. Darüber habe ich mich noch nicht informiert.

Grüße
Marco
SpiderSpace
Wir waren letztes Jahr Anfang Dezember in Bitterpan und im Kalahri Tented Camp. Beide wunderschön - Bitterpan hat mir noch besser gefallen. Die Strecke von Nossob nach Bitterpan und von dort zum Kalahrin Tented Camp ist sehr sandig und hügelig, aber mit Eurem Toyota macht das Ganze sicher Spass (es täte aber auch ein Isuzu oder Nissan - Hauptsache Allrad)!. Mit Schwund die Hüpel rauf und langsam wieder runter - nur nicht beim Hochfahren bremsen (ist eine Einbahnstrasse - es sollte also kein Gegenverkehr kommen - SOLLTE!)! Wir sind mit dem "normalen" Allradantrieb gut durchgekommen. Wir haben allerdings den Luftdruck absenken lassen (in Nossob oder auch schon in Twee Rivieren an der Tanke kein Problem) und beim Verlassen des Parks wieder aufpumpen lassen. Bitterpan und Kalahri Tented Camp sind mit Kühlschränken ausgerüstet - wir haben uns mit einer einfachen Kühlbox, die mit Eis bzw. gefrorenen Flaschen gekühlt wurde, gut helfen können. Taschenlampen sind auf jeden Fall hilfreich - ansonsten sind gut ausgestattete Küchen und Toiletten vorhanden. Brennholz und Lebensmittel könnt ihr (zumindest in Twee Rivieren) im Park kaufen, aber ich würde alles in Upington im Supermarkt holen. Ihr braucht kein Brennholz - ist aber natürlich toll - so ein Feuerchen in der Wüste.