Lage am Kap

Julia77
guten morgen zusammen!
habe soeben u.s. artikel entdeckt und mich würde es interessieren, wie ihr- die in SA leben - die politische lage dort einschätzt und miterlebt. hier bekommt man ja nicht allzu viel mit, nur ab und an sickern irgendwelche horrormeldungen durch. ich bin ja grundsätzlich kein pessimist, aber die nachrichten, die in den letzten monaten durchkommen, sind in meinen augen verdammt übel...


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,570459,00.html


viele grüße
julia
Klaus_D
Hallo Julia,

danke für den Hinweis auf den Artikel. Habe mal sämtliche Stellungnahmen gelesen.
Ist es nun wirklich so, dass Dr. Günsche überteibt? Sind die negativen Kommentare von den "Einheimischen" einseitig ? Verwunderlich ist, dass kein einziger positiver Beitrag zu finden ist.

Mann oh mann ist das schwierig. Ich trage mich mit dem Gedanken nach SA auszuwandern und meine letzten Jährchen - mögen es noch viele sein - dort in Ruhe - unbelastet von deutscher Poliktik mit all ihren Facetten für die Zukunft - zu verbringen. Da sind solche Berichte natürlich eher demotivierend.

Gibt es denn niemanden, der noch positiv in die SA-Zukunft schaut ??
Cumulus
Hallo,

wir haben bereits die Tickets für einen 3-monatigen Aufenthalt in SA im Schrank liegen und verfolgen schon seid Wochen die politische Situation in SA mit Unbehagen. Der von Julia als Link zur Verfügung gestellte Artikel trägt auch nicht gerade zur Beruhigung bei.

Wir sind daher - genau wie Julia - gespannt, wie Ihr die Situation vor Ort beurteilt.

Wir werden Anfang Nov. in CT eintreffen und dann die restliche Zeit in der Nähe von Gariep Dam verbringen - unterbrochen von Trips durch das Land.

Sind die Mietautos in SA gekennzeichnet , d.h. kann man an der Autonummer erkennen, dass es sich um ein Leihauto handelt ? Dies wäre wegen der hohen Kriminalität nicht vorteilhaft.

So long
Cumulus
Jens
ich hab diesen Artikel im Spiegel gelesen musste einfach was dazu schreiben: Gedanken zu einem Artikel im Spiegel
Tom
Hallo Jens,

sehr schoen geantwortet! Vielleicht noch an alle, die ueberlegen nach SA auszuwandern:

Macht es einfach, jetzt und sofort. Ihr seid deutsche Staatsbuerger, d.h. im worst case setzt ihr euch in einen Flieger und seit 12h spaeter in Deutschland mit all seinen Absicherungen.

Wer jetzt sagt, dass er aber alles verlieren koennte(finanziell gesehen) dem Rate ich: Bleib lieber in Deutschland, Afrika ist nichts fuer Dich.

Gruss

Tom
Cumulus
Hallo Jens,

sehr aufschlußreiche Gedanken und nachvollziehbare Vergleiche.

Danke Cumulus
Klaus_D
Hallo Jens,

ganz herzlichen Dank für die sehr nachvollziehbaren Gedanken und Vergleiche.

Es ist wirklich sehr erfrischend nach all der Unkerei und einseitiger Betrachtung
mal wieder etwas Positives und Relativierendes zu lesen.

Erfahrung gegen Stammtisch. smile ! !

-
Kongo-Otto
Typen wie dieser Jens von Wichtigtuer mit ihrem undifferenzierten, realitätsfernen Gutmenschengeschwätz waren für mich einer der Gründe, der kollektiv verblödenden bundesrepublikanischen Gesellschaft den Rücken zu kehren und nach Afrika auszuwandern.

Jetzt lebe ich in Südafrika in ländlicher Umgebung, fernab touristischer Zentren und dummlabernder Deutschen. Die Probleme des Landes (Aids, Kriminalität, Korruption, Perspektivlosigkeit weiter BeVölkerungsschichten, Niedergang der Infrastruktur und des Bildungssystems) kriege ich jeden Tag hautnah mit. Aber ich setze ich lieber mit diesen Problemen aktiv auseinander und versuche im Kleinen zu helfen, als mir den post-68er Niedergang der BRD anzutun.

In der Hoffnung, einigen Leuten auf die (noch nicht in der BRD verbotenen) Überraschungseier gegangen zu sein - Euer Kongo-Otto
Jens
He? Hast Du meinen Beitrag eigentlich gelesen?

wo bitte ist da 'undifferenziertes, realitätsfernes Gutmenschengeschwätz'


Und dann: 'Jetzt lebe ich in Südafrika in ländlicher Umgebung, fernab touristischer Zentren und dummlabernder Deutschen. Die Probleme des Landes (Aids, Kriminalität, Korruption, Perspektivlosigkeit weiter BeVölkerungsschichten, Niedergang der Infrastruktur und des Bildungssystems) kriege ich jeden Tag hautnah mit. Aber ich setze ich lieber mit diesen Problemen aktiv auseinander und versuche im Kleinen zu helfen, als mir den post-68er Niedergang der BRD anzutun.'

Komisch, genauso leb ich hier auch.

Also, entspann Dich und les erst mal. Und dann sehen wir weiter, OK?

Jens
Klaus_D
Zitat:
Original von Kongo-Otto
Typen wie dieser Jens von Wichtigtuer mit ihrem undifferenzierten, realitätsfernen Gutmenschengeschwätz waren für mich einer der Gründe, der kollektiv verblödenden bundesrepublikanischen Gesellschaft den Rücken zu kehren und nach Afrika auszuwandern.

Jetzt lebe ich in Südafrika in ländlicher Umgebung, fernab touristischer Zentren und dummlabernder Deutschen. Die Probleme des Landes (Aids, Kriminalität, Korruption, Perspektivlosigkeit weiter BeVölkerungsschichten, Niedergang der Infrastruktur und des Bildungssystems) kriege ich jeden Tag hautnah mit. Aber ich setze ich lieber mit diesen Problemen aktiv auseinander und versuche im Kleinen zu helfen, als mir den post-68er Niedergang der BRD anzutun.

Hallo Otto,
Toleranz gegenüber Deutschen ist wohl nicht gerade deine Stärke und Pauschalierungen sind gemessen an dem Ernst des Themas auch nicht angebracht. Die einzelenen Facetten differieren eben, und wie Bakubong schon schrieb, wird die Wahrheit wohl irgendwie in der Mitte zu liegen. Wenn jemand mal die Lage in SA nicht gebetsmühlenartig negativ sieht ist das doch ein Zeichen dafür, dass noch Hoffnung besteht. Und auch Jens ist sicherlich nicht allein mit seiner Betrachtungsweise.

Und das nicht alle D's blöd sind sieht man ja an dir und glaub mir, andere sehen die BRD genau so wie du.

Für dein Engagement im kleinen Hut ab.
Jens
Hi Klaus,

ich glaub der Otto hat hier was in den falschen Hals bekommen.

Und wenn er meinen Beitrag lesen wird, wird er merken dass wir in vielen Punkten gleich denken.

Gruss
Jens
Rossi
Naja. Es sind einige Behauptungen drin, die so einfach falsch sind:

AIDS:
In dem verlinkten Artikel steht nur, dass sich 510.000 Südafrikaner für eine ARV-Behandlung angemeldet haben. Ob - und wie - sie diese Medikamente auch bekommen, ist nicht erwähnt.
Wer das bezahlt oder ob das überhaupt finanzierbar ist, wird ebenfalls nicht erwähnt.
Demgegenüber steht die - auch für afrikanische Verhältnisse - verheerende AIDS-Politik, die in dem Blogg-Artikel keinerlei Erwähnung findet.

Auswanderer:
Die Auswanderung aus Südafrika dagegen "als Zeichen der Zeit und/oder Globalisierung" zu bezeichnen, grenzt für mich an schweren Zynismus.

Lebensmittel- und Strompreise:
M.E. sind Demonstrationen als freie Meinungsäusserung der Bevölkerung Teil einer lebendigen Demokratie, mit dem Ziel, die Regierung zu einer Handlung zu zwingen. Ist überflüssig, die Demos hier aufgrund der "Teilnehmerzahlen" herunterzureden.
Was die Preissteigerungen angeht, das Problem haben alle, nicht nur Südafrika. Da müssen Lösungen gefunden werden, ein Aufruf zur Gewalt dagegen führt unweigerlich zu Unruhen.

Zuma:
Wo werden da andere Maßstäbe angelegt? Wenn man ohnehin schon offenbar nicht ohne den permanenten Vergleich zu anderen - wohlhabenderen - Ländern auskommt, muss man auch deren Maßstäbe gelten lassen.
Eine Angelika Merkel wäre schon nur bei dem Verdacht der Annahme solch hoher Bestechungssummen schon lange in der politischen Versenkungslosigkeit verschwunden. Bestechungen gibt es überall, aber (fast) überall werden die auch bestraft. Selbst in Uganda. Wenn trotzdem jemand damit durchkommt, bedeutet das nicht, dass alle anderen deswegen auch straffrei ausgehen dürfen.
Ein Obama mit nur dem leisesten Verdacht einer Vergewaltigung wäre mit absoluter Sicherheit kein Präsidentschaftskandidat mehr. Fakt ist, Zuma hat schon so viele Fehler gemacht, dass er überall anders untragbar geworden wäre.

Wenn ich dann noch sowas lese:
Zitat:
Wenn auf dem SPD Parteitag in Berlin die Internationale angestimmt und ‚zum letzten Gefecht’ aufgerufen wird, ist dies OK. Wenn Zuma in einem Lied nach seinem Maschinengewehr fragt, ist dies eine Meldung für die paranoide Weltpresse. Warum werden ständig verschiedene Massstäbe angelegt bei der Beurteilung der meist relativ ähnlichen Situation?

platzt mir der Kragen. Das ist keine ähnliche Situation, nicht mal relativ oder vergleichbar, mal ganz abgesehen davon, dass die SPD nicht die Internationale singt.
Zumas Anhänger rufen zur bewaffneten Gewalt auf, wenn Zuma nicht Präsident wird. Wüsste nicht, welchen Maßstab man da falsch anlegen kann. Wenn regierungsnahe Organisationen in einem demokratischen Land zur Gewalt aufrufen ist das eine sehr bedenkliche Entwicklung, egal ob in Afrika, Amerika oder Europa.

Und ja, ich finde es besser, am Stammtisch auf "die da oben" zu schimpfen, anstatt mit einem Molotov-Cocktail oder einer Knarre in der Hand meine Ziele durchzusetzen.

Zum Schluß meine bescheidenen eigenen 5 cents:
Ich sehe da Entwicklungen, denen man unbedingt gegensteuern muss. Allerdings sind das keine unüberwindlichen Hürden, das Land wird nicht zwangsläufig ins Chaos abrutschen. Was wir gerade sehen, ist ein Rückschlag, ein Rückschritt auf dem Weg Südafrikas, aber mehr nicht.

Rossi
Jens
also Rossi ... jetzt nehm ich mir doch Deinen Beitrag mal vor:

Im verlinkten Beitrag steht dass sich 510 000 Menschen fuer das Programm angemeldet haben und die ARVs a mehr als 420 Knotenpunkten in 53 Gesundheitsbezirken erhalten. Ist dies keine gute Nachricht? Ist dies nicht eine brillante Leistung? Ich bitte Dich. Und ja, ich bin begeistert, dass sich die Regierung nach massiven Fehlern zu einem Umdenken in der HIV/AIDS Politik entschieden hat. Und die die mich kennen wissen, dass ich unsere Regierung und speziell Manto massiv und oeffentlich fuer ihr Verhalten kritisiert habe. Es macht mich froh, dass unsere Politikerkaste wohl eher als die deutschen in der Lage ist, eine Meinung zu aendern.

Auswanderer
Ja wo ist denn das schwerer Zynismus? Aus Deutschland gehen mehr als 4 mal soviele Menschen weg. Das ist OK, keine Erwaehnung wert in der deutschen Presse? Und Du glaubst allen Ernstes, dass dies alles nichts mit Globalisierung zu tun hat? Und warum werden im Spiegel Artikel nicht die Tausenden erwaehnt, die entweder zurueckkommen nach SA oder hier aus anderen Laendern einwandern?

Zuma, Bestechung
Klaro, Angela Merkel ist wahrscheinlich rein. Auch wenn ich da meine Zweifel von wegen FDJ etc habe ... aber: wie sieht es zum Beispiel mit Schroeder aus? Der ohne Schulternzucken beim russischen Gaserpresser Gazprom unterkommt, nachdem er sich sehr fuer dessen Ostseepipeline eingesetzt hat? Oder die ganzen anderen Spitzenpolitiker die lukrative Aufsichtsratsposten haben? Also bitte: sag nicht dass es in Europa keine Bestechung gibt - nur weil die Presse bei Euch nicht drueber schreibt/schreiben darf.

Und dann der Hammer:

Und ja, ich finde es besser, am Stammtisch auf "die da oben" zu schimpfen, anstatt mit einem Molotov-Cocktail oder einer Knarre in der Hand meine Ziele durchzusetzen.

Dies habe ich so niemals gesagt. Ich bin allerdings sicher, dass sich in militanten Antifakreisen in Europa ebenfalls Menschen finden, die lautstark nach Gewalt rufen werden, wenn es bei den naechsten Wahlen zu einer Regierung kommen sollte, die ihnen nicht passt. Warum also darf es diese Art 'Demokraten' nicht in SA geben?

Ok, die SPD singt nicht die Internationale. Da ist mir ein Fehler passiert und ich habe ihn inzwischen berichtigt. Allerdings finde ich kein SPD Kampflied, in welchem vom Gaensebluemchenfluecken die Rede ist.

Deinen eigenen 5 Cent stimme ich mehr oder weniger zu - eher mehr, optimistischer.
joubertpark
mmmmm also ,4x mehr Menschen gehen aus D.weg als aus SA? Hast du mal überlegt das D. 82 Millionen Einwohner hat, SA.3,5 Millionen Weiße Einwohner hat? Die African(schwarzen) werden wohl kaum auswandern-wohin auch?? Evtl.ein paar Asylbewerber hier in D.

Ansonsten habe ich selten so ein Schwachsinn(mein Artikel ,) gelesen.
Jens
na bei den Zahlen muessen wir noch etwas ueben gelle.

Macht nix, Du hast Dein Bild von SA, ich das meine. Und manchmal ist es besser, nix miteinander zu tun zu haben.
AnnoyedHippo
Von den paar Schwarzen, die eine gute Schulbildung bekommen ist der Anteil der Auswanderer noch höher. Die sind als erstes weg.
JUMA
Das sind ja alles tolle Antworten auf Julias Frage. Jetzt weiß sie bestimmt, wie die Lage am Kap momentan ist.

Kann nicht mal jemand ganz klar sagen, was dort im Moment los ist?

Jutta
Rossi
Zitat:
Original von joubertpark
mmmmm also ,4x mehr Menschen gehen aus D.weg als aus SA? Hast du mal überlegt das D. 82 Millionen Einwohner hat, SA.3,5 Millionen Weiße Einwohner hat? Die African(schwarzen) werden wohl kaum auswandern-wohin auch?? Evtl.ein paar Asylbewerber hier in D.


Ich denke nicht, dass du diese Problematik an der Hautfarbe festmachen kannst. Vielmehr am Bildungsniveau.
Ich selbst kenne durchaus auch schwarze Südafrikaner, die ausgewandert sind. Leute, die für teures Geld ausgebildet wurden, und jetzt ihre Steuern in Neuseeland, England oder auch Deutschland bezahlen.
N.b. haben wir in Deutschland ein ähnliches Problem, die Leute werden teuer ausgebildet, der Steuerzahler zahlt dafür, wenn sie fertig sind, wandern sie ab, weil sie woanders eine bessere Perspektive sehen. Ganz nebenbeibemerkt trifft das auch auf mich zu, ich wurde vom deutschen Steuerzahler ausgebildet, um dann meine Steuern in Südafrika zu bezahlen, ich kenne etliche Deutsche, die das ähnlich gemacht haben. Volkswirtschaftlich gesehen ist das für Deutschland ein Problem, in Südafrika allerdings schwerwiegender, da die Ärzte, Lehrer, Krankenschwestern etc. dort extrem fehlen. Natürlich ist das in D ebenfalls ein Brain Drain, und da besteht Handlungsbedarf.
Nur ist das nicht der Knackpunkt. der Knackpunkt ist die Motivation, die dahinter steckt. Ich wage zu behaupten, dass kein Deutscher wegen der überbordenden Kriminalität flieht. Viele Südafrikaner schon, weil die Kriminalität inzwischen das Leben einschränkt.

@Jens:
AIDS: Schon beruflich bedingt kenne ich mich mit dem Thema gut aus, meiner Erfahrung nach sind solche Artikel reine Nebelkerzen. Anlass zum Optimismus sehe ich da nur, wenn diese 510.000 Menschen die Medikamente wirklich erhalten. Davon ist, wie gesagt, auch dort keine Rede. Ich sehe auch wenig Möglichkeiten, das finanziell und logistisch zu stemmen.
Nicht zuletzt liegt meiner Ansicht nach der Schlüssel in der AIDS-Bekämpfung in der Aufklärung und der Reduzierung von Neuinfektionen. Länder wie Uganda haben das bereits eindrucksvoll bewiesen. Und da hapert's in Südafrika leider.

Auswanderer:
ich sehe die Auswanderung aus Deutschland durchaus auch als ein Problem, das von der deutschen Politik weitestgehend ignoriert wird. Nur hat die in Deutschland andere Gründe als in Südafrika, dazu sind die Auswirkungen lange nicht so schwerwiegend wie in Südafrika. In Deutschland gibt es beispielsweise genügend Ärzte, auch wenn ein paar Tausend abhauen. In Südafrika leidet das Gesundheitssystem erheblich darunter. Unter diesen Voraussetzungen auf die Deutschen zu zeigen und zu behaupten, dass da auch Menschen auswandern und dabei auch noch zu versuchen, die Kriminalität wegzudiskutieren, wirkt auf mich zynisch.

Bestechung:
natürlich gibt es in Deutschland auch Bestechung. Nur findet die auf einem wesentlich niedrigerem Niveau statt als in Südafrika. Und wer erwischt wird, ist normalerweise weg vom Fenster. Ein Möllemann zum Beispiel ist über einen Einkaufswagenchip gestolpert.
Was du da mit Schröder sagen willst, ist mir nicht ganz klar. Politisch ist er weg vom Fenster.
Ganz anders gehen die Amis damit um. Dort ist es durchaus opportun, Spenden von diversen Lobbies anzunehmen. Das wird allerdings offen gehandhabt. Der mündige Wähler weiss dort, dass Kandidat X beispielsweise von der Waffenlobby unterstützt wird, Kandidat Y dagen von der Ölindustrie und kann sein Wahlvrehalten danach ausrichten. Auch eine Lösung, ob's die richtige ist, wage ich nicht zu beurteilen.

Zitat:
Und ja, ich finde es besser, am Stammtisch auf "die da oben" zu schimpfen, anstatt mit einem Molotov-Cocktail oder einer Knarre in der Hand meine Ziele durchzusetzen.

Nein, du hast das nicht so gesagt, das stammt original von mir. Da letzteres in meinen Augen das ist, was die Zuma-Anhänger als Alternative zum Stammtischgewäsch zu tun drohen.

Es mag auch sein, dass es in Europa Antifas - oder andere militante Gruppierungen - gibt, die nach Gewalt rufen, wenn irgendwelche Wahlen nicht nach ihrem Gusto ausfallen. Nur fällt mir kein einziges Land ein, in dem das die Anhänger der Regierungspartei oder überhaupt einer der größeren Parteien tun. Ich sehe das als Anschlag auf die Demokratie, hier wie dort. Nur hier sind es irgendwelche Splittergruppierungen, dort die mächtigsten politischen Organisationen. In meinen Augen macht das die Bedrohung wesentlich realer.

Zugegeben, als ich den reisserisch aufgemachten Titel des Spiegel-Artikels gelesen habe, haben sich mir auch erstmal die Zehennägel aufgerollt, aber im Kern decken sich leider einige Aussagen mit meinen Erfahrungen.

Rossi
joubertpark
Moin Jens,bitte kläre mich bitte über die noch zu übenden Zahlen auf, B.
Jens
@ Jutta
wie Du siehst, gehen die Meinungen auseinander.

Da sind die Pessimisten, die morgen frueh den Absturz ins Chaos erwarten (normalerweise leben die allerdings nicht in SA), und da sind die, die in SA leben und es mehr oder weniger optimistisch sehen.

@ Rossi... kann man Deinen Standpunkt als skeptisch optimistisch bezeichnen? Vielleicht liegen unsere etwas verschiedenen Ansichten auch begruendet im Wohnort ... ich mein, ich leb 2 Stunden von Kapstadt entfernt auf dem Land ... ohne Gitter und Alarmanlage. Joh, das gibt es auch in SA!!! Wenn ich zum Beispiel irgendwo in/bei Joburg wohnen wuerde, haette ich wohl auch andere Erfahrungen vorzuweisen, zugegeben.

Sorry Rossi, wieder der Vergleich mit D: Berlin Neukoeln und Muenchmuenster in Bayern ... unterschiedliche Erfahrungen sind garantiert - nur dass SA wesentlich groesser als D ist.