Namibia

Satara
Frust am ersten Schultag in Windhoek

Hunderte Kinder in Windhoek abgewiesen - Bis zu 45 Schüler pro Klasse

von Daniela Schöneburg Schultz


Der erste Schultag hat gestern in vielen Windhoeker Grundschulen für teils chaotische Zustände gesorgt. Hunderte Schüler wurden von den Einrichtungen abgewiesen, weil die Kapazitäten hoffnungslos erschöpft sind. Die Situation sorgt bei Eltern und Pädagogen für Verzweiflung.

Windhoek - Die Misere in der Hauptstadt ist den fehlenden Plätzen und der Nachlässigkeit der Eltern zuzuschreiben. ,,Wir versuchen die Eltern darüber zu informieren, dass sie ihre Kinder im Juni vor dem Einschulungsjahr in der Schule anmelden müssen. Manche Eltern sind aber wirklich nicht sehr enthusiastisch, wenn es um den Schulbesuch geht und kommen in letzter Minute", erklärt Judy Mollar, Assistentin des Leiters der Namibia-Grundschule, auf Nachfrage der AZ. Alle Jahrgänge, unterteilt in jeweils drei Klassen mit 37 bis 42 Schülern, seien voll. ,,Etwa die 40% der Eltern mussten wir zum Teacher Resource Centre schicken", so Mollar. Dort würden die Kinder auf andere Schulen verteilt.

Festus Ekandjo, der die Tobias-Haineyko-Grundschule, ebenfalls in Katutura, leitet, sagte, dass bei Klassenstärken von 38 bis 40 Kindern nur noch in den Jahrgangsstufen drei, fünf und sechs einige wenige Plätze frei seien.

Die Leiterin der Herman-Gmeiner-Grundschule in Khomasdal berichtete von Wartelisten mit 40 Schülern für jede Klassenstufe. ,,Die Eltern können die Kapazitätsprobleme nicht verstehen und kommen immer wieder in der Hoffnung auf frei gewordene Plätze. Auch heute wurden unsere Büros wieder von Eltern geflutet", erklärte sie und fuhr fort: ,,Die Eltern sind verzweifelt. Man hört so traurige Geschichten: Großeltern und Alleinerziehende, die versuchen, die Kinder unterzubringen, und von immensen Summen, die für den Taxitransport der Kinder ausgegeben werden müssen, wenn die Schule weit von zu Hause gelegen ist." Ländliche Schulen hätten teils kaum noch Schüler, aber die Stadtschulen seien wegen ihres besseren Rufes von Eltern überlaufen. Khomasdal etwa sei beliebt bei Familien, die aus Katutura wegziehen möchten.

,,Der Andrang ist sehr, sehr groß. Wir mussten viele abweisen", berichtete auch Peter Schlenther, Leiter der Delta-Grundschule (DSW). Und: ,,Die Eltern wollen ihre Kinder in eine Schule mit gutem Ruf schicken, mit dem Ergebnis, dass einige Schulen überlaufen sind und andere zu wenig Schüler haben." Die DSW habe etwa 500 Anfragen mehr bekommen als Plätze (ca. 100) vorhanden sind. Von Klasse eins bis vier gebe es noch je einen deutschsprachigen und englischsprachigen Zug, wobei die Schülersituation im ersteren etwas entspannter sei.

Angeline Mazeingo, Leiterin der Michelle-McLean-Grundschule, berichtete von bis zu 45 Kindern pro Klasse. ,,Eigentlich funktioniert Unterricht mit so vielen Schülern pro Klasse überhaupt nicht und die Lehrer sind frustriert."
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Hier prallt mal wieder die "erste" Welt auf die "dritte" Welt.
Hier werden Kinder zur Schule gebracht, und viele machen sich "keinen Kopf drüber", dass man diese Kinder auch mal vorher anmelden muss, und VORHER geregelt sein muss, wo welches Kind auf welche Schule gehen kann...........tztztztz
Satara
Allgemeine Zeitung Windhoek, Namibia 21. Januar 2005

Enteignung geht weiter
Farmer erhalten 2. Brief von der Regierung - NLU leistet Hilfe
von Dirk Heinrich
Farmer erhielten Anfang des Monats einen weiteren Brief mit der Aufforderung, ihre Farm an die Regierung zu verkaufen und Gründe für eine Weigerung zu nennen. Der Namibische Landwirtschaftsverband (NLU) hat indes nach eigenen Angaben betroffene Farmer in der Vergangenheit unterstützt.
Windhoek - Zahlreiche Farmer, darunter Hartmut Held von der Farm Omitara-West, haben Anfang dieses Jahres einen weiteren Brief von der Regierung (Ministerium für Ländereien und Neusiedlung) erhalten, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass es zu keinem gegenseitigen Einverständnis gekommen sei und die Farmer innerhalb von knapp zwei Wochen schriftlich Gründe angeben müssen, warum sie ihre Farm nicht verkaufen wollen. Gleichzeitig heißt es in dem Schreiben, dass, wenn nach Erwägung sämtlicher Überlegungen beschlossen werde die Farm zu enteignen, dies dem jeweiligen Eigentümer schriftlich mitgeteilt werde. Unterschrieben wurden die Briefe von Minister Hifikepunye Pohamba, Namibias zukünftigen Präsidenten.
Im vergangenen Jahr erhielten die betroffenen Farmer ihren ersten Brief von der Regierung, in dem sie aufgefordert wurden, ihren Grund und Boden an die Regierung zu verkaufen, ansonsten drohe die Enteignung.
Sakkie Coetzee, Geschäftsführer der Namibischen- Landwirtschaftsunion, sagte der AZ, dass verschiedene Farmer den Verband um Hilfe und Rat gebeten hätten. ,,Wir sind der Auffassung, dass jeder Farmer, dessen Farm enteignet werden soll, die Gelegenheit erhalten soll, seine Verkaufsverweigerung gegenüber der Regierung zu erläutern", sagte Coetzee. Die NLU werde die Kosten für Rechtsanwälte übernehmen und habe dies bereits getan. ,,Die NLU ist jedoch nicht bereit, in Gerichtsfälle involviert zu werden, denn der Verband ist der Meinung, dass die Enteignungsfrage außergerichtlich geregelt werden sollte," sagte Coetzee. Der Geschäftsführer der NLU betonte, dass jeder betroffene Farmer auf die Schreiben der Regierung reagieren sollte und schriftlich sowie in Gesprächen dem Minister erklären müsse, warum der Grundbesitzer seine Farm nicht verkaufen wolle. ,,Sollte es trotzdem zu einer Enteignung kommen, muss der Farmer eine gerechte Abfindung erhalten", sagte Coetzee.
Vom Ministerium für Ländereien war gestern keine Stellungsnahme dazu erhältlich.
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Die Wahl ist vorbei - jetzt kann man nicht mehr sagen, dass alles nur wegen des Wahlkampfes aufgebauscht würde..........
ich hoffe, dass wenigstens alles mit Recht und Gesetz zugeht.
Thom
Hallo Satara,

der Wahlkampf ist zwar vorbei, aber die "Enteignungen" dieser im Artikel genannten Farmen sind ja schon seit Mitte 2003 in der Diskussion und angekündigt.

Und gerade Hartmut Held spielt doch eine sehr eigenwillige Rolle in dieser Geschichte. Zum einen soll nicht seine ganze Farm, sondern nur ein Teil davon enteignet werden, um das der naheliegenden Community zur Verfügung zu stellen, weiterhin ist diese Farm nicht seine einzige Existenz, da er zumindest 4 Farmen besitzt, von denen Omitara bei weitem nicht die grösste ist, und zudem ist er immer noch in einen sehr dubiosen Mordfall verstrickt, bei dem er offensichtlich einen Mann erschossen hat und seinem vorarbeiter die Anweisung gab, diesen heimlich zu vergraben.....

Alle anderen Farmen oder Teile von Farmen, die zum Zwangsverkauf an die Regierung stehen sind in unmittelbarer Umgebung zu Squattercamps oder Siedlungen, wo eine Umverteilung des Landes zumindest einen Sinn machen kann, sofern das Land auch tatsächlich diesen Communities zur verfügung gestellt werden.

Und der Begriff "zahlreich" ist sehr dehnbar - 8 betroffene Farmer sind wohl nicht eine so grosse Menge, als dass man daraus jetzt Auswirkungen auf die gesamte Landwirtschaft oder die weissen Farmer in Namibia erkennen könnte.
philippth
Du verhamlost hier eine von seitens der Regierung durchgeführte verbrecherische Aktion gegen die weißen Farmer. Dies geschieht nur aufgrund deren Hautfarbe und Herkunft.
Die namibianische Regierung hat nicht das Recht auch nur einem weißen Farmer (egal welcher Herkunft, ob deutsch oder afrikaanisch) Land in irgendeiner Forum zu enteignen. Gerade Leute wie du sind es die den Anschein erwecken als geschehe hier etwas nötiges und absolut gesetzes - und sittenkonformes.
Sollte die Regierung trotzdem von solcher Dummheit sein, und das Vorhaben durchziehen, dann drohen der schwarzen Bevölkerung Zustände wie in Simbabwe, wo sich längst ein großer Teil der Schwarzen das von Weißen geführte Rhodesien zurückwünscht. Doch sollte so kommen, muß man einfach sagen, daß es das Land und die schwarze Bevölkerung nicht anders verdient hat.
Satara
Zitat:
Original von philippth
Du verhamlost hier eine von seitens der Regierung durchgeführte verbrecherische Aktion gegen die weißen Farmer. Dies geschieht nur aufgrund deren Hautfarbe und Herkunft.
Die namibianische Regierung hat nicht das Recht auch nur einem weißen Farmer (egal welcher Herkunft, ob deutsch oder afrikaanisch) Land in irgendeiner Forum zu enteignen. Gerade Leute wie du sind es die den Anschein erwecken als geschehe hier etwas nötiges und absolut gesetzes - und sittenkonformes.
Sollte die Regierung trotzdem von solcher Dummheit sein, und das Vorhaben durchziehen, dann drohen der schwarzen Bevölkerung Zustände wie in Simbabwe, wo sich längst ein großer Teil der Schwarzen das von Weißen geführte Rhodesien zurückwünscht. Doch sollte so kommen, muß man einfach sagen, daß es das Land und die schwarze Bevölkerung nicht anders verdient hat.


Du hast sie nicht direkt dem entsprechenden Posting drangehängt, daqher weiss ich nicht wem Deine Antwort gilt ? verwirrt
Satara
Satara
DTA will Städte umbenennen

Kaura will Städte umbenennen
Folgende Ortschaften sollen wieder ihren ,,vorkolonialen, einheimischen Namen" erhalten: Windhoek (Otjomuise), Tsumeb (Okavisume), Gobabis (Epako), Kamanjab (Okamanja), Karibib (Otjandjomoimwe), Usakos (Okanduu), Swakopmund (Otjozondjii), Walvis Bay (Ezorongondo) und Grootfontein (Otjivanda).

Übt schon mal fleissig, damit ihr keinen Knoten in die Zunge bekommt.
großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen