innocenta
hallo!
ich hab zwar hier schon viel gelesen, aber ein paar fragen bleiben doch offen.
wir haben geplant, mitte jänner nach kapstadt zu fliegen. ein bekannter stellt und sein haus zur verfügung, der bereich dort ist natürlich in einem gesicherten bewachten bereich.
ist es mit anbruch der dunkelheit wirklich so, dass man besser zuhause bleibt? wir hätten auch einen wagen zur verfügung. oder lieber mit dem taxi? kann man den taxlern dort vertrauen oder wird man in der wüste ausgeraubt und stehen gelassen? ;-)
ausflüge würden wir lieber irgendwo geführt buchen.
oder kann man zum kap der guten hoffnung selbst mit dem pkw fahren, ohne die sicherheitsgrenzen grob zu überschreiten?
baden am hellichten tag sollte auch kein problem sein, oder?
wahrscheinlich wird vieles heißer gegessen als gekocht, aber ich möchte auf jeden fall vorher gut informiert sein, bevor ich eine solche reise antrete.
gibt es noch nähere sehenswerte nationalparks außer dem krügerpark?
lg karin
innocenta
niemand? wenigstens: blöd gefragt, falsch gefragt, keine ahnung??
Johannes
Wahrscheinlich ist so Recht keine Antwort gekommen, weil die Fragen tatsächlich etwas "heiss gekocht" sind ;-)
- Man kann auch durchaus in einem nicht 100% gesicherten/bewachten Haus wohnen ohne dass man ständig um Überfälle und Einbrüche fürchten müsste
- wenn man nach Einbruch der Dunkelheit aus Angst im Haus bleibt, verpasst man einen wesentlichen Teil Kapstadts
- man kann sich ohne weiteres mit dem eigenen Wagen Tags- und Nachts bewegen ohne übermässige Sorgen (jedoch nicht überall - Townships und die Cape Flats meiden).
- Taxis sind vom Standpunkt des Ausgeraubt werdens sicher und eine Wüste um darin ausgesetzt zu werden, haben wir in Kapstadt auch nicht
- man kann mit dem PKW bedenkenlos ans Cape Point fahren, wie täglich tausende von anderen Touristen auch - ohne das irgendwas passiert
- Baden kann man am helligten Tag auch an den hinreichend bekannten Stränden und sollte sich dabei eher vor Sonnenbrand und ggf. der Meeresströmung fürchten als für Überfällen, Dieben oder Gangstern...
Einfach relaxen und die Angst runterschrauben - hier würden nicht so viele Europäer Kapstadt zu Ihrer Heimat machen, wenn man sich sooo grosse Sorgen um alles machen müsste...
Einfach an die allgemeinen Reglen halten, wie in jeder anderen Grosstadt auch:
http://www.kapstadt.de/reisen/kriminalitaet/
Thema Krügerpark ist noch ein anderes - ich persönlich mag den Umfolozi Park in Kwazulu mehr als den Krüger...
Grüsse: Jo
innocenta
danke johannes, das ist ja schonmal was.
ich denke auch, dass man sich natürlich an die regeln halten muss und es keine pauschalen antworten auf meine fragen gibt, möchte mich nur im vorfeld schon informieren.
extrem ängstlich bin ich nicht, aber man hört ja doch auch einiges negatives von südafrika was die sicherheit betrifft ;-)
was meinst du zum addo elephant park? der ist ja ganz gut in der nähe...
mh_baer
| Zitat: |
Original von innocenta
was meinst du zum addo elephant park? der ist ja ganz gut in der nähe... |
Addo ist super für Tierbeobachtung, aber "ganz gut in der Nähe" ist er nicht. Knapp über 800 km, das entspricht etwa der Strecke Wien - Mailand.
Es hängt halt davon ab, was Du unter
sehenswert verstehst. Landschaft, Meer, Elefanten, Löwen, Wüste, Begegnungen mit Einheimischen, die Möglichkeit zum Wandern und Radfahren?
Hier findest Du alle Nationalparks:
http://www.sanparks.org/parks/
Zu Deinen Sicherheitsfragen: das empfindet jeder subjektiv anders. Wir waren zweimal in brenzligen Situationen, aber ich habe mich nur einmal wirklich bedroht gefühlt - und das von einem weißen Rassisten.
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Südafrika eine deutlich höhere Kriminalitätsrate hat als deutschsprachige Länder.
Während ich also in Österreich (statistisch) einmal in 100.000 Jahren ermordet werde, passiert mir dies in Südafrika durchschnittlich einmal in 2.000 Jahren.
| Zitat: |
Original von Johannes
Einfach relaxen und die Angst runterschrauben
|
Ja, Johannes... aber...
| Zitat: |
| Original von Johannes - hier würden nicht so viele Europäer Kapstadt zu Ihrer Heimat machen, wenn man sich sooo grosse Sorgen um alles machen müsste... |
...warum haben dann eigentlich so viele Europäer hohe Zäune mit Stacheldraht um Ihre Anwesen?
Johannes
Angst ist ein starkes, subjektives Gefühl, dass jeder unterschiedlich intensiv empfindet. Ich finde nur, dass übermässige (oder fast gar panische) Angst eher hinderlich (wenn nicht gar gefährlich) ist und man dann eher an die Ostsee reisen sollte.
Normale Schutz- und Vorsichtmassnahmen (Mauern und Zäune) setze ich persönlich nicht unmittelbar mit Kriminalität in Verbindung. In meiner Wohnung in Deutschland habe ich eine Hochsicherheits-Eingangstür obwohl in dem Block oder der Nachbarschaft nie einer eingebrochen hat. Es ist Schutz vor Kriminalität - ob es tatsächlich passiert oder nicht.
Es gibt in Südafrika nunmal eine deutlich erhöhte Kriminalität, die man aber auch lokal differenzieren muss, damit die Zahlen nicht zu Panik führen. Mord- und Totschlag finden zu dem absolut überwiegenden Teil in den Townships oder bestimmten Vorstätten statt und dies wiederum zu über 90% am Wochenende, wenn der Alkoholpegel nahe der toxischen Grenze sich bewegt.
Am falschen Ort zur falschen Zeit zu sein, das ist das Hauptproblem. Meidet man die falschen Orte (z.B. die Townships) und schränkt seinen Bewegungsradius zur falschen Zeit (z.B. Nachts) ein, kann man das statistische Risiko ganz erheblich reduzieren.
Ich behaupte einfach, dass der normale Tourist bei einer halbwegs Vorbereitung und gesunder Vorsicht einer geringen Gefahr ausgesetzt ist. Alle touristischen Attraktionen sind gut im Griff und diese würde ich auch entspannt und ohne Sorge oder gar Angst besuchen.
Ich wollte nur die Sorgen von User Innocenta zerstreuen - denn wenn man fragt, ob man am helligten Tag am Strand (ausser vielleicht Macasssar Beach - aber von uns geht da auch hin?) baden kann oder nicht, dann ist die Angst doch sicher überzogen, oder?
2007 war ich 3 Tage in Paris und die Sicherungskette zu meinem Geldbeutel wurde in der U-Bahn unbemerkt und fein säuberlich durchtrennt - und weg war se... 12 Jahre in Kapstadt: kein eingeschlagenes Fenster am Auto, keinen Taschendiebstahl, kein Wohungseinbruch oder sonstig wirklich kritische Situationen.
OK,- ich habe mich gerade ziemlich blöd betuppen lassen und beim Kauf von 5 Lobstern am Hafen zu Hause in Socken eingewickelte, stinkende Fischreste vorgefunden. Ich habe über meine eigene Doofheit herzhaft gelacht!
Ich bleib dabei: Relax & Enjoy Cape Town!
Don't worry (too much!) and be happy...
Grüsse: Jo
rhoihesseschnook
Drollige Geschichte mit den Lobstern, aber wie sich die Tricks doch gleichen. Vor ähnlichen Manövern hab ich beim Schwarzwechseln oder Zigarettenkauf in den ehemaligen soz. Ländern gewarnt.
Es ist sicherlich richtig, dass man als Tourist die Gefahrenschwelle erheblich senken kann. Zudem ist Angst immer ein schlechter Ratgeber.
Nun hab ich den Eindruck, dass in CT auch immer noch etwas die europäische Hysterie dazu hilft. Oder will man nur zeigen, wie heldenhaft man auf feindlichem Gebiet die Stellung hält? In KZN oder
EC z.B. lebt man viel mehr in von Schwarzen dominierten Innenstädten als in CT. Trotzdem hatten wir in PE, PMB oder auch wochenends in Port St. Johns nie das Gefühl der Gefahr oder von Angst. Zwar wurden wir immer wieder zur Vorsicht gemahnt, auch gibt es gewisse Sicherungsmassnahmen, aber ein an seine Bunker gewöhnter Kapstädter bekäme dort graue Haare.
Naja, gut, Paris und seine Kriminalität sollte man nicht unbedingt als Massstab nehmen, in ZA liegt die Hemmschwelle prinzipiell niedriger. Und vergleich doch mal die Kriminalitätsberichte in europäischen und südafrikanischen Zeitungen...Im übrigen wäre Plett für uns dann der Hort der Kriminalität, dort wurde uns mal das Auto aufgebrochen und einige, allerdings marginale, Dinge geklaut. Aber wir hatten den Ärger mit kaputten Scheiben. Geschah übrigens aus Leichtsinn: Vorher noch nie was passiert, und die Gastgeber beteuerten, in ihrer Gegend sei noch nie was passiert....
Josef Lentes
Ich komme doch nach Südafrika um dort meinen Urlaub zu verbringen.
Die schönsten Tage des Jahres also. Und dann wäre Angst ein schlechter Ratgeber und Begleiter.
Mag die Sicherheitslage in Südafrika vielleicht angespannter sein als anderswo, so sollte man sich nicht davon abhalten lassen auch mal zu Fuß durch die Innenstädte zu gehen.
Wenn man sich an bestimmte Regeln hält, Regeln die überall auf der Welt in großen Städten beachtet werden sollten, kommt man auch ohne Zwischenfall zu seiner Unterkunft.
Ich war, ohne Angst, in den Innenstädten von Johannesburg ( Bahnhofsviertel ), Durban, Kapstadt, Tzaneen und einigen anderen Unterwegs.
Viele haben nachher gesagt: Was da warst Du. Dann hast Du aber Glück gehabt.
Ich habe mich Sicher gefühlt. Passiert ist mir in Südafrika noch nichts.
Im Gegenteil, ich habe nette, hilfsbereite Menschen getroffen, egal welcher Hautfarbe.
Ich war einmal in Quito ( Ecuador ), dort wurde ich auf dem Marktplatz Opfer von Taschendieben. Und das fünf Stunden vor dem Abflug nach Deutschland. Mein Geldbeutel wurde mir aus der zugeknöpften Brusttasche meines Hemdes geklaut, nach dem man versucht hatte die aufgesetzte Seitentasche meiner Cargohose mit einer Rasierklinge aufzuschlitzen. Aber ich würde trotzdem nochmals nach Quito fahren.
Johannes hat Recht wenn er sagt:
Ich bleib dabei: Relax & Enjoy Cape Town!
Don't worry (too much!) and be happy...
Ich möchte noch ergänzen nicht nur Cape Town, auch die anderen Städte.
innocenta
hallo!
vielen dank für eure antworten!
nach genaueren infos liegt unser haus nun nicht in kapstadt sondern somerset west.
gestern hab ich die flüge gebucht und nun bin ich am route zusammen stellen. werd mich noch ein bisschen durch die foren lesen bzw. einen bekannten fragen, der in kapstadt aufgewachsen ist und 22 jahre dort gelebt hat.
Marc
Es ist schon brutal, wie es die Presse schafft Südafrika einen Stempel aufzudrücken. Mich nervt es so langsam, was für ein Bild viele gebildete Leute von diesem Land haben.
Wir machen nun seit vielen Jahren Urlaub im südlichen Afrika, speziell die Kapregion ist in jeder Hinsicht mit Südfrankreich vergleichbar. Es gibt auch in Nizza Stadtteile, wo man im Dunkeln sich nicht verlaufen sollte.
| Zitat: |
Original von mh_baer
Während ich also in Österreich (statistisch) einmal in 100.000 Jahren ermordet werde, passiert mir dies in Südafrika durchschnittlich einmal in 2.000 Jahren. |
So auch bei diesem Vergleich. Eine Aussage fehlt nämlich noch, das Risiko alle 2.000 Jahre Mordopfer zu werden, trifft in SA nur dann zu, wenn man selbst Schwarzer ist und in einem Twonship lebt. Würde man die Statistik genauer auswerten, erhält man wahrscheinlich die Erkenntnis, daß ein Weißer in Sommerset West nur alle 50.000 Jahre Mordopfer ist.
Vor zwei Wochen sind wir bei herlichem Sternenhimmel um 0:30 mit einem Cabrio
offen von Kalk-Bay nach Camps-Bay gefahren. Natürlich sollte man sich dann auskennen, damit man ganz sicher ist, daß man sich nicht verfährt, aber ansonsten ist das kein Problem.
Südafrika hat kein Kriminalitäts-Problem, sondern in erster Linie ein Image-Problem!
Freelander
| Zitat: |
Original von Marc
Es ist schon brutal, wie es die Presse schafft Südafrika einen Stempel aufzudrücken. Mich nervt es so langsam, was für ein Bild viele gebildete Leute von diesem Land haben.
Wir machen nun seit vielen Jahren Urlaub im südlichen Afrika, speziell die Kapregion ist in jeder Hinsicht mit Südfrankreich vergleichbar. Es gibt auch in Nizza Stadtteile, wo man im Dunkeln sich nicht verlaufen sollte.
So auch bei diesem Vergleich. Eine Aussage fehlt nämlich noch, das Risiko alle 2.000 Jahre Mordopfer zu werden, trifft in SA nur dann zu, wenn man selbst Schwarzer ist und in einem Twonship lebt. Würde man die Statistik genauer auswerten, erhält man wahrscheinlich die Erkenntnis, daß ein Weißer in Sommerset West nur alle 50.000 Jahre Mordopfer ist.
Vor zwei Wochen sind wir bei herlichem Sternenhimmel um 0:30 mit einem Cabrio offen von Kalk-Bay nach Camps-Bay gefahren. Natürlich sollte man sich dann auskennen, damit man ganz sicher ist, daß man sich nicht verfährt, aber ansonsten ist das kein Problem.
Südafrika hat kein Kriminalitäts-Problem, sondern in erster Linie ein Image-Problem! |
Was für ein Schwachsinn - Du darfst uns gerne bei Deinem nächsten Urlaub in JoBurg besuchen - Kostenlose Übernachtung. Wir lassen Dich gegen 20:00 Uhr in Hillbrow raus und wenn du morgens heile bei uns ankommst, kriegst du auch noch ein Frühstück....aber die Zutaten hole ich erst wenn Du vor der Tür stehst....
Ich liebe die Touris, die aus den 2-3 Wochen Urlaubserlebnissen "verallgemeinern"....wir stellen Dich gerne dem Witwer vor, dessen Frau letzte Woche in Joburg in Ihrem Auto an der Ampel erschossen wurde...oder der Witwe mit den 2 Kindern von unserem Security Guard, der einen Überfall verhindern wollte.....
An Deiner Stelle wäre ich eher zurückhaltend....mit meinem Halbwissen.
Marc
Um Deine Worte zu benutzen:
Was ein Schwachsinn, was hat ein Tourist in JoBurg oder gar in Hillbrow verloren? Du vergleichst da Äpfel mit Birnen, wir brauchen uns nicht über Risikobereiche zu unterhalten, mit denen 99,9% der Touristen nicht in Kontakt kommen?
Es geht hier um die Sicherheit von Touristen auf den klassichen Routen der Touristen und nicht um die soziale Mülldeponie des ganzen Landes.
Siggi
| Zitat: |
Original von Marc
Es ist schon brutal, wie es die Presse schafft Südafrika einen Stempel aufzudrücken.
was hat ein Tourist in JoBurg oder gar in Hillbrow verloren? Du vergleichst da Äpfel mit Birnen, wir brauchen uns nicht über Risikobereiche zu unterhalten, mit denen 99,9% der Touristen nicht in Kontakt kommen?
s Egeht hier um die Sicherheit von Touristen auf den klassichen Routen der Touristen und nicht um die soziale Mülldeponie des ganzen Landes. |
ich wuerde deinen Beitrag zwar nicht als schwachsinnig bezeichnen, jedoch als widerspruechlich.
Du vergleichst naehmlich Aepfel mit Birnen, wenn du einerseits die Presse beschuldigst Suedafrika falsch darzustellen, waehrend du dich dann wiederum mit deinen Touristenerfahrungen bestaetigst.
Die Presse schreibt ja nicht ueber den Touristen, sondern ueber die Tatsache, dass der Normalmensch hier eben nicht einfach nur sichere Plaetze besuchen kann.
Lass dir auch versichern, dazu braucht man nicht in Townships zu leben.
Menschen werden hier fuer ein cell phone und Weniger umgebracht.
Um es jedoch klar zu stellen, Ich liebe mein Land.
CJ
Marc
Sorry, aber Ihr badet gerade ganz schön in Selbstmitleid und zerstört damit das Image von Südafrika nur weiter.
Laßt Euch gesagt sein, daß die USA dann mindestens genauso gefährlich ist, wie Südafrika. Fast in allen Großstädten der USA gibt es Stadtteile, die mindestens so gefährlich sind, wie die Twonships in Südafrika. Es wird aber kein Aufsehen darum gemacht, erstens, weil die Amis eine bessere Image-Kampage fahren und zweitens diese Risiko-Bereiche wenig oder keine Auswirkungen auf den Tourismus haben. Die Touristen sind die Äpfel am Apfelbaum (z.B. in Camps-bay) und die Flüchtlinge sind die Birnen am Birnenbaum (z.B. in Hillbrow).
Ganz ehrlich, mir ist es wichtig, wie ich als Tourist in dem Land Urlaub machen kann. Mit welchen Problemen ein arbeitsloser Flüchtling aus einem Nachbarland in einer schlechten Unterkunft leben muß, berührt mich vielleicht im Geiste, aber rein körperlich ist es so weit weg, daß es keinen Einfluß auf meinen Urlaub hat.
Die Presse scherrt da alles über einen Kamm, die bringen nämlich wirklich das Fazit zustande, daß Südafrika insgesamt gefährlich ist, weil in Hillbrow in der letzten Nacht 5 Personen ermordert wurden. Und da sind wir wieder bei der Wortwahl von Freelander: das ist Schwachsinn.
Südafrika ist deutlich besser, als sein Ruf, auch für die dort lebenden Weißen.
Siggi
| Zitat: |
Original von Marc
Südafrika ist deutlich besser, als sein Ruf, auch für die dort lebenden Weißen. |
Danke fuer die Aufklaerung Marc. Es war mal an der Zeit, dass ich gesagt bekomme, wo es lang geht.
Aber man muss natuerlich Verstaendnis dafuer haben, dass ich erst 30 Jahre hier lebe.
Woher aber auch sollte ich das wissen.
Es ist ja auch wirklich so, dass man 20.000 Morde pro Jahr wirklich nicht all zu ernst nehmen sollte.
Nur eines noch lieber Marc dein USA Vergleich hinkt ganz gewaltig.
http://www.nationmaster.com/graph/cri_mu...ders-per-capita
schau dir das mal an
http://www.youtube.com/watch?v=-lYYZfztK9g
Trotz Allem I love South Africa und es ist voellig richtig, dass man hier besonders als Tourist, durchaus so sicher wie ueberall ist, vorausgesetzt man verhaelt sich richtig.
Siggi
Johannes
Hi Marc,
ich lebe nicht 30 Jahre in Südafrika sondern nur 12 Jahre und habe Südafrika zu meiner neuen Heimat gemacht.
Ich fühle mich hier sehr wohl, habe mich an vieles gewöhnt und manch innere Umstellung vollzogen. Aber die allgemeine Lebensqualität unterm Strich kommt an die in Deutschland (für mich) einfach nicht heran - da kann mir das Thema Kriminalität auch nichts versalzen.
Das sicher erhöhte Risiko gehe ich gerne und bewusst ein und minimiere es durch einfache, wie effektive Verhaltensmassnahmen.
Sollte wirklich einmal etwas Gravierendes passieren, werde ich das sicher nochmal überdenken, aber ich hoffe, dass das noch eine Weile dauert. Bis dahin denke ich mit frohem Graus an ein paar Wochen in Deutschland im Januar...
Grüsse: Johannes
Marc
Mir ist klar, daß ich Euch damit auf die Füße gestiegen bin, insofern war diese Reaktion absehbar. Dennoch ist Eure Sichtweise definitiv nicht maßgebend für einen normalen Touristen in Südafrika, Ihr malt einfach zu schwarz.
Natürlich gibt es auch weiße Opfer, sicher auch hin und wieder einen unvorsichtigen Touristen, der prozentuale Schwerpunkt der Kriminalität betrifft jedoch gar nicht "die Weißen", sondern kommt unter den Schwarzen und dort in deren Brennpunkten zum Zuge. Äpfel und Birnen...
Ich glaube, ich habe es schon mehrfach hier gesagt, ich habe in mehreren, exotischen Ländern jeweils mehrere Jahre gelebt, darüber hinaus durfte ich viele weitere Länder als Tourist kennen lernen, in dem ganzen Vergleich gibt es viele Länder, die ich für einen Touristen als gefährlicher einstufen würde, als Südafrika.
Wenn man Siggi & Freelander hier zu viel Glauben schenkt, ist jede Einreise nach Südafrika selbstmörderisch und eigentlich unverantwortlich. Sicherlich sollte sich jeder Tourist vor der Einreise nach Südafrika mit diesem Thema beschäftigen, einfach deswegen, weil er dann sensibilisiert ist und sich entsprechend doch etwas anders verhält. Mit diesem angepaßten Verhalten schützt man sich dann aber mehr als ausreichend, um dieses tolle Urlaubsland genießen zu können.
Freelander
OK - ich versuch's mal anders zu formulieren...und dann darf jeder selbst entscheiden, was er davon hält:
- Wir sind freiwillig für 2-3 Jahre hier,
- Wir mögen das Land und genießen die Wochenendausflüge,
- Wir leben in Bedfordview, gilt - wenn man den Nachbarn und Bekannten aus dem Ort glauben mag - als "gehobene und sichere Wohnlage",
- Unser Haus hat alle erdenklichen Alarm- und Sicherheitsanlagen,...
Trotzdem wurde Dienstag vor 2 Wochen ein Security Guard in unserer Straße beim Versuch ein Car-Hijacking zu vereiteln, vom Komplizen des Hijackers einfach brutal erschossen. Das Ganze fand um 8:15h morgens statt....
Meine Frau durfte eine halbe Stunde später auf dem Weg zum Einkauf an der Blutlache vorbeifahren - seither hat Ihre Begeisterung für das Land drastisch nachgelassen.
In Johannesburg ist das Problem der Kriminalität nicht mehr kontrollierbar, ich denke die korrupte Polizei trägt auch ihren Teil dazu bei.
Die Gefahr lauert nicht "zu Hause", sondern an der Ampel, vor dem Gate zum Compound, auf dem Parklplatz von der Mall,....sucht Euch was aus. Und....
das Ziel sind die besserverdienenden Weissen und Schwarzen....
Alleine für JoBurg bietet die Presse jeden Tag einen neuen Vorfall mit tödlichem Ausgang...und irgendwann ist auch mal ein Touri dabei - vielleicht hift das, "die Brille zurecht zu rücken".
In diesem Sinne ein frohes Fest und einen guten Start in 2009
Freelander
| Zitat: |
Original von Johannes
Sollte wirklich einmal etwas Gravierendes passieren, werde ich das sicher nochmal überdenken, aber ich hoffe, dass das noch eine Weile dauert. Bis dahin denke ich mit frohem Graus an ein paar Wochen in Deutschland im Januar... |
Johannes - ich gebe Dir grundsätzlich Recht, das Land ist schon schön und genießenswert, nur viele Opfer in JoBurg haben leider nicht mehr die Möglichkeit ihren Aufenthalt zu überdenken.....insofern wünsche ich dir (und uns) das nichts dergleichen passiert...
Baggi
Interessant, wie hier wieder abgedriftet wird. Es ging genau um diese Aussage von Marc, die zu den nachfolgenden Beitraegen gefuert hat:
| Zitat: |
Original von Marc
Südafrika hat kein Kriminalitäts-Problem, sondern in erster Linie ein Image-Problem! |
... und DIE ist wirklich mehr als schwachsinnig. Ich denke, die Leute, die sich zu Wort gemeldet haben, sehen es weder schwarz, noch baden sie in Selbstmitleid oder wollen Leute von einer Reise in dieses tolle Land abhalten. Es wurden Tatsachen aufgezaehlt. Das heisst nicht, dass wir, die wir hier leben, mit dem Land abgeschlossen haben, taeglich vor Angst schlotternd an roten Ampeln stehen oder mit der Knarre auf dem TV Tisch abends im Wohnzimmer sitzen.
Die einen sind hier, weil sie einen vorruebergenden Job haben, die anderen, weil sie das Land lieben und es ihr Zuhause geworden ist - bestimmt nicht, weil wir uns das Rueckflugticket nach Deutschland nicht mehr leisten koennen.
Natuerlich muss sich ein Touri nicht mit den Problemen des Landes rumschlagen - wuerde ich auch nicht, wenn ich begrenzte Zeit hier waere und meinen Urlaub geniessen moechte. Ist keiner zu verpflichtet - was sollen diese Abschweifungen, darum gehts doch gar nicht.
Baggi