Satara
COSATU kündigt Arbeitsniederlegungen für die kommende Woche an
von Stefan Grüllenbeck
(aus AZ Windhoek vom 30.03.2005)
Windhoek - Der südafrikanische Gewerkschaftsdachverband COSATU, Congress of South African Trade Unions, droht mit einer Streikwelle gegen ein befürchtetes ,,Entlassungs-Blutbad" am Kap. In einer Presseerklärung vom 29. März wirft die Gewerkschaft der südafrikanischen Regierung jetzt vor, zu wenig gegen die hohe Bewertung des Rand zu unternehmen, der für den Stellenabbau verantwortlich sei.
Die Streikandrohung folgt Erklärungen insbesondere aus der Minen- und Textilindustrie, wo in den vergangenen Wochen tausende Entlassungen angekündigt worden waren. Export orientierte Konzerne wie DeBeers und BHP Billiton hatten die anhaltende Stärke der Landeswährung als Grund für erzwungene Sparmaßnahmen angeführt, in deren Folge auch ganze Minenschächte geschlossen werden müssten.
Hart getroffen wird durch die Randstärke auch die Bekleidungs- und Textilindustrie. Verursacht durch billigere Importe aus Asien sind in diesem Bereich laut COSATU innerhalb der vergangenen 12 Monate 17000 Stellen von den Herstellern gestrichen worden.
Der Gewerkschaftsverband fordert von der Regierung eine Senkung der Leitzinsen, die zwar die Kaufkraft durch eine niedrige Inflation gestärkt habe, aber die heimische Export-Industrie und den Tourismus belaste. Die gesamte Wirtschaftspolitik müsse auf den Prüfstand, so COSATU, von der Förderungspraxis für das Kleingewerbe bis zu Handelsvereinbarungen mit Drittländern, insbesondere China.
von Stefan Grüllenbeck
(aus AZ Windhoek vom 30.03.2005)
Windhoek - Der südafrikanische Gewerkschaftsdachverband COSATU, Congress of South African Trade Unions, droht mit einer Streikwelle gegen ein befürchtetes ,,Entlassungs-Blutbad" am Kap. In einer Presseerklärung vom 29. März wirft die Gewerkschaft der südafrikanischen Regierung jetzt vor, zu wenig gegen die hohe Bewertung des Rand zu unternehmen, der für den Stellenabbau verantwortlich sei.
Die Streikandrohung folgt Erklärungen insbesondere aus der Minen- und Textilindustrie, wo in den vergangenen Wochen tausende Entlassungen angekündigt worden waren. Export orientierte Konzerne wie DeBeers und BHP Billiton hatten die anhaltende Stärke der Landeswährung als Grund für erzwungene Sparmaßnahmen angeführt, in deren Folge auch ganze Minenschächte geschlossen werden müssten.
Hart getroffen wird durch die Randstärke auch die Bekleidungs- und Textilindustrie. Verursacht durch billigere Importe aus Asien sind in diesem Bereich laut COSATU innerhalb der vergangenen 12 Monate 17000 Stellen von den Herstellern gestrichen worden.
Der Gewerkschaftsverband fordert von der Regierung eine Senkung der Leitzinsen, die zwar die Kaufkraft durch eine niedrige Inflation gestärkt habe, aber die heimische Export-Industrie und den Tourismus belaste. Die gesamte Wirtschaftspolitik müsse auf den Prüfstand, so COSATU, von der Förderungspraxis für das Kleingewerbe bis zu Handelsvereinbarungen mit Drittländern, insbesondere China.