Pretoria

philippth
Es ist schon ein starkes Stück, daß das angeblich "neue" Südafrika, welches so demokratisch und frei ist, mit der Vergangenheit des Landes macht, wie es den schwarzen Rassisten beliebt. Systematisch wird versucht die weiße Vergangenheit zu zerstören. Errungenschaften der Vergangenheit, kulturelle Güter und Vermächtnisse werden von Autokraten an der Spitze vereinnahmt. Der Gipfel des seit lange dauernden Dramas ist die Umbennung Pretorias. Doch haben bereits gemäßigte Bürger (schwarz und weiß) ihre Ablehnung demgegenüber angekündigt. Allein die Tatsache, daß über diesen Fakt diskutiert werden muß, zeigt die Absurdität die das neue Südafrika mit sich bringt.
Keiner will die Apartheid zurück, aber wer sich so an der Geschichte vergeht wie hier, begeht Brandstiftung an Demokratie, Freiheit und Gleichheit.
Yoshikawa
Na, auch traurig über die Tatsache, dass es keine Adolf-Hitler-Straßen mehr gibt oder die Tatsache, dass Karl-Marx-Stadt wieder Chemnitz heißt?
philippth
Nein in keinster Weise. Ich sehe mich mit deinem Eintrag wieder voll und ganz bestätigt. Allein die Ignoranz und Naivität mit der manche die Sache betrachten spricht Bände. Wie kann halbwegs historisch gebildeter Mensch hier so einen Vergleich anstellen?
Pretoria wurde unter dem Namen Pretoria gegründet, und es gibt nicht einen vernünftigen Grund der diese Umbennung (die übrigens nur von schwarzen Extremisten akzeptiert wird) rechtfertigen würde.
Karl-Marx-Stadt oder "Adolf-Hitler-Straßen" haben einen völlig anderen Hintergrund. Ich glaube es ist vielmehr die Rache einiger machbesessener Fanatiker in der Regierung die mit diesen Aktionen gegen die Weißen im Lande und deren Vergangenheit, welche auch die Vergangenheit der Schwarzen ist, angehen wollen.
Gottlob ist aber klar, daß sich solche Namensänderungen bei der breiten Masse nicht durchsetzen lassen.
Satara
Zitat:
Original von philippth
Es ist schon ein starkes Stück, daß das angeblich "neue" Südafrika, welches so demokratisch und frei ist, mit der Vergangenheit des Landes macht, wie es den schwarzen Rassisten beliebt. Systematisch wird versucht die weiße Vergangenheit zu zerstören. Errungenschaften der Vergangenheit, kulturelle Güter und Vermächtnisse werden von Autokraten an der Spitze vereinnahmt. Der Gipfel des seit lange dauernden Dramas ist die Umbennung Pretorias. Doch haben bereits gemäßigte Bürger (schwarz und weiß) ihre Ablehnung demgegenüber angekündigt. Allein die Tatsache, daß über diesen Fakt diskutiert werden muß, zeigt die Absurdität die das neue Südafrika mit sich bringt.
Keiner will die Apartheid zurück, aber wer sich so an der Geschichte vergeht wie hier, begeht Brandstiftung an Demokratie, Freiheit und Gleichheit.


"Pretoria wird Tshwane"
Südafrikas Hauptstadt Pretoria wird in Zukunft Tshwane heißen. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen. Lediglich ein Stadtteil im Zentrum soll nach dem weißen Burengeneral Andries Pretorius benannt bleiben.

Mehr als zehn Jahre nach der vollständigen Demokratisierung will das Land seine afrikanische Identität nun auch auf der Landkarte deutlicher ausdrücken. Nach dem erneuten Wahlsieg 2004 hatte der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) mit Präsident Thabo Mbeki angekündigt, alle größeren Orte umzubenennen. Dieser Prozess hatte bereits vor Jahren begonnen, wurde bislang aber nicht überall mit großer Eile verfolgt. Die einstige Nord-Provinz heißt heute Limpopo-Provinz, aus der Regionalhauptstadt Pietersburg wurde Polokwane. Dagegen behielten Städte wie Pretoria oder Durban zunächst ihre gewohnten Namen, während die sie umgebenden Regionen bereits Thswane und Ethekwini heißen.

Nun verschwinden immer mehr Bezeichnungen, die von der europäischen Siedlergeschichte Südafrikas herrühren. Für viele schwarze und farbige Bürger des Landes sind es Erinnerungen an das verhasste Apartheid-Regime. Weiße Südafrikaner haben die geplanten Umbenennungen zwar kritisiert. Dadurch würden enorme Kosten verursacht, während der Staat viel brennenderen sozialen Problemen gegenüberstehe. Doch der Widerstand gegen die Pläne wurde an den meisten Orten inzwischen aufgegeben.

Europäische Siedler hatten südafrikanische Landschaften und die von ihnen gegründeten Orte gern nach Politikern und Feldherren aus ihren Reihen oder nach ihren alten Heimatorten benannt. So finden sich heute noch Namen wie Frankfurt, Bordeaux oder Sachsenwald auf der südafrikanischen Landkarte. Tshwane, wie Pretoria künftig heißen soll, ist der Name eines Häuptlingssohns, der vor dem Eintreffen der Weißen in der Gegend lebte, und bedeutet "Wir sind alle gleich". (mp)

Quelle: wwww.outbackafrica.de
Meldung vom 9.3.2005
Satara
Zitat:
Original von philippth
Keiner will die Apartheid zurück,


Du diskutierst sehr emotional. Und all die negativen Auswirkungen die Du teilweise in verschiedenen Postings beschrieben hast, bestreite ich auch nicht. Es führt aber kein Weg daran vorbei, neue Lösungen zu suchen, die das Zusammenleben in Afrika allen Bevölkerungsgruppen ermöglichen.

Wenn das scheitert, ist es doch klar dass die "Weissen" den Kürzeren ziehen werden. Ein erfahrener Afrika-Journalist, der fast sein ganzes Leben in Afrika gelbt hat, hat mal gesagt, dass die Weissen nie zu Afrika gehören werden und immr dort Fremde bleiben.

Auch ich finde es falsch sooooo radikal mit den alten Namen zu brechen. Aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch Regierungsverantwortliche erkennen, dass radiakle Schnitte nicht immer die richtigsten sind.

P.S. Deine o.a. Aussage glaube ich Dir übrigens nicht so ganz.
philippth
Pretoria bleibt Pretoria !
Egal was der Stadtrat oder sonst jemand dort beschließt !
So etwas lässt sich nicht durch einen Beschluß ändern.
Egal welche Städte und Provinzen neue Namen erhalten, der wahre Name, der richtige Name wird verwendet !!!
Oder hat jemand schon einmal eine Karte gesehen, in der nicht mehr Pretoria steht ??

Zur Apartheid: Ich will sie nicht zurück, aber wenn sich herausstellt, daß dies der einzige Weg ist endlich wieder die Probleme zu lösen (wie sie erst seit dem Ende der Apartheid bestehen), dann muß eben auf diese radikale Form zurückgegriffen werden.
philippth
Bevor es jetzt wieder Schmädschriften hagelt lasst mich gleich versichern, ich bin kein Rassist o.ä., ich kämpfe lediglich für die Rechte der Weißen in Südafrika und in anderen Ländern des südlichen Afrikas. Und jeder der dies verweigert oder versucht in eine Ecke zu stellen, begeht ein Brandstifertum an der Demokratie und dem Versuch die freiheitliche Ordnung zu verbreiten.
aida
Was ist das denn für ein absurder Gedanke???
Die Apartheid würde zwar die Probleme der Weißen lösen, aber die der Schwarzen kämen erneut auf. Das ist doch purer Egoismus!
Das kann eindeutig nicht die Lösung sein...
Einen Lösungsvorschlag kann ich jedoch auch nicht liefern...
Yoshikawa
Zitat:
Original von philippth
Zur Apartheid: Ich will sie nicht zurück, aber wenn sich herausstellt, daß dies der einzige Weg ist endlich wieder die Probleme zu lösen (wie sie erst seit dem Ende der Apartheid bestehen), dann muß eben auf diese radikale Form zurückgegriffen werden.


Hier für philippth und alle, die sich die Apartheid nach dem Motto "Es war doch nicht alles schlecht, er hat schließlich die Autobahnen gebaut!" schön reden, eine kleine Wiederholung in Geschichte:

Um die Jahrhundertwende herrscht Krieg zwischen dem Britischen Empire und den Burenstaaten. Der organisierte Widerstand ist zwar längst erloschen, doch unabhängige Burenkommandos führen immer noch einen Guerillakrieg gegen die Briten. Letzendlich beginnen am 23. März 1902 doch Friedensverhandlungen, und im Mai unterzeichnen die 31 Burenführer den Vertrag von Vereeniging. Der Friedensvertrag gewährt dem Transvaal und dem Oranje-Freistaat als britischen Kolonien die Selbstverwaltung und lässt Afrikaans als Amtssprache zu; Großbritannien erklärt sich bereit, als Wiedergutmachung drei Millionen Pfund Sterling zu zahlen.

Der Vertrag von Vereeniging befriedet und vereinigt das weiße Südafrika politisch; die Spannungen zwischen Buren und Briten sind jedoch nicht beseitigt. Auch nach der Gründung der Südafrikanischen Union 1910 bleiben die Buren bis in die dreißiger Jahre weitgehend kulturell und sozial isoliert, und immer herrscht unter ihnen die Angst vor den Schwarzen.

Mit dem von Großbritannien gewährten Status als Dominion ist die Südafrikanische Union im Inneren souverän und die ersten gesetzgeberischen Maßnahmen zur dauerhaften Unterdrückung der schwarzen Mehrheit werden eingeleitet.

1911 Schwarze dürfen im Bergbau und bei den Eisenbahnen nur noch bestimmte Tätigkeiten wahrnehmen, sie werden auf Dauer in die Billigjobs abgedrängt.

1913 Der Landerwerb von Schwarzen außerhalb der Reservate wird verboten. Ihr Anteil am Land wird auf 7% fest geschrieben. Dieser wird 1936 auf die dann endgültigen 13% erhöht.

1923 wird die Grundlage gelegt, den Schwarzen spezielle Wohngebiete an den Rändern der weißen Städte zuzuweisen. Der Zuzug konnte begrenzt, nicht benötigte Arbeitskräfte in die Reservate zurück geschickt werden. Letzteres wird ab 1937 obligatorisch.

1927 Jede sexuelle Beziehung zwischen Schwarz und Weiß wird bestraft, 1950 wird ein Verbrechen daraus.

1945 Der Aufenthalt von Schwarzen in weißen Stadtgebieten wird verboten.

1948 Daniel Francois Malans Nationale Partei besiegt in der Parlamentswahl mit einer Minderheit der Stimmen den Amtsinhaber Jan Smuts, und die eigentliche Ära der Apartheid beginnt.

1949 Wanderarbeiter verlieren ihre Arbeitslosenversicherung; Eheschließungen zwischen Angehörigen verschiedener Rassen werden verboten.

1950 Angehörige aller nichtweißen Bevölkerungsgruppen bekommen spezielle Wohngebiete zugewiesen; jeder Südafrikaner wird einer Rasse zugewiesen, wobei man durch die Behörden vom Weißen zum Mischling oder vom Mischling zum Schwarzen werden kann, jeweils mit den entsprechenden Folgen für Bildungs- und Berufsmöglichkeiten und den Wohnort; das Gesetz zur Unterdrückung des Kommunismus wird so weit gefasst, dass jeder Widerstand gegen die Regierung außerhalb der Gesetze Kommunismus und strafbar ist. Innerhalb der Gesetze ist er sowieso nicht mehr möglich.

1951 Die qualifizierte Arbeit von Schwarzen außerhalb ihrer eigenen Wohngebiete wird zum Verbrechen; die in der Kapprovinz wahlberechtigten Mischlinge werden aus den allgemeinen Wählerlisten gestrichen, Schwarze durften noch nie wählen; die Regierung darf Schwarze von öffentlichen und privatem Land vertreiben und bestimmen, wo sie sich stattdessen niederzulassen haben.

1952 Nur noch diejenigen Schwarzen, die länger als 15 Jahre ununterbrochen in einer Stadt gelebt haben oder entsprechend lange angestellt gewesen oder 10 Jahre ununterbrochen bei ein und demselben Arbeitgeber beschäftigt waren, dürfen noch in den Städten bleiben, für alle anderen ist der Aufenthalt dort auf 72 Stunden begrenzt; alle Schwarzen müssen jederzeit einen Pass vorzeigen können, der auch als Arbeitsnachweis und Nachweis begangener Straftaten dient.

1953 Die Bildungsinhalte für Schwarze werden definiert, sie orientieren sich „an der Natur und den Erfordernissen der schwarzen Menschen“; alle öffentlichen Einrichtungen (Krankenhäuser, Strände, Parkbänke, Verkehrsmittel) werden für Weiße und Nicht-Weiße getrennt eingerichtet, wobei deren Standards nicht gleich sein müssen und natürlich auch niemals sind.

1956 Die Schwarzen dürfen gegen Vertreibungen nicht mehr vor Gericht klagen.

1957 Schwarze haben nunmehr überhaupt kein Wohnrecht außerhalb der ihnen zugewiesenen Gebiete mehr, sie werden endgültig zu Wanderarbeitern.

1959 Die Grundlage zur Einrichtung zur Errichtung der Homelands wird gelegt: Die Schwarzen werden in acht Volksgruppen eingeteilt; Schwarze dürfen nicht mehr an weißen Universitäten - nicht, dass es viele davon gegeben hätte!- studieren, es werden getrennte Bildungseinrichtungen für Weiße, Farbige, Schwarze und Asiaten eingerichtet.

1963 Schwarze dürfen nur noch in ihren Homelands wohnen.

1964 Schwarze können jederzeit aus einem weißen Gebiet ausgewiesen werden.

1967 Das Terrorismusgesetz erlaubt die Einkerkerung ohne Gerichtsverfahren oder Anwaltszugang bis zu 180 Tagen und begründet den Inlandsgeheimdienst BOSS, Bureau of State Security.

1970 Allen Schwarzen wird die südafrikanische Staatsbürgerschaft aberkannt und die ihres Homelands zugewiesen, unabhängig davon, ob sie dort jemals gewohnt haben.

1976 Das Gesetz zur inneren Sicherheit erlaubt die Einkerkerung ohne Gerichtsverfahren oder Anwaltszugang jetzt bis zu einem Jahr, eine oft geübte Praxis führte zu „Viertelstundenfreilassungen“, nach denen ein neues Jahr begann.

Der schwarze Rassismus hat eine Ursache, phillipth!
Yoshikawa
Der nachstehende Artikel ist zwar Off Topic, passt aber m.E. zur Tendenz in desem Thread.

"The future looks black
Andrew Kenny
http://www.spectator.co.uk/article.php?i...ssue=2005-04-09
Cape Town

The day after the election in Zimbabwe, the Cape Times (of Cape Town) carried a front-page story on the South African government's new policy to 'turn the tide against poverty' by cutting back on the tax-funded opulence of ANC politicians. President Mbeki's private jet would be sold and he would in future travel by South African Airways. There would be no more mansions and Mercedes for ministers and no more full-page advertisements in the newspapers singing the praises of the ANC government. This story appeared on 1 April.

Being naturally gullible and tired after a long night before, I read it in a dreamlike state, feeling that I had been transported into a different universe where the ordinary laws of African politics had broken down. In this strange realm, African leaders put the welfare of the people ahead of their own luxury and vainglory. Then I came to the last line of the article, designed to make dimwits like me check the date, and was bumped back to reality.

Part of this reality was the grisly farce of the Zimbabwean election, the inevitable result and its equally inevitable endorsement by the South African government. President Mugabe of Zimbabwe must be extremely grateful to President Mbeki of South Africa, without whose constant support and encouragement he would probably not have been able to sustain his tyranny. The ANC shouted and screamed against apartheid South Africa and Ian Smith's Rhodesia and called for sanctions against both. It denounces what it sees as crimes of the Israeli government, such as the building of the wall to shut out Palestine. But against the mass murder, torture, terror, gang rape and deliberate starvation of the Zimbabwe people by Mugabe's dictatorship, neither President Mbeki nor any other leading figure of the ANC in his government has whispered one word of protest. Mbeki's policy of 'quiet diplomacy' towards Zimbabwe has usually consisted of picking up a big megaphone and bellowing the virtues of Robert Mugabe. The ANC's support for Mugabe is total.

The most frightening question hanging over the future of South Africa is this. Does the ANC support Mugabe out of political expediency or because it agrees with his actions? If the latter, will South Africa go the way of Zimbabwe?

Expediency would be easy to understand. The curse of black Africans, in Africa and abroad, is their unrequited obsession with the white man. Black Africans try to reduce all human existence to a simple morality tale in which the white man is the source of all evil and misfortune. They have little interest in black people beyond their borders but enormous interest in white people. If there is an atrocity in an African country, black people outside that country will not care unless there are white people concerned, either as instigators or as victims.

When Mugabe slaughtered 20,000 black people in southern Zimbabwe in 1983, nobody outside Zimbabwe, including the ANC, paid it the slightest attention. Nor did they care when, after 2000, he drove thousands of black farm workers out of their livelihoods and committed countless atrocities against his black population. But when he killed a dozen white farmers and pushed others off their farms, it caused tremendous excitement. Mugabe became a hero in the eyes of black activists in South Africa, the US and England. That he has ruined Zimbabwe, a beautiful and naturally blessed country; that he has turned it from a food exporter to a hungry food importer; that he has caused 80 per cent unemployment and 600 per cent inflation; that he has killed and tortured tens of thousands of Africans; that he has crushed democracy; that he has reduced life expectancy from 55 years in 1980 when he came to power to 33 years now - none of this matters compared with his glorious triumph in beating up a handful of white farmers.

Whenever there is a South African radio phone-in programme on Zimbabwe, white South Africans and black Zimbabweans denounce Mugabe, and black South Africans applaud him. Therefore, one theory goes, Mbeki cannot afford to criticise Mugabe. This explains Mbeki's constant support for Mugabe, his endorsement of the fraudulent presidential election in 2002, and his recent statement - made after Mugabe had shut down independent newspapers, rigged the voters' roll, terrorised opposition supporters and banned opposition party meetings - that 'I have no reason to think that anybody in Zimbabwe will militate against elections being free and fair.'

The most plausible advocate of this theory is Jeremy Cronin of the South African Communist party (SACP). The ANC is in a three-party alliance with the SACP and the Congress of South African Trade Unions (Cosatu). In a strange but hopeful twist, the SACP and Cosatu have denounced Mugabe and declared the 31 March election a sham. I heard Cronin speak at the University of Cape Town. He is a middle-aged white man with an endearing demeanour, rather like one of those earnest schoolboys determined to be good and often bullied for it. He said that Mbeki had been painted into a corner by Mugabe. Mugabe's skill at evoking the devils of white imperialism, Tony Blair and the IMF, had outmanoeuvred Mbeki. Mbeki genuinely wanted democracy in Zimbabwe and had hoped for democratic reform before this election, but unfortunately the cunning Mugabe had tricked him by declaring the election suddenly before anything could be done.

I listened to this nice man and thought, 'Come off it!' Mugabe's skill? It needs no skill at all to win the applause of black activists around the world. Any African president can kill as many black people as he likes knowing that, if he then condemns white imperialism, he is guaranteed acclamation. Idi Amin, no Machiavelli, did it in the 1970s. He murdered about a quarter of a million Africans but became a great African hero by expelling Asians from Uganda and announcing himself as a conqueror of the British empire. For this achievement he was made president of the Organisation of African Unity. Mugabe's tactics are almost as crude. Mbeki would be an idiot to be surprised by them, and he is not.

Moreover, the ANC is now almost unassailable in South Africa. It won 70 per cent of the vote in the election last year and has no credible rival for power. Mbeki could easily stop supporting Mugabe's reign of terror without losing significant support at home.

So then there is the sinister possibility that Mbeki genuinely approves of Mugabe's actions, both the persecution of opponents and the confiscation of white assets. Mugabe and Mbeki are similar in many ways, and so are their parties. Both men spend fortunes on pomp and ceremony. Both attack white Western culture while adoring it. Both try to dress like English squires and to sound like Oxford dons while at the same time ranting against white colonialism. Both silence all critics by calling them racists. (A difference, which probably does not have much practical importance, is that Mbeki seems to be a genuine racist whereas Mugabe's racism is simply a device for retaining power.) The ANC and Zanu-PF both believe they are not just political parties but divinely ordained 'liberation movements', entitled to rule in perpetuity. Both seem unable to distinguish between the state and the party, and the opposition and the enemy.

South Africa's press is free, even if it labours under heavy self-censorship, but the national television broadcaster, the SABC, increasingly resembles Mugabe's state television with much of the 'news' consisting of the mighty accomplishments of the ruling party and the great utterances of its supreme leader. At present the ANC faces no serious challenge at elections. If it did face a serious challenge, as Mugabe did in 2000, would it act as he did?

Unfortunately, there are many signs that this is exactly what it would do. The ANC has long experience in using violence and terror against its black opponents in the 1980s and 1990s, and would probably put this to use if too many blacks began to vote against it. This might be a reason why the ANC so enthusiastically supports Mugabe, saying in effect to potential black dissidents, 'Be careful. We can do what he does.'

Mugabe became heroic by seizing white-owned farms in Zimbabwe (most of which were bought during his government with its full legal approval). Since farming is a negligible part of the South African economy, the ANC, to reproduce Mugabe's heroism, would have to seize other white assets such as mines, banks and factories. The farms taken from the whites in Zimbabwe did not, of course, go in the main to ordinary black people in Zimbabwe but to a handful of rich cronies in the ruling party. In the ANC's ideology of 'transformation', this is fine. 'Transformation' does not mean reducing inequality or improving the living standards of all. It means changing the race of ownership and power. It is not about rich and poor; it is purely about black and white. If all South African industry were owned by a dozen black billionaires while the majority of black people were living in penury, this would count as successful transformation, just as Zimbabwe, which is now in ruins but has black ownership of the farms, is seen as having had a successful transformation.

In South Africa, the main instrument of transformation is Black Economic Empowerment (BEE). This requires whites to hand over big chunks of the ownership of companies to blacks and to surrender top jobs to them. Almost all the blacks so enriched belong to a small elite connected to the ANC. BEE is already happening to mines, banks and factories. In other words, a peaceful Mugabe-like programme is already in progress in South Africa. What are the chances of its turning violent?

Before the fall of apartheid in 1990, the ANC was Marxist in thought and believed in the command economy. It abandoned this, thanks in large part to Mbeki, because it felt constrained by the realities of the global economy after the fall of communism and the need for foreign investment. Does it now really want to follow Mugabe's violent example but feel constrained by these same considerations? If circumstances changed, as they did for Mugabe, would the ANC cast aside constraint and unleash the 'comrades' on white-owned businesses and properties? Such a move would provide a marvellous opportunity for mayhem, for the multitudes of unemployed young black men would be ecstatically received by the rich but resentful black elite that spends its energy obsessing about whites, and would be cheered to the rooftops by the UN, the African Union and 'progressive forces' around the world. Imagine TV pictures of the white executives of Anglo-America being manacled and whipped through the streets of Johannesburg by grinning black youths. What could be more delightful?

White South Africans are told that they should 'learn the lessons of the white farmers in Zimbabwe'. What lessons? That you should never trust a black government (since they bought their farms with the approval of a black government)? That you should never invest in Africa or pour your sweat into Africa? That you should not try to befriend black people and improve their living standards (since those Zimbabwean farmers who did so were the first to have their lands confiscated)? When Mugabe took power in 1980, there were about 300,000 whites in Zimbabwe. Now there are about 25,000. Is the lesson for white South Africans that they should all emigrate?

I do not know the answers. I did not predict the fall of communism or the fall of apartheid. I am not a good prophet. Zimbabwe is an imperfect comparison with South Africa. But looking at all the evidence as clearly as I can, it seems to me that Zimbabwe is the best comparison we have; and if you want to see the future of South Africa, it might not be a bad idea to look at the present in Zimbabwe."

Dem letzten Satz dürfte kaum etwas hinzuzufügen sein.
philippth
Das war wieder typisch. Gleich wieder in die rechtsextrem Ecke bis hin zu den Nazis und Hitler.
Ich sehe du verstehst nichts. Offenbar hast du überhaupt keine Ahnung von der Situation in Südafrika.
Ich habe einfach kein Lust Leute wie dir etwas zu erklären, da du es ja doch wieder drehst wie du es brauchst, um deine Verfälschungen hier zu präsentieren. Nur ein was noch zu Pretoria. Selbst die Demokratic Alliance hat eine große Aktion gestartet um den Namen zu erhalten. Und alle die die Umbennenung fordern sind ganz einfach schwarze Rassisten, die die Geschichte Südafrika umschreiben wollen. Pretoria ist als Pretoria gegründet worden, und es gibt nicht einen wirklich vernünftigen und verständlichen Grund der eine Umbennenung rechtfertigt.
Yoshikawa
"Zur Apartheid: Ich will sie nicht zurück, aber wenn sich herausstellt, daß dies der einzige Weg ist endlich wieder die Probleme zu lösen (wie sie erst seit dem Ende der Apartheid bestehen), dann muß eben auf diese radikale Form zurückgegriffen werden."

In welche Ecke gehört denn jemand, der die Apartheid wieder einführen möchte, wenn die Vertreter der Bevölkerungsmehrheit eines Staates eine Entscheidung treffen, die den Wünschen der Minderheit entgegen steht?

Wie würden denn nach Ihrer Ansicht die Konsequenzen sein, wenn die Minderheit auf die radikale Form (der Apartheid!) zur Beherrschung der Bevölkerungsmehrheit zurückgreifen möchte?

Ich kann es Ihnen sagen: Bürgerkrieg! Sie befinden sich in Ihrer Gedankenwelt bei der Boeremag!

Über den Sinn oder Unsinn vom Ausradieren von Geschichte kann man diskutieren -wobei ich die Vorgehensweise angesichts der erlebten Unterdrückung nachvollziehen kann-, worüber man nicht diskutieren kann, ist Ihr Wunsch, in Kenntnis der Verbrechen des weißen Apartheid-Regimes, ein ebensolches wieder errichten zu wollen, wenn nicht in Ihrem Sinne entschieden wird..

Ade, Michael
Poe
"ich kämpfe lediglich für die Rechte der Weißen in Südafrika...."

Ja und genau da beginnt das Problem. Jeder kämpft für die Rechte von irgendeiner Hautfarbe. Sag das du für die Gleichbehandlung unabhängig der Abstammung und Hautfarbe kämpfst ( was du in gewisser Hinsicht bei einigen Fragen sogar machst) und du bist Humanist.

Aber soo... meine Rechte, mein Land, meine Tradition...

wer aus Länderen kommt wo das "Regime" in den letzten paar Jahrzehnten öfters mal wechselte sieht das gelassener.

Und Namen sind nur Schall und Rauch. Petersburg oder Leningrad, Chemnitz oder KLM, in halb Europa, insbesondere in Ländern die den Eigentümer öfter mal wechselten gibt es mehrere Namen einer Stadt. Mindstens die Hälfte aller tschechischen und polnischen Städte hatte auch deutsche Namen. Na und? Unter Adolf dem Irren hieß es halt so und bei den Polen so. Unter den Weißen halt Pretoria und jetzt halt anders.
Auch die Türken haben halb Südosteuropa umbenannt gehabt obwohl noch die selben Leute dort wohnten. Wenn man sich nicht mit seinem Wohnort identifizeren kann kann man ihn doch umbenennen, kein Problem.

Zur Beruhigung noch ein aktuelles Beispiel aus der Tiefe das alten Europa. Drei Städte, nahe beieinander gelegen im Herzen Deutschlands. Alle mit jahrhundertealter Tradition, Stadtmauern, Schlössern, Burgen und allem drum und dran. Die Stadtnamen haben sich über die Zeiten hinweg zwar leicht gewandelt aber waren immer die gleichen. JETZT überlegen die Städte eine neue gemeinsame Stadt mit einem neuen Namen zu gründen. Nach 500 Jahren !! Eigenständigkeit.
Ok, wir haben nicht den Stellenwert von Pretoria, aber nach ein paar Jahrzehnten ist es für die meisten ganz normal.

Genauso ist es in Südafrika. Dinge entstehen und vergehen, was will man daran festhalten. Traditionen leben, überleben, oder werden vergessen, sind ruhmreich oder beschämend, auch Geschichte liegt im Auge des Betrachters und ist nie objektiv.

dir bleibt die Hoffnung das viele Städte auch wieder rückbenannt wurden :-)