Unterkünfte in National Parks

Jakob
Hallo miteinander,

ich bin neu hier im Forum, war mal kurz in Kapstadt, möchte jetzt aber ab Ende September mit 5 Freunden eine 3 1/2 wöchige Reise machen. Wir haben geplant als eigene Gruppe zu fahren, und uns einen Guide zu mieten. Wir haben bereits Adressen in Südafrika, aber ist das auch empfehlenswert?

Meine zweite Frage ist, Unterkünfte in National Parks, besonders im Krüger Park, mir wurde abgeraten von den Staatlichen, sondern man könnte den Aufenthalt nur in privaten Lodges genießen, nur da bekäme man viele Tiere zu sehen. Aber die sind ja doch sehr teuer, oder sollte man das Geld auf jeden Fall anlegen?

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen

Jakob
nyala
Es ist völliger Unsinn, daß man nur in den Lodges am Kruger viele Tiere sieht. Wie viele Tiere man sieht, ist ganz unterschiedlich. Beim game drive einer Lodge manchmal auch weniger, als wenn man selbst von einem Rest Camp aus mit dem Auto durch den Park fährt. Die Unterkünfte in den Parks sind einfach, aber durchaus o.k. Und man kann den ganzen Tag (von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) selbst herumfahren, während man in den Lodges meist auf die drives angewiesen ist. Zusätzlich kann man in den Rest Camps Fahrten buchen, z.B. nachts, wenn man selbst das Camp nicht verlassen darf. Wobei die Fahrzeuge in den Camps mehr Leute aufnehmen, als die in den Lodges.

Nyala
eintracht
Hallo Jakob

ich als Krüger Park Fan kann sicherlich keinen objektiven Tip geben, doch der Krüger Park ist suuper! Okay im Süden besonders rund um Skukuza schon ein wenig überlaufen bzw recht viele Fahrzeuge. Aber gerade im südlichen Teil kann man jede Menge Tiere sehen und es gibt soviele Pisten das man den Massen schon gut entkommen kann. Je weiter man nach Norden kommt um so ruhiger wird es und Tiere gibt es im Krüger genug und trotzdem kommt es auch schon mal vor das man außer ein paar Impalas nicht viel mehr zu sehen bekommt. Was allerdings unschlagbar ist, man kann sehr gut Restcamp hoppen, das heist bei guter Planung fährt man von Restcamp zu Bushcamp zu Restcamp.... und arbeitet sich so durch den Park ohne in verlassen zu müssen. Ende Februar werde ich allein zehn Tage nur im Krüger sein, total super!

Zu dem Luxus in den staatlichen Camps ist hier schon sehr viel unterschiedliches berichtet worden. Ich habe durchweg gute Erfahrungen gemacht, alle Cottage waren sauber und in einem ordentlichen zustand, einige sind ganz frisch renoviert (Pund Maria oder Lower Sabie) andere auch erst vor ein paar Jahren erbaut (Mopani) worden. Ich finde das Preis-Leistungsverhältnis stimmmt, man kann seine Lebensmittel selbst mitbringen oder in den Shops der Restcamps noch vor Ort kaufen(etwa 10 bis 20% teurer als im Supermarkt, fast alle Restcamps haben darüber hinaus auch ein Restaurant, die eigentlich auch ganz ordentlich sind. Insgesamt kann man eine tolle Safari machen zu einem günstigen Preis (bei einem längeren Aufenthalt lohnt sich eine Wildcard), wenn man allerdings am Morgen und Abend Fahrten/Wanderungen bucht nur im Restaurant ißt und sonst noch alles mitmachen muß was angeboten wird kann man auch im Krüger sehr viel Geld liegen lassen.

Zu den Privatcamps am Krüger bzw. es gibt ja auch welche im Krüger Park, kann ich nicht viel sagen, die sind mir zu teuer ab 200.-€ pro tag würde ich halt nicht zahlen. Da sind sicherlich alle Fahrten und Essen mit dabei, aber man muß einfach auch alles mitmachen sonst lohnt es nicht, einfach mal einen Tag im Camp vebummmeln ist da nicht drinn.

Die Frage ist sicherlich "wieviel Luxus braucht der Mensch"

Einträchtliche Grüße
Poe
Die Entscheidung ob man die hohen Kosten für einen Guide ausgibt und die privaten Lodges wegen des größeren Luxus den staatlichen Camps vorzieht ist ausschließlich eine Frage
A) des Geldbeutels
B) des "Niveaus" von dem man der Meinung ist sich in selbigen Bewegen zu müssen.
C) Ihr alle kein Wort Englisch sprecht

Erforderlich ist es jedenfalls nicht. Jedes Jahr bereisen Tausende Urlauber mit Mietwagen das Land, nutzen die Camps und sehen Tiere. Vom 18 jährigen Rucksacktourist über Famiilien mit Kindern bis zum Rentnerehepaar.
Wenn du eine Garantie suchst die Big 5 zu sehen bist du in einem Nationalpark eh verkehrt. Gamedrive heißt bei Laien auch mal 2 Stunden durch den Busch zu zuckeln und nur ein paar Antilopen au der Flucht zu sehen.
Wenn du die Sicherheit suchst eine makellose Unterkunft zu bekommen muß einem das die Mehrkosten für private Lodge halt wert sein, in staatlichen Camps kann man Glück oder Pech haben.
Lothar
Eintracht hat völlig Recht.

Auch im Krüger gibt es Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen, vielleicht
nicht in allen Camps. Privat ist immer teuer, weil diese Gameparks wohl i.d.R.
keine staatlichen Subventionen erhalten dürften (kenn ich mich aber nicht so
aus).

Ich frage mich nur: wo bleibt aber dann noch das einfache Afrika Fieber?
Dann spar ich mir das Geld und buche das Ritz in Kapstadt.

P.s: vor einigen Jahren stand selbst der Krüger Park in herber kritik:
es wurde bemängelt das sich zuviel Schickeria dohrt rumtreibt und sich
den Sundowner mit Frack, langen Abendkleidern und Champus verwöhnen
läßt. Eingefleischte ziehen andere Parks, z.Bsp. Etosha u.a. vor.

Bei nem Guide wäre ich auch vorsichtig, der hat auch irgendwie seinen
Zeitplan, vor allem für den Krüger lohnt es sich nicht.

Dennoch viel Spaß
Lothar
hab noch was vergessen:

Viele private Gameparks müssen Tiere ankaufen um den Besuchern was
bieten zu können; es gibt aber auch andere, nebenbei gesagt.
Rossi
Zitat:
Original von Lothar
Eintracht hat völlig Recht.

Auch im Krüger gibt es Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen, vielleicht
nicht in allen Camps. Privat ist immer teuer, weil diese Gameparks wohl i.d.R.
keine staatlichen Subventionen erhalten dürften (kenn ich mich aber nicht so aus).


Aber ich.
Und dazu kann ich sagen, dass der Krüger keinen Cent an staatlichen Subventionen erhält, im Gegenteil. Unter den (halb-)staatlichen Nationalparks ist der Krüger die Gelddruckmaschine schlechthin. Über den Krüger werden nicht nur die meisten anderen SAN-Parks (mit-)finanziert, er erwirtschaftet nach den Abzügen, die an die anderen Parks gehen immernoch einen ordentlichen Überschuss, der der Staatskasse recht gut tut.
Ich weiss nicht genau, warum die privaten Parks so viel teuer sind, aber vermutlich hängt das damit zusammen, dass die das Land bezahlen müssen (Pacht oder Abzahlen) auf dem sie ihren Park betreiben.

Und nunja, willst du das "einfache" Afrika, bist du meiner Meinung nach in Südafrika sowieso falsch.

Es ist auch richtig, dass viele private Gameparks Wild ankaufen müssen. Aber das ist an sich nichts schlechtes, dadurch werden andere Parks wie z.B. der Krüger wenigstens einen Teil ihrer überschüssigen Tiere los und verdienen noch was dabei. Gerade was einige bedrohte Tierarten angeht können wir um die privaten Parks froh sein, die diesen Tieren Lebensraum bieten der anderswo nicht mehr vorhanden ist. Inzwischen ist es allerdings so weit, dass, was manche Tierarten (z.B. Elefanten) angeht, alle Parks voll sind, die Tiere sich aber weiter, bis weit über die Kapazität der Parks hinaus, vermehren. Aber das ist ein anderes Thema, ich meine auch, das hatten wir hier schonmal irgendwo.

Rossi
Lothar
Danke für deine Informationen, Rossi.

Dann ist der Krüger Park eine ähnliche Institution, die wie die
Forstbehörden Umsätze und Gewinne erzielen! Als einzige staatl.
Einrichtungen.