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Katu

Anfänger

  • »Katu« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 1. Oktober 2011, 11:39

Haushalt nach Südafrika umziehen!?

Hallo zusammen,

ich werde nach Südafrika auswandern und versuche gerade eine Lösung für meinen Haushalt in Deutschland zu finden. Zusammen wären das ca. 20 Umzugskartons. Die Nachfrage bei einem Umzugsunternehmen ergab, dass ich diese noch nicht mal selber packen darf, wenn diese per Fracht nach Südafrika eingeliefert werden sollen. Von Seefracht wurde mir aufgrund der immensen Kosten sofort abgeraten, Luftfracht wäre möglich, Kosten konnten hier jedoch nicht genannt werden. Den Großteil meines Zeugs bin ich bereits am verkaufen, der Rest sind eben notwendige Dinge und welche, an denen mein Herz dran hängt. Ich habe daran gedacht, Pakete schon mal vorzuschicken, aber da gelten ja ein paar Regeln wegen Zoll und ich habe gelesen, dass man nur 2 Pakete im Jahr als 'Geschenk' nach Südafrika schicken darf. Ich habe noch keine Aufenthaltsgenehmigung, weiß aber, dass dann keine Zollabgaben anfallen. Eine Recherche, welche Versandunternehmen in Frage kommen, ergab, dass entweder 55€ (bei bis zu 10kg) oder 95€ (bei bis zu 30kg) anfallen werden. Für je 20 Kartons ist das natürlich auch ne üppige Summe. Kann von den ebenfalls Ausgewanderten mir jemand mit seinen Erfahrungen weiterhelfen? Ich bin dankbar für jeden Hinweis. Im Dschungel der Auswanderung verliert man den Überblick über rechtliche Möglichkeiten und evtl. einfache und sinnvolle Lösungen.

Katharina

mahatari

Schwalbe

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2

Samstag, 1. Oktober 2011, 13:14

Hallo Katharina,
wir haben 2009 10 Umzugskartons per Seecontainer nach SA geschickt. Haben uns einfach in einen Container nach Südafrika eingemietet. (Kannst Du ab und zu in Kleinanzeigen finden oder suchen.) Das ist die kostengünstigste Variante (war es damals jedenfalls). Gewicht spielte keine Rolle, da es nach Kubikmetern geht. Die Kisten haben wir selbst gepackt. Dazu muß man Packlisten schreiben (siehe unten). Die Kartons haben wir dann in den Container gelegt.
Container versiegelt (durch den Anmieter) und ab zum Hafen. Der deutsche Zoll hat den Container nicht mehr geöffnet und der südafrikanische Zoll hat ihn auch durchgewunken. 1 Exemplar der Packlisten kommt mit in den Container, ein weiteres geht an den südafrikanischen Agenten der Spedition. War alles ganz einfach.
Viele Grüße
Peter
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""Wenn Du immer alle Regeln befolgst, verpasst Du den ganzen Spass! (Katharine Hepburn)""

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Katu (2. Oktober 2011, 09:47)

the-ocean-bay

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Samstag, 1. Oktober 2011, 14:11

Hallo Katharina,

es sind einige Dinge die Dir gesagt wurden sind, wohl nicht ganz richtig, um es mal vorsichtig auszudrücken

- natürlich kannst Du deine Kartons selber packen - Du musst nur Packlisten in deutsch und englisch schreiben und darauf achten, was Du einführen darfst
- es ist außerdem falsch, dass Luftfracht günstiger wäre. Frag bei Speditionen nach einer Beiladung in einem Seecontainer - ist mit Sicherheit erheblich günstiger.
- wenn Du keine Aufenthaltsgenemigung hast, bekommst du deine Sachen gar nicht erst durch den Zol l!!!


Wir sind vor 2,5 Jahren nach Südafrika ausgewandert, daher glaube ich auch, dass sich noch nichts groß geändert hat.
Johannes hat hier übrigens einen längeren Beitrag über die anstehenden Gesetzesänderungen für die Einwanderung nach Südafrika eingestellt.
Denn solltest Du unbedingt lesen!!!!

Liebe Grüße aus Jeffreys Bay, Sven
The Ocean Bay Luxury Guesthouse

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Katu (2. Oktober 2011, 09:48)

Katu

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  • »Katu« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 2. Oktober 2011, 13:06

Die Anmietung eines Seecontainers klingt gut. Wie muss ich mir das Vorstellen - ist der Container bereits am/im Hafen, muss ich den selber irgendwo hintransportieren, gibt es hier Standardmaße?

Dass ich ohne Aufenthaltsgenehmigung meinen Haushalt nicht am Zoll vorbeibekomme, war mir bewusst. Daher hatte ich die Überlegung, bereits einige Sachen per Paket vorzuschicken. Stimmt es, dass ich nur 2 Pakete im Jahr als 'Geschenk' an jemanden in Südafrika versenden kann? Kennt sich jemand mit preiswerten Versandunternehmen aus?

Von der anstehenden Gesetzesänderung weiß ich schon (Danke trotzdem für den Hinweis). Allerdings kann ich momentan nicht abschätzen, ob ich es vorher noch schaffe, einen Antrag für die Aufenthaltsgenehmigung zu stellen oder damit evtl. wieder zurück nach Deutschland muss, um besagten einzureichen. Das hängt momentan leider davon ab, ob mein Freund bald einen geeigneten Job findet.

Katharina

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Montag, 3. Oktober 2011, 07:45

Moin,

--ich werde nach Südafrika auswandern und versuche gerade eine Lösung für meinen Haushalt in Deutschland zu finden.--

..Ich habe noch keine Aufenthaltsgenehmigung, weiß aber, dass dann keine Zollabgaben anfallen.--

Soll das ein Witz sein? Oder bist Du Dir so sicher, diese Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen? Wenn Du Dir nicht sicher bist, dann ist der Umzugskarton Deine letzte Sorge.

Ich würde erst einmal schauen, ob das eigene Zeug den Wert erreicht, der für eine Verschiffung gezahlt werden muß.

Habe vor Jahren 2 Container für meinen Bruder nach Australien gepackt. In den Ersten kam ein Oldtimer-Auto aus den 50'ziger Jahren und so viel ich weiß hat man das Auto im Hamburger Hafen umgepackt. Die Container wurden an die Haustür geliefert. Aber das ist die teure Variante.

In den Zweiten kam von der Waschmaschine bis zu persönlichen Klamotten der Kinder sehr viel Kleinkram. Alles Quatsch. Viel zu viel Aufwand. Der Container unheimlich lange unterwegs und letztendlich war man erstaunt, was da alles drin war. Komischerweise kann man in Australien und auch in Südafrika ohne das Zeug aus Europa gut existieren. Man kann sich vom Bett, über Möbel und Kleidung fast alles zweckmäßiger kaufen. Südafrikaner leben nicht in leeren Häusern. :thumbsup:

Wir haben unser Haus am Kap in weniger als einer Woche komplett eingerichtet. Tipps von Locals und die äusserst zuvorkommenden Geschäftsleute vor Ort haben sehr geholfen. In unserem Nest wird man bei erfolgloser Suche immer sehr hilfreich zu den richtigen Geschäften geschickt. Gewartet haben wir nur auf die geschneiderten Vorhänge. Die sind auf der Nordseite wegen der Sonne besonders gefertigt und die teure Anschaffung hat sich gelohnt.

Wir haben etwas mitgebracht, was kaum einer ahnt, aber für uns jeden Abend im Winter ein Segen ist. Simple echte Daunendecken für das Bett. Da es hier in der Nacht sehr kühl ist, man kaum eine echte Heizung kennt, ist so eine Federdecke ein Genuss. :love:

Ein Freund hat vor ein paar Monaten sein Motorrad aus Kapstadt nach D verschifft. Dort dann ca. 5 Monate genutzt und es sollte jetzt wieder unterwegs zurück zum Kap sein. Es wurde ein Stellplatz in einem Container mit vielen anderen Sachen genutzt. Das Motorrad wurde jeweils direkt zur Verpackung angeliefert. Die Versicherung in Europa erfolgte über den ADAC. Hier in SA haben wir noch keine Versicherung gefunden, die Leistungen in Europa beinhaltet. Die Geschichte ist weitaus billiger, als in D für den Zeitraum eine Harley zu mieten. Schließlich wurden über 7000 km gefahren.

Aber zurück zum Anfang. Man hat schon sehr viele mit der Idee des Auswanderns gehört, jedoch die gesetzlichen Voraussetzungen, waren häufig eine nicht zu nehmende Hürde. Dann war man schließlich vor Ort und ist aus den unterschiedlichsten Gründen gescheitert.

Ich rate zu einer 14 Tage Tour in einem Camper, oder auf dem Motorrad. Dann wird bewusst was man wirklich zum Leben benötigt. Auch bei Erinnerungsstücken wird dann die Wichtigkeit relativiert. Spätestens wenn man zurück kommt und sich fragt, ob man den Kram vermisst hat und wann man es sich zuletzt angeschaut hat sollte ein Nachdenken einsetzen.

Viel Erfolg

Jan-Peter

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Bär (3. Oktober 2011, 11:01), Anne (3. Oktober 2011, 10:50), Johannes (3. Oktober 2011, 09:09)

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Montag, 3. Oktober 2011, 21:12

Zitat

letztendlich war man erstaunt, was da alles drin war. Komischerweise kann man in Australien und auch in Südafrika ohne das Zeug aus Europa gut existieren.


Wir haben über die Spedition Lindemeyer 4 große Boxen in einem Sammelcontainer nach SA geschickt, der erst 4 Monate nach uns kam,
das war bewusst so gewählt und auch wir brauchten das ganze Zeugs nicht. Aktuell versuchen wir vieles davon auf dem Flohmarkt zu verkaufen.

Also totaler Blödsinn. In den 4 Boxen waren +- 40 kleinere Kartons.

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)


Zitat

Im Dschungel der Auswanderung verliert man den Überblick über rechtliche Möglichkeiten und evtl. einfache und sinnvolle Lösungen.


Die Gesetzesänderung ist inzwischen in Kraft.
Die Verwaltungsvorschriften allerdings sind noch nicht veröffentlicht.
Ich würde dir raten, dir eine gute Agentur zu suchen.

Viele Grüße,

Bee

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Katu (6. Oktober 2011, 21:12)

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Montag, 3. Oktober 2011, 22:33

Also kleineres Zeug braucht man bestimmt nicht in SA, aber meine Schwiegereltern hatten sich schon geärgert das sie nicht die Möbel zerlegt haben um Holz zu haben und das sie die Couch dagelassen haben weil wir auf dem Land nur minderwertige Qualität bekommen(Man merkt das holzgestell) alles andere bekommt man wirklich dort.
www.waterberg-delikatessen.com

Patrick

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8

Sonntag, 8. September 2013, 15:29

Nun, ich plane wieder zurück nach Süd Afrika zu kehren, bin dort aufgewachsen und meine Planung läuft entsprechend auf hochtouren. Ende 2014 vor Weihnachten soll es dann soweit sein. Von daher kann ich bereits etwas Hilfe auch hier anbieten. Eine Auswanderung bzw. der Umzug nach Übersee muss von langer Hand sorgfältig geplant und vorbereitet sein, sowohl um dann auch wenn man in den Land ist und z.b. in den neuen Job z.b. startet, Konzentration darauf voll möglich ist. Dann will mann nicht mit unnötigen Stress belastet sein, weil man einiges nicht beachtet hat, wie zum Beispiel mit dem Zoll! Aber es ist auch Alles keinesfalls ein Hexenwerk!
Zu der Frage also: Verpacken kannst du selbst, das spart viel Kosten! Dabei aber gilt folgendes zu beachten, da ins besonders der Seefracht nur im Frage kommt. Luftfracht ist ein vielfaches teuerer, denn jeder Kilo der in die Luft gebracht werden soll kostet! Auf See ist das anders, da zählt das Volumen.

1. Die Fracht ist ca. 4-6 Wochen unterwegs, zuzüglich Standzeiten wegen Zoll-Abwicklung, aber das soll zügig sein.
2. Die Kisten müssen absolut Wasserfest verpackt sein, sodass die hohe feuchte Seeluft nicht ran kommt! Es geht dabei nicht einmal darum, ob eventuell Wasser in den Container gelangt, sondern eben um die hohe (salzige!) Luftfeuchte!
3. Hast du nicht genug, dass ein Container (halber mit ca. 6 Meter) sich lohnt, der ja kostet, kannst du auch eine Kiste deiner Wahlgröße anfertigen lassen oder es auf einer Palette setzen und entsprechend befestigen. Z.B. mit Gurte und anschließend Schweißfolie einschweißen oder Stretch-Folie einwickeln
Was sehr wichtig ist, ist möglichst nichts mixen., also nur Klamotten zu Klamotten, Küchen-ausstattung nur zur Küchen-Ausstattung etc. Mir wurde erklärt, dass dies beim durchleuchten der Container für den Zoll einfacher ist und daher dann eher weniger die Gefahr besteht, dass da auf Verdacht etwas geöffnet wird, weil wenn allmöglichen dinge einfach zusammen gewürfelt werden, dann sieht es auf dem Bildschirm entsprechend auch verwirrend aus, so erklärte man mir dies. Aber es spricht für sich selbst, dass so zu tun, dann sucht man nicht Alles beim auspacken in der neuen Heimat!
Hoffe ich konnte helfen.

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asango (9. September 2013, 15:37)