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nad

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Sonntag, 8. Februar 2015, 22:07

Ein unvergesslicher Tag im Addo Elephant Park

Nachdem ich nun viel über PE und die Schulen geschrieben habe, komme ich heute zu einem touristischerem Thema: Addo!

Ich berichte ja nicht chronologisch,sondern eher nach Themen sortiert. Lasst euch davon also in den verschiedenen Beiträgen nicht verwirren. Dieser Tagesausflug fand eher gegen Ende meiner drei Monate statt.

Ich habe ja hauptsächlich gearbeitet und somit vor allem mit Lehrern Kontakt gehabt. Die alle im Arbeits- und Familienalltag "gefangen" waren. Und ich war alleine unterwegs, was auch schon viele Unternehmungen ausgeschlossen hat. Und mein Auto war ja nun auch nicht so das vertrauenswürdigste. Es war somit oft schwierig Dinge zu unternehmen, da ich keine Begleitung hatte. Aber meine super nette Vermieterin Elaine hat dann doch beschlossen, dass ich nicht in Afrika gewesen sein kann, ohne wenigstens kurz auf Safari gewesen zu sein. Und da sie, ihr Mann Andre und die Kinder Ben und Ingrid sowieso total tiervernarrt sind, haben wir gemeinsam einen Samstag im Addo verbracht. ...und ich bin sehr, sehr froh darüber! :love:

Wie gesagt: Ich würde die Unterkunft sofort ALLEN empfehlen, wenn Elaine nicht ausgewandert wäre ... Ich habe mich oft besser aufgenommen gefühlt, als bei meiner Gastfamilie in den USA, obwohl ich dort wirklich am Familienleben teilgenommen habe und bei Elaine ja eigentlich „nur“ zahlender Gast war. Wir haben immer noch regelmäßig Kontakt und ich bin jederzeit eingeladen in Neuseeland vorbei zu kommen. Das ist die südafrikanische Gastfreundschaft, die ich so noch nie woanders erlebt habe!

So, zurück zum eigentlichen Thema:

Am Abend vorher wurde mir sehr deutlich gemacht, dass ich bloß nicht frühstücken soll. Ich würde schon sehen warum ... ?( ?( ?( Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, aber ich habe mich natürlich dran gehalten. Also sind wir alle mit leeren Mägen in Andre's 4x4 Landrover gestiegen und losgefahren. Btw: Elaines Kinder Ben und Ingrid sind eigentlich immer und überall Barfuß und in kurzer Hose (am liebsten nur in Badekleidung) rumgelaufen. Auch für diesen Ausflug waren einige Überredungskünste nötig, bis sie endlich Schuhe anhatten (die sofort wieder ausgezogen wurden, als wir im Auto saßen)… :saflag:
Wir fuhren bis zum Nanaga Farmstall. Und wie es sich für richtige Afrikaaner gehört haben wir uns dort mit Pies, Milktarte, Dore Wors, Biltong und Dryed Pineapple eingedeckt. :thumbup:
Ein Teil wurde direkt verspeist, der Rest für ein späteres Picknick aufgehoben. Nanaga ist für mich auf jeden Fall ein Muss! Ich freue mich jetzt schon auf Mitte März, wenn wir dort wieder vorbeikommen werden. Seit dem ersten Besuch dort bin ich süchtig nach Dryed Pineapple. Aber nur von da. Hier in DE schmeckt das einfach nicht. Viel zu trocken. Auch die Pies dort sind nicht mit denen zu vergleichen, die es in Supermärkten oder Malls zu kaufen gibt. Wer dort vorbei kommt (und das sind viele, Nanaga liegt direkt an der N2) sollte nicht versäumen anzuhalten! :thumbsup:

Elaine und Ingrid mit unserr "Beute"


Von dort aus ging es dann endlich zu den wilden Tieren. Ich weiß nicht mehr welches Gate es war, aber vllt erkennt es ja jemand von euch? ?( Wir haben dort eine tolle Karte bekommen und ein Faltblatt mit allen im Addo vertretenen Tieren. Besonders für die beiden Kleinen war das eine tolle Hilfe.





Die ersten Tiere haben sich SEHR gut versteckt. Erkennt ihr sie?



Aber die nächsten Sichtungen ließen nicht lange auf sich warten:


Und dann war er da endlich: Der erste Elefant! Zwar weit entfernt, dadurch aber nicht weniger imposant.



Und dann ging es wirklich Schlag auf Schlag. Wir sind nie lange gefahren, bis wieder irgendwer ein Tier entdeckte. Und mit fünf Leuten im Auto konnten wir alle Blickrichtungen abdecken!







Gute Sicht aus dem Landrover:



Ein Büffel zeigte nur sein Hinterteil:



Nach einiger Zeit winkten uns Menschen aus einem entgegenkommenden Auto heftig zu. Wir hielten an und sie sagten, dass wir ca. 500 Meter weiter fahren sollten. Dort würden zwei Löwen direkt an der Straße Mittagsruhe halten. Waaaaas? Löwen?? Ich konnte mein Glück kaum fassen. 8o Schnell machten wir uns auf den Weg dorthin. Leider waren wir bei weitem nicht die einzigen: Es hatte sich schon ein kleiner Stau gebildet. Es war ja auch Wochenende und viele Südafrikaner waren unterwegs.









Die beiden Gefährten ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Wir haben einige Zeit gespannt geguckt, sind dann aber auch weiter gefahren, weil es definitiv zu viele Autos wurden, die Menschen zum Teil sehr aufdringlich waren und die Löwen doch unruhig wurden. :thumbdown:

An einem Wasserloch gab es dann gleich das nächste Highlight. Als wir ankamen trafen wir dort vllt. so 5 Elefanten an. Ich dachte schon, dass das viel wäre. Als wir fuhren waren es aber so an die 30. Aus allen Richtungen strömten sie mit den ganzen Familien zum Wasser. :love:

Groß und Klein tranken und alle hatten sichtlich Spaß dabei. Allerdings konnte man auch genau beobachten, wie die ganz Kleinen und Halbstarken von den Mamas und Tanten zurechtgewiesen wurden. Es war einfach nur toll. Wir haben bestimmt eine ganze Stunde dort verbracht und konnten uns auch dann nur schwer losreißen. Als wir uns vom Wasserloch entfernten haben wir noch viele weitere Elefanten gesehen, die zielstrebig das Wasserloch angesteuert haben.



Der ganz Kleine ist mehrmals hingefallen und einmal sogar fast im Wasserloch gelandet, weil er unbedingt auch trinken wollte, sein Rüssel aber viel zu kurz war.








Auf dem Weg ins Maincamp kreuzte dieser langsame Geselle unseren Weg, aber natürlich haben auch die „Kleinen“ uneingeschränkte Vorfahrt!



Im Maincamp haben wir lecker im Restaurant gegessen und uns dann noch die kleine Ausstellung angesehen. Interessant war auch die Karte, wo ganz aktuelle Sichtungen vermerkt werden.







Leider war der Tag im Addo dann schon wieder vorbei. Aber ich bin froh, wenigstens kurz dort gewesen zu sein. Sonst wäre mein Südafrika- Erlebnis irgendwie auch nicht komplett gewesen.

In der nächsten Folge fahren wir gemeinsam zum Ruder- Wettbewerb verschiedener Unis nach Port Alfred!

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Zul

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Montag, 9. Februar 2015, 09:58

VielenDank für Deinen Bericht......

und Nanaga......ich liebe die Brötchen mit Tomate und Käse dort...wann immer es uns möglich ist, halten wir dort an.

nad

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Mittwoch, 11. Februar 2015, 20:18

Tagesausflug nach Port Alfred

Hallo, ihr lieben Südafrika- Verrückten, jetzt gehts weiter im Text. :)
Dass so ein Eintrag so viel Zeit in Anspruch nimmt, das habe ich beim Lesen der vielen Reiseberichte gar nicht bedacht und das macht sie noch viel wertvoller.
Deswegen an dieser Stelle mal ein Herzliches Dankeschön an all die fleißigen Schreiberlinge! :danke:
Aber heute ist mal wieder genug Zeit für die Fortsetzung meines PE- Abenteuers da.

Ich hatte ja bereits erzählt, dass ich direkt als ersten Kontakt Ruby kennen gelernt habe (der Abhol- Service vom Flughafen, falls ihr euch erinnert).
An meinem ersten Wochenende in PE war Ruby freitags abends bei einer Kollegin eingeladen. Die beiden wollten zusammen kochen und kurzerhand hat Ruby mich eingesammelt und mitgenommen. An diesem Abend habe ich dann meine "Family form the other end of the world" kennen gelernt. :love:
Penny und ihre beiden Kinder Rebecca (etwas jünger als ich) und Jordan (13J.) haben mich sofort liebevoll aufgenommen und ich hatte auf jeden Fall keine Langeweile mehr. Nachmittags nach der Schule bin ich meistens zu ihnen gefahren und wenn es nur zum gemeinsamen Kaffee/ Tee trinken war. Rebecca und ich sind zusammen am Strand laufen gegangen, shoppen gefahren etc. Was Freundinnen halt so machen. Und Penny hat mich immer überall mit "This is my new daughter, she's from the other end of the world" vorgestellt. Daher auch die Familienbezeichnung.

Ich habe es ja schon mehrfach betont, aber hier noch mal: Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Südafrikaner ist für mich bisher unübertroffen! :saflag:
Eines freitags bekam ich direkt nach Schulschluss einen Anruf von Penny, ich solle mir für morgen nichts vornehmen, wir fahren nach Port Alfred.
Ihr habt ja schon mitbekommen, dass es für mich gar nicht so einfach war mal aus PE rauszukommen, sodass ich sofort freudig zugestimmt habe (nicht das ich überhaupt eine Wahl gehabt hätte, Südafrikaner sind auch sehr einnehmend und bestimmend!).

Am nächsten Morgen machten wir uns also auf den Weg nach Port Alfred. Natürlich mit Frühstücks-Stop in Nanaga. Ich habe ja schon gesagt: Ich bin da nie dran vorbeigekommen, ohne das wir angehalten haben! :whistling:

On the road:





Lauter schöne Dinge gibt es zu bestaunen/ zu kaufen:



Das Wetter war super (es war ja immer noch südafrikanischer Winter) und auf der Fahrt kam ich dann mal auf die Idee zu fragen, weswegen wir dort überhaupt hinfahren.
Es stellte ich heraus, dass Pennys Neffe im Ruderachter der Rhodes University am Ruderwettkampf teilnehmen wird und die gesamte Großfamilie samt Großeltern aus Queenstown etc. anwesend sind um ihn anzufeuern. Ich lerne also gleich die ganze Familie kennen und wurde auch hier direkt super aufgenommen.
Wir haben den Tag direkt am Kowie- River im Oceans Basket verbracht. Für die Oceans Basket Fans unter euch: Die Location dort ist echt super! Man sitzt auf großen Holzbänken direkt am Wasser und es gibt auch einen Steg, um bis "auf" den Fluss zu gehen.
Es wurden Unmengen an Essen geordert, jeder hat gegessen, wenn Hunger aufkam, die Kinder haben auf der Wiese gespielt und immer wenn ein Ruderboot vorbei kam wurde entweder sehr engagiert angefeuert (Rhodes University) oder zumindest der Fairness halber gemäßigt angefeuert.




Blick nach rechts, in Richtung Flussmündung/ Meer.



Blick vom Oceans Basket nach links, den Fluss hinauf.






Blick vom Steg in Richtung Restaurant:



Der Rhodes- Männer- Ruderachter. Leider war die Konkurrenz zu stark, sie haben trotz unserer aufopfernden Anfeuerungen nicht gewonnen...



Ein Polizeiauto. Warum? 1. weil ich es so witzig finde, dass die immer gleich eine mobile "Zelle" mit sich rum fahren und 2. weil die Südafrikaner immer so auf die Polizei schimpfen. Angeblich würden die immer nur den ganzen Tag irgendwo rumsitzen, sich betrinken, nichts tun, alle Gangster frei rumlaufen lassen, seien Korrupt etc. Zu vielen der Punkte habe ich keine eigene Einschätzung, aber eins ist mir aufgefallen: Man sieht sie immer und überall. So viel Polizeipräsenz wie in PE und Umgebung ist mir in Deutschland noch nie aufgefallen. Ich habe mir irgendwann einen Spaß draus gemacht und immer "a police car" gesagt, wenn uns eins begegnet ist und irgendwann waren auch Penny, Rebecca und Jordan überzeugt, dass die doch ziemlich oft zu sehen sind, wenn man mal drauf achtet ...




Später haben wir dann noch andere Freunde der Familie im Ort besucht, haben noch einen Abstecher zum Strand gemacht und irgendwann ging es dann auch schon wieder in Richtung PE...



Brandung in der Dämmerung:









Und auf dem Rückweg noch ein toller afrikanischer Sonnenuntergang. Leider nur aus dem fahrenden Auto heraus fotografiert (mit dreckigen Scheiben...)




Nächstes Mal schreibe ich noch etwas über die beiden anderen Schulen, die ich während meiner Zeit in PE kennen lernen durfte. Eine kirchliche Privatschule und eine eher weniger privilegierte Schule mitten im Herzen von PE. Größer können die Unterschiede kaum sein ...
.

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Bär

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Mittwoch, 11. Februar 2015, 22:05

Es würde mich nicht wundern, wenn Du auch noch von Rugby, Cricket und Jukskei berichten würdest... :thumbsup:
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*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

nad

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Mittwoch, 11. Februar 2015, 22:11

Es würde mich nicht wundern, wenn Du auch noch von Rugby, Cricket und Jukskei berichten würdest...
Ich wollte unbedingt noch ein Rugby- Spiel im WM Stadion in PE angucken, aber leider haben die die Preise irgendwie auf wenige Rand runtergesetzt, sodass sich dort zu den Spielen immer sämtliche Menschen versammelt haben, denen man noch nicht mal im Hellen auf der Straße begegnen möchte. Somit wurde mir dringend davon abgeraten und es wird deswegen keine weiteren sportlich motivierten Berichte geben :D
Den einzigen Sport den ich mir ansonsten noch angeguckt habe, ist der Schulsport. Da kann ich vom Tennis und Schwimmen, übers Hockey bis hin zum Netball und Rugby alles abdecken ;)

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Bär (11. Februar 2015, 22:31)

nad

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Donnerstag, 12. Februar 2015, 20:50

Harvest Christian School und Parsons Hill Primary School

So, weiter gehts im Text (... wenn doch Hausarbeiten für die Uni auch so einfach "aus der Hand fließen" würden... ).

Nachdem es jetzt ja ein paar Beiträge zur Freizeitgestaltung gab, komme ich jetzt noch mal auf die Schulen zurück.
Ich erinnere noch mal:
"Ausgangsbasis" war die Lawson Brown High School
Mein Pflichtpraktikum (5 Wochen) habe ich an der Erica Girls Primary School gemacht.
Zu beiden habe ich bereits geschrieben.
Danach habe ich dann noch Eindrücke an zwei weiteren Schulen gesammelt, an welchen ich jeweils zwei Wochen verbracht habe und auch wieder sehr herzlich aufgenommen wurde.
Zunächst war ich an der Harvest Christan School.



Auf der Straßenseite auf der ich bei diesem Bild stehe sind die Schulgebäude und auf dem Bild zu sehen ist die dazugehörige Kirche, in welcher sonntags Gottesdienste stattfinden, es ein Kirchen- Kaffee gibt etc:


Es ist eine Privatschule. Also noch mal mehr Schulgelder. Wie genau sich eine Privatschule ansonsten in SA von den staatlichen Schulen abgrenzt weiß ich gar nicht bis ins Detail. Da es sich hier jedoch um eine kirchliche Schule handelt, hatte das natürlich Einfluss auf den Schulalltag. Die Idee einen Teil meiner Zeit an dieser Schule zu verbringen kam von Elaine (meiner Vermieterin mit Familienanschluss). Ihr Sohn Ben ging zu dem Zeitpunkt dort in die zweite Klasse, ihre Tochter Ingrid in den schuleigenen Kindergarten.
Nachdem Elaine viel von der Schule erzählt hatte, habe ich dort einfach mal eine Mail hingeschrieben, wurde zu einem kurzen Gespräch zum Kennenlernen mit dem Schulleiter eingeladen und schon war die Sache geregelt. Alles easy. :thumbsup:
Die Schule beschult Kinder vom Kindergarten bis zum High School Abschluss. Wobei es schon mehr oder weniger drei geteilte Einrichtungen sind. Die Lehrerzimmer für die Grundschule und die High School sind getrennt etc. Trotzdem ist es irgendwie wie eine große Familie. Innerhalb PE's sind die Kinder, die dort zur Schule gehen allerdings ein wenig "verschrien". Die Eltern gelten als sehr konservativ, die Schüler als verwöhnte Bälger, die dann wenn die Eltern mal nicht dabei sind (Partys etc.) besonders über die Strenge schlagen. :thumbdown:
Der Schulalltag hat einige Besonderheiten, die es so an anderen Schulen nicht gibt. Ich musste z.B. immer schon 45 Minuten vor Schulbeginn da sein, da sich die Lehrer in kleinen Gruppen in kurzen Andachten auf den Schultag einstimmten. Auch für die Kinder gab es in regelmäßigen Abständen kurze und längere Andachten etc.

Die Schule liegt nur wenige Straßen vom Walmer- Township entfernt und dort läuft das Vieh frei rum. Es verirrten sich auch immer mal wieder einzelne Exemplare in die Straße der Schule. Manchmal haben Männer sogar ihre kleinen Herden direkt vor der Schule vorbei auf der Straße getrieben. Ich war davon immer so begeistert, dass ich es leider nie fotografiert habe. :saflag:



Ich war in der zweiten Klasse, in die auch Elaines Sohn Ben ging. Es wurde noch einmal mehr Wert auf Disziplin und Gehorsam gelegt, als ich das an den anderen Schulen erlebt habe.
Die beiden zweiten Klassen haben in meiner Zeit dort Lebensmittel gesammelt und Karten gebastelt und den einen Morgen sind wir dann in ein Altenheim gefahren, die Kinder haben dort für die betagten Menschen gesungen und wir haben die Päckchen mit Lebensmitteln und den Karten verteilt.








Altenheime sind scheinbar auch nicht mit denen hier in Deutschland zu vergleichen. Ich hatte das Gefühl, dass es sich dabei schon um eines der gehoberen Heime handelt, aber irgendwie scheinen die Menschen sich dort zum Großteil selbst versorgen zu müssen. Schließlich hätten wir sonst keine Lebensmittel mitbringen müssen... und die Menschen waren sichtlich gerührt, obwohl es nur ganz einfache Sachen wir Tunfisch in Dosen, Nudeln etc. waren.


Kinder haben einfach keine Berührungsängste. Die Jungs wollten unbedingt wissen wie schnell so ein E-Rolli fahren kann, also wurde kurzerhand ein Rennen auf dem Parkplatz gestartet: :thumbsup:




Einige Tage später begannen dann die Proben für ein Konzert/ Tanzvorführung der Kindergartenkinder. Ich weiß nicht mehr, ob diese einen besonderen Grund hatte, aber die Schulkinder wurden alle zur Generalprobe eingeladen und das habe ich mir auch nicht entgehen lassen. Ich fand es sogar so zucker- süß, dass ich abends zusammen mit Elaine und Familie noch einmal hingefahren bin. Ingrid hat schließlich auch mitgemacht! :love:




Und noch eine normale Unterrichtssituation "at Harvest" (auch hier wieder auf dem Teppich. Warum machen wir das hier in Deutschland bloß nicht. Ich werde das einführen!)



Nachdem die zwei Wochen "at Harvest" nur so verflogen sind (wie meine gesamte SA Zeit) war es auch schon wieder Zeit die Schule zu wechseln. Es ging für weitere zwei Wochen zur Parsons Hill Primary. Die liegt nur 100 Meter Luftlinie von Lawson entfernt und ist sozusagen die "Zuliefer- Grundschule". Also sie liefert den Lawsonions die neuen Schüler. Sie sind sich demnach in Ausstattung etc. recht ähnlich. Eher unteres Mittelfeld.
Wie schon geschrieben befindet sie sich im Herzen PE's. Natürlich auch wieder mit Blick auf die Bay und das Stadion. Da es in Pe zuweilen sehr hügelig ist, ist die Schule am Hang gebaut und wenn man ganz unten beim Kindergarten ist und bis oben zum obersten Sportfeld laufen muss, dann kommt man schon mal ins Schwitzen.




Kunstrasen, da dieser keine Pflege braucht:



Gesamtversammlung aller Kinder. Wenn die erstmal alle loslegen und singen fliegen einem fast die Ohren weg, so begeistert wird der Schulsong geschmettert:



Die Versammlung findet einmal die Woche statt. Es werden besondere Ereignisse mit allen geteilt, Geburtstage besungen, Ehrungen durchgeführt usw.
Hier holen sich die ganz Kleinen ihren verdienten Applaus für selbstgemalte Bilder ab ;)



Ich finde diese Versammlungen toll, weil sie den Zusammenhalt ungemein stärken und es so auch immer einen angemessenen Rahmen gibt um Erfolge zu würdigen, aber auch um ernsthafte Anliegen mit den Kinder zu teilen bzw. zu besprechen. Noch so was, was in Deutschland mal eingeführt werden könnte ... ich glaube ich hab einen großen Haufen Arbeit vor mir.
Nicht das ein falscher Eindruck entsteht: VIELES würde ich auf keinen Fall übernehmen wollen und das Praktikum dort hat mir auch aufgezeigt, wie gut wir es hier in Deutschland eigentlich haben. Es wird immer so viel gejammert. Zu viel. Unserem Schulsystem geht es im Vergleich echt gut. Das muss man auch mal wertschätzen. Natürlich gibt es weiter Verbesserungsbedarf. Wie gesagt: Ich plädiere für wöchentliche Schul- Zusammenkünfte und Sitzkreise auf dem Boden nach südafrikanischem Vorbild :saflag:

Die Klassenräume in dieser Grundschule sind beengt, die Möbel sehr alt, es sitzen (viel zu) viele Kinder in einem Raum und die Räume sind dunkel. Wirklich keine schöne Umgebung zum lernen. Ich war immer ein wenig erleichtert, wenn ich mittags wieder mehr Sonnenlicht gesehen habe:




Gute Laune gibts in SA immer umsonst, auch schon am frühen Morgen:



Einen Luxus gibt es an der Schule allerdings. Auch wenn es nur ein kleiner Pool ist, die Kinder lieben ihn. Ich wäre nicht reingegangen, so dreckig wie das Wasser war. Mir hat aber auch das Zuschauen sehr viel Freude bereitet:



In SA muss man in einer Schule nur das Wort "Foto" in den Mund nehmen und alle stellen sich begeistert auf, machen lustige Gesichter und wollen UNBEDINGT mit aufs Foto:



Wie gesagt: Schlechte Laune haben ist da fast unmöglich.

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nad

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Donnerstag, 12. Februar 2015, 21:25

Grade 6 Camp

Eines der Highlights der Schulzeit an der Parsons Hill Primary ist die Klassenfahrt in der sechsten Klasse. Das "Grade 6 Camp".
Die Kinder und die entsprechenden Klassenlehrer fahren für 3 Nächte weg.

Ich wusste mal wieder von nichts, aber das kennen wir ja schon. Die Klassenfahrt war Dienstag gestartet und Mittwoch nach der Schule wurde ich mal wieder (in diesem Fall vom Schulleiter) gefragt: "Sag mal, was machst du heute noch so?" Aus Erfahrung wusste ich ja schon, dass auf so eine Frage immer ein kleines Abenteuer oder zumindest eine lustige Aktion resultiert. Ich antwortete also, dass ich definitiv noch gar keine Pläne hatte. Mir wurde gesagt, dass ein Bus voll Lehrer für den Abend zu Besuch aufs Camp fahren würde und ich herzlich eingeladen wäre den letzten freien Platz im Bus zu belegen. :thumbup:
Da habe ich natürlich nicht lange drüber nachgedacht. Pünktlich um 16 Uhr war ich wieder in der Schule und wir machten uns mit einem der schuleigenen Minibusse auf den Weg ins Camp. Gefahren ist der Schulleiter. Allein schon für die Fahrt hat es sich gelohnt. Mir wurde wieder jeder einzelne Stein und Hügel auf dem Weg erklärt. Und es redeten so viele Menschen auf mich ein, dass ich mir echt gewünscht habe Englisch als Muttersprache zu sprechen. In solchen Situationen sind es nämlich die Millisekunden die man als "second language learner" immer zu langsam ist, um den Witz schnell genug zu verstehen, schnell genug zu reagieren etc. Es waren echt einige sehr lustige Konversationen dabei. Auch zwischen Lehrern und Schulleiter etc. Natürlich bin auch ich immer mal das "Opfer" der Witze geworden, aber damit muss man (bzw. Frau) leben können. Das Leben ist schließlich kein Ponyhof. :saflag:

Wir fuhren immer weiter und immer weiter und ich hatte keine Ahnung wo wir waren. Irgendwann war dann sogar das Handysignal weg. Aber ich hatte ja genug mehr oder weniger kompetente Einheimische dabei
Leider weiß ich nicht mehr, wie das Camp hieß, in das wir gefahren sind. Es war, meines Wissens nach, in der Nähe von Kirkwood. Aber so ganz genau weiß ich das bis heute nicht. Ich weiß nur, dass da ein Fluss und viele Orangenplantagen waren. Und wir auf dem Weg aus PE raus durch Uitenhage durchgefahren sind. Ich werde es wohl nie erfahren wo ich diesen Abend verbracht habe, es war auf jeden Fall sehr, sehr cool.

Das Camp ist sehr minimalistisch. Die Hütten zum Schlafen haben keinen Strom, es gibt Gemeinschaftsbäder, die Kinder müssen auch ihr Geschirr/ Besteck selber mitbringen und dafür Sorge tragen, dass es zur nächsten Mahlzeit wieder sauber ist (und vor allem: Das es überhaupt noch da ist und nicht verloren gegangen ist).
Während des Tages werden viele Aktionen in der Natur mit den Coaches vom Camp gemacht. An dem Abend, an dem wir da waren hatten die Kinder in kleinen Gruppen von ca. 12 Leuten die Aufgabe mit den bereitgestellten Zutaten und anhand eines Rezepts ihre eigenen Potjiekos zu kochen. Das war vielleicht ein Spektakel. Vom Feuerholz suchen, übers Feuer entzünden, bis hin zum vorbereiten der Zutaten und dem Kochen ansich wurde den Kindern alles selbst überlassen.
An jeder Feuerstelle war richtig viel los, die Kinder haben immer wieder zwischendurch einfach Lieder gesungen, von denen ich noch nie gehört hatte und sich mit allerlei Späßen die Wartezeit vertrieben. Auch die begleitenden Lehrer haben an einer Feuerstelle für sich und für uns "Gäste" gekocht.




Zwischenzeitlich sind ein paar andere Lehrer und ich zum Fluss runter gegangen und wurden direkt dafür belohnt. Mit einem der schönsten Sonnenuntergänge, die ich bisher erlebt habe:




Die Schnur über dem Fluss gehört zu den Aufgaben im Camp: Am Seil den Fluss überqueren. Da wäre ich zu gern dabei gewesen.






Die Zubereitung dieser landestypischen Speise dauert seeeeeehr seeeeeeehr seeeeeehr lange! Und während der Wartezeit wurden schon Unmengen an Chips etc. aufgetischt. Eigentlich war ich dann schon satt. Aber ich musste natürlich auch noch den Potjiekos probieren. Ich habe dann doch den von den Lehrern bevorzugt, die Endprodukte der Schüler sahen zum Teil eher weniger appetitlich aus, aber zu Recht waren alle sehr stolz auf ihre Ergebnisse. Allein die Geduld war bewundernswert. :thumbsup:




Nach dem Essen wurde dann noch ein Spiel gespielt, was alle Menschen dort kannten außer mir, was aber sehr lustig ist: Viele Menschen stehen mit großen Holzstäben im Kreis, es wird gesungen und irgendwann pfeift der Spielleiter. Dann müssen alle ihren Baumstamm loslassen und zum nächsten rennen und ihn auffangen, bevor er ganz hingefallen ist. Wer es nicht schafft scheidet aus und so werden die Lücken immer größer. Ein großer Spaß für alle Beteiligten. Auch für die, die am Rand stehen und anfeuern.




Sehr spät am Abend haben wir uns dann verabschiedet und waren doch froh wieder in die Zivilisation fahren zu können. Es war schließlich immer noch Winter, die Temperaturen sanken merklich und die Holzhütten sahen da wenig einladend aus. Aber für die Kinder ist es auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis. Leider war das alles zu kurzfristig, sonst hätte ich auch die gesamte Zeit mitfahren können.


Nächstes Mal dürft ihr Penny, Rebecca, Jordan und mich nach Kapstadt begleiten, wo ich es ganz spontan am Ende meiner drei Monate doch noch hingeschafft habe, obwohl ich schon alle Hoffnungen aufgegeben hatte die Stadt zu sehen zu bekommen. Aber dazu nächstes mal mehr!

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Kawa

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Donnerstag, 12. Februar 2015, 22:22

Schuluniform

Hi Nad, hier ein paar School Uniform Muster! ;-)

Natürlich aus PE!
»Kawa« hat folgende Bilder angehängt:
  • School Uniforms.jpg
  • School Uniforms1.jpg
Grüße Olaf

2005 / 09 / 11 / 12 / 13 / 15 / 16 / 17 / 19

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nad

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Donnerstag, 12. Februar 2015, 22:27

Das erste ist von Grey. DER Jungen- Schule in PE. Dort gehen alle hin, die etwas auf sich halten. Die Jungs sind "at Grey", die Mädchen gehen auf die "Collegiate" Mädchen Schule.
Das beides sind quasi so die Elite- Schulen in PE. Beide haben sowohl ein Internat für alle die, die nicht direkt aus PE kommen und fangen im Kindergarten an und gehen bis zum Ende der High School.
Dort ist es sogar so, dass sich die Uniformen zwischen Grundschule und High School unterscheiden.
Die "kleinen Jungs" dürfen z.B. noch keine langen Hosen tragen usw.

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Bär

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Donnerstag, 12. Februar 2015, 23:59

auch hier wieder auf dem Teppich. Warum machen wir das hier in Deutschland bloß nicht. Ich werde das einführen!

Viel Spaß beim Elternabend! :D

Zunächst war ich an der Harvest Christan School. ... Die Eltern gelten als sehr konservativ

Wir haben mal in derselben Straße übernachtet. Der Eigentümer war ein übler Rassist, der - wie sich bei unserem Auszug herausgestellt hat - seine schwarzen Angestellten schlägt. Die Polizei haben wir als korrupt erlebt. Überhaupt: der ganze Stadtteil hatte einen äußerst unangenehmen Vibe.
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nad

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Freitag, 13. Februar 2015, 18:20


Wir haben mal in derselben Straße übernachtet. Der Eigentümer war ein übler Rassist, der - wie sich bei unserem Auszug herausgestellt hat - seine schwarzen Angestellten schlägt. Die Polizei haben wir als korrupt erlebt. Überhaupt: der ganze Stadtteil hatte einen äußerst unangenehmen Vibe.
Also ich glaube da muss man ein bisschen differenzieren, sonst kommt hier einiges durcheinander. Die konservativen Eltern haben nichts mit einem Rassisten in der Straße zu tun und auch nicht mit der korrupten Polizei oder dem unangenehmen Vibe im Stadtteil. Das kam jetzt irgendwie alles so in einem Atemzug.

Die Straße bzw. der Stadtteil sind wirklich nicht so die tollsten in PE. Ich habe da ganz eindeutig auch andere Favoriten.
Allerdings meinte ich die konservativen Eltern eher im Bezug auf Religion und Erziehung der Kinder (sehr strikte Regeln etc.). Ich habe an der Schule niemanden erlebt, der rassistisch gewesen wäre. Und die Familien, die in Verbindung mit der Schule stehen wohnen über ganz PE verteilt, haben also auch nichts mit dem Stadtteil zu tun.
Das wollte ich nur mal kurz loswerden, nicht das auf einmal Äpfel mit Birnen verglichen werden... ;)

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Freitag, 13. Februar 2015, 21:00

Die konservativen Eltern haben nichts mit einem Rassisten in der Straße zu tun

Da ich weiß, dass die Kinder des Hauses in diese Schule gegangen sind, hat das für mich durchaus etwas miteinander zu tun. Das kannst Du allerdings nicht wissen und ob sie's heute noch tun weiß ich auch nicht. Ich hab nicht behauptet, dass alle Eltern dort Rassisten sind. Aber der war's definitiv. Ich erspare euch lieber, was er über die Einwohner des Townships in Walmer gesagt hat. X(
Mein Posting war nur eine Randbemerkung, eine Episode, die mir spontan eingefallen ist und die erkennbar einen äußerst negativen Einzelfall schildert. Sorry für die Unterbrechung...
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Montag, 16. Februar 2015, 21:40

Auf nach Kapstadt

Nach fast 10 Wochen Schule war es irgendwann Zeit für Urlaub. :saflag:
Zwar war dieser Urlaub auch ein deutliches Zeichen dafür, dass sich meine Zeit in SA dem Ende entgegen neigte, trotzdem habe ich mich wie sonst was darauf gefreut.
Direkt von Anfang an habe ich überlegt, wie ich (alleinreisend, ohne tauglichen "fahrbaren Untersatz") es bis nach Kapstadt schaffen könnte.
Zunächst sah es so aus als ob die euch schon gut bekannte Ruby eine Klassenfahrt nach Kapstadt organisieren würde. Irgendwann hat sich aber herausgestellt, dass die meisten der Schüler nicht genug Geld aufbringen konnten. Also war die Option weg. :(
Dann sah es so aus, als wenn Elaine und Familie mit mir nach Kapstadt fahren würden. Leider mussten die die Ferien dann aber bei Verwandten in Johannesburg verbringen, waren gar nicht erfreut darüber, es war aber nicht zu ändern. :(
Dann gab es die Überlegung, ob ich alleine, mit dem Baz Bus losfahre. Da hatte ich allerdings sehr großen Respekt vor. Ich war noch nie als Backpacker unterwegs ... und dann gleich alleine? In Südafrika? Da hat der "Mumm" dann doch nicht zu gereicht. :S

Als ich am Wochenende mal wieder bei Penny, Rebecca und Jordan "rumgehangen" habe (wir haben bei schönstem Sonnenschein "Charly's Bakery" geguckt), habe ich dort mein Leid geklagt.
Und am Ende des Tages stand fest: Wir fahren zusammen nach Kapstadt! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Penny hatte schließlich in den Schulferien auch frei, die Großeltern konnten es verkraften das der geplante Besuch bei ihnen in Queenstown noch ein wenig warten musste (die Oma soll da ein ganz tolles B&B haben, ich war selbst noch nicht da und werde es auch im März nicht schaffen, also schon wieder ein Grund noch mal hinfahren zu müssen :whistling: ) und wir konnten mit den Planungen starten!

Natürlich mussten einige Kompromisse geschlossen werden, wir waren uns klar darüber, dass die vier Interessen doch ein wenig auseinander gingen.
Folgendes wurde abgesprochen:
- Penny wollte mit dem großen Auto fahren. Da haben alle gleich zugestimmt. Ich habe die Hälfte der Spritkosten übernommen, quasi als Dankeschön, dass sie mir den Trip ermöglicht haben.
- Penny wollte gerne in der "Silvermist Mountain Lodge" in Constantia übernachten, weil sie davon so viel gehört hatte und ein bisschen Luxus wollte. Ich musste also zustimmen 1/4 der Kosten für diese relativ teure Unterkunft zu zahlen. Aber 1/4 war dann am Ende doch wieder wenig, sodass ich auch da gerne zugestimmt habe.
- Rebecca wollte unbedingt zu Charly's Backery (der Sendung wegen) und zum Canal Walk (shoooopping!). Jordan hat sich mit beidem sehr schwer getan, konnte sich aber auch damit abfinden.
- Jordan wollte ins 2 Oceans Aquarium. Wir anderen hätten es alleine wahrscheinlich nicht eingeplant, aber für einen 13 Jährigen mit 3 Frauen in den Urlaub zu fahren ist auch schon eine ganz schöne Herausforderung und wir sind gerne mit ihm dorthin gegangen!
- Ich war eigentlich schon überglücklich überhaupt fahren zu können. Aber auch ich durfte Wünsche äußern. Also sagte ich, dass ich sowohl auf den Tafelberg, als auch ans Kap fahren wollen würde. Und auch das wurde von allen akzeptiert.

Wir buchten also die Unterkunft und es konnte losgehen.
Am 21.09.2013 ging die große Fahrt los.
Seeehr früh am Morgen (ich glaube 4.30 Uhr) haben die anderen drei mich bei meiner Unterkunft in PE abgeholt und unser erster Stop war ... die nächste Tankstelle an der Cape Rd.
Der Tankwart dort saß schlafend neben der Zapfsäule und wurde erst durch deutliche Ansprache unsererseits wach. Der Arme. Wir haben ihn um seinen Schlaf gebracht. Es wurde vollgetankt und schon konnte die Reise losgehen!

Das Auto war wie folgt besetzt:
Fahrer war Penny. Tiefenentspannt, gut gelaunt und voller Vorfreude auf den spontanen Urlaub. :thumbup:
Beifahrer war Jordan. Hat sich besonders durch langanhaltenden Tiefschlaf in den ersten Stunden ausgezeichnet. :sleeping: Danach war er ein sehr aufmerksamer Beifahrer. :thumbsup:
Auf der Rückbank: Nadine und Rebecca. Am quatschen und lachen. Wenig hilfreich. Aber wir haben zumindest zur guten Stimmung beigetragen. :whistling:

Wir haben auf der Fahrt immer mal wieder angehalten und haben quasi die Garden Route in einem Tag gemacht (uiuiui, wenn das hier wer vorschlagen würde ... aiaiai, das gäbe Ärger von der Reisebüroleitung ;) )


Auch Wilderness hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Ich liebe diese Brandung!


Und der Blick zur anderen Seite:



Frühstücksstop war in Mosselbay. Wir haben getankt und bei Steers gefrühstückt. Das war auch mal eine Erfahrung. Burger zum Frühstück.... war witzig, muss ich aber nicht jeden Tag haben.
Rebecca und ich an einem unserer vielen Stops:



Besonders die Farm Stalls haben es mir angetan (ihr kennt meine Lobeshymne auf Nanaga) und die Route von PE nach Kapstadt gibt einige tolle Stops her:










Ich weiß leider nicht mehr genau wo dieser Farm Stall ist, meinen Fotos zufolge irgendwo zwischen Mosselbay und Heidelberg.



Auch die Baustellen waren für uns willkommende kleine Unterbrechungen:




Dazu muss man folgendes wissen: Pennys Eltern haben eine Farm (und ein B&B) in Queenstown und Penny ist mit den vielen isiXhosa sprechenden Arbeitern groß geworden. Sie spricht also fließend isiXhosa. Und das ist eine rieeeesige Hilfe in allen Lebenssituationen. Sie spricht die Leute somit immer in deren Muttersprache an und so kommt man (noch schneller als eh schon) mit den Menschen ins Gespräch. So auch mit diesem netten Gesellen, welcher die wartenden Autofahrer mit Snacks und kühlen Getränken versorgt:


(Wir haben uns aber so angeregt mit ihm unterhalten, dass die Fahrzeuge hinter uns leider leer ausgegangen sind... :whistling: )

Es war sogar genug Zeit zum Aussteigen. Hier ein Foto vom großen Gefährt. Doch ein wenig passender als mein kleiner (uralter) Golf:



Durch unsere vielen Stops hat die Fahrt fast den ganzen Tag gedauert, aber das war auch gut so. So war es weniger stressig.
In Constantia angekommen haben wir unser Cottage im Silvermist bezogen und sind noch zum Pick n Pay einkaufen gefahren.
Bei mehreren Monaten Aufenthalt ist man doch ein wenig glücklich, wenn man etwas "heimisches" entdeckt, auch wenn ich zu keiner Zeit Heimweh nach Deutschland hatte.
Besonders die Bahlsen Kekse belustigen mich immer. Hinten steht: Produziert in Barsinghausen. Das ist ca. 15km von meinem Heimatort entfernt :)








Danach haben wir es uns am Kamin gemütlich gemacht und entspannt.

Angekommen in Kapstadt! Ich war immer noch total aufgeregt und gespannt auf die nächsten Tage! :saflag:

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nad

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Dienstag, 17. Februar 2015, 20:00

Okay ihr Freunde des südlichsten Landes Afrikas, weiter gehts! :saflag:
So langsam geht mein Erfahrungsbericht in die letzten Runden. Quasi pünktlich zum Abflug, sodass ich dann fast nahtlos in den Reisebericht übergehen kann. :thumbsup:

Wir sind also, nach der Fahrt PE - Kapstadt ohne Zwischenübernachtung irgendwann in Kapstadt angekommen.
Am nächsten Morgen haben wir in der Unterkunft gefrühstückt und natürlich, ich war ja mit waschechten Südafrikanern unterwegs, haben wir sofort "neue Freunde" gefunden.
In Form des Personals der Unterkunft. Penny und Rebecca sind seeeehr kontaktfreudig. Die nette Frau von der Reception hat sich schier ein Bein ausgerissen (NICHT wörtlich nehmen), um uns Tickets für alle Aktivitäten online zu buchen. Das spart zum einen Geld und zum anderen an gewissen Stellen Wartezeiten. :thumbup:
Ein Blick nach draußen zeigte: Das Wetter war super! Und es soll wohl die ganzen Tage vorher miserabel gewesen sein. Es stand also schnell fest: Tagesordnungspunkt 1 ist der Tafelberg! :)

Die Idee hatten auch "ein paar andere":



Zum Glück konnten wir, da wir die Tickets ja schon hatten, am ersten Teil der Schlange vorbeigehen. Insgesamt haben wir wirklich nicht soooo lange gewartet. Ich hätte mit mehr gerechnet, bei den Menschenmassen.



Da wir die Tickets erst kurz vorher online gebucht hatten, waren die leider noch nicht im System registriert oder sowas. Das stellte sich aber leider erst heraus, als wir quasi schon ins Cable Car einsteigen wollten, an der letzten Kontrolle. TIA! :saflag:
Aber Penny spricht ja Xhosa. Und kann charmant lächeln. Wir anderen natürlich auch. :whistling: Als Penny dann noch die: "We've got a visitor from Germany with us and this is her only chance to visit Table Mountain"- Nummer auspackte war er überzeugt uns dringend helfen zu müssen! Also verließ einer der netten jungen Herren entgegen aller Anweisungen seines Chefs seinen Posten, führte uns in den Personal- "Backstagebereich" durch einige Türen und Fahrstühle und wir waren wieder ganz unten beim Ticketschalter. Dort beauftragte er seine Kollegin damit uns gültige Tickets ausstellen zu lassen, die dann auf einmal sogar noch günstiger waren, da Rebecca auch noch ein Kinderticket bekommen hat. Und dann ging das ganze Spiel in die andere Richtung wieder hoch zum Cable Car. Samt seeeehr böser Blicke aller anderen Menschen, die da in der Sonne standen und warteten. Die wussten natürlich nicht, dass wir auch schon gewartet hatten. Der nette Mann wünschte uns noch einen schönen Tag, zwinkerte uns ein letztes mal zu und schon waren wir auf dem Weg nach oben!
Die Aktion war auf jeden Fall seeeehr lustig! :D




Hier ein paar Impressionen vom Tafelberg. Schon oft in Reiseberichten gesehen, trotzdem immer wieder schön:
(Man beachte die Blechlawine an der Straße, welche sich aus der Kombi "Südafrika hat Schulferien + gutes Wetter in Kapstadt im September" ergibt")









Wieder unten beschlossen wir als nächstes bei der V&A Waterfront vorbeizuschauen. Der Magen machte ich so langsam bemerkbar.
Wir entschieden uns für Spur, da wir alle nicht die kulinarischen Feinschmecker sind, man dort auf jeden Fall für kleines Geld satt wird und zudem noch einen suuuuper Blick hat:



Nachdem die Mägen wieder ruhig gestellt waren, schlenderten wir umher und trafen auf diese lustigen Gesellen:



Penny ist ja Musiklehrerin und sucht, wenn sie in Kapstadt ist, immer nach neuer Musik. Besonders Marimba- Bands interessieren sie, da sie es selbst sehr gut spielt.
Auf dem Bild seht ihr die Ikamva Marimba Band. Ich habe die CD gekauft und höre sie immer dann, wenn das Fernweh aufkommt.

Nächster Tagesordnungspunkt war eine Fahrt mit dem CapeWeel, auf Rebeccas Wunsch hin. Wir haben extra bis zum Sonnenuntergang gewartet, um das Erlebnis noch zu intensivieren. Der Plan ist auch aufgegangen. Es kostet (meiner Erinnerung nach) nicht besonders viel und war wirklich schön. (auch die Tickets hatten wir schon vorher online gekauft, diesmal waren sie auch schon im System verbucht :rolleyes: )











Als kleiner Tipp für alle, die auch im Urlaub nicht auf deutsche Spezialitäten verzichten können, oder so wie ich länger in SA sind und irgendwann das "Verlangen" nach etwas heimischen haben:

Hier gibt es einen Stand mit Bratwurst, Brezeln etc.



Das war Tag 1 in Kapstadt!
Ich war schon nach 24h überzeugt, dass diese Stadt etwas besonderes ist. Ich glaube dort hat sich der SA Virus dann spätestens vollständig festgesetzt!
"Morgen" gehts auf die Kaphalbinsel und zum Canal Walk!

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Montag, 23. Februar 2015, 21:17

So langsam gerate ich unter Druck mein Ziel, diesen Bericht vorm Abflug fertig zu stellen, noch zu erreichen.
Heute in einer Woche sind wir schon in Johannesburg gelandet... :saflag:

Deswegen geht es jetzt mit den nächsten Eindrücken aus Kapstadt weiter.
Ich kriege die genauen Tagesabläufe trotz Reisetagebuch nicht mehr so ganz zusammen, aber den unwichtigen Krams wollt ihr ja eh nicht lesen. :huh:

Natürlich stand die "obligatorische" Fahrt zum Kap auch auf unserer Tagesordnung, nur leider ohne vorher die vielen Tipps hier aus dem Forum gelesen zu haben, wir sind quasi "falsch herum" gefahren. Als erstes den Chapmans Drive.






Ich weiß nicht mehr genau, was so lustig war, aber es war seeehr lustig... und die Aussicht war natürlich auch toll! :whistling:




Wie schon gesagt: Wir haben durch Pennys Xhosa- Sprachkenntnisse immer wieder mit den verschiedensten Menschen gesprochen. So auch mit diesen beiden Gesellen, die dafür sorgen, dass wir alle immer möglichst sorgenfrei dort fahren können!






Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen vom Parkplatz/ Restaurant/ Shop zu Fuß bis zum Leuchtturm zu laufen, auch wenn meine südafrikanischen Begleiter doch sehr gestöhnt haben. Wieder einmal wurde bestätigt: Die sind echt lauf-faul!

Einmal oben angekommen war es aber, vor allem für mich, ein überwältigendes Gefühl. Ich kann gar nicht so recht beschreiben warum und wieso, aber ich habe mich dort oben einfach nur toll gefühlt. Es fühlte sich nach ganz viel Freiheit an! :love:
Daher auch mein Avatar, hier noch mal in größer:
(Nein, es ist keine Anspielung auf Titanic, sondern eher der Wunsch von dort aus losfliegen zu können...)



Das der Abflug immer näher rückte merkte ich auch daran, dass die Uni- Kurse für das nächste Semester freigeschaltet wurden. Das läuft so, dass am Tag X zur Uhrzeit X der Kurs freigeschaltet wird und man unter den ersten 30 sein muss, die sich anmelden, um dann dort auch teilnehmen zu dürfen. Ich hatte also, unter anderem am Kap, meinen Laptop samt UMTS Stick dabei und habe mich von unterwegs in die Kurse eingetragen. Und einer dieser Zeitpunkte war direkt am Kap, auf dem Parkplatz. Ich war von dort unten, am Ende der Welt, schnell genug, habe einen Platz bekommen und den Kurs inzwischen auch schon lange abgeschlossen (und gut bestanden). Aber irgendwie war auch das besonders :thumbup:



Am Abend haben wir dann im "Canal Walk" verbracht. Einem riesigen Einkaufszentrum. 8o
Man muss dazu wissen: PE ist klein genug, dass es dort nicht alle Shops gibt, die es an anderen Stellen in Südafrika gibt. Und Rebecca musste UNBEDINGT dorthin. Ich kann sie voll verstehen, so sind wir Frauen nunmal gestrikt (nicht alle, aber ich gehöre unter Umständen auch mal dazu)...
Insgesamt ist mein Fazit dort: Ja, es ist riesig, es sieht pompös aus, es gibt viele Geschäfte, viele Restaurants etc. Aber es ist nichts, was man nicht auch verpassen dürfte.

Man kann dort übrigens auch gegen Abend noch problemlos hin- und auch wieder zurück fahren. Das haben wir ja auch so gemacht. Es hat auf dem Hinweg schon gedämmert. Alles kein Problem, alles easy.

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Montag, 23. Februar 2015, 22:18

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) beschreibt PERFEKT was PE ausmacht!

So wunderbar konnte ich es nicht in Worte verpacken, es beschreibt das (Lebens-) Gefühl dort aber sehr, sehr treffend.
Gefunden habe ich den Artikel, weil viele meiner Freunde aus PE ihn bei Facebook geteilt und geliked haben.

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