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Zoë Stevens

Anfänger

  • »Zoë Stevens« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

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1

Dienstag, 23. August 2016, 12:53

Naturhörner für Südafrika

eine Bremerin ist Ende Mai nach Kapstadt eingewandert, aber sie kam nicht allein, mit ihr sind zwei völlig neuartige Instrumente ins Land gekommen.

NATURHÖRNER!

Natürlich hat sie sofort alle Fühler in Richtung Hornszene ausgestreckt und mit jungen, sehr begabten Studenten flugs eine Horngruppe gegründet. Was in Deutschland eine Normalität ist, ist hier völlig neu, niemand hat bisher hier die Idee gehabt eine Gruppe ausschließlich aus Hörnern bestehend zu gründen.
Damit nicht genug, obwohl hier viel Großes gejagt wird, ist das "Verblasen" des Wildes gänzlich unbekannt, was in Deutschland eigentlich ein Muss ist (und Teil der Jägerprüfung), um dem Tier letzte Ehre zu erweisen. (Es hat sich auch bisher kein Komponist erbarmt, eine Löwenfanfare zu schreiben. Vor meiner Abreise jedoch habe ich dieses sogar noch bei einem Komponisten angeregt)

Der Schutzheilige der Jäger und Hornisten ist St. Hubertus und er wird am 3. November in vielen Ländern mit einer Messe geehrt. Diese hier völlig neuartige, nie aufgeführte Musik möchten wir nun mit dieser jungen Horngruppe in Kapstadt und hoffentlich in ganz Südafrika einführen.
Wir wären die ersten Südafrikaner, die auf Naturhörnern spielen würde, denn die Messe wird traditionell auf Parforce-Hörnern gespielt, die ohne Ventile auskommen und einen viel urtümlicheren, wilderen Klang als die "gezähmten" und Orchester tauglich gemachten Ventilhörner haben.
Natürlich haben diese jungen Menschen keine Naturhörner, wir wären auf Spenden angewiesen, um vier Hörner dieser Art bei einem Bremer Hornbauer zu beschaffen. Mein Mann, der in Bremen wohlbekannte, kapstädter Opernsänger und ich sind im Besitz zweier Hörner dieser Art und um einen homogenen Klang unserer 6 Hornisten zu erreichen, würden wir gerne bei der gleichen Art bleiben.
Wir würden Ihnen gerne den klanglichen Unterschied bei einem Treffen demonstrieren und Ihnen diese für Kapstadt neuartige Literatur vorstellen. Wir würden mit unserer Gruppe bei der nächsten Probe eine Aufnahme machen und Ihnen zusenden, damit wir unsere Leidenschaft mit Ihnen teilen können.
Diese Hörner würden darüber hinaus den Studenten völlig neue Hornwelten eröffnen und den Kulturaustausch mit Deutschland fördern. Das Naturhorn wird in Südafrika nicht unterrichtet mangels Hörner und Tutoren und wenn hiesige Studenten es erlernen könnten, mit Hilfe der deutschen Horngrößen der Naturhorn-Szene, Wilhelm Bruns, Stefan Oetter, Christoph Moinian, Joaquim Palet und den Bremer Damen Renée Allen und Elke Schulze-Höckelmann von der deutschen Kammerphilharmonie, um nur ein paar Namen zu nennen, hätten sie sich eine Fülle von Möglichkeiten erschlossen in der internationalen Musikszene und könnten eine ganze Bewegung in Gang setzen und als Vorbilder fungieren für zukünftige Horngenerationen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns begleiten würden auf diesem aufregenden Weg und Unterstützer fänden für diese sehr motivierten jungen Menschen, die die Musiklandschaft mit ihrer Leidenschaft und Leistung bereichern wollen und den Kulturaustausch unserer beider Länder vertiefen.

Mit hornfreudigen Grüßen
Ihre Zoë Stevens

Beiträge: 475

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2

Mittwoch, 24. August 2016, 13:07

Hallo,

nachdem sich wohl keiner so richtig an das Thema heranwagt, hat mir mein Kumpel Umthi Ikhaya, der 12-Ton Musiker aus Fisantekraal das folgende geschrieben:

Liebes Südafrikaforum,

auch wenn sich bisher noch keiner der Forumsmitglieder über spezielle musikalische Projekte in der Republiek Zuid-Afrika ausgelassen hat, soll das nicht heißen, dass es so etwas nicht gibt.
Ich möchte deshalb heute zum weltweiten Strange Music Day folgendes bemerken: Wir haben hier bei uns in Fisantekraal das Hashe Ixilongwana Quartett !
Übersetzt heißt das soviel wie Bockshorn ( nicht zu verwechseln mit Bocksbeutel ) Vierergang und die Aktiven sind ausschließlich professionelle, gehörnte Männer, die von tuten und verblasen keine Ahnung haben und hatten. Sie erweisen sich die letzte Ehre, indem sie in der Hörnergruppe ihr Bestes geben. Hörnertee ist dabei ein unverzichtbares Stimulantia, um das Letzte aus sich heraus zu holen.
Erster Verbläser ist der in Townshipkreisen wohlbekannte Ishuminane Ibedi. Früher war er aktives Mitglied der Gold Line der 28s, bis er seine Liebe zur Musik fand und mit ihr seinen Frieden.
Seine Interpretation des Jägerchors ( natürlich nur instrumental ) aus Carl Maria von Webers Freischütz, hat Rezensenten landesweit verzückt und Bewunderung eingeflößt.
Sein Künstlername ist übrigens Kap Horn.

Nicht zu vergessen ist auch Isibali Upondo, der sich um den Zustand und die Wartung der Instrumente kümmert. Sieht man ihn heute, wie er mit mit seinen „Lieblingen“ umgeht, mag man es nicht glauben, dass er vor Jahren noch ein gefürchteter Nashornwilderer war und wohlbekannt unter den chinesische Aufkäufern.
OK, ich gebe zu, der Weg vom Nashorn zum Blashorn ist irgendwo nachzuvollziehen.

Bevor mir die Puste ausgeht, möchte ich noch ein Wort zum Quartettwappen sagen.
Es besteht in Anlehnung an die Bremer Stadtmusikanten aus Büffel, Wasserbock, Hottentottenziege und Hadida. Allerdings stehen diese nicht übereinander, wie ihre Vorbilder, sondern stehen Bein in Bein in Flügel kumpelhaft nebeneinander, umrahmt von dem Gehörn eines Wolfenbütteler Unternehmens.
Leider kann ich es euch hier nicht vorstellen oder zeigen, da ein Copyright auf diesem Logo liegt. Konzerte sind leider auch schon auf Jahre ausgebucht. Selbst Julius Malema mussten wir letztens absagen, da wir ihm nicht versprechen konnten, eine überhöhte Spendenquittung für seine Steuererklärung auszustellen.

Damit möchte ich schließen und mich für die Aufmerksamkeit bedanken.

Mit hornygen Grüßen euer

Umthi Ikhaya


Anmerkung von mir: ein wirklich beeindruckender Beitrag.

Grüße

Hilmar
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kOa_Master

Dipl. Ing. Afr.

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3

Mittwoch, 24. August 2016, 13:35

...und jetzt bitte hilf mir den Leuten am Mittagstisch zu erklären, weshalb ich soeben laut loslachen musste :blush: :thumbsup: :thumbsup:
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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Donnerstag, 25. August 2016, 09:02

Warnhorn

Ich habe noch aus alten Zeiten ein Blashorn mit dem Streckenarbeiter auf Bahngleisen vor ankommenden Zügen gewarnt worden um Unfälle zu verhüten. Wenn so ein Blainstrument , auch aus Messing Blech,dem zu gründeten Blasorchester willkommen wäre , ihr mir den Flug und für die Zeit des Aufendhaltes in Kapstadt natürlich in einem first class Hotel ermöglicht , dann komme ich und blase in mein H O R N. :rolleyes: :rolleyes:
Mit viel Tut ,tut,tut
VG Horst

PS : ich vermute mal , das hier Dr. Nee und seine Assitentin Yeah gerne im selben Orchester mitblasen möchten.

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Donnerstag, 25. August 2016, 11:05

Hallo,

meine Kumpels Blaffi van Hornberg, seines Zeichens Vorderlader-Schützenkönig von Suurbraak und sein Adlatus Kobus van Skiet meinen, dass das Thema von einigen hier wohl nicht ernst genug genommen wird !!
Sie meinen, das Hörnern und besonders denen ohne Ventiele, nicht genug Aufmerksamkeit in der Gesellschaft geschenkt wird.
So unwichtige Themen wie Rassenhass, Korruption, Arbeitslosigeit, Armut, Kriminalität und Drogen in Südafrika, um nur Einige zu nennen, sollten gefälligst einer geflegten Hörnerkultur hinten an gestellt werden.
Deshalb sollte das Motto heißen " Hörner für Afrika "

Grüße aus Suurbraak

und meine Grüße hinterher

Hilmar
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Bär

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Donnerstag, 25. August 2016, 19:35

Deshalb sollte das Motto heißen " Hörner für Afrika "

Um eine größere internationale Resonanz zu erzielen, sollte das Motto aber schon englisch sein, also "Horny for Africa" :whistling:
'


*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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Verwendete Tags

Horn, Kultur, Musik