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Bär

Vollkommen Ahnungsloser

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21

Montag, 31. Juli 2017, 17:02

Hab übrigens Salami für R27,50 gefunden.

Das hab ich nie verstanden. In Südafrika ist bestes Fleisch billig und recht einfache Wurst teuer. In Deutschland gerade umgekehrt. Daher gilt wie Marchese schon schrieb "kommt immer drauf an, was man vergleicht".

Fakt ist: Lebensmittelpreise verdoppeln sich alle 6 bis 7 Jahre

Ich weiß ja nicht wie verlässlich das südafrikanische Statistische Bundesamt ist, aber nach deren Zahlen hat sich der Konsumentenpreisindex in den letzten 10 Jahren nicht ganz verdoppelt (um 90% gestiegen im Vergleich zu 2007). (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (klicke unterhalb des Charts auf 10Y)
Natürlich ist das immer noch eine ordentliche Preissteigerung. Allerdings haben sich die durchschnittlichen Löhne und Gehälter im gleichen Zeitraum stärker erhöht (um 130% im Vergleich zu 2007) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Die gefühlte Inflation ist natürlich etwas anderes und hängt von den persönlichen Lebensumständen ab. Wer beispielsweise in D eine Wohnung sucht, wird aufgrund der enormen Erhöhungen mit den Ohren schlackern. Wer aber den Heizöltank seines Eigenheims auffüllen muss, der freut sich derzeit. Wer Leiharbeiter bei VW war, muss möglicherweise den Gürtel enger schnallen, während der fest angestellte Kollege daneben immer noch mit ordentlichen Gehaltserhöhungen und fetten Boni rechnen darf.
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Beate2

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22

Montag, 31. Juli 2017, 20:33

Hallo zusammen,

demnächst schreibe ich auch noch was zu diesem Thema. Habe gerade zu viel Arbeit und will vorher einiges zur persönlich erfahrenen Kostenentwicklung nachsehen.

Unsere cleaning ladies im B&B haben gerade um Lohnerhöhung gebeten. Das Sammeltaxi von Khayelitsha nach Somerset kostete bis vor kurzem R42.00 für beide Strecken pro Tag. :wacko: Jetzt sind es R60.00 pro Tag. Da kommt keine Lohnerhöhung mit :thumbdown:


LG
Beate

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buddiekasino (1. August 2017, 11:54), toetske (31. Juli 2017, 21:06), Bär (31. Juli 2017, 20:46)

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23

Dienstag, 1. August 2017, 13:57

Statsa.gov.za bringt schon ganz verlässliche Zahlen, aber jeder hat seinen eigenen Warenkorb. Wer zB nur bei Woolworths kauft kennt andere Preissteigerungen.

Die Grauhaarigen in den Top Restaurtants sind die Jungs vom "White Monopoly Capital"... (Hand vorm Gesicht)
Okay, Fakt ist schon das es (durch fast Monopoly-Situationen im Business) einige sehr reiche, weisse hier gibt. Ganz Stellenbosch scheint voll davon...

Aber ich rede hier von der gehobenen Mittelklasse. Haus gemietet, gebrauchtes Auto Bar bezahlt, gepflegtes Essen daheim, und wie gesagt, mal R300 pp auswärts.

Für Touristen immer noch sehr gut, denke ich, aber Einheimische erleben es anders. Wenn mich Freunde von Overseas besuchen kann ich nur einmal mit Essen gehen.
Und wir verdienen gut!

Lokaler Käse als auch Wurst ist hier sehr teuer und viele Dairys schliessen schon seit 10 Jahren wegen Unwirtschaftlichkeit. Muss man nicht verstehen..
Da kostet ein Labourer 3-mal nichts hier im Vergleich zu Germany, aber es scheint sich nicht zu rechnen.
TIA - This is Africa!

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toetske (2. August 2017, 22:04), Marchese (1. August 2017, 17:51)

sailwind

Sailwind

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24

Samstag, 12. August 2017, 15:58

Inflation und Preisentwicklung

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich lebe seit 2003 ca. 6 Montae in SA und habe die Preisentwicklung bis jetzt verfolgt.

Preise Mai 2017

1 Liter Diesel = 0.80 Euro
1 Kg Joghurt = 1.60 Euro
1Kg Rinderfilet Klasse A = 11 Euro
2.5 Liter original Cola = 0.90 Euro
Diese Preise sind aus einer sehr beliebten Urlaubsgegend am Indischen Ozean.

Wenn ich das Rinderfilet als Vergleich nehme, zahle ich fast genauso viel wie 2003 dafür. ZAR = 7.5 bis 8 zum Euro.
Alle was Technik und Importwaren betrifft ist teurer in SA.
Ein Arbeiter oder Haushaltshilfe verdient am Tag ( 8 Stunden ) ca. 130 Rand. Das ist natürlich ein Lohn der beschämend ist.
Als Ausländer kann man das aber nicht ändern, weil das zu Problemen führt. Es ist einfach so und man muss sich als Gast verhalten.
Garten mähen und säubern ( Büsche trimmen etc. ) 7300 m2 = 60 Euro von einer Firma für Gartenservice gemacht.

Wenn ich als Tourist mich um Kapstadt bewege, in Hotels und BB wohne, bin ich Reisender in SA. Vom Saisonzuschlag garnicht zureden.
Da wird genommen was geht. Das ist wie einkaufen im Flughafen incl. Restaurant.
Einheimische zahlen im Krügerpark ein Minimum von dem was Touristen bezahlen müssen.
Mit Euro, CHF etc. ist man in SA immer auf der besseren Seite.
Als Beispiel denke man mal, sich als Reisender zur Saison, welcher auch immer, sich wie in SA zu bewegen. Da bekommt die Brieftasche Unterdruck.
Hotel, Camping, Restaurant, Vergnügungspark, Ausflug nach Sylt etc. :-)))
Intensives Reisen kostet intensive Preise.....
Es mag andere Länder geben, wo das sicher günstiger ist, aber man muss sie finden und mögen.
Ich liebe das "easy living" in SA mit all seinen kleine Haken.

Viele Grüsse an Alle SA Freunde

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Dicobo (12. August 2017, 19:42), Gisel (12. August 2017, 19:17)

Beat H. Schweizer

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25

Sonntag, 13. August 2017, 17:51

Nicht ueberall gleiche Preise

Hallo in die Runde!
Vor einigen Monaten ist dieses Thema auch schon aufgegriffen worden, man hat in einem Post lesen koennen, dass die Preise in SA nicht ueberall gleich gestaltet sind. Dem ist so! Wenn sich Touristen und Immigranten mit etwas lockererem Umgang mit der Muenze vieles leisten konnen, obschon das mit steigenden Preisen einher geht, dann ist das ja gut und richtig. Der "einfache Mann", "die einfache Frau - mit Kindern" mit Minimallohn etwa, zusaetzlichem Kindergeld, kommt da ganz anders in die Praedullie. Wir haben von einem Haushalt von R8000/Mt. gelesen. Dazu Fixkosten, Levy, Rates und Taxes, Krankenversicherung, Haus- und Fahrhabe-Versicherung, das geht ins Geld. Dieses Szenario darf aber keinesfalls auf die weniger bemittelte Bervoelkerungsschicht umgeschlagen werden. Eine Mutter mit zwei Kindern kommt mit R3000 gut ueber die Runde! Dabei ist die Bleibe mit R1000 eingerechnet, Verpflegung und "Medikamente". Mehr braucht "man" nicht.
Preisvergleiche hinken. Nicht auf allen Leveln ist die Qualitaet gleich, die wird auch je nach Einkommen ganz anders gewichtet. Fett am Fleisch zum Beispiel. Fettes Fleisch ist oft sehr billig, Huehnerfleisch von der Farm ebenfalls (Hals, Magen, Kopf, Fuesse), Gemuese und Obst vom "fliegenden Hendler" nochmals.
Beispiel: Ein Kilo Birnen kostet bei P&P ca. R 32.00; Bei Woolworth R34,00; Bei Checkers R31.00. Beim fliegenden Haendler habe ich fuenf Birnen, insgesamt 820 Gramm, beste Qualitatet, fuer R5.00 bekommen! In Eersterivier, nicht in Somerset West. Das Beispiel ist von heute. Kartoffeln sind ein Trauerspiel, die werden vergoldet verkauft! Auf dem Farmermarkt kosten die Dinger kaum die Haelfte - da ist der Preisunterschied doch sehr gross. Die Qualitaet ist kaum schlechter als anderswo, oft sind es noch die selben Verpackungen/Saecke.
Ich will mit den Beispielen nicht sagen, dass man eben "auf dem Land" einkaufen soll - das koennen sich nicht alle leisten, ich denke etwa an die, die in Kapstadt oder auf der Peninsula leben. Dort ist man auf die Grossmaerkte wohl angewiesen. Nur, man darf ob all der Preisentwicklung nicht vergessen, dass es eben mehrere Marktsegmente gibt! Gluecklicherweise, denn sonst waeren schon unzaehlige Leute verhungert.
Somit ist also auch die Teuerung relativ.
Cheers
Battli
Gartenbahner, Modellbauer, Vielreisender. Alles in der HP www.trainmaster48.net nachzulesen.

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Rhino

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26

Samstag, 11. November 2017, 13:34

RE: Inflation und Preisentwicklung

Hallo liebe Forenmitglieder,
...
1 Liter Diesel = 0.80 Euro
1 Kg Joghurt = 1.60 Euro
1Kg Rinderfilet Klasse A = 11 Euro
2.5 Liter original Cola = 0.90 Euro
Diese Preise sind aus einer sehr beliebten Urlaubsgegend am Indischen Ozean.

Wenn ich das Rinderfilet als Vergleich nehme, zahle ich fast genauso viel wie 2003 dafür. ZAR = 7.5 bis 8 zum Euro.
Alle was Technik und Importwaren betrifft ist teurer in SA.
Ein Arbeiter oder Haushaltshilfe verdient am Tag ( 8 Stunden ) ca. 130 Rand. Das ist natürlich ein Lohn der beschämend ist.
Als Ausländer kann man das aber nicht ändern, weil das zu Problemen führt. Es ist einfach so und man muss sich als Gast verhalten.
Garten mähen und säubern ( Büsche trimmen etc. ) 7300 m2 = 60 Euro von einer Firma für Gartenservice gemacht.
....

So aehnlich sind die Preise hier auch, vielleicht teilweise etwas niedriger. Das haengt von der Gegend ab, wenn da Produktion in der Naehe ist, ist es oft niedriger. z.B. Rindfleisch.

Die offizielle Inflation wird meist als 5-6% angegeben, auf viele Haushaltsgueter trifft das auch zu. Allerdings wenn man den Gueterkorb erweitert duerfte die eher bei so 10% im Jahr liegen. Will heissen die Preisniveaus sind da recht individuel gestaltet. Was Loehne betrifft, so steigen die mit Qualifikation steil an.

Zum Preisvergleich mit Deutschland kann ich nicht viel sagen, da ich Eure Preise dort nicht kenne.

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27

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 07:26

--- Anmerkung der Moderation: Diskussion von (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) hierher verschoben

Ich glaube nicht, dass wir jemals schon mal so schöne, und günstige Unterkünfte in einem Land gebucht haben und so wahnsinnig viel Auswahl hatten!


Jetzt interessiert mich doch was ihr zahlt und wo ihr wohnt. In den 18 Jahren seit ich zum ersten Mal in SA war sind die Preise in Rand 3, bis 4-mal so hoch, und dadurch in € doppelt so teuer (und mehr). Drei Beispiele:

Be my Guest in Table View. War ca, R275 vor 10 Jahren, nun eher R700. Typische 4 oder 5-Star BnB in Blouberg kosteten in 2002 R200-R250. Nun über R1.000.
Naries Mountain Cottage, der Platz bei dem es mir den Atem raubte: R1.600 in 2013, nun R4.000 (für zwei).

Auch wenn der Rand sehr gefallen ist in den Jahren, es wurde viel teurer. Und die Inflation in Germany, also der Euro "weniger Wert", war 25% seit der Einführung.

Allerdings fehlt mir der Vergleich zu Preisen in anderen Ländern. Ein Aldi Prospekt mit Häusern im Bayrischen Wald ist wohl weniger repräsentativ...
TIA - This is Africa!

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Winelands

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28

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 08:10

Allerdings fehlt mir der Vergleich zu Preisen in anderen Ländern...
Ein Beispiel.
Wir fahren gleich nach Kaltern in Südtirol und bezahlen für eine Suite 66 €/d pP ÜF. Bei Bo*k*n* hat die Unterkunft eine Bewertung von 9,8/10. 8)
Früher war alles besser. Ich weiß.


Gruß Micha

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29

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 08:53

Leopard Mountain Lodge im Januar 2014, gebucht für 150 CHF pP (damals knapp R2000)
Preise für 2019: R4750 pP, entspricht heute rund 320 CHF.
(Alleine der Preisaufschlag 2018 -> 2019 ist R800, also 20%)

Sprich eine Verdopplung der Preise innert 5 Jahren...und das ist (leider) an vielen Orten so. Und da muss ich dann schon sagen...für 600CHF kann ich auch in der Schweiz einen sehr luxuriösen Tag verbringen. Inklusive Essen, Übernachtung und 2 Aktivitäten für zwei Personen. Von Südtirol oder wo auch immer sonst in Europa ganz zu schweigen.

Oder ein anderes Beispiel, die Mopane Bush Lodge. 2014 erhielt man ein Doppelzimmer für 2 Nächte für R4000 mit Abendessen und Frühstück plus einer Aktivität. Jetzt ist man bei R3300. Pro Person pro Nacht, d.h. insgesamt bei über R13200 für "denselben" Aufenthalt. Zugegeben, es wurden sämtliche Hütten mit Klimaanlage und WiFi ausgestattet, neu ist "Full Board" statt DBB inklusive und man erhält pro Tag zwei Aktivitäten. Aber dafür das dreifache bezahlen?

Südafrika ist richtig richtig teuer geworden und das liegt an nichts anderem als an der Tatsache, dass das Land beliebt ist und einen gewaltigen Aufschwung in Sachen Touristen erhielt. Solange die Touristen kommen und die Häuser füllen, kann man verlangen was man möchte, das gilt insbesondere für private Betreiber. Bis zu einem gewissen Masse finde ich das okay, aber halt auch nur aus der europäischen Sicht. Aus Sicht von Südafrikanern finde ich das sehr bedenklich, vor allem wenn ich an vielen Orten höre und lese, wie die SADC-, Rentner- resp. generellen SA-Discounts reduziert oder abgeschafft werden. Letztens hat sogar SANParks offiziell so argumentiert, dass man halt aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen sei, wenn möglich ihre Betten und Touristenkontingente im Krüger lieber an die bestbezahlenden Personen zu verkaufen...

Hinweis: Die Inflation von Januar 2014 bis heute beträgt in SA rund 25-30%. Darauf, dass "alles teurer geworden ist" kann man dies also nicht in diesem Ausmass schieben.
Edit: Sorry für das Offtopic, evtl. gibt es einen passenderen Thread dafür?
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Winelands

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Donnerstag, 4. Oktober 2018, 09:01

Da haben wir ja wohl Glück mit unserer Unterkunft in Paarl.
Dort bezahlen wir nämlich immer noch den selben Preis wie in 2014.

Schön, dass es auch noch anders geht. :thumbup:
[/OT]
Früher war alles besser. Ich weiß.


Gruß Micha

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feuernelke

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Donnerstag, 4. Oktober 2018, 11:07

Der Individual Tourismus boomt überall, solange die Leute die teuren Preise bezahlen lohnt sich das für die Anbieter. Beispiel Island, das war schon immer teuer wird, aber für den Normalverdiener allmählich unbezahlbar. Aber auch bei Preisen für bed-and-breakfast in Skandinavien allgemein oder Großbritannien schluckt man erstmal , wenn man für zwei Personen Übernachtung Frühstück durchweg mit 150 € rechnen kann.
Dem gegenüber ist Deutschland ja richtig billig, wo ich immer noch für 45 € pro Person und Nacht ordentliche Pensionszimmer oder günstige Hotels bekomme.
Für Südafrika lohnt es sich allerdings auf den heimischen Buchungsportalen abseits von Book....com und Co. zu schauen. Da fehlt dann zwar die Möglichkeit zur kostenlosen Stornierung, aber man hat da wirklich noch günstige Übernachtungspreise.

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Marc

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Donnerstag, 4. Oktober 2018, 16:35

Nun ja, die Formel hat ja mindestens drei Variablen, die man bedenken muss:

  • den Wechselkurs
  • die südafrikanische Inflation
  • die deutsche Inflation


Wenn man jetzt also eine Unterkunft nimmt, die in 2004 R300 gekostet hat, waren das damals bei einem Wecheslkurs von 1:7,5 (meine ich mich zu erinnern) zur damaligen Zeit EUR 40. Was einem heutigen Geldwert (also zzgl. deutscher Inflation in den 14 Jahren: 20,2%) von knapp EUR 50 entspricht. Die selbe Unterkunft kostet heute R700, was nach heutigem Wechselkurs gerade mal EUR 42 wären. Insofern wäre eine solche Unterkunft zumindest für uns Europäer ein Schnapper.

Für die Locals (in Südafrika und Namibia) sieht das hingegen ziemlich bescheiden aus, wenn deren Einkünfte mit der Inflation mithalten konnten, können sie sich das Leben vor Ort noch genauso gut leisten, wie in 2004. An einen Europa-Urlaub ist hingegen durch die Inflation Südafrikas, bzw. den Verfall der Währung nicht mehr zu denken.

Ich glaube, was für uns Europäer befremdlich anmutet sind die Preissprünge. Sind wir eher moderate Steigerungsraten gewohnt, so haben wir manchmal das Gefühl, dass die Preise vor Ort nahezu explodieren, was aber als Mittelwert über die Jahre gar nicht der Fall ist. Wenn ich mir alte Urlaubsabrechnungen von vor 20 Jahren raus hole, stelle ich fest, dass nur die wenigsten Dinge sich deutlich verteuert haben. Eine Ausnahme ist z.B. der Greyfish, das liegt aber an den Fangrestriktionen und das ist auch gut so.

Mein Fazit ist daher, dass ich das Preis-Leistungs-Verhältnis im südlichen Afrika nach wie vor als sehr gut betrachte. Da sind die auch hier genannten Entwicklungen in Europa deutlich dramatischer. :blush: ;)
Schöne Inselgrüße Marc

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Donnerstag, 4. Oktober 2018, 17:39

Die wesentlichen Sprünge (resp. die Steigerung) fand aber nicht 2004 statt, sondern etwa in den letzten 6-8 Jahren... (soweit ich das aus den mir zu Verfügung stehenden Informationen beurteilen kann - die eigenen Erfahrungen gehen nur bis 2013/14 zurück und mit 2001 oder noch früher will ich nicht vergleichen)
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Freitag, 5. Oktober 2018, 09:20

Die wesentlichen Sprünge (resp. die Steigerung) fand aber nicht 2004 statt, sondern etwa in den letzten 6-8 Jahren... (soweit ich das aus den mir zu Verfügung stehenden Informationen beurteilen kann - die eigenen Erfahrungen gehen nur bis 2013/14 zurück und mit 2001 oder noch früher will ich nicht vergleichen)


Interessant ist auch die Frage, in welchen Bereichen die Sprünge stattgefunden haben. Ohne das genau recherchiert zu haben, habe ich das Gefühl, dass die richtig grossen Sprünge im Bereich Unterkünfte zu verzeichnen sind. Unterkünfte in Nationalparks und Nature Reserves und auch Private Lodges sind seit 2013 nach meiner Einschätzung um 80-100% angestiegen (in ZAR). Keine Ahnung, ob das etwas mit dem allgemeinen Run auf Touristische Attraktionen zu tun hat. Auch in Kapstadt sind die UNterkunftspreise nach meiner Erfahrung enorm angestiegen. Unser Stamm-Gästehaus hat im Jahr 2013 ZAR 600 gekostet, jetzt sind wir bei ZAR 1200 angelangt. Auch unter Einbezug der von Marc genannten Faktoren sind das immer noch massive Preissteigerungen. Wenn ich das richtig sehe, hat derRand seit 2013 etwas 50% an Wert verloren, die Unerkunftspreise sind aber zwischen 80-100% (in ZAR) gestiegen. Wenn man aber z.B die Restaurantpreise in Kapstadt mit früher vergleicht, ist der Unterschied deutlich kleiner. Ich rede jetzt nicht nur von Spitzengastronomie (die ebenfalls in erster Linie touristen bewirtet), sonder von durchschnittlichen Restaurants. Die "Combo" im Restaurant Addis hat 2013 ZAR 110 gekostet. Das waren damals knapp CHF 10. Heute kostet die Combo ZAR 165, was ungefähr CHF 11 entspricht. Das Frühstück und die Abendkarte auf Buitenverwachting sind für uns in den letzten Jahren sogar leicht günstiger geworden. Auch die Automiete, Supermarktpreise und die Preise für Getränke in Bars empfinde ich nicht als teurer im Gegensatz zu früher. Wäre interessant, wenn man einen Touristen Inflationsindex entwickeln würde, um zu sehen, wie sehr sich die Kosten für einen Urlaub im Durchschnitt verändert haben in den letzten Jahren. Als extrem teuer empfinde ich Südafrika im Gegensatz zu Master aber noch immer nicht.

PS: ich sehe gerade, dass wenn man die Daten des historischen Randkurses leicht verändert (Aug. 12, statt Jan. 13-Aug.18 ) der Schweizer Franken teilweise auch bis zu 100% an Wert gegenüber dem Rand zugenommen hat (z.B. Mitte 2015). Die Preise steigen aber historisch betrachtet zwar mit Sprüngen aber doch stetig und linear an, während die Wechselkurse schwanken. Während man Mitte 2015 wohl gegenüber Mitte 2012 als Schweizer etwa 25% günstiger Urlaub machen konnte. Muss man wohl momentan gegenüber Januar 2013 mit etwa 20-40% Preisaufschlag rechnen. Mir scheint es, dass die Preise in den letzten Monaten extrem nach oben geschossen sind. Mal sehen, wie die Kursentwicklung dies ausgleichen wird (war ja vor einigen Wochen kurzfristig bereits weitgehend der Fall).

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Dicobo (19. November 2018, 18:07), Beat H. Schweizer (10. Oktober 2018, 15:36), Marc (5. Oktober 2018, 16:56)

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Freitag, 5. Oktober 2018, 09:56

Da hat jeder ein paar Beispiele, aber viele (eigentlich alle) meine Bekannten die bis vor ca. 10 Jahren noch herkamen, kommen nicht mehr.
Beim Kurs 10:1 Anfang 2002 (ja, Ende 2002 9:1) kosteten 2 Steaks, mit einer Flasche Rotwein R180. Die Hütte auch R180 - für zwei Personen.
Zugegeben, das war im Norden.

Der selbe Kollege dachte neulich dran zu kommem, aber das vorher erwähntes BnB kostet in ZAR 3- oder 4-Mal so viel (er war öfters hier). Ein wenig rechnen, 16:1 vs 10:1, Euro Inflation ("die 1 kommt hoch..."), dürfte es 2-mal so viel kosten. Anfang der 2000er setzten wir uns einfach ins Auto und fuhren (wie die meisten hier) ziellos durch's Land weil alles so billig war. Ggf hatte ich ihn auch inJoburg abgeholt. Inlandsflüge kosteten €50. Die Mietwagen Einweggebühr fiel auch kaum ins Gewicht. Liter Benzin R7.

Mittlerweile denken wir dran statt Einweggebühren zu zahlen die Autos mit Schlüssel an geeigneter Stelle zu parken, wo sie über nacht der natürlichen Nahrungskette zugefügt würden. Um die Gebühr zu sparen ;-)

Essen gehen ist hier immer noch sehr günstig. Aber nicht mehr für Einheimische. Irgenwo erwähnte jemand das die statistische Inflation zwar 5,5% ist, aber die reelle (für besser Verdienende, weil wir nicht nur Papp essen) 10 bis 15%. Das stimmt. Eine Familie mit zwei Kindern braucht zwei Einkommen, es sein denn der Verdiener hat ein Business was genug abwirft damit der andere zu Hause bleiben kann. Das wir nie diskutiert. Die Mittelklasse hier schafft es kaum finanziell. Aber was machen die? Stehen weiter 3 Stunden im Stau zum Büro und zurück, und sind froh Arbeit zu haben. Und der andere braucht den halben Tag für den School Run.

Bei den Preisen für Unterkünfte kennen sich Besucher besser aus. Residents, wie wir, fahren nicht mehr in Urlaub seit die Schmerzgrenze überschritten wurde (da hat jeder seine eigene). Seit dieser Woche ist zudem Benzin 10% teurer.
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Dicobo (19. November 2018, 18:09), Beat H. Schweizer (10. Oktober 2018, 15:38), Kranval (5. Oktober 2018, 23:00), Beate2 (5. Oktober 2018, 10:52)

Marc

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Freitag, 5. Oktober 2018, 17:10

Residents, wie wir, fahren nicht mehr in Urlaub seit die Schmerzgrenze überschritten wurde (da hat jeder seine eigene). Seit dieser Woche ist zudem Benzin 10% teurer.


Das ist die Perspektive, die ich auch schon angesprochen habe. Für die Locals/Residents gibt es eine deutliche Preissteigerung speziell für importierte Produkte oder Dinge worauf vorwiegend Touristen zugreifen (z.B. Unterkünfte). Solche Preissteigerungen erlebe ich selber auch in erster Linie in begehrten Unterkünften. Hier regelt Angebot und Nachfrage den Preis. Das sind sowohl gut geführte B&Bs, als auch gepflegte Lodges in reizvoller Umgebung. Wobei ich auch bei den privaten Konzessionen oft erlebe, dass neue Lodges wesentlich begehrenswerter sind, als solche, die kurz vor dem Ablauf des Konzessionszeitraums sind, da dort dann nicht mehr investiert wird.

So bitter das für die Locals ist, Südafrika ist im internationalen Vergleich aber immer noch ein sehr günstiges Reiseland. Noch günstiger geht es eigentlich nur in Krisenländern (wie Tunesien/Ägypten/Türkei) oder vielleicht noch in Thailand.
Schöne Inselgrüße Marc

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Beat H. Schweizer (10. Oktober 2018, 15:38)

Bär

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Freitag, 5. Oktober 2018, 20:31

Eine Familie mit zwei Kindern braucht zwei Einkommen, es sein denn der Verdiener hat ein Business was genug abwirft damit der andere zu Hause bleiben kann. Das wir nie diskutiert. Die Mittelklasse hier schafft es kaum finanziell. Aber was machen die? Stehen weiter 3 Stunden im Stau zum Büro und zurück, und sind froh Arbeit zu haben. Und der andere braucht den halben Tag für den School Run.

Das ist in Deutschland auch nicht anders.

Und ob man Inflation als Belastung ansieht hat doch im Wesentlichen damit zu tun, wie sich das eigene Einkommen entwickelt. Bleibt es gleich hoch, wird alles nicht nur gefühlt teurer. Kann man es jedoch stärker steigern als die Inflationsrate, kann man bei höheren Preisen gelassen sein.
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*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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